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	<title>USA &#8211; Warm Roads</title>
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		<title>Trampen in&#8230; (19) den USA</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Jan 2017 14:30:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen in...]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Trampen in den USA war eine der großen Enttäuschung meiner Reise. Ihr denkt an Kerouac, wie er von Denver nach San Francisco trampte....</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Trampen in den USA war eine der großen Enttäuschung meiner Reise. Ihr denkt an Kerouac, wie er von Denver nach San Francisco trampte. Wollt zum Ursprung der Hippiekultur. Erwartet die USA als DAS Land zum Trampen. Aber meine Erwartungen haben sich nicht erfüllt. Ich war mehrere Monate in den USA unterwegs. Am Anfang hat es mir dort überhaupt nicht gefallen, aber mit der Zeit habe ich mich dann doch angefreundet, mit dieser sonderbaren, amerikanischen Kultur. In Bezug auf das Trampen fällt meine Wertung zu den USA jedoch eindeutig aus: Es ist eines der anstrengendsten Länder, in denen ich bisher getrampt bin. Keine Empfehlung von mir. Trampen in den USA ist Scheiße. Es macht das Land jedoch nicht weniger interessant. Ganz im Gegenteil.<span id="more-2224"></span></p>
<h2>Statistik</h2>
<p><strong>Zurückgelegte Distanz: </strong><strong>11010</strong><strong> Kilometer</strong></p>
<p align="justify"><strong>Anzahl der Lifts: </strong><strong>129</strong></p>
<p align="justify"><strong>Durchschnittliche Wartezeit: </strong><strong>40</strong><strong> Minuten </strong><strong>20</strong><strong> Sekunden</strong></p>
<p align="justify"><strong>Standzeit Gesamt: </strong><strong>69</strong><strong> Stunden </strong><strong>55</strong><strong> Minuten </strong></p>
<p>Log gibt’s <a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Log-USA.ods">hier.</a></p>
<h2>Meine Route</h2>
<p>Ich betrat die Vereinigten Staaten von Amerika das erste mal durch Texas. Einige Wochen blieb ich in Austin/TX. Von dort flog mich mein mittlerweile <a href="https://warmroads.de/de/tribute-to-patrick-faltermann/">verunglückter Freund Patrick</a> nach New Mexico. Ich bin über Denver nach Salt Lake City getrampt und weiter durch Kalifornien bis hoch nach Seattle. Auf dieser Strecke bin ich auch das erste mal mit <a href="https://warmroads.de/de/trainhopping-wahre-liebe/">Trainhopping</a> in Berührung gekommen.</p>
<p>Später bin ich kreuz und quer durch Washington und Oregon getrampt, bevor es dann über <a href="https://warmroads.de/de/langstreckentrampen-von-new-york-nach-alaska/">Kanada nach New York</a> ging. Ich habe einen Monat in New York gelebt und bin dann <a href="https://warmroads.de/de/ich-bin-von-deutschland-nach-alaska-getrampt-das-ende/">8000km an die Nordspitze von Alaska getrampt</a>. Auf dem Rückweg habe ich noch einen kleinen Abstecher nach San Francisco gemacht, um anschließend wieder zurück nach Kanada zu trampen.</p>
<h2>Menschen</h2>
<p>Ich kann zwar nicht sagen, dass ich nach 6 Monaten in Nordamerika die Menschen wirklich verstanden habe. Die USA sind so groß und divers. Es ist schwer allgemeingültige Aussagen zu machen. Die Bundesstaaten können sich untereinander sehr unterscheiden. Küste und Inland, West und Ost, überall sind die Menschen etwas anders. Aber alle sind Amerikaner und daher Teil dieser verrückten Gesellschaft. Ich versuche hiervon einen Eindruck zu geben.</p>
