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	<title>Welt &#8211; Warm Roads</title>
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		<title>Mein Buch ist da!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2020 09:08:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mein Buch ist da! Viele Monate Arbeit stecken darin. Ich bin sehr zufrieden und auch ein bisschen stolz. Es ist ziemlich schick geworden und...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Buch ist da! Viele Monate Arbeit stecken darin. Ich bin sehr zufrieden und auch ein bisschen stolz. Es ist ziemlich schick geworden und die Geschichte haben wir nochmal gut aufgearbeitet. Danke an den <a class="profileLink" href="https://www.facebook.com/KnesebeckVerlag/?__tn__=K-R-R-R&amp;eid=ARBGojl3KQFf2mJjjhF-jHY1jqwQ41uqBtZWKo99ZmcclZ_zB6e_dyGH_3k3nOkjFICNPJb2BsPKD40I&amp;fref=mentions&amp;__xts__%5B0%5D=68.ARC8Yrr0Y4CUng9nOiS-uajNnHMD6pdrkATAlVbWw-QT29eXQTwZSTU9rmNoxm7AN7CtcijYr1OjaGDp5vDfFUKJLMfiFAfDeRxBWKmtGVUzbPe9rerpECreU7MIlml6VRKGMlbHtKRhLTfQC_QOqD8_dedm3GMoETuKypfrzNZXC3gT5guYb2yW7XBitcDtuSA0-Trn6-1VC1Fbw0BeOREyRbU3LZKFukQniemdgpN4XRPyB5Ow7-3uaGGu-KLV6puV1d2tHX-s6ADhBtwcBIVRreHrjn9NtO4jp6LYtkhmFrbVOt4u7DqqBQHfo-G3oE2o" data-hovercard="/ajax/hovercard/page.php?id=177388169424&amp;extragetparams=%7B%22__tn__%22%3A%22%2CdK-R-R-R-R%22%2C%22eid%22%3A%22ARBGojl3KQFf2mJjjhF-jHY1jqwQ41uqBtZWKo99ZmcclZ_zB6e_dyGH_3k3nOkjFICNPJb2BsPKD40I%22%2C%22fref%22%3A%22mentions%22%7D&amp;av=338424009681416&amp;eav=AfZ3OKrRhlSNPDP6DTkrCVkgaIx3OZ7DIxmxUyn9AZajdPL8IhYpfF6mfiOW2RCQR_w" data-hovercard-prefer-more-content-show="1">Knesebeck Verlag</a> für das Angebot, das Vertrauen und die Unterstützung.</p>
<p>Leider haben gerade die Buchhandlungen geschlossen. Aber ihr könnt es auch online bestellen.</p>
<p>Ich bin ab sofort (insofern Menschen sich wieder persönlich treffen dürfen) auch für Lesungen zu haben. Mein Lektor war der Meinung, dass sich mein Buch ganz besonders gut für Lesungen eignet. Und ich bin der Meinung, dass ich sowieso ganz viel unterhaltsames zu erzählen hätte und die Buchkapitel da eine schöne Ergänzung sind. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/12.0.0-1/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
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		<title>Traffic Exists. Hitchhiking Possible; (15) Der kanadische Arzt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Sep 2019 17:52:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Traffic Exists - Hitchhiking Possible]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mittwoch, 18. Juli 2012 um 22:06 auf Facebook: Tired. I worked almost 30 hours in the last 2 days. On the way back home...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><em>Mittwoch, 18. Juli 2012 um 22:06 auf Facebook:</em><br />
<em>Tired. I worked almost 30 hours in the last 2 days. On the way back home is stopped at Michendorf to pick up hitchhikers. Found two in direction south. One of them, Steven, was 57 years old from Canada, first time hitchhiking in his life. They ripped off all his stuff in the night train to Berlin and he was on the way to Frankfurt airport to fly back home to Canada. Without money or anything else, starving, just a backpack with dirty clothes with him. I gave him 200€ and drove Steven to the train station. In Leipzig.</em></p></blockquote>
<p>Damals hatte ich noch einen Dienstwagen und habe illegalerweise Tramper mitgenommen. Das hätte mich meinen Job kosten können, war mir aber egal. Das ich Steven an diesem Tag helfen konnte, hat mich außerordentlich glücklich gemacht. Ich bin sogar extra mit ihm zum Geldautomaten gefahren und habe Geld abgehoben. Anschließend hab ich ihm meine Mailadresse und Telefonnummer gegeben und eine gute Reise gewünscht.</p>
<p>Es ging mir nie ums Geld, aber es hat mich schon etwas gewurmt, als ich nichts von ihm gehört hatte. Es vergingen ein paar Monate, bis ich angefangen habe zu recherchieren. Ich wußte, dass er Handchirurg in einer Unfallklinik in Kanada war. Ich wußte von seiner akademischen Karriere. Dass er in Deutschland ein Auslandssemester gemacht hat und um sein Engagement für eine internationale Konferenz der Handchirurgen, wo er viele Freundschaften zu Chirurgen aus anderen Ländern pflegte. Ich hatte leider nur seinen Vornamen, aber einen Arzt mit einer solchen Spezialisierung sollte doch zu finden sein.</p>
<p>So begann meine Recherche. Ich durchforstete Google nach Bildern und stellte alsbald fest, dass Steven wie ein Durchschnittskanadier aussah und ich sein Gesicht nicht von anderen Ärzten mit dem Namen Steven auseinanderhalten konnte. Ich schrieb verschiedene Kliniken an, die auf die Beschreibung passen könnten. Unfallklinik für komplizierte Handgelenkfrakturen, nahe den großen Skigebieten in den kanadischen Rocky Mountains. Wenige antworteten. Eine Klinik gab mir zwar eine Rückmeldung, sie würden das abklären, schrieb mir aber in der zweiten Mail, dass sie mir leider nicht erlaubt wären, Auskunft zu erteilen. War das der Weg zu Steven? Sollte es da eine Spur geben?</p>
<p>Als ich auf meiner Reise durch Kanada kam, erzählte ich diese Geschichte meinen kanadischen Bekanntschaften, um wenigstens die Klinik eingrenzen zu können. Wir kamen zum Ergebnis, dass nur eine Klinik in Calgary hierfür infrage kommen würde. Ich war bereit dort hin zu fahren und persönlich nachzufragen. Ich wollte einfach nur wissen, wieso er sich nicht gemeldet hatte. Vielleicht, weil er den kleinen Zettel mit meinen Kontaktdaten verloren hat? Mir war es ein Bedürfnis, das auf zu klären.</p>
<p>Zur Klinik bin ich letztendlich nie gefahren. Die Geschichte sollte ungelöst im Sande verlaufen. Bis zum Sommer 2017.</p>
<p>Mein Kumpel Alex und ich waren gerade auf einem Vortreffen zum European Hitchgathering in der Altmark. Wir wollten zurück nach Leipzig. Es war gegen Mittag, als wir an einer Tankstelle einen Lift Richtung Magdeburg bekamen. Alex hatte seine Standartfrage, die er den FahrerInnen oft stellte: „Haben sie schon mal jemanden mitgenommen?“ Unser Fahrer meinte: „Ja, aber ich hab da schlechte Erfahrungen.“ Schlechte Erfahrungen? Sowas interessiert mich immer. Wir kamen also ins Gespräch und er erzählte: „Ich wurde da mal übers Ohr gehauen.“ „Wie denn?“ „Ich hab da mal einen mitgenommen und ihm Geld gegeben.“ Meine Ohren waren gespitzt. „Von wo nach wo mitgenommen?“ „Von Hamburg nach Berlin.“ „Was war das für ein Typ?“ „Irgendsoein kanadischer Arzt. Ich hab sogar seinen Namen. Der wurde ausgeraubt und stieg bei mir ins Auto. Sehr netter, höflicher Mensch. Der hat mir seine ganze Lebensgeschichte erzählt, mit allen Details zu seinem Haus in den Rocky Mountains, seiner Arbeit und seiner Familie.“ „War das ein Handchirurg?“ „Ja, woher weißt du das?“ In dem Moment drehte sich Alex um und schaute mich erwartungsvoll an: „Kennst du den oder wie?“</p>
<p>In der Tat. Unser Fahrer erzählte uns im folgenden die ganze Geschichte und sie kam mir sehr bekannt vor. Kanadischer Arzt, ausgeraubt, trampt mit ihm, spricht gebrochen deutsch, wirkt aber sehr vertrauensvoll und am Ende hat er ihm 70€ gegeben. Das Geld, was er gerade noch in seinem Geldbeutel hatte. „Das verrückte war ja, er hat nie nach Geld gefragt! Ich hab ihm das von mir aus gegeben.“ Genauso wie ich, dachte ich mir. Nur mit dem Unterschied, dass ich extra noch an den Geldautomaten ran gefahren bin und ihm nochmal extra was drauf gepackt habe. Auch unser Fahrer konnte danach nicht glauben, dass Steven (oder wie auch immer er heißen mag) gelogen hätte. Auch er hat nach ihm im Internet recherchiert. Auch er hat versucht in über verschiedene Wege ausfindig zu machen. Das ganze passierte „vor ungefähr 5- Jahren“. Also zur gleichen Zeit, als ich auch ihn mitgenommen habe.</p>
<p>Es ist eine verrückte Geschichte und ein großer Zufall, dass ich mit einem Menschen getrampt bin, der denselben Typen mitgenommen und auf denselben Typen reingefallen ist, wie ich. Als ich ihn mitnahm, hat er erzählt, dass er im Zug von München nach Berlin ausgeraubt wurde und auf dem Weg nach Frankfurt ist, um dort seinen Flug zu kriegen. Er hatte, laut eigener Aussage, keinen Reisepass und kein Geld mehr, ist noch nie getrampt, sein 80 jähriger Vater ist gerade tausend Kilometer durch Kanada gefahren, um die nötigen Dokumente für ihn zu besorgen, damit er wieder zurück fliegen kann. Das alles war so echt und detailliert erzählt, dass man es glauben musste. Ich dachte mir nur: Der kann kaum Deutsch, ist noch nie getrampt, ein gestandener, zurückhaltender Mann. Das schafft der nie! Ich geb ihm Geld für den Zug und ein Hotelzimmer, dass er sicher wieder nach Hause kommt.</p>
<p>Und ich würde das jederzeit wieder tun. Ich trauere dem Geld nicht hinterher. Das schlimmste war für mich (wie auch für unseren Fahrer aus der Altmark): Ich konnte und wollte nicht glauben, dass ich mich so dermaßen in einem Menschen täuschen würde und der Typ wirklich ein Betrüger war. Obgleich die Anzeichen dafür schon lange existierten. Steven meinte, er hätte sich bei der Bundespolizei in Potsdam gemeldet und wegen dem Raub eine Anzeige gemacht. Er schilderte mir noch im Detail, wie grob ihn die Beamten behandelt hätten. Wir haben daraufhin eine Recherche gemacht und herausgefunden, dass niemals an dem Tag eine Anzeige bei der Bundespolizei einging und dass wohl Betrüger mit dieser Masche unterwegs seien. Aber selbst da konnte ich es nicht glauben. Steven wirkte so authentisch und freundlich. Und er hat nie nach Geld gefragt.</p>
<p>Es gibt immer wieder Geschichten, dass beim Trampen etwas negatives vorgefallen ist. Aber das ist nicht die Regel. Man kann im Leben immer an einen falschen Menschen geraten. Egal, wo man hin geht. Das sollte aber nicht auf Trampen generell bezogen sein. Steven war einer aus tausend. 0,1%. Die anderen 99,9% der Tramper sind durfte Typen. Ich kenn sie fast alle! Die nächsten 999 werden gute Bekanntschaften werden und wenn jemand in Not ist, dann helfe ich auf jedenfall wieder.</p>
<p>Vielleicht hat diese Geschichte auch etwas positives. Sowohl ich als auch unser Fahrer waren recht zufrieden, dass sich das nun aufgeklärt hat. „Da hab ich wenigstens was zu erzählen, wenn ich nach Hause komme. Das werden die mir nie glauben!“, meinte er. Und auch ich hab jetzt Gewissheit. Ich kann das abhaken.</p>
<p>Allerdings kommen nun neue Fragen: Wer warst du, Steven? Und wieso bist du durch Deutschland getrampt und hast dich von ahnungslosen Menschen beschenken lassen? War das Spaß? Brauchtest du wirklich Geld? Oder war das eine alternative Urlaubsform? Was hat dich dazu getrieben? Und woher konntest du so gute Lügengeschichten erzählen?</p>
<p>Vielleicht wird sich auch dies irgendwann aufklären. Und die Geschichte war letztendlich ihr Geld wert. Wahrscheinlich ist das eher nicht. Wenn ihr was wisst, dann teilt es gerne mit mir. Ich bin auf jedenfall neugierig.</p>
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		<title>Trampen in&#8230; (20) Kasachstan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Jul 2017 10:38:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Argentinien]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen in...]]></category>
		<category><![CDATA[Kamas Truck]]></category>
		<category><![CDATA[schlechte Straßen]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen in Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[WAZ]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kasachstan trägt noch viel Charme der ehemaligen UDSSR in sich. Wenn die Menschen nicht gerade Audi oder 2er Golf fahren, dann sieht man Ladas,...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Kasachstan trägt noch viel Charme der ehemaligen UDSSR in sich. Wenn die Menschen nicht gerade Audi oder 2er Golf fahren, dann sieht man Ladas, robuste Kamaz Trucks oder den guten, alten Waz auf der Straße. Da macht Trampen besonders Spaß. Hinzu kommt ein besonderes Feature: In Kasachstan gibt es eine ausgeprägte Trampkultur, die die Fortbewegung sehr sehr angenehm macht. Überall an der Straße stehen Menschen und Trampen. In der Stadt und auf dem Land. Herrlich. Fühlt man sich gleich wie zu Hause.<span id="more-2339"></span></p>
<h2>Statistik</h2>
<p><strong>Zurückgelegte Distanz: 4555 km</strong></p>
<p><strong>Anzahl der Lifts: 57</strong></p>
<p><strong>Durchschnittliche Wartezeit: 11 Minuten 56 Sekunden</strong></p>
<p><strong>Standzeit Gesamt: 11 Stunden 20 Minuten</strong></p>
<p>Den Log gibt’s <a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Log-Kasachstan.ods">hier</a>. Achtung, der Log enthält ein paar km Trampen durch Bishkek, die ich zu Kasachstan gezählt habe.</p>
<h2>Meine Route</h2>
<p>Ich bin von der chinesischen Grenze nach Almaty, habe einen kleinen Abstecher nach Bishkek/Kirgistan gemacht und bin anschließend von Almaty nach Aktau ans kaspische Meer getrampt. Route könnt ihr <a href="https://goo.gl/maps/kcExC6dWWfA2">hier</a> einsehen.</p>
<h2>Menschen</h2>
<p>Kasachen zu beschreiben fällt mir noch etwas schwer. Das Land ist ein kulturelles Konglomerat. Der Ur-Kasache ist blond und blauäugig, habe ich mir sagen lassen. Irgendwann kam dann Dschingis-Khan und hat alle zu Asiaten gemacht. So ungefähr. Wenn ihr durch Almaty lauft, dann ist es schier unmöglich festzustellen, ob euch da nun ein Kasache, Chinese, Deutscher, Russe oder doch Türke gegenübersteht. Die Menschen sehen so unterschiedlich aus. Das fand ich sehr schön.</p>
<p>Die Menschen in Kasachstan wirken generell sehr kumpelhaft und warm. Nicht ganz so roh, wie die Russen. Die Kasachen sind so wie die Kolumbianer der ehemaligen UDSSR. Viele können ein bißchen Deutsch, auch wenn es nur einige Wörter sind. Jeder Zweite fährt ein (altes) deutsches Auto. Man wird schnell zum trinken eingeladen und die Leute scheinen aufrichtig interessiert.</p>
