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	<title>Trampen in&#8230; &#8211; Warm Roads</title>
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		<title>Trampen in&#8230; (20) Kasachstan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Jul 2017 10:38:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Argentinien]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen in...]]></category>
		<category><![CDATA[Kamas Truck]]></category>
		<category><![CDATA[schlechte Straßen]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen in Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen Kasachstan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kasachstan trägt noch viel Charme der ehemaligen UDSSR in sich. Wenn die Menschen nicht gerade Audi oder 2er Golf fahren, dann sieht man Ladas,...</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de/trampen-in-20-kasachstan/">Trampen in&#8230; (20) Kasachstan</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de">Warm Roads</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kasachstan trägt noch viel Charme der ehemaligen UDSSR in sich. Wenn die Menschen nicht gerade Audi oder 2er Golf fahren, dann sieht man Ladas, robuste Kamaz Trucks oder den guten, alten Waz auf der Straße. Da macht Trampen besonders Spaß. Hinzu kommt ein besonderes Feature: In Kasachstan gibt es eine ausgeprägte Trampkultur, die die Fortbewegung sehr sehr angenehm macht. Überall an der Straße stehen Menschen und Trampen. In der Stadt und auf dem Land. Herrlich. Fühlt man sich gleich wie zu Hause.<span id="more-2339"></span></p>
<h2>Statistik</h2>
<p><strong>Zurückgelegte Distanz: 4555 km</strong></p>
<p><strong>Anzahl der Lifts: 57</strong></p>
<p><strong>Durchschnittliche Wartezeit: 11 Minuten 56 Sekunden</strong></p>
<p><strong>Standzeit Gesamt: 11 Stunden 20 Minuten</strong></p>
<p>Den Log gibt’s <a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Log-Kasachstan.ods">hier</a>. Achtung, der Log enthält ein paar km Trampen durch Bishkek, die ich zu Kasachstan gezählt habe.</p>
<h2>Meine Route</h2>
<p>Ich bin von der chinesischen Grenze nach Almaty, habe einen kleinen Abstecher nach Bishkek/Kirgistan gemacht und bin anschließend von Almaty nach Aktau ans kaspische Meer getrampt. Route könnt ihr <a href="https://goo.gl/maps/kcExC6dWWfA2">hier</a> einsehen.</p>
<h2>Menschen</h2>
<p>Kasachen zu beschreiben fällt mir noch etwas schwer. Das Land ist ein kulturelles Konglomerat. Der Ur-Kasache ist blond und blauäugig, habe ich mir sagen lassen. Irgendwann kam dann Dschingis-Khan und hat alle zu Asiaten gemacht. So ungefähr. Wenn ihr durch Almaty lauft, dann ist es schier unmöglich festzustellen, ob euch da nun ein Kasache, Chinese, Deutscher, Russe oder doch Türke gegenübersteht. Die Menschen sehen so unterschiedlich aus. Das fand ich sehr schön.</p>
<p>Die Menschen in Kasachstan wirken generell sehr kumpelhaft und warm. Nicht ganz so roh, wie die Russen. Die Kasachen sind so wie die Kolumbianer der ehemaligen UDSSR. Viele können ein bißchen Deutsch, auch wenn es nur einige Wörter sind. Jeder Zweite fährt ein (altes) deutsches Auto. Man wird schnell zum trinken eingeladen und die Leute scheinen aufrichtig interessiert.</p>
<p>Was mir aber auch aufgefallen ist, dass man in Kasachstan seine Ruhe haben kann. Dadurch das alle irgendwie anders aussehen und niemand wirklich fremd wirkt, konnte ich mich sehr gut assimilieren. Untertauchen im culture clash. Angenehm.</p>
<p>Eine Sache die hier noch angemerkt sein sollte und speziell an die Frauen gerichtet ist, die durch Kasachstan trampen wollen. Das Land kann recht taff werden. Die Männerkultur ist machohaft und ich habe überdurchschnittlich häufig Geschichten von versuchten Vergewaltigungen von Tramperfreundinnen gehört. Ich kann sowas als Mann natürlich nicht wirklich beurteilen, da ich weder dabei war, noch selber belästigt wurde. Und mir liegt es fern hier alle Kasachen in einen Topf zu werfen oder unnötig Angst zu machen. Aber Kasachstan hängt ein wenig der Ruf nach, in dieser Hinsicht gefährlicher als andere Länder zu sein. Sollte man im Hinterkopf haben, aber sich auch nicht übermäßig verrückt machen. Meiner Meinung nach.</p>
<h2>Straßen</h2>
<p>Tja die Straßen. Das ist ein besonderes Thema in den ehemaligen Sovjet Ländern. Erstmal sollte aber gesagt sein, dass zwischen den großen Städten gut befahrbare, teilweise neue Straßen existieren und die Bewegung hier kein Problem ist. Das kann man allerdings nicht von jeder Region behaupten.</p>
<p>Als ich von der chinesischen Grenze nach Almaty kam, bin ich schon über eine dieser Trümmerstraßen gefahren und das kann mitunter recht anstrengend sein. Was mir dann aber im Landesinneren begegnet ist, war selbst für mich ein neues Level der Apokalypse. Obwohl ich doch so viele beschissene Sraßen dieser Welt abgetrampt bin. Straßen sollen ja den Weg leichter machen und neue Gebiete erschließen. In Kasachstan stellen sie eher ein zusätzliches Hinderniss mit besonderem Feauture dar: Nämlich, dass sie euch den Weg zur Hölle machen und man unter Umständen zu Fuß schneller ist, bzw. lieber den unbefestigten Feldweg vorzieht, der sich neben der Straße entlangschlängelt. Sowas hab ich bisher nur in Post-Sovjet Ländern erlebt.</p>
<p>Ich hatte eine sehr interessante <a href="https://warmroads.de/de/drei-tage-wach-trampen-durch-kasachstan-2/">Tramptour von Qyandiyaghasch nach Makat</a>. Drei Autos in 8 Stunden und mitten durch die kasachische Steppe. Die Leute fahren lieber 1000 km Umweg, als sich über dieses 400 km lange Teilstück zu quälen. Völligst zurecht. Die Straße ist vielleicht die schlechteste Straße, die ich je erlebt habe. Aber schön! Lohnt sich. Auf seine Art und Weise.</p>
<p>Ansonsten merkt euch eins: Kasachstan ist fast ausschließlich Steppe. Kaum Berge, manchmal kleine Hügel aber größtenteils weites „Wasteland“. Bis zum Horizont. Ein bißchen wie <a href="https://warmroads.de/de/trampen-ans-ende-der-welt-ushuaia/">Argentinien</a>, nur mit weniger Menschen. Hat mir sehr gut gefallen da durch zu ballern. Trampen war nämlich hammer einfach.</p>
<h2>Taktik</h2>
<p>Gleich am Anfang muss ich eine Lanze für Kasachstan brechen. Ich hatte einen riesen Spaß beim Trampen, weil die Leute einfach verstanden haben, was ich mache. Jedes Auto ist eigentlich ein Taxi, was die ganze Bewegung etwas problematisch macht. Wenn ihr allerdings von Anfang an klar macht, dass ihr kein Geld gebt/habt, dann nehmen euch viele auch einfach so mit. Eine klare Kommunikation ist daher sehr wichtig. Und ein bißchen Russisch Pflicht. Erwähnt auch immer, dass ihr Autostop („Avtostop“) macht, dann verstehen die meisten schon, was Sache ist. Das ist hier auf jedenfall eine andere Nummer, als in <a href="https://warmroads.de/de/trampen-in-18-china/">China</a>, wo euch alle ungläubig anschauen und denken ihr seid völligst lost. In Kasachstan ist es eher das „Ach, ein Tramper!“-Gefühl.</p>
<p>Zweiter Punkt, den ich sehr genossen habe: Ihr könnt euch quasi überall an die Straße stellen. Manchmal müsst ihr ein wenig laufen, um einen passenden Platz zu finden, aber die Positionierung geht direkt und unkompliziert. Darüber hinaus gibt es gute Auffahrten, bei den großen Kreuzungen und Kreisverkehre in den Städten. Positionierung an Bushaltestellen sollte hier absolut vermieden werden, da die Menschen sonst denken ihr wartet auf einen Bus. Auch weil die Lokalbevölkerung an Bushaltestellen trampt (und dann natürlich bezahlt).</p>
<p>Punkt drei bezieht sich auf das <a href="https://warmroads.de/de/zur-technik-des-nachttrampens/">Nachttrampen</a>. Ich Glaube das ging noch nie so gut, wie in Kasachstan. Es gab quasi keinen Unterschied, ob ihr bei Tageslicht oder bei Dunkelheit getrampt seid. Die Autos hielten genauso schnell an. Super super angenehm. Das hat mich wirklich sehr überrascht, aber wahrscheinlich haben hier meine Reflektoren und mein Tramperanzug ihren Anteil getan.</p>
<p>In Kasachstan zu trampen ist easy und straight forward. Einzige Sache, die ihr beachten solltet, dass ihr die Umgehungsstraßen bei großen Städten nutzt. Die gibt es fast immer und für ein schnelles vorankommen ist es notwendig, nicht in den Städten zu landen. Weil da ist Molloch angesagt.</p>
<h2>Impressionen</h2>

<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-20-kasachstan/kamas-truck/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Kamas-Truck-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Kamas Truck in Kasachstan" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Kamas-Truck-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Kamas-Truck-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Kamas-Truck-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Kamas-Truck-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Kamas-Truck-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-20-kasachstan/waz-truck/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/WAZ-Truck-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="WAZ Truck in Kasachstan" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/WAZ-Truck-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/WAZ-Truck-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/WAZ-Truck-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/WAZ-Truck-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/WAZ-Truck-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-20-kasachstan/strasse-kasachstan-2/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Straße-Kasachstan-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Straße Kasachstan" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Straße-Kasachstan-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Straße-Kasachstan-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Straße-Kasachstan-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Straße-Kasachstan-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Straße-Kasachstan-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-20-kasachstan/dirtroad-kazachztan/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/dirtroad-Kazachztan-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="dirtroad Kazachztan" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/dirtroad-Kazachztan-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/dirtroad-Kazachztan-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/dirtroad-Kazachztan-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/dirtroad-Kazachztan-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/dirtroad-Kazachztan-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-20-kasachstan/trampen-kasachstan-2/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Trampen-Kasachstan-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Trampen Kasachstan" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Trampen-Kasachstan-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Trampen-Kasachstan-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Trampen-Kasachstan-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Trampen-Kasachstan-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Trampen-Kasachstan-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-20-kasachstan/waz-kasachstan-huepfburg/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Waz-Kasachstan-Hüpfburg-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Waz Kasachstan Hüpfburg" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Waz-Kasachstan-Hüpfburg-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Waz-Kasachstan-Hüpfburg-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Waz-Kasachstan-Hüpfburg-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Waz-Kasachstan-Hüpfburg-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Waz-Kasachstan-Hüpfburg-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-20-kasachstan/land-kasachstan-schafe/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Land-Kasachstan-Schafe-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Land-Kasachstan-Schafe-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Land-Kasachstan-Schafe-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Land-Kasachstan-Schafe-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Land-Kasachstan-Schafe-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Land-Kasachstan-Schafe-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-20-kasachstan/trampen-in-kasachstan/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Trampen-in-Kasachstan-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Trampen in Kasachstan" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Trampen-in-Kasachstan-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Trampen-in-Kasachstan-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Trampen-in-Kasachstan-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Trampen-in-Kasachstan-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Trampen-in-Kasachstan-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-20-kasachstan/steppe-kasachstan/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Steppe-Kasachstan-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Steppe-Kasachstan-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Steppe-Kasachstan-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Steppe-Kasachstan-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Steppe-Kasachstan-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Steppe-Kasachstan-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>

