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	<title>Kolumbien &#8211; Warm Roads</title>
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		<title>Trampen in&#8230; (14) Kolumbien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Feb 2016 22:51:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumbien]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen in...]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kolumbien sollte das allerletzte Land auf meiner Südamerika Tour sein und da ich vorher nur gutes über Menschen, Natur und Essen gehört hatte, ging...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Kolumbien sollte das allerletzte Land auf meiner Südamerika Tour sein und da ich vorher nur gutes über Menschen, Natur und Essen gehört hatte, ging ich Vorurteilsfrei und freudig an die Sache. Das fing auch gut an, jedoch erkannte ich schnell, dass es hier kein Zuckerschlecken werden sollte. Letztendlich war meine Kolumbien Durchquerung ungefähr so schwierig zu trampen wie Spanien oder Brasilien, wenn nicht gar schwieriger. Rückblickend gibt es aus tramptechnischer Sicht nichts positives über Kolumbien zu berichten.<span id="more-1370"></span></p>
<h2 style="text-align: justify;">Statistik</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Zurückgelegte Distanz: </strong><strong>943</strong><strong> Kilometer</strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify"><strong>Anzahl der Lifts: </strong><strong>17</strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify"><strong>Durchschnittliche Wartezeit: </strong><strong>48</strong><strong> Minuten </strong><strong>03</strong><strong> Sekunden</strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify"><strong>Standzeit Gesamt: </strong><strong>13</strong><strong> Stunden </strong><strong>37</strong><strong> Minuten </strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Den Log findet ihr <a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Log-Colcombia.ods" rel="">hier</a>.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Meine Route</h2>
<p style="text-align: justify;">Ich überquerte die Grenze Nachts bei Pasto und hatte auch direkt einen Lift dorthin. Von da aus sollte es „nur nach Bogota“ gehen. <a href="https://www.google.com/maps/dir/Bogot%C3%A1,+Kolumbien/Cali+-+Valle+del+Cauca,+Kolumbien/Pasto,+Departamento+de+Nari%C3%B1o,+Kolumbien/@2.960819,-75.7162045,8z/data=!4m11!4m10!1m2!1m1!1s0x8e3f9bfd2da6cb29:0x239d635520a33914!1m2!1m1!1s0x8e30a6f0cc4bb3f1:0x1f0fb5e952ae6168!1m2!1m1!1s0x8e2ed485722503fd:0x298f1ef26abc8a75!3e0">Die Route</a> hab ich auch geschafft, allerdings innerhalb von 2 Tagen und das auf den Hauptstraßen Kolumbiens für 900km.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Menschen</h2>
<p style="text-align: justify;">Ich muss sagen von allen Menschen in Südamerika gefallen mir die Kolumbianer bisher tendenziell am Besten. Warme, offene Leute und insbesondere die Jungs hier sind zwar, wie alle Südamerikaner, etwas bossy, aber insgesamt super nett. In anderen Teilen waren besonders die männlichen Gesellschaftsteilnehmer manchmal etwas anstrengend und arrogant. Kolumbien ist da entspannter. Außerdem muss ich sagen, dass die Kolumbianer definitiv die am besten gekleidetsten Menschen auf diesem Kontinent sind. Vielleicht kommt daher auch das Klischee, dass die Kolumbianerinnen so besonders schön sein sollen.</p>
<p style="text-align: justify;">Für mich sind die Kolumbianer recht nahe miteinander, ohne aufdringlich zu sein. Als ich die Grenze Nachts passiert hatte, hat der Spaß sofort angefangen. Fotos mit mir gemacht, gelacht, geshakert&#8230;einfach super entspannt und zum wohlfühlen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Straßen</h2>
<p style="text-align: justify;">Ich dachte Chile hätte wenig Platz und bewertete das negativ. Ich war in Ecuador und sah es geht schlimmer. Und dann kam ich nach Kolumbien und das toppte nochmal alles. Im Süden speziell. Dort ist es sehr bergig, viele steile Straßen, die Leute heizen natürlich trotzdem wie die Bekloppten. Neben fehlendem Standstreifen und manchmal sogar fehlenden Gehwegen (Laufen geht dann nur in einer schrägen Regenrinne, sehr unkomfortabel) ist der Tramper hier also noch mit einem absolut schnellen Verkehr konfrontiert. Sehr viele Teile der Straße die einfach untrampbar sind. Unmöglich.</p>
<p style="text-align: justify;">Der fehlende Standstreifen zieht sich durch das ganze Land. Es gibt wenige Kreisverkehre, Tollstationen (die allerdings auch nicht unbedingt Erfolg versprechen), viele Polizeikontrollen und einige Aduanas, wo die LKW´s ihre Ladung kontrollieren lassen und die Einfahrt obligatorisch ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Ansonsten sind die Straßen überraschend langsam, zumindest bis Bogota. Da kann man schonmal 8 Stunden für 200km brauchen, da es sich oft die Berge hoch und runter schlängelt und sich meist Kolonnen hinter dem langsamsten LKW bilden.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Taktik</h2>
<p style="text-align: justify;">Ich hab viel probiert. Laufen. Kein Vorteil. Normale Tramppositionen beziehen. Keiner hält an. Tollstationen. Niemand interessiert sich für euch. Aggressiv trampen, zurückhaltend trampen, mit dem Daumen, mit der flachen Hand, mit der flachen Hand winkend. Alles erfolglos. Die Leute halten einfach nicht an. Bzw. es braucht Zeit.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie man am besten durch Kolumbien kommt? Meine langen Lifts hatte ich alle angesprochen! Wenn ihr ins Gespräch kommt mit den Menschen, dann sind die meist aufgeschlossen und laden euch ein. Normales Trampen nicht zu empfehlen. Und wenn ihr trampt, dann gibt es nur eine Geheimwaffe für Kolumbien: Polizeikontrollen. Wann immer ich mich hinter eine Polizeikontrolle gestellt hatte, hat auch relativ schnell ein Auto angehalten. Das ist wirklich der beste Ratschlag, den ich hier geben kann. Auch in vielen Gesprächen während des Wartens (insbesondere mit Tollstation-Securities) wurde mir immer wieder empfohlen, mich in die nähe der Polizei zu stellen. Natürlich hab ich das am Anfang als den üblichen sinnlosen Ratschlag aufgefasst, aber es machte wirklich einen Unterschied.</p>
<p style="text-align: justify;">Ansonsten helfen noch Positionen, wo der Verkehr wirklich wirklich langsam an euch vorbeizieht. Wirklich langsam in Schrittgeschwindigkeit. Ich habe generell das Gefühl durch die ganze Guerilla und den anhaltenden Konflikt sind die Menschen arg gehemmt anzuhalten, wenn jemand am Straßenrand steht. So lange wie in Kolumbien habe ich in keinem anderen Land gewartet. Auch wenn meine Statistiken mit Vorsicht zu geniessen sind, so hat Kolumbien nicht umsonst die Spitzenposition eingenommen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Impressionen</h2>

<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-14-kolumbien/beautiful-colombia/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Beautiful-Colombia-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Beautiful Colombia" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Beautiful-Colombia-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Beautiful-Colombia-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Beautiful-Colombia-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Beautiful-Colombia-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Beautiful-Colombia-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-14-kolumbien/street-colombia/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Street-Colombia-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Street Colombia" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Street-Colombia-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Street-Colombia-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Street-Colombia-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Street-Colombia-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Street-Colombia-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-14-kolumbien/trucks-colombia/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Trucks-Colombia-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Trucks. Everywhere slow trucks in the Colombian mountains." srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Trucks-Colombia-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Trucks-Colombia-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Trucks-Colombia-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Trucks-Colombia-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Trucks-Colombia-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-14-kolumbien/guadua-colombia/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Guadua-Colombia-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Marktplatz von Guadua" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Guadua-Colombia-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Guadua-Colombia-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Guadua-Colombia-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Guadua-Colombia-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Guadua-Colombia-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-14-kolumbien/truck-colombia/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Truck-Colombia-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Slow trucks in Colombia." srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Truck-Colombia-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Truck-Colombia-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Truck-Colombia-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Truck-Colombia-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Truck-Colombia-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-14-kolumbien/gravel-pit-road-colombia/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Gravel-Pit-Road-Colombia-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Gravel Pit Road Colombia" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Gravel-Pit-Road-Colombia-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Gravel-Pit-Road-Colombia-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Gravel-Pit-Road-Colombia-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Gravel-Pit-Road-Colombia-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Gravel-Pit-Road-Colombia-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-14-kolumbien/road-colombia/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Road-Colombia-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Mountain top road, which i conquered with my bike." srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Road-Colombia-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Road-Colombia-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Road-Colombia-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Road-Colombia-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Road-Colombia-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-14-kolumbien/wet-road-colombia/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Wet-Road-Colombia-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Wet jungle road." srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Wet-Road-Colombia-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Wet-Road-Colombia-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Wet-Road-Colombia-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Wet-Road-Colombia-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Wet-Road-Colombia-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-14-kolumbien/mountain-road-colombia/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Mountain-road-Colombia-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Mountain road in Colombia." srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Mountain-road-Colombia-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Mountain-road-Colombia-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Mountain-road-Colombia-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Mountain-road-Colombia-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Mountain-road-Colombia-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>

<h2 style="text-align: justify;">Besonderheiten</h2>
<p style="text-align: justify;">Landschaftlich ist Kolumbien dagegen ein absoluter Traum. Ich kann das Land nur jedem empfehlen, solange ihr nicht trampen möchtet. Der Süden hat wunderschöne Berge, Wiesen, Felder und vorallem Früchte. Kolumbien hat fruchtbares Land und sehr viel leckeres und gutes Essen. Ich habe hier die beste Papaya meines Lebens gegessen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die offiziellen Wege möglichst nicht leichtfertig verlassen um irgendwo ins Land zu marschieren, da es vereinzelt Landminen gibt und generell die umliegende Natur teilweise von Rebellen besetzt ist. Das sind allerdings landesinterne Konflikte, die euch als Reisende normalerweise nicht betreffen werden. Die aktuelle Situation verspricht außerdem, dass bald Frieden zwischen Rebellen und der Regierung herrscht und die Landminen werden dann sicher auch bald entfernt.</p>
<p style="text-align: justify;">Kaffee. Ja endlich wieder Kaffee, nachdem es im restlichen Teil des Kontinentes meistens nur braunes Wasser gab. Kolumbien ist eine absolute Kaffee-Weltmacht und das solltet ihr auch ausnutzen, wenn ihr mal hier seid. Morgens, Mittags und Abends.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben der aktuellen Miss-Südamerika kommen auch die aktuelle BMX-Weltmeisterin sowie einige begnadete Profiradsportler aus Kolumbien. Radsport wird hier geachtet und als Radreisender wird man von den Einheimischen mit offenen Armen empfangen. Ich stehe noch kurz vor meiner Radtour, aber der Ruf eilte Kolumbien schon vorraus. Bogota-Cartagena ist eine Standartstrecke und geht größtenteils bergab. Also mit Genuß! Edit: Jetzt wo ich das nochmal lese, muss ich lachen. Wie mich die Realität eingeholt hat. 800 km mit dem <a href="https://warmroads.de/de/category/fahrrad/">Fahrrad</a> durch Kolumbien, das war kein Spaß oder doch, eigentlich schon.</p>
<p style="text-align: justify;">Zwischen Kolumbien und Panama gibt es keine Straße, aber das berühmte <a href="https://warmroads.de/de/ab-ins-darien-gap-jungle-fever/">Darien Gap</a>. Schwer da durch zu trampen. Ich hatte Glück und bin mit einem <a href="https://warmroads.de/de/nach-panama-mit-dem-cargo-boot/">Cargo Boot</a> getrampt.</p>
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		<title>Ab ins Darien Gap &#8211; Jungle-Fever</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2015 08:26:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumbien]]></category>
		<category><![CDATA[Panama]]></category>
		<category><![CDATA[Segeln]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Speedboat Station in Turbo war so voll wie die Metro in Tokio zur Rush Hour. Dichtes Gedrängel. Ich war pünktlich um 8:30 Uhr...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Die Speedboat Station in Turbo war so voll wie die Metro in Tokio zur Rush Hour. Dichtes Gedrängel. Ich war pünktlich um 8:30 Uhr vor Ort und natürlich gab es noch keinerlei Anzeichen, dass hier gleich irgendwas ablegen würde. Ich kaufte mir also erstmal ein paar Käse-Schinken Röllchen, einen Kaffee und beschloss eine Zigarette zu rauchen. Die Kolumbianer sind nicht so die Raucher. Meine morgendliche Luftverpestung wurde sogleich mit theatralischem Scheinhusten und bösen Blicken quittiert.<span id="more-1046"></span></p>
<h3 align="justify">Speedboat fahren, endlich mal wieder</h3>
<figure id="attachment_1050" aria-describedby="caption-attachment-1050" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Turbo-Boot.jpg" rel="lightbox[1046]"><img class="size-full wp-image-1050" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Turbo-Boot.jpg" alt="Bootstation in Turbo" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Turbo-Boot.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Turbo-Boot-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Turbo-Boot-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Turbo-Boot-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Turbo-Boot-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1050" class="wp-caption-text">Bootstation in Turbo</figcaption></figure>
<p align="justify">Nach ca. einer Stunde ging das „Boarding“ los. Dichtes Gedrängel. Für 1000 Pesos (ca. 30 Cent) habe ich mir noch einen schwarzen Müllsack geleistet, mit dem ich meinen Rucksack verpackte. Mein Name wurde aufgerufen, ich betrat die Zustiegszone. Beim Einpacken kam mir ein freundlicher Angestellter zu Hilfe. Sie nahmen meinen Rucksack, wogen ihn und wollten dann auf einmal 10.000 Pesos haben. Ich fragte, wieso? Na, weil der schwerer als 10 Kilo sei. Zum Glück war ich schon im Boot. Meine kolumbianischen Sitznachbarn, gaben mir zu erkennen, dass hier nichts extra bezahlt wird. „No hay plata! no hay plata!“ (Es gibt kein Geld!). Ich hatte schon fast meinen Geldbeutel in der Hand, nahm aber dann unauffällig die Arme runter. Mein Rucksack war schon verladen (so hoffte ich zumindest) und die Forderung nach weiterem Geld ignorierte ich einfach. Hat funktioniert. Tourifalle entkommen. Verdammte Abzockerei überall&#8230;.ich sags euch.</p>
<p align="justify">Das Boot war ähnlich beschaffen, wie der Kahn mit dem ich von Trinitad nach <a href="https://warmroads.de/de/durch-die-hintertuer-nach-venezuela/">Venezuela</a> gefahren bin. Nur besser ausgestattet. Mit gepolsterten Bänken, Rückenlehnen und drei Outboard-Motoren, die richtige Monster waren. Da Fahrt war aber ähnlich unangenehm. Ständiges auf und ab springen über die Wellen. Immer wieder ist der Rumpf des Bootes auf das Wasser geklatscht. Einziger Unterschied hier, dass jeder harte Aufprall von den Kolumbianern mit Schreien, Lachen und Applaus gefeiert wurde. Hier fuhren alle in den Urlaub. In Venezuelaner alle nach Hause.</p>