<p>Was mir aber auch aufgefallen ist, dass man in Kasachstan seine Ruhe haben kann. Dadurch das alle irgendwie anders aussehen und niemand wirklich fremd wirkt, konnte ich mich sehr gut assimilieren. Untertauchen im culture clash. Angenehm.</p>
<p>Eine Sache die hier noch angemerkt sein sollte und speziell an die Frauen gerichtet ist, die durch Kasachstan trampen wollen. Das Land kann recht taff werden. Die Männerkultur ist machohaft und ich habe überdurchschnittlich häufig Geschichten von versuchten Vergewaltigungen von Tramperfreundinnen gehört. Ich kann sowas als Mann natürlich nicht wirklich beurteilen, da ich weder dabei war, noch selber belästigt wurde. Und mir liegt es fern hier alle Kasachen in einen Topf zu werfen oder unnötig Angst zu machen. Aber Kasachstan hängt ein wenig der Ruf nach, in dieser Hinsicht gefährlicher als andere Länder zu sein. Sollte man im Hinterkopf haben, aber sich auch nicht übermäßig verrückt machen. Meiner Meinung nach.</p>
<h2>Straßen</h2>
<p>Tja die Straßen. Das ist ein besonderes Thema in den ehemaligen Sovjet Ländern. Erstmal sollte aber gesagt sein, dass zwischen den großen Städten gut befahrbare, teilweise neue Straßen existieren und die Bewegung hier kein Problem ist. Das kann man allerdings nicht von jeder Region behaupten.</p>
<p>Als ich von der chinesischen Grenze nach Almaty kam, bin ich schon über eine dieser Trümmerstraßen gefahren und das kann mitunter recht anstrengend sein. Was mir dann aber im Landesinneren begegnet ist, war selbst für mich ein neues Level der Apokalypse. Obwohl ich doch so viele beschissene Sraßen dieser Welt abgetrampt bin. Straßen sollen ja den Weg leichter machen und neue Gebiete erschließen. In Kasachstan stellen sie eher ein zusätzliches Hinderniss mit besonderem Feauture dar: Nämlich, dass sie euch den Weg zur Hölle machen und man unter Umständen zu Fuß schneller ist, bzw. lieber den unbefestigten Feldweg vorzieht, der sich neben der Straße entlangschlängelt. Sowas hab ich bisher nur in Post-Sovjet Ländern erlebt.</p>
<p>Ich hatte eine sehr interessante <a href="https://warmroads.de/de/drei-tage-wach-trampen-durch-kasachstan-2/">Tramptour von Qyandiyaghasch nach Makat</a>. Drei Autos in 8 Stunden und mitten durch die kasachische Steppe. Die Leute fahren lieber 1000 km Umweg, als sich über dieses 400 km lange Teilstück zu quälen. Völligst zurecht. Die Straße ist vielleicht die schlechteste Straße, die ich je erlebt habe. Aber schön! Lohnt sich. Auf seine Art und Weise.</p>
<p>Ansonsten merkt euch eins: Kasachstan ist fast ausschließlich Steppe. Kaum Berge, manchmal kleine Hügel aber größtenteils weites „Wasteland“. Bis zum Horizont. Ein bißchen wie <a href="https://warmroads.de/de/trampen-ans-ende-der-welt-ushuaia/">Argentinien</a>, nur mit weniger Menschen. Hat mir sehr gut gefallen da durch zu ballern. Trampen war nämlich hammer einfach.</p>
<h2>Taktik</h2>
<p>Gleich am Anfang muss ich eine Lanze für Kasachstan brechen. Ich hatte einen riesen Spaß beim Trampen, weil die Leute einfach verstanden haben, was ich mache. Jedes Auto ist eigentlich ein Taxi, was die ganze Bewegung etwas problematisch macht. Wenn ihr allerdings von Anfang an klar macht, dass ihr kein Geld gebt/habt, dann nehmen euch viele auch einfach so mit. Eine klare Kommunikation ist daher sehr wichtig. Und ein bißchen Russisch Pflicht. Erwähnt auch immer, dass ihr Autostop („Avtostop“) macht, dann verstehen die meisten schon, was Sache ist. Das ist hier auf jedenfall eine andere Nummer, als in <a href="https://warmroads.de/de/trampen-in-18-china/">China</a>, wo euch alle ungläubig anschauen und denken ihr seid völligst lost. In Kasachstan ist es eher das „Ach, ein Tramper!“-Gefühl.</p>
<p>Zweiter Punkt, den ich sehr genossen habe: Ihr könnt euch quasi überall an die Straße stellen. Manchmal müsst ihr ein wenig laufen, um einen passenden Platz zu finden, aber die Positionierung geht direkt und unkompliziert. Darüber hinaus gibt es gute Auffahrten, bei den großen Kreuzungen und Kreisverkehre in den Städten. Positionierung an Bushaltestellen sollte hier absolut vermieden werden, da die Menschen sonst denken ihr wartet auf einen Bus. Auch weil die Lokalbevölkerung an Bushaltestellen trampt (und dann natürlich bezahlt).</p>
<p>Punkt drei bezieht sich auf das <a href="https://warmroads.de/de/zur-technik-des-nachttrampens/">Nachttrampen</a>. Ich Glaube das ging noch nie so gut, wie in Kasachstan. Es gab quasi keinen Unterschied, ob ihr bei Tageslicht oder bei Dunkelheit getrampt seid. Die Autos hielten genauso schnell an. Super super angenehm. Das hat mich wirklich sehr überrascht, aber wahrscheinlich haben hier meine Reflektoren und mein Tramperanzug ihren Anteil getan.</p>
<p>In Kasachstan zu trampen ist easy und straight forward. Einzige Sache, die ihr beachten solltet, dass ihr die Umgehungsstraßen bei großen Städten nutzt. Die gibt es fast immer und für ein schnelles vorankommen ist es notwendig, nicht in den Städten zu landen. Weil da ist Molloch angesagt.</p>
<h2>Impressionen</h2>

<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-20-kasachstan/kamas-truck/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Kamas-Truck-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Kamas Truck in Kasachstan" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Kamas-Truck-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Kamas-Truck-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Kamas-Truck-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Kamas-Truck-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Kamas-Truck-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-20-kasachstan/waz-truck/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/WAZ-Truck-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="WAZ Truck in Kasachstan" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/WAZ-Truck-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/WAZ-Truck-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/WAZ-Truck-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/WAZ-Truck-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/WAZ-Truck-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-20-kasachstan/strasse-kasachstan-2/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Straße-Kasachstan-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Straße Kasachstan" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Straße-Kasachstan-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Straße-Kasachstan-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Straße-Kasachstan-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Straße-Kasachstan-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Straße-Kasachstan-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-20-kasachstan/dirtroad-kazachztan/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/dirtroad-Kazachztan-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="dirtroad Kazachztan" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/dirtroad-Kazachztan-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/dirtroad-Kazachztan-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/dirtroad-Kazachztan-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/dirtroad-Kazachztan-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/dirtroad-Kazachztan-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-20-kasachstan/trampen-kasachstan-2/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Trampen-Kasachstan-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Trampen Kasachstan" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Trampen-Kasachstan-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Trampen-Kasachstan-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Trampen-Kasachstan-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Trampen-Kasachstan-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Trampen-Kasachstan-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
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<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-20-kasachstan/steppe-kasachstan/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Steppe-Kasachstan-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Steppe-Kasachstan-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Steppe-Kasachstan-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Steppe-Kasachstan-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Steppe-Kasachstan-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/07/Steppe-Kasachstan-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>

<h2>Besonderheiten</h2>
<p>Ich hab gesagt Kasachstan sei größtenteils flach, aber an der Grenze zu Kirgisistan gibt es ein paar schöne Berge und in Almaty habt ich eine tolle Aussicht auf eben solche. Almaty ansich ist eine sehr schöne Stadt. Zumindest wenn man auch graue Sovjet Platten steht, was bei mir der Fall ist. Aber vorallem schön, wegen den Menschen. Ich hab die Kasachen als wirklich freundlich empfunden und werde sicher mal wieder hin fahren und Freunde besuchen.</p>
<p>Kulinarisch konnte ich mich gut in Kasachstan einfinden. Neben dem guten alten Plow (Reispfanne) und den allseits erhältlichen Samsa (gefüllte Teigtaschen) haben wir auch eine leckere Sommersuppe mit Kartoffel, Schnittlauch, Eiern und Joghurtdrink sowie Sprudelwasser gemacht. Klingt komisch, schmeckte aber Bombe. Ansonsten gibt es noch Kwas, das ist sowas wie Light Bier, aber eigentlich durch die Gärung von Brot hergestellt und der gute alte Kumis (vergorene Stutenmilch). Nicht für jeden Menschen etwas, aber die Leute dort mögen eher saure Getränke.</p>
<p>Nach Kasachstan kommt ihr entweder durch Rußland, oder Zentralasien, falls ihr von Europa lostrampt. Letztere Route kann u.U. etwas komplizierter werden, da die Visa Vergabe in Ländern wie Usbekistan oder Turkmenistan einer Lotterie gleicht. Ich selbst bin von Kasachstan nach Aserbaidschan gereist und habe ein Containerschiff über das kaspische Meer genommen. War eine lustige Tour, die ich nur empfehlen kann. Für weitere Infos dazu checkt am besten <a href="http://www.caravanistan.com">Caravanistan.com</a> – übrigens eine der besten Informationsseiten, wenn ihr in Zentralasien reisen wollt.</p>
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		<title>Mein erster Reisevortrag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jun 2017 11:02:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Polen]]></category>
		<category><![CDATA[Über die Menschheit]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor kurzem bin ich nach Warschau getrampt. Dort fand die Ausstellung &#8222;The Art of Hitchhiking&#8220; statt. Antonin, der Kurator, hatte mich im Vorfeld angefragt,...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor kurzem bin ich nach Warschau getrampt. Dort fand die Ausstellung &#8222;The Art of Hitchhiking&#8220; statt. Antonin, der Kurator, hatte mich im Vorfeld angefragt, ob ich Lust hätte einen Workshop zu halten. Das Thema konnte ich frei wählen und da ich keine 5 Stunden Dia-Show machen wollte, hab ich etwas zum Thema Langstreckentrampen (long distance hitchhiking) ausgearbeitet.<span id="more-2313"></span></p>
<p>Den Vortrag hab ich im Vorfeld an ein paar Freunden ausprobiert. Wir hatten in Leipzig ein kleines Trampertreffen. Wie immer unter Trampern kommen wir einfach an einem beliebigen Ort zusammen und essen. Das Grundkonzept war also stimmig und im Anschluß hab ich meine Präsentation durchgeführt und noch viele gute Anmerkungen dazu bekommen.</p>
<p>Die Ausstellung in Warschau ging am Mittwoch den 17.05.2017 um 18:00 Uhr los. Ich bin an diesem Tag von Berlin angereist. Natürlich getrampt. Um 17:55 Uhr stand ich vor der Tür. Gerade von meinem letzten Lift abgesetzt. 500km Wegstrecke und fünf Minuten zu früh da. Ich war dann etwas stolz auf meine Pünktlichkeit und hab mich erstmal gefreut.</p>
<p>Mein Vortrag war ja erst am nächsten Tag und ich hatte etwas bedenken, ob wirklich so viele ZuhörerInnen da sein würde. Auf Facebook haben sich zwar knapp 107 Menschen angemeldet, aber 30 Minuten vor Beginn war kaum jemand da. Dazu muss man allerdings wissen, dass in Polen eine richtige Szene für Reisevorträge und speziell für Vorträge von Trampern existiert. Sowohl in Polen als auch in Rußland kriegt man weitaus bessere öffentliche Aufmerksamkeit fürs Trampen als in Westeuropa. Und so war es letztendlich doch nicht verwunderlich, dass kurz vor Vortragsbeginn dann doch noch eine Menge Menschen in den Veranstaltungsraum strömten. Ich denke am Ende waren 40-50 ZuhörerInnen da und der Raum rappelvoll.</p>
<p>Das alles hat mir großen Spaß gemacht und ich denke den Anwesenden ebenfalls. Anschli8eßend gab es noch eine Fragerunde und auch nach Ende des offiziellen Teiles hatte sich noch eine Schlange gebildet, mit Menschen die persönliche Fragen an mich hatten. Ich musste sogar ein Autogramm geben und ein Plakat signieren. Das fühlte sich aber komisch an. Ich weiß gar nicht, ob ich soviel Aufmerksamkeit überhaupt möchte oder verdient habe. Aber ich hab mich sehr gefreut, dass ich Menschen in irgendeiner Art inspirieren konnte und die Anwesenden unterhalten wurden.</p>
<p>Es waren übrigens einige wenige aus der Tramperfamilie da und ich konnte wieder altbekannte Gesichter treffen. Schon im Vorfeld hatten wir uns einen Schlafplatz in einem anarchistischen Gartenkollektiv in Warschau organisiert. Das sind besetzte Gartenkolonien, die noch aus der ehemaligen UDSSR übrig geblieben sind und heute von einigen Punks und Alternativen bewohnt werden. Dort Leben auch noch alteingesessene seit mehr als 20 Jahren und natürlich ist alles von Investoren bedroht, die das ganze Gelände platt gemacht haben.</p>