<h2>Besonderheiten</h2>
<p>Ich hab gesagt Kasachstan sei größtenteils flach, aber an der Grenze zu Kirgisistan gibt es ein paar schöne Berge und in Almaty habt ich eine tolle Aussicht auf eben solche. Almaty ansich ist eine sehr schöne Stadt. Zumindest wenn man auch graue Sovjet Platten steht, was bei mir der Fall ist. Aber vorallem schön, wegen den Menschen. Ich hab die Kasachen als wirklich freundlich empfunden und werde sicher mal wieder hin fahren und Freunde besuchen.</p>
<p>Kulinarisch konnte ich mich gut in Kasachstan einfinden. Neben dem guten alten Plow (Reispfanne) und den allseits erhältlichen Samsa (gefüllte Teigtaschen) haben wir auch eine leckere Sommersuppe mit Kartoffel, Schnittlauch, Eiern und Joghurtdrink sowie Sprudelwasser gemacht. Klingt komisch, schmeckte aber Bombe. Ansonsten gibt es noch Kwas, das ist sowas wie Light Bier, aber eigentlich durch die Gärung von Brot hergestellt und der gute alte Kumis (vergorene Stutenmilch). Nicht für jeden Menschen etwas, aber die Leute dort mögen eher saure Getränke.</p>
<p>Nach Kasachstan kommt ihr entweder durch Rußland, oder Zentralasien, falls ihr von Europa lostrampt. Letztere Route kann u.U. etwas komplizierter werden, da die Visa Vergabe in Ländern wie Usbekistan oder Turkmenistan einer Lotterie gleicht. Ich selbst bin von Kasachstan nach Aserbaidschan gereist und habe ein Containerschiff über das kaspische Meer genommen. War eine lustige Tour, die ich nur empfehlen kann. Für weitere Infos dazu checkt am besten <a href="http://www.caravanistan.com">Caravanistan.com</a> – übrigens eine der besten Informationsseiten, wenn ihr in Zentralasien reisen wollt.</p>
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		<title>Trampen in&#8230; (19) den USA</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Jan 2017 14:30:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen in...]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Trampen in den USA war eine der großen Enttäuschung meiner Reise. Ihr denkt an Kerouac, wie er von Denver nach San Francisco trampte....</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Trampen in den USA war eine der großen Enttäuschung meiner Reise. Ihr denkt an Kerouac, wie er von Denver nach San Francisco trampte. Wollt zum Ursprung der Hippiekultur. Erwartet die USA als DAS Land zum Trampen. Aber meine Erwartungen haben sich nicht erfüllt. Ich war mehrere Monate in den USA unterwegs. Am Anfang hat es mir dort überhaupt nicht gefallen, aber mit der Zeit habe ich mich dann doch angefreundet, mit dieser sonderbaren, amerikanischen Kultur. In Bezug auf das Trampen fällt meine Wertung zu den USA jedoch eindeutig aus: Es ist eines der anstrengendsten Länder, in denen ich bisher getrampt bin. Keine Empfehlung von mir. Trampen in den USA ist Scheiße. Es macht das Land jedoch nicht weniger interessant. Ganz im Gegenteil.<span id="more-2224"></span></p>
<h2>Statistik</h2>
<p><strong>Zurückgelegte Distanz: </strong><strong>11010</strong><strong> Kilometer</strong></p>
<p align="justify"><strong>Anzahl der Lifts: </strong><strong>129</strong></p>
<p align="justify"><strong>Durchschnittliche Wartezeit: </strong><strong>40</strong><strong> Minuten </strong><strong>20</strong><strong> Sekunden</strong></p>
<p align="justify"><strong>Standzeit Gesamt: </strong><strong>69</strong><strong> Stunden </strong><strong>55</strong><strong> Minuten </strong></p>
<p>Log gibt’s <a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Log-USA.ods">hier.</a></p>
<h2>Meine Route</h2>
<p>Ich betrat die Vereinigten Staaten von Amerika das erste mal durch Texas. Einige Wochen blieb ich in Austin/TX. Von dort flog mich mein mittlerweile <a href="https://warmroads.de/de/tribute-to-patrick-faltermann/">verunglückter Freund Patrick</a> nach New Mexico. Ich bin über Denver nach Salt Lake City getrampt und weiter durch Kalifornien bis hoch nach Seattle. Auf dieser Strecke bin ich auch das erste mal mit <a href="https://warmroads.de/de/trainhopping-wahre-liebe/">Trainhopping</a> in Berührung gekommen.</p>
<p>Später bin ich kreuz und quer durch Washington und Oregon getrampt, bevor es dann über <a href="https://warmroads.de/de/langstreckentrampen-von-new-york-nach-alaska/">Kanada nach New York</a> ging. Ich habe einen Monat in New York gelebt und bin dann <a href="https://warmroads.de/de/ich-bin-von-deutschland-nach-alaska-getrampt-das-ende/">8000km an die Nordspitze von Alaska getrampt</a>. Auf dem Rückweg habe ich noch einen kleinen Abstecher nach San Francisco gemacht, um anschließend wieder zurück nach Kanada zu trampen.</p>
<h2>Menschen</h2>
<p>Ich kann zwar nicht sagen, dass ich nach 6 Monaten in Nordamerika die Menschen wirklich verstanden habe. Die USA sind so groß und divers. Es ist schwer allgemeingültige Aussagen zu machen. Die Bundesstaaten können sich untereinander sehr unterscheiden. Küste und Inland, West und Ost, überall sind die Menschen etwas anders. Aber alle sind Amerikaner und daher Teil dieser verrückten Gesellschaft. Ich versuche hiervon einen Eindruck zu geben.</p>
<figure id="attachment_2221" aria-describedby="caption-attachment-2221" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria.jpg" rel="lightbox[2224]"><img class="size-full wp-image-2221" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria.jpg" alt="Trampen in Amerika" width="780" height="441" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria-300x170.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria-768x434.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria-150x85.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria-400x226.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria-200x113.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2221" class="wp-caption-text">Trampen in Amerika</figcaption></figure>
<p>Generell musste ich erstmal feststellen, dass ich meinen größten Kulturschock in den USA hatte. Normalerweise würde man denken, dass die Menschen in den USA uns Europäern ähnlicher seien, als die Südamerikaner. Mitnichten. Zumindest in meinen Augen. Die USA sind zwar genauso Turbo-Kapitalistisch wie Deutschland, allerdings ist das Leben hier weitaus brutaler und ungesicherter als in Europa. Das fängt bei der Krankenversicherung an und hört beim Leben auf Pump mit kurzfristigen Paychecks und unterbezahlten Jobs (von denen man natürlich mehrere haben muss) auf. Da mutet unser System schon fast wie ideologisch einwandfreier Sozialismus an. In den USA herrscht ein abartiger Leistungsdruck, den wir so in Europa nicht haben.</p>
<p>Prinzipiell fiel es mir sehr schwer mit Menschen in Nordamerika zu connecten, wenn es um mehr, als die normale Oberflächlichkeit ging. Jeder hier ist bei der ersten Begegnung unglaublich nett. Wenn man aber persönlicher wird, kommt man allerdings schnell an eine Grenze. Die Menschen sind sehr protektionistisch bei persönlichen Themen. Am Anfang hab ich diese ganze Pseudohöflichkeit sehr kritisch gesehen. Nach einer Zeit gewöhnt man sich jedoch irgendwie daran. Als ich zurück nach Deutschland kam, hat es mir sogar ein bißchen gefehlt, dass die Menschen so freundlich-oberflächlich sind. Ich habe viel Zeit in Kalifornien verbracht und musste eine Sache lernen dort: Es kommt nicht so sehr darauf an, was man sagt, sondern, wie man es sagt. Wir Deutschen leben verglichen dazu in einer sehr direkten Gesellschaft. Eine Freundin meinte zu mir: „In Deutschland kann man sich nicht verstecken.“ Und wenn man monatelang in dieser oberflächlich, schönen Welt verbracht hat, kann das auch etwas anstrengend sein.</p>
<p>Ein großes Thema in den USA ist Angst. Angst das etwas passieren könnte. Angst vor dem mordenden Tramper. Angst vor Terror. Angst vor Krankheit. Angst vor dem Leben. Die USA sind in meinen Augen neurotische und paranoider als der Großteil der restlichen Welt. Die Leute mögen es stabil und es soll möglichst alles so bleiben. Brasilien war ähnlich neurotisch und ich schiebe das auf die starke Stellung der Religion innerhalb der Gesellschaft.</p>
<p>Vorallem beim Trampen wird diese Angst deutlich, wenn man versucht nach Lifts zu fragen. In den USA wird das überhaupt nicht gerne gesehen. Wenn man sich Menschen an Tankstellen nähert, nehmen diese oft eine ablehnende Haltung ein. Viele wollen in Ruhe gelassen werden, sehen dich als Abschaum und schauen komisch. Das fühlte sich manchmal an, wie eine Art Spiessrutenlauf. So etwas hab ich in keinem anderen Land erlebt. Kanada ist hierzu übrigens das absolute Gegenteil. Wenn man dort an Tankstellen trampt, dann kommen die Menschen unaufgefordert zu euch, fragen was ihr macht und fangen ein Gespräch an.</p>
<p>Beim Trampen spielt in den USA aber noch eine zweite Komponente eine Rolle. In den USA leben sehr viele Menschen auf der Straße und unter diesen gibt es viele, die ernsthafte psychische Probleme haben und eigentlich auf Hilfe angewiesen sind. Hier gibt es allerdings kein Gesundheitssystem ist, was sich um diese Menschen kümmert und somit sind die Leute auf sich allein gestellt. Und für alle die kein Auto haben und kein Geld verdienen, bleibt aus Ermangelung an öffentlichen Verkehrsmitteln nur das Trampen als Fortbewegungsart.</p>
<p>Ihr müsst diesen kulturellen Unterschied verstehen. Während ihr in Europa mit euren Hippie- und Studentenfreunden zu eurem eigenen Vergnügen rum reist, finden euch die meisten Menschen cool und als Tramper hat man ein relativ positives Ansehen. Die amerikanischen Straßen (sowohl beim Trampen, als auch beim Reisen) sind von einer Mischung aus Hobos, Obdachlosen, Hippies, Studenten, Drogenabhängigen, Leuten die vor der Polizei auf der Flucht sind, Menschen die psychisch krank sind und Leuten die wirklich der Gesellschaft entsagt haben und als Outlaw Leben, bevölkert. Die Charaktere in den USA sind in meinen Augen radikaler, extremer und auch anstrengender als alles, was euch in anderen Teilen der Welt auf Reisen begegnet. Im Guten wie im Schlechten. Durch die USA trampen ist anders, als in Europa seinen Daumen rauszuhalten. Ich finde das prinzipiell hochspannend.</p>
<p>Was ich allerdings zum Kotzen finde, und das ist nur ein Resultat der oben genannten Mischung, ist, dass man in den USA als Tramper immer wie ein drogensüchtiger Schwerverbrecher behandelt wird. Und hier auch wieder der Hauptunterschied zu Europa. In Europa (und den meisten Ländern auf der Welt) seid ihr cool, weil ihr trampt, In den USA seid ihr Abschaum, weil ihr trampt. Daran kann ich mich nicht gewöhnen und das ist für mich einer der größten Minuspunkte für dieses Land. Trampen macht so einfach keinen Spaß.</p>
<p>Hinzu kommt noch ein statistischer Fakt. Es dauert relativ lange, bis jemand für euch anhält. Mit über 40 Minuten durchschnittlicher Standzeit werden die USA nur von Kolumbien als schlechtestes Land zum Trampen übertroffen. Bei fast 130 Lifts ist das ein selten schlechter Wert. Vom Hippeitraum durch die USA zu trampen, ist nicht mehr viel übrig geblieben. Die Realität wird hier von harten Zahlen geschrieben und leidvoller Wartezeit mit Menschen, die euer Tramperleben überaus kritisch betrachten.</p>
<p>Zum Abschluß aber noch etwas positives. Die Menschen hier sind sehr hilfsbereit. Das hat wiederum mit den vielen Obdachlosen zu tun. Ständig wurde mir Essen und Trinken angeboten. Auch Geld. Die Amis geben gerne und sehen es als ihre Verantwortung anderen zu helfen. Das gehört gewissermaßen zur kulturellen Eigenheit.</p>
<p>In den USA wollen die Menschen helfen, Spenden, Essen verteilen. Sie sehen es als ungewollte Einmischung des Staates an, wenn dieser das übernehmen würde. Der Staat soll sich möglichst raushalten. Übrigens eine typisch republikanische Position. In Europa ist es genau andersrum. Im ehrenamtlichen Bereich habe ich Diskussionen mitbekommen, die so argumentierten: „Wenn der Staat das Ehrenamt fördert, dann nur, weil er seine eigene Pflicht an die Bürger abgeben will. Der soll mal lieber seinen Verpflichtungen nachkommen!“ Das sind zwei völligst konträre Grundhaltungen zur Rolle des Staates gegenüber der Gesellschaft. Und diese Grundhaltungen prägen die Menschen. Gut für euch, weil in den USA Wohltätigkeit als Bürgerpflicht angesehen wird. Das wird euch keine Lifts bringen, aber vielleicht kriegt ihr Essen und Trinken geschenkt. Nehmt es an, für die Menschen ist es wichtig euch einen Gefallen tun zu können.</p>
<h2>Straßen in den USA</h2>
<figure id="attachment_2219" aria-describedby="caption-attachment-2219" style="width: 521px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-den-Redwoods.jpg" rel="lightbox[2224]"><img class="size-full wp-image-2219" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-den-Redwoods.jpg" alt="Trampen in den Redwoods" width="521" height="780" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-den-Redwoods.jpg 521w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-den-Redwoods-200x299.jpg 200w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-den-Redwoods-150x225.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-den-Redwoods-400x599.jpg 400w" sizes="(max-width: 521px) 100vw, 521px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2219" class="wp-caption-text">Trampen in den Redwoods</figcaption></figure>
<p>Der amerikanische Highway ist für mich das schönste Straßennetzwerk der Welt. Das ist durchaus ein dicker Pluspunkt für das Trampen in den USA. Auch wenn er nur bedingt hilft. Als ich nach Texas kam und das erste mal am Trampen war, dachte ich nur: „Ja, genauso perfekt und formvollendet habe ich mir das vorgestellt.“ Es gibt diese schönen Fernsehaufnahmen aus dem Nachkriegsamerika, mit den blassen Farben der 50er. Zeit des Öllbooms, Zeit des Aufbruchs und die Zeit, wo diese grandiose Infrastruktur erschaffen wurde. Lange geradlinige Interstates, blumenförmige Autobahnkreuze, wenig Verkehr und irgendwie hängt mir dazu noch der Hoover-Damm und Kennedy im Kopf. Keine Ahnung wieso. Aber mit diesen Bildern bin ich in die USA gekommen. Und die Straßen waren genau so, wie ich so erwartet hatte. Der Rest eher nicht.</p>
<p>Meine Begeisterung liegt sicherlich auch an dem Fakt, dass die amerikanischen Interstates größer, breiter und länger sind, als alle andere Straßen, auf denen ich bisher rund um die Welt unterwegs gewesen bin. Der Kontinent ist sehr groß, es gibt sehr viel Platz und das spürt man auch in der großspurigen Lebensweise der Amerikaner. Alles ist größer. Straßen, Autos und Egos. Ich denke es ist das perfekte Land für einen Road-Trip, wenn man selber fahren möchte. Ich bin im Anschluss nach Japan gereist, was so ziemlich das Gegenstück zu den USA darstellt. Kaum Platz, alles ist klein, detailliert und eng gehalten. Japanische Autos kamen mir vor wie Spielzeug, als ich aus den USA dort angekommen war. Manchmal konnte ich mein Lachen nicht verkneifen, als mir diese Zwergenmobile in den Straßen entgegenfuhren.</p>
<p>Was mir ein bißchen beim Trampen in den USA fehlt, sind Raststätten. Es gibt an fast jeder Ausfahrt eine Tankstelle mit diversen Fast Food Restaurants. Aber keine Raststätten, die nur Highway-Verkehr haben. Das war für mich ein eindeutiger Nachteil. Es gibt zu viele Tankstellen und somit ist es schwer, die gut frequentierten zu finden. Manchmal hatte man Glück, manchmal Pech. Wenigstens in New York State habe ich Raststätten auf den Toll-Straßen gefunden. Die waren ganz großartig. Zwischen New York und Montreal. Ich denke dieser Autobahnabschnitt ist privatisiert und hat daher diese riesigen Raststätten. Aber als Infrastruktur zum Trampen taugen die Interstates sowieso nur mittelmäßig. Insbesondere wenn man lange Strecken durch die USA trampen will.</p>
<p>Neben den Interstates gibt es noch Highways, die so etwas wie die deutsche Bundesstraße darstellen. Ich kann die Highways nicht wirklich empfehlen. Verkehr zu schnell und oftmals hatte ich Probleme mit der Polizei. Insbesondere in Idaho wurde ich regelmäßig vom Highway gejagt und musste mit Einfahrten oder Tankstellen vorlieb nehmen. Wenn man Cross country geht und im Norden reist, dann würde ich immer Kanada bevorzugen.</p>
<p>Städte in den USA sind noch so ein Fall für sich. Es fahren prinzipiell viel zu viele Autos. Fast alle sind mit nur einer Person besetzt, was auch zu der Einführung einer Carsharing-Line geführt hat. Dort dürfen nur Autos mit mindestens 2-3 Menschen (abhängig je nach Bundesstaat) fahren. Bis zu 500$ Strafe werden fällig, wenn man die Spur nutzt und alleine im Auto ist. Es gibt sehr viele Staus. Dies wird allerdings zu einem Vorteil für uns Tramper. Zur Rush Hour kann man sehr gut aus Städten heraus trampen! Wenn ihr euch direkt auf die Interstate begebt, könnt ihr relativ schnell einen Lift aus dem Stau heraus abfangen. Noch besser ist es, wenn sich der Verkehr auf die Auffahrt zurückstaut.</p>
<h2>Taktik fürs Trampen in den USA</h2>
<p>In den USA hasste ich es, die Leute an den Tankstellen anzusprechen. Und viele Tankstellenbesitzer dulden es auch nicht, wenn man mit den Kunden redet. Sheriffs haben mich von Tankstellen geschmissen und habe ich auch aufgegeben, weil mir die Menschen einfach zu anstrengend waren. Dann lieber an der Straße stehen. Das war aber nicht immer so zielführend, weil viele Amis nicht sehr weit fahren. Generell hatte ich das Gefühl, die durchschnittliche Liftlänge war unterdurchschnittlich.</p>
<p>In Kanada zum Beispiel war die Distanz, welche ich in Autos zurück gelegt habe, ca. doppelt so lang, wie in den USA. Diese beiden Länder sind in ihren Dimensionen vergleichbar. Die Amis reisen nicht so viel durch ihr eigenes Land und scheinen eher Heimscheisser zu sein. Auf den großen Interstates kann man jedoch Menschen finden, die „cross country“. Nur wie man diese Lifts am besten abfängt, dass habe ich noch nicht heraus gefunden. Wenn ihr eine Idee habt, dann immer raus damit.</p>
<p>Auffahrten Trampen in den USA ist äußerst mühselig, weil die Menschen so selten anhalten. Das ist natürlich je nach Bundesstaat unterschiedlich. Aber oft ist es sowieso die einzige Möglichkeit. Vielleicht wäre ein Schild sinnvoll, um längere Lifts zu kriegen. Ich trampe ja nie mit Schild und kann nicht sagen, ob man hierdurch eine bessere Erfolgsquote hat, oder ob es durchweg scheiße ist.</p>
<p><strong>Einen Tip kann ich allerdings geben:</strong></p>
<p>Ihr solltet Kleidungstechnisch so seriös wie möglich aussehen. Leute haben eine starke Assoziation zwischen Tramper und Mensch ohne Geld, geisteskrank, krimineller, ex-Knacki, Gesocks&#8230;..etc. Ich stand da in meinem gelben Anzug und trotzdem haben die Menschen mir noch Geld und Essen gegeben, weil sie dachten, ich wäre Obdachlos. Das Klischee hat sich tief eingebrannt in die Köpfe der Menschen.</p>
<p>Niemand hatte verdacht geschöpft, dass ich vielleicht einfach nur ein „Tramper“ bin. Außerdem werdet ihr ständig von der Polizei kontrolliert und die sind wesentlich entspannter, wenn sie merken, dass ihr noch alle Sinne beisammen habt. Die geben euch manchmal auch einen Lift, um euch vom Highway runter zu kriegen. Ich hatte oft Lifts mit der Polizei. Soviele wie in keinem anderen Land. Schön hinten in der Verbrecherbox drin!</p>
<p>Prinzipiell will ich nur sagen, dass es sich lohnt, wenn ihr euch äußerlich vom Rest der Genossen auf der Straße abhebt. Auch wenn ihr innen Punk bleibt! Als ich kürzlich in Kalifornien war, bin ich mit einem grünen Militärmantel getrampt. Das sah etwas aristokratisch aus und ich habe das Gefühl, mein Tramperlebniss in den USA lief hierdurch besser.</p>
<p>Aber egal wie ihr ausseht, wenn ihr in den USA trampt: Auf jedenfall nüchtern bleiben!</p>
<h3>Besonderheiten</h3>
<p>Entgegen anderslautender Behauptungen: <strong>Trampen in den USA ist nicht verboten.</strong> Nur an manchen Orten gibt es dementsprechende Gesetze. Die Gesetzgebung wird innerhalb der Bundesstaaten geregelt. In den meisten Bundesstaaten ist Trampen erlaubt und kein Problem. Aber selbst in den Bundesstaaten, wo Trampen verboten ist, kann man trotzdem Trampen. Die Frage ist immer, ob die Gesetze auch durchgesetzt werden. Das liegt oft in der Ermessensache der Polizeibeamten. Manchmal haben die auch einfach keinen Plan, wie das mit dem Trampen geregelt ist.</p>
<p>Im schlimmsten Falle droht euch ein Bußgeld, aber ich kenne niemanden, dem so etwas widerfahren ist. Der Vollständigkeit halber: In Utah, Idaho und Nevada, sowie New Jersey und Delaware ist Trampen offiziell verboten. Allerdings hatte ich bspw. in Idaho mehrere Polizeikontrollen und auch Lifts mit der Polizei. Gab niemals ernsthafte Probleme. Einen guten Überblick findet ihr auf <a href="http://hitchwiki.org/en/File:Unitedstateslaws.jpg" rel="lightbox[2224]">dieser Karte</a>. Desweiteren sollte man einen besonderen Blick auf die spezifischen Gesetze werfen. Manchmal ist es nur verboten am Straßenrand nach Lifts zu suchen, aber man kann an Tankstellen fragen. Trampen kann vieles bedeuten. Hauptsache ihr findet den nächsten Lift. Seid kreativ. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/12.0.0-1/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Ich hab schon angedeutet, dass in den USA alles größer und protziger ist, als anderswo auf der Welt. Den Höhepunkt dieses Gigantismus könnt ihr in der nordamerikanischen Wohnmobilkultur beobachten. Wohnmobile in Amerika sind oft so groß wie ein Bus. Und weil das ja nicht genug ist, ziehen die meisten noch ihren Truck hinter dem Wohnmobil her. Hier ist sowas ein Sattelschlepper mit Anhänger. In den USA ist es der Pensionär, welcher gerade in den Urlaub fährt. Gewöhnungsbedürftig.</p>
<p>Es gibt eine Menge toller Nationalparks in den USA, die zum besuchen einladen. Neben den großen Parks (Yellowstone, Yosemite, Grand Canyon) kann ich euch auf jedenfall den <a href="https://www.nps.gov/zion/index.htm">Zion Nationalpark</a> empfehlen. Ansonsten findet ihr in Nordkalifornien die majestätischen Redwoods. Neben Cannabisbauern und Hippies finden sich einige der größten Bäume der Welt. Absoluter Tip, wenn ihr einen Roadtrip an der Westküste machen wollte.</p>
<p>New York. Diese Stadt. Man sagt: „Wer hier überlebt, der kann überall überleben.“ Da ist was wahres dran. So sehr imposant New York ist, mit all seinen Wolkenkratzern und Glamour, so sehr teuer ist es auch. Man muss in New York für alles zuviel bezahlen und dann kommen auch noch 20% Trinkgeld oben drauf. Glücklicherweise ist New York auch eine der weltweit besten Städte zum <a href="http://trashwiki.org/en/New_York_City">Dumpster Diven</a>. Dort gibt es meinen allerliebsten Dumpster Diving Spot: Sushi auf dem Timesquare. Jeden Abend. Frisch und umsonst. Alleine dafür lohnt sich ein Besuch!</p>
<p>Übrigens, ihr könnt sehr billig in die USA kommen. Per Flugzeug. Das sollte ich hier eigentlich nicht promoten, aber es ist nunmal so verdammt günstig. Und lieber wir Tramper nehmen diese Angebote als irgendeine andere Gruppe Menschen. Mit Norwegian Airlines geht’s ab 86€ von Oslo nach New York (one way). Das ist die billigste, mir bekannte Verbindung. Aber auf an die Westküste und von Zentraleuropa kann man billige Flüge finden. Mehr als 450€ solltet ihr nicht bezahlen, für Hin- und Rückflug. Bucht am besten direkt auf der Norwegian Website. Essen kann man sich einfach mit ins Flugzeug nehmen. Spart Geld!</p>
<p><a href="https://warmroads.de/de/traffic-exists-polizeikontrollen/">Polizeikontrollen</a> sind häufig und dauern unter Umständen lange. Insbesondere nahe der Grenze werdet ihr von der State sowie der Federal Police gecheckt. Nicht wundern. Wenn ihr kontrolliert werdet, kommen immer mindestens zwei Polizeiautos. Jeder amerikanische Polizist hat sein eigenes Auto. Manchmal kommt auch noch der Seargent dazu. Dann werden es drei Autos. Verhaltet euch freundlich und ruhig. Immer schön „Ja!“ sagen und den Anweisungen des Ordnungspersonales folge leisten. Ich habe sehr oft Lifts mit der Polizei bekommen, weil ich irgendwo stand, wo ich nicht stehen sollte. Nutzt die Polizei zu eurem Vorteil, um in bessere Positionen zu kommen. Sogenannte „courtesy rides“ are the way to go beim Trampen in den USA!</p>
<h3>Impressionen</h3>

<a href='https://warmroads.de/campen-in-den-usa/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Campen-in-den-USA-e1485701954672-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Campen in den USA" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Campen-in-den-USA-e1485701954672-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Campen-in-den-USA-e1485701954672-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Campen-in-den-USA-e1485701954672-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Campen-in-den-USA-e1485701954672-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Campen-in-den-USA-e1485701954672-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/auf-der-strasse-schlafen-usa/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Auf-der-Straße-schlafen-USA-e1485701969494-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Auf der Straße schlafen USA" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Auf-der-Straße-schlafen-USA-e1485701969494-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Auf-der-Straße-schlafen-USA-e1485701969494-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Auf-der-Straße-schlafen-USA-e1485701969494-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Auf-der-Straße-schlafen-USA-e1485701969494-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Auf-der-Straße-schlafen-USA-e1485701969494-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
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<a href='https://warmroads.de/schoener-himmel-usa/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Schöner-Himmel-USA-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Schöner Himmel USA" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Schöner-Himmel-USA-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Schöner-Himmel-USA-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Schöner-Himmel-USA-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Schöner-Himmel-USA-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Schöner-Himmel-USA-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
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<a href='https://warmroads.de/hippiebus-in-den-usa-mit-dachterrasse/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Hippiebus-in-den-USA-mit-Dachterrasse-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Hippiebus in den USA mit Dachterrasse" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Hippiebus-in-den-USA-mit-Dachterrasse-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Hippiebus-in-den-USA-mit-Dachterrasse-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Hippiebus-in-den-USA-mit-Dachterrasse-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Hippiebus-in-den-USA-mit-Dachterrasse-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Hippiebus-in-den-USA-mit-Dachterrasse-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/trainhopping-in-den-usa/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trainhopping-in-den-USA-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Trainhopping in den USA" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trainhopping-in-den-USA-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trainhopping-in-den-USA-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trainhopping-in-den-USA-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trainhopping-in-den-USA-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trainhopping-in-den-USA-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/trainhopping/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trainhopping-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Trainhopping" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trainhopping-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trainhopping-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trainhopping-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trainhopping-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trainhopping-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>