<p align="justify">In Carpugana angekommen, war ich nun endlich mitten im Darien Gap. Von hier aus gab es drei weitere Ortschaften: Sabzurro, La Miel und letztendlich Puerto Obaldia. Zwischen Sabzurro und La Miel war die offizielle Grenze zwischen Panama und Kolumbien. Die Immigrations waren allerdings in Carpugana (Kolumbien) und Puerto Obaldia (Panama), was bedeutete, dass man sich erstmal auschecken muss, bevor man überhaupt weiter konnte. Das hab ich natürlich vergessen. Zielstrebig bin ich vom Boot in den erstbesten Shop gelaufen, habe mich mit Wasser eingedeckt, eine Sprite getrunken und bin Richtung Dschungelpfad gelaufen. Irgendwann schon halb im Dschungel ist mir der Stempel eingefallen. Also wieder zurück und ab zur Immigration. Danach konnte es aber losgehen.</p>
<h3 align="justify">Durch das Darien Gap laufen</h3>
<p align="justify">Mein Plan war also nach Puerto Obaldia zu laufen. Ich wusste, zwischen dem Ersten und Zweiten Dorf waren es 2-3 Stunden, dann nochmal 30 Minuten über die Grenze nach La Miel (erstes Dorf Panama) und dann nochmal mehrere Stunden nach Puerto Obaldia, wobei der letzte Teil am unklarsten war. Wollte ich sowieso erst am nächsten Tag machen. Also erstmal los. Der Pfad war gut ausgebaut, es gab sogar Schilder, nur es war recht matschig. Und ich fand mich recht bald mitten im Dschungel wieder. Dschungel, unglaublich Feucht, sehr heiß und steil bergauf. Ich hatte noch lange Hosen an, die komplett nass waren, ehe ich die Hälfte des ersten Berges erklommen hatte. Dschungel ist nichts anderes, als eine riesige Bio-Saune. Diese kleine Wanderung hat mich sehr gefordert.</p>
<figure id="attachment_1049" aria-describedby="caption-attachment-1049" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Strand-Darien-Gap-2.jpg" rel="lightbox[1046]"><img class="size-full wp-image-1049" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Strand-Darien-Gap-2.jpg" alt="Darien Gap nahe Carpurgana" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Strand-Darien-Gap-2.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Strand-Darien-Gap-2-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Strand-Darien-Gap-2-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Strand-Darien-Gap-2-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Strand-Darien-Gap-2-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1049" class="wp-caption-text">Darien Gap nahe Carpurgana. Endlich wieder am Strand angekommen.</figcaption></figure>
<p align="justify">Ausgeschildert waren 30 Minuten am Ortsausgang. Es musste ein Berg überwunden werden. Auf der Bergspitze waren es auf einmal nur noch 40 Minuten, bis zum nächsten Ort. Okay. Da waren sich wohl jemand nicht einig. Ich hab auf jedenfall eine Stunde gebraucht. Musste danach erstmal im Meer baden, mein T-Shirt ausziehen und auf kurze Hosen umsteigen. Danach war alles etwas erträglicher. Noch einen Fisch zum Mittag gegessen und dann weiter nach La Miel. Weiter nach Panama. Der Weg dorthin war recht unspannend. Viele anstrengende Treppenstufen hoch und viele anstrengende Treppenstufen wieder runter. Kurzer Plausch mit einem der insgesamt drei Militärposten, Vergewisserung das ich wieder komme (was ich natürlich nicht vor hatte) und schon war ich in Panama, Juchee! Oh wie schön ist Panama!</p>
<p align="justify">Naja geht so. La Miel war nicht ganz so schön wie gedacht und jeder Schritt wurde vom Militär kontrolliert. Meine Frage nach dem Weg nach Puerto Obaldia quittierten sie kurz und knapp mit „No hay, no hay “ (Gibts nicht). Natürlich gab es den! Zwei Stunden Fußmarsch sagte mir ein Einheimischer. Für mich dann wahrscheinlich 4-5 Stunden. Das Militär war aber auch so zu verstehen, dass sie mich nicht durch den Dschungel laufen sehen wollten.</p>
<h3 align="justify">Da kommt ein Boot, oho!</h3>
<p align="justify">Ich erkundete erstmal die Gegend. La Miel hatte noch einen Duty Free Shop, in dem es vorallem billigen Whisky gab. Ich war schon fast auf dem Weg zum nächsten Strand, um dort mein Zelt aufzuschlagen, als ich plötzlich ein Cargo Boot entdeckte. Sollte ich sofort wieder trampen, oder vielleicht doch erstmal in diesem Paradies entspannen? Natürlich sofort wieder trampen! Wenn es eine Möglichkeit zur Bewegung gibt, dann kann ich die nicht davon ziehen lassen!</p>
<p align="justify">Es war ein rostiges, kleines Cargo Boot mit mindestens 10 Crew-Mitgliedern an Bord. Ich fragte wer der Kapitän sei. Ein junger Mensch zeigte ihn mir. Wo sie hinfahren? Nach Colon. Oh mein Gott. Colon, das war ja nochmal doppelt so weit, wie ich fahren musste, um zur ersten Straße zu kommen. Ob sie mich mitnehmen können? Der Kapitän sprach sehr schnell. Ich verstand natürlich kein Wort. Nur das wir morgen früh reden und ich die Erlaubnis des Militärs brauche. Nichts leichter als das. Ich quatschte noch mit meiner jungen Kontaktperson, er versicherte mir, dass der Kapitän mich in den nächsten Ort zur Immigration mitnehmen würde.</p>
<figure id="attachment_1047" aria-describedby="caption-attachment-1047" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Boot-Darien-Gap.jpg" rel="lightbox[1046]"><img class="size-full wp-image-1047" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Boot-Darien-Gap.jpg" alt="Boot Darien Gap" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Boot-Darien-Gap.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Boot-Darien-Gap-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Boot-Darien-Gap-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Boot-Darien-Gap-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Boot-Darien-Gap-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1047" class="wp-caption-text">Mein Boot ist da!?! Oder doch nicht?</figcaption></figure>
<p align="justify">Ich hab dann mit dem Sekretariat vom Militär geredet. Da gab es erstmal keine Probleme. Sie fragten mich, ob ich den Ausreisestempel hätte, klaro, ob ich 500$ hätte? 500&#8230;was? Nein. Kein Geld. Ich bezahl hier nichts. Achso, die brauch ich für die Einreise. In bar? Natürlich hatte ich das Geld nicht und wer ist bitteschön so dumm und läuft mit 500$ durch die Gegend?</p>
<h3 align="justify">Militärgespräche</h3>
<p align="justify">Tja, und dann ging der Spaß los. Da Soldaten nicht selbst denken dürfen ging er erstmal beim Kommandeur fragen. Natürlich entsprach das alles nicht den Regeln und daher dürfte ich nicht ausreisen. Aber ich hab das Geld, nur nicht in bar. Ich brauch nur Internet, um das zu prüfen. Nein, das geht wohl nicht. Kein Geld, keine Weiterreise. Ich müsste zurück nach Kolumbien laufen und dort Geld abheben. Das war natürlich ein Dilemma, weil da ein möglicher Lift stand. Und das Schlimmste was man mir antun kann ist, eine Transportmöglichkeit zu sabotieren. Daher gab ich nicht kampflos auf.</p>
<p align="justify">Ich wusste von Freunden, dass der Kommandeur ein ganz umgänglicher Typ sein sollte und seine Soldaten manchmal etwas blöd und unfähig. Also lief ich direkt ins Kommando-Zelt, fand ihn in seiner Hängematte sitzend vor und erläuterte ihm die Situation. Er hatte Verständnis, meinte aber irgendwas von: „Du kannst da schon hin, nur nicht von diesem Ort.“ Ich fragte dann etwas blöd, ob es denn möglich sei. Er meinte nur nuschelnd&#8230;.ja. Das war wohl das inoffizielle Zeichen, dass wir nun die Regeln brechen. Ich ging wieder zu seinen Soldaten, erklärte selbstsicher und triumphierend, dass ich fahren darf. Der Kommandeur kam nach, erklärte es auch nochmal und schon hatte ich meine offizielle Ausreisegenehmigung.</p>
<p align="justify">Nächster Schritt, Rücksprache mit dem Kapitän, Er schien kein Problem zu haben, meinte nur morgen früh, morgen früh. Das sind sichere Anzeichen dafür, dass nicht alles in trockenen Tüchern ist. Aber was sollte ich machen. Schlafen musste/durfte ich sowieso neben dem Sekretariat des Kommandeurs.</p>
<h3 align="justify">Wo ist Walter?</h3>
<p align="justify">Vor dem Sandmännchen machte ich noch einen Ausflug zum gegenüberliegenden Strand. La Miel hat zwei Strände. Einen mit dem Duty Free und einen mit Müll. Und zwei Häuser. Eines davon gehört Jimmy, einem Amerikaner. Das andere Haus gehört Walter, einem Kolumbianer, der dort etwas aufbauen will. Jimmy war nicht da (ich kannte das, weil zwei Bekannte dort ein paar Woche gewohnt hatten), aber dafür Walter.</p>
<p align="justify">Ich soll euch alle sehr lieb von Walter grüßen und hab ihm versprochen ihn hier zu erwähnen. Walter lebt dort an diesem Strand mit zwei Katzen, einem Hund und einem selbst gegrabenen Fischteich mit 13 Inseln, die jeweils von 1-3 Palmen besiedelt sind. Sieht aus wie ein kleiner Sumpf. Dieses Monstrum hat er eigenhändig mit einer Schaufel ausgehoben. Daneben gibt es noch ein Pferd und allerlei angefangener Projekte.</p>
<p align="justify">Ich hing lange bei Walter in der Hängematte rum und wir haben uns unterhalten. Irgendwann hat er Rum rausgeholt (gut zum rumhängen), eine Kokosnuß aufgemacht (davon hat er auch sehr viele), sich fast den Finger mit der Machete abgehakt, überall sein Blut hingeschmiert und einen Cocktail mit frischer Kokosnußmilch gezaubert. Die Sonne ging langsam unter und es gab noch ein paar gebratene Bananen, mit Thunfisch, Mayo und Ketchup. Das klingt komisch, war aber recht lecker.</p>
<figure id="attachment_1051" aria-describedby="caption-attachment-1051" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Walter-chillen.jpg" rel="lightbox[1046]"><img class="size-full wp-image-1051" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Walter-chillen.jpg" alt="Relaxen bei Walter in der Hängematte" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Walter-chillen.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Walter-chillen-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Walter-chillen-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Walter-chillen-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Walter-chillen-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1051" class="wp-caption-text">Relaxen bei Walter in der Hängematte</figcaption></figure>
<p align="justify">Walter ist ein herzensguter Mensch und ich soll der Welt mitteilen, dass er sich über Besuch freut, viel Platz und Nächstenliebe hat und ein einsame Dasein am Ende der Welt führt. Ich denke er nimmt gerne Gäste auf, will dafür auch kein Geld und wenn ihr mehr wissen wollt, <a href="https://warmroads.de/de/kontakt/">dann schreibt mich an</a>. Ich hab ihm das versprochen und vielleicht fahr ich ihn selbst irgendwann nochmal besuchen. Und ganz ehrlich Leute: Der Junge verdient eine Frau. Ist ein echt dufter und umsorgender Typ.</p>
<p align="justify">Diese Ecke der Welt, im Darien Gap, ist auf jedenfall sehr abgelegen und schön. Keine Autos, dafür aber dröhnende Bässe in allen Ortschaften. Keine Ahnung, ob da mal irgendwann ein Vertreter für Bass-Systeme durchgefahren ist und jedem zweiten Haus eine überdimensionierte Anlage aufgeschwatzt hat. Aber jedes Dorf scheint da mindestens ein Soundsystem für die Beschallung von 5000 Personen zu haben, was den ganzen Tag voll aufgedreht läuft und 10-20 Dorfbewohnern davor sitzen, Bier trinken und ihre Karibikmusik hören.</p>
<p align="justify">Hat was, wenn man nicht direkt daneben schlafen muss. Das musste ich aber auf meinem Zwangscampingplatz neben dem Militär. Schlafen war schwierig. Aber: Am nächsten Morgen legte das Cargo-Boot ab. Soviel war klar. Sechs Uhr wollte ich auf der Matte stehen, um das nicht zu verpassen. Da ich keinen Wecker hatte, musste ich also irgendwann vor Sechs aufwachen und meine Sachen pachen, um dann meinen Lift klar zu machen. Der war nämlich alles andere als sicher.…..</p>
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		<title>Fahrradfahren durch Kolumbien (3) &#8211; Letzte Etappe nach Turbo</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2015 20:23:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fahrrad]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumbien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fast eine Woche war ich in Santa Elena. Das ist eine kleine Region in den Bergen von Medellin. Vollgestopft mit Hippies, Ayahuasca, Esoterikern und...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Fast eine Woche war ich in Santa Elena. Das ist eine kleine Region in den Bergen von Medellin. Vollgestopft mit Hippies, Ayahuasca, Esoterikern und Traumfängern. Ich fand es ganz nett da. Überall Holzhäuser, viel Wald und alle waren irgendwo zwischen entspannter Naturverbundenheit und den hardcore Spiritualisten. Mein Plan war dort auszuspannen, bevor meine letzte Fahrradetappe an die Küste beginnt. Das hat mehr oder weniger gut geklappt. Leider war ich an der komplett falschen Seite von Medellin. Das mag erstmal nicht so schlimm erscheinen, aber Medellin liegt in einem Tal umringt von 1000-2000m hohen Anstiegen. Für mich bedeutete das: Einmal runter den Berg und wieder rauf. Zum Glück hat die Stadt eine Seilbahn und ich konnte es aber arrangieren mit Sack und Fahrrad die Stadt auf diese Weise zu durchqueren.<span id="more-1013"></span></p>
<h3 style="text-align: justify;">Mein Fahrrad fällt in sich zusammen</h3>
<p style="text-align: justify;">Ich kam an meinem Zielort an der Stadtgrenze raus und musste trotzdem noch ordentlich bergauf fahren. Vor mir lag ein 10km langer Tunnel, den ich ansteuerte. Zwar erzählte mir jeder, dass ich da nicht durch kann, aber ich fuhr trotzdem drauf los. Mein Fahrrad hatte ich (mal wieder) reparieren lassen in Medellin. Der Gepäckträger wurde geschweißt und ward endlich stabil und fest. Ich war 1km vor dem Tunnel am klettern und fragte mich schon, wie die Durchfahrt wohl werden wird, als ich ein metallenes Geräusch vernahm. Kam das von mir? Sah alles gut aus. 15m weiter hing mein Gepäckträger auf halb Acht, weil eine der Befestigungsschrauben sich gelöst hatte. Da lass ich es schon Schweißen für 1,50€ und der Herr Schweißer kriegt es nicht hin die Schraube ordentlich fest zu ziehen. Ich musste letztendlich eine Schraube aus meinen <a href="https://warmroads.de/de/diy-fahrradtaschen/">selbst gebauten Fahrradtaschen</a> herausnehmen und provisorisch damit den Gepäckträger festmachen. Das sollte in der nächsten Ortschaft repariert werden, allerdings lag eine lange Abfahrt vor mir. Und Abfahrten sind immer purer Nervenkitzel mit meinem Fahrrad.</p>
<figure id="attachment_1014" aria-describedby="caption-attachment-1014" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahrrad-in-der-Bahn.jpg" rel="lightbox[1013]"><img class="size-full wp-image-1014" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahrrad-in-der-Bahn.jpg" alt="Fahrrad in der Bahn transportieren leicht gemacht" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahrrad-in-der-Bahn.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahrrad-in-der-Bahn-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahrrad-in-der-Bahn-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahrrad-in-der-Bahn-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahrrad-in-der-Bahn-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1014" class="wp-caption-text">Fahrrad in der Bahn transportieren leicht gemacht</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Das nächste Hinderniss war der Tunnel und schon bei der Anfahrt kam ein sehr aufgeregter Security-Mensch Richtung Straße gelaufen, der wohl gedacht hatte, ich hab das „Fahrrad Verboten“-Schild nicht gesehen. Keine Durchfahrt möglich. Also mit dem Fahrrad einen LKW trampen. Das ging gut. Abfahrt hab ich auch überlebt. Mehr oder weniger. Meine improvisierten Fahrradtaschen waren mit umfuktionierten Kleiderhaken (Model Doppelhaken) am Gepäckträger befestigt. Insgesamt zwei Doppelhaken pro Gepäckbox. Einer der Haken ist mir schon vorher abgebrochen und die andere Hälfte hatte ich auf dieser Abfahrt verabchiedet. Ich musste wieder improvisieren. Eine Schnur sollte vorerst als Ersatz dienen. Eine Motorrad-Werkstatt hat mir die Schraube zum Gepäckträger umsonst befestigt. So war ich als dann gerüstet weiter zu fahren. Um die Gepäckbox sollte ich mich später kümmern.</p>
<p style="text-align: justify;">Es war brütende Hitze, mittlerweile war ich wieder mal im Dschungel angelangt. Antioquia, Provinzhauptstadt. Als ich aus der Stadt herausfuhr, überlegte ich noch, ob ich mir etwas zu trinken holen sollte. Ich war etwas durstig. Aber zu ungeduldig um anzuhalten und beschloß daher, erstmal weiter zu fahren und auf einem der unzähligen Shops entlang der Straße nochmal zu stoppen. Großer Fehler.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Fast verdurstet</h3>
<p style="text-align: justify;">Mein Problem war, dass keine gescheite Fahrradkarte mit Streckenprofil besas. Sonst hätte ich gewusst, dass vor mir einer der schwierigsten Anstiege meiner gesamten Route liegt. Ich kletterte also mit dem Fahrrad eine Zeit lang bergauf. Es war heiß und komischerweise gab es hier nichts. Gar nichts. Normalerweise waren noch an jedem Berg irgendwelche Shops, aber hier war einfach nichts. Irgendwann war ich am Ende und schob mein Fahrrad weiter. Das ging recht schnell, um ehrlich zu sein. Ich bin nicht so der Bergspezialist. Insbesondere nicht mit diesem schlechten Fahrrad und 20kg Gepäck auf der Hinterachse.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch das schieben wurde nach einiger Zeit zu anstrengend und ich musste eine Pause machen. Völligst geschwitzt, völligst überhitzt und mitten in der Dead-Zone. Wo zur Hölle ist hier der Getränkeverkauf?!? Mir war nach einem kühlen Eistee und auch sonst phantasierte ich über all die tollen Kaltgetränke, die ich jetzt haben könnte. Es half aber alles nichts und ich musste weiter schieben. Langsam wurde mein Mund trocken, die Spucke blieb aus. Mein Kopf muss wohl hochrot gewesen sein. Seit mindestens zwei Stunden war ich schon am Schieben und es erschien auch hinter der nächsten Kurve keine Spur von Zivilisation oder Konsum. Nur am Straßenrand lagen überall die leeren Becher und Flaschen. Achtlos weggeworfen und ich zog ernsthaft in Erwägung nach ungeleerten Gefäßen Ausschau zu halten und eventuell eine dieser Flaschen zu trinken. So schrecklichen Durst hatte ich. Hätte ich doch nur in der Stadt nochmal angehalten. Aber zurückfahren war auch keine Option. Ich fahre nicht zweimal auf demselben Weg&#8230;.</p>