<p>Wir Tramper haben an dem Abend allerdings einen Großteil der ZuhörerInnen eingesackt und sind in die Gartenkolonie zur Aftershowparty gefahren. Dort gab es selbstgemacht Pizza und Freegan Whiskey. Das übliche Konzept. Man kommt zusammen und isst. Gibt nichts bessere. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/12.0.0-1/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_2314" aria-describedby="caption-attachment-2314" style="width: 521px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/06/anarchistische-Gartenkolonie.jpg" rel="lightbox[2313]"><img class="size-full wp-image-2314" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/06/anarchistische-Gartenkolonie.jpg" alt="anarchistische Gartenkolonie" width="521" height="780" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/06/anarchistische-Gartenkolonie.jpg 521w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/06/anarchistische-Gartenkolonie-200x299.jpg 200w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/06/anarchistische-Gartenkolonie-150x225.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/06/anarchistische-Gartenkolonie-400x599.jpg 400w" sizes="(max-width: 521px) 100vw, 521px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2314" class="wp-caption-text">Anarchistische Gartenkolonie. Blick auf die Gemeinschaftsküche.</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_2316" aria-describedby="caption-attachment-2316" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/06/Pizza-im-Steinofen-im-Garten.jpg" rel="lightbox[2313]"><img class="size-full wp-image-2316" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/06/Pizza-im-Steinofen-im-Garten.jpg" alt="Pizza im Steinofen im Garten" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/06/Pizza-im-Steinofen-im-Garten.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/06/Pizza-im-Steinofen-im-Garten-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/06/Pizza-im-Steinofen-im-Garten-768x513.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/06/Pizza-im-Steinofen-im-Garten-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/06/Pizza-im-Steinofen-im-Garten-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/06/Pizza-im-Steinofen-im-Garten-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2316" class="wp-caption-text">Pizza machen im hauseigenen Steinofen im Garten. Die lange Tafel war Klasse.</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_2317" aria-describedby="caption-attachment-2317" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/06/anarchistischer-Garten.jpg" rel="lightbox[2313]"><img class="size-full wp-image-2317" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/06/anarchistischer-Garten.jpg" alt="anarchistischer Garten" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/06/anarchistischer-Garten.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/06/anarchistischer-Garten-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/06/anarchistischer-Garten-768x513.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/06/anarchistischer-Garten-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/06/anarchistischer-Garten-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/06/anarchistischer-Garten-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2317" class="wp-caption-text">Idyllisch. Zugewachsen. Wild. Schön</figcaption></figure>
<p>Wenn ihr mich auch gerne auf einen Vortrag einladen möchtet, dann komme ich gerne vorbei und arbeite auch individuelle Themen aus. Auf meinem Blog war es bisher etwas ruhiger geworden. Ich musste erstmal mein nach Hause kommen verarbeiten. Aber nun geht es hier auch langsam wieder weiter. Es war gut, dass ich nun diesen ersten Vortrag gemacht habe. Der erste Schritt ist egtan und mein Post-Reise-Prozess geht nun erst so richtig los.</p>
<p>Achso, meinen Vortrag könnt ihr hier sehen. Danke an alle die da waren, speziell nochmal an meine Tramperbuddies. Ohne euch nur halb so schön!</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/GTUdRqcsfXM" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
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		<title>Grenzpaketschmuggeln in den Iran</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Mar 2017 06:50:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen]]></category>
		<category><![CDATA[Über die Menschheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Grenzübergänge sind immer eine Sache für sich. Kann schnell gehen. Kann länger dauern. Fast immer irgendwelche Menschen Vor-Ort die halbseidene Geschäfte durchführen. Als ich...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Grenzübergänge sind immer eine Sache für sich. Kann schnell gehen. Kann länger dauern. Fast immer irgendwelche Menschen Vor-Ort die halbseidene Geschäfte durchführen. Als ich an die azerbaidschanisch-iranische Grenze kam, habe ich überall am Straßenrand diese Pakete rum stehen sehen. Ein erster Mann spricht mich an, ob ich eines dieser Pakete mit über die Grenze nehmen will. Gibt auch Geld dafür. Ne, lass mal, gerade keinen Bock. Wie, du willst kein Geld? Richtig. Ich wollte eher meine Ruhe. Das ging dann drei mal so, noch bevor ich am aktuellen Grenzübergang angekommen bin.<span id="more-2239"></span></p>
<p>Dort war gerade das Tor geschlossen. Eine große Menschenmasse, schätzungsweise 70-80 Personen, hatte sich schon wartend versammelt. Neben mir erschien auf einmal ein sehr großer Mann. Typ persischer Ringer. Glatze, bärenartige Statur. Unfreiwillig erschienen ausgekugelte Arme und halb abgerissene Ohren in meinem Kopf. Einer dieser Menschen, die durch ihre Erscheinung bewirken, dass man erstmal zuhört, was die denn zu sagen haben. Und ihr zeigt bedingungsloses Verständnis für alles, was dieser Mensch zu sagen hat. Auch wenn man kein Wort versteht. Meine „Geh-weg-mit-deinem-Paket-und-lass-mich-in-Ruhe“-Haltung wandelte sich umgehend. Ich tue, was in meiner Macht steht, um der Lokalbevölkerung einen Gefallen zu tun. Ich konnte es gar nicht abwarten, dieses, was auch immer es war, über die Grenze zu bringen, wenn das nur bedeuten würde, dass diese schreckliche Gestalt dafür verschwindet und mir nichts antut. Ich hätte das Ding sogar ohne Geld mit rüber genommen.</p>
<figure id="attachment_2241" aria-describedby="caption-attachment-2241" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/03/Pakete-Iran.jpg" rel="lightbox[2239]"><img class="size-full wp-image-2241" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/03/Pakete-Iran.jpg" alt="Pakete Iran" width="780" height="439" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/03/Pakete-Iran.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/03/Pakete-Iran-300x169.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/03/Pakete-Iran-768x432.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/03/Pakete-Iran-150x84.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/03/Pakete-Iran-400x225.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/03/Pakete-Iran-200x113.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2241" class="wp-caption-text">Mit Paket in den Iran. Ich war nicht der einzige.</figcaption></figure>
<p>Man drückte mir anschließend dieses Paket in die Hand und dann wurde ich von meinem neuen Freund in die Menge gepresst. Die Leute sahen, dass ich nun als Paketschmuggler arbeitete und alle fingen an zu johlen und zu applaudieren, als wenn der neue Popstar gelandet wäre. Hallo auch. Ich stand nun etwas weiter vorne und alle warteten darauf, dass die Schleusen sich öffnen würden. Das passierte auch alsbald und der Wahnsinn brach los. Junge Männer kletterten über die Geländer und sprangen in das herumstehende Menschenmaterial, als wollten sie Stage Diven. Nur um ein paar Plätze in der Schlange gut zu machen. Pogo Riot an der Grenze.</p>
<p>Ich beteiligte mich natürlich nicht daran und nahm anständig, pflichtbewusst und deutsch in der Männer-Schlange Platz, nachdem auch ich über das erste Geländer geklettert war, um wenigstens ein paar Alte und Kinder hinter mir zu lassen. Und so stand ich dann da. Und da war dieses Paket. Ja, was war das eigentlich für ein Paket? Heroin? Oder doch Waffen? Ich war nun dafür verantwortlich, musste es in den Iran kriegen und dort irgendwem übergeben. Alles sehr fadenscheinig. Aber jeder hatte dort so ein Paket in der Hand. Daher schien das okay. Mir wurde erklärt, es handele sich um Sandalen.</p>
<figure id="attachment_2240" aria-describedby="caption-attachment-2240" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/03/Paket-schmuggeln-an-der-Grenze.jpg" rel="lightbox[2239]"><img class="size-full wp-image-2240" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/03/Paket-schmuggeln-an-der-Grenze.jpg" alt="Paket schmuggeln an der Grenze" width="780" height="439" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/03/Paket-schmuggeln-an-der-Grenze.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/03/Paket-schmuggeln-an-der-Grenze-300x169.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/03/Paket-schmuggeln-an-der-Grenze-768x432.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/03/Paket-schmuggeln-an-der-Grenze-150x84.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/03/Paket-schmuggeln-an-der-Grenze-400x225.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/03/Paket-schmuggeln-an-der-Grenze-200x113.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2240" class="wp-caption-text">Eine Menge Trubel am Grenzübergang</figcaption></figure>
<p>Neben uns stand die Frauenschlange, leider auf der Sonnenseite des Lebens. Der prallen Sonnenscheinseite, um genau zu sein. Eine Dame wurde ohnmächtig beim Warten. Ich hab mit ihr mein Wasser geteilt, weil ich der Einzige war, der irgendwas zu trinken dabei hatte. Aber natürlich hätte ich mein Wasser auch geteilt, wenn das nicht so gewesen wäre. Die Kontrollen liefen auf jedenfall langsam. Irgendwann kam ich in das zuständige Gebäude, wurde als Ausländer erkannt, durchgewunken und freundlich von den Grenzbeamten begutachtet. Danach ging es auf die iranische Seite.</p>
<p>Mein Paket sorgte bei den Iranern für Belustigung und Kopfschütteln zugleich. Ein bißchen nach dem Motto: „Oh, jetzt haben sie sogar diesem Touri so ein Paket in die Hand gedrückt.“ Ich stellte mich gewohnt dumm und naiv, zeigte mein „kann-ich-ja-nix-dafür“-Schulterzucken und kam unbeschadet durch die Kontrolle. Und dann begann das Umtauschbusiness, was mir nicht hätte egaler sein können. Ich hab einen Begleiter an der Hand gehabt, der auch ein Paket hatte und für meine Bezahlung sorgen konnte. Ich hätte dieses Paket auch einfach in den Müll geworfen, oder im Röntgengerät liegen gelassen. Laut meinem Begleiter musste ich den Lohn bekommen, der mir zustand. Mein Verhandlungsgeschick war von fehlendem Geschäftssinn und Überlebensinstinkt außer Gefecht gesetzt. Geld hab ich schließlich auch bekommen. Umgerechnet einen Euro. Menschen sind ja doch irgendwie ehrlich und gerade die Perser sind Geschäftsmänner durch und durch. Schließlich hat vor der Grenze dieser fleischgewordene Massenmord auch meine Hand geschüttelt. Der Vertrag kam somit zustande. Aber Hände schütteln, das sollte ich noch lernen, können die Menschen nirgendwo so gut auf der Welt, wie im Iran.</p>
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		<title>Trampen in&#8230; (19) den USA</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Jan 2017 14:30:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen in...]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Trampen in den USA war eine der großen Enttäuschung meiner Reise. Ihr denkt an Kerouac, wie er von Denver nach San Francisco trampte....</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Trampen in den USA war eine der großen Enttäuschung meiner Reise. Ihr denkt an Kerouac, wie er von Denver nach San Francisco trampte. Wollt zum Ursprung der Hippiekultur. Erwartet die USA als DAS Land zum Trampen. Aber meine Erwartungen haben sich nicht erfüllt. Ich war mehrere Monate in den USA unterwegs. Am Anfang hat es mir dort überhaupt nicht gefallen, aber mit der Zeit habe ich mich dann doch angefreundet, mit dieser sonderbaren, amerikanischen Kultur. In Bezug auf das Trampen fällt meine Wertung zu den USA jedoch eindeutig aus: Es ist eines der anstrengendsten Länder, in denen ich bisher getrampt bin. Keine Empfehlung von mir. Trampen in den USA ist Scheiße. Es macht das Land jedoch nicht weniger interessant. Ganz im Gegenteil.<span id="more-2224"></span></p>
<h2>Statistik</h2>
<p><strong>Zurückgelegte Distanz: </strong><strong>11010</strong><strong> Kilometer</strong></p>
<p align="justify"><strong>Anzahl der Lifts: </strong><strong>129</strong></p>
<p align="justify"><strong>Durchschnittliche Wartezeit: </strong><strong>40</strong><strong> Minuten </strong><strong>20</strong><strong> Sekunden</strong></p>
<p align="justify"><strong>Standzeit Gesamt: </strong><strong>69</strong><strong> Stunden </strong><strong>55</strong><strong> Minuten </strong></p>
<p>Log gibt’s <a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Log-USA.ods">hier.</a></p>
<h2>Meine Route</h2>
<p>Ich betrat die Vereinigten Staaten von Amerika das erste mal durch Texas. Einige Wochen blieb ich in Austin/TX. Von dort flog mich mein mittlerweile <a href="https://warmroads.de/de/tribute-to-patrick-faltermann/">verunglückter Freund Patrick</a> nach New Mexico. Ich bin über Denver nach Salt Lake City getrampt und weiter durch Kalifornien bis hoch nach Seattle. Auf dieser Strecke bin ich auch das erste mal mit <a href="https://warmroads.de/de/trainhopping-wahre-liebe/">Trainhopping</a> in Berührung gekommen.</p>