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		<title>Trampen in&#8230; (18) China</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Jul 2016 11:55:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen in...]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es scheint irgendwie eine Regelmäßigkeit zu sein, dass Länder, bei denen ich vorher ein komisches Gefühl habe, am total super laufen und mich positiv...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es scheint irgendwie eine Regelmäßigkeit zu sein, dass Länder, bei denen ich vorher ein komisches Gefühl habe, am total super laufen und mich positiv überraschen. So geschehen in Bolivien. Und so auch in China. China ist tramptechnisch auf jedenfall ein sehr komfortables Land. Ich habe dort meine bisher größte Langstrecke von 15 000 km gemacht und bin die <a href="https://warmroads.de/de/15-000-km-durch-china-trampen-15-das-unbekannte-land/">vier Ecken von China</a> abgetrampt, hätte an der chinesischen Mauer fast mein Leben verloren und genoss die unerwartete Gastfreundlichkeit im Land. China reiht sich ein, in die Riege meiner Lieblingstrampländer!<span id="more-2041"></span></p>
<h2>Statistik</h2>
<p align="justify"><strong>Zurückgelegte Distanz: </strong><strong>15.032 km</strong></p>
<p align="justify"><strong>Anzahl der Lifts: </strong><strong>89</strong></p>
<p align="justify"><strong>Durchschnittliche Wartezeit: </strong><strong>19</strong><strong> Minuten </strong><strong>15</strong><strong> Sekunden</strong></p>
<p align="justify"><strong>Standzeit Gesamt: </strong><strong>28</strong><strong> Stunden </strong><strong>33</strong><strong> Minuten</strong></p>
<p>Den Log gibt’s <a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/07/Log-China.ods">hier</a>.</p>
<h2>Meine Route</h2>
<p>Ich bin in Hong Kong gestartet, habe dann einen Abstecher in die Yunnan Region gemacht, wo ich drei Tage in Dali geblieben bin. Danach ging es entlang der<a href="https://warmroads.de/de/15-000-km-durch-china-trampen-25-tibetanische-bergstrassen/"> tibetanische Grenze</a> über Chengdu nach Wuhan. Anschließend Richtung Bejing nach Heilongjiang an die mongolische Grenze. Der letzte Abschnitt führte einmal quer durch China an die Süd-West Spitze nach Kashgar. Von hier aus kann man über die höchsten Bergpässe der Welt nach Pakistan gelangen. Ich bin aber umgedreht und nach Kasachstan weiter getrampt. Insgesamt 15 000 km, die ich in weniger als drei Wochen abgetrampt habe.</p>
<p><a href="https://www.google.de/maps/dir/Shenzhen,+Guangdong,+China/D%C3%AAq%C3%AAn,+Yunnan,+China/Litang,+Garz%C3%AA,+Sichuan,+China/Renshou,+Meishan,+Sichuan,+China/Wuhan,+Hubei,+China/Harbin,+Heilongjiang,+China/Baicheng,+Jilin,+China/40.4255734,116.556908/Kashgar,+Xinjiang,+China/@39.1726644,113.7595649,8z/data=!4m81!4m80!1m5!1m1!1s0x3403f408d0e15291:0xfdee550db79280c9!2m2!1d114.057865!2d22.543096!1m5!1m1!1s0x372027d84aae9a93:0x1b5c352512a3a07f!2m2!1d99.702254!2d27.818757!1m10!1m1!1s0x371dc27ee9077b55:0xbc8a1d3ee2fa973d!2m2!1d100.269818!2d29.996049!3m4!1m2!1d102.4014403!2d29.2451428!3s0x36e6bfaf40a3769b:0xbd4f701d01d25e0!1m5!1m1!1s0x36ef039e78cfa61b:0x64802beb3e255bf1!2m2!1d104.134082!2d29.99563!1m20!1m1!1s0x342eaef8dd85f26f:0x39c2c9ac6c582210!2m2!1d114.305393!2d30.593099!3m4!1m2!1d114.5804841!2d37.9500935!3s0x35e71e3719451d09:0x5d3903a2179dbf60!3m4!1m2!1d115.6890389!2d37.7319386!3s0x35e8806b737ca571:0xed8cd112c0e2182b!3m4!1m2!1d116.4217912!2d39.8317714!3s0x35f1b334a38146fb:0xadb0f9e58ceae0f2!1m5!1m1!1s0x5e4364f8a6641461:0x5e7c92735aa02cd5!2m2!1d126.534967!2d45.803775!1m5!1m1!1s0x5e6abed098829dd9:0xb70244b3ee4ba854!2m2!1d122.838826!2d45.619588!1m10!3m4!1m2!1d113.7639553!2d39.6081725!3s0x35e36cd5a5466997:0x6bdce5d20aacc8ed!3m4!1m2!1d111.4641735!2d37.4189862!3s0x36748cb7dbdb3a25:0x3f2e716e000eff03!1m5!1m1!1s0x3892e9fa14219859:0xddf7c15e8b3150d3!2m2!1d75.989755!2d39.4704!3e0">Route nach Kashgar 12.915km.</a></p>
<p><a href="https://www.google.de/maps/dir/Kaxgar,+Xinjiang,+China/Horgos,+Ili,+Xinjiang,+China/@41.9798247,77.8160061,6z/data=!4m14!4m13!1m5!1m1!1s0x3892e9fa14219859:0xddf7c15e8b3150d3!2m2!1d75.989755!2d39.4704!1m5!1m1!1s0x387f4296e3779b4f:0x40657579adaccda!2m2!1d80.410871!2d44.213921!5i1">Kashgar – Horgos 2117km.</a></p>
<h2>Menschen</h2>
<p>Alle sagen immer, dass die Chinese so anders und komisch wären. Das sind sie auch. Jedoch empfand ich die Unterschiede weniger drastisch, als erwartet. Erst einmal sollte gesagt sein, das China mit seinen 1,35 Milliarden Einwohnern als Bevölkerungsreichstes Land der Erde kaum zu fassen ist. Die Städte sind unglaublich groß, durchzogen von Hochhaussiedlungen, wie sich das für ein sozialistisches Land gehört. Hier versammeln sich verschiedenste Ethnien in einem Land. Die Han Chinesen bilden die größte Volksgruppe. Im Süd-Westen gibt es viele Tibeter, im Norden eher einen mongolischen Einschlag und im äußersten Westen leben Uiguren, die eher türkisch/zentralasiatisch als klassisch Chinesisch sind. Ich hab auf jedenfall gelernt, dass China nicht gleich China ist.</p>
<p>Desweiteren habe ich vorwiegend mit der neureichen chinesischen Mittelklasse verkehrt, weil die wiederum auf den Autobahnen unterwegs sind und meine Expedition größtenteils entlang der Straße stattgefunden hat. Der Unterschied zu uns Westlern ist hier nicht sehr groß. Auch die mittelklasse Chinesen wollen konsumieren, fahren die neuesten Autos, haben Smartphones, interessieren sich für das Reisen und nutzen Google Translate, um mit mir zu kommunizieren. Nicht anders, als in anderen Ländern auch.</p>
<p>Generell sind die Chinesen ebenso höflich, wie auch die Japaner, ohne dabei so übermäßig hilfsbereit zu sein. In japan kam es schonmal vor, dass Menschen drei Stunden Umweg für einen gefahren sind, weil sie das für notwendig erachtet haben. So etwas passiert in China nicht, was ich prinzipiell sehr angenehm finde. Dennoch wird man mit großer Wahrscheinlichkeit IMMER zum Essen eingeladen, wenn man Morgens, zur Mittagszeit oder während des Abendessens in einem Auto mit Menschen sitzt. Mir wurde auch regelmäßig Essen geschenkt. Die Chinesen sorgten für mich, was auch dazu geführt hat, dass ich letztendlich komplett ohne Geld gereist bin. War einfach nicht nötig.</p>
<p>Kulinarisch war China eines der interessantesten Länder, welches ich bisher bereist habe. Ich glaube ich habe nie etwas zweimal gegessen. Die chinesische Küche ist so unglaublich abwechslungsreich und gut. Es gab ein paar Neuheiten, die ich probiert habe, wie Schweinefüße, Lunge, Gedärme oder Entenhals. Das klingt etwas abstoßend, im Endeffekt war es aber sehr lecker. Man muss auch berücksichtigen, dass ich gerade aus dem Essensparadies Japan gekommen bin und daher umso schwerer zu beeindrucken war. Aber die chinesische Küche hat mich absolut überzeugt.</p>
<p>Ein Punkt der mir etwas aufgestossen ist, dass die Chinesen mitunter etwas Anstand vermissen lassen und gerne mal penetrant glotzen. Oder ein Video von dir machen. Foto und Selfie eigentlich immer, das gehört zum Trampen dazu. Manchmal gruppiert man sich auch um den Fremden herum und begutachtet ihn. Ein bißchen wie im Zoo. Zur Verteidigung sollte man vielleicht sagen, dass China einen unglaublich schnellen Wandel durchlebt und man als Ausländer immernoch eine Art Exotenstatus hat und die Menschen einfach fasziniert von dir sind, wenn du durch dieses wunderbare Land reist. Damit muss man sich arrangieren. Meinen die nicht böse, wirkt nur manchmal etwas unhöflich. Wer keine Selfies mag, der sollte daher besser nicht nach China fahren.</p>
<p>Fahren ist übrigens noch ein gutes Stichwort. Viele Chinesen können das noch nicht so richtig gut. Unvorhergesehene Manöver auf der Autobahn, mitten auf der Straße anhalten, langsam auf der linken Spur kriechen oder auch mal das vollständige Ignorieren der Fahrbahnbegrenzung sind alltägliche Erfahrungen im chinesischen Straßenverkehr.</p>
<h2>Straßen</h2>
<p>China hat ein perfekt aufgebautes Autobahnnetz, welches sinnbildlich für den Aufstieg zur Weltmacht gesehen werden kann. 1988 wurde die erste Chinesische Autobahn bei Shanghai eröffnet. Ein 17 km langer Streckenabschnitt, der heute Teil der städtischen Ringstraße ist. 2011 hatte China 74.000 km Autobahn, mehr als die USA und somit und das längste Autobahnnetz der Welt. Mittlerweile (2016) sind es 123.000 km. Alleine in 2015 11.000 km davon wurden in 2015 gebaut. Ich schreibe diese Zahlen, damit ihr versteht, WIE schnell China den Entwicklungsrückstand zum Westen aufholt. Die chinesische Autobahnnetz ist eines der wichtigsten Modernisierungsprojekte des Landes.</p>
<p>Noch beeindruckender ist es, wenn ihr in China selbst seid und euch auf den Autobahnen fortbewegt. Es gibt Raststätten nach deutschem Vorbild, die überall eine optimale Infrastruktur zum Trampen bieten. Die Autobahnen sind durchgehend super in Schuss, was auch an deren Neuheit liegen mag. Und selbst entlegene Ecken an der mongolisch-russichen Grenze im Norden sind konsequent ausgebaut und machen es möglich, das ganze Land bequem per Straßen erreichen zu können. Wenn man bedenkt, wie groß China ist, halte ich das für eine besondere Leistung.</p>
<p>Die Autobahnen sind generell kostenpflichtig, weshalb auch die oben genannte Mittelklasse hauptsächlich darauf verkehrt und man keine alten Scheißkarren dort finden wird. Die Toll Stationen eignen sich übrigens auch gut zum Trampen und geben einen weiteren Pluspunkt. Und was ich absolut genossen habe, dass die Infrastruktur zur Zeit noch alles andere als ausgelastet ist. Was zur Folge hat, dass ihr in den etwas entlegeneren Gebieten eine Kombination aus sehr sehr wenig Verkehr, neuen Schnellstraßen und riesigen Raststätten habt. Ich mag das. Ich bin aber auch Nostalgiker und hab immernoch die Bilder der leeren amerikanischen und deutschen Autobahnen aus den Fünfzigern im Kopf. Heutzutage sind die meisten Straßen ja zugestopft mit Verkehr. Hier in China findet man eine besondere Pionier-Atmosphäre. Sehr spannend in meinen Augen.</p>
<p>Ein Punkt noch zur Verkehrsinfrastrukur, der nur indirekt mit Straßen zu tun hat. China hat neben dem beeindruckenden Autobahnnetz auch ein sehr gut ausgebautes Schienennetz. Aufgrund der Größe des Landes, macht es mehr Sinn, in die Fernzüge umzusteigen, wenn man gerne Überland fahren möchte. Die Zugtrassen sind meist im Hochbahnstil gebaut und die chinesischen Züge erinnern ein wenig an den deutschen ICE und scheinen auch nicht minder langsam zu sein. Auch hier sieht man, wie das Land den Rückstand zum Westen schnell und kompromisslos aufholt.</p>
<h2>Taktik</h2>
<p>Bevor wir nun über Trampen in China reden solltet ihr eine Sache verstehen: China hat ein sehr gut ausgebautes Autobahnnetz mit einer perfekten Raststätten-Infrastruktur. Schilder auf der Autobahn sind für gewöhnlich chinesisch und mit lateinischen Alphabet beschrieben. Die Orientierung ist nicht so schwer, wie einige vermuten.</p>
<p>Die größte Herausforderung sind sicherlich die Kommunikationsschwierigkeiten. Es gibt allerdings einige Hilfsmittel, die euch ein problemloses Trampen in China ermöglichen werden:</p>
<p><strong>Google Translate</strong><br />
Danke offline packages und sogar offline Spracheingabe ein wunderbares Tool um mit den Menschen zu kommunizieren. Wenn ihr euer Handy rausholt, dann machen das die Chinesen auch oft und fangen an, ebenfalls zu übersetzen. Nicht mit Google, aber mit chinesischer Software. Ich hab einige Gespräche so geführt und das funktionierte sehr gut.</p>
<p><strong>WeChat</strong><br />
Besser ist es jedoch, sich eine chinesische Nummer zu holen und WeChat zu installieren. Das ist so etwas, wie das chinesische WhatsApp und wird von jedem benutzt. Ihr werde auch überraschte Blicke ernten, wenn ihr fragt, ob sie euch bei WeChat adden wollen. Wieso? WeChat hat eine eingebaute Übersetzungsfunktion. Die funktioniert leider nur mit Internet, ist aber super und erfreut die Leute. Außerdem können die euch so die Fotos von euch schicken. Sehr praktisch.</p>
<p><strong>Der goldene Brief</strong><br />
Ich hatte einen vorgeschriebenen Brief von einer befreundeten Tramperin bekommen. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht genau, was da drauf steht. Irgendwas mit „Hallo, ich bin Stefan aus Deutschland, ich bin hier um mir euer schönes Land anzuschauen. Ich reise für gewöhnlich per Anhalter, das bedeutet ich Stelle mich an die Straße und Leute nehmen mich ohne Geld mit. Bitte Fahrt mich nicht an eine Bushaltestelle. Ich mag es so zu reisen, etcpp.“. Dieses Schreiben funktionierte außerordentlich gut und man konnte sehen, wie ich die Mimik der Leute erhellt hat, während sie es gelesen haben. Wundervoll. Definitiv die Geheimwaffe. Der Brief ist mittlerweile weitergereicht an eine andere Freundin, die gerade in China unterwegs ist. Ein Foto des Briefs gibts hier:</p>
<p><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/07/China-Brief.jpg" rel="lightbox[2041]"><img class="aligncenter size-full wp-image-2046" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/07/China-Brief.jpg" alt="China Brief" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/07/China-Brief.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/07/China-Brief-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/07/China-Brief-768x513.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/07/China-Brief-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/07/China-Brief-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/07/China-Brief-200x134.jpg 200w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/07/China-Brief-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a></p>
<p><strong>Kennzeichenliste auf Wikipedia</strong><br />
Chinesische Kennzeichen sind ähnlich hilfreich, wie in Deutschland. Am Anfang steht ein Schriftzeichen, welches für die entsprechende Provinz steht. Danach findet ihr einen Buchstaben, der die dazugehörige Stadt, bzw. Region angebt. Hauptstädte der Provinzen sind meistens mit einem „A“ gekennzeichnet. Für die genaue Bestimmung schaut ihr am besten Auf Wikipedia, dort sind alle Kennzeichen aufgeführt. Super hilfreich, um Menschen direkt an der Raststätte anzusprechen und auch, um euch selber Schilder zu machen.</p>
<p><strong>Raststätten und Überblick</strong><br />
Es gibt eigentlich nahe jeder größeren Stadt und Kreuzung eine Raststätte. Die Menschen wissen meistens auch bescheid, wo sich Raststätten befinden. Wenn ihr selber die Kontrolle behalten wollt, so bietet euch die chinesische Verkehrsplanung regelmäßige Überblicks-Schilder auf der Autobahn, wo die nächsten drei Raststätten angegeben sind. Sehr hilfreich bei der Streckenplanung. Augen aufhalten!</p>
<p>Raststätten haben meistens eine Tankstelle, ein Restaurant, manchmal sogar Internet und immer alle Türen offen, sodass ihr euch auf die Dächer schleichen könnt und dort tolle Schlafplätze findet. Allerdings sollte man vorsichtig sein, welche Türen man öffnet, da viele Menschen auf den Raststätten arbeiten und leben, sodass ihr euch schnell mal in einem privaten Schlafzimmer wiederfindet auf der Erkundungstour.</p>
<p>Trampen in China kann man auf verschiedenen Wegen praktizieren. Es funktioniert super, sich einfach am Ende der Raststätte zu positionieren und den Daumen rauszuhalten. Schilder machen sicherlich Sinn, aber durch die eindeutigen Autokennzeichen könnt ihr euch auch den Lift suchen, anstatt die Menschen euch finden zu lassen.</p>
<p>Was auch funktioniert ist folgende Taktik. Ihr kommt auf der Raststätte an und geht erstmal aufs Klo oder trinkt einen Schluck Wasser. Es wird nicht lange dauern, bis irgendwer auf euch zukommt und anfängt mit euch zu reden. Davon versteht ihr natürlich kein Wort. Höflich nickt ihr mit dem Kopf und hört verständnisvoll zu. Nach 30 Sekunden holt ihr euren Zettel hervor. Die Kontaktperson wird nun anfangen zu lesen. Mit zunehmenden Zeilen erhellt sich das Gesicht der Kontaktperson, bis es schließlich in ein freundliches Lächeln übergeht. Gelegentlich sagen sie laut „Deutschland!“ vor sich hin, wenn sie gerade über eure Herkunft erfahren haben. Nachdem sie euch den Zettel wieder übergeben haben, wird die betreffende Kontaktperson loslaufen und ein geeignetes Auto für euch finden oder andere Personen einweihen, die sich währenddessen um euch herum versammelt haben. Dann geht alles von alleine.</p>
<p>Man muss sich hierzu auch die chinesische Kultur etwas genauer bewusst machen. Wir befinden uns hier im Sozialismus und das Kollektiv steht über allem. Dementsprechend ist es auch gewissermaßen die Verantwortung des Volkskörper, dem Touristen zu helfen. Ich hatte oft die Situation, dass meine Fahrer darauf bestanden haben, einen neuen Lift für mich zu finden. Und das lief dann meistens so: Aussteigen, Auto in meine Richtung finden, zu den Fahrern laufen, dann wird kurz geredet und ich werde in das Auto gesteckt. Dabei kam es mir nie so vor, als ob da eine „Frage“ über meine Mitfahrt gestellt worden wäre. Eher so: „Fahrt ihr nach Peking?“ „Ja.“ „Sehr gut. Dieser Mensch hier muss auch nach Peking.“ Und dann war mein Rucksack auch schon im Kofferraum.</p>
<p>Natürlich geht das nicht immer so einfach, aber meistens. Trampen in China ist weitestgehend ein Selbstläufer. Alternativ gibt es aber auch sehr gute Positionierungsmöglichkeiten. Raststättenausfahrten sind super. Toll Stationen bieten sich immer an. Am Besten jene, die mitten auf der Autobahn sind. Polizeikontrollen ermöglichen euch langsamen Verkehrsfluss, allerdings solltet ihr nicht die Polizisten eure Arbeit verrichten lassen. Und letztendlich kann man sich auch direkt an die Autobahnkreuze stellen, obwohl das natürlich „offiziell“ illegal ist. Jedoch wird man in China so schnell mitgenommen, dass keine Polizei eine Chance hat, euch vorher zu finden. Es besteht sowieso ein genereller Mangel an Autobahnpolizei. Außerdem ist die Autobahnkreuzstrategie absolut geeignet, um große Städte zu überwinden.</p>
<p>China ist ein tolles Land um lange Distanzen zu trampen und auf der Autobahn zu Leben.</p>
<h2>Impressionen</h2>