<figure id="attachment_2221" aria-describedby="caption-attachment-2221" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria.jpg" rel="lightbox[2224]"><img class="size-full wp-image-2221" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria.jpg" alt="Trampen in Amerika" width="780" height="441" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria-300x170.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria-768x434.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria-150x85.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria-400x226.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria-200x113.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2221" class="wp-caption-text">Trampen in Amerika</figcaption></figure>
<p>Generell musste ich erstmal feststellen, dass ich meinen größten Kulturschock in den USA hatte. Normalerweise würde man denken, dass die Menschen in den USA uns Europäern ähnlicher seien, als die Südamerikaner. Mitnichten. Zumindest in meinen Augen. Die USA sind zwar genauso Turbo-Kapitalistisch wie Deutschland, allerdings ist das Leben hier weitaus brutaler und ungesicherter als in Europa. Das fängt bei der Krankenversicherung an und hört beim Leben auf Pump mit kurzfristigen Paychecks und unterbezahlten Jobs (von denen man natürlich mehrere haben muss) auf. Da mutet unser System schon fast wie ideologisch einwandfreier Sozialismus an. In den USA herrscht ein abartiger Leistungsdruck, den wir so in Europa nicht haben.</p>
<p>Prinzipiell fiel es mir sehr schwer mit Menschen in Nordamerika zu connecten, wenn es um mehr, als die normale Oberflächlichkeit ging. Jeder hier ist bei der ersten Begegnung unglaublich nett. Wenn man aber persönlicher wird, kommt man allerdings schnell an eine Grenze. Die Menschen sind sehr protektionistisch bei persönlichen Themen. Am Anfang hab ich diese ganze Pseudohöflichkeit sehr kritisch gesehen. Nach einer Zeit gewöhnt man sich jedoch irgendwie daran. Als ich zurück nach Deutschland kam, hat es mir sogar ein bißchen gefehlt, dass die Menschen so freundlich-oberflächlich sind. Ich habe viel Zeit in Kalifornien verbracht und musste eine Sache lernen dort: Es kommt nicht so sehr darauf an, was man sagt, sondern, wie man es sagt. Wir Deutschen leben verglichen dazu in einer sehr direkten Gesellschaft. Eine Freundin meinte zu mir: „In Deutschland kann man sich nicht verstecken.“ Und wenn man monatelang in dieser oberflächlich, schönen Welt verbracht hat, kann das auch etwas anstrengend sein.</p>
<p>Ein großes Thema in den USA ist Angst. Angst das etwas passieren könnte. Angst vor dem mordenden Tramper. Angst vor Terror. Angst vor Krankheit. Angst vor dem Leben. Die USA sind in meinen Augen neurotische und paranoider als der Großteil der restlichen Welt. Die Leute mögen es stabil und es soll möglichst alles so bleiben. Brasilien war ähnlich neurotisch und ich schiebe das auf die starke Stellung der Religion innerhalb der Gesellschaft.</p>
<p>Vorallem beim Trampen wird diese Angst deutlich, wenn man versucht nach Lifts zu fragen. In den USA wird das überhaupt nicht gerne gesehen. Wenn man sich Menschen an Tankstellen nähert, nehmen diese oft eine ablehnende Haltung ein. Viele wollen in Ruhe gelassen werden, sehen dich als Abschaum und schauen komisch. Das fühlte sich manchmal an, wie eine Art Spiessrutenlauf. So etwas hab ich in keinem anderen Land erlebt. Kanada ist hierzu übrigens das absolute Gegenteil. Wenn man dort an Tankstellen trampt, dann kommen die Menschen unaufgefordert zu euch, fragen was ihr macht und fangen ein Gespräch an.</p>
<p>Beim Trampen spielt in den USA aber noch eine zweite Komponente eine Rolle. In den USA leben sehr viele Menschen auf der Straße und unter diesen gibt es viele, die ernsthafte psychische Probleme haben und eigentlich auf Hilfe angewiesen sind. Hier gibt es allerdings kein Gesundheitssystem ist, was sich um diese Menschen kümmert und somit sind die Leute auf sich allein gestellt. Und für alle die kein Auto haben und kein Geld verdienen, bleibt aus Ermangelung an öffentlichen Verkehrsmitteln nur das Trampen als Fortbewegungsart.</p>