<p>Später bin ich kreuz und quer durch Washington und Oregon getrampt, bevor es dann über <a href="https://warmroads.de/de/langstreckentrampen-von-new-york-nach-alaska/">Kanada nach New York</a> ging. Ich habe einen Monat in New York gelebt und bin dann <a href="https://warmroads.de/de/ich-bin-von-deutschland-nach-alaska-getrampt-das-ende/">8000km an die Nordspitze von Alaska getrampt</a>. Auf dem Rückweg habe ich noch einen kleinen Abstecher nach San Francisco gemacht, um anschließend wieder zurück nach Kanada zu trampen.</p>
<h2>Menschen</h2>
<p>Ich kann zwar nicht sagen, dass ich nach 6 Monaten in Nordamerika die Menschen wirklich verstanden habe. Die USA sind so groß und divers. Es ist schwer allgemeingültige Aussagen zu machen. Die Bundesstaaten können sich untereinander sehr unterscheiden. Küste und Inland, West und Ost, überall sind die Menschen etwas anders. Aber alle sind Amerikaner und daher Teil dieser verrückten Gesellschaft. Ich versuche hiervon einen Eindruck zu geben.</p>
<figure id="attachment_2221" aria-describedby="caption-attachment-2221" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria.jpg" rel="lightbox[2224]"><img class="size-full wp-image-2221" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria.jpg" alt="Trampen in Amerika" width="780" height="441" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria-300x170.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria-768x434.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria-150x85.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria-400x226.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria-200x113.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2221" class="wp-caption-text">Trampen in Amerika</figcaption></figure>
<p>Generell musste ich erstmal feststellen, dass ich meinen größten Kulturschock in den USA hatte. Normalerweise würde man denken, dass die Menschen in den USA uns Europäern ähnlicher seien, als die Südamerikaner. Mitnichten. Zumindest in meinen Augen. Die USA sind zwar genauso Turbo-Kapitalistisch wie Deutschland, allerdings ist das Leben hier weitaus brutaler und ungesicherter als in Europa. Das fängt bei der Krankenversicherung an und hört beim Leben auf Pump mit kurzfristigen Paychecks und unterbezahlten Jobs (von denen man natürlich mehrere haben muss) auf. Da mutet unser System schon fast wie ideologisch einwandfreier Sozialismus an. In den USA herrscht ein abartiger Leistungsdruck, den wir so in Europa nicht haben.</p>
<p>Prinzipiell fiel es mir sehr schwer mit Menschen in Nordamerika zu connecten, wenn es um mehr, als die normale Oberflächlichkeit ging. Jeder hier ist bei der ersten Begegnung unglaublich nett. Wenn man aber persönlicher wird, kommt man allerdings schnell an eine Grenze. Die Menschen sind sehr protektionistisch bei persönlichen Themen. Am Anfang hab ich diese ganze Pseudohöflichkeit sehr kritisch gesehen. Nach einer Zeit gewöhnt man sich jedoch irgendwie daran. Als ich zurück nach Deutschland kam, hat es mir sogar ein bißchen gefehlt, dass die Menschen so freundlich-oberflächlich sind. Ich habe viel Zeit in Kalifornien verbracht und musste eine Sache lernen dort: Es kommt nicht so sehr darauf an, was man sagt, sondern, wie man es sagt. Wir Deutschen leben verglichen dazu in einer sehr direkten Gesellschaft. Eine Freundin meinte zu mir: „In Deutschland kann man sich nicht verstecken.“ Und wenn man monatelang in dieser oberflächlich, schönen Welt verbracht hat, kann das auch etwas anstrengend sein.</p>
<p>Ein großes Thema in den USA ist Angst. Angst das etwas passieren könnte. Angst vor dem mordenden Tramper. Angst vor Terror. Angst vor Krankheit. Angst vor dem Leben. Die USA sind in meinen Augen neurotische und paranoider als der Großteil der restlichen Welt. Die Leute mögen es stabil und es soll möglichst alles so bleiben. Brasilien war ähnlich neurotisch und ich schiebe das auf die starke Stellung der Religion innerhalb der Gesellschaft.</p>
<p>Vorallem beim Trampen wird diese Angst deutlich, wenn man versucht nach Lifts zu fragen. In den USA wird das überhaupt nicht gerne gesehen. Wenn man sich Menschen an Tankstellen nähert, nehmen diese oft eine ablehnende Haltung ein. Viele wollen in Ruhe gelassen werden, sehen dich als Abschaum und schauen komisch. Das fühlte sich manchmal an, wie eine Art Spiessrutenlauf. So etwas hab ich in keinem anderen Land erlebt. Kanada ist hierzu übrigens das absolute Gegenteil. Wenn man dort an Tankstellen trampt, dann kommen die Menschen unaufgefordert zu euch, fragen was ihr macht und fangen ein Gespräch an.</p>
<p>Beim Trampen spielt in den USA aber noch eine zweite Komponente eine Rolle. In den USA leben sehr viele Menschen auf der Straße und unter diesen gibt es viele, die ernsthafte psychische Probleme haben und eigentlich auf Hilfe angewiesen sind. Hier gibt es allerdings kein Gesundheitssystem ist, was sich um diese Menschen kümmert und somit sind die Leute auf sich allein gestellt. Und für alle die kein Auto haben und kein Geld verdienen, bleibt aus Ermangelung an öffentlichen Verkehrsmitteln nur das Trampen als Fortbewegungsart.</p>
<p>Ihr müsst diesen kulturellen Unterschied verstehen. Während ihr in Europa mit euren Hippie- und Studentenfreunden zu eurem eigenen Vergnügen rum reist, finden euch die meisten Menschen cool und als Tramper hat man ein relativ positives Ansehen. Die amerikanischen Straßen (sowohl beim Trampen, als auch beim Reisen) sind von einer Mischung aus Hobos, Obdachlosen, Hippies, Studenten, Drogenabhängigen, Leuten die vor der Polizei auf der Flucht sind, Menschen die psychisch krank sind und Leuten die wirklich der Gesellschaft entsagt haben und als Outlaw Leben, bevölkert. Die Charaktere in den USA sind in meinen Augen radikaler, extremer und auch anstrengender als alles, was euch in anderen Teilen der Welt auf Reisen begegnet. Im Guten wie im Schlechten. Durch die USA trampen ist anders, als in Europa seinen Daumen rauszuhalten. Ich finde das prinzipiell hochspannend.</p>
<p>Was ich allerdings zum Kotzen finde, und das ist nur ein Resultat der oben genannten Mischung, ist, dass man in den USA als Tramper immer wie ein drogensüchtiger Schwerverbrecher behandelt wird. Und hier auch wieder der Hauptunterschied zu Europa. In Europa (und den meisten Ländern auf der Welt) seid ihr cool, weil ihr trampt, In den USA seid ihr Abschaum, weil ihr trampt. Daran kann ich mich nicht gewöhnen und das ist für mich einer der größten Minuspunkte für dieses Land. Trampen macht so einfach keinen Spaß.</p>
<p>Hinzu kommt noch ein statistischer Fakt. Es dauert relativ lange, bis jemand für euch anhält. Mit über 40 Minuten durchschnittlicher Standzeit werden die USA nur von Kolumbien als schlechtestes Land zum Trampen übertroffen. Bei fast 130 Lifts ist das ein selten schlechter Wert. Vom Hippeitraum durch die USA zu trampen, ist nicht mehr viel übrig geblieben. Die Realität wird hier von harten Zahlen geschrieben und leidvoller Wartezeit mit Menschen, die euer Tramperleben überaus kritisch betrachten.</p>
<p>Zum Abschluß aber noch etwas positives. Die Menschen hier sind sehr hilfsbereit. Das hat wiederum mit den vielen Obdachlosen zu tun. Ständig wurde mir Essen und Trinken angeboten. Auch Geld. Die Amis geben gerne und sehen es als ihre Verantwortung anderen zu helfen. Das gehört gewissermaßen zur kulturellen Eigenheit.</p>
<p>In den USA wollen die Menschen helfen, Spenden, Essen verteilen. Sie sehen es als ungewollte Einmischung des Staates an, wenn dieser das übernehmen würde. Der Staat soll sich möglichst raushalten. Übrigens eine typisch republikanische Position. In Europa ist es genau andersrum. Im ehrenamtlichen Bereich habe ich Diskussionen mitbekommen, die so argumentierten: „Wenn der Staat das Ehrenamt fördert, dann nur, weil er seine eigene Pflicht an die Bürger abgeben will. Der soll mal lieber seinen Verpflichtungen nachkommen!“ Das sind zwei völligst konträre Grundhaltungen zur Rolle des Staates gegenüber der Gesellschaft. Und diese Grundhaltungen prägen die Menschen. Gut für euch, weil in den USA Wohltätigkeit als Bürgerpflicht angesehen wird. Das wird euch keine Lifts bringen, aber vielleicht kriegt ihr Essen und Trinken geschenkt. Nehmt es an, für die Menschen ist es wichtig euch einen Gefallen tun zu können.</p>
<h2>Straßen in den USA</h2>
<figure id="attachment_2219" aria-describedby="caption-attachment-2219" style="width: 521px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-den-Redwoods.jpg" rel="lightbox[2224]"><img class="size-full wp-image-2219" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-den-Redwoods.jpg" alt="Trampen in den Redwoods" width="521" height="780" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-den-Redwoods.jpg 521w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-den-Redwoods-200x299.jpg 200w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-den-Redwoods-150x225.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-den-Redwoods-400x599.jpg 400w" sizes="(max-width: 521px) 100vw, 521px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2219" class="wp-caption-text">Trampen in den Redwoods</figcaption></figure>
<p>Der amerikanische Highway ist für mich das schönste Straßennetzwerk der Welt. Das ist durchaus ein dicker Pluspunkt für das Trampen in den USA. Auch wenn er nur bedingt hilft. Als ich nach Texas kam und das erste mal am Trampen war, dachte ich nur: „Ja, genauso perfekt und formvollendet habe ich mir das vorgestellt.“ Es gibt diese schönen Fernsehaufnahmen aus dem Nachkriegsamerika, mit den blassen Farben der 50er. Zeit des Öllbooms, Zeit des Aufbruchs und die Zeit, wo diese grandiose Infrastruktur erschaffen wurde. Lange geradlinige Interstates, blumenförmige Autobahnkreuze, wenig Verkehr und irgendwie hängt mir dazu noch der Hoover-Damm und Kennedy im Kopf. Keine Ahnung wieso. Aber mit diesen Bildern bin ich in die USA gekommen. Und die Straßen waren genau so, wie ich so erwartet hatte. Der Rest eher nicht.</p>
<p>Meine Begeisterung liegt sicherlich auch an dem Fakt, dass die amerikanischen Interstates größer, breiter und länger sind, als alle andere Straßen, auf denen ich bisher rund um die Welt unterwegs gewesen bin. Der Kontinent ist sehr groß, es gibt sehr viel Platz und das spürt man auch in der großspurigen Lebensweise der Amerikaner. Alles ist größer. Straßen, Autos und Egos. Ich denke es ist das perfekte Land für einen Road-Trip, wenn man selber fahren möchte. Ich bin im Anschluss nach Japan gereist, was so ziemlich das Gegenstück zu den USA darstellt. Kaum Platz, alles ist klein, detailliert und eng gehalten. Japanische Autos kamen mir vor wie Spielzeug, als ich aus den USA dort angekommen war. Manchmal konnte ich mein Lachen nicht verkneifen, als mir diese Zwergenmobile in den Straßen entgegenfuhren.</p>
<p>Was mir ein bißchen beim Trampen in den USA fehlt, sind Raststätten. Es gibt an fast jeder Ausfahrt eine Tankstelle mit diversen Fast Food Restaurants. Aber keine Raststätten, die nur Highway-Verkehr haben. Das war für mich ein eindeutiger Nachteil. Es gibt zu viele Tankstellen und somit ist es schwer, die gut frequentierten zu finden. Manchmal hatte man Glück, manchmal Pech. Wenigstens in New York State habe ich Raststätten auf den Toll-Straßen gefunden. Die waren ganz großartig. Zwischen New York und Montreal. Ich denke dieser Autobahnabschnitt ist privatisiert und hat daher diese riesigen Raststätten. Aber als Infrastruktur zum Trampen taugen die Interstates sowieso nur mittelmäßig. Insbesondere wenn man lange Strecken durch die USA trampen will.</p>
<p>Neben den Interstates gibt es noch Highways, die so etwas wie die deutsche Bundesstraße darstellen. Ich kann die Highways nicht wirklich empfehlen. Verkehr zu schnell und oftmals hatte ich Probleme mit der Polizei. Insbesondere in Idaho wurde ich regelmäßig vom Highway gejagt und musste mit Einfahrten oder Tankstellen vorlieb nehmen. Wenn man Cross country geht und im Norden reist, dann würde ich immer Kanada bevorzugen.</p>
<p>Städte in den USA sind noch so ein Fall für sich. Es fahren prinzipiell viel zu viele Autos. Fast alle sind mit nur einer Person besetzt, was auch zu der Einführung einer Carsharing-Line geführt hat. Dort dürfen nur Autos mit mindestens 2-3 Menschen (abhängig je nach Bundesstaat) fahren. Bis zu 500$ Strafe werden fällig, wenn man die Spur nutzt und alleine im Auto ist. Es gibt sehr viele Staus. Dies wird allerdings zu einem Vorteil für uns Tramper. Zur Rush Hour kann man sehr gut aus Städten heraus trampen! Wenn ihr euch direkt auf die Interstate begebt, könnt ihr relativ schnell einen Lift aus dem Stau heraus abfangen. Noch besser ist es, wenn sich der Verkehr auf die Auffahrt zurückstaut.</p>
<h2>Taktik fürs Trampen in den USA</h2>
<p>In den USA hasste ich es, die Leute an den Tankstellen anzusprechen. Und viele Tankstellenbesitzer dulden es auch nicht, wenn man mit den Kunden redet. Sheriffs haben mich von Tankstellen geschmissen und habe ich auch aufgegeben, weil mir die Menschen einfach zu anstrengend waren. Dann lieber an der Straße stehen. Das war aber nicht immer so zielführend, weil viele Amis nicht sehr weit fahren. Generell hatte ich das Gefühl, die durchschnittliche Liftlänge war unterdurchschnittlich.</p>
<p>In Kanada zum Beispiel war die Distanz, welche ich in Autos zurück gelegt habe, ca. doppelt so lang, wie in den USA. Diese beiden Länder sind in ihren Dimensionen vergleichbar. Die Amis reisen nicht so viel durch ihr eigenes Land und scheinen eher Heimscheisser zu sein. Auf den großen Interstates kann man jedoch Menschen finden, die „cross country“. Nur wie man diese Lifts am besten abfängt, dass habe ich noch nicht heraus gefunden. Wenn ihr eine Idee habt, dann immer raus damit.</p>