<p style="text-align: justify;">Irgendwann kam ich an einer Tür vorbei und davor stand ein Moto-Taxi. Dahinter führte ein Weg irgendwohin. Ich konnte nichts erkennen, kein Haus, keine Klingel. Aber das Moto-Taxi war offen. Ich sah meine Chance, spähte in die Kabine und tatsächlich, da war eine undurchsichtige Plastikflasche. Öffnen, riechen&#8230;.Chlor&#8230;..naja, Wasser riecht in Kolumbien nach Chlor, das könnte also Wasser sein. Ein erster Schluck, ja es war Wasser. Lauwarmes Wasser. Ich trank 4/5 der Flasche und stellte sie wieder zurück. Die Erlösung. Ich war so froh und so gierig beim trinken, dass ich mich derbe verschluckt habe und das Wasser wieder in hohem Bogen ausspucken musste. Danach ging mein Weg weiter und der Berg schien kein Ende zu nehmen.</p>
<p style="text-align: justify;">Es wurde langsam dunkel und beschloß ein Auto anzuhalten, um aus dieser Gegend heraus zu kommen. Es ging recht schnell, da hatte ich meinen Pick-Up. Lustig, in Kolumbien scheint das Trampen mit Fahrrad um einiges einfacher zu gehen, als ohne Fahrrad. Wir fuhren noch 10km bergauf, ich war so froh diesen Lift zu haben und diese abartige Steigung nicht laufen zu müssen, und er ließ mich in der nächsten Ortschaft raus. Blitze zuckten am Himmel, ein Gewitter kündigte sich an. Ich kaufte mir ein paar Flaschen zu trinken und checkte dann in das erst mögliche Hotel ein. Zelten bei dem Wetter war wirklich nicht erstrebenswert und nachdem mich dieser Tag so fertig gemacht hat, wollte ich mir etwas Ruhe gönnen.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Liebes Kolumbien, du machst nicht nur mich kaputt, sondern auch mein Farrad</h3>
<p style="text-align: justify;">Nächster Tag ging los mit ein paar leichten Steigungen auf der Hochebene, ehe ich nach zwei Stunden Fahrt mal wieder eine Abfahrt erreichte. Meine defekte Fahrradtasche hatte ich im Hotel notdürftig befestigt. Die hatten noch nichtmal einen Schraubenzieher, also musste ich alle Schrauben mit der Hand anziehen. Aber mit Kontermuttern geht das ganz gut. Leider wurde die Straße auf einmal sehr sehr schlecht. Schotterpiste. Das hat mir gerade noch gefehlt. Runter war ich fast langsamer als rauf, weil ich höllisch aufpassen musste, nicht in Schlaglöcher zu fahren oder meine Reifen durch spitze Steine zu zerstören. Ich hörte, dass etwa einen Tag hinter mir zwei Chilenen unterwegs waren. Ebenfalls mit dem Fahrrad. Vielleicht trifft man sich ja noch.</p>
<p style="text-align: justify;">Irgendwann auf der Abfahrt, als die Straße schon wieder besser war, fuhr ein LKW an mir vorbei und ich hörte das gewohnt, klirrende Geräusch. Kam das von mir? Wenig später war klar, ja das kam von mir. Auch der zweite Kleiderhaken meiner schon angeschlagenen Gepäckbox hatte sich verabschiedet. Wieder improvisieren. Ich hatte noch ein Segel-Seil und die Box war anschließend an beiden Enden angebunden. Etwas labil, aber schien erstmal zu halten. Wie ich das fixen wollte, wusste ich nicht. Letztendlich bin ich mit diesem Setup bis nach Turbo durchgefahren. Sah scheiße aus, hat aber sehr gehalten.</p>
<figure id="attachment_1016" aria-describedby="caption-attachment-1016" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/DIY-Fahrradtaschen.jpg" rel="lightbox[1013]"><img class="size-full wp-image-1016" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/DIY-Fahrradtaschen.jpg" alt="Improvisierte Halterung für meine Fahrradboxen" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/DIY-Fahrradtaschen.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/DIY-Fahrradtaschen-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/DIY-Fahrradtaschen-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/DIY-Fahrradtaschen-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/DIY-Fahrradtaschen-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1016" class="wp-caption-text">Improvisierte Halterung für meine Fahrradboxen</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Es war vier Uhr Nachmittags und ich hielt an um ein Malzgetränk zu mir zu nehmen. Die hatten überall in Kolumbien etwas, dass „Malta“ hieß. Eine Art Malzbier. Sehr viel Zucker, gute Energie. Ich hatte die großen Berge hinter mir und fuhr schon einige Zeit entlang eines Flusses. Kurzes Gespräch im Dorf, wie es denn weiterginge? Ob es nicht hoch geht? Nein, nein, nur noch leichte Hügel, ansonsten eine ebene Straße. 40km in die nächste Ortschaft. Einer der jüngeren deutete an, dass es noch einmal hoch geht und dann runter, bis in die Ortschaft. Viel hoch? Nein nein, versicherte mir die Oma im Shop. Plano, plano bis zum nächsten Ort. Kein Problem mit dem Fahrrad. Da war ich beruhigt, weil schwierige Berge waren das Letzte, was ich an diesem Tag noch überwinden wollte.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Marco Pantani Gedenkveranstaltung</h3>
<p style="text-align: justify;">So entließ sich mich in Richtung des wohl steilsten Anstieges zwischen Medellin und Turbo. 2200m ging es hoch über einen Bergpass, wie ich später erfahren sollte. Nicht nur, dass ich diesen schweren Bergtag zuvor in den Knochen hatte, es war auch schon recht spät, ich müde, aber zum Glück wusste ich nicht, was da auf mich zukommt. Das ist immer ganz gut. So fuhr ich, die Straße verließ das Flußbett, es ging langsam bergauf.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich glaube hier war der Moment meiner Fahrradreise, wo ich richtig Klettern gelernt habe. Zwischendurch immer mal wieder Kraft rausnehmen, aber auf jedenfall im Sattel bleiben. Der Anstieg sollte ca. 15-20km gehen. Und ich zog ihn größtenteils an einem Stück durch. Irgendwann fuhr ich in die Wolken und es begann zu regnen, wurde feucht. Der Bergpass schlängelte sich noch ein paar Kilometer auf der Hochebene hin und her, ehe dann die lange Abfahrt begann. Es war ein super Gefühl am höchsten Punkt zu stehen und zu wissen, dass man jetzt nur noch nach unten Rollen muss. Insbesondere wenn man „nicht“ den halben Berg geschoben hat. Ha!</p>
<figure id="attachment_1015" aria-describedby="caption-attachment-1015" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Berggipfel-Kolumbien.jpg" rel="lightbox[1013]"><img class="size-full wp-image-1015" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Berggipfel-Kolumbien.jpg" alt="Pass überwunden. Mitten in den Wolken im kolumbianischen Gebirge" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Berggipfel-Kolumbien.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Berggipfel-Kolumbien-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Berggipfel-Kolumbien-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Berggipfel-Kolumbien-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Berggipfel-Kolumbien-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1015" class="wp-caption-text">Pass überwunden. Mitten in den Wolken im kolumbianischen Gebirge</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Aufgrund der Strapazen gönnte ich mir wieder ein Hotel zum halben Preis wie die Abzocker in der Nacht zuvor. Umgerechnet 5€ waren das. Die Nächte in den Hotels waren schrecklich. Irgendwie scheinen in den normalen Hotels in Südamerika 24/7 Menschen ein und aus zu gehen, was ich mega anstrengend finde. Ständig gerede, mitten in der Nacht klingelt es, Leute kommen rein, gehen raus und die Fernseher dröhnen immer auf voller Lautstärke. Fernseher sind sowieso der Erzfeind. Läuft nur Grütze und die Dinger sind immer laut. Aber es gab Internet. So konnte ich meine Route checken und musste erfahren, dass am nächsten Tag noch 2 heftige Berge vor mir lagen und ich noch lange nicht durch die Cortilllera hindurch bin.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Wie sich Regenwald anfühlt</h3>
<p style="text-align: justify;">Denkste, ha. War aber nicht so. Die Internetseite welche ich benutzte war etwas fehlerhaft. Am nächsten Tag ging es zwar hügelig weiter, aber den letzten Berg hatte ich am Tag zuvor erklommen. Was nun mein stetiger Begleiter sein sollte war der Regen. Und es heißt anscheinend nicht umsonst Regenwald. Es war kein richtiger Regen, aber Nieselregen. Unablässiger Nieselregen. Fortan sollte ich ständig nass sein. Nicht nass genug um meinen Rucksack zu durchfeuchten, aber so, dass ich während den Trinkpausen gedampft habe. Ansonsten war es ein recht gemütlicher Tag, der sein Ende am frühen Abend fand, als ich mich einer Gewitterfront gegenüber sah, in die ich direkt hineinfahren musste.</p>
<figure id="attachment_1017" aria-describedby="caption-attachment-1017" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Zelten-Kolumbien.jpg" rel="lightbox[1013]"><img class="size-full wp-image-1017" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Zelten-Kolumbien.jpg" alt="Zeltplatz in Kolumbien mit gutem Schutz vor dem Regen" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Zelten-Kolumbien.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Zelten-Kolumbien-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Zelten-Kolumbien-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Zelten-Kolumbien-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Zelten-Kolumbien-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1017" class="wp-caption-text">Zeltplatz in Kolumbien mit gutem Schutz vor dem Regen</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Ich entschied mich an einem Restaurant Abend zu essen und anschließend mein Zelt aufzubauen. Glücklicherweise war ein kleiner Holzverschlag mit Dach in der Nähe. Es sollte die ganze Nacht Gewittern und Regnen und dieser Schutz war sehr willkommen. Am nächsten Tag ging es nur noch 100km nach Turbo. Größtenteils flach. Keine Steigungen. Wunderbar. Hat mir riesigen Spaß gemacht da durchzuheizen. Auch wenn es ebenfalls die ganze Zeit geregnet hat. Die ersten 40km machte ich in etwas mehr als zwei Stunden. Frühstückspause. Das Schicksal wollte es, dass ich in einem Restaurant landete, wo gerade Tour de France lief und ich die letzten 40km einer Bergetappe anschauen konnte. Passend. Die fuhren ungefähr doppelt so schnell wie ich und das in den Pyrenäen mit ekelhaft steilen Anstiegen und mörderischen Abfahrten. Nachdem der Sieger feststand, setzte ich mich wieder aufs Rad.</p>
<p style="text-align: justify;">Es hätte ein versöhnlicher Abschluss werden können, auf meinen letzten Kilometern nach Turbo, aber irgendwie sollte das wohl zu einfach sein. Ca. 25km vor Turbo gesellte sich eine Reihe von Großbaustellen zu dem Regen und was folgte, war Matsch. Viel Matsch. Und Lkw´s die an mir vorbei brausten und nur so mit Matsch und Wassermatsch um sich schmissen. Ich und mein Fahrrad bekamen eine ordentliche Schlammpackung verabreicht. Danke Kolumbien. Immer wieder eine Freude.</p>

<a href='https://warmroads.de/de/fahrradfahren-durch-kolumbien-3-letzte-etappe-nach-turbo/turbo-ankommen/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Turbo-ankommen-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Das bin ich in Turbo kurz nach der Ankunft" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Turbo-ankommen-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Turbo-ankommen-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Turbo-ankommen-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Turbo-ankommen-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Turbo-ankommen-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/fahrradfahren-durch-kolumbien-3-letzte-etappe-nach-turbo/fahrrad-dreckig/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahrrad-dreckig-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Dreck dreck dreck sind alle meine Kleider" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahrrad-dreckig-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahrrad-dreckig-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahrrad-dreckig-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahrrad-dreckig-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahrrad-dreckig-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/fahrradfahren-durch-kolumbien-3-letzte-etappe-nach-turbo/dreckiges-fahrrad/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Dreckiges-Fahrrad-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Roter Renner in Turbo" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Dreckiges-Fahrrad-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Dreckiges-Fahrrad-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Dreckiges-Fahrrad-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Dreckiges-Fahrrad-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Dreckiges-Fahrrad-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/fahrradfahren-durch-kolumbien-3-letzte-etappe-nach-turbo/fahrrad-gepaeck-dreckig/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahrrad-Gepäck-dreckig-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Mein dreckiges Fahrrad mit Gepäck." srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahrrad-Gepäck-dreckig-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahrrad-Gepäck-dreckig-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahrrad-Gepäck-dreckig-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahrrad-Gepäck-dreckig-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahrrad-Gepäck-dreckig-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>

<p style="text-align: justify;">Ich habe es aber trotzdem geschafft. Was danach kam, wisst ihr ja vielleicht schon. Fahrrad putzen, Fahrrad verkaufen. Mein Kolumbien Fahrrad-Dress gegen meinen ersten Bootslift tauschen. Und dann ab Richtung Panama. Fahrrad fahren ist auf jedenfall erstmal nicht mehr angedacht. Und wenn ich so eine Tour nochmal machen sollte, dann auf jedenfall mit einem stabileren Fahrrad, mehr Equipment und leichteren Gängen. Und ich würde eher entspannt an einem Fluß entlang fahren, anstatt mich durch die kolumbianischen Gebirge zu quälen. War eine wirkliche Schinderei, aber trotzdem geil! Geschafft. Haken dran. Und wie wir in Hessen zu sagen pflegen: Mund abbutze, weidermache.</p>
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		<title>DIY Fahrradtaschen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Aug 2015 19:06:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fahrrad]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumbien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich will ja eigentlich keine Guides schreiben. Aber ich hab einen Weg gefunden für weniger als 20€ (sag ich mal einfach so) Fahrradtaschen zu...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich will ja eigentlich keine Guides schreiben. Aber ich hab einen Weg gefunden für weniger als 20€ (sag ich mal einfach so) Fahrradtaschen zu bauen. Dauert ca. 30 Minuten. Das würde ich gerne mit euch teilen, weil es so herrlich einfach ist. Und eine billige Alternative zu den üblichen Ortlieb und Co. Fabrikaten. Ich würde nie mehr anders Reisen, wenn ich ein Cargo System für mein Fahrrad brauche. Es ist sehr einfach und schnell erklärt. Los geht’s. Was du brauchst:<span id="more-1000"></span></p>
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<p><strong>1. Einen Gepäckträger.</strong> Vorne und/oder hinten. Ist egal, wo man sein Fahrrad belädt. Letztendlich eine kleine Glaubensfrage. Es gibt Menschen die haben ihr Gepäck ausschließlich auf der Vorderachse, andere ausschließlich auf der Hinterachse und andere verteilen es. Ich habe gelernt, dass es Geschmackssache ist und letztendlich nicht so wichtig. Funktioniert alles. Das einzige was ich hier anmerken muss, dass ein stabiler Gepäckträger absolut zu empfehlen ist. Meiner hat mich einiges an nerven gekostet und ich musste ihn erst schweißen lassen, ehe er gut hielt.</p>
<p><strong>2. Container.</strong> Ich Empfehle alles was aus Plastik ist, einen Deckel hat und quadratische Form annimt. Ich hab leider kaum was gefunden in Kolumbien und musste mir letztendlich Mülleimer gekauft. Volumentechnisch kann man irgendwas zwischen 10-20 Liter verwenden. Deckel ist super praktisch gegen Regen. Ich hatte keine Deckel. Habs überlebt, aber hätte mir manchmal welche gewünscht.</p>
<figure id="attachment_1003" aria-describedby="caption-attachment-1003" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahrrad-mit-DIY-Fahrradtaschen.jpg" rel="lightbox[1000]"><img class="wp-image-1003 size-full" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahrrad-mit-DIY-Fahrradtaschen.jpg" alt="Fahrrad mit DIY Fahrradtaschen" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahrrad-mit-DIY-Fahrradtaschen.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahrrad-mit-DIY-Fahrradtaschen-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahrrad-mit-DIY-Fahrradtaschen-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahrrad-mit-DIY-Fahrradtaschen-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahrrad-mit-DIY-Fahrradtaschen-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1003" class="wp-caption-text">Fahrrad mit DIY Fahrradtaschen</figcaption></figure>
<p><strong>3. Träger.</strong> Da ihr die Container an eurem Gepäckträger „aufhängen“ müsst, braucht ihr irgendwelche Haken. Ich hatte Kleiderhaken, die mir aber gebrochen sind. Ein Polster zwischen Haken und Gepäckträger hätte das verhindert (z.B. abgeschnittener Fahrradschlauch). In Deutschland lässt sich sicherlich was brauchbares finden.</p>