<p>Ihr müsst diesen kulturellen Unterschied verstehen. Während ihr in Europa mit euren Hippie- und Studentenfreunden zu eurem eigenen Vergnügen rum reist, finden euch die meisten Menschen cool und als Tramper hat man ein relativ positives Ansehen. Die amerikanischen Straßen (sowohl beim Trampen, als auch beim Reisen) sind von einer Mischung aus Hobos, Obdachlosen, Hippies, Studenten, Drogenabhängigen, Leuten die vor der Polizei auf der Flucht sind, Menschen die psychisch krank sind und Leuten die wirklich der Gesellschaft entsagt haben und als Outlaw Leben, bevölkert. Die Charaktere in den USA sind in meinen Augen radikaler, extremer und auch anstrengender als alles, was euch in anderen Teilen der Welt auf Reisen begegnet. Im Guten wie im Schlechten. Durch die USA trampen ist anders, als in Europa seinen Daumen rauszuhalten. Ich finde das prinzipiell hochspannend.</p>
<p>Was ich allerdings zum Kotzen finde, und das ist nur ein Resultat der oben genannten Mischung, ist, dass man in den USA als Tramper immer wie ein drogensüchtiger Schwerverbrecher behandelt wird. Und hier auch wieder der Hauptunterschied zu Europa. In Europa (und den meisten Ländern auf der Welt) seid ihr cool, weil ihr trampt, In den USA seid ihr Abschaum, weil ihr trampt. Daran kann ich mich nicht gewöhnen und das ist für mich einer der größten Minuspunkte für dieses Land. Trampen macht so einfach keinen Spaß.</p>
<p>Hinzu kommt noch ein statistischer Fakt. Es dauert relativ lange, bis jemand für euch anhält. Mit über 40 Minuten durchschnittlicher Standzeit werden die USA nur von Kolumbien als schlechtestes Land zum Trampen übertroffen. Bei fast 130 Lifts ist das ein selten schlechter Wert. Vom Hippeitraum durch die USA zu trampen, ist nicht mehr viel übrig geblieben. Die Realität wird hier von harten Zahlen geschrieben und leidvoller Wartezeit mit Menschen, die euer Tramperleben überaus kritisch betrachten.</p>
<p>Zum Abschluß aber noch etwas positives. Die Menschen hier sind sehr hilfsbereit. Das hat wiederum mit den vielen Obdachlosen zu tun. Ständig wurde mir Essen und Trinken angeboten. Auch Geld. Die Amis geben gerne und sehen es als ihre Verantwortung anderen zu helfen. Das gehört gewissermaßen zur kulturellen Eigenheit.</p>
<p>In den USA wollen die Menschen helfen, Spenden, Essen verteilen. Sie sehen es als ungewollte Einmischung des Staates an, wenn dieser das übernehmen würde. Der Staat soll sich möglichst raushalten. Übrigens eine typisch republikanische Position. In Europa ist es genau andersrum. Im ehrenamtlichen Bereich habe ich Diskussionen mitbekommen, die so argumentierten: „Wenn der Staat das Ehrenamt fördert, dann nur, weil er seine eigene Pflicht an die Bürger abgeben will. Der soll mal lieber seinen Verpflichtungen nachkommen!“ Das sind zwei völligst konträre Grundhaltungen zur Rolle des Staates gegenüber der Gesellschaft. Und diese Grundhaltungen prägen die Menschen. Gut für euch, weil in den USA Wohltätigkeit als Bürgerpflicht angesehen wird. Das wird euch keine Lifts bringen, aber vielleicht kriegt ihr Essen und Trinken geschenkt. Nehmt es an, für die Menschen ist es wichtig euch einen Gefallen tun zu können.</p>
<h2>Straßen in den USA</h2>
<figure id="attachment_2219" aria-describedby="caption-attachment-2219" style="width: 521px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-den-Redwoods.jpg" rel="lightbox[2224]"><img class="size-full wp-image-2219" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-den-Redwoods.jpg" alt="Trampen in den Redwoods" width="521" height="780" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-den-Redwoods.jpg 521w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-den-Redwoods-200x299.jpg 200w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-den-Redwoods-150x225.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-den-Redwoods-400x599.jpg 400w" sizes="(max-width: 521px) 100vw, 521px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2219" class="wp-caption-text">Trampen in den Redwoods</figcaption></figure>