<p>Auffahrten Trampen in den USA ist äußerst mühselig, weil die Menschen so selten anhalten. Das ist natürlich je nach Bundesstaat unterschiedlich. Aber oft ist es sowieso die einzige Möglichkeit. Vielleicht wäre ein Schild sinnvoll, um längere Lifts zu kriegen. Ich trampe ja nie mit Schild und kann nicht sagen, ob man hierdurch eine bessere Erfolgsquote hat, oder ob es durchweg scheiße ist.</p>
<p><strong>Einen Tip kann ich allerdings geben:</strong></p>
<p>Ihr solltet Kleidungstechnisch so seriös wie möglich aussehen. Leute haben eine starke Assoziation zwischen Tramper und Mensch ohne Geld, geisteskrank, krimineller, ex-Knacki, Gesocks&#8230;..etc. Ich stand da in meinem gelben Anzug und trotzdem haben die Menschen mir noch Geld und Essen gegeben, weil sie dachten, ich wäre Obdachlos. Das Klischee hat sich tief eingebrannt in die Köpfe der Menschen.</p>
<p>Niemand hatte verdacht geschöpft, dass ich vielleicht einfach nur ein „Tramper“ bin. Außerdem werdet ihr ständig von der Polizei kontrolliert und die sind wesentlich entspannter, wenn sie merken, dass ihr noch alle Sinne beisammen habt. Die geben euch manchmal auch einen Lift, um euch vom Highway runter zu kriegen. Ich hatte oft Lifts mit der Polizei. Soviele wie in keinem anderen Land. Schön hinten in der Verbrecherbox drin!</p>
<p>Prinzipiell will ich nur sagen, dass es sich lohnt, wenn ihr euch äußerlich vom Rest der Genossen auf der Straße abhebt. Auch wenn ihr innen Punk bleibt! Als ich kürzlich in Kalifornien war, bin ich mit einem grünen Militärmantel getrampt. Das sah etwas aristokratisch aus und ich habe das Gefühl, mein Tramperlebniss in den USA lief hierdurch besser.</p>
<p>Aber egal wie ihr ausseht, wenn ihr in den USA trampt: Auf jedenfall nüchtern bleiben!</p>
<h3>Besonderheiten</h3>
<p>Entgegen anderslautender Behauptungen: <strong>Trampen in den USA ist nicht verboten.</strong> Nur an manchen Orten gibt es dementsprechende Gesetze. Die Gesetzgebung wird innerhalb der Bundesstaaten geregelt. In den meisten Bundesstaaten ist Trampen erlaubt und kein Problem. Aber selbst in den Bundesstaaten, wo Trampen verboten ist, kann man trotzdem Trampen. Die Frage ist immer, ob die Gesetze auch durchgesetzt werden. Das liegt oft in der Ermessensache der Polizeibeamten. Manchmal haben die auch einfach keinen Plan, wie das mit dem Trampen geregelt ist.</p>
<p>Im schlimmsten Falle droht euch ein Bußgeld, aber ich kenne niemanden, dem so etwas widerfahren ist. Der Vollständigkeit halber: In Utah, Idaho und Nevada, sowie New Jersey und Delaware ist Trampen offiziell verboten. Allerdings hatte ich bspw. in Idaho mehrere Polizeikontrollen und auch Lifts mit der Polizei. Gab niemals ernsthafte Probleme. Einen guten Überblick findet ihr auf <a href="http://hitchwiki.org/en/File:Unitedstateslaws.jpg" rel="lightbox[2224]">dieser Karte</a>. Desweiteren sollte man einen besonderen Blick auf die spezifischen Gesetze werfen. Manchmal ist es nur verboten am Straßenrand nach Lifts zu suchen, aber man kann an Tankstellen fragen. Trampen kann vieles bedeuten. Hauptsache ihr findet den nächsten Lift. Seid kreativ. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/12.0.0-1/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Ich hab schon angedeutet, dass in den USA alles größer und protziger ist, als anderswo auf der Welt. Den Höhepunkt dieses Gigantismus könnt ihr in der nordamerikanischen Wohnmobilkultur beobachten. Wohnmobile in Amerika sind oft so groß wie ein Bus. Und weil das ja nicht genug ist, ziehen die meisten noch ihren Truck hinter dem Wohnmobil her. Hier ist sowas ein Sattelschlepper mit Anhänger. In den USA ist es der Pensionär, welcher gerade in den Urlaub fährt. Gewöhnungsbedürftig.</p>
<p>Es gibt eine Menge toller Nationalparks in den USA, die zum besuchen einladen. Neben den großen Parks (Yellowstone, Yosemite, Grand Canyon) kann ich euch auf jedenfall den <a href="https://www.nps.gov/zion/index.htm">Zion Nationalpark</a> empfehlen. Ansonsten findet ihr in Nordkalifornien die majestätischen Redwoods. Neben Cannabisbauern und Hippies finden sich einige der größten Bäume der Welt. Absoluter Tip, wenn ihr einen Roadtrip an der Westküste machen wollte.</p>
<p>New York. Diese Stadt. Man sagt: „Wer hier überlebt, der kann überall überleben.“ Da ist was wahres dran. So sehr imposant New York ist, mit all seinen Wolkenkratzern und Glamour, so sehr teuer ist es auch. Man muss in New York für alles zuviel bezahlen und dann kommen auch noch 20% Trinkgeld oben drauf. Glücklicherweise ist New York auch eine der weltweit besten Städte zum <a href="http://trashwiki.org/en/New_York_City">Dumpster Diven</a>. Dort gibt es meinen allerliebsten Dumpster Diving Spot: Sushi auf dem Timesquare. Jeden Abend. Frisch und umsonst. Alleine dafür lohnt sich ein Besuch!</p>
<p>Übrigens, ihr könnt sehr billig in die USA kommen. Per Flugzeug. Das sollte ich hier eigentlich nicht promoten, aber es ist nunmal so verdammt günstig. Und lieber wir Tramper nehmen diese Angebote als irgendeine andere Gruppe Menschen. Mit Norwegian Airlines geht’s ab 86€ von Oslo nach New York (one way). Das ist die billigste, mir bekannte Verbindung. Aber auf an die Westküste und von Zentraleuropa kann man billige Flüge finden. Mehr als 450€ solltet ihr nicht bezahlen, für Hin- und Rückflug. Bucht am besten direkt auf der Norwegian Website. Essen kann man sich einfach mit ins Flugzeug nehmen. Spart Geld!</p>
<p><a href="https://warmroads.de/de/traffic-exists-polizeikontrollen/">Polizeikontrollen</a> sind häufig und dauern unter Umständen lange. Insbesondere nahe der Grenze werdet ihr von der State sowie der Federal Police gecheckt. Nicht wundern. Wenn ihr kontrolliert werdet, kommen immer mindestens zwei Polizeiautos. Jeder amerikanische Polizist hat sein eigenes Auto. Manchmal kommt auch noch der Seargent dazu. Dann werden es drei Autos. Verhaltet euch freundlich und ruhig. Immer schön „Ja!“ sagen und den Anweisungen des Ordnungspersonales folge leisten. Ich habe sehr oft Lifts mit der Polizei bekommen, weil ich irgendwo stand, wo ich nicht stehen sollte. Nutzt die Polizei zu eurem Vorteil, um in bessere Positionen zu kommen. Sogenannte „courtesy rides“ are the way to go beim Trampen in den USA!</p>
<h3>Impressionen</h3>

<a href='https://warmroads.de/campen-in-den-usa/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Campen-in-den-USA-e1485701954672-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Campen in den USA" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Campen-in-den-USA-e1485701954672-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Campen-in-den-USA-e1485701954672-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Campen-in-den-USA-e1485701954672-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Campen-in-den-USA-e1485701954672-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Campen-in-den-USA-e1485701954672-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/auf-der-strasse-schlafen-usa/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Auf-der-Straße-schlafen-USA-e1485701969494-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Auf der Straße schlafen USA" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Auf-der-Straße-schlafen-USA-e1485701969494-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Auf-der-Straße-schlafen-USA-e1485701969494-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Auf-der-Straße-schlafen-USA-e1485701969494-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Auf-der-Straße-schlafen-USA-e1485701969494-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Auf-der-Straße-schlafen-USA-e1485701969494-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/amerikanische-hollaender/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Amerikanische-Holländer-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Amerikanische Holländer" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Amerikanische-Holländer-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Amerikanische-Holländer-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Amerikanische-Holländer-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Amerikanische-Holländer-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Amerikanische-Holländer-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/schoener-himmel-usa/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Schöner-Himmel-USA-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Schöner Himmel USA" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Schöner-Himmel-USA-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Schöner-Himmel-USA-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Schöner-Himmel-USA-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Schöner-Himmel-USA-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Schöner-Himmel-USA-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/trainhopping-in-amerika/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trainhopping-in-Amerika-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Trainhopping in Amerika" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trainhopping-in-Amerika-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trainhopping-in-Amerika-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trainhopping-in-Amerika-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trainhopping-in-Amerika-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trainhopping-in-Amerika-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
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		<title>Georgische Gastfreundlichkeit &#8211; Absagung an den Alkohol</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Dec 2016 13:03:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>
		<category><![CDATA[Georgien]]></category>
		<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Über die Menschheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Gravitationskraft ist eine der vier Grundkräfte der Physik. Es geht im Grunde darum, dass zwei Massen sich immer gegenseitig anziehen, wobei die Anziehungskraft...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gravitationskraft ist eine der vier Grundkräfte der Physik. Es geht im Grunde darum, dass zwei Massen sich immer gegenseitig anziehen, wobei die Anziehungskraft mit größerer Entfernung abnimmt. Die Gravitationskraft besitzt unbegrenzte Reichweite und lässt sich nicht abschirmen. Ein universelles Gesetz, dass die Bewegung von Planeten und die Entstehung von Galaxien beschreibt. Ungefähr die gleiche, fundamentale Bedeutung für die menschliche Existenz besitzt das folgende Naturgesetz: Wenn sich georgische Mitmenschen in Sicht- oder Hörweite befinden, während ihr gerade eine Mahlzeit zu euch nehmt, dann wird gesoffen. Kaukasische Gravitationstheorie.<span id="more-2164"></span></p>
<p>Ich saß in der Kantine von unsere Containerschiff, auf dem Weg von Kasachstan nach Aserbaidschan und hatte mich gerade zum Essen niedergelassen. Meine beiden französischen Begleiter waren noch nicht da. Außer uns und der Crew befanden sich noch ein Haufen Trucker auf dem Boot. Hauptsächlich aus Georgien. Der Tisch neben mir war voll besetzt. Eine 1,5L Plastikflasche mit hausgemachtem Wodka erblickte das Licht der Welt. Kondenswasser am Flaschenrand zeugten von einer guten Kühlung. Gläser wurden aufgetischt. Der kühle Selbstgebrannte ergoss sich in dieselben. Und es wäre nicht typisch georgisch, wenn ich nicht auch in den Fokus der umsorgenden Gastfreundlichkeit geraten wäre. So alleine, wie ich am Nachbartisch saß.</p>
<p>Der Hausherr kam mit einem strahlenden Lächeln zu meinem Tisch herüber. Für alle Eventualitäten sollte gesorgt sein, daher brachte er auch gleich ein leeres Glas mit. Ob ich Wodka möchte, fragte er und hielt mir die Flasche wie ein Sommelière hin. Nein nein, ich trinke keinen Alkohol. Sein freudestrahlendes Gesicht veränderte sich nicht. Es war anscheinend eine Antwort, die in seiner Realität kein Existenzrecht hatte. Er machte sich nicht mal die Mühe, sich damit auseinanderzusetzen sondern blieb einfach stehen. Wodka? Mit einer Mischung aus Höflichkeit und interkulturellem Verantwortungsbewusstsein willigte ich schließlich ein und bekam einen Doppelten, bzw. Dreifachen in mein Teeglas eingeschenkt.</p>
<p>Ich habe viele Freunde, die schon in Georgien gewesen sind und alle waren voller Lobes. Die Gastfreundlichkeit ist weit bekannt, aber noch mehr hat Georgien den Ruf, dass man ständig zum Trinken eingeladen wird. Am Essenstisch wird permanent angestoßen und jedesmal wenn dies geschieht, sagt jemand einen Trinkspruch auf. Man sagt das über einige Länder, aber die Georgier scheinen hier die Weltspitze der Trunkenbolde zu sein. Der Trucker vom Nebentisch erzählte uns später, dass er dieses Jahr 230L Wodka gebrannt und 340L Wein hergestellt hätte. Natürlich kann er das alles nicht alleine trinken.</p>
<p>Anstandshalber habe ich mein Glas geleert. Ich habe auch die Angewohnheit, wenn ich beim Essen etwas nicht mag, dies zuerst herunter zu würgen, um mich dann den leckereren Sachen zu widmen. Großer Fehler, denn das leere Glas entging nicht der Aufmerksamkeit meiner neu gewonnenen georgischen Freunde. Sofort stand er wieder mit der Flasche an meinem Tisch. Ich sagte, dass ich nichts mehr möchte, aber einem Georgier mit einer Wodka Flasche gut zureden, ist wie Nougatringe in ein schwarzes Loch werfen. Meine abwehrende Haltung. Der nächste Fehler. Das geht natürlich nicht. Kognitive Dissonanzen werden einfach weg gelächelt. Und als der Widerstand gebrochen war, füllte sich das Glas bis fast zum Rand, ungeachtet meiner verzweifelten Proteste.</p>