<figure id="attachment_1001" aria-describedby="caption-attachment-1001" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Haken.jpg" rel="lightbox[1000]"><img class="wp-image-1001 size-full" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Haken.jpg" alt="Haken" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Haken.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Haken-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Haken-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Haken-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Haken-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1001" class="wp-caption-text">Haken</figcaption></figure>
<p><strong>4. Schrauben, Unterlegscheiben und Gedöns.</strong> Ja, die Haken müssen irgendwie fest gemacht werden. Das sollte keine große Herausforderung darstellen und selbstverständlich sein. Je nach härte und dicke des Plastiks, würde ich auf jedenfall Unterlegscheiben mit benutzen. Es ist auch anzuraten die Position der Container „vor“ dem Bohren der Löcher anzupassen. Nicht das die euch später in den Hacken hängen.</p>

<a href='https://warmroads.de/de/diy-fahrradtaschen/zug/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Zug-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Zug-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Zug-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Zug-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Zug-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Zug-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/diy-fahrradtaschen/kontermutter/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Kontermutter-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Kontermutter-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Kontermutter-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Kontermutter-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Kontermutter-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Kontermutter-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/diy-fahrradtaschen/befestigung-farradschlauch/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Befestigung-Farradschlauch-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Befestigung-Farradschlauch-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Befestigung-Farradschlauch-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Befestigung-Farradschlauch-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Befestigung-Farradschlauch-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Befestigung-Farradschlauch-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>

<p><strong>5. Das wichtigste: Zug!</strong> Ein wichtiges Prinzip bei den Dingern ist, dass ihr irgendwas habt, dass die Container nach unten zieht, damit die, eigentlich logisch, nicht vom Gepäckträger runterhüpfen während der Fahrt. Ich hab mir etwas aus altem Fahrradschlauch gebaut, ganz in der Manier des Upcyclings. Alles was elastisch ist, lässt sich hier verwenden. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.</p>
<figure id="attachment_1005" aria-describedby="caption-attachment-1005" style="width: 521px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Am-Fahrrad.jpg" rel="lightbox[1000]"><img class="size-full wp-image-1005" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Am-Fahrrad.jpg" alt="Am Fahrrad Zug nach unten" width="521" height="780" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Am-Fahrrad.jpg 521w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Am-Fahrrad-200x299.jpg 200w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Am-Fahrrad-150x225.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Am-Fahrrad-400x599.jpg 400w" sizes="(max-width: 521px) 100vw, 521px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1005" class="wp-caption-text">Am Fahrrad Zug nach unten</figcaption></figure>
<p><strong>6. Gimmik: Griffe.</strong> Was ganz praktisch ist, wenn ihr euch noch Griffe zum tragen der Container anschraubt. Gerade wenn ihr sie abnehmt, werden die euch Freude bereiten. Ich hatte keine. Geht natürlich auch. Aber nur als Tip.</p>
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<p><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Tragesystem-am-Fahrrad.jpg" rel="lightbox[1000]"><img class=" size-full wp-image-1006 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Tragesystem-am-Fahrrad.jpg" alt="Tragesystem am Fahrrad" width="521" height="780" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Tragesystem-am-Fahrrad.jpg 521w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Tragesystem-am-Fahrrad-200x299.jpg 200w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Tragesystem-am-Fahrrad-150x225.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Tragesystem-am-Fahrrad-400x599.jpg 400w" sizes="(max-width: 521px) 100vw, 521px" /></a><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Tragesystem-komplett.jpg" rel="lightbox[1000]"><img class=" size-full wp-image-1004 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Tragesystem-komplett.jpg" alt="Tragesystem komplett" width="521" height="780" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Tragesystem-komplett.jpg 521w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Tragesystem-komplett-200x299.jpg 200w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Tragesystem-komplett-150x225.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Tragesystem-komplett-400x599.jpg 400w" sizes="(max-width: 521px) 100vw, 521px" /></a></p>
<p>Das wars. Super easy. Super billig. Super praktisch. Viel Spaß mit eurem vollbepacktem Fahrrad auf der nächsten Reise.</p>
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		<title>Fahrradfahren durch Kolumbien (2) &#8211; Zur Abwechslung mal eine Reifenpanne</title>
		<link>https://warmroads.de/de/fahrradfahren-durch-kolumbien-2-zur-abwechslung-mal-eine-reifenpanne/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Aug 2015 18:17:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fahrrad]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumbien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem ich also meine erste ernsthafte Fahrradpanne hatte, musste ich in ein nahe gelegenes Dorf Trampen. Dort wollte ich gleich weiter in die Stadt,...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Nachdem ich also meine erste ernsthafte Fahrradpanne hatte, musste ich in ein nahe gelegenes Dorf Trampen. Dort wollte ich gleich weiter in die Stadt, aber die Lokals meinten, es gibt da eine Fahrradwerkstatt. Okay. Es gab eine Kompressor. Aber wir wollen uns nicht beschweren. Besser als nichts und ich hatte Flickzeug dabei. Reifen über gezogen, aufgepumpt und diese exorbitant große Hinterradbeule war wieder da. Sogar schlimmer als zuvor. Also Reifen nochmal neu drauf. Beule wieder da. Anderer Schlauf rein. Beule wieder da. Ach egal. Dann fahr ich eben mit Beule. Also weiter aufpumpen. Der Kompressor hatte 5,5 bar, zu Hause fahre ich mit 7-7,5 bar. Ich deutete an, dass wir soviel Luft wie möglich draufmachen sollten. Ja noch ein bißchen. Noch ein bißchen. Puff. Mein neuer Schlauch geplatzt. Okay. Das wars. Kein Fahrrad mehr heute. Ich trampe jetzt. Hab genug von dem Scheiß. <span id="more-990"></span></p>
<p align="justify">Ich lief erstmal ins Dorf zurück. Wollte zur Straße um zu trampen Ich hatte auf dem Weg schon ein nettes Lokal ausgemacht, wo ich mir erstmal ein Bier gönnen sollte. Es wurden zwei. Und zwei Würstchen. Ich fand mich anschließend in einer recht großen Gesprächsrunde wieder. Alle möglichen Fachmänner begutachteten mein Fahrrad. Irgendwann fuhr ein Bus vorbei. Die Schwarmintelligenz schaltete sofort. Der Bus wurde angehalten und Verhandlungen aufgenommen. Fahrrad mitnehmen okay? „Descarga“, Auseinanderbauen. Ich konnte kaum Hallo sagen, da hatten die Leute schon mein Fahrrad halb zerstückelt und luden es in den Bus. Vor lauter Hektik hätte ich fast vergessen meine Wurst und das Bier zu bezahlen. Also eben Busfahren zum nächsten Fahrradshop. Das ist ja ein Notfall hier und offiziell trampe ich nicht. So red ich mir das schön.</p>
<p align="justify">Busfahren geniesse ich, da ich es ja nicht so oft mache und es für mich den Gipfel des Komforts darstellt. Das währte aber nicht lange. Nach ca. 15 Minuten platzte uns ein Reifen. Anscheinend möchte das Schicksal irgendetwas nachholen mit meinem Leben. Seit mehr als 25 Jahren keine geplatzten Reifen erlebt, dass muss sich ändern. Anders kann ich mir den vierten Unfall dieser Art aus den letzten 3 Monaten nicht erklären. Der Reifenwechsel wurde auch abenteuerlich, da irgendein Honk eine (!) Mutter unterschiedlicher Größe auf eine der Schrauben geknallt hatte und wir keinen passenden Schlüssel hatten. Erstmal einen hilfreichen Trucker anhalten. Aber danach ging es weiter.</p>
<figure id="attachment_993" aria-describedby="caption-attachment-993" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Reifenpanne-Bus.jpg" rel="lightbox[990]"><img class="size-full wp-image-993" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Reifenpanne-Bus.jpg" alt="Reifenpanne mit meinem Bus in Kolumbien" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Reifenpanne-Bus.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Reifenpanne-Bus-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Reifenpanne-Bus-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Reifenpanne-Bus-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Reifenpanne-Bus-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-993" class="wp-caption-text">Reifenpanne mit meinem Bus in Kolumbien</figcaption></figure>
<p align="justify">Im Fahrradshop der nahe gelegenen Stadt haben die Jungs mir meinen Reifen für 1€ gewechselt. Neue Felge war leider nicht zu haben, aber das Problem konnten wir analysieren. Ich hatte einen schönen Schlag in der Felge. Also keine Acht, sondern ein Ei ward aus dem einst rundem Gegenstand geworden. Aber: Das Rad fuhr wieder und ich befand mich endlich in der flachen Ebene. Hinter dem Ersten der insgesamt drei Gebirgskämme, die ich in Kolumbien durchqueren sollte.</p>
<h3 align="justify">&#8222;Hej, der Typ hat ne Meise aber Rückenwind&#8220;</h3>
<p align="justify">Ich fuhr. Mit Rückenwind. In der Abendsonne. Entlang der Autobahn. 10 km, 20 km&#8230;.es dämmerte. Ich radelte mich geradezu in einen Rausch zum Ende dieses Pannentages auf dieser flachen, schönen Straße im angenehmen Abendwetter. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=6IMZBl721HE">Thomas D. &#8211; Rückenwind</a> erklang in meinem Ohr durch meine imaginären Kopfhörer. Ich sag euch, das war die absolute Serotoninvöllerei. Ich war so glücklich und so angetrieben. Zufrieden vom „in Bewegung sein“. Insgesamt sollte ich noch 35 km zurücklegen, ehe ich mich an einer Art Raststätte wiederfand, dort mit meinem letzten Geld ein oppulentes Abendessen verabreicht bekam und nebenbei Copa Americana (Chile – Uruguay, gutes Spiel, viele Rote Karten und unterhaltsame Eskalation am Ende der Partie) schauen konnte. Im Endeffekt dann doch ein geiler Tag. Insgesamt 90 km geradelt. Nur das mit dem Schlafen sollte wieder nicht so gut klappen. Ich war wach. 3 Tage Fahrradfahren und kein Zeichen von Erschöpfung.</p>
<p align="justify">Nächster Morgen, mal wieder Geldautomat suchen. Da ich meist nie mehr als 20€ mit mir rumtrage, muss ich jeden Tag Geld abheben. Ich startete gegen 8 Uhr und es war noch angenehm kühl. Das sollte sich bald ändern. Und dazu fuhr ich noch mitten in die nächste Cortillera rein. Das bedeutete wieder knackige Anstiege und Berggipfel. Und schieben. Viel schieben. Pause machen. Trinken. Weiterschieben. Zwischendrin war ich des öfteren am Abkotzen (in Gedanken) und beschloß, dass ich auf jedenfall am nächsten Tag in Medellin ankommen will. Nicht noch einen weiteren Tag diese Gebirgsplackerei. Dann schob ich weiter.</p>
<h3 align="justify">Beitrag zur allgemeinen Verblödung</h3>
<p align="justify">Irgendwo in einem kleinen Laden an eine Anstieg machte ich gerade Pause und trank Coca-Cola, während im Fernsehen Nachrichten liefen. Nachrichten in Kolumbien haben diesen Namen eigentlich nicht verdient. Das ist eher Reality-Soap. Hier ein Raubüberfall, dort ein Drogenboss gefangen, hier die weinende Mutter mit dem Foto ihrer entführten Tochter und am Ende nochmal alles von vorn. Andere Arten von Nachrichten werden nicht gezeigt. Dafür wird aber jede noch so uninteressante Story bis zum geht nicht mehr ausgequetscht. Wenn ich den ganzen Tag mit so einem Brei gefüttert werde, dann denke ich am Ende natürlich, dass dieses Land total gefährlich ist. Irgendwie zum Lachen, weil es so billig gemacht ist. Aber auch traurig, weil es mit der Realität so wenig zu tun hat. Nur eine weitere Episode zum weltweiten Untergang des Fernsehens und dessen Beitrag zur allgemeinen Verblödung. Cheers.</p>
<h3 align="justify">Geht jetzt &#8222;eher flach&#8220; weiter</h3>
<p align="justify">Während im Fernsehen der nächste Raubüberfall begann, nutzte ich die Chance um nach dem Weg und dem folgenden Terrain zu fragen. Es ging anscheinend nochmal 15 Minuten bergauf, dann kurz runter und nochmal hoch und irgendwann sollte es „eher flach“ weitergehen. Ich beschloss weiter zu schieben und anschließend die flache Strecke zu genießen. Danach trampen. Es war nicht mehr weit, aber vor mir lag noch ein 25 km langer Anstieg hoch auf über 2000m. Selten war ich so unmotiviert. Aber ganz so billig wollte ich die Sache nicht aufgeben. Daher nochmal die letzten beiden Anstiege hochquälen. Die Abfahrt führte mich dann zu einer Brücke, die schwer bewacht vom örtlichen Militär als sicherer Ort im bergigen Guerilla Jungle empfohlen wurde.</p>
<p align="justify">Nachdem mir ein paar Arbeiter erklärten, dass hier keine flache Ebene, aber hügeliges Terrain folgt, hab ich abgesattelt. Aus jetzt. Trampen ist angesagt. Gute Entscheidung. Bei näherer Inspektion meines Fahrrads fiel mir auf, dass die Hinterradbremse sich gelockert hatte. Machte mein Rad nicht unbedingt sicherer. Bremse funktionierte zwar, hing aber auf halb acht und versuchte sich unbemerkt abzusetzen. Es hat auch nur ca. 15 Minuten gedauert, da zog ein Pick-Up rüber. Wohin geht’s? Medellin. Trampen mit Fahrrad: Nice and easy. Er hatte sogar ein spezielles Gewinde für den Fahrradtransport auf der Ladefläche, sodass ich meine Vorderachse festmachen konnte.</p>
<figure id="attachment_991" aria-describedby="caption-attachment-991" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahren-Kolumbien.jpg" rel="lightbox[990]"><img class="size-full wp-image-991" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahren-Kolumbien.jpg" alt="Durch Kolumbien mit einem Auto fahren" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahren-Kolumbien.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahren-Kolumbien-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahren-Kolumbien-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahren-Kolumbien-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Fahren-Kolumbien-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-991" class="wp-caption-text">Durch Kolumbien mit einem Auto fahren</figcaption></figure>
<p align="justify">Sein Name war Juan, er hatte mehrere Obstfarmen und produzierte Saft. Ein junger Typ, hatte gerade 12 Tage vorher seine erste Tochter bekommen, sprach gutes Englisch und zeigte sich sehr beeindruckt von meiner Reise. Ich genoss die Fahrt in der Abendsonne mit der Gewissheit, bald eine Dusche und ein Bett zu haben. 4 Tage Radfahren, schwitzen, in denselben Klamotten stecken, das war selbst für mich etwas zuviel.</p>
<p align="justify">Als wir in Medellin reinfuhren, fiel mir als Erstes auf, dass die Stadt ziemlich groß war. Medellin liegt außerdem in einem Tal, umringt von vielen Bergen mit sehr steilen Anstiegen. Zu meiner Überraschung quälten sich etliche Sportradler die Abhänge hoch, als wir Abends in der Stadt ankamen. An einem dieser Abhänge ließ Juan mich raus, erklärte mir, wie ich in die Stadt kam. Eigentlich musste ich nur den Berg runterrollen. Mein Rücklicht hatte ich nach dem ersten Gebrauch schon in Bogota verloren. Aber Licht ist überbewertet. Viel wichtiger sind Bremsen. Davon hatte ich auch nur noch eine. Als mir das einfiel, war meine Begeisterung für die Abfahrt sogleich etwas getrübt.</p>
<p align="justify">Mit zwei Pausen zum Felgen kühlen, schaffte ich es aber doch irgendwie in die Stadt. Zuerst verfuhr ich mich. Dann stellte ich fest, dass ich keine Ahnung habe, wo ich eigentlich hin will (irgendein Hostel). Versuche ein Internetcafe zu finden, erwiesen sich als zwecklos. Ich gönnte mir einen Burger bei einem Straßengrill. Was wirklich geil war mit meinem Fahrrad, dass ich in jeden Teil der Stadt radeln konnte ohne über die Distanz nachzudenken. Gefiel mir gut, so mobil zu sein. In irgendeinem Gasthaus über einer Autowerkstatt fand ich ein billiges Zimmer. Ich war der einzige Gast. Bin da auch nur rein, weil einen Block weiter eine Jazz-Session lief und ich seit 9 Monaten keinen Live-Jazz mehr gehört hatte. Ich war völligst fertig von der Tour, aber immernoch nicht müde. Bzw. ich war so müde, dass ich wiederrum nicht müde war. Da bleibt dann nur noch eins übrig: Trinken. Mit Live-Jazz Untermalung eine langsame Narkotisierung einleiten um dann irgendwann ins Bett zu fallen. Hat funktioniert.</p>
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		<title>Fahrradfahren durch Kolumbien (1) &#8211; Der Mosh Pit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Aug 2015 01:03:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fahrrad]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumbien]]></category>
		<category><![CDATA[fahrrad]]></category>
		<category><![CDATA[fahrradreisen]]></category>
