Traffic Exists. Hitchhiking Possible; (12) Das Beste aus: Polizeikontrollen

Panama

Polizist schaut durch das Fenster. Zum Fahrer: „Er ist nicht angeschnallt!“

Fahrer: „Ähm…ja. Also…ich hab halt keinen Sicherheitsgurt auf dieser Seite.“

Polizist: „Das ist verboten. Ihr könnt so nicht weiterfahren.“

Fahrer: „Okay. Was können wir denn da jetzt machen?“

Polizist: „Wie siehts denn aus mit einem Kaffee?“

Fahrer: „Kaffee? Einen Dollar für Kaffe?“

Polizist: „Genau!“

Kanada

In British Colombia ist trampen verboten. War gerade über die Grenze gekommen, mitten auf der „Autobahn“ und am trampen, als ein Streifenwagen anhielt.

„Hey, wo machst du denn hin?“ „Vancouver.“ „Was, die ganze Strecke? Also….da vorne ist ne Bus Station. Ich kann dir einen Lift geben, wenn du willst.“ „Nene, passt schon. Ich bin doch am Trampen. Und es ist ja nicht so weit. Brauche eigentlich nur einen Lift, dann bin ich da.“ „Ja, das stimmt.“ „Ich wollte nur etwas weiter laufen und vielleicht die Auffahrt da vorne nehmen.“ „Du kannst auch einfach unter die Brücke da laufen, da ist ein bißchen mehr Platz zum anhalten. Kriegst du bestimmt schnell einen Lift.“ „Cool!“ „Die Jungs von der Autobahnpolizei machen dir dort eventuell das Leben zur Hölle, wenn sie dich finden. Mir ist das egal, ich gehöre ja nicht zur Autobahnpolizei, wie du sehen kannst.“

Nord-Californien

Zwei Polizeiautos halten vor mir.

Cop 1: „Was machst du denn hier?“

Ich: „Trampen!“

C1: „Du kannst das hier nicht machen!“, ich geb ihm währenddessen schon meinen Reisepass, „Aha, wo geht’s denn hin?“

Ich: „Seattle.“

C1: „Ins Gefängnis?“ Mein Anzug…mein Anzug….

Er überprüft meine Identität. Der andere Polizist, ein Jüngerer, kommt auf mich zu und unterhält sich mit mir.

C2: „Keine Sorge. Keine Sorge. Du steckst nicht in Schwierigkeiten.“ Als ob ich besorgt wäre. Haha. Ich erzähle ihm meine Geschichte. Der andere Polizist kommt zurück.

C2: „Hey Frank, der Kerl trampt um die ganze Welt!“

C1: „Echt?“

C2: „Boah, ich würde ihm echt gerne einen Lift nach Winters geben, aber ich glaube das würde nicht helfen.“

Ein drittes Polizeiauto erreicht den Tatort. Das war etwas ungewöhnlich, selbst für die USA. Sie haben den Sergeant gerufen. Nun standen alle drei um mich herum.

Sergeant: „Wo kommst du her?“

I: „Bitte?“, er gibt mir einen Klapps auf die Schulter.

S: „Wo du herkommst?“

I:“ Oh, Deutschland.“

S: „Nein nein, wo in Deutschland?“

I: „Frankfurt!“

S: „Oh, ich hab zwei Jahre in Frankfurt gewohnt. Und Frank, du hast doch auch in Deutschland gewohnt, oder?“

C1: „Richtig!“

Es folgt eine kurze Unterhaltung darüber, wie toll Deutschland doch ist, das sie gerne in Sachsenhausen trinken waren und um ihre Army-Zeit. Dann drehen sich alle drei unerwartet um und gehen zu ihren Autos. Während sie gehen meint der Sergeant nochmal zu mir: „Du kannst hier nicht trampen! Also…..trampe weg von hier! Ich will nicht später von dir in der Zeitung lesen!“ Jawohl!

Spezial: Der Mexikaner

„Die haben mich schon 13 mal abgeschoben!“ „Echt?“ „Ja, aber ich bin immer wieder gekommen! Die fliegen mich nach Mexico, dann geh ich eine Nacht tanzen, mach Party in Tijuana und wenn ich genug getrunken habe, geh ich wieder zurück.“ „Also du kannst ohne Probleme die Grenze passieren?“ „Früher war es leichter, aber ich hab das schon so oft gemacht, kein Problem. Wenn sie mich erwischen und zurückschicken, dann komm ich einfach am nächsten Tag wieder.“ „Hast du Freunde, die dich dann von der Grenze abholen?“ „Nene, meine Familie schickt mir ein bisschen Geld und ich nehm mir einfach ein Taxi oder fahre mit dem Greyhound Bus. Ich weiß auch nicht, wieso die mich immer wieder zurückschicken. Ist doch reinste Geldverschwendung für die!“

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