<p>Bald erschienen die beiden Franzosen. Die wurden natürlich auch sofort mit Wodka und ebenfalls gut gekühltem, georgischen Weißwein versorgt. Der Wein war wie eine Wohltat, weil ich den leichter runter kriegte. Das Saufgelage war eröffnet. Ich war nie ein Fan von hartem Alkohol, aber natürlich schüttete ich den Wodka nicht einfach weg. Das gehört sich nicht und ich möchte niemanden beleidigen. Schließlich ist in solchen Situationen interkulturelles Fingerspitzengefühl gefragt.</p>
<p>Prinzipiell mag ich das ja sehr. Ich würde auch gerne mal nach Georgien fahren. Das ich nicht mehr trinke, wird allerdings etwas zum Hemmnis, weil eine richtige Georgien Erfahrung wahrscheinlich nur mit Wodka zu haben ist. Meinem Traum sich irgendwo total besoffen in einer Holzhütte im sibirischen Wald mit einem anderen Russen aufs Maul zu hauen, rückt somit auch nicht näher. Aber ich dachte mir, das sind so Erfahrungen, die man im Leben mal gemacht haben muss.</p>
<p>Ich hab für mich persönlich an diesem Abend allerdings mal wieder entdecken können, wieso ich auch kleinste Mengen (1,5 Gläser Wodka und ein Glas Wein) Alkohol nicht mehr zu mir nehmen möchte. Wenn ihr Alkohol trinkt, dann wird vermehrt Serotonin in eurem Gehirn ausgeschüttet, was erstmal sehr schön ist, weil man ich locker, gelöst und gut fühlt. Das hab ich schon nach dem ersten Gläschen am Essenstisch festgestellt und war mit zunehmendem Wodka Konsum dann irgendwann auch echt „gut drauf“. Nicht besoffen, aber in sehr guter Stimmung.</p>
<p>Ich hab das diesmal sehr bewusst beobachtet. Was macht der Scheiß eigentlich mit mir? Der Anfang ist gut. Kann man nichts dagegen sagen. Wir schauten uns danach den Sonnenuntergang auf Deck an und irgendwie kam wieder diese unterschwellige Lust hoch, jetzt noch ein kleines Bierchen zu trinken. Nur ein Kleines. Ich kenne dieses Gefühl gut. Hab das gerne zelebriert auf meiner zurückliegenden Reise. Ein kleines Bier führt direkt zum nächsten großen Bier und dann läuft der Abend nach dem Dominoprinzip, bis irgendwann das Bier (in Anwesenheit von Schotten oder Iren) oder die Menschen (wenn Schotten oder Iren fehlen) leer sind. Traurig schöne Sonnenaufgänge, alleine in unbekannten Ländern.</p>
<p>Es sind auch solche Momente, wo man sich selber einredet, dass ein bisschen trinken doch gar nicht so schlecht ist. Aber meine Beobachtung war noch nicht am Ende. Irgendwann war dann Schlafenszeit und meine euphorisierende Stimmung hatte sich nicht gelegt, was zu einer sehr unruhigen und schlaflosen Nacht führte. Und am nächsten Morgen ging es mir bizarr beschissen.</p>
<p>Das mag überzogen klingen, aber ich stelle schon bei 1-2 Bieren fest, dass ich mich am nächsten Tag irgendwie scheiße fühle. Nicht so vital und wach, wie normal. Es ändert einfach etwas in meinem Körper, was nicht nur am Abend des Trinkens auftritt, sondern auch am nächsten Tag weiter wirkt. Es ist natürlich ein Unterschied zwischen „nicht 100% fit sein“ und halbtot auf dem Sofa eines mir unbekannten Hauses aufwachen und die grundsätzliche Körperfunktionalität hinterfragt zu wissen. Für mich ist es schon ein Kater, wenn ich merke, dass der darauf folgende Tag davon beeinflusst wird. Ist es das wert?</p>
<p>Mein lieber Alkohol, es war sehr schön mit dir, aber unsere Beziehung ist zerrüttet. Es ist einfach nicht mehr das Gleiche zwischen uns. Vielleicht werde ich langsam alt. Mir ist meine kostbare Lebenszeit zu wichtig geworden, um mich den Tag danach ungut zu fühlen, nur um ein bisschen Euphorie am Vorabend zu bekommen. Daher trinke ich nur noch aus interkulturellem Pflichtbewusstsein, um ein guter Gast zu sein.</p>
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		<title>Drei Tage wach &#8211; Trampen durch Kasachstan (2)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Nov 2016 03:26:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es wurde Abend. Trampen lief immernoch gut. Ich wurde von einem Taxi mitgenommen. Nicht das erste mal in Kasachstan. Eine Frau schenkte mir ein...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es wurde Abend. Trampen lief immernoch gut. Ich wurde von einem Taxi mitgenommen. Nicht das erste mal in Kasachstan. Eine Frau schenkte mir ein halbes Hühnchen und Wurst. Ich merkte, dass ich langsam in problematische Gegenden kam. Zur Nacht hatte ich ein komisches Gefühl. Das war mir alles zu dorfig. Kein Verkehr. Und irgendwann saß ich mit Rassia und Russia im Auto. Typischer Nachtlift. Die Straße wurde mitlerweile sehr schlecht und ich hatte noch 400 km von dieser Piste vor mir. Es war schon 00:00 Uhr Nachts. Kleiner Snack zwischendurch und dann weiter. Wir luden Russia ab und ich fuhr mit Rassia weiter.<span id="more-2132"></span></p>
<p>Mit ihm und seiner Tochter. Die kleine war vielleicht 3 Jahre alt und schon die ganze Zeit weggeratzt. Die Straße war eine einzige Schlaglochpiste. Ständiges umkurven der schlimmsten Krater, hin und her geschmissen werden im Auto und nicht schneller als 20 km/h fahren. Sowas findet man nirgends in Europa. Und die Kleine pennte tapfer vor sich hin. Sie schlief auch nicht irgendwo, sondern in meinen Armen. Mein Job als verantwortungsbewusster Beifahrer war, das Kind zu halten. Auch mal eine neue Erfahrung. Fand ich aber irgendwie auch schön.</p>
<p><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Freunde-Kasachstan.jpg" rel="lightbox[2132]"><img class="aligncenter size-full wp-image-2120" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Freunde-Kasachstan.jpg" alt="Freunde Kasachstan" width="780" height="439" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Freunde-Kasachstan.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Freunde-Kasachstan-300x169.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Freunde-Kasachstan-768x432.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Freunde-Kasachstan-150x84.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Freunde-Kasachstan-400x225.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Freunde-Kasachstan-200x113.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a></p>
<p>Nach diesem Lift kam ich in irgendeinem Kaff an. 03:00 Uhr Nachts. Ein Auto voller besoffener Kasachen nahm mich ans Dorfende mit. Da hab ich erstmal gewartet. Die ganze Nacht. Der Morgen graute schon vor sich hin. Zwei Stunden, bis das erste Auto kam. Mittlerweile schon fast hell. Auto hielt natürlich an. Lift ins nächste Dorf. Dort Sonnenaufgang schauen. Die Straße war so leer. Kein Verkehr. Irgendwie schwante mir schon, dass ich hier nicht auf dem richtigen Weg bin. Einer meiner Fahrer in der Nacht zuvor meinte auch irgendwas von schlechter Straße und kein Straßenbelag und so. Und nicht für Autos passierbar, nur mit den 4&#215;4 Kamaz Trucks. 250 km to go. Kann ja nicht so schwer sein. Ich hatte am Tag vorher 2100 km in 31 Stunden zurückgelegt. Hab schon meine persönlichen Bestzeit für Mittelstrecken vor mir gesehen. Aber mir wurde klar, dass dieser Run nun vorbei war.</p>
<p>Was will man machen. Leere Straßen sind auch irgendwie wunderbar. Die Sonne ging auf. Im Dorf wurde die Schafs und Kuhherden in die Steppe getrieben. Kuhglocken, Hirtengekreische, die warme Morgensonne auf der Haut. Irgendwie war es sehr schön. Aus dem nichts erschien hinter mir ein alter, russischer Truck und fuhr langsam an mir vorbei. Ich hatte keine Lust auf Kommunikation und ignorierte dieses Ding. Er fuhr 20 m weiter und hielt an. Nichts passiert. 5 Minuten stand er da, dann ging der Motor wieder an. Rückwärtsgang rein, an mir vorbei gefahren, Vorwärtsgang rein, wieder an mir vorbeigefahren. Anhalten. Tür geht auf und zwei Jungs steigen aus. Insgesamt waren sie drei, aber der Dritte schlief Seelenruhig im Truck.</p>
<p><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Trampen-Kasachstan.jpeg" rel="lightbox[2132]"><img class="aligncenter size-full wp-image-2124" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Trampen-Kasachstan.jpeg" alt="Trampen Kasachstan" width="780" height="439" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Trampen-Kasachstan.jpeg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Trampen-Kasachstan-300x169.jpeg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Trampen-Kasachstan-768x432.jpeg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Trampen-Kasachstan-150x84.jpeg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Trampen-Kasachstan-400x225.jpeg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Trampen-Kasachstan-200x113.jpeg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a></p>
<p>Die waren natürlich auch besoffen und fuhren zudem, mit einer Hüpfburg auf dem Dach, über die wohl schlechteste Straße, die ich bisher in meinem Leben befahren hatte. War auch der einzige Verkehr an diesem Morgen. Irgendwie ironisch. Wir fingen an zu plauschen. Ich wurde zu Wodka eingeladen, anscheinend wollten die eine Ziege im nächste Ort (für mich?) schlachten. Die Drei waren eine kasachische Version amerikanischen Surferboys. Allerdings besoffen anstatt bekifft und ritten die Wellen des aufgedunsenen Asphaltes mit lieblos zusammen geschweistem Stahl russicher Bauart. Aber immernhin hatten sie eine Hüpfburg dabei. Meinen einsamen Morgen haben sie auf jedenfall sehr erheitert.</p>
<p>Ein Auto kam anschließend und fuhr einfach vorbei. Wieso? Wieso fährt das einzige Auto an mir vorbei? Was ist das für eine Welt? Das war wie ein Tritt in die Eier. Ich fing an zu Laufen. Nach einer Stunde legte ich mich auf die Straße. Immernoch kein Verkehr. Das waren genau zwei Autos in sieben Stunden. Und eins fuhr vorbei. Ich konnte es immernoch nicht fassen. Tja und dann lag ich da in der Steppe, ohne Schatten, ohne Wasser und hab vor mich hin geratzt. Neben mir war ein Straßenarbeiter Stützpunkt und ich hatte dort Menschen gesehen. Die sollten irgendwann wieder da rauskommen und zurückfahren? Es ist meinem Tramperinstinkt geschuldet, dass ich da nicht heute noch stehe.</p>
<p>Ich lag auf der Straße, natürlich hinter der Ausfahrt von diesem Stützpunkt, damit ich keinen Verkehr der Arbeiter verpasse. Dann hörte ich einen LKW, konnte aber nicht sehen wo. Kann aber nur aus diesem Stützpunkt kommen. Sofort bin ich aufgesprungen, einen Hügel hoch gelaufen und sah, dass da was rausfährt. Allerdings über eine andere Straße. Scheiße. Rucksack gekrallt und dann den Berg runter gesprintet. Den Lift konnte ich mir nicht entgehen lassen. Der LKW war schon voll mit drei Leuten, aber sie haben mich trotzdem mitgenommen. 30 km aber besser als nichts.</p>
<p>An einer verlassenen Kreuzung ging es weiter. Um mich herum grasten mehrere Kuh- und Pferdeherden. Und die Straße&#8230;naja. Das Wort Betonkrebs hatte hier eine ganz neue Bedeutung für mich gewonnen. Wenn Betonkrebs wirklich existiert, dann war diese Straße eine Generalversammlung von Tumorerkrankungen. Die Straße war so schlecht, dass der Verkehr über unbefestigte Offroad Wege ging. So schlecht, dass man lieber Querfeldein fährt, als sich die Stoßdämpfer in den unzähligen Schlaglöchern zu zerbersten. Ich hab das bisher nur in den ehemaligen Sovjet Ländern erlebt, dass Straßen den Weg erschweren, anstatt zu erleichtern. Und hier hat jemand sein Meisterwerk erschaffen.</p>
<p><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Schlechte-Strasse-Trampen.jpeg" rel="lightbox[2132]"><img class="aligncenter size-full wp-image-2126" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Schlechte-Strasse-Trampen.jpeg" alt="Schlechte Straße Trampen" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Schlechte-Strasse-Trampen.jpeg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Schlechte-Strasse-Trampen-300x200.jpeg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Schlechte-Strasse-Trampen-768x513.jpeg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Schlechte-Strasse-Trampen-150x100.jpeg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Schlechte-Strasse-Trampen-400x267.jpeg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Schlechte-Strasse-Trampen-200x134.jpeg 200w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Schlechte-Strasse-Trampen-272x182.jpeg 272w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a></p>
<p>Zurück an der Kreuzung. Ein LKW kommt vorbei, schon 4 Leute drin, nehmen mich nicht mit. Insgesamt das zweite und letzte Fahrzeug, was heute an mir vorbeifahren sollte. So gesehen war meine Trampleistung auf diesem Abschnitt fast optimal. Kaum ein Lift, den ich ausgelassen habe. Trotzdem hab ich knapp 24 Stunden für diese 400 km gebraucht. Keine leichte Strecke.</p>
<p>Mein letzter Lift war ein WAZ (schreibt man das so?). Ein russischer Zerstörer. Diese Art Bus, die wahrscheinlich nie zusammenbrechen. Und ich muss euch sagen, es war das Zweite mal, das so ein Ding für mich angehalten hat. Das Letzte mal mit Ralf in Moldawien. Die sind innen etwas breiter, als normale Busse, liegen super auf der Straße und pflügen sich ausgelassen durch jede Art von Terrain. Hat mir sehr gut gefallen. Und als ich da so drin saß wurde mir plötzlich klar: „Stefan, du musst dir so ein Ding kaufen!“ Ich will mir schon länger einen Bus zulegen. Eigentlich wollte ich eine alte Mercedes Polizeiwanne haben. Aber ehrlich gesagt, will ich nun so einen russischen WAZ. Geiles Ding. Geiles Ding!</p>