		<category><![CDATA[reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einmal eine längere Radtour machen. Das war schon länger eine Idee. Fahrradreisende haben neben Langstreckenwanderern und Trampern einen respektablen Status in meiner bewertenden Hirnhälfte....</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de/fahrradfahren-durch-kolumbien-1-der-mosh-pit/">Fahrradfahren durch Kolumbien (1) &#8211; Der Mosh Pit</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de">Warm Roads</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Einmal eine längere Radtour machen. Das war schon länger eine Idee. Fahrradreisende haben neben Langstreckenwanderern und Trampern einen respektablen Status in meiner bewertenden Hirnhälfte. Eigentlich wollte ich Mexico mit dem Fahrrad durchqueren, hatte das dann wieder gestrichen und Victor meinte schließlich, dass Kolumbien ja ein so tolles Fahrradreiseland sein soll. Dann eben hier. Habe mir für 75€ ein passables aber gut aussehendes Schrottrad gekauft, nochmal 100€ reingesteckt, ein Do-it-Yourself Fahrradtaschensystem konstruiert und dann konnte es auch schon fast losgehen. Fast.<span id="more-980"></span></p>
<p align="justify">Erstes Problem war allerdings die Route. Irgendwie hab ich im ganzen Fahrradbauwahn total vergessen mir vor dem Beginn meiner Reise eine Fahrradkarte zu kaufen und mal eine anständige Route auszutüfteln. Im Internet gibt es diverse Tools, bikemaps.com, openstreetmaps.com oder andere Programme die speziell für das Fahrradreisen angelegt sind. Insbesondere für die Höhenmeter-Unterschiede ist eine ordentliche Routenplanung sinnvoll. Ich hab versucht damit etwas zu planen, aber es hat nicht geklappt. Also druff geschissen und einfach los. Bei google maps noch angeschaut, wie ich aus Bogota rauskomme, die ersten 6 Orte notiert, welche zu durchqueren waren, aufs Fahrrad gesetzt und dann war ich auf einmal ein Fahrradreisender.</p>
<p align="justify">Diese katastrophale Planung hat mich dann den ersten Tag gekostet. Nicht nur die Tatsache, dass ich ohne Straßenkarte los bin sondern auch, dass ich auf meinem Weg durch Bogota versucht habe eine Karte zu kaufen, waren keine guten Entscheidungen. Diese Karte hatte ich zwar irgendwann gefunden, aber gleichzeitig meine Orientierung verloren. Nach gefühlten 30 Minuten Diskussion an einem Polizeiposten hatte ich wieder die grobe Richtung und konnte mich über die Zubringer aus der Stadt radeln. Es war schon Dämmerung, als ich die Stadtgrenze erreicht habe. Schlafplatzsuche. Mit Fahrrad ist man zwar beweglicher, jedoch kann ich nicht mal eben über einen Zaun klettern. Mehr Bewegung, weniger flexibel. Zu Fuß ist das einfacher Abends. Ich hatte irgendwann einen Platz auf einem Erdhügel direkt neben der Straße gefunden. Da ich kein Fahrradschloß habe, brauchte ich einen geschützten Platz, damit niemand meinen roten Renner klaut.</p>
<figure id="attachment_981" aria-describedby="caption-attachment-981" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Mein-Fahrrad.jpg" rel="lightbox[980]"><img class="size-full wp-image-981" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Mein-Fahrrad.jpg" alt="Mein Fahrrad mit Gepäck und allem drum und dran." width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Mein-Fahrrad.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Mein-Fahrrad-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Mein-Fahrrad-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Mein-Fahrrad-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Mein-Fahrrad-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-981" class="wp-caption-text">Mein Fahrrad mit Gepäck und allem drum und dran.</figcaption></figure>
<h3 align="justify">Das Auf und Ab einer Reise</h3>
<p align="justify">Die Nacht war kalt. Ich war immernoch über 2000 Höhenmetern. Es regnete. Der Morgen begrüßte mich mit dicken schwarzen Wolken. Mein zweiter Tag Fahrradfahren brach an. Was ich natürlich nicht wusste: Vor mir lag ein 3km langer Anstieg. Erstmal klettern. Ohne Frühstück. Ich ahnte ja nicht, dass es hoch geht und bin daher ganz normal losgeradelt. Zwischendrin musste ich absteigen. An mir vorbei zogen einige Sportradler. Die hatten alle kein Gepäck. Ich wünschte auch so leicht unterwegs sein zu können. Auf der „Berg“spitze befand sich ein kleines Restaurant und ich gönnte mir ein paar Spiegeleier, Schokokuchen und Kaffee. Danach Abfahrt.</p>
<p align="justify">Und Abfahrt. Und Abfahrt. Und Abfahrt. Insgesamt 40 km Abfahrt! Das hörte gar nicht mehr auf bergab zu gehen. Ich rollte Richtung Mittelpunkt der Erde. Erfreut war ich nicht gerade, weil alles was runter geht, muss auch irgendwann wieder hoch gehen. Auf dem Weg von Bogota nach Medellin mussten zwei Gebirgskämme überquert werden. Vom Einen runter und auf den Anderen rauf. Diese Abfahrt war allerdings nicht die „vom einen Gebirgskamm runter“-Tour, sondern eher die „Zwischendrin runter, weils so schön ist“-Abfahrt mit dem anschließenden „Marco Pantani- Gedenk“-Anstieg.</p>
<h3 align="justify">Was für ein Gelumpe hier&#8230;.</h3>
<p align="justify">Auf der Abfahrt hatte ich auch die ersten Materialprobleme. Das sollte nur der Beginn einer langen Reihe von Problemen werden. Mein Gepäckträger ächzte unter den 20kg Gewicht und lockerte sich. Es war klar, dass ich die nächste Fahrradwerkstatt anfahren muss. Daneben wurden meine Felgen recht heiß. Ziemlich heiß sogar. Aber ich musste ja bremsen. Also zwischen drin immer wieder Pause machen, abkühlen lassen und weiter fahren. Das Erste mal in meinem Leben habe ich wirklich verstanden, wozu Scheibenbremsen eigentlich gut sind.</p>
<p align="justify">Fahrradwerkstatt hab ich irgendwann gefunden. Für 2€ Gepäckträger besser fixiert, Luft aufgepumpt und eine Beule aus dem Vorderreifen entfernt. Ich hatte nämlich diese Beulen in den Reifen. Unförmigkeiten, mag man sie auch nennen. Ich kam mir vor, als würde ich auf Eiern fahren. Mein Lenker fühlte sich auf der Abfahrt an wie ein sedierter Presslufthammer. Das Problem Vorderreifen konnten wir lösen. Hinterreifen hatte denselben Defekt, war zu vernachlässigen. Weiter in der Abfahrt.</p>
<p align="justify">Der Spaß war irgendwann zuende. Das Profil änderte sich und was sich vorher locker leicht nach untern rollte, führte jetzt abartig steil nach oben. Irgendwann war auch mein Akku leer und ich fing wieder an zu schieben&#8230;.für ungefähr 4 Stunden. Ich hab mir das später bei Google angeschaut und der Anstieg ging ca. 20 km weit und überwand 1000 Höhenmeter. Der absolute Hass und mit meinem Fahrrad unmöglich zu bewältigen. Vielleicht war ich auch einfach nur ein Lappen und zu schwach. Aber da war mir schon klar, dass ich hier mitten in den Bergen unterwegs bin. Mit lockerer Radtour in Kolumbien würde es also nichts werden.</p>
<p align="justify">Danach wieder Abfahrt. Es ging eben die ganze Zeit hoch und runter. Nach 15km angenehmen Rollens wurde es langsam dunkel und ich musste mir den nächsten Schlafplatz suchen. Ich hatte eine gute Wiese erspäht und irgendwelche Leute gefragt, ob ich da schlafen kann. Die wussten nicht wo der Besitzer ist, haben aber gesagt das geht wohl klar. So einfach kann das sein. Da entscheidet der Nachbar mal schnell über euer Grundstück. Mit meinen letzten 3 € hab ich dann noch etwas Süßes, O-Saft und 2 Liter Leitungswasser erstanden und mich in die Nachtruhe begeben.</p>
<h3 align="justify">LKW´s sind auch nur Terroristen</h3>
<figure id="attachment_982" aria-describedby="caption-attachment-982" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Zelt-an-lauter-Straße.jpg" rel="lightbox[980]"><img class="size-full wp-image-982" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Zelt-an-lauter-Straße.jpg" alt="Zelt an der Straße. Vor dem Schlafen war ich noch gut drauf." width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Zelt-an-lauter-Straße.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Zelt-an-lauter-Straße-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Zelt-an-lauter-Straße-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Zelt-an-lauter-Straße-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Zelt-an-lauter-Straße-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-982" class="wp-caption-text">Zelt an der Straße. Vor dem Schlafen war ich noch gut drauf.</figcaption></figure>
<p align="justify">Das war wahrscheinlich meine schlimmste Nacht der ganzen Reise. Mein Zelt war drei Meter neben der Hauptverkehrstrasse zwischen Medellin und Bogota an einer Abfahrt. Die LKW´s brummten 24/7 an mit vorbei. Der Boden vibrierte, Motobremsen dröhnten zu mir herüber. Besonders die älteren Lastwagen bringen es bisweilen auf die Lautstärke eines startenden Flugzeuges. Das hat mich die ganze Nacht auf trapp gehalten. Irgendwann hab ich mir Klopapier in die Ohren gefriemelt, aber auch das hat nur mäßig geholfen. Eigentlich bin ich mittlerweile nicht mehr so anspruchsvoll, was den Schlafplatz und die Lautstärke angeht. Aber es ist eben ein Unterschied, ob nebenan das Helene Fischer Konzert nervt oder du mitten im <a href="https://www.youtube.com/watch?v=g3yIm-gXGBo">Mosh Pit</a> liegst.</p>
<p align="justify">Hinzu kam noch eine andere sonderbare Entdeckung. Obwohl ich fast 10 Stunden auf dem Fahrrad saß, war ich alles andere als müde und erschöpft. Mein ganzer Körper glühte vom heftigen Blutaustausch zwischen Herz und Muskeln. Die Pumpe funktionierte also. Aber entspannen konnte ich mich nicht. Ich kenne das von zu Hause, wenn ich meinem montäglichen Rückensport nachgegangen bin. Da war ich auch regelmäßig aufgedreht. Also kann es nur ein gutes Zeichen sein.</p>
<p align="justify">Tag 3, bricht an. Ich beendete die letzten 5 km Abfahrt und fand mich in einem sonnigen Kolonialstädtchen namens Guaduas wieder. Es lag Urlaub in der Luft, die Sonne scheinte fröhlich und die Umgebung nötigte zu frisch gepresstem Orangensaft oder kühlen Bier. Reis mit Rindfleisch und Kaffee. Ich nannte es Frühstück. Mein Entspannungs-Ich nutzte die Gelegenheit um 30 Minuten Pause herauszuschlagen, ehe Ambition und Nervosität die allgemeine Runde zur Weiterfahrt überzeugen konnten. Eine Cola gönnte ich mir trotzdem noch. Die Sonne brannte sehr heiß an diesem Morgen.</p>
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<figure id="attachment_984" aria-describedby="caption-attachment-984" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Kirche-Guadua.jpg" rel="lightbox[980]"><img class="size-full wp-image-984" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Kirche-Guadua.jpg" alt="Kirche in Guadua." width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Kirche-Guadua.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Kirche-Guadua-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Kirche-Guadua-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Kirche-Guadua-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/08/Kirche-Guadua-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-984" class="wp-caption-text">Kirche in Guadua.</figcaption></figure>
<p align="justify">Ich hatte zwei Optionen und nutzte die lokale Intelligenz, um die fehlende Fahrradkarte auszugleichen. Letztendlich entschied ich mich für die Straße mit weniger Steigung. Es lag eine lange Abfahrt und zwei mittlere Hügelchen vor mir. Am Ortsausgang wartete allerdings erstmal eine kurze aber heftige Arschlochsteigung auf mich. Es war mitlerweile 11 Uhr. Die Sonne zeigte sich von ihrer besten Seite. Ich schwitzte mit maximalem Flüssigkeitsausstoß und zwischendrin wurde mir so heiß, dass ich schon wieder anfing zu frieren. „Wie Saune Stefan, wie Sauna“, versuchte ich mich selbst, aus Verwunderung über die körperliche Reaktion, zu beruhigen. Es war so unglaublich heiß. Danach ging es glücklicherweise runter.</p>
<p align="justify">Ich war immer vorsichtig beim Abfahren, weil ich meinem Fahrrad keine 3 Meter über den Weg traute. Ich war auf alles gefasst. Reifen platzen, Gepäckträger Löslösung mit anschließender Zerberstung der Hinterradspeichen, Rahmenbruch oder auch dem klassischen Unfall mit tödlicher Kopfverletzung. So bremste ich also fleißig auf der Abfahrt. Ich überlegte ob ich meine Felgen mal kontrollieren sollte. Aber das sollte schon passen, gestern ging es schließlich viel weiter nach unten. Tja. Irgendwann tut es einen Schlag und mein Hinterreifen verabschiedete sich. Zu meiner großen Überraschung blieb das Rad allerdings stabil und ich konnte auf der Felge abbremsen. Kein Unfall, nochmal Glück gehabt. Meine Tour ward hier erstmal beendet. Dabei hatte der Tag so vielversprechend begonnen. Und so stand ich nun mitten im Nirgendwo, mit geplatztem Reifen, Flickzeug, aber ohne Luftpumpe. Also erstmal wieder Trampen&#8230;..</p>
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		<title>Höhenangstbewältigung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2015 20:47:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Argentinien]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumbien]]></category>
		<category><![CDATA[Über die Menschheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich besitze eine Fünf-Jahres-Plan in meinem Kopf. Dieser beinhaltet neben einem Unternehmen gründen, meine Oma besuchen, ein Holzhaus im Wald bauen, Weltherrschaft, Kinder kriegen,...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Ich besitze eine Fünf-Jahres-Plan in meinem Kopf. Dieser beinhaltet neben einem Unternehmen gründen, meine Oma besuchen, ein Holzhaus im Wald bauen, Weltherrschaft, Kinder kriegen, LSD nehmen den <a href="http://www.webkoch.de/rezept/krustenbraten-47095">Kräuterkrustenbraten</a> von Jamie Oliver machen, Half-Life 2 mit allen Addons durchspielen, Swingern gehen, den berühmten <a href="http://www.dangerousroads.org/asia/tajikistan/430-pamir-highway-tajikistan.html">Pamyr Highway</a> durchknallen und einmal um die Welt trampen, auch, dass ich gerne hochalpines Bergsteigen und anspruchsvolle Klettertouren gehen möchte. Problem ist nur, dass ich seit kindestagen Höhenangst habe. Aber Angst überwindet man ganz gut mit Konfrontation.<span id="more-934"></span></p>
<h3 align="justify">Erster Akt: Mastklettern auf dem Atlantik</h3>
<p align="justify">Unser Hauptsegel hatte sich in der Winde verklemmt und wir konnten es seit dem ersten Tag nicht wirklich nutzen. Irgendwann kam die Entscheidung, dass wir das Teil reparieren. Mitten auf dem Meer. Eigentlich macht man sowas ja im Hafen, aber der war mehrere Tage segeln entfernt. Also mussten wir ran. Meine beiden Frenchies und ich waren aufgrund unsere geringen Gewichtes in der näheren Auswahl. Vielleicht hatte Chris aber auch einfach nur Schiss. Da Victor noch etwas kleiner als ich war und irgendwer in hochkurbeln musste, sattelten wir ihn in den Klettergurt und ich durfte in unter högschter Kraftanstrengung die 20m+ den Mast hochziehen. Er machte einen guten Job, allerdings hatten wir am nächsten Tag Probleme mit den Antennen, die uns Löcher in das Segel rissen. Also nochmal jemand hoch. Diesmal durfte ich ran. Ich war nicht sehr enthusiastisch, wenn gleich doch ziemlich aufgewühlt von dem Gedanken, diesen Mast in mitten des Atlantiks zu klettern. Lea erkannte das (Danke dafür!) und und gab mir den letzten Ruck („Go! You want to!“) mich nach dort oben zu bewegen.</p>
<figure id="attachment_935" aria-describedby="caption-attachment-935" style="width: 780px" class="wp-caption alignright"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Mastklettern-Boot.jpg" rel="lightbox[934]"><img class="size-full wp-image-935" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Mastklettern-Boot.jpg" alt="Mastklettern auf dem Atlantik." width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Mastklettern-Boot.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Mastklettern-Boot-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Mastklettern-Boot-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Mastklettern-Boot-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Mastklettern-Boot-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-935" class="wp-caption-text">Mastklettern auf dem Atlantik. Da unten bin ich! Am nächsten Tag haben wir Rollen getauscht.</figcaption></figure>
<p align="justify">Es war ein echt schwieriger Job. Das Boot wurde ständig vom starken Wellengang hin und her geschleudert und auf dem Mast ist die Bewegung natürlich ungleich größer. Hin und Her&#8230;.Hin und Her. Hinzu kam, dass das Segel immer wieder unangenehm aus schlug und mir das Leben zur Hölle machte. Zur gleichen Zeit musste ich an den Antennen herumschrauben, mich am Mast festhalten und aufpassen, dass ich nicht wie ein Boxsack meine Balance verliere, eine Runde drehe, um unsanft gegen den Mast geschleudert zu werden. Das war aber alles noch auszuhalten, wenn da nicht die Höhenangst gewesen wäre.</p>
<p align="justify">Auf dem Weg nach oben hatte ich schon Schnappatmung. Und das kam nicht nur von dem Fakt, dass ich wie ein kleines Äffchen am Mast empor kletterte, damit Victor nicht soviel zu kurbeln hatte. Das war ungefähr wie eine kalte Dusche nehmen. Als ich an der ersten Antenne angekommen war und mich auf die Träger setzen konnte, verkrampfte ich meine Beine so gut es ging. Die Hände brauchte ich ja zum Arbeiten. Ich merkte nichts, hatte aber am Tag darauf eine Menge blauer Flecken an den Oberschenkeln. Das Adrenalin tut sein übriges, damit man nichts mehr merkt. Neben Schnappatmung und einer Aufgeregtheit, wie vor meinem ersten Zungenkuss, kamen immer wieder kleine cholerische Anfälle dazu. Entweder weil diese verdammte Schraube nicht rausging, eine große Welle das Boot traf oder Chris mal wieder das Segel nicht im Wind halten konnte. Ich belegte das mit lautem Fluchen und es half mir sehr gut in dieser Situation. Es war harte Arbeit, irgendwann konnte ich wieder runter. Meine Knie zitterten, ich war völligst fertig mit den Nerven, aber auch ein sehr gutes Gefühl, dass ich mich dieser Herausforderung gestellt hatte.</p>