<a href='https://warmroads.de/en/hitchhiking-in-18-china/tibetan-mountains-china/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/07/Tibetan-mountains-China-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tibetan mountains China" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/07/Tibetan-mountains-China-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/07/Tibetan-mountains-China-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/07/Tibetan-mountains-China-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/07/Tibetan-mountains-China-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/07/Tibetan-mountains-China-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/en/hitchhiking-in-18-china/strasse-china/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/07/Straße-China-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Straße China" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/07/Straße-China-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/07/Straße-China-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/07/Straße-China-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/07/Straße-China-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/07/Straße-China-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
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<p>&nbsp;</p>
<h2>Besonderheiten</h2>
<p>Fast jeder männliche Mensch in China raucht. Rauchen gehört zur Kultur der Chinesen, wie das Bier trinken zur Deutschen. Wenn sich jemand in China eine Zigarette anzündet, dann nimmt er immer zwei aus der Schachtel und wird euch eine anbieten, Zur Begrüßung werden Zigarettenrunden geschmissen. Während dem Essen werden Tabakbongs geraucht. Ich hab schon viele Länder erlebt, wo übermäßig geraucht wurde, aber China qualmt sich an die Weltspitze.</p>
<p>Wer denkt, China wäre immernoch ein Entwicklungsland, der hat die Entwicklung der letzten 15 Jahre wahrscheinlich nicht mit erlebt. Das Land boomt und man sieht hier eine neue Weltmacht heranwachsen. Das zeigt sich nicht nur in dem tadellosen Autobahnnetz und der neuen Mittelklasse, die dasselbe benutzt. Wenn ihr mal eine chinesische Stadt gesehen habt, dann werdet ihr den Bauboom bemerken. Wohntürme schießen wie Pilze aus dem Boden und riesige Einkaufszentren lassen keine Konsumwünsche offen. China rollt so unaufhaltsam wie eine Schlammlawine.</p>
<p>Kulinarisch war China eines der interessantesten Länder, welches ich bisher bereist habe. Ich glaube ich habe nie etwas zweimal gegessen. Die chinesische Küche ist so unglaublich abwechslungsreich und gut. Es gab ein paar Neuheiten, die ich probiert habe, wie Schweinefüße, Lunge, Gedärme oder Entenhals. Das klingt etwas abstoßend, im Endeffekt war es aber sehr lecker. Man muss auch berücksichtigen, dass ich gerade aus dem Essensparadies Japan gekommen bin und daher umso schwerer zu beeindrucken war. Aber die chinesische Küche hat mich absolut überzeugt.</p>
<p>Die <a href="https://warmroads.de/de/chinesischer-mauerfall/">chinesische Mauer</a> war sehr schön und wenn ihr eure Ruhe haben wollt, dann wandert über einen der abgesperrten Teile. Meistens sind nur die renovierten Abschnitte für Touristen freigegeben, was aber nicht heißt, dass der Rest unzugänglich wäre. Ein bißchen Abenteuer, das euch mit einem tollen Ausblick belohnen.</p>
<p>Die Yunnan Region im Süden zur Grenze mit Myanmar war eine der schönsten Gegenden, die ich bisher besucht habe. Die Bevölkerung besteht größtenteils aus Tibetern und die Himalaya Ausläufer sorgen für eine tolle Szenerie. Menschen, Ausblick und Essen sind hier ganz besonders gut und ein Besuch lohnt auf jedenfall.</p>
<p>Xinjang ist die größte Provinz und besteht größtenteils aus Wüste. Im Norden gibt es allerdings Wasser und fruchtbare Flächen. Dort sollen auch die besten Pfirsiche von China wachsen. Was mich besonders überrascht hat, dass hier viele Muslime leben und die uigurische Minderheit im Süd-Westen den Großteil der Bevölkerung stellt. Wirkt nicht mehr wie China, sondern eher wie Zentralasien hier. Ganz anders als der Osten des Landes.</p>
<p>Internet in China wird durch die große Firewall gefiltert, was zur Folge hat, dass Google, Facebook und anere Services nicht funktionieren. Ihr solltet also einen VPN nutzen. Ich hatte außerdem eine Sim-Karte aus Hong-Kong mit Datenpaket und konnte so auch alle Seiten in China ohne öffnen. War sehr praktisch.</p>
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		<title>Trampen in&#8230; (17) Deutschland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 May 2016 15:30:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen in...]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist eigentlich längst überfällig, dass ich diesen Artikel schreibe. Deutschland ist für mich nicht nur Homebase, sondern auch das am besten zu trampende...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<hr />
<p>Es ist eigentlich längst überfällig, dass ich diesen Artikel schreibe. Deutschland ist für mich nicht nur Homebase, sondern auch das am besten zu trampende Land der Welt! Mein all-time Favorite. Eine der am besten organisiertesten Trampszenen, Straßen ohne Tempolimits, Menschen die Raststätten ansteuern, weil sie nach Trampern „suchen“, Creme de la Creme der Automobilindustrie und ansich gastfreundliche Menschen, sind nur einige Gründe, weshalb ich Deutschland zum Trampen gar nicht hoch genug loben kann. Dies ist ein „Trampen in&#8230;“-Spezial. Ohne Statistiken, dafür aber mit einer Menge guter Gründe, weshalb ihr in Deutschland trampen solltet!<span id="more-1836"></span></p>
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</script></p>
<h2>Menschen</h2>
<p>Der Deutsche ansich&#8230;..ist eigentlich ganz dufte. Eigentlich. Wir sind Kapitalisten der übelsten Sorte und kommen wohl in dem, was Menschen im Ausland über uns denken, noch viel zu gut weg. Ja, wir haben alle einen Stock im Arsch, der Deutsche neigt zu einer gewissen Inflexibilität, wenn es um Regeln und Gesetze geht. Organisation ist ganz wichtig. Das gibt Sicherheit. Wir mögen es genau und müssen immer alles kritisieren/optimieren. Alles was von der Norm abweicht, wird erstmal kritisch beäugt und ggf. reglementiert. Versteht das. Verwirrung mindert die Effizienz.</p>
<p>Neben dem technokratischen Spießertum ist der Deutsche ansich aber auch recht interessiert und aufgeschlossen. Und am Wichtigsten: In Deutschland herrscht relativ wenig Angst. Trampen ist nicht schwierig in Deutschland. Die Leute sind gerne bereit euch einen Lift zu geben. Ich bin durch weit mehr als 50 Länder in meinem Leben getrampt und kann sicher sagen, dass nach Kolumbien, USA, Brasilien und Co. der Deutsche doch recht aufgeschlossen und warmherzig wirkt.</p>
<p>Trampen genießt einen recht guten Ruf in Deutschland, was nicht zuletzt durch jahrelange Bestrebungen diverser Clubs zustande gekommen ist. Es mag hier lobenswert angemerkt sein, dass vom BKA 1989 eine wissenschaftliche Untersuchung zum Thema durchgeführt wurde [Trampen FIEDLER, Joachim, et. al., 1989; <i>Anhalterwesen und Anhaltergefahren: unter besonderer Berücksichtigung des “Kurztrampens</i>”, BKA-Forschungsreihe Sonderband, Bundeskriminalamt Wiesbaden.]. Eine von zwei Untersuchungen die weltweit zu diesem Thema verfasst wurden. Außerdem gibt es noch zwei Koryphäen der Tramperfreundlichkeit. Das ist Dieter Wesch, der selbst ernannte <a href="http://www.autobild.de/artikel/der-engel-der-anhalter-35825.html">„Engel der Anhalter“</a>, welcher mit mehr als 9528 aufgesammelten Trampern sicherlich den Guinness Buch Weltrekord im Mitnehmen hätte, wenn dieser denn existieren würde. Und dann natürlich noch <a href="http://www.zeit.de/1993/11/schlechte-zeiten-fuer-den-grauen-engel/komplettansicht">„Tramperpapst“</a> Dieter Höft aus dem schönen Norden, der seine Pforten immer für Tramper offen hat und sogar zur Auffahrt kommen würde, um euch aufzusammeln und auf ein Bier und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=4LMHnwomaOk">kostenlosen Schlafplatz</a> zu sich nach Hause zu holen.</p>
<p>So gute Seelen! Wer kann nun behaupten, die Deutschen wären Tramperunfreundlich?</p>
<h2>Die Szene</h2>
<p>Ich bin leider erst seit ca. 10 Jahren dabei und kann die wirklichen Anfänge nur erahnen. Ich komme wohl aus einer Generation Tramper, die auftauchte, als der Laden schon brummte, aber nicht zu den wirklichen Pionieren zählte. Aber das ist okay. Wichtig ist eines hier: Deutschland hat mit Rußland und Polen die vielleicht am besten organisierteste Trampszene der Welt.</p>
<p><a href="http://abgefahren-ev.de/">Abgefahren e.V.</a>, ein Verein der sich auf die Fahnen geschrieben hat, Trampen wieder salonfähig zu machen und von dem Hippie-Mief zu befreien. Abgefahren hat jahrelang eine gute Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit gemacht und definitiv angefangen mit stetem Tropfen den Stein auszuhöhlen. Abgefahren veranstaltet jedes Jahr zu Pfingsten die Deutsche Meisterschaft im Mittelstreckentrampen. Die ganzen Alttramper haben sich zwar teilweise überall auf der Welt niedergelassen und sind in ihrere Tramperrente. Unser aller liebes <a href="http://hitchwiki.org/">Hitchwiki</a> liegt auf demselben Server wie Abgefahren und hat nicht umsonst die zweitmeisten Artikel auf Deutsch. Das kommt, weil da jahrelang die Alte Garde mitgemischt hat. Danke Jungs! Großartige Arbeit.</p>
<p>Daneben gibt es mit den Jungs von <a href="http://www.tramprennen.org/">Tramprennen.org</a> eines der größten Tramprennen in Europa, welches vom eigens hierfür gegründeten Verein Club of Roam organisiert wird. Jeden Sommer für mehrere Wochen durch Europa knallen, mit einem Haufen anderer Verrückter. Ein Riesenspaß, ich selbst habe leider nie teilgenommen bisher. Was sich da über die Jahre entwickelt hat, ist wohl eines der aktivsten und größten Trampprojekte überhaupt. Getrampt wird für einen guten Zweck, um Viva con Agua und Pro Asyl e.V. zu unterstützen. Sehr einsteigerfreundlich und scheint mir eine wirklich herzliche Community zu sein. Tramprennen.org hat auch ein komplett anderes Einzugsfeld als Abgefahren, was sehr erstaunlich ist, da sich normalerweise jeder irgendwie über zwei Ecken kennt unter den europäischen Trampern.</p>
<figure id="attachment_1842" aria-describedby="caption-attachment-1842" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Tramprennen.jpg" rel="lightbox[1836]"><img class="size-full wp-image-1842" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Tramprennen.jpg" alt="Zielfoto von Tramprennen.org eines der größten Tramprennen auf der Welt." width="780" height="511" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Tramprennen.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Tramprennen-300x197.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Tramprennen-768x503.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Tramprennen-150x98.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Tramprennen-400x262.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Tramprennen-200x131.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1842" class="wp-caption-text">Zielfoto vom Tramprennen 2015, eines der größten Tramprennen auf der Welt.</figcaption></figure>
<p>Tja und dann gibt es noch uns, die <a href="http://www.sporttrampen.de/">Sporttramper</a>. Streng nach dem Motto: „Die Hells Angels werden ja auch nicht Mitglied im ADAC“, haben wir (Ralf, langjähriger Schatzmeister bei Abgefahren und ich) einen Verein gegründet, der die russische Tradition des Sporttrampens in Deutschland und Westeuropa kultivieren möchte. Bei unseren Wettkämpfen sind die Routen technisch anspruchsvoll und neben dem Trampen geht es auch um Orientierung und Erkundung unbekannter Gebiete. Wir nehmen uns für gewöhnlich eine bestimmte Ecke von Deutschland, wo es besonders schön ist (wie das Frankenland, Odenwald, die Rhön) und gehen dann für 2-3 Tage auf Erkundungstour mit unserem Daumen. Unsere Zielgruppe sind Abenteurer und Outdoormenschen. Wer es eher „gemütlich“ angehen lässt, dem sind unsere Rennen vielleicht zuviel. Ich kann es aber nur empfehlen. Sporttrampen fetzt!</p>
<figure id="attachment_1838" aria-describedby="caption-attachment-1838" style="width: 604px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Sporttrampen-Rennen.jpg" rel="lightbox[1836]"><img class="size-full wp-image-1838" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Sporttrampen-Rennen.jpg" alt="Qualifikationsrunde zur Weltmeisterschaft im Sporttrampen. Russische Trampe und ein Team der DTSGr bei der Planung ihrer Rennrouten." width="604" height="453" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Sporttrampen-Rennen.jpg 604w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Sporttrampen-Rennen-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Sporttrampen-Rennen-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Sporttrampen-Rennen-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Sporttrampen-Rennen-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 604px) 100vw, 604px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1838" class="wp-caption-text">Qualifikationsrunde zur Weltmeisterschaft im Sporttrampen. Russische Tramper und ein Team der DTSG bei der Planung ihrer Rennrouten.</figcaption></figure>
<h2>Straßen</h2>
<p>Die Autobahn. Mal abgesehen davon, dass ich aus rein ästhetischen Gesichtspunkten die amerikanischen Highways für die wohlgeformtesten Straßen dieser Welt halte, gibt es doch nichts besseres als das Deutsche Autobahnnetz, um sich fort zu bewegen. Besonders zum Trampen. Deutschland hat kein allgemeines Tempolimit, sondern eine „Richtgeschwindigkeit“ von 130km/h. Es gibt einige wenige Straßen auf der Welt <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zulässige_Höchstgeschwindigkeit">ohne generelles Tempolimit</a>. Die Situation hier ist aber sicherlich speziell, da Straßen auch zum schnell fahren geeignet sein. Das sind sie in Deutschland auf jedenfall. Was hilft es, wenn ihr in Afghanistan, Island oder Buthan unterwegs seid und euch freut auf der Schotterpiste so schnell wie möglich den nächsten Bergpass hochfahren zu dürfen? Mit 250 km/h seinem Ziel entgegen. Das gibt’s nur hier.</p>
<p>Es muss gesagt sein, dass die Autobahn nicht ideal zum Trampen ist. In Rußland, Argentinien oder Kanada kann man sich überall an die Straße stellen. Auf der Autobahn, wie auch auf den Auffahrten, ist der Verkehr oft sehr schnell unterwegs und es kann schwierig bis unmöglich sein, hier einen Lift abzufangen. Die Russen nennen die Autobahn nur: „The Tube“ &#8211; die Röhre. Weil man einmal reinkommt und dann einfach durchgedrückt wird. Und natürlich ist es vollkommen verboten auf der Autobahn zu stehen und den Daumen raus zu halten. Die Polizei braucht für gewöhnlich 5 Minuten zum eintreffen und gibt immer gerne Lifts, die ihr natürlich nicht abschlagen dürft.</p>
<p>Neben der Autobahn gibt es Bundesstraßen die mit einem generellen Tempolimit von 100 km/h manchmal etwas herausfordernd sein können, da der Verkehr doch recht schnell unterwegs ist. Insbesondere auf Abschnitten die gut ausgebaut sind und eher einer Autobahn ähneln. Und es gibt auch noch etwas dazwischen, das nennt sich „Kraftfahrstraße“. Das Problem ist: Hier darf man genauso wenig Trampen, wie auf Autobahnen. Ich hab es immer so gehandhabt: Wenn ich keinen Bock auf laufen habe, trotzdem positionieren, dann auf die Polizei warten, dumm stellen, freundlich sein und einen Lift zu einer Tanke oder ähnliches kriegen. Die Polizei ist immer gut für einen Lift. Seid zu ihnen genauso freundlich, wie zu euren anderen Fahrern.</p>
<figure id="attachment_1840" aria-describedby="caption-attachment-1840" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Trampen-geil.jpeg" rel="lightbox[1836]"><img class="size-full wp-image-1840" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Trampen-geil.jpeg" alt="Abgehen. Tramprennen in Polen!" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Trampen-geil.jpeg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Trampen-geil-300x225.jpeg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Trampen-geil-768x576.jpeg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Trampen-geil-150x113.jpeg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Trampen-geil-400x300.jpeg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Trampen-geil-200x150.jpeg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1840" class="wp-caption-text">Abgehen. Tramprennen in Polen! Foto: Jessica Zumpfe</figcaption></figure>
<p>Geile Straßen, geile Autos. Leider geil. BMW, Audi, VW, Porsche und Mercedes machen alle schöne Autos und sitzen in Deutschland. Ja, Opel ist auch dabei, aber sieht halt scheiße aus. Wenn ich in Deutschland unterwegs bin, hab ich eine bevorzugte Zielgruppe beim Trampen: Berufspendler. Weil die einfach die heißesten Karren und immer das neueste Modell haben. Mit 250 km/h seinem Ziel entgegen. Ich hab schon ne Menge abgefahrener High-End Technik von meinen Fahrern gezeigt bekommen. Immer wieder spannend und auf jedenfall charakteristisch, wenn man in Deutschland trampt.</p>
<p>Was man auch noch erwähnen sollte, dass Deutschland Transitland für die polnische Transport(er)industrie ist, was unglaublich praktisch ist, wenn man sich durch Europa bewegt. Will man transnationale Routen trampen, sind Polen immer erste Wahl. Und wenn man nach Deutschland zurück will, auch. Die fahren oft Nachts mir ihren Transportern und sind schneller unterwegs als LKW&#8217;s. Ich würde das noch als Standortvorteil von Deutschland zählen.</p>
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<h2>Taktik</h2>
<p>Bewegung in Deutschland. Es gibt verschiedene Wege. Ich kenne Menschen die prinzipiell von Auffahrt zu Auffahrt trampen und damit gute Erfahrungen machen. Auffahrten haben meistens eine gute Haltefläche und die Leute halten einigermaßen schnell an.</p>
<figure id="attachment_1837" aria-describedby="caption-attachment-1837" style="width: 640px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Sporttrampen-Kontrollpunkt.jpg" rel="lightbox[1836]"><img class="size-full wp-image-1837" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Sporttrampen-Kontrollpunkt.jpg" alt="Erreichung eines Kontrollpunktes beim Sporttrampen Rennen" width="640" height="480" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Sporttrampen-Kontrollpunkt.jpg 640w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Sporttrampen-Kontrollpunkt-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Sporttrampen-Kontrollpunkt-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Sporttrampen-Kontrollpunkt-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Sporttrampen-Kontrollpunkt-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1837" class="wp-caption-text">Erreichung eines Kontrollpunktes beim Sporttrampen Rennen</figcaption></figure>
<p>Ich persönlich bevorzuge aber das gute, alte Raststätten-Hopping. Man bewegt sich von einer Raststätte zur nächsten und spricht Leute an der Tankstelle an. Über die Jahre habe ich meine Technik so verfeinert, dass ich mich ungefähr so schnell bewege, wie wenn ich selbst fahren würde (Wartezeit wird kompensiert durch Menschen die mit 200+km/h fahren). Ich kann meine Ansprachetechnik schlecht beschreiben. Das läuft alles nach Instinkt. Ich sehe mittlerweile, welche Menschen mich mitnehmen würden und welche nicht. Ich spreche auch nicht mehr jede Person an. Meist brauche ich 1-3 Versuche und dann sitze ich in einem Auto. Zuletzt habe ich mich sogar ans Ende der Raststätte gestellt, weil Fragen so einfach war und ich ein bißchen den Spaß am Trampen verloren hatte.</p>
<p>Natürlich braucht ihr hierzu ein bißchen Charme und müsst einigermaßen ordentlich Aussehen. Also kein Bier, keine zwei Expeditionsrucksäcke, kein Hunderudel und andere Dinge, die normale Menschen tendenziell verstören, auch wenn sie voll normal sind. Ansprechen hat viel mit Oberflächlichkeiten zu tun. Muss man leider so sagen. Aber wenn ihr vertrauenswürdig erscheinen könnt, dann ist das schon mal die halbe Miete.</p>
<figure id="attachment_1839" aria-describedby="caption-attachment-1839" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Raststätte-Deutschland.jpg" rel="lightbox[1836]"><img class="size-full wp-image-1839" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Raststätte-Deutschland.jpg" alt="Raststätte in Deutschland von oben." width="780" height="410" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Raststätte-Deutschland.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Raststätte-Deutschland-300x158.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Raststätte-Deutschland-768x404.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Raststätte-Deutschland-150x79.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Raststätte-Deutschland-400x210.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/05/Raststätte-Deutschland-200x105.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1839" class="wp-caption-text">Raststätte in Deutschland von oben. Quelle: Wikipedia</figcaption></figure>
<p>Deutschland hat ein bisweilen kompliziertes und sehr komplexes Autobahnnetz. Das ist sehr gut, weil man immer zwischen Wegen wählen kann. Aber das kann auch sehr verwirrend sein, wenn man sich nicht auskennt. Nehmt auch in jedem Fall eine gute Karte mit, auf der alle Raststätten eingezeichnet sind und studiert diese, wann immer es geht! Alternativ kann man sich auch <a href="http://autobahnatlas-online.de/">hier</a> ein .pdf mit allen Raststätten und Ausfahrten runterladen und mit seinem Smartphone kombinieren. Planung und Orientierung sind sehr wichtig, damit ihr nicht euren nächsten Checkpunkt verpasst. Ich kenne meine Standartrouten mittlerweile auswendig und weiß wo welche Auffahrt und wo welche Raststätte liegt. Trotzdem hab ich immer einen Straßenatlas dabei. Einfach ein Standartwerkzeug.</p>
<p>Was auch noch sehr hilfreich ist, sind die Autokennzeichen. In Deutschland kann man relativ genau erkennen, wo ein Auto registriert ist und dadurch meist Rückschlüsse ziehen, wohin sie fahren und woher sie kommen. Es gibt gewisse Gegenden, die zur Mitwagenregistrierung genutzt werden (Europcar hat HH (Hamburg), Avis – EU (Euskirchen), Sixt – M (München), Hertz DN-H (Düren)) und wenn ihr ein bayrisches Kennzeichen in Leipzig seht, dann könnt ihr meist sicher sein, dass dies ein Dienstwagen ist. Trotzdem sind Nummernschilder unglaublich wertvoll für die Orientierung. Ein guter Atlas hat ein Verzeichnis mit allen Nummernschildern angehängt. Mit der Zeit könnt ihr das meiste von alleine zuordnen. Man lernt auch immer wieder neue Landkreise kennen. Die ersten beiden Buchstaben sind für den Registrierungsort, daneben ist die TÜV-Plakette und (auch sehr hilfreich) ein kleines Emblem mit dem zugehörigen Bundesland. Also auch, wenn ihr nicht genau wisst, wo jemand hinfährt, könnt ihr zumindest das Bundesland erahnen. Wenn ihr die Wappen auseinanderhalten könnt. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/12.0.0-1/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Ansonsten gibt es eine Liste aller KFZ-Kennzeichen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kfz-Kennzeichen_in_Deutschland">hier.</a></p>
<p>Und nochmal allgemeines zum Nummernschild <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kfz-Kennzeichen_(Deutschland)">hier.</a></p>
<h2>Besonderheiten</h2>
<p>Das billigste Essen an der Tanke mit dem besten Preis-Leistung-Verhältniss ist die gute, alte Bockwurst. Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sagen würde, aber nach 1,5 Jahren unterwegs im Ausland vermisse ich eine Bockwurst ab und an beim Trampen. Gehört zur Raststätte irgendwie dazu. In manchen Gegenden gibt es Rindswürstchen, die (insbesondere in Nordhessen) absolut empfehlenswert sind.</p>
<p>Alles an Raststätten ist teuer. Insbesondere das Wasser und das finde ich recht unverschämt. Es gibt aber Wasserhähne für Trucker, wo man sich kostenlos die Flasche auffüllen kann.</p>
<p>Toiletten sind manchmal auch kostenpflichtig, was ich ebenfalls unverschämt finde. Über die Sanifair Absperrungen kann man drüber klettern in einem unbeobachteten Moment. Es wird euch niemand beim scheißen von der Toilette ziehen. Außerdem gibt’s da gute Musik und die Notdurft verrichten sollte doch ein Menschenrecht sein.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de/trampen-in-17-deutschland/">Trampen in&#8230; (17) Deutschland</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de">Warm Roads</a>.</p>
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		<title>Trampen in&#8230; (16) Japan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Apr 2016 15:04:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen in...]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn ich einen Preis für das weltweit beste Land zum Trampen vergeben müsste, so würde dieser an Japan gehen. Klar, so eine Auszeichnung kann...</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de/trampen-in-15-japan/">Trampen in&#8230; (16) Japan</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de">Warm Roads</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wenn ich einen Preis für das weltweit beste Land zum Trampen vergeben müsste, so würde dieser an Japan gehen. Klar, so eine Auszeichnung kann man nicht objektive vergeben. Es wäre eine politische Entscheidung, so wie Obama den Friedensnobelpreis erhalten hat. Japan hat sich diese Auszeichnung redlich verdient. Es ist zweifelsohne ein großartiges Land zum Trampen. Was mich tief beeindruckt hat, ist die Höflichkeit der Menschen und dieser Artikel ist auch eine Danksagung an all die Japaner, die mich mitgenommen haben. Ich bin sehr froh über diese Erfahrungen. Ich hatte nichts erwartet und wurde positiv überrascht.<span id="more-1732"></span></p>
<h2 class="western" style="text-align: justify;" align="justify">Statistik</h2>
<p style="text-align: justify;" align="justify"><strong>Zurückgelegte Distanz: </strong><strong>4711 km</strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify"><strong>Anzahl der Lifts: </strong><strong>79</strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify"><strong>Durchschnittliche Wartezeit: </strong><strong>11</strong><strong> Minuten </strong><strong>36</strong><strong> Sekunden</strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify"><strong>Standzeit Gesamt: </strong><strong>15</strong><strong> Stunden </strong><strong>17</strong><strong> Minuten </strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Den Log gibt’s <a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Log-Japan.ods">hier.</a></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Noch eine Anmerkung zu den Stats. Ich hatte einmal 6 Stunden an einer Raste gewartet, mehr oder weniger am Trampen, zwischendurch etwas gegessen, neue Tramper kennengelernt, gechillt und irgendwann wurden wir dann mitgenommen. Diese Wartezeit ist nicht in der Statistik vermerkt. Das will ich hier ganz offen zugeben. Die Statistik ist geschönt! Haha. Aber ich hab das absichtlich gemacht, weil Japan ohne diesen einen Aureißer besser repräsentiert ist. Als First-Class Hitchhiking country!</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Im Gegensatz zu meinen anderen Durchquerungen, sind wir die meiste Strecke zu zweit unterwegs gewesen in einem gemischten Team (Frau und Mann).</p>
<h2 class="western" style="text-align: justify;" align="justify">Meine Route</h2>
<p style="text-align: justify;" align="justify">In Tokio bin ich gestartet, Matsumoto – Tokio, dann runter nach Tokushima, eine <a href="https://goo.gl/maps/PiHkqnQW79s">Runde auf der Shikoku Halbinsel</a> gedreht und dann über Okayama zurück nach Tokio.</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Eine zweite Expedition führte nach Norden ans <a href="https://goo.gl/maps/gimFer6eTjv">Ende der Hauptinsel in Aomori</a>. Außerdem haben wir diverse Bergstraßen auf dem Rückweg erkundet um Hot Springs zu finden.</p>
<h2 class="western" style="text-align: justify;" align="justify">Menschen</h2>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Es ist schwer sich vorzustellen, dass es noch einen anderen Ort auf der Welt geben könnte, wo die Menschen so höflich sind, wie in Japan. Höflichkeit und „sich wohl fühlen“ hat einen sehr zentralen Stellenwert im Umgang miteinander. Beispiel: Wenn ihr irgendwo schlaft und einen Eingang blockiert, werdet ihr nicht etwa zusammengeschissen am nächsten Morgen, sondern die Menschen entschuldigen sich bei euch, dass sie diesen Eingang jetzt nutzen, weil sie zur Arbeit müssen. Typisch Japanisch.</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Beim Trampen hatten wir natürlich viele tolle Erfahrungen gemacht. Es gab kein Land, in dem die Autos so schnell angehalten haben, wie in Japan. Ich sehe hier zwei Gründe: Es ist einerseits eine Freundlichkeit (oder Höflichkeit) gegenüber fremden Menschen, aber auch Interesse an euch als Person. Japan ist ein bisschen verschlossen und gerne werden Eindrücke von außen aufgenommen. Lernt am besten etwas japanisch. Ich hab in dieser Hinsicht leider komplett versagt und auch ein sehr schlechtes Gewissen deswegen. Ich denke aus Respekt vor dem Land, sollte man sich mit der Sprache etwas Mühe geben, da die Japaner sich total freuen, wenn man ihnen ein bisschen was aus dem Leben eines Reisenden erzählen kann.</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Wir haben einmal 100€ geschenkt bekommen. Einfach so. Meine Tramppartnerin meinte, dass sie eine Zeit lang Schokolade an ihre Fahrer verschenkt hat und das dazu geführt hat, dass sie Unmengen an Geschenken zurück bekommen hat. Liegt anscheinend an der Kultur, dass man etwas zurück gibt, wenn man etwas bekommt. Das ist ihr unangenehm gewesen, weil die Leute soviel gegeben haben und sie hat schnell aufgehört, Schokolade zu verschenken.</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Die Japaner haben das Grundprinzip des Trampens noch nicht so wirklich verstanden. Es geht ja darum, seinen Weg zurückzulegen und keine extra Umwege zu machen. Das wollen wir Tramper ja auch nicht. Und brauchen wir auch nicht. In Japan machen die Menschen allerdings ständig Umwege. Manchmal fahren sie euch auch 1,5 Stunden zu eurem Zielort und wenn ihr sie dann fragt, wo genau sie denn hin müssen, dann stellt sich heraus, dass sie 15 Minuten von dem Ort entfernt wohnen, wo sie euch aufgesammelt haben. Damn!</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Ohne japanisch zu sprechen, ist das schwierig zu überwinden. Ihr müsst denen ja erklären, dass sie euch einfach irgendwo raus schmeißen können und nicht den ganzen Tag rumkutschieren müssen. Insgesamt zuviel Freundlichkeit, wenn auch keineswegs nachteilig für das Trampen. Aber man fühlt sich dann doch nicht so gut dabei. Das Erste mal ist mir das übrigens mit zwei japanischen Trampern passiert und unser Fahrer hat auch noch 50€ Maut bezahlt (nur für den Hinweg), um uns an unseren Bestimmungsort zu bringen. Es scheint also nicht nur ein Phänomen für Ausländer zu sein.</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Ansonsten bleibt noch zu sagen, das Japan anscheinend eine recht junge Tramperszene hat. Wir haben hier desöfteren junge Japaner (immer männlich) getroffen, die auf den Raststätten rumgetrampt sind. Immer ausgerüstet mit einem Schild. IMMER! Und meist gut gekleidet. Die machen Eindruck. Eine sehr angenehme Trampergeneration, die dort gerade Pionierarbeit leistet.</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Ich hab verschiedene Erklärungen dafür: In Japan gibt es eine Fernsehteam, das Reisende am Flughafen zufällig abfängt, wenn sie aus dem Flieger kommen und sie dann begleitet. Dort soll es anscheinend eine Reihe Episoden mit einer jungen Dame geben, die quer durchs Land trampt und auch Couchsurfing benutzt. Wenn die Japaner sowas sehen, gehen die darauf natürlich total steil drauf. Die Serie ist sehr populär und ein Grund, wieso Trampen positiv angesehen wird.</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Der zweite Grund: Es ist relativ schwierig sich günstig von A nach B zu bewegen. Es gibt Züge, die sind aber teuer. Japan hat darüber hinaus eine ausgezeichnete Underground-Musikszene, die eine stark zusammenhaltende Community bildet. Ich vermute, dass viele Musiker von A nach B trampen. Einmal wurde ich Nachts von einer jungen Dame aufgesammelt, die meinte, dass sie gestern im Radio von einem Musiker gehört hat, der auch trampt und mich deswegen mitnehmen wollte. Die Leute finden trampen auf jedenfall gut und es sehr spannend, was sich da gerade entwickelt!</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Kleine Notiz am Rande, die ich aber speziell für Japan finde: Es gibt eine Menge weiblicher Trucker, die auch gerne mal mitnehmen.</p>
<h2 class="western" style="text-align: justify;" align="justify">Straßen</h2>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Japan hat ein nahezu perfekt ausgebautes Autobahnnetz. Ganz im Norden in Hokkaido wird es etwas dünn, aber der Rest des Landes ist bequem auf den sogenannten Expressways zu erreichen. Dort gibt es DIE Infrastruktur zum Trampen: Parking und Service Areas (PA&amp;SA). Auf den Parking Areas sind manchmal nur Toiletten und Automaten. Die Service Areas sind meist größer, mit Tankstellen, Einkaufsstraßen und auch mal Schwimmbädern. Insbesondere rund um Tokio gibt es einige Service Areas, die mir wie ein Wellnes Spa für Tramper vorkommen. Bäckereien, Supermärkte, kostenloses Internet, Toiletten, kleine Shops, und massig Verkehr. Ich war eigentlich nie auf einer PA oder SA in Japan, wo ich Angst haben musste, wegzukommen.</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Die normalen Straßen in Japan sind vorallem eins: Klein und eng. Wenn wir beim Trampen mit Menschen mitgefahren sind, die aus Kostengründen nicht über die Autobahn fuhren, dachte ich manchmal, das Navigationssystem will uns verarschen. Japanische Land- und Ortstrassen sind so klein, dass man manchmal die Kreuzung einfach übersieht, weil die nächste Straße eine Einfahrt aussieht. Sowas hab ich noch nie erlebt. Ich dachte ja Chile und Kolumbien hätten zu wenig Platz am Straßenrand, aber Japan ist hier, wie in vielen anderen gebieten auch, „next Level“. Woanders hab ich mich über „zu wenig Haltefläche“ beschwert. In Japan war ich froh, wenn „überhaupt Haltefläche“ zur Verfügung stand. Das gilt übrigens auch für die Autobahn, wo manchmal der Standstreifen komplett vergessen wurde, bei der Planung. Dies ist ein großes Problem beim Trampen in Japan: Der Platz zum Anhalten.</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Daneben sehe ich noch ein zweites Manko. Die Fortbewegung geht recht langsam. Tempolomit auf den Expressways ist normalerweise 100. Wenn ihr auf den engen Landstraßen unterwegs seid, dann fahrt ihr meist mit 50-60 km/h. Zum Glück ist Japan nicht sehr groß und zwei-drei Tramptage sind genug, um einmal über die ganze Insel zu kommen. Aber wenn ihr einmal auf der Landstraße seid, dann macht euch auf eine entspannte Tour gefasst.</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Übrigens Was Venedig für Brücken&#8230;..nein halt! Was Hamburg für Brücken (Hamburg ist nämlich die brückenreichste Stadt Europas, mit 2.486 Brücken, mehr als London, Venedig und Amsterdam zusammen. Als kleiner Fakt am Rande.) ist Japan für Tunnel! Es gibt unglaublich viele Tunnel in Japan. Überall im ganzen Land. Ich denke es gibt weit mehr Tunnel als Expressways. Liegt wohl am bergigen Terrain, aber definitiv ein markantes Charakteristikum im Straßenbild.</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Die Brücken sind übrigens auch <a href="http://www.dailymail.co.uk/news/article-3060017/Road-bridge-rollercoaster-Japan-s-incredible-Eshima-Ohashi-confident-driver-nightmares.html">sehr sehenswert</a>. Ich war in den USA schon beeindruckt von der Golden Gate Bridge, Brooklyn Bridge und einigen anderen Konstruktionen, die ich überquert habe. Aber gegen japanische Ingeneurstechnik kommen mir die USA wie ein Entwicklungsland vor.</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify"><b>Speziell zu Tokio:</b></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Laut <a href="http://hitchwiki.org/en/Tokyo">Hitchwiki</a> ist Tokio untrampbar. Es stimmt schon, dass die Auffahrten alle GAR KEINEN Platz zum Anhalten bieten. Das Trampen funktioniert trotzdem. Wunderbar sogar. Ich bin dreimal über die Autobahnauffahrt aus Tokio heraus getrampt und hab niemals mehr als 5 Minuten gewartet. Das Zweite mal war ich sogar zusammen mit zwei japanischen Trampern, die sich ordentlich mit Schildchen positioniert hatten. Ich mein: Wenn die lokale Bevölkerung das auch macht?</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Ergänzung: Ich wurde beim letzten Versuch von der Polizei verwiesen, obwohl vor der Toll Station genug Platz zum Anhalten war. Bin dann einfach an die nächste Auffahrt gelaufen, wo weit weniger Platz war und wurde kurze Zeit später von einem barmherzigen Japaner eingesammelt. In Tokio gibt es Auffahrten, die sind scheiße und andere Auffahrten, die sind richtig scheiße (bspw. Shibuja Richtung Nagano erste Auffahrt, wo ich zuletzt stand). Ich kann es nicht unbedingt empfehlen, um ehrlich zu sein. Aber es funktioniert. Fühlt sich allerdings nicht sehr gut an, dort zu stehen.</p>
<h2 class="western" style="text-align: justify;" align="justify">Taktik</h2>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Japanische Tramper nutzen standartmäßig ein Schild. Ich mache prinzipiell nie Schilder, aber in Japan scheint das common sense zu sein. Ich würde daher jedem empfehlen, insofern keine Abneigung gegen Schilder besteht, diese Tradition ebenfalls anzuwenden. Außerdem hält es Menschen vielleicht davon ab, für euch hunderte Kilometer Umweg zu fahren. Ortsnamen genügen übrigens vollkommen. Wie in Europa auch. Ihr müsst keine komplizierten Botschaften auf euer Schild machen.</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Haltefläche ist ein großes Problem, aber die Japaner sammeln euch trotzdem überall ein. Einen sicheren Ort zum Anhalten ist ihnen allerdings wichtiger, als in allen anderen Nationen, wo ich bisher war. Mehrmals ist es mir passiert, dass Autos 500m oder weiter (!) hinter mir angehalten haben, weil sie keinen Platz gefunden haben und mich trotzdem einsammeln wollten. Einmal kam ein junger Mann, 5 Minuten nachdem sie an mir vorbei sind, zurückgelaufen, um mich zu holen. Die Japaner sind sehr entschieden, wenn sie euch mitnehmen wollen. Das find ich eine super Qualität!</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Merke: Jedes Auto was an euch vorbei fährt, kommt vielleicht irgendwann wieder zurück. Ist uns oft passiert. Manchmal haben Leute sogar gesagt, dass sie nach mir gesucht haben, weil sie vor 10-15 Minuten an mir vorbei sind und sich dann gedacht haben: „Ja, den will ich mitnehmen!“ Daher versucht so charmant wie möglich zu sein, auch wenn sie nicht Anhalten! Alles potentielle Lifts. Schaut immer hinter euch. Manchmal halten die am Horizont. Aber die warten! Keine Sorge. Warnblinkanlage ist eine sichere Einladung, dass ihr kommen sollt.</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Die Landstraßen sind zum Trampen zu empfehlen. Super easy. Allerdings sehr langsame Fortbewegung und kaum Platz.</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Wenn ihr <b>raus aus Tokio trampen</b> wollt, dann könnt ihr den Routenplaner aus Google Maps nutzen. Dieser beinhaltet alle Züge und Busse und zeigt euch verschiedenste Möglichkeiten an, um an diesen Ort zu kommen. Außerdem auch die zugehörigen Preise und Umsteigemöglichkeiten. Das ist super simpel und super hilfreich. Generell könnt ihr so in Tokio navigieren. Wird euer Leben sehr vereinfachen, bevor ihr stundenlang vor dem Metro Plan sitzen müsst, um rauszufinden, wo ihr raus müsst.</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Wenn ihr <b>nach Tokyo rein</b> wollt, hilft es, sich die Schriftzeichen des Stadtteils rauszusuchen, wo ihr hin müsst (weil Tokyo groß ist!) und dann gezielt Autos auf den Parkplätzen rauspicken. Ihr könnt das an den ersten Zeichen auf dem Nummernschild erkennen. Fragt am besten irgendeinen Japaner, wenn ihr euch unsicher seid. Die zeigen euch gerne das richtige Nummernschild. Mir ist das mehrmals passiert, ohne dass ich danach gefragt habe.</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify"><b>Zum Expressway</b>:</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Jede Expressway Auffahrt geht durch einen sogenannte Interchange (IC). Die Mautstationen. Hier dürft ihr auf keinen Fall zu Fuß drüber laufen. Mehrere Versuche meinerseits wurden immer wieder vom zuständigen Personal unterbunden. Es ist jedoch möglich VOR den jeweiligen Stationen zu trampen und da sagt auch niemand was.</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify"><b>Zu den Raststätten</b>:</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Normalerweise würde man sich ganz ans Ende der Raststätte stellen, wo die Auffahrt beginnt. Hinter die Tankstelle, falls es eine gibt (die sind immer gleich aufgebaut in Japan, seht ihr dann schon). Ich wurde da aber immer wieder angesprochen, dass es schlecht zum Anhalten wäre und ich mich doch weiter vorne hinstellen solle, weil da mehr Platz sei. Objektiv gesehen ist das natürlich quatsch, aber regionale Gewohnheiten und so. Wenn ihr also richtig japanisch Trampen wollt, dann stellt euch am besten eher in die Mitte des Rasthofes. Aus Höflichkeit.</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Japan hat ne sehr sensible und junge Tramperkultur. Um Gegensatz zu den USA, wo jeder Tramper als geisteskrank und kriminell angesehen wird, haben die Japaner überhaupt keine Angst, Menschen mitzunehmen. Tramper und das Trampen ist generell äußerst positiv konnotiert. Da gibt es überhaupt keinen Zweifel, dass ihr ein netter Mensch seid! Keine Vorurteile. Das ist eine eine Situation, die man gar nicht genug schätzen kann.</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Einmal hat mich eine junge Dame mitgenommen, die extra nochmal umgedreht ist und mich gesucht hat. Sie erzählte, dass sie mit ihrem Freund telefoniert hatte, ob sie mich mitnehmen soll und er gesagt hat „Ja, mach das!“, weshalb sie letztendlich zurück gekommen ist. Muss ich dazu noch mehr sagen?</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Als Tramper sollte man sich daher in Japan so höflich wie möglich Verhalten, damit diese positive Energie erhalten bleibt und eine große Trampernation aus dem Land der aufgehenden Sonne erwachsen kann! Insbesondere für und Tramper aus dem Ausland gilt: Versaut das nicht! Diese Kultur ist ein wirklicher Schatz!</p>
<h2 class="western" style="text-align: justify;" align="justify">Impressionen</h2>