<p><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/WAZ-Sovjet-Auto.jpeg" rel="lightbox[2132]"><img class="aligncenter size-full wp-image-2127" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/WAZ-Sovjet-Auto.jpeg" alt="Waz Sovjet Auto" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/WAZ-Sovjet-Auto.jpeg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/WAZ-Sovjet-Auto-300x225.jpeg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/WAZ-Sovjet-Auto-768x576.jpeg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/WAZ-Sovjet-Auto-150x113.jpeg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/WAZ-Sovjet-Auto-400x300.jpeg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/WAZ-Sovjet-Auto-200x150.jpeg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a></p>
<p>Mit diesem Lift erreicht ich dann auch wieder zivilisiertere Gegenden mit geteerten Straßen und befand mich knapp 900 km vor meinem Zielort. Von hier war ein Direktlift mehr als möglich. Es war bereits 19:00 Uhr und ich musste nochmal etwas Essen, bevor ich auf die letzte Passage gehen konnte. Essen und Trampen verträgt sich nicht so gut zusammen. Ich sehe das als lästige Notwendigkeit, wenn ich lange Strecken mache. Die Nahrungsuafnahme ist aber wichtig, damit man nicht zuviel Energie verliert. Ich versuche das auf solchen Touren so effizient wie möglich zu halten und esse dann, wenn ich durch ein Dorf oder eine Stadt laufen muss und sowieso nicht trampen kann. Meist kaufe ich mir im Supermarkt irgendwas billiges und fettiges. Teigtaschen oder ähnliches. In Deutschland wäre es ein belegtes Brötchen und ne Bokwurst. Dazu eine Flasche Wasser, etwas Süßes, ne Banane und irgendwas zu trinken mit Geschmack. Optional noch ein Eis. Das drück ich dann innerhalb von 3-5 Minuten in mich rein, während ich zum anderen Ende der Stadt laufe. Sonst verliert man zuviel Zeit. Zeit ist Verkehr und Verkehr heißt: Hitchhiking possible.</p>
<p>Nach meiner zweiten Banane hielt ich ein Taxi an. Am Dorfende hat es keine zwei Minuten gedauert, bis ich einen Truck hatte, der nach Aktau durchgefahren ist. Direktlift zum Zielort. Wie erwartet. Leider war auch hier die Freude nur begrenzt. Gegen 01:00 Uhr hielten wir an, aßen und meine beiden Trucker boten mir ein Hotelzimmer an. Sie sagten, wir würden in 5 Stunden aufstehen und nach Aktau weiterfahren. Ich wußte, dass meine Position einfach zu gut war, um nun eine Pause zu machen und zu schlafen. Ich wollte ankommen. Hatte am Tag schon soviel Zeit verloren. Also trampte ich weiter. 20 Minuten später hielt mein Auto.</p>
<p>In Kasachstan hab ich sehr selektiv getrampt, da sowieso fast alles angehalten hat. Ich hab mich auf neue Autos festgelegt, damit ich schnell voran komme. LKW&#8217;s nur, wenn ich wollte. Alte Autos und potentielle Taxis hab ich vorbei fahren lassen. Dieser Wagen kam aus der naheliegenden Stadt und ich erwartete nicht, dass er eine weite Strecke fahren würde. Aber er hielt an. „Wohin?“ „Aktau!“ Alles klar, da simmer dabei.</p>
<p>Ich hatte im LKW vorher etwas schlafen können und obwohl ich seit drei Tagen wach war, fühlte ich mich ganz gut. Mein Fahrer war allerdings total übermüdet. Ich hab ihm angeboten, dass ich fahren könne. Nach kurzer Unterhaltung hat er dann eingewilligt und so saß ich mal wieder am Steuer. Das letzte mal was das in Kanada, ebenfalls nach 3 Tagen auf der Straße. Sehr schönes Gefühl. So muss ich wenigstens keinen Fahrer wach halten. Allerdings waren die Straßen in Kasachstan etwas schwieriger zu befahren. Immer wieder kamen Betonblasen, die es zu umfahren galt. Manchmal unterbrach der Straßenbelag und man durfte Slalom um die Schlaglöcher fahren. Aber generell fahre ich lieber selber, weil ich mir mehr vertraue als jedem Fahrer. Insbesondere, wenn diese müde sind. Gegen Morgengrauen wechselten wir wieder. Ich erreichte Aktau bei Sonnenaufgang. 3781 km in 68 Stunden und 59 Minuten, inklusive einem Borderhop und 400 km Anti-Straße. War sehr zufrieden mit dieser Strecke! Und ich hatte ne Menge Spaß mit Kasachstan!</p>
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		<title>Drei Tage wach &#8211; Trampen durch Kasachstan (1)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Sep 2016 13:40:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es war ein sonniger Tag im schönen Almaty, welcher meine nächste Route einläuten sollte. Es ging 3700 km durch Kasachstan. Den ursprünglichen Plan, durch...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es war ein sonniger Tag im schönen Almaty, welcher meine nächste Route einläuten sollte. Es ging 3700 km durch Kasachstan. Den ursprünglichen Plan, durch Zentralasien zu trampen, hatte ich aufgegeben, da die Visas für Usbekistan, Turkmenistan und Tadschikistan insgesamt mehrere hundert Euros gekostet hätten, verbunden mit einem bürokratischen Kraftakt, den ich nach 20 Monaten auf der Straße nicht mehr über mich ergehen lassen wollte. Auch meinen Traum über den Pamyr Highway zu trampen, habe ich aufgegeben. Ein andermal. Es gab einen Plan-B. Einmal quer durch Kaschstan trampen und für 80$ ein Containerschiff nach Aserbaidschan nehmen. Das heißt zwar, ich bezahle für eine weitere Passage, aber alles andere würde mich noch mehr kosten und wäre den Aufwand nicht wert.<span id="more-2119"></span></p>
<p>In Almaty hab ich relativ schnell einen Transporter abgefangen, der mich fast 500 km nach Tazar mitgenommen hat. Ein guter Lift für den ersten Tag und der Auftakt einer der schnellsten Passagen, die ich je getrampt bin. Ich hatte schon am Anfang ein wolliges zu dieser Route und sollte nicht enttäuscht werden. Kasachstan hat mir das volle Programm geboten. Absolutes Tramphighlight. In Tazar wurde mein Spurt je unterbrochen. Ich musste das Land unterwegs nochmal schnell verlassen.</p>
<p>Beim Grenzübertritt nach Kasachstan gibt es ein On-Arrival Visa für 15 Tage. Ich war schon 5 Tage da und wusste nicht, wielange ich auf mein Aserbaidschan Visa muss. Und ebensowenig, wann denn dieses ominöse Containerschiff ablegen würde. Daher lieber einmal kurz über die Grenze und mir nochmal 15 Tage Visa holen. Zur Grenze musste ich extra nach Süden trampen. Es war kurz vor Sonnenuntergang und ich ärgerte mich über diesen Umweg, der mich insgesamt drei Stunden kosten sollte. War aber eine interessante Erfahrung mit freundlichen Menschen in Uniform.</p>
<p>Die letzten 15 km nahm mich ein Muslim mit, der gerade auf dem Weg zum Fischmarkt war. Wir befanden uns mitten im Ramadan. Heißt: Kein Essen und kein Trinken solange die Sonne am Himmel ist. Er holte wohl Abendessen für die bevorstehende Dämmerung. Kasachstan ist sehr heiß und für mich war es unvorstellbar, wie er den ganzen Tag aushält, ohne etwas zu trinken. Ramadan bedeutet aber auch, dass jeder Gast als Geschenk Gottes angesehen wird. Muslime sind generell super gastfreundlich, wie ich in Syrien und der Türkei schon am eigenen Leib erfahren durfte. Das er mich extra 15 km an die Grenze gefahren hat, obwohl er da nicht hin musste, nahm ich dankend an, da es ihm eine besondere Freude schien, mir zu helfen. Und man will ja auch niemanden vor den Kopf stoßen. Am Ende hat er mir noch 5000 Tenghe (ca. 16€) gegeben, damit ich mir etwas zu essen kaufen kann. Solche Geldgeschenke sind mir überhaupt nicht recht. Ich lehne sie immer ab am Anfang, meine Fahrer bestehen aber darauf und ich lenke dann ein. Aus Höflichkeit. Und weil auch Geben eine Freude sein kann.</p>
<p>An der Grenze bin ich schnell raus und dann wieder rein ins Land. So einen „Border Hop“ hab ich zum ersten mal gemacht. Bei der Ausreise wurde ich gefragt, wo ich hin will. Ich war natürlich ehrlich. Nur eine kurze Runde drehen. Visa erneuern. Die Beamtin hat das mit einem Kopfschütteln quittiert. Ich versuchte unser beider Gesicht zu wahren: „Naja, vielleicht auch nicht Visa erneuern, sondern Kirgistan besuchen?“, untermalt mit einem charmanten Lächeln. Das schien für alle Beteiligten akzeptabel In Kirgistan kam eine intensivere Kontrolle. Waffenschmuggel, Terrorismus? Oder doch nur ein Grund 15 Minuten die Bilder auf meiner Kamera anzuschauen? Der scheißende Junge aus meinem <a href="https://warmroads.de/de/15-000-km-durch-china-trampen-25-tibetanische-bergstrassen/">China Artikel</a> kam auf jedenfall gut an bei den Beamten. Wurde dann gleich mal die Kamera herum gereicht und ich war aus dem Schneider.</p>
<p>Nach der offiziellen Einreise in Kirgistan bin ich einmal um das Gebäude gelaufen und hab mich wieder Richtung Kasachstan eingereiht. Ausreise Kirgistan ging relativ problemlos. Der Grenzbeamte hatte allerdings den Stempel verkackt und musste einen Zweiten in meinem Pass machen. Auf der kasachischen Seite hatte ich dann einen sehr netten und högst motivierten Grenzbeamten. Ich dachte erst, es würde evtl. Stress bei der Einreise geben, aber da hatte ich mich getäuscht. Als ich dran kam, war der zuständige Beamte regelrecht begeistert, einen Deutschen zu sehen. Hat mir allerlei Fragen gestellt. Hier verschwamm wieder die Grenze zwischen Interesse und Pflichterfüllung. Zum Glück wollte er nicht meine Kamera sehen, aber der scheißende Junge hätte ihm sicher auch gefallen.</p>
<p>Der ganze Prozess hat dann auch etwas länger gedauert. Hinter mir hatten sich mittlerweile ca. 15 Menschen angesammelt. Da stehst du nun am einzigen Schalter der offen war, in deinem gelben, auffallenden Anzug und hast diese Schlange hinter dir, die so ungeduldig wurde, wie deine Pionierblasen-Fußball-Freunde, die erst zur Halbzeitpause herausgefunden haben, dass die Fußballkneipe nur eine Toilette. Unisex. Im Rücken die Ungeduld und hinter der Scheibe, ungesehen vom Rest der Meute, sitzt der Grenzbeamte und freut sich über deine Existenz. „Very nice to see you! Hope we meet again! Have a nice trip! Enjoy Kazachztan!“ Die Verabschiedung hörte gar nicht mehr auf. Irgendwann war ich dann aber durch und hab schnell das Weite gesucht, bevor mir jemand ans Bein pissen konnte.</p>
<p><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Sonnenuntergang-Kasachstan.jpeg" rel="lightbox[2119]"><img class="aligncenter size-full wp-image-2122" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Sonnenuntergang-Kasachstan.jpeg" alt="Sonnenuntergang Kasachstan" width="780" height="439" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Sonnenuntergang-Kasachstan.jpeg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Sonnenuntergang-Kasachstan-300x169.jpeg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Sonnenuntergang-Kasachstan-768x432.jpeg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Sonnenuntergang-Kasachstan-150x84.jpeg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Sonnenuntergang-Kasachstan-400x225.jpeg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Sonnenuntergang-Kasachstan-200x113.jpeg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a></p>
<p><a href="https://warmroads.de/de/technische-anleitung-zum-trampen-durch-grosse-staedte/">Stadttrampen</a>. Es war bereits dunkel und ich musste irgendwie da durch. Wieder Geld geschenkt bekommen. Irgendwann hab ich mir sogar etwas zu Essen gekauft. Hatte den ganzen Tag mit Trampen und Grenze verbracht und keine Zeit für eine Pause genommen. Vom Laden direkt einen weiteren Transporter abgefangen. Der hatte keine Chance, hat da gerade seine Scheiben geputzt und das lass ich mit natürlich nicht entgehen. So hatte ich meinen ersten 200 km Nachtlift. In die nächste Stadt. Dann ging es ab. Keine Grenze, kein Umweg mehr. Ich nahm Fahrt auf. Und wie.</p>
<p>Trampen in Kasachstan ist generell sehr angenehm und man merkt sofort, dass man in einem Post-Sovjet Land ist. Überall an der Straße stehen Leute und Trampen. Autos halten super schnell an und die jeder versteht den Unterschied zwischen Avtostop und der normalen Mitfahrgelegenheit. Ich hab natürlich Sonderstatus als Ausländer, aber ich mache immer sehr klar, dass ich Avtostop mache und kein Geld gebe. Kann dann jeder selbst entscheiden, ob sie mich einladen wollen. Meistens sagen die Leute dann trotzdem: „Komm! Kein Problem!“ Nachttrampen in Kasachstan ist auch ein besonderes Kapitel. Ich konnte keinen Unterschied zwischen Tag und Nacht feststellen. Autos halten genauso schnell an. Bißchen weniger Verkehr, aber die Fortbewegung geht genauso gut. Kasachstan ist auf jedenfall mein Lieblingsland bezüglich des Nachttrampens.</p>
<p>Ich kam irgendwann vor einer Polizeikontrolle raus. Die eignen sich immer besonders gut zum Trampen und das sollte mir in dieser Nacht den entscheidenden Vorteil geben. An der Kontrolle standen viele Trucks, meist aus Kirgistan. Daneben eine Meute Taxi-Fahrer, die nur darauf wartete, dass irgendjemand aus dem Verkehr gezogen werden würde und ein Taxi zum nächsten Hotel brauchen würde. Die Taxi-Fahrer und Polizisten schienen sich auch gut zu kennen und in einer sonderbaren Symbiose unter Parasitären Lebensformen zu leben. Wie als würde die Mücke neuerdings eine Zecke auf dem Rücken mitbringen. Es erübrigt sich, zu erwähnen, dass mal wieder ein Fototermin anstand. Wobei die Selfie Kultur etwas unterschiedlich zu China ist. In Kasachstan drängen mich die Leute regelrecht, dass ich ein Foto mit Ihnen mache. Also ich mit Ihnen für meine Erinnerung, nicht weil sie ein Foto mit mir möchten.</p>
<p>Die Nacht verlief gut, zum Morgengrauen hatte ich mehr als 1000 km hinter mir. Die Straße wurde allerdings zusehends leerer und ich verstand langsam, was mit der kasachischen Steppe gemeint war. Hat mich sehr an Argentinien erinnert, nur das hier wirklich NICHTS war und in Argentinien doch noch eine gewisse Zivilisation existiert. Wie auch immer, das erste Auto an diesem Morgen hielt an und nahm mich 400 km nach Norden mit. As easy as making a pie. Gleiches Spiel noch einmal später, das erste Auto hielt an und lud mich ein. Wohin sie fahren? „Aktau.“ „Aktau?“ Ich fiel aus allen Wolken. Da wollte ich hin. Das waren allerdings noch 2200 km. Und so saß ich in meinem Direktlift!</p>