<h3 align="justify">Zweiter Akt: Der Turm in der Ruinenstadt</h3>
<figure id="attachment_938" aria-describedby="caption-attachment-938" style="width: 780px" class="wp-caption alignright"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Villa-Epecuen-Turm.jpg" rel="lightbox[934]"><img class="size-full wp-image-938" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Villa-Epecuen-Turm.jpg" alt="Turm in Villa Epecuan" width="780" height="439" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Villa-Epecuen-Turm.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Villa-Epecuen-Turm-300x169.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Villa-Epecuen-Turm-150x84.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Villa-Epecuen-Turm-400x225.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Villa-Epecuen-Turm-200x113.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-938" class="wp-caption-text">Turm in Villa Epecuan</figcaption></figure>
<p align="justify">Ich war in dieser <a href="https://warmroads.de/de/sex-in-argentinien/">versunkenen Stadt</a> in Argentinien und genoss das postapokalyptische Panorama. Es regnete, ich war alleine für mich zwischen all den Ruinen und rauchte eine Zigarette, als dieses Objekt meine Aufmerksamkeit erregte. Es war eine Art Wasserturm, glaube ich. Mit Stufen. Und hoch. Ich bekam sofort wieder schwitzige Hände, aber ich musste es einfach probieren. Ich stieg die Leiter goch. Ich glaube auf ca. 3m kam dann die Angst. Und das über mir zwei Stufen rausgebrochen waren, half meinem Selbstvertrauen nicht unbedingt. Ein anderes Problem war, dass der Turm leichten Überhang hatte und das zum Hochklettern nochmal ein ganz anderes Gefühl vermittelt. Da auch niemand sonst da war und ich nicht mit gebrochenen Gliedmaßen in diesem gottverlassenen Ort verhungern wollte, brach ich ab. Ich hatte es nicht geschafft meine Angst zu überwinden. Und ich ärgerte mich darüber..</p>
<h3 align="justify">Dritter Akt: Bouldern in der Atacama Wüste</h3>
<p>Mit meinem amerikanischen Freund Andrew und seiner Freundin brachen wir auf eine 3.tägige Tour durch die Atacama Wüste auf und es standen unzählige Lagunen, Geysire und berühmte Szenerien aus den Bildern von Salvador Dali auf dem Programm. Und Felsen. Schöne, große Felsen, die nur darauf warteten, erklommen zu werden. Die übliche Boulderhöhe von 4m haben wir weit überschritten. Es war auch nicht ganz ohne, weil man natürlich ohne Sicherung auf diese Kolosse hoch ist, aber vom Schwierigkeitsgrad absolut nicht zu vergleichen mit Routen, die man normal in der Halle bouldert. Am zweiten Tag unserer Uyuni-Tour drehten Andrew und ich etwas frei und erklärten die Wüste zu einem Kletter-Spielplatz für Erwachsene.</p>
<figure id="attachment_939" aria-describedby="caption-attachment-939" style="width: 585px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Besteigung-in-Uyuni.jpg" rel="lightbox[934]"><img class="size-full wp-image-939" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Besteigung-in-Uyuni.jpg" alt="Turmbesteigung in der Uyuni Wüste" width="585" height="780" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Besteigung-in-Uyuni.jpg 585w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Besteigung-in-Uyuni-225x300.jpg 225w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Besteigung-in-Uyuni-150x200.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Besteigung-in-Uyuni-400x533.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Besteigung-in-Uyuni-200x267.jpg 200w" sizes="(max-width: 585px) 100vw, 585px" /></a><figcaption id="caption-attachment-939" class="wp-caption-text">Turmbesteigung in der Uyuni Wüste</figcaption></figure>
<p align="justify">Zweifelsohne meine größte Errungenschaft war eine Art Schornstein, der wohl zum backen genutzt worden war. Wir hatten vorher schon einige große Felsen erklommen, die leicht zu besteigen waren. Dieser war etwas schwieriger beschaffen. Ich stieg an einer der langweiligen Lagunen aus dem Auto und sofort fiel mein Interesse auf dieses Gebilde. Erst dachte ich: „Da kommst du nie hoch.“ Bei näherer Inspektion fand ich allerdings gute Griffe und Tritte und musste es einfach probieren. Sowas wie in Argentinien sollte mir nicht nochmal passieren. Ich hasse es, Sachen zu bereuen. Das Objekt ansich war nicht sehr hoch, vielleicht 5-6 Meter. Aber es war steil. Und es hatte ein Loch in der Mitte. Eine Art Schornstein eben. Ich meisterte es. Wurde total dreckig dabei. Egal. Andrew kam wenig später auch hoch. Wir waren den ganzen Tag gemeinsam am klettern, das hat großen Spaß gemacht.</p>
<p align="justify">Ein paar Lagunen später hat er es allerdings etwas übertrieben. Wieder kamen wir an einem Ort schönen griffigen Felsen an und begannen unsere ganz eigene Expedition. Da war dieser eine Brocken. Er sah sehr verlockend aus. Schönes Profil zielmich hoch. Ich bin an ihn herangetreten und hab ein paar Schritte versucht, allerdings war der Sandstein nicht sehr vertrauenswürdig. Wenn ich eine Sache vom Bouldern am Felsen weiß, dann dass manche Gesteine zum Abbrechen neigen und nicht stabil sind. Aufpassen. Andrew ist trotzdem hoch. Hab ihn garnicht aufsteigen sehen, nur irgendwann stand er auf dem höchsten Punkt und winkte. Hoch geht immer. Runter ist aber eine andere Sache.</p>
<p align="justify">Beim Abstieg passierte dann, was ich schon befürchtet hatte. Auf 6m Höhe trat Andrew auf einen Stein und der löste sich. Großes Geschrei von den umliegenden Zuschauern „Peligroso, Peligroso!“. Andrew konnte sich noch halten, war aber erstmal geschockt. Natürlich bin ich sofort hin und hab angefangen mit ihm über den Abstieg zu diskutieren und ihm etwas Ruhe und Sicherheit zu vermitteln. Ich hab mich unten positioniert um ihn eventuell zu spotten, falls er doch die Biege macht. Dabei geht es nicht darum, den Fallenden aufzufangen, aber ihn wenigstens so zu stossen, damit er nicht auf seinen Kopf landet. War zum Glück nicht nötig, oblgeich Andrew die letzten zwei Meter mit einem ordentlichen Sprung nach unten überbrückt hat, da schon wieder ein Stück Felsen abbrach. Leichtsinnig und Gefährlich. Aber no guts, no glory.</p>
<h3 align="justify">Vierter Akt: 40m+ auf eine freistehende Antenne klettern</h3>
<figure id="attachment_940" aria-describedby="caption-attachment-940" style="width: 521px" class="wp-caption alignright"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Antenne-Besteigung-e1438132889574.jpg" rel="lightbox[934]"><img class="size-full wp-image-940" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Antenne-Besteigung-e1438132889574.jpg" alt="Antenne, bereit zur Besteigung." width="521" height="780" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Antenne-Besteigung-e1438132889574.jpg 521w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Antenne-Besteigung-e1438132889574-200x299.jpg 200w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Antenne-Besteigung-e1438132889574-150x225.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Antenne-Besteigung-e1438132889574-400x599.jpg 400w" sizes="(max-width: 521px) 100vw, 521px" /></a><figcaption id="caption-attachment-940" class="wp-caption-text">Antenne wird gerade von meinem Kumpel Manny bestiegen. Wer kann ihn sehen?</figcaption></figure>
<p>Ein schöner Tag im kolumbianischen Hinterland. Wir hatten gerade eine kleine Siesta gemacht und ich wollte mit meinem Freund Manny und Ruben, den wir am Tag zuvor kennenlernten, eine Runde spazieren gehen und die Gegend erkunden. Ich gab eine Richtung vor und wie liefen los. Der Weg führte durch den Wald. Wir liefen eine Zeit lang und kamen letztendlich auf diesem wunderbaren Hochplateau heraus. Die umliegenden Täler eröffneten sich uns. Es waren mehrere große Antennen auf dieser Bergspitze und ein kleiner Wachturm vor dem stacheldrahtumzäunten Gelände lud zur Besteigung ein. Dort war diese eine Antenne, ohne Technik, jedoch mit einer schönen Plattform an der Spitze. Mein Interesse war geweckt und meine Angst ebenso.</p>
<p align="justify">Ich stieg runter ohne den Anderen zu sagen, wo ich hin ging. Ich wollte die Umgebung erforschen. Wollte sehen, ob man den Zaun vor der Antenne überwinden kann. Um ehrlich zu sein: Eigentlich wollte ich nur einen Grund haben, dieses Projekt nicht anzugehen und unüberwindbare Hindernisse vor zu finden. Leider war da überhaupt kein Zaun um die Antenne. Mhm. Ich stand unter der Antenne und blickte diese Leiter hoch. 40M, vielleicht mehr. In mir kämpfte es. Ich wollte unbedingt, aber ich hatte solche Angst. Die anderen Beiden kamen irgendwann nach und wir standen gemeinsam am Fuße. In solchen Momenten bin ich dem Gruppendruck sehr dankbar, dass er da ist. Auch das Bedürfnis nun etwas Beweisen zu müssen. „Let´s go.“, war das knappe Kommando von Manny und mir wurde klar, nun gibt es kein zurück mehr. Wie das Erste mal vom 3m Brett springen und hinter dir stehen all die anderen wartenden Kinder und der Bademeister macht schon ausfallende Handbewegungen.</p>
<p align="justify">Wer geht als Erstes? Der Turm war nicht sehr vertrauenerweckend für eine Besteigung von drei Personen. Ich wollte natürlich als Erstes. Das hat einen praktischen Grund, weil mich meine Aufregung sonst umgebracht hätte. Ruben kam hinter mir her. Es gab kurz vor der Hälfte eine kleine Plattform, welche als erste Rast diente. Und als ich mich dort gelähmt von Angst nieder lies, war klar, dass ich wieder runter gehe. Das konnte ich nicht machen. Es war schon hier viel zu hoch. Ich war schon total fertig. Ich sagte Ruben, dass wir da nicht hoch können. Er schaute die Leiter nach oben, stellte fest, dass es nicht mehr weit war und meinte nur: „Aber wir müssen!“, bevor er sich wieder in die Stufen schwang und nach oben kletterte. Okay, wir müssen. Das war Logik, die man einfach akzeptieren muss. Und ich danke ihm dafür, weil ich mich ohne nachzudenken anschloss und mit ihm den zweiten Teil in Angriff nahm.</p>
<p align="justify">Die Leiter war lang. Meine Arme begannen zu schmerzen. Solche Höhen sollte man nicht unterschätzen. Es ist durchaus anstrengend dort hoch zu klettern, auch wenn es auf einer Leiter ist. Alles begann zu zitter. Meine Schritte wurden langsamer. Durchhalten. Irgendwann erreichte ich die Plattform, welche sich im starken Wind sanft hin und her bewegte. Ich schaute mich kurz um, hielt mich am Geländer fest, deutete auf meine zittrigen Knie und lies mich auf die spärlich schmale Fläche nieder, um mir das maximal mögliche Gefühl der Sicherheit zu geben, das an einem solchen Ort möglich war. Und dann&#8230;.die Panik.</p>
<p align="justify">Rational gesehen haben wir zwei Hände, zwei Füße zum Festhalten und unter normalen Umständen besteht dort keine Gefahr. Aber erzähle das Bitte meiner Höhenangst. Es kam in Schüben. Und es kam so heftig, dass mir ganz schwummerig wurde. Ein starkes Gefühl von Panik und Angst. Überwältigend. Lebendig. Ich atmete außerordentlich schnell, mein ganzer Organismus war auf 180. Diese Manifestation der Angst zeigte sich als schmerzliches Gefühl in der Mitte meiner Brust. Hallo Höhenangst, so siehst du also aus. Ich stellte fest, dass es bei mir weniger um die Höhen, sondern eher um das vertikale Ende von Objekten geht, welches mich so zum ausrasten bringt. Und auch das Gefühl, dass ich mich jederzeit in den Tod stürzen könnte. Bewusst. Suizidale Nebenerscheinung. Ich kenne das ja schon seit meiner Kindheit. Und auch jetzt beim Schreiben habe ich schon wieder schwitzige Hände.</p>
<p align="justify">Zum Glück beinhaltet das menschliche Dasein genug Verdrängungsmechanismen, um solche Panikzustände zu meistern. Ich hab mir immer wieder auf den Horizont geschaut, das half. Und ich hatte ein Mantra: „Du bist sicher, alles ist gut.“, womit ich mich versucht habe zusammen zu reissen. Das hat auch funktioniert, bis dann wieder eine andere Stimme in meinem Kopf schrie: „NEIN ES IST VERDAMMT NICHT GUT, ES IST VERDAMMT HOCH UND DIESER SCHEISS BEWEGT SICH VOM WIND!!!“. Als ich durch den Leitertunnel nach unten blickte, beruhigte mich das etwas, weil ich dort die Erlösung meiner Qualen erahnte. Also Abstieg.</p>
<figure id="attachment_936" aria-describedby="caption-attachment-936" style="width: 780px" class="wp-caption alignright"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Höhenangst-unten.jpg" rel="lightbox[934]"><img class="size-full wp-image-936" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Höhenangst-unten.jpg" alt="Treppe der Antenne nach unten. Keine Spur von Höhenangst bei diesem Anblick. Eher Erlösung vor Augen." width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Höhenangst-unten.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Höhenangst-unten-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Höhenangst-unten-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Höhenangst-unten-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Höhenangst-unten-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-936" class="wp-caption-text">Treppe der Antenne nach unten. Keine Spur von Höhenangst bei diesem Anblick. Eher Erlösung vor Augen.</figcaption></figure>
<p align="justify">Aber nicht bevor ich noch einen Selfie mit Ruben gemacht habe. Wir hatten also eine kleine Fotosession, die immer wieder von Panik unterbrochen wurde. Jede kleine bitte von Ruben („kannst du mir die Kamera geben, kannst du ein Foto von mir machen“) brachte mich aus dem Konzept und ich musste wirklich mit mir kämpfen, diese kleinen Aufgaben zu erfüllen. Wenn man so unter Stress steht, dann brauch man volle Konzentration um nicht durchzudrehen. Letztendlich musste dann der Abstieg eingeleitet werden. Keine weiteren Fotos. Und unten&#8230;..der Erfolg. Für mich war es ein Erfolg. Ich hatte mich meiner Angst gestellt und ich dankte meinen beiden Kollegen für die (unbewusste) Unterstützung. Umarmung. Freude. Stolz wie bolle.</p>
<p align="justify">Manny ging danach alleine rauf und davor hatte ich immensen Respekt. Und als wir alle drei so rumstanden und uns erleichtert über diese Errungenschaft austauschten, tauchten zwei Kolumbianer mit einem Mädel auf. Sie gingen zielstrebig zur Leiter und erklommen dann ebenfalls den Turm (bis auf das Mädel, sie hatte etwas Angst). War anscheinend ein recht beliebter Ort für solcherlei Mutproben. Rückblickend würde ich gerne nochmal hoch und sehen, ob sich etwas in meinem Gefühl verändert hat.</p>
<h3>Rooftop Climbers in Rußland</h3>
<p>Grundsätzlich mache ich das als Vorbereitung auf das Klettern. Aber ich hab auf meiner Reise schon viel Spaß mit urbanen Gebäuden gehabt um Schlafplätze zu finden, Balkone von jungen Damen zu erklimmen oder einfach nur Bushaltestellen zu besteigen und Menschenmassen zu beobachten. In Rußland gibt es eine Community von <a href="http://spon.de/vfcul">Rooftop Climbers</a> die Brücken, Antennenmasten und anderen sehr, sehr hohe Gebäuden erklettert. Meist illegal. Ohne Sicherung. Für den Adrenalinkick und den Fame. Ich bin ja sowieso etwas russophil. Aber diese Jungs (und Mädels) haben meinen högschten Respekt. Ich euch daher dieses atemberaubende Video empfehlen. Zwei russische Roofclimber, die das zweithöchste Gebäude der Welt besteigen. Gänsehaut. Absolute Freaks!</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/gLDYtH1RH-U" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
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		<title>Gras und Bananen in Kolumbien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jul 2015 04:42:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumbien]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Und was das für ein Willkommen in Kolumbien. An dem Grenzposten war schon eine Schlange mit vielen lustigen Menschen. Ich kam sofort ins Gespräch,...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Und was das für ein Willkommen in Kolumbien. An dem Grenzposten war schon eine Schlange mit vielen lustigen Menschen. Ich kam sofort ins Gespräch, Foto mit mir gemacht, Gruppenfoto, gelacht, gescherzt. Keine Ahnung wieso, aber die Menschen waren so herzlich und freundlich. Ich hab mich sofort wohl gefühlt. Mein fiebriges Gefühl vom Abend hatte sich auch verflüchtigt. An der Grenze hing ein Plakat, dass der Arzt aufgesucht werden soll, wenn man Schmerzen oder sonstige Beschwerden hat, da in Ecuador anscheinend irgendeine Tropenkrankheit umgeht. Ich hatte maximal 1-2 Mückenstiche und schob meine Beschwerden auf die Strapazen des Trampens. Wenn dem nicht so gewesen sein sollte, laufe ich nun eben als Bazillenherd durch die Gegend.<span id="more-900"></span></p>
<h3 style="text-align: justify;">Ubskure Grenzorte</h3>
<p style="text-align: justify;">00:25 Uhr fing ich an in Kolumbien zu Trampen. Das erste Auto hält an. Es ist in Pärchen das in den Grenzort fährt und mich erstmal ungünstigst von der Panamericana hinein in diese kleine dreckige Grenzstadt bringt, um am Busterminal raus zu lassen. Alles mit dem Hinweis, dass ich mich da nicht wegbewegen soll, weil es so gefährlich ist. Auf dem Weg zum Terminal sind wir noch an einem Haufen Polizisten vorbeigefahren, die anscheinend gerade eine Razzia gemacht haben. Am Terminal selbst existierte ein Bus, der mich allerdings nicht mitnehmen wollte. Die beiden Busmenschen haben auch nochmal bestätigt, dass hier sehr viele „Ratten“ rum laufen würden und ich am Terminal sicher sein sollte.</p>