<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-japan/service-area-japan/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Service-Area-Japan-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Service Area Japan" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Service-Area-Japan-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Service-Area-Japan-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Service-Area-Japan-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Service-Area-Japan-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Service-Area-Japan-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-japan/toll-staion-tokio/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Toll-staion-Tokio-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Toll station Tokio" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Toll-staion-Tokio-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Toll-staion-Tokio-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Toll-staion-Tokio-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Toll-staion-Tokio-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Toll-staion-Tokio-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-japan/road-japan/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Road-Japan-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Onsen Japan" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Road-Japan-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Road-Japan-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Road-Japan-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Road-Japan-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Road-Japan-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-japan/road-japan2/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Road-Japan2-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Road Japan" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Road-Japan2-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Road-Japan2-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Road-Japan2-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Road-Japan2-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Road-Japan2-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-japan/bridge-japan/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Bridge-Japan-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Bridge Japan" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Bridge-Japan-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Bridge-Japan-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Bridge-Japan-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Bridge-Japan-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Bridge-Japan-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-japan/bridge-okayama/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Bridge-Okayama-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Bridge Okayama" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Bridge-Okayama-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Bridge-Okayama-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Bridge-Okayama-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Bridge-Okayama-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Bridge-Okayama-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-japan/narrow-road-japan/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Narrow-road-Japan-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Narrow road Japan" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Narrow-road-Japan-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Narrow-road-Japan-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Narrow-road-Japan-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Narrow-road-Japan-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Narrow-road-Japan-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-japan/hitchhiking-pick-up-japan/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Hitchhiking-Pick-Up-Japan-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Hitchhiking Pick Up Japan" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Hitchhiking-Pick-Up-Japan-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Hitchhiking-Pick-Up-Japan-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Hitchhiking-Pick-Up-Japan-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Hitchhiking-Pick-Up-Japan-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Hitchhiking-Pick-Up-Japan-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-japan/countryside-japan/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Countryside-Japan-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Countryside Japan" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Countryside-Japan-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Countryside-Japan-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Countryside-Japan-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Countryside-Japan-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Countryside-Japan-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-japan/japanese-hitchhiker/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Japanese-Hitchhiker-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Japanese Hitchhiker and Police" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Japanese-Hitchhiker-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Japanese-Hitchhiker-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Japanese-Hitchhiker-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Japanese-Hitchhiker-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Japanese-Hitchhiker-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-japan/hitchhiking-culture-japan/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Hitchhiking-Culture-Japan-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Hitchhiking Culture Japan" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Hitchhiking-Culture-Japan-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Hitchhiking-Culture-Japan-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Hitchhiking-Culture-Japan-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Hitchhiking-Culture-Japan-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Hitchhiking-Culture-Japan-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-japan/planning-hitchhiking/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Planning-Hitchhiking-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Planning Hitchhiking in Japan" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Planning-Hitchhiking-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Planning-Hitchhiking-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Planning-Hitchhiking-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Planning-Hitchhiking-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Planning-Hitchhiking-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-japan/gas-station-on-service-area/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Gas-Station-on-Service-Area-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Gas Station on Service Area" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Gas-Station-on-Service-Area-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Gas-Station-on-Service-Area-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Gas-Station-on-Service-Area-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Gas-Station-on-Service-Area-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Gas-Station-on-Service-Area-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-japan/young-hitchhiker-japan/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Young-Hitchhiker-Japan-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Young Hitchhiker Japan" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Young-Hitchhiker-Japan-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Young-Hitchhiker-Japan-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Young-Hitchhiker-Japan-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Young-Hitchhiker-Japan-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Young-Hitchhiker-Japan-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-japan/tokio-onramp/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Tokio-onramp-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Tokio onramp" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Tokio-onramp-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Tokio-onramp-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Tokio-onramp-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Tokio-onramp-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Tokio-onramp-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-japan/hitchhiking-japan/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Hitchhiking-Japan-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Hitchhiking Japan" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Hitchhiking-Japan-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Hitchhiking-Japan-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Hitchhiking-Japan-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Hitchhiking-Japan-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/04/Hitchhiking-Japan-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>