<p>Ich bin schon so viel getrampt und hab genug erlebt, dass ich bei solchen Superlifts etwas vorsichtiger geworden bin. Meine beiden Fahrer hatten eine gut gepflegte Glatze, Stiernacken und sprachen nicht, sondern heizten nur mit 130 km/h durch die grün, grasige Einöde. Ich wusste nicht, ob ich wirklich in diesem Auto bleiben würde. Erster Stop an der Tankstelle. Danach kurzer Plausch und wir aßen etwas zusammen. Die Stimmung wurde besser, die Beiden waren freundlich und danach fühlte ich mich sicherer mit dem Lift. Dann bin ich eingeschlafen. Wir hatten eine andere Route genommen, als die, die ich mir von Google habe geben lassen. Ist okay, dachte ich. Vielleicht ist die Straße einfach Scheiße. Ca. 200km Umweg. Kein Ding. Gegen 18:00 Uhr hat sich dann allerdings bewahrheitet, was ich befürchtet hatte. Ich sollte aussteigen. Irgendwo auf der Umwegstrecke, wo ich ja eh nicht durchtrampen wollte. Ich versteh nicht warum, aber es war anscheinend auch keine Zeit zum diskutieren. Also Rucksack nehmen, raus und die Beiden fahren weiter in meine Richtung.</p>
<p>Normalerweise würde ich mich nun fürchterlich ärgern und schlechte Laune haben, aber da ich diese Situationen schon kenne, nahm ich es gelassen und machte da weiter, wo ich aufgehört hatte. Schlechte Laune bremst nur aus und ist daher zu vermeiden. Der nahe Polizeiposten zwang mich mit ihnen ein Foto zu machen. Der Polizist war übelst zukekokst. Meine Güte. Total hyperaktiv und hat die Nase ständig hochgezogen. Dass das niemandem aufgefallen ist?</p>
<p><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Polizei-Kasachstan.jpeg" rel="lightbox[2119]"><img class="aligncenter size-full wp-image-2123" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Polizei-Kasachstan.jpeg" alt="Polizei Kasachstan" width="780" height="439" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Polizei-Kasachstan.jpeg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Polizei-Kasachstan-300x169.jpeg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Polizei-Kasachstan-768x432.jpeg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Polizei-Kasachstan-150x84.jpeg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Polizei-Kasachstan-400x225.jpeg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/09/Polizei-Kasachstan-200x113.jpeg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a></p>
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		<title>Weltumtrampung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Sep 2016 12:49:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trampen]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mein Kater, sein Name ist Herr Anton, hat die Angewohnheit auszureißen. Er zieht los. Keiner weiß wohin er geht. Niemand weiß was er tut....</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Kater, sein Name ist Herr Anton, hat die Angewohnheit auszureißen. Er zieht los. Keiner weiß wohin er geht. Niemand weiß was er tut. Er streunt für einige Tage in der Welt herum und steht letztendlich völligst zerzaust wieder vor der Tür, als wäre nichts gewesen. Er ist eben ein Entdecker. Ähnlich wie ich.<span id="more-2077"></span></p>
<p>Ich bin nun wieder in Leipzig angekommen. An dem Ort, wo ich vor 22 Monaten meine Kater zurückgelassen habe. Er ist nicht mehr da. Umgezogen. Aber ich bin wieder da. Niemand weiß so richtig, was ich eigentlich gemacht habe. Aber so stehe ich wieder vor der Tür, mit langem Bart, so zerzaußt wie Langzeitreisende eben sind und diesen Erfahrungen im Rucksack, die mir niemand mehr nehmen kann. Erfahrungen, die ich aber auch niemandem übertragen kann.</p>
<p>Das Heimkommen. Komischer Prozess. Mein Heimweh, welches mich so lange begleitet hatte, zog sich die letzten Wochen etwas zurück. Das Fernweh betrat melancholisch dreinschauend die Bühne, mit der Gewissheit, dass diese Reise nun vorbei ist und eine ziemlich geile Zeit war. Es ist absurd, aber auf den letzten Metern fühle ich, dass ich diese Zeit gerne noch verlängern würde. Nachdem ich in Leipzig angekommen bin, überkam mich dann auch eine ganze Palette von Emotionen. Von Freude bis Trauer, Erstaunen bis Ungläubigkeit und die ein oder andere Träne kullerte davon, nachdem ich den finalen Sticker an dem Straßenschild angebracht habe, wo ich vor 22 Monaten aufgebrochen bin.</p>
<p>22 Monate sind eine so lange Zeit. Besonders wen man ständig unterwegs ist. Manchmal muss ich an meine Zeit in San Francisco zurückdenken. Dann stelle ich fest, das ist ja erst sechs Monate her! Oder wie ich durch China getrampt bin. Vor drei Monaten und danach hab ich nochmal 20.000 km zurückgelegt. Vor 1,5 Jahren hab ich mich schrecklich verliebt in Uruguay. Eine Ewigkeit. Fühlt sich an wie vor 20 Jahren. Ich hab ein eigenartiges Zeitgefühl bezüglich meiner Reise. Als hätte ich drei Leben hinter mir und starte nun das Nächste.</p>
<p>Ich habe insgesamt 58 Länder durchquert. In manchen habe ich angehalten und eine Monat verbracht. Andere habe ich nur im vorbeifahren betrachtet. Aber selbst von den Durchreiseländer habe ich einen Eindruck gewinnen können. Verbinde nun einen Geruch, eine Landschaft, ein Gefühl und reale Menschen mit diesen Orten. Erfahrungswissen, das man nicht aus Bildern im Internet ziehen kann. Ich hab ein Gefühl für unseren Planeten bekommen, nachdem ich mehrere Kontinente Überland durchquert habe. Kann Distanzen besser einschätzen. Es hat sich in meinem Kopf eine komplette Kartographie der Oberfläche unserer Erde gebildet . Wüsten, Berge, Wald und Meer. Das Wechselspiel der Landschaft. Die Choreographie meiner Reise.</p>
<p>Ich bin mit dem Plan losgezogen, einmal um die Welt zu trampen. Eine Reise um die Erde. Keine normale Weltreise, weil der touristische Charakter eher Beiprodukt war. Der Zweck Expedition war die Weltumtrampung. Ich bin nicht nach China, weil ich China sehen wollte, sondern weil dort meine Route hindurchführte. Klar gab es Ausnahmen. Ich habe je einen Monat in New York und Hong-Kong gelebt. War in Japan um dort einen meiner Lieblingsmenschen zu besuchen. Und bin durch die Attacama Wüste gebummelt. Aber das, wofür ich Blut und Tränen gegeben habe, war immer das Langstreckentrampen. Meine Routen. Die Bewegung auf der Straße. Das war der Kern meiner Expedition. Und es ist mir wichtig, dass ihr das begreift.</p>
<p>Meine Tour umfasste eine Gesamtlänge von <strong>108.895 km</strong>. Mehr als das 2,5-fache des Erdumfanges. Ich bin über den Atlantik gesegelt, habe mich mit einem Schrottfahrrad durch die kolumbianischen Cordilleras gequält, das Darien Gap auf einem Cargo-Schiff überwunden, bin illegal auf Güterzügen in den USA mitgefahren, habe ein Kleinflugzeug getrampt, bin in „gemäßigten“ -35° durch den alaskanischen Winter getrampt, musste bei 50° in der iranischen Wüste warten und habe insgesamt weit mehr als 100 km zu Fuß zurückgelegt. Diese 108.895 km sind mit viel Anstrengung und Leid, aber auch Euphorie und Glückseligkeit verbunden. Mein Weg. Mein Sinn. Schwer in Worte zu fassen. Aber es ist mehr als eine Zahl für mich. Das war mein Leben in den letzten zwei Jahren. Und dieses Leben ist nun vorbei.</p>
<p><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/08/Ich-auf-Reisen.jpg" rel="lightbox[2077]"><img class="aligncenter size-full wp-image-2079" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/08/Ich-auf-Reisen.jpg" alt="Ich auf Reisen" width="585" height="780" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/08/Ich-auf-Reisen.jpg 585w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/08/Ich-auf-Reisen-225x300.jpg 225w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/08/Ich-auf-Reisen-150x200.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/08/Ich-auf-Reisen-400x533.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/08/Ich-auf-Reisen-200x267.jpg 200w" sizes="(max-width: 585px) 100vw, 585px" /></a></p>
<p>Was bleibt zu sagen? Eine Frage kam immer wieder auf: Was habe ich gelernt? Nichts. Ich konnte etwas viel wertvolleres als Wissen erlangen: Erfahrung. Ich musste nichts lernen, sondern durfte erfahren. Zum Beispiel, dass Distanzen auf unserem Planeten relativ sind und ich mich fast unbegrenzt Bewegen kann. Etwas was nicht für jeden Menschen offen steht und für das ich sehr dankbar bin. Ich konnte Gelassenheit entwickeln, weil ich erfahren habe, dass ich nicht viel zum Überleben brauche. Selbst meine Grundbedürfnisse (Essen, Wohnung, Schlaf) habe ich immer wieder strapaziert und ausgereizt. Am Ende bleibt die Gewissheit, dass mich eine schlaflose Nacht oder ein Tag ohne Essen nicht aus der Bahn wirft. Und ich konnte miterleben, dass Gastfreundlichkeit eine universelle Qualität der Menschen ist. Ich habe sogar ein Bedürfnis danach, meine Zeit und meinen Besitz mit Anderen zu teilen, nach all dem was mir widerfahren ist. Nicht nur jener, der nimmt, sondern auch solcher, der gibt, profitiert. Der Geber vielleicht sogar mehr.</p>
<p>Die Reise hatte noch einen anderen Aspekt. Ich habe nach einem Sinn gesucht. Oder nach einer Antwort. Wie auch immer man es nennen mag. Gefunden habe ich es nicht. Ich glaube, dass ich diese Sache auch nie finden werde und es letztendlich vielleicht nicht so wichtig ist danach zu suchen. Wir streben in unserem Leben immer nach etwas. Einem Ziel. Um dann wieder von der Sinnlosigkeit eingeholt zu werden. Wieder nicht geklappt. Nächste Lebenskrise. Der immer währende Kreislauf unserer zufälligen Existenz. Vielleicht sollten wir es nach <a href="https://vimeo.com/176370337">Alan Watts</a> halten und nicht auf das Ende des Stückes warten, sondern zur Musik tanzen, solange sie ordentlich dudelt. Vielleicht ist das der Sinn, den ich für mich gefunden habe.</p>
<p>Der Blog geht weiter, soviel kann ich sagen. Schreiben macht mir zuviel Spaß, als dass ich das nun sein lassen würde. Ich hab noch Geschichten für mindestens ein Jahr. Road Trip durch Kasachstan steht in den Startlöchern und eine wunderbare Triologie zum Thema „Alkohol und Reisen“ ist in Vorbereitung. Die Artikel werden nicht mehr jede Woche kommen, da ich mir mehr Zeit mit den Übersetzungen nehmen will. Bilingual zu publizieren ist so viel Arbeit und ich war zuletzt nicht zufrieden mit meinen Endprodukten. Spaß muss sein. Mir macht das vorallem dann Spaß, wenn die Artikel auch gut sind.</p>
<p>Daneben versuche ich meine 50gb Fotos zu sortieren und werde anfangen Reisevorträge zu halten. Ich arbeite gerade an einem Konzept, das über die normalen Dia-Vortragsabende hinaus geht. Erzählen könnte ich genug. Alles, damit ich all die verrückten Geschichten, ob aufgeschrieben oder nicht, auch mal mit euch persönlich teilen kann. Da freue ich mich schon sehr drauf! Los geht’s bald in Leipzig. Berlin und Hagen habe ich noch als Veranstaltungsorte im Kopf. Let‘s see, ich lass es euch natürlich wissen.</p>
<p>Mein Leben wird begleitet von einem grundsätzlichen Wandel. Die nächsten Projekte werde ich von einer gesichteren Base angehen. Mit einem zu Hause. Nicht mehr als heimatloser Nomade. Das hat mir nämlich am meisten gefehlt. Wenn ich dieses zu Hause eingerichtet habe, dann kann ich weiter spielen und durchs Leben tanzen. Und wenn es von neuen Abenteuer zu berichten gibt, dann lass ich euch natürlich teilhaben. Weil sharing is caring!</p>
<p>In diesem Sinne,</p>
<p>Warm Roads</p>
<pre>Nachwort
An all die unzähligen Freunde und Unbekannten die mich bei sich zu Hause aufgenommen haben. An meine 1156 Fahrer und Fahrerinnen. An alle Menschen, die mir unterwegs etwas Gutes getan haben, sei es in Form einer Melone, Wegbeschreibung, Lächeln oder Umarmung. An meine Freunde die mir in dunklen Tagen ihr Ohr geliehen haben. An all die Menschen, die mir diese lieben Nachrichten geschickt haben und meinen Geschichten folgten. An meine Familie.

Danke, ihr seid großartig!</pre>
<p style="text-align: center;"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/08/Hitchhiking-family.jpg" rel="lightbox[2077]"><img class="aligncenter size-full wp-image-2080" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/08/Hitchhiking-family.jpg" alt="Hitchhiking family" width="780" height="520" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/08/Hitchhiking-family.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/08/Hitchhiking-family-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/08/Hitchhiking-family-768x512.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/08/Hitchhiking-family-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/08/Hitchhiking-family-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/08/Hitchhiking-family-200x133.jpg 200w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/08/Hitchhiking-family-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a>Hitchhiking Family</p>
<p><strong>Post Script</strong><br />
<em>Whose woods these are I think I know.</em><br />
<em> His house is in the village though;</em><br />
<em> He will not see me stopping here</em><br />
<em> To watch his woods fill up with snow.</em></p>
<p><em>My little horse must think it queer</em><br />
<em> To stop without a farmhouse near</em><br />
<em> Between the woods and frozen lake</em><br />
<em> The darkest evening of the year.</em></p>
<p><em>He gives his harness bells a shake</em><br />
<em> To ask if there is some mistake.</em><br />
<em> The only other sound’s the sweep</em><br />
<em> Of easy wind and downy flake.</em></p>
<p><em>The woods are lovely, dark and deep,</em><br />
<em> But I have promises to keep,</em><br />
<em> And miles to go before I sleep,</em><br />
<em> And miles to go before I sleep.</em></p>
<p>Stopping by Woods on a Snowy Evening, by Robert Frost</p>
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