<p style="text-align: justify;">Fakt war aber auch, dass die beiden selber aussahen wie die angesprochenen „Ratten“. Einer war ein kleiner verschlagener Typ, der vorgab mich nicht zu verstehen und ein offensichtliches „I don´t give a shit about you“-Gesicht aufsetzte. Ich habe ihn nur nach dem Weg gefragt, aber er war sich zu fein mir zuzuhören. Das hat mich etwas aufgeregt. Zumal das nun wirklich nicht schwer zu verstehen war. Der Andere war ein großer schlacksiger Kerl, welcher mir zuvor klar gemacht hat, dass ich ohne Geld nicht in dem Bus mitfahren werde. Seine gesamten Vorderzähne schimmerten silbern im Licht der Straßenlaterne. Die beiden Jungs sahen schon aus wie ein perfektes Verbrecherduo.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber auch hier war die Gesamtsituation wieder, wie in der Nacht zuvor. Irgendwie hatten diese ganzen Geschichten mich zum zögern gebracht. Ist es wirklich so gefährlich hier? Soll ich wirklich nicht weggehen vom Terminal? Rückblickend war die Grenze Peru-Ecuador eigentlich ganz nett (im Vergleich zu anderen Grenzen die ich in meinem Leben schon überquert hatte). Nach einigem Überlegen lief ich also wieder los. Nicht ohne ein mulmiges Gefühl. Nachdem allerdings die ersten vier vorbeifahrenden Autos allesamt anhielten und mir bereitwillig Auskunft über den Weg gaben, war ich doch recht beruhigt. Niemand hat sich gewundert, dass ich da herumlaufe. Mitten in der Nacht. Niemand hat gesagt, dass ich schnell in ein Hotel soll oder aufpassen muss. Wird schon passen, dachte ich.</p>
<figure id="attachment_902" aria-describedby="caption-attachment-902" style="width: 780px" class="wp-caption alignright"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Straße-Kolumbien.jpg" rel="lightbox[900]"><img class="size-full wp-image-902" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Straße-Kolumbien.jpg" alt="Straße in Kolumbien" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Straße-Kolumbien.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Straße-Kolumbien-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Straße-Kolumbien-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Straße-Kolumbien-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Straße-Kolumbien-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-902" class="wp-caption-text">Straße in Kolumbien</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Panamericana gefunden, erstmal in die falsche Richtung gelaufen. Irgendwann Auto angehalten, Fehler bemerkt, zurück gelaufen. Und das erste Auto welches anschließend kreuzte, lud mich ein. Mein Lift nach Pasto. Der Knotenpunkt hinter der Grenze, wo alle Busse abfuhren und wo auch die beiden Schmierfinken mit ihrem Bus hinfuhren, welche mich zuvor nicht mitnehmen wollten. Mein Fahrer war ein Physiotherapeut, der Krankenhausmanagement studiert, kein Lied zuende hören konnte und für mich inmitten eines Bergdorfes anhielt, um mir einen echten kolumbianischen Kaffee zu spendieren, mit Käse. Keine Ahnung wieso es da Kaffee mit Käse gab. War aber anscheinend eine übliche Kombination und da es für mich das erste Essen seit Mittag war, nahm ich die Gelegenheit gerne wahr.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir fuhren eine Stunde nach Pasto und mein Lift lies mich an einer wunderbar ausgebauten Straßenkreuzung zur Umgehungsstraße raus Ich fühlte mich gut und bereit die letzte Nacht durchzutrampen. Außerdem wirkte alles sehr sicher. Es war 2:49 Uhr. Vier Tage ohne wirklichen Schlaf. Kolumbien vor mir. Den geplanten Nachtlift hatte ich bereits gekriegt. Nun noch irgendwas nach Norden finden und ich war zufrieden. Ich freute mich so auf dieses freundliche Land. Die letzten 900km in Südamerika trampen. Rückblickend war es ungefähr so, als ob dir jemand einen Bonbon schenkt und du beim Lutschen feststellst, dass er mit verrottetem Fisch gefüllt ist. Trampen in Kolumbien eben.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach meinem vorherigen Schwächeanfall fühlte ich mich wieder besser. Nachts um drei Uhr in guter Position stehen. Bogota war in Reichweite. Jetzt ein Letztes mal durchziehen. Leider hielt keines der wenigen Autos an, die an mir vorbei fuhren. Ich lief nach zwei Stunden los und versuchte die andere Seite der Stadt zu erreichen. Ein alter, langsamer LKW gab mir einen Lift zur nächsten Kreuzung. Dort sollte ich nochmal eine Stunde stehen, bis ich wieder eine Kreuzung weiter mitgenommen wurde und letztendlich um 6:12 Uhr hinter Pasto stand. Keine erfolgreiche Nacht, aber jetzt kann es doch losgehen, dachte ich. Zwei Lifts später fand ich mich in einem kleinen Bergdorf wieder.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Erst Power Out</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Straßen in Kolumbien waren sehr eng und noch steiler. Es ging größtenteils runter. Schwierig zu trampen. Allerdings war es ein wirklich schöner morgen, die Umgebung hatte was von Urlaub. Leider konnte ich mir nichts zu essen kaufen, da ich ja kein Geld bei mir hatte. Ich lief ca. eine Stunde bergab, trampte nebenbei. Stellte fest, dass hier anscheinend nichts mehr anhält. In den letzten fünf Stunden hatte ich kaum Fortschritt gemacht. Sehr ernüchternd. Vier Nächte ohne richtigen Schlaf verbracht. Für mich war an diesem Morgen die Grenze erreicht. 08:05 Uhr: Ich versuchte ein Letztes mal etwas anzuhalten und legte mich anschließend einfach auf den Boden neben die Straße, meinen Rucksack als Kopfkissen genutzt und fiel für 2,5 Stunden in einen tiefen Schlaf. Den ersten Schlaf in der Horizontalen seit 4 Tagen.</p>
<figure id="attachment_901" aria-describedby="caption-attachment-901" style="width: 780px" class="wp-caption alignright"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Panorama-Kolumbien.jpg" rel="lightbox[900]"><img class="size-full wp-image-901" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Panorama-Kolumbien.jpg" alt="Panoramablick" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Panorama-Kolumbien.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Panorama-Kolumbien-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Panorama-Kolumbien-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Panorama-Kolumbien-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Panorama-Kolumbien-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-901" class="wp-caption-text">Panoramablick</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Ich wachte auf. Es war sehr warm. Die Sonne schien erbarmungslos auf mich und meinen Anzug. Kein Schatten in Sicht. Nach einer kurzen Phase der Orientierungslosigkeit stellte ich fest, dass ich in Kolumbien war und keine Wahl hatte. Ich lief weiter die Straße entlang. Auch in der nächsten Stunde sollte nichts halten. Ich musste andere Lösungen finden. Ein LKW stand am Straßenrand, der Fahrer machte gerade irgendwas. Ich fragte wo er hin fährt und ob er Platz hat. Natürlich hab ich wieder nicht verstanden wo er hinfährt, aber er nahm mich mit. Es stellte sich aber bald heraus, dass er auf dem Weg nach Medellin ist, was noch hinter Bogota liegt. Perfekt.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir fuhren bis zur Abenddämmerung durch den Guerilla verseuchten Süden Kolumbiens. Die Sonne schien bei angenehmen 28°. Pures Sommerwetter. Zwischendurch hielten wir immer mal wieder an. Ein Bier trinken. Batterien mit destilliertem Wasser auffüllen. Irgendwann bekam ich eine Papaya gekauft und aß sie an einem Stück. Es war die beste Papaya, die ich in meinem Leben gegessen hatte. Ein wirklich angenehmer Lift, bis auf die Tatsache, dass die Autobatterien nach fauligen Eiern gerochen haben, bevor wir sie aufgefüllt hatten. Dann Zeit zum Abendessen. Die Fahrt sollte alsbald ihr Ende in der Nachtruhe finden und ich würde in meine nächste Nacht zum trampen entlassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Etwas unglücklich starben uns die Batterien während des Abendessens. Irgendwie gab es noch ein Automechaniker-Team die uns halfen den LKW wieder zum starten zu bringen. Leider durfte er jetzt nicht mehr ausgeschaltet werden, was für meinen Fahrer hieß, dass er die 20 Stunden nach Medellin durchfahren musste, ohne zusätzliche Schlaf. Für mich natürlich ein Glücksfall, da ich so bis zur letzten Autobahn Richtung Bogota mitfahren konnte. Bogota war von dort noch 300km entfernt.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Dann Chill Out</h3>
<p style="text-align: justify;">Es war Nacht Nummer fünf. Irgendwann stand hinter einer Toll-Station und drei Jungs nahmen mich mit. Es gab Mini-Bananen und Gras. Mein Sitznachbar griff in eine Tüte, deutete mir an meine Hand aufzuhalten und drückte mir eine ordentliche Ladung „Flores“ in die Hand. Nun gut dachte ich, das hätte schlimmer kommen können. Völligst entspannt stieg ich aus de Auto, fand mich an einem schönen Kreisel wieder, die Taschen voller Gras und neben mir ein Geldautomat. Für alles war gesorgt. So wirklich Lust zum weitertrampen hatte ich nicht mehr.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich war so nahe an Bogota, es war Nacht mit wenig Verkehr und nebenbei redete ich mit einem Security Menschen namens Franz. Netter Kerl, etwas jünger als ich und hatte einen verständlichen spanisch Akzent. Irgendwann während des Gespräches fuhr ich mit meiner Hand über meine Mütze und bemerkte, dass an meiner Stirn die ganze Zeit eine Blüte geklebt hat. Ich entfernte sie unauffällig und mußte mich zusammenreissen, meinen inneren Lachanfall nicht nach außen zu tragen. Das hatte doch eine gewisse Komik. Mein Tag war danach auch entgültig gelaufen. Vor mir war die grünste Verkehrsinsel, welche in jemals gesehen habe. Ich breitete meine Isomatte aus, holte den Schlafsack raus, setzte meine Schlafbrille auf und schlief vier Stunden bis in den Morgen.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Kreisel hatte einen weiteren Vorteil, neben schönen Bäumen und dem Geldautomaten gab es auch eine Bäckerei, die ich nach dem Aufstehen als erstes aufsuchen sollte. Kaffee und irgendwas zum Fühstück. Während ich das Angebot inspizierte, fragte mich einer der Menschen, wo ich herkomme und ob ich aus Deutschland sei? Sein Name war Ralf, er war ebenfalls Deutscher und einer der Besitzer der Bäckerei. Wir hatten eine angeregte Diskussion. Er gab mir einen Kaffee und zwei gefüllte Blätterteigtaschen aus. Ich holte mir noch Wasser im angrenzenden Supermarkt und machte an die Arbeit.</p>
<figure id="attachment_904" aria-describedby="caption-attachment-904" style="width: 780px" class="wp-caption alignright"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Schlafplatz.jpg" rel="lightbox[900]"><img class="size-full wp-image-904" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Schlafplatz.jpg" alt="Schlafplatz in Kolumbien" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Schlafplatz.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Schlafplatz-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Schlafplatz-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Schlafplatz-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Schlafplatz-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-904" class="wp-caption-text">Schlafplatz in Kolumbien</figcaption></figure>
<h3 style="text-align: justify;">Und am Ende der technische Fehler</h3>
<p style="text-align: justify;">Es hielt kaum etwas an. Ich hatte wirklich zu kämpfen. Am besten funktionierte das Trampen hinter Armee Kontrollpunkten. Ansonsten war Kolumbien so ziemlich der Tiefpunkt meiner Reise. Ich hab verschiedene Theorien hierzu, aber mehr dazu im „Trampen in&#8230;“ Artikel. Irgendwann stand ich 3 Stunden vor Bogota. Position gut, Schatten vorhanden, ein Bus hielt. „Kein Geld, wohin geht’s?“ „Bogota.“ „oh wirklich, well&#8230;.kann ich mit.“ Sie willigten ein. Ich fand mich in einem Bus wieder und sollte mein Ziel erreicht haben. So dachte ich. Bis wir in der nächsten Stadt anhielten und auf einmal alle ausstiegen. Klassisch Dummer Fehler meinerseits. Ich war ziemlich angesäuert, dass ich gerade so nah am Ziel war und mich der Bus dann von meiner Panamericana runterholt. Karte hatte ich keine. Was folgte waren nochmal zwei Stunden laufen. Raus aus dieser dummen Stadt in Richtung meiner Straße. Nichts, aber wirklich gar nichts hielt an, obwohl so viel Verkehr vorhanden war. Willkommen in Kolumbien. Irgendwann nach zwei Stunden zeigte sich der Trampergott gütlich und belohnte meinen Fußmarsch mit einem Lift in eine der letzten Städte vor Bogota. Eine Stunde fahrt bis zum Ziel. Es war bereits dunkel.</p>
<p style="text-align: justify;">Hier hatte ich dann wieder Glück. Wieder lief ich eine halbe Stunde. Auf dem Weg ein parkendes Auto gefunden. Nach Bogota. Aber wollten mich nicht mitnehmen. An einer Polizeikontrolle habe ich nach dem Weg gefragt. Es war Ortsende und ich wollte herausfinden, wie weit die Hauptstraße entfernt sei. Zur gleichen Zeit hielt ein junges Pärchen und fragte nach dem Weg nach Bogota&#8230;.nach Bogota&#8230;.nach Bogota&#8230;..mein Stichwort. Es kostete mich ca. 5 Minuten Dikussion um die Beiden davon zu überzeugen, mich doch bitte aus dieser Nacht herauszuholen und mit nach Bogota zu nehmen und mir meinen finalen Lift zu geben. Geschafft. 7. Juni 2015, 20:45 Uhr und ich erreichte Bogota. Meine Südamerika Tramptour war geschafft.</p>
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		<title>Woanders is auch scheiße, aber Panama riecht von oben bis unten nach Bananen &#8211; ein spontanes Résumé</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2015 11:46:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Karibik]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumbien]]></category>
		<category><![CDATA[Panama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir schreiben den 17. Juli 2015. Es ist 4:55 Uhr morgens. Ich bin gerade aufgewacht. Draußen stürmt es. Starker Regen fällt, sodass ich das...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wir schreiben den 17. Juli 2015. Es ist 4:55 Uhr morgens. Ich bin gerade aufgewacht. Draußen stürmt es. Starker Regen fällt, sodass ich das kleine Fenster über meinem Bett schließen musste. Selbst als es nur einen Spalt breit offen war, tropfte unablässig Wasser auf mein Bett. Kurz hatte ich überlegt nochmal ein bißchen weiter zu schlafen, aber es sind noch 3,5 Stunden, bis mein Boot losfährt und da ich keinen Wecker habe, bleibe ich lieber wach. Mein Boot, dass mein letzter Lift auf dem südamerikanischen Kontinent sein wird.<span id="more-894"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Ich bin in Turbo, einer dreckigen Hafenstadt in Nordkolumbien. Letzter Punkt, bevor es in die entlegenen Dörfer nahe der Grenzregion geht. Letzter Hafen mit Straßenanbindung, danach folgt nur noch Jungle und kleine Dörfer im Nirgendwo. Gestern habe ich mich von meinem Fahrrad getrennt, mit welchem ich von Bogota knapp 800km hierher gefahren bin. Ich konnte es zum Einkaufspreis verkaufen, nach langem suchen. Allerdings hab ich für die ganzen Modifikationen kein Geld bekommen. Letztendlich war ich aber zufrieden mit dem Deal. Und ein Kolumbianer konnte sich glücklich schätzen. Außerdem hatte ich eine komplette Fahrraduniform von Kolbmbien, von den Socken bis zum Kopftuch. Das habe ich gegen einen Lift in dem besagten Boot eingetauscht. Erfolgreicher Handelstag.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Boot ist eine sogenannte Lancha. Kleine Schnellboote mit Outborder-Motoren, wie ich sie schon von <a href="https://warmroads.de/de/durch-die-hintertuer-nach-venezuela/">Trinidad nach Venezuela</a> hatte. Es wird mich nach Carpurgana bringen, der vorletzten Ortschaft entlang der Küste Richtung Panama. Dort gibt es keine Autos, weil keine Straßen, dafür aber KAribikfeeling und Strände. Nach Monaten des Trampens durch Südamerika, freue ich mich sogar ein wenig darauf. Von da kann man ca. 2 Stunden über kleine Pfade durch den Dschungel laufen, um zu &#8222;Grenze&#8220; zu kommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Grenze zwischen Kolumbien und Panama ist etwas sonderbar, wie mir ein Franzose gestern versucht hat zu erklären. Keine Kommunikation. Keine gemeinsame Grenze. Es ist, so sagte er, wie die Grenze zwischen Brasilien und Marokko. Sie existiert quasi nicht. Ich für meinen Fall muss mir meinen Ausreisestempel in Carpurgana holen und kann dann nach 2 Stunden Fußmarsch panamanisches Staatsgebiet in Armila betreten. Dort ist aber nur ein kleiner (hübscher) Strand. Bis zur Immigration von Panama werden es nochmal 3-4 Stunden Fußmarsch sein (ich sehe gerade, google gibt diese Distanz auf 2km Luftlinie an. Das wird anscheinend ein anspruchsvoller Fußmarsch).</p>
<p style="text-align: justify;">In dieser Grauzone darf ich mich insgesamt 72 Stunden aufhalten, bevor ich in Panama &#8222;einchecken&#8220; muss. Vielleicht laufe ich, vielleicht frag ich die allgegenwärtigen Militärs, ob sie mir den Lift nach Puerto Obladia geben. Das ist die letzte Ortschaft auf meinem kleinen Küstenstreifen. Von da kann man mit Kleinflugzeugen nach Panama City fliegen (Komftortlösung), mit Lanchas weiter an der Küsten entlang fahren oder in Hardcore-Manier in den tiefen Dschungel gehen. Es wird kompliziert, aber ich habe mir sagen lassen, dass ich auf panamischer Seite mit den Cargo Booten mitfahren darf und es nicht so viele Probleme mit Kontrollen gibt, wie in Kolumbien.</p>
<p style="text-align: justify;">Ansonsten liegt dort noch das <a href="http://some-choice.com/en/darien-gap/">Darien Gap</a>. Und je näher ich ihm komme, desto  mehr fasziniert es mich. Das berühmte Darien Gap. Die fehlende Verbindung zwischen Nord- und Südamerika. Der einzige Punkt ohne Straße, sei es nun aus politischen, geographischen oder sonstigen Gründen. Es ist einer der dichtesten Dschungel auf der Erde, vollgestopft mit Schlangen, Pumas und allerlei kleiner giftiger Freunde.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Dschungel gibt es mehrere Dörfer, es existiert ein dichtes Netz von Wegen, was aber wohl nur von den lokalen Ureinwohnern verstanden wird. Auf diesen Wegen kreuzt allerleit Verkehr, wie ich gelesen habe. Neben den Leuten die dort Leben findet sich das Militär, die Guerilla, illegale Einwanderer die Richtung Norden laufen und natürlich die Drogen-Kuriere. Letztere sind wohl das wirtschaftliche Standbein der Region. Besonders Menschen aus Panama laufen die Route von Norden und machen gutes Geld. Aber auch die Ureinwohner sollen wohl ihr Wissen über das Terrain nutzen und sich als Postbooten anbieten. Prinzipiell geht es aber wohl um Business. Das deckt sich auch mit der Erzählung von einer Gruppe Afrikaner die sich von einem Guide nach Norden haben Schmuggeln lassen. Der Guide und seine Komplizen haben den illegalen Einwanderern alles abgenommen, was sie hatten, sie aber trotzdem (mit Nichts) auf die panamische Seite gebracht.</p>