<h2 class="western" style="text-align: justify;" align="justify">Besonderheiten</h2>
<p style="text-align: justify;">Containern funktioniert in Japan. Es gibt jeden Tag frisches, abgepacktes Essen, was zu Hauf weggeschmissen wird. Laut Trashwiki sollen die 100-Yen-Stores dafür gut geeignet sein. Der Einzige, den ich in Tokyo abgecheckt habe, hatte allerdings abgeschlossene Container. Generell schmeißen die Japaner ihren Müll immer in kleine Schuppen mit Schiebetüren, die manchmal offen sind. Am meisten Erfolg hatten wir bei den Family Marts! Von den gängigen Convenient Stores hat man hier die beste Erfolgsquote. Regale werden meist abends gegen 10 ausgeräumt. Einfach da abhängen und observieren, dann zuschlagen und sich freuen.</p>
<p style="text-align: justify;">Japan hat eine ausgezeichnete Badekultur und es lohnt sich die Onsens und Sentos auszuchecken. Sento sind öffentliche Bäder mit aufgeheiztem Wasser und Onsens liegen meist an einer heißen Quelle. Es gibt diverse Orte mit kostenlosen Outdoor Onsens, dies Bedarf aber einer weiteren Recherche. Baden im Onsen will gelernt sein. Prinzipiell gilt: Erst waschen und dann ins heiße Becken zum ausspannen. Es gibt auch immer eine Sauna! Neben der Türkei und Syrien ist Japan mein Lieblingsland in Sachen Körperpflege.</p>
<p style="text-align: justify;">Japan war kulinarisch endlich mal wieder eine positive Überraschung. Japanische Küche ist sehr lecker. Es gab kaum etwas, was ich nicht mochte (außer Natto, fermentierte Sojabohnen die stinken wie Hölle und sehen aus wie schleimige Popel. Lange&#8230;.Fäden&#8230;.die sich ziehen&#8230;.bäh.) Neben Ramen gibt es noch Udon (Nudelsuppe) und Soba, die man am besten kalt essen sollte. Probiert auf jedenfall Tempora (frittiertes Allerlei) oder rohen Fisch. Im Supermarkt gibt es Kroketten mit Fleisch oder Kartoffeln gefüllt. Die sind billig und füllen. Auch die Bäckereien in Japan können was! Neben Frankreich und Spanien hab ich hier wohl das beste Essen in den letzten 1,5 Jahren vorgefunden.</p>
<p style="text-align: justify;">Internet ohne Sim-Karte sieht auf den ersten Blick schwierig aus. Überall in Japan kann man sich zwar bei kostenlosen Internet-Anbietern anmelden und einen Tag bis zwei Wochen kostenlosen Zugang erhalten, meist ist dabei allerdings eine Telefonnummer erforderlich. Muss aber nicht sein. Wir habens so gemacht: Kostenloses Internet gibt es in jedem Convenient Store (7eleven, Family Mart und Lawson store [Lawson ist der Beste!]), Starbucks ist auch ein guter Anlaufpunkt. Beim Trampen auf Landstrassen könnt ihr euch immer da hinbringen lassen. Übrigens: McDonalds hat grundsätzlich kein internet in Japan, allerdings Steckdosen. Hier und da finden sich auch öffentliche Netzwerke an den Bahnhöfen und öffentlichen Plätzen.</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Bedarf vielleicht keiner Erwähnung, aber in Japan herrscht Linksverkehr. Insbesondere wenn ihr Raststätten sucht und bei Google nach geeigneten Trampstellen ausschau haltet, solltet ihr das bedenken.</p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Zwischen dem Norden und dem Süden herrschen riesige Temperaturunterschiede. Als wir in Shikoku Island waren (was noch nichtmal äußerster Süden ist) hat sich dort der Frühling mit angenehmen 20° angekündigt, während im Norden auf Hokkaido noch starker Schneefall war und man ein Iglo bauen konnte. Japan ist groß und das Klima trügerisch.</p>
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		<title>Trampen in&#8230; (15) Zentralamerika</title>
		<link>https://warmroads.de/de/trampen-in-15-zentralamerika/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Mar 2016 02:34:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mit Zentralamerika sollen an dieser Stelle alle Länder zwischen Mexico und Kolumbien gemeint sein. Im speziellen: Panama, Costa Rica, El Salvador, Nicaragua, Honduras und...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Mit Zentralamerika sollen an dieser Stelle alle Länder zwischen Mexico und Kolumbien gemeint sein. Im speziellen: Panama, Costa Rica, El Salvador, Nicaragua, Honduras und Guatemala. Ich habe mich entschlossen einen komprimierten Artikel zu schreiben, da aufgrund der Größe und meiner Aufenthaltsdauer eine separate Abarbeitung keinen Sinn ergeben hätte. Ganz allgemein ist Zentralamerika eine sehr spannende Gegend und zum Trampen zu empfehlen.<span id="more-1670"></span></p>
<h2 class="western" align="justify">Statistik</h2>
<p align="justify"><strong>Zurückgelegte Distanz: </strong><strong>2435 km</strong></p>
<p align="justify"><strong>Anzahl der Lifts: </strong><strong>63</strong></p>
<p align="justify"><strong>Durchschnittliche Wartezeit: </strong><strong>15</strong><strong> Minuten </strong><strong>46</strong><strong> Sekunden</strong></p>
<p align="justify"><strong>Standzeit Gesamt: </strong><strong>16</strong><strong> Stunden </strong><strong>34</strong><strong> Minuten </strong></p>
<p align="justify">Den Log gibt’s <a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Log-Centralamerica.ods">hier</a>.</p>
<h2 class="western" align="justify">Meine Route</h2>
<p align="justify">Panama Südspitze nach Texas, entlang der Panamericana&#8230;.meistens.</p>
<h2 class="western" align="justify">Menschen</h2>
<p align="justify">Ich wurde von Südamerika überrascht. Alle sagten, es sei so gefährlich. Am Ende war es ganz wundervoll. Gleiches gilt für Zentralamerika. Panama und Costa Rica sind so etwas wie (ehemalige) amerikanische Enklaven, die mittlerweile von pensionierten Amis bevölkert werden. Ich empfand das Trampen dort, als sehr mühselig. Insbesondere in Costa Rica. Was kann schlimmer sein als Trampen in den USA? Richtig, Trampen in dem Land, wo die ganzen Rentner aus den USA hinziehen. Zum Glück kam ich dann irgendwann nach Nicaragua, wo ich es wieder angenehmer wurde. Sehr armes Land, aber gute Tramperfahrung.</p>
<p align="justify">Honduras war gut zum Trampen, das Land selbst scheint jedoch zerfressen von Drogenhandel und Korruption(Link Artikel Grenze). Ich würde es mal neutral als „wild“ beschreiben. Hab mich dort allerdings nicht sicher gefühlt, was höchst ungewöhnlich war. Ansonsten aber billig. Ich denke die Menschen sind einerseits ziemliche Blutsauger und auf Touris aus, scheren sich um nichts, haben aber auch eine wunderbar freundliche Art an sich. Ich war nur zur Durchreise und hatte einen sehr intensiven Eindruck. Sowohl positiv als auch negativ.</p>
<p align="justify">In El Salvador gibt es den Dollar, der Lebensstandart insgesamt höher, die Leute sehr nett. War ein bißchen mein Geheimtip. Das Land hatte ich vorher nicht auf dem Schirm und wenn mich jemand fragt, wohin man denn mal fahren sollte in Zentralamerika, dann werde ich auf jedenfall El Salvador empfehlen.</p>
<p align="justify">Tja und dann Guatemala. Meine Liebe. Die Leute super herzlich, das Land sehr billig, viel zu sehen und dann noch eine spitzen Tramperfahrung. Definitiv in der Gesamtbetrachtung das Top-Tramperland auf der Nordhälfte des amerikanischen Kontinentes. Viele Pick-Ups, viele schnelle Lifts. Tolle Straßen, nette Landschaft. Hier komm ich mal wieder hin! Zentralamerika hat ne super Durchschnittswartezeit im Vergleich zu den anderen Ländern, die ich durchquert habe. Das lag vorallem an Guatelama!</p>
<h2 class="western" align="justify">Straßen</h2>
<p align="justify">Panama hat eine lange Autobahn, die nach Norden etwas löchriger wird. Mit Costa Rica wohl qualitativ die besten Straßen. Nicaragua ist etwas abgefuckt. Honduras ebenfalls. El Salvador und Guatemala liegen irgendwo dazwischen. Es gibt einige schöne Ecken zu passieren. In Costa Rica an der Küste fährt man schnurgerade durch den Dschungel und endlose Palmenplantagen umringen euch. Eine ökologische Katastrophe, aber interessant anzuschauen. In Guatemala gibt es einige Vulkane am Wegesrand und das etwas gemäßigtere Klima ist sehr angenehm. Zumindest, wenn man gerade aus Panama kommt. Im Süden Panamas ist derbster Dschungel. Obacht. Die Luftfeuchtigkeit kann hier schnell mal die Straßen spiegelglatt werden lassen, ohne dass man dies erwarten wurde. Ich war in Panama selbst <a href="https://warmroads.de/de/traffic-exists-hitchhiking-possilbe-8-der-unfall/">in einen Unfall</a> verwickelt.</p>
<p align="justify">Wenn ihr die Transamericana langfahrt, dann nehmt am Besten den kurzen Weg durch Honduras auf der süd-westlichen Route. Schaut euch auch die unzähligen Grenzübergänge an. Landet ihr an dem Falschen, kann das schnell mal einen Tag kosten, weil kein Verkehr ist. Andersrum wird auch ein Schuh drauß, es gibt gewisse Übergänge, die wohl (insbesondere bei Nacht) nicht besonders sicher sind. Nicaraugua und Honduras gelten allgemein hin als die Problemfälle. Aber macht euch ein eigenes Bild und lasst euch hier nicht zu sehr von mir beeinflussen.</p>
<h2 class="western" align="justify">Taktik</h2>
<p align="justify">Panama durchziehen. Ist nicht perfekt, aber geht. Panama City hat eine Art Hochbahn, die kann man zum Durchqueren benutzen. Hat nur eine Linie und bringt euch ans andere Ende der Stadt. Costa Rica würde ich mich tendenziell an der Küste entlang hangeln und weniger die Transamericana durchs Inland nehmen. Mehr Surfer und mehr Chancen einen relaxten Lift abzufangen. Nicaraugua einfach treiben lassen. Wird schon! Honduras nicht bei Nacht trampen, außer ihr steht auf besondere Abenteuer und wollt euch eures Besitzes etwas erleichtern. El Salvador (City) ist eine wunderbarer Ort zum <a href="https://warmroads.de/de/technische-anleitung-zum-trampen-durch-grosse-staedte/">Stadttrampen</a>. Keine Angst vor der Durchquerung haben. Als ich da war, strahlte die Sonne. Vielleicht hat das meine Meinung etwas positiv beeinflusst. Guatemala gibt es nicht viel zu sagen. Genießt die Pick-Ups, genießt das Trampen hier, genießt die Menschen. Guatemala City kann etwas anstrengend sein, aber sollte gehen.</p>
<h2 class="western" align="justify">Impressionen</h2>

<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-zentralamerika/unfall-jungle/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Unfall-Jungle-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Unfall-Jungle-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Unfall-Jungle-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Unfall-Jungle-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Unfall-Jungle-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Unfall-Jungle-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-zentralamerika/jungle-panama/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Jungle-Panama-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Jungle-Panama-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Jungle-Panama-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Jungle-Panama-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Jungle-Panama-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Jungle-Panama-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-zentralamerika/schoenes-zentralamerika/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/schönes-Zentralamerika-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/schönes-Zentralamerika-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/schönes-Zentralamerika-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/schönes-Zentralamerika-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/schönes-Zentralamerika-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/schönes-Zentralamerika-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-zentralamerika/costa-rica-bananas/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Costa-Rica-Bananas-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Costa-Rica-Bananas-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Costa-Rica-Bananas-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Costa-Rica-Bananas-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Costa-Rica-Bananas-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Costa-Rica-Bananas-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-zentralamerika/natural-fence/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/natural-fence-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/natural-fence-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/natural-fence-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/natural-fence-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/natural-fence-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/natural-fence-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-zentralamerika/comftable-seating/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/comftable-seating-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/comftable-seating-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/comftable-seating-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/comftable-seating-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/comftable-seating-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/comftable-seating-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-zentralamerika/hitchhike-leichenwagen/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/hitchhike-leichenwagen-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/hitchhike-leichenwagen-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/hitchhike-leichenwagen-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/hitchhike-leichenwagen-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/hitchhike-leichenwagen-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/hitchhike-leichenwagen-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-zentralamerika/guatemela-vulkanausbruch/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Guatemela-Vulkanausbruch-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Guatemela-Vulkanausbruch-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Guatemela-Vulkanausbruch-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Guatemela-Vulkanausbruch-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Guatemela-Vulkanausbruch-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Guatemela-Vulkanausbruch-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-zentralamerika/volcano-guatemala/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Volcano-Guatemala-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Volcano-Guatemala-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Volcano-Guatemala-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Volcano-Guatemala-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Volcano-Guatemala-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Volcano-Guatemala-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>

<h2 class="western" align="justify">Besonderheiten</h2>
<p align="justify">Habe diesmal nichts Besonderes zu berichten.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Trampen in&#8230; (14) Kolumbien</title>
		<link>https://warmroads.de/de/trampen-in-14-kolumbien/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Feb 2016 22:51:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumbien]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen in...]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kolumbien sollte das allerletzte Land auf meiner Südamerika Tour sein und da ich vorher nur gutes über Menschen, Natur und Essen gehört hatte, ging...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Kolumbien sollte das allerletzte Land auf meiner Südamerika Tour sein und da ich vorher nur gutes über Menschen, Natur und Essen gehört hatte, ging ich Vorurteilsfrei und freudig an die Sache. Das fing auch gut an, jedoch erkannte ich schnell, dass es hier kein Zuckerschlecken werden sollte. Letztendlich war meine Kolumbien Durchquerung ungefähr so schwierig zu trampen wie Spanien oder Brasilien, wenn nicht gar schwieriger. Rückblickend gibt es aus tramptechnischer Sicht nichts positives über Kolumbien zu berichten.<span id="more-1370"></span></p>
<h2 style="text-align: justify;">Statistik</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Zurückgelegte Distanz: </strong><strong>943</strong><strong> Kilometer</strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify"><strong>Anzahl der Lifts: </strong><strong>17</strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify"><strong>Durchschnittliche Wartezeit: </strong><strong>48</strong><strong> Minuten </strong><strong>03</strong><strong> Sekunden</strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify"><strong>Standzeit Gesamt: </strong><strong>13</strong><strong> Stunden </strong><strong>37</strong><strong> Minuten </strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Den Log findet ihr <a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Log-Colcombia.ods" rel="">hier</a>.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Meine Route</h2>
<p style="text-align: justify;">Ich überquerte die Grenze Nachts bei Pasto und hatte auch direkt einen Lift dorthin. Von da aus sollte es „nur nach Bogota“ gehen. <a href="https://www.google.com/maps/dir/Bogot%C3%A1,+Kolumbien/Cali+-+Valle+del+Cauca,+Kolumbien/Pasto,+Departamento+de+Nari%C3%B1o,+Kolumbien/@2.960819,-75.7162045,8z/data=!4m11!4m10!1m2!1m1!1s0x8e3f9bfd2da6cb29:0x239d635520a33914!1m2!1m1!1s0x8e30a6f0cc4bb3f1:0x1f0fb5e952ae6168!1m2!1m1!1s0x8e2ed485722503fd:0x298f1ef26abc8a75!3e0">Die Route</a> hab ich auch geschafft, allerdings innerhalb von 2 Tagen und das auf den Hauptstraßen Kolumbiens für 900km.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Menschen</h2>
<p style="text-align: justify;">Ich muss sagen von allen Menschen in Südamerika gefallen mir die Kolumbianer bisher tendenziell am Besten. Warme, offene Leute und insbesondere die Jungs hier sind zwar, wie alle Südamerikaner, etwas bossy, aber insgesamt super nett. In anderen Teilen waren besonders die männlichen Gesellschaftsteilnehmer manchmal etwas anstrengend und arrogant. Kolumbien ist da entspannter. Außerdem muss ich sagen, dass die Kolumbianer definitiv die am besten gekleidetsten Menschen auf diesem Kontinent sind. Vielleicht kommt daher auch das Klischee, dass die Kolumbianerinnen so besonders schön sein sollen.</p>
<p style="text-align: justify;">Für mich sind die Kolumbianer recht nahe miteinander, ohne aufdringlich zu sein. Als ich die Grenze Nachts passiert hatte, hat der Spaß sofort angefangen. Fotos mit mir gemacht, gelacht, geshakert&#8230;einfach super entspannt und zum wohlfühlen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Straßen</h2>
<p style="text-align: justify;">Ich dachte Chile hätte wenig Platz und bewertete das negativ. Ich war in Ecuador und sah es geht schlimmer. Und dann kam ich nach Kolumbien und das toppte nochmal alles. Im Süden speziell. Dort ist es sehr bergig, viele steile Straßen, die Leute heizen natürlich trotzdem wie die Bekloppten. Neben fehlendem Standstreifen und manchmal sogar fehlenden Gehwegen (Laufen geht dann nur in einer schrägen Regenrinne, sehr unkomfortabel) ist der Tramper hier also noch mit einem absolut schnellen Verkehr konfrontiert. Sehr viele Teile der Straße die einfach untrampbar sind. Unmöglich.</p>
<p style="text-align: justify;">Der fehlende Standstreifen zieht sich durch das ganze Land. Es gibt wenige Kreisverkehre, Tollstationen (die allerdings auch nicht unbedingt Erfolg versprechen), viele Polizeikontrollen und einige Aduanas, wo die LKW´s ihre Ladung kontrollieren lassen und die Einfahrt obligatorisch ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Ansonsten sind die Straßen überraschend langsam, zumindest bis Bogota. Da kann man schonmal 8 Stunden für 200km brauchen, da es sich oft die Berge hoch und runter schlängelt und sich meist Kolonnen hinter dem langsamsten LKW bilden.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Taktik</h2>
<p style="text-align: justify;">Ich hab viel probiert. Laufen. Kein Vorteil. Normale Tramppositionen beziehen. Keiner hält an. Tollstationen. Niemand interessiert sich für euch. Aggressiv trampen, zurückhaltend trampen, mit dem Daumen, mit der flachen Hand, mit der flachen Hand winkend. Alles erfolglos. Die Leute halten einfach nicht an. Bzw. es braucht Zeit.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie man am besten durch Kolumbien kommt? Meine langen Lifts hatte ich alle angesprochen! Wenn ihr ins Gespräch kommt mit den Menschen, dann sind die meist aufgeschlossen und laden euch ein. Normales Trampen nicht zu empfehlen. Und wenn ihr trampt, dann gibt es nur eine Geheimwaffe für Kolumbien: Polizeikontrollen. Wann immer ich mich hinter eine Polizeikontrolle gestellt hatte, hat auch relativ schnell ein Auto angehalten. Das ist wirklich der beste Ratschlag, den ich hier geben kann. Auch in vielen Gesprächen während des Wartens (insbesondere mit Tollstation-Securities) wurde mir immer wieder empfohlen, mich in die nähe der Polizei zu stellen. Natürlich hab ich das am Anfang als den üblichen sinnlosen Ratschlag aufgefasst, aber es machte wirklich einen Unterschied.</p>
<p style="text-align: justify;">Ansonsten helfen noch Positionen, wo der Verkehr wirklich wirklich langsam an euch vorbeizieht. Wirklich langsam in Schrittgeschwindigkeit. Ich habe generell das Gefühl durch die ganze Guerilla und den anhaltenden Konflikt sind die Menschen arg gehemmt anzuhalten, wenn jemand am Straßenrand steht. So lange wie in Kolumbien habe ich in keinem anderen Land gewartet. Auch wenn meine Statistiken mit Vorsicht zu geniessen sind, so hat Kolumbien nicht umsonst die Spitzenposition eingenommen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Impressionen</h2>

<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-14-kolumbien/beautiful-colombia/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Beautiful-Colombia-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Beautiful Colombia" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Beautiful-Colombia-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Beautiful-Colombia-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Beautiful-Colombia-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Beautiful-Colombia-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Beautiful-Colombia-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-14-kolumbien/street-colombia/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Street-Colombia-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Street Colombia" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Street-Colombia-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Street-Colombia-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Street-Colombia-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Street-Colombia-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Street-Colombia-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-14-kolumbien/trucks-colombia/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Trucks-Colombia-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Trucks. Everywhere slow trucks in the Colombian mountains." srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Trucks-Colombia-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Trucks-Colombia-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Trucks-Colombia-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Trucks-Colombia-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Trucks-Colombia-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-14-kolumbien/guadua-colombia/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Guadua-Colombia-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Marktplatz von Guadua" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Guadua-Colombia-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Guadua-Colombia-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Guadua-Colombia-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Guadua-Colombia-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Guadua-Colombia-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-14-kolumbien/truck-colombia/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Truck-Colombia-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Slow trucks in Colombia." srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Truck-Colombia-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Truck-Colombia-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Truck-Colombia-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Truck-Colombia-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Truck-Colombia-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-14-kolumbien/gravel-pit-road-colombia/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Gravel-Pit-Road-Colombia-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Gravel Pit Road Colombia" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Gravel-Pit-Road-Colombia-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Gravel-Pit-Road-Colombia-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Gravel-Pit-Road-Colombia-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Gravel-Pit-Road-Colombia-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Gravel-Pit-Road-Colombia-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-14-kolumbien/road-colombia/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Road-Colombia-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Mountain top road, which i conquered with my bike." srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Road-Colombia-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Road-Colombia-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Road-Colombia-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Road-Colombia-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Road-Colombia-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-14-kolumbien/wet-road-colombia/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Wet-Road-Colombia-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Wet jungle road." srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Wet-Road-Colombia-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Wet-Road-Colombia-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Wet-Road-Colombia-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Wet-Road-Colombia-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Wet-Road-Colombia-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-14-kolumbien/mountain-road-colombia/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Mountain-road-Colombia-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Mountain road in Colombia." srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Mountain-road-Colombia-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Mountain-road-Colombia-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Mountain-road-Colombia-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Mountain-road-Colombia-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Mountain-road-Colombia-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>

<h2 style="text-align: justify;">Besonderheiten</h2>
<p style="text-align: justify;">Landschaftlich ist Kolumbien dagegen ein absoluter Traum. Ich kann das Land nur jedem empfehlen, solange ihr nicht trampen möchtet. Der Süden hat wunderschöne Berge, Wiesen, Felder und vorallem Früchte. Kolumbien hat fruchtbares Land und sehr viel leckeres und gutes Essen. Ich habe hier die beste Papaya meines Lebens gegessen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die offiziellen Wege möglichst nicht leichtfertig verlassen um irgendwo ins Land zu marschieren, da es vereinzelt Landminen gibt und generell die umliegende Natur teilweise von Rebellen besetzt ist. Das sind allerdings landesinterne Konflikte, die euch als Reisende normalerweise nicht betreffen werden. Die aktuelle Situation verspricht außerdem, dass bald Frieden zwischen Rebellen und der Regierung herrscht und die Landminen werden dann sicher auch bald entfernt.</p>
<p style="text-align: justify;">Kaffee. Ja endlich wieder Kaffee, nachdem es im restlichen Teil des Kontinentes meistens nur braunes Wasser gab. Kolumbien ist eine absolute Kaffee-Weltmacht und das solltet ihr auch ausnutzen, wenn ihr mal hier seid. Morgens, Mittags und Abends.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben der aktuellen Miss-Südamerika kommen auch die aktuelle BMX-Weltmeisterin sowie einige begnadete Profiradsportler aus Kolumbien. Radsport wird hier geachtet und als Radreisender wird man von den Einheimischen mit offenen Armen empfangen. Ich stehe noch kurz vor meiner Radtour, aber der Ruf eilte Kolumbien schon vorraus. Bogota-Cartagena ist eine Standartstrecke und geht größtenteils bergab. Also mit Genuß! Edit: Jetzt wo ich das nochmal lese, muss ich lachen. Wie mich die Realität eingeholt hat. 800 km mit dem <a href="https://warmroads.de/de/category/fahrrad/">Fahrrad</a> durch Kolumbien, das war kein Spaß oder doch, eigentlich schon.</p>
<p style="text-align: justify;">Zwischen Kolumbien und Panama gibt es keine Straße, aber das berühmte <a href="https://warmroads.de/de/ab-ins-darien-gap-jungle-fever/">Darien Gap</a>. Schwer da durch zu trampen. Ich hatte Glück und bin mit einem <a href="https://warmroads.de/de/nach-panama-mit-dem-cargo-boot/">Cargo Boot</a> getrampt.</p>
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		<title>Trampen in&#8230; (13) Ecuador</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Feb 2016 20:48:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ecuador]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen in...]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ecuador war für mich Transitland. Exakt 22,5 Stunden hab ich für die Durchquerung gebraucht. In Ecuador gibt es den amerikanischen Dollar als offizielle Währung,...</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de/trampen-in/">Trampen in&#8230; (13) Ecuador</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de">Warm Roads</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ecuador war für mich Transitland. Exakt 22,5 Stunden hab ich für die Durchquerung gebraucht. In Ecuador gibt es den amerikanischen Dollar als offizielle Währung, was am Anfang etwas irritierend wirkte, da man doch mitten in Südamerika war. Dementsprechend hat sich auch das Land gezeigt. Sehr amerikanisiert. Insgesamt recht durchschnittliche Tramperfahrung dort gemacht, bei Kentucky Fried Chicken gegessen und mich an der schönen Natur erfreut.<span id="more-1363"></span></p>
<h2 style="text-align: justify;">Statistik</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Zurückgelegte Distanz: </strong><strong>964</strong><strong> Kilometer</strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify"><strong>Anzahl der Lifts: </strong><strong>21</strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify"><strong>Durchschnittliche Wartezeit: </strong><strong>14</strong><strong> Minuten </strong><strong>31</strong><strong> Sekunden</strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify"><strong>Standzeit Gesamt: </strong><strong>5</strong><strong> Stunden </strong><strong>06</strong><strong> Minuten </strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Log könnt ihr <a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Log-Ecuador.ods">hier</a> runterladen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Meine Route</h2>
<p style="text-align: justify;">Durch Tumbes/Peru habe ich im Süden die Grenze passiert, hatte dann einen Nachtbus getrampt nach Guayaquil und bin von dort über Quito an die kolumbianische Grenze im Norden. Eine <a href="https://www.google.com/maps/dir/Ipiales+-+Departamento+de+Nari%C3%B1o,+Kolumbien/Guayaquil,+Ecuador/Tumbes,+Peru/@-1.3720616,-79.0458228,8z/data=!4m11!4m10!1m2!1m1!1s0x8e296be8ff9ef0bb:0x10cc77dc7bc71d2c!1m2!1m1!1s0x902d13cbe855805f:0x8015a492f4fca473!1m2!1m1!1s0x90338d2b3a3c6f9b:0xf96e656902d0dbf3!3e0">kurze Route</a> einmal direkt durch.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Menschen</h2>
<p style="text-align: justify;">Etwas sonderbar kamen mir die Ecuadorianer schon vor. Ich hab hier die Menschen mit dem besten Spanisch kennengelernt. Wohl auch, weil die sich besonders viel Mühe gegeben haben, mit mir zu sprechen. Hatte das Gefühl, einige Ecuadorianer können einen guten Draht zu Fremden aufbauen und das dies wohl auch mit dem „Amerika-Gefühl“ im Land zusammenhängt. Die Autos, die Haltung, so wirklich Südamerika war es nicht. Daneben hab ich aber auch ein paar wirklich strange Lifts gehabt. Bisweilen etwas nervös kamen mir einige Menschen vor. Trotzdem freundliche Menschen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Straßen</h2>
<p style="text-align: justify;">Straße waren super, aber auch hier, wie in Chile, fehlte einfach eine angemessene Haltefläche. Im Süden des Landes ist Dschungel und alles recht eng zusammengerückt. War manchmal schwer, da eine gute Position zu finden. Ähnlich wie in Chile ist hier die Mischung aus schnellen Straßen und wenig Haltefläche recht negativ zu bewerten, da sich diese beiden Faktoren gegenseitig verstärken.</p>
<p style="text-align: justify;">Ansonsten erinnerte mich das Straßennetz in Guayaquil stark an einen amerikanischen Highway, obwohl es dann in die engen Landstraßen übergeht.</p>
<p style="text-align: justify;">Noch ein Kommentar zu Quito. Ich hatte große Bedenken durch diese riesige Stadt durchzutrampen, die sich aber dann als völligst unbegründet herausgestellt hatten. Quito liegt im Tal und über Quito entlang der Berge zieht sich ein wunderbar großer Highway, der an allen Stellen (mit etwas laufen und suchen) gut zu betrampen ist. Kein Vergleich zu anderen Städten vergleichbarer Größe. Absolut transit-geeignet! Und es ist recht schön dort! Ich war positiv überrascht.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Taktik</h2>
<p style="text-align: justify;">Ich habe nichts besonderes in Ecuador gemacht. Meist am Ortsende gestanden oder einen der wenigen Kreisverkehre gesucht. Positionierung ist natürlich wichtig, da die Halteflächen so wenig vorhanden sind. Ecuadorianer sind allerdings recht mitnahme-freundlich. Nicht das Beste, aber auch nicht das schlechteste Land zum trampen. Schaut einfach, dass ihr immer einen Kreisverkehr oder eine Auffahrt zur Autobahn findet. Damit der Verkehr abbremsen kann. Daumen raus und so solltet ihr einigermaßen schnell einen Lift kriegen. Enjoy!</p>
<h2 style="text-align: justify;">Fotos</h2>
<p style="text-align: justify;">Hab leider keine Bilder gemacht. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/12.0.0-1/72x72/1f641.png" alt="🙁" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<h2 style="text-align: justify;">Besonderheiten</h2>
<p style="text-align: justify;">Wie schon erwähnt gibt es den amerikanischen Dollar in Ecuador, was etwas irritierend ist. Darüber hinaus ist es natürlich auch etwas teurer als die anderen Länder und im speziellen als die Nachbarn Kolumbien und Peru!</p>
<p style="text-align: justify;">Ecuador hat eine Reihe Vulkane rund um Quito, die sich lohnen, besucht zu werden. Ich selbst war nicht da, sondern es wurde mir nur von mehreren Seiten empfohlen. Generell ist die Natur um die Hochebene von Quito absolut wunderschön und erinnert etwas an ein ausgedehntes Alpenpanoramadorf.</p>
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		<title>Trampen in&#8230; (12) Peru</title>
		<link>https://warmroads.de/de/trampen-in-12-peru/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Jan 2016 07:07:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Peru]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen in...]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Prolog Peru alles in allem etwas wilder, chaotischer und hat insgesamt mehr Profil als Bolivien. Aber genauso günstig. Nicht das Beste aber wohl interessanteste Land,...</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de/trampen-in-12-peru/">Trampen in&#8230; (12) Peru</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de">Warm Roads</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2 style="text-align: justify;">Prolog</h2>
<p style="text-align: justify;">Peru alles in allem etwas wilder, chaotischer und hat insgesamt mehr Profil als Bolivien. Aber genauso günstig. Nicht das Beste aber wohl interessanteste Land, was ich auf meiner Südamerika Tour durchquert habe. Es gibt verschiedene Gründe, weshalb ich gerne noch einmal wiederkommen möchte. Die Straßen sind es jedoch nicht und das Trampen funktionierte zwar, jedoch war es mit einigen <a href="https://warmroads.de/de/tag-der-blockade-trampen-im-kollektiven-widerstand-von-peru/">Komplikationen</a> verbunden.<span id="more-1273"></span></p>
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<h2 style="text-align: justify;">Statistik</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Zurückgelegte Distanz: </strong><strong>2754</strong><strong> Kilometer</strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify"><strong>Anzahl der Lifts: </strong><strong>47</strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify"><strong>Durchschnittliche Wartezeit: </strong><strong>24</strong><strong> Minuten </strong><strong>44</strong><strong> Sekunden</strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify"><strong>Standzeit Gesamt: </strong><strong>19</strong><strong> Stunden </strong><strong>23</strong><strong> Minuten</strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Log wie immer <a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Log-Peru.ods">hier.</a></p>
<h2 style="text-align: justify;">Meine Route</h2>
<p style="text-align: justify;">Zuerst trampte ich in mehreren Tagen über gesperrte Straßen von Copacabana nahe <a href="https://www.google.com/maps/dir/Cusco,+Peru/Municipio+Copacabana,+Bolivien/@-14.9263922,-70.5240436,9z/data=!4m8!4m7!1m2!1m1!1s0x916dd5d826598431:0x2aa996cc2318315d!1m2!1m1!1s0x915dcd7e020a5f2f:0x5ff56029fdb79a4a!3e0">Lago Titicaca nach Cusco</a> und von da aus dann direkt nach Norden, durch das chaotische Lima <a href="https://www.google.com/maps/dir/Cusco,+Peru/Huaquillas,+Provinz+El+Oro,+Ecuador/@-8.6048206,-76.3030536,7z/data=!4m8!4m7!1m2!1m1!1s0x916dd5d826598431:0x2aa996cc2318315d!1m2!1m1!1s0x90339bb1c72e8bd5:0xe5cddac1d5ed359e!3e0">an die ecuadorianische Grenze</a>. Viel Transit.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Menschen</h2>
<p style="text-align: justify;">Peruaner sind prinzipiell sehr stolz. Anders als in Bolivien, wo ich eine allgemeine Bescheidenheit wahrgenommen habe. Das kulturelle Erbe macht sich bemerkbar, die Menschen gehen erhobenen Hauptes und sehen manchmal etwas gefährlich aus. Aber auch hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich hinter jeder noch so sonderbaren Fassade ein netter Mensch finden lässt, wenn man ihm mit einem Lächeln und einer freundlichen Art begegnet. Peruaner sind etwas direkter als ihre Nachbarn, jedoch nicht so pissig wie die Argentinier. Ich mochte das.</p>
<p style="text-align: justify;">Was ich ansonsten in Peru wahrgenommen habe ist: Rock. Classic Rock und psychedelic Rock, all die alten längst vergessenen Songs dudeln dort hoch und runter im Radio und werden von Cover Bands in den Bars gespielt. Ich glaube das hat sich letztendlich auch in meinem Kopf eingenistet, dass die Peruaner eigentlich die Rocker von Südamerika sind und ein reichhaltiges kulturelles Erbe vertreten.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Straßen</h2>
<p style="text-align: justify;">Tja Straßen. Nach Lima zieht sich eine Autobahn hoch, die ungefähr hinter Ica beginnt und Teil der Panamericana ist. Im Prinzip ist das eine gute Route durch flaches Land und kann schnell passiert werden, allerdings wissen die Peruaner absolut nicht, wie eine solche Autobahn zu befahren ist. Generell herrscht in Peru großes Verkehrschaos, was sich auf der Autobahn zusätzlich vergrößert und seinen orgastischen Höhepunkt in Lima findet.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben dieser Autobahn gibt es noch das Inland. Dort ist die Straße prinzipiell ganz gut, allerdings sind die Serpentinen in den zerklüfteten Berglandschaften östlich von Nasca allgegenwärtig und eine längere Fahrt kann durchaus anstrengend werden. Vielleicht sogar noch anstrengender als über die Staubpisten von Peru, weil die Geschwindigkeit höher ist und ihr so mehr Gravitation ausgesetzt seid, als bei langsamerer Geschwindigkeit.</p>
<p style="text-align: justify;">Haltemöglichkeiten lassen sich prinzipiell recht gut finden, die großen Straßen sind allerdings manchmal etwas eng. Gibt allerdings schlimmere Länder und ich will mich da garnicht beschweren. Hier und da tauchen Kreisverkehre auf, die natürlich eine gute Wahl zur Positionierung darstellen. Städte sind meist klein und gut zu passieren. An der Küste sollt man allerdings aufpassen, da dort einige Klopper warten, wie Nasca oder die Ausgeburt des Anarchismus: Lima.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt in ganz Peru Tollstationen die zum Trampen bestens geeignet sind. Auf der großen Autobahn gibt es außerdem gut geeignete Rasthöfe. Insgesamt sind diese beiden Optionen sehr erstrebenswert zur Positionierung in Peru.</p>
<p style="text-align: justify;">Insgesamt ist die Fortbewegung auf den Straßen Perus unglaublich langsam. Entweder die unwegsamen Gelände bremsen die Fahrt ungemein aus oder die unfähigen Verkehrsteilnehmer. Oder beides.</p>
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<h2 style="text-align: justify;">Taktik</h2>
<p style="text-align: justify;">Laufen wirkte auch hier. Allerdings waren die Peruaner manchmal etwas schwieriger zum Anhalten zu bewegen. Aber ich kam auch aus Bolivien und war gewöhnt, dass einfach alles stoppt, was gerade vorbeikommt.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Trampen klappt insgesamt sehr gut, jedoch hat die ganze Sache einen großen Haken. In Peru erwarten die Leute, dass ihr bezahlt. Und das ist eine weit verbreitete Trampkultur, insbesondere im Süden des Landes, zwischen Lago Tititcaca und Nasca. Es ist total unterschiedlich zu Bolivien, weil in Peru sehr viele Menschen, insbesondere ältere Frauen und Männer, trampen und die Spritbeteiligung weit verbreitet ist. In keinem anderen Land habe ich das bisher so stark wahrgenommen, wie in Peru.</p>
<p style="text-align: justify;">Das macht euer Leben natürlich um einiges schwerer. Ich empfehle schon vor dem Einstieg klar zu machen, dass ihr nicht bezahlen wollt und das ihr trampt. Oft werdet ihr trotzdem mitgenommen. Es sollte jedoch hinzugefügt werden, dass die Peruaner keineswegs offensiv Geld verlangen, sondern eher freundlich darauf hinweisen, dass sie ja Benzin bezahlen müssen. Manchmal wollte ich etwas geben und sie haben abgewunken, weil ich ein Gringo bin. Das war aber eher die Ausnahme. Besser klare Kommunikation und alles im vorhinein festsetzen, damit keine unangenehmen Überraschungen folgen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Fotos</h2>