<p style="text-align: justify;">Was für den Ruf des Darien Gaps wohl ziemlich schlecht war, könnten die zahllosen Entführungen durch die FARC vor 10-20 Jahren gewesen sein. Die FARC, die Rebellengruppe im kolumbianischen Norden, welche sich mehr oder weniger auf Entführungen spezialisiert hatte. Das ist aber Schnee von gestern. Heute passiert sowas nicht mehr und die wenigen Konflikte hier werden meist zwischen Beteiligten ausgetragen. Aktuell werden eher <a href="http://latinamericacurrentevents.com/putumayo-colombia-farc-attacking-tankers-on-border-with-ecuador-spilling-thousands-of-gallons-of-oil/31701/">Tanker</a> versenkt oder Ölpipelines attackiert. Die FARC versucht Infrastruktur kaputt zu machen und die Umwelt zu verseuchen. Auch nett.</p>
<p style="text-align: justify;">Hinter mir liegen 6 Monate Südamerika. In den letzten sechs Monaten habe ich</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>den gesamten Kontinent zweimal auf der Vertikalachse durchtrampt</li>
<li>die Anfänge des venezuelanischen Untergangs miterlebt (Wechselkurs von ehemals super billigen 1:75 auf 1:150 und mitlerweile auf 1:420. In einem halben Jahr wird das Land bankrott sein. Amerikanischer Handelskrieg erfolgreich abgeschlossen.)</li>
<li>bin meine längste Distanz getrampt, mit über 8000km durch Brasilien Richtung Uruguay (in 12 Tagen, Bämeräng!)</li>
<li>war zwei Monate in Uruguay bei meinem Freund Ralf. Dort war ich auf einer Hochzeit, wir haben einen Güterzug getrampt und Grillabende gemacht, die mir anschließende Alptraumnächte beschert hatten, weil es ausschließlich Fleisch gab</li>
<li>habe das sündige Leben von Buenos Aires in vollen Zügen (was für eine Stadt)</li>
<li>bin ans Ende der Welt gefahren (Ushuaia)</li>
<li>einmal fast in Bolivien ausgeraubt worden</li>
<li>in Medellin beklaut worden (aber hey, ich lag schlafend und betrunken irgendwo in der Stadt und war auf dem Heimweg &#8222;hängengeblieben&#8220; [hab nur ne Runde im Straßengraben &#8222;geNilst&#8220; HAHA] Kann dem Langfinger das nicht verübeln. )</li>
<li>bin 800km mit dem Fahrrad durch Kolumbien gefahren</li>
<li>hab die atemberaubenden Salzwüsten in Bolivien erkundet</li>
<li>habe das noch wunderbare bolivianische Hinterland durchtrampt und hier meine liebsten Orte und Menschen gefunden (<a href="https://warmroads.de/de/whisky-claro-wie-ich-eine-der-gefaehrlichsten-strassen-der-welt-ueberlebte/">insbesondere Aris, der betrunkene Polizist mit seinem Motorrad</a>)</li>
<li>eine Menge Straßenfood gegessen</li>
<li>ein aufblasbares Kofpkissen gefunden</li>
<li>bin auf einen 40m hohen Antennenmast geklettert</li>
<li>habe Freundschaft mit einer Gruppe <a href="https://warmroads.de/de/hools-fussball-und-blut-sonntags-in-buenos-aires/">Hooligans in Buenos Aires</a> geschlossen</li>
<li>hab mich im Glücksrausch über die argentinischen Autobahnen tragen lassen</li>
<li>wurde von alten, schwulen Männern angegraben (business as usual)</li>
<li>habe meinen ersten Bagger und Krankenwagen getrampt</li>
<li>das Erste mal gekokst (hey, kriegt man hier überall unter die Nase gerieben, ist aber nicht so spannend)</li>
<li><a href="https://warmroads.de/de/so-voll-mit-leben-wie-ein-kaese-an-einem-heissen-tag-trampen-durch-lima/">Lima zur Rush-Hour</a> durchfahren&#8230;.und überlebt</li>
<li>habe Machu Pichu erfolgreich &#8222;nicht besucht&#8220; und einen <a href="https://warmroads.de/de/wie-ich-meinen-ersten-gueterzug-in-peru-trampte-nicht/">Güterzug in Peru unerfolgreich nicht getrampt</a></li>
<li>bin in meine nächste Lebenskrise verfallen, als ich festgestellt habe, dass die Weltbevölkerung sich seit 1950 verdreifacht hat (!)</li>
<li>konnte mehrere Gegenstände billig einkaufen und erfolgreich unter Wert wieder verkaufen (wer brauch schon Sprache zum Handeln?)</li>
<li>hab &#8222;Mas o Menos&#8220;-Spanisch gelernt</li>
<li>hab einen langen Bart bekommen</li>
<li>und eine Geschichte Erschaffen, die ebenfalls schon einen recht langen Bart hat</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Danke Südamerika, hat Spaß gemacht! Ich muss auch mal packen, mein Boot fährt bald. Das Fenster ist auch wieder offen. Der Regen hat aufgehört und ein wunderbarer Tag beginnt.</p>
<p style="text-align: justify;">Zentralamerika ick komme dir! Hurz!</p>
<pre style="text-align: justify;">Der halbe Titel wurde geklaut bei einer anderen Bloggerin Namens Nina,
die einen ganz <a href="http://www.smaracuja.de/woanders-is-auch-scheisse/">wunderbaren Artikel über Reisen und Glück</a> geschrieben hat.
Hab ihn zufällig gefunden. Lesenswert. Danke für den Titel und Sorry! 
fürs kopieren. Aber in Asien gilt dies ja als Respektsbekundung.</pre>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de/woanders-is-auch-scheisse-aber-panama-riecht-von-oben-bis-unten-nach-bananen-ein-spontanes-resume/">Woanders is auch scheiße, aber Panama riecht von oben bis unten nach Bananen &#8211; ein spontanes Résumé</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de">Warm Roads</a>.</p>
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		<title>Trampen in Südamerika &#8211; Statistisches Zwischenfazit meiner Tramptour in Südamerika</title>
		<link>https://warmroads.de/de/trampen-in-suedamerika-statistisches-zwischenfazit-meiner-tramptour-in-suedamerika/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2015 19:52:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Argentinien]]></category>
		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>
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		<category><![CDATA[Tramp-Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Über Trampen]]></category>
		<category><![CDATA[Uruguay]]></category>
		<category><![CDATA[Venezuela]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Geeks gonna geek. Da ich nun meine ganzen Tramptouren so sauber geloggt habe, seitdem ich in Südamerika angekommen bin. Zum Abschluß dieses wunderbaren Kontinentes...</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de/trampen-in-suedamerika-statistisches-zwischenfazit-meiner-tramptour-in-suedamerika/">Trampen in Südamerika &#8211; Statistisches Zwischenfazit meiner Tramptour in Südamerika</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de">Warm Roads</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Geeks gonna geek. Da ich nun meine ganzen Tramptouren so <a href="https://warmroads.de/de/logbuch-und-dokumentation/">sauber geloggt</a> habe, seitdem ich in Südamerika angekommen bin. Zum Abschluß dieses wunderbaren Kontinentes folgt an dieser Stelle ein kleines Zwischenfazit.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Allgemein</h2>
<p style="text-align: justify;">Seit dem 20. Oktober 2014 bin ich mehr als <strong>36968,2 km</strong> getrampt. Ich hatte mehr als <strong>405 Lifts</strong>, mußte durchschnittlich <strong>23 Minuten und 34 Sekunden</strong> warten und hab insgesamt <strong>182 Stunden und 39 Minuten</strong> (entspricht ca. 7,5 Tagen) an der Straße gestanden und auf Autos gewartet. Ich möchte keine Minute davon missen.<span id="more-796"></span></p>
<figure id="attachment_800" aria-describedby="caption-attachment-800" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Team-Traktor-Vorwärts.jpg" rel="lightbox[796]"><img class="size-full wp-image-800" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Team-Traktor-Vorwärts.jpg" alt="Team Traktor Vorwärts" width="780" height="439" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Team-Traktor-Vorwärts.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Team-Traktor-Vorwärts-300x169.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Team-Traktor-Vorwärts-150x84.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Team-Traktor-Vorwärts-400x225.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Team-Traktor-Vorwärts-200x113.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-800" class="wp-caption-text">Team Traktor Vorwärts. DTSG Legends.</figcaption></figure>
<h2 style="text-align: justify;">Spitzenreiter</h2>
<p style="text-align: justify;">Ist&#8230;<a href="https://warmroads.de/de/trampen-teneriffa/">Teneriffa</a>. <strong>21 Lifts</strong> hab ich auf dieser wunderbaren Insel zusammen mit Hanna gefangen. Durchschnittlich haben wir <strong>8 Minuten und 12 Sekunden</strong> gewartet. Ich Glaube Lanzarote war noch besser, allerdings liegt das in der Zeit vor meinen Aufzeichnungen.<br />
Für Südamerika weißt Ecuador die besten Werte auf. <strong>14 Minuten und 30 Sekunden</strong> hab ich hier durchschnittlich auf einen Lift gewartet. Allerdings bin ich nur knapp <strong>1000 Kilometer</strong> durch das Land getrampt, mit <strong>21 Lifts</strong> ist es mäßig repräsentativ.</p>
<figure id="attachment_799" aria-describedby="caption-attachment-799" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Pick-Up-trampen.jpg" rel="lightbox[796]"><img class="size-full wp-image-799" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Pick-Up-trampen.jpg" alt="Pick-Up trampen" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Pick-Up-trampen.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Pick-Up-trampen-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Pick-Up-trampen-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Pick-Up-trampen-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Pick-Up-trampen-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-799" class="wp-caption-text">Pick-Up trampen in Uruguay. Best of it all.</figcaption></figure>
<h2 style="text-align: justify;">Die positive Überraschung</h2>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://warmroads.de/de/trampen-in-7-brasilien/">Brasilien</a> war gefühlt so schlecht wie Spanien und Italien zusammen. Die Zahlen sagen allerdings etwas anderes. Mit <strong>15 Minuten und 15 Sekunden</strong> ist die durchschnittliche Standzeit nur knapp hinter der von Ecuador. <strong>44 Lifts</strong> und <strong>6550km</strong> Distanz sprechen allerdings für eine deutliche größere Repräsentanz als in Ecuador. So kann man sich irren. Ich weiß selber nicht so genau, wie ich auf diese guten Werte kommen konnte.<a href="https://warmroads.de/de/brasilien-aus-dem-logbuch-1/"> Gefühlt bin ich für jeden Lift mindestens eine Stunde gelaufen in Brasilien</a>.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Getäuscht</h2>
<p style="text-align: justify;">Hingegen total überschätzt habe ich Argentinien. Gefühlt war es das beste Land. Das lag aber wohl an dem kostenlosen WiFi in den Tankstellen und der überaus komfortablen Gesamtmischung aus guten Straßen, nettem Essen, langen Wegen und Internet. Die Zahlen sind allerdings ernüchternd:<br />
<strong>34 Minuten und 50 Sekunden</strong> ist die durchschnittliche Standzeit und somit die zweitschlechteste meiner gesamten Reise. Allerdings bin ich in Argentinien auch sehr viel Nachts unterwegs gewesen, was den Wert etwas gedrückt haben wird. Mit <strong>8045 km</strong> Distanz ist Argentinien bisher das Land, in welchem ich die meisten Kilometer zurückgelegt habe. Auch <strong>84 Lifts</strong> sind ein großer Teil meiner bisherigen Trampmasse.</p>
<figure id="attachment_803" aria-describedby="caption-attachment-803" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Uruguay.jpg" rel="lightbox[796]"><img class="size-full wp-image-803" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Uruguay.jpg" alt="Warten in Uruguay" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Uruguay.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Uruguay-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Uruguay-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Uruguay-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Uruguay-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-803" class="wp-caption-text">Warten in Uruguay</figcaption></figure>
<h2 style="text-align: justify;">Der Tiefpunkt</h2>
<p style="text-align: justify;">Definitiv Kolumbien. Nicht nur statistisch, sondern auch gefühlt. Nichts gegen Kolumbien, es ist ein wunderbares Land mit wunderbaren Menschen, allerdings ist die Fortbewegung mehr als anstrengend. <strong>48 Minuten</strong> durchschnittliche Standzeit, bis mich ein Auto mitgenommen hat. Schlechter geht es wirklich nicht. Zwar hatte ich nur in Venezuela weniger Lifts und <strong>943 km</strong> ist die kürzeste Distanz, welche ich in einem südamerikainschen Land zurück gelegt habe, aber mein Gefühl sagt mir, dass dies auch bei mehr Lifts und Distanz nicht besser geworden wäre. Die möglichen Gründe werde ich nochmal in meinem „Trampen in&#8230;- Kolumbien“ Artikel diskutieren.</p>
<figure id="attachment_802" aria-describedby="caption-attachment-802" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Argentinien.jpg" rel="lightbox[796]"><img class="size-full wp-image-802" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Argentinien.jpg" alt="Warten in Argentinien" width="780" height="439" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Argentinien.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Argentinien-300x169.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Argentinien-150x84.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Argentinien-400x225.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Argentinien-200x113.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-802" class="wp-caption-text">Warten in Argentinien</figcaption></figure>
<h2 style="text-align: justify;">Mein Geheimtip</h2>
<p style="text-align: justify;">Mein Geheimtip zum trampen in Südamerika ist&#8230;..nicht Chile&#8230;sondern <a href="https://warmroads.de/de/trampen-in-8-uruguay/">Uruguay</a>. Mit <strong>88 Lifts</strong> die meisten Autos getrampt und mit <strong>2689 km</strong> ordnet sich Uruguay im Mittelfeld der Distanzen ein. Die durchschnittliche Standzeit von <strong>19 Minuten und 42 Sekunden</strong> sind ordentlich. Wenn man nun noch bedenkt, dass diese Zahl größtenteils in einem Zweierteam (Mann/Mann) zustande kam, dann ist das schon mehr als ordentlich! Wahrscheinlich auch, weil ich mit Ralf unterwegs gewesen bin. Uruguay war auch das Land indem ich meinen <a href="https://warmroads.de/de/uruguay-durchgetrampt/">ersten Güterzug</a> getrampt habe und neben Syrien das Land wo ich definitiv die meisten Lifts mit meinen geliebten Pick-Ups hatte. Leider wird das in Zukunft ja nicht mehr so leicht möglich sein durch das neue Ladefläche-Mitnehmen-Verbot der Regierung. Hoffen wir mal die Uruguayaner neben dieses Gesetz mit ihrer gewohnten Gleichgültigkeit hin und halten trotzdem an.</p>
<figure id="attachment_804" aria-describedby="caption-attachment-804" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Zug-trampen.jpg" rel="lightbox[796]"><img class="size-full wp-image-804" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Zug-trampen.jpg" alt="Unseren ersten Zug trampen in Uruguay" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Zug-trampen.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Zug-trampen-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Zug-trampen-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Zug-trampen-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Zug-trampen-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-804" class="wp-caption-text">Unseren ersten Zug trampen in Uruguay</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Hier die vollständige Tabelle mit allen Werten:</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><b>Land</b></td>
<td><b>Durchschnittliche Wartezeit (sek)</b></td>
<td><b>Zurückgelegte Distanz (km)</b></td>
<td><b>Wartezeit total (min)</b></td>
<td><b>Anzahl der Lifts</b></td>
<td><b>Gewichtung der Liftzeiten</b></td>
</tr>
<tr>
<td>Bis Venezuela</td>
<td></td>
<td>10398</td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>Teneriffa</td>
<td>493</td>
<td>360</td>
<td>216</td>
<td>19</td>
<td>9367</td>
</tr>
<tr>
<td>St. Martin</td>
<td>612</td>
<td>43,2</td>
<td>143</td>
<td>14</td>
<td>8568</td>
</tr>
<tr>
<td>Venezuela</td>
<td>1868</td>
<td>1089</td>
<td>218</td>
<td>7</td>
<td>13076</td>
</tr>
<tr>
<td>Brasilien</td>
<td>916</td>
<td>6550</td>
<td>2112</td>
<td>44</td>
<td>40304</td>
</tr>
<tr>
<td>Uruguay</td>
<td>1182</td>
<td>2689</td>
<td>1734</td>
<td>88</td>
<td>104016</td>
</tr>
<tr>
<td>Argentinien</td>
<td>2090</td>
<td>8045</td>
<td>2833</td>
<td>84</td>
<td>175560</td>
</tr>
<tr>
<td>Bolivien</td>
<td>1484</td>
<td>1329</td>
<td>1163</td>
<td>47</td>
<td>69748</td>
</tr>
<tr>
<td>Chile</td>
<td>896</td>
<td>1804</td>
<td>254</td>
<td>17</td>
<td>15232</td>
</tr>
<tr>
<td>Peru</td>
<td>1484</td>
<td>2754</td>
<td>1163</td>
<td>47</td>
<td>69748</td>
</tr>
<tr>
<td>Ecuador</td>
<td>871</td>
<td>964</td>
<td>306</td>
<td>21</td>
<td>18291</td>
</tr>
<tr>
<td>Kolumbien</td>
<td>2883</td>
<td>943</td>
<td>817</td>
<td>17</td>
<td>48960</td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>Total</td>
<td>1414</td>
<td>36968,2</td>
<td>10959</td>
<td>405</td>
<td>572870</td>
</tr>
<tr>
<td>In Zeit</td>
<td>23 Minuten 34 Sekunden</td>
<td></td>
<td>182 Stunden 39 Minuten</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
</tbody>
</table>
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