<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-12-peru/peruanische-frau/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Peruanische-Frau-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Frau in Peru mit dem tollen traditionellen Gewand. Hut tut gut!" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Peruanische-Frau-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Peruanische-Frau-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Peruanische-Frau-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Peruanische-Frau-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Peruanische-Frau-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-12-peru/polizei-peru/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Polizei-Peru-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Friendly police." srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Polizei-Peru-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Polizei-Peru-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Polizei-Peru-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Polizei-Peru-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Polizei-Peru-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-12-peru/pick-up-peru/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Pick-Up-Peru-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Pick Up in Peru" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Pick-Up-Peru-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Pick-Up-Peru-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Pick-Up-Peru-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Pick-Up-Peru-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Pick-Up-Peru-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-12-peru/landschaft-peru/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-Peru-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="South of Cusco" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-Peru-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-Peru-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-Peru-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-Peru-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-Peru-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-12-peru/cusco/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Cusco-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Wunderschönes Cusco." srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Cusco-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Cusco-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Cusco-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Cusco-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Cusco-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-12-peru/fleischmarkt-peru/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Fleischmarkt-Peru-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Fleischmarkt in Peru. Neues Gebiß gefällig?" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Fleischmarkt-Peru-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Fleischmarkt-Peru-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Fleischmarkt-Peru-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Fleischmarkt-Peru-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Fleischmarkt-Peru-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-12-peru/landschaft-2/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Truck Peru" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-12-peru/landschaft-in-peru/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-in-Peru-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Landschaft in Peru" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-in-Peru-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-in-Peru-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-in-Peru-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-in-Peru-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-in-Peru-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-12-peru/wueste-peru/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wüste-Peru-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="La Lineas de Nasca. Wüste in Peru." srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wüste-Peru-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wüste-Peru-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wüste-Peru-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wüste-Peru-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wüste-Peru-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>

<h2 style="text-align: justify;">Besonderheiten</h2>
<p style="text-align: justify;">Lima ist wohl das größte Molloch, was ich je durchquert habe und das ist garnicht mal so negativ gemeint. Die Stadt hatte einen sonderbaren Charme und der Verkehr war so chaotisch, dass ich mich irgendwie in dieses absolut abgefahrene Chaos verliebt habe.</p>
<p style="text-align: justify;">Cusco ist wohl die Touristenhauptstadt von Südamerika, da von dort alle Touren zum berühmten Machu Picchu starten und sich hier eine sonderbare Mischung aus Backpackern, Familien und Wochenendurlaubern versammelt. Die Stadt an sich ist wunderschön, lebt gut vom Tourismus und hat eine nette Kneipenkultur, sowie einige Discos mit suspektem Lokalvolk und Drogenangeboten an jeder Ecke.</p>
<p style="text-align: justify;">In Peru ist der berühmte psychoaktive San Pedro Kaktus legal zu kaufen auf dem Markt und in den Bergen kann man auch Rituale mit örtlichen Schamanen mitmachen. Ich war zwar auf keinem, aber im Prinzip geht es darum, um ein Feuer zu sitzen und psychedelische Drogen zu nehmen. Klingt eigentlich ganz nett und mit dem örtlichen Gesetz kommt man auch nicht in Konflikt.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Sache noch zum Schluß, die ich beim Durchsehen der Bilder festgestellt habe. Peru kriegt einen Bonuspunkt für allgemeine Schönheit. Ob die Wüste im Westen, die tollen Berge im Osten, landschaftlich wunderbar. Und Cusco ist wahrscheinlich die ansehnlichste Stadt, die ich in Südamerika besucht habe. Tolle alte Architektur. Hübsch gemachtes Kopfsteinpflaster. Peru ist schön!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Trampen in&#8230; (11) Bolivien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Dec 2015 02:10:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bolivien]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen in...]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Prolog Nachdem ich mehrere Monate durch Argentinien und Chile getrampt bin und Wüsten und Steinmeere durchquerte habe, erschien mir Bolivien wie eine grüne Oase....</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 style="text-align: justify;">Prolog</h2>
<p style="text-align: justify;">Nachdem ich mehrere Monate durch Argentinien und Chile getrampt bin und Wüsten und Steinmeere durchquerte habe, erschien mir Bolivien wie eine grüne Oase. Das Land hat viele Gesichter. Es gibt Regenwald, karge Hochebenen, wunderschöne Gebirgsstrassen und fruchtbares Ackerland. Insgesamt mein Lieblingsland in Südamerika. Wegen den Menschen, der Landschaft, aber vor allem wegen dem Trampen in Bolivien, was sich, trotz aller Warnungen als absoluter Riesenspaß herausgestellt hat!<span id="more-1227"></span></p>
<h3 style="text-align: justify;">Statistik</h3>
<p style="text-align: justify;"><strong>Zurückgelegte Distanz: </strong><strong>1329</strong><strong> Kilometer</strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify"><strong>Anzahl der Lifts: </strong><strong>47</strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify"><strong>Durchschnittliche Wartezeit: </strong><strong>24</strong><strong> Minuten </strong><strong>44</strong><strong> Sekunden</strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify"><strong>Standzeit Gesamt: </strong><strong>19</strong><strong> Stunden </strong><strong>23</strong><strong> Minuten </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Log gibts wie immer <a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Log-Bolivia.ods">hier</a>.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Meine Route</h2>
<p style="text-align: justify;">Ich betrat Bolivien nach einer Wüstentour durch die Atacama Wüste und trampte von <a href="https://www.google.com/maps/dir/Sucre,+Bolivien/Uyuni,+Bolivien/@-19.7407551,-65.9937496,10z/data=!4m8!4m7!1m2!1m1!1s0x93fbc8bc8187832f:0xbd9df259af1bee96!1m2!1m1!1s0x93ffbad958d3f2bd:0x1455841e2c4e6653!3e0">Uyuni nach Sucre</a>. Meine nächste Tour führte mich durchs absolut abgefahrene Hochplaetau von <a href="https://www.google.com/maps/dir/Sucre,+Bolivien/Ravelo,+Departamento+Potos%C3%AD,+Bolivien/Macha,+Departamento+Potos%C3%AD,+Bolivien/Pocoata,+Departamento+Potos%C3%AD,+Bolivien/Unc%C3%ADa,+Departamento+Potos%C3%AD,+Bolivien/Huanuni,+Departamento+Oruro,+Bolivien/Oruro,+Departamento+Oruro,+Bolivien/@-18.492527,-66.1893142,10z/data=!4m23!4m22!1m2!1m1!1s0x93fbc8bc8187832f:0xbd9df259af1bee96!1m2!1m1!1s0x93fb9827b2200315:0x43ed5c978be9412d!1m2!1m1!1s0x93fc7b3a7ed53197:0xfe328e2c44d346f8!1m2!1m1!1s0x93fc8a14f7b4bc0d:0x31150ca365c9f9db!1m2!1m1!1s0x93fce10167e74fc3:0xc5bdc8242daea368!1m2!1m1!1s0x93fd3a97848aad0b:0xbc83927f7aac9ba8!1m2!1m1!1s0x93e2b0a1fdff86f5:0xfe586e79566dead5!3e0">Sucre nach Oruro</a> (laut google maps übrigens 8,5 Stunden für 350km und das nicht ohne Grund, <a href="https://warmroads.de/de/wenig-verkehr-auf-dieser-strasse-aber-ist-bestimmt-schoen-da/">wie ich selber herausfinden konnte</a>). Von Oruro ging es über Quime und den nördlichen Yungas nach Coroico, von wo aus ich die Death Road trampte und <a href="https://www.google.com/maps/dir/Oruro,+Departamento+Oruro,+Bolivien/Coroico,+Bolivien/Municipio+Copacabana,+Bolivien/@-17.0538804,-68.0982286,9z/data=!4m11!4m10!1m2!1m1!1s0x93e2b0a1fdff86f5:0xfe586e79566dead5!1m2!1m1!1s0x915f7308b5728965:0xfb08413ecfc5c0b0!1m2!1m1!1s0x915dcd7e020a5f2f:0x5ff56029fdb79a4a!3e0">über La Paz an die peruianische Grenze gelangte</a>.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Menschen</h2>
<p style="text-align: justify;">Im Vorfeld wurde mir viel über die Bolivianer berichtet. Sie seien sehr unter sich, hassen Gringos und trampen würde überhaupt nicht funktionieren. Meine Erfahrungen waren ganz anders. Ich habe sehr viele überaus nette und interessierte Menschen während dem Trampen getroffen. Meine erste Tour nach Sucre war die Entspannteste meiner ganzen Reise. Nur freundliche Menschen in den Autos. Keine Spur der viel beschworenen Distanz im Vorfeld.</p>
<p style="text-align: justify;">Prinzipiell habe ich die Bolivianer als sehr bescheiden und zurückhaltend wahrgenommen, jedoch keineswegs feindseelig oder unfreundlich. Außer in Coroico, aber das war auch ein Touri-Loch. Tourismus macht Menschen zu Blutsaugern, leider. Aber das ist überall so. Mit einem Lächeln und einer offenen Art kommt man meist schnell in Kontakt. Auch wenn die Bolivianer im ersten Moment manchmal etwas mürrisch und uninteressiert wirken, so versteckt sich hinter der Fassade doch ein sehr nettes Völkchen. Ich hab mich überaus sicher gefühlt in Bolivien, obwohl ich einmal <a href="https://warmroads.de/de/ausgeraubt-werden-mein-erstes-mal/">fast ausgeraubt</a> worden bin.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Straßen</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Hauptstraßen sind in exzellentem Zustand und es ist eine wahre Freude sich durch die bolivianische Berglandschaft zu bewegen. Easy roads. Entspannt befahrbahr. Nicht zuviel und nicht zu wenig Verkehr. Die Autobahn nach La Paz ist schnell und unkompliziert. Wenn ihr auf den Hauptstrassen bleibt, dann sollte es nichts Besonderes geben. Flächen zum Anhalten müssen manchmal etwas gesucht werden, allerdings ist das Verkehrsaufkommen so entspannt, dass die Autos auch mitten auf der Straße anhalten können. Die Autobahn verfügt über den übliche Standstreifen.</p>
<p style="text-align: justify;">Solltet ihr allerdings das gleiche Abenteuer wie ich wagen und euch auf die kleinen abgelegenen Straßen des Inlandes begeben, dann bereitet euch auf langsame und anstrengende Fahrten vor. Die Straßen sind nur zum Teil geteert, zum Teil sind es mit Steinen durchsetzte Staubpisten. Wobei Staubpiste gut gemeinte Umschreibung ist. So in etwa wie die <a href="http://hitchhikershandbook.com/2015/09/27/hitchhiking-the-transamazonica-from-santarem-to-maraba/">Transamazonica</a>, nur eben in klein, noch langsamer und auf 4000m Höhe. Es lohnt sich auf jedenfall. Ein Riesenspaß, sag ich euch!</p>
<p style="text-align: justify;">Ein absolutes Highlight, was ihr auf keinenfall verpassen solltet, ist der Yungas. Lange Gebirgspässe, die sich an den Steilwänden des Yungastales entlangwinden. Absolut wahnsinnige Ausblicke, tiefe Schluchten und viel Staub. Nichts für den entspannten Strandurlaub, aber das schönste Gebiet, was ich bisher betrampt habe.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Taktik</h2>
<p style="text-align: justify;">Trampen in Bolivien beinhaltet eine technische Schwierigkeit, die beachtet werden sollte und das sind Taxis (welche nicht gelb sind und auch kein Taxi-Schild haben), Busse, sowie private Mitfahrgelegenheiten. Es gilt ein Gespür zu entwickeln, welche Autos Bezahlverkehr veranstalten und welche privat unterwegs sind. Letzteres ist unsere Zielgruppe. Meist lässt sich das an der Automarke ganz gut erkennen (Taxis sind meist ein bestimmter Typ Auto) oder an der Anzahl/Art der Insassen. Es ist auf jedenfall anzuraten, sehr selektiv zu trampen. Dann klappt das aber auch ganz gut. Ich sollte allerdings dazu sagen, dass ich gegen Ende meiner Bolivien Tour ein bißchen frei gedreht habe und ALLEM trampte, was vorbei kam. Viele Taxis nehmen euch zum Beispiel mit, wenn ihr kurz erklärt, dass ihr kein Geld für Transport habt.</p>
<p style="text-align: justify;">Ansonsten habe ich in Bolivien die „Laufen-Technik“ aus <a href="http://warmroads.de/trampen-in-7-brasilien/">Brasilien</a> erfolgreich angewandt. Ich glaube gegen Ende hab ich gar nicht mehr gestanden, sondern bin entweder gelaufen oder in einem Auto mitgefahren. Die Bolivianer haben großes Verständnis für Läufer und sind sehr hilfsbereit, wenn sie euch mitten in der Pampa sehen. Hat super funktioniert! In den ländlichen Regionen kann auch mit Motorrädern mitgefahren werden. Auf dem Land hält alles. Lauft los, lächelt, freut euch auf den nächsten Lift. Es ist nicht schwer in Bolivien.</p>
<p style="text-align: justify;">Übrigens: Nach Geld wurde ich lediglich einmal gefragt. Es ist wohl verbreitet in Bolivien, jedoch trampen die Einheimischen nur bedingt. Nicht wie beispielsweise in Peru.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Bilder</h2>

<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-11-bolivien/wet-road/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Wet-road-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Wet road" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Wet-road-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Wet-road-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Wet-road-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Wet-road-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Wet-road-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-11-bolivien/old-men-in-sucre/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Old-men-in-Sucre-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Old men in Sucre" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Old-men-in-Sucre-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Old-men-in-Sucre-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Old-men-in-Sucre-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Old-men-in-Sucre-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Old-men-in-Sucre-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-11-bolivien/me-on-the-back-of-a-truck/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Me-on-the-back-of-a-truck-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Me on the back of a truck" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Me-on-the-back-of-a-truck-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Me-on-the-back-of-a-truck-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Me-on-the-back-of-a-truck-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Me-on-the-back-of-a-truck-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Me-on-the-back-of-a-truck-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-11-bolivien/mountain-road2/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Mountain-road2-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Mountain road" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Mountain-road2-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Mountain-road2-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Mountain-road2-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Mountain-road2-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Mountain-road2-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-11-bolivien/mountain-road/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Mountain-road-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Mountain road" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Mountain-road-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Mountain-road-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Mountain-road-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Mountain-road-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Mountain-road-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-11-bolivien/long-straight-road/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Long-straight-road-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Long straight road" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Long-straight-road-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Long-straight-road-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Long-straight-road-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Long-straight-road-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Long-straight-road-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-11-bolivien/in-the-mountains/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/In-the-mountains-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Hitchhiking in the mountains" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/In-the-mountains-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/In-the-mountains-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/In-the-mountains-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/In-the-mountains-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/In-the-mountains-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-11-bolivien/drying-coca-leaves/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Drying-Coca-leaves-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Drying Coca leaves" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Drying-Coca-leaves-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Drying-Coca-leaves-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Drying-Coca-leaves-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Drying-Coca-leaves-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Drying-Coca-leaves-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-11-bolivien/coroico/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Coroico-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Beautiful Coroico" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Coroico-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Coroico-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Coroico-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Coroico-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Coroico-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>

<h2 style="text-align: justify;">Besonderheiten</h2>
<p style="text-align: justify;">Wenn man über Quime in den Yungas hineinfährt, passiert man eine ca. 60 km lange Abfahrt die über unzählige Serpentinen insgesamt fast 3000 Höhenmeter beträgt. Ein großer Spaß. Mit Quime erreicht ihr das Tor zum Yungas. Diese Gegend solltet ihr nicht missen!</p>
<p style="text-align: justify;">Sucre ist die Hauptstadt zum Spanisch lernen in Südamerika, da die ehemalige Kolonialregierung hier ihren Hauptsitz hatte und dort, so heißt es, das beste Spanisch des Kontinentes gesprochen wird. Viele Reisende kommen hierher zum lernen, da die Unterrichtsstunden mit 5$-7$ für Privatunterricht unschlagbar günstig sind. Tip: Erst über eine offizielle Schule mit einem Lehrer in Kontakt kommen und dann außerhalb der Schule mit demselben weiterarbeiten. Die kriegen meist nur 50% des bezahlten Preises und wenn ihr mit ihnen privat etwas ausmacht, dann profitieren meist alle Seiten davon.</p>
<p style="text-align: justify;">Die <a href="http://www.thisbatteredsuitcase.com/near-death-on-bolivias-death-road/">Death Road</a> ist berühmt und berüchtigt. Kann mit dem Mountain Bike runtergefahren werden. Macht sicher Spaß. Insgesamt eine sehr schöne und etwas weniger gefährliche Straße, als der Name vermuten lässt. Generell sind alle Straßen im Yungas gefährlich und die Menschen wissen das. Allerdings halte ich den Stadtverkehr in Lima für weitaus gefährlicher, als die ländlichen Bergpässe in Bolivien.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gab kein Land indem ich mit so vielen verschiedenen Transportvehikeln mitgefahren bin, wie in Bolivien. Insbesondere mit LKWs, die immer einen Platz auf der Ladefläche hatten. Unzählige Pick-Ups, Motorräder, Bagger, Krankenwagen, Lastwagen&#8230;..herrlich. Ein Paradies.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich hatte einmal eine Serie von fünf Lifts in Folge, wo jedes mal (!) das erste Auto angehalten hat. Mein Rekord. In keinem Land hat das so gut funktioniert. Fünf „Einser“ Lifts.</p>
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