<p>Der amerikanische Highway ist für mich das schönste Straßennetzwerk der Welt. Das ist durchaus ein dicker Pluspunkt für das Trampen in den USA. Auch wenn er nur bedingt hilft. Als ich nach Texas kam und das erste mal am Trampen war, dachte ich nur: „Ja, genauso perfekt und formvollendet habe ich mir das vorgestellt.“ Es gibt diese schönen Fernsehaufnahmen aus dem Nachkriegsamerika, mit den blassen Farben der 50er. Zeit des Öllbooms, Zeit des Aufbruchs und die Zeit, wo diese grandiose Infrastruktur erschaffen wurde. Lange geradlinige Interstates, blumenförmige Autobahnkreuze, wenig Verkehr und irgendwie hängt mir dazu noch der Hoover-Damm und Kennedy im Kopf. Keine Ahnung wieso. Aber mit diesen Bildern bin ich in die USA gekommen. Und die Straßen waren genau so, wie ich so erwartet hatte. Der Rest eher nicht.</p>
<p>Meine Begeisterung liegt sicherlich auch an dem Fakt, dass die amerikanischen Interstates größer, breiter und länger sind, als alle andere Straßen, auf denen ich bisher rund um die Welt unterwegs gewesen bin. Der Kontinent ist sehr groß, es gibt sehr viel Platz und das spürt man auch in der großspurigen Lebensweise der Amerikaner. Alles ist größer. Straßen, Autos und Egos. Ich denke es ist das perfekte Land für einen Road-Trip, wenn man selber fahren möchte. Ich bin im Anschluss nach Japan gereist, was so ziemlich das Gegenstück zu den USA darstellt. Kaum Platz, alles ist klein, detailliert und eng gehalten. Japanische Autos kamen mir vor wie Spielzeug, als ich aus den USA dort angekommen war. Manchmal konnte ich mein Lachen nicht verkneifen, als mir diese Zwergenmobile in den Straßen entgegenfuhren.</p>
<p>Was mir ein bißchen beim Trampen in den USA fehlt, sind Raststätten. Es gibt an fast jeder Ausfahrt eine Tankstelle mit diversen Fast Food Restaurants. Aber keine Raststätten, die nur Highway-Verkehr haben. Das war für mich ein eindeutiger Nachteil. Es gibt zu viele Tankstellen und somit ist es schwer, die gut frequentierten zu finden. Manchmal hatte man Glück, manchmal Pech. Wenigstens in New York State habe ich Raststätten auf den Toll-Straßen gefunden. Die waren ganz großartig. Zwischen New York und Montreal. Ich denke dieser Autobahnabschnitt ist privatisiert und hat daher diese riesigen Raststätten. Aber als Infrastruktur zum Trampen taugen die Interstates sowieso nur mittelmäßig. Insbesondere wenn man lange Strecken durch die USA trampen will.</p>
<p>Neben den Interstates gibt es noch Highways, die so etwas wie die deutsche Bundesstraße darstellen. Ich kann die Highways nicht wirklich empfehlen. Verkehr zu schnell und oftmals hatte ich Probleme mit der Polizei. Insbesondere in Idaho wurde ich regelmäßig vom Highway gejagt und musste mit Einfahrten oder Tankstellen vorlieb nehmen. Wenn man Cross country geht und im Norden reist, dann würde ich immer Kanada bevorzugen.</p>
<p>Städte in den USA sind noch so ein Fall für sich. Es fahren prinzipiell viel zu viele Autos. Fast alle sind mit nur einer Person besetzt, was auch zu der Einführung einer Carsharing-Line geführt hat. Dort dürfen nur Autos mit mindestens 2-3 Menschen (abhängig je nach Bundesstaat) fahren. Bis zu 500$ Strafe werden fällig, wenn man die Spur nutzt und alleine im Auto ist. Es gibt sehr viele Staus. Dies wird allerdings zu einem Vorteil für uns Tramper. Zur Rush Hour kann man sehr gut aus Städten heraus trampen! Wenn ihr euch direkt auf die Interstate begebt, könnt ihr relativ schnell einen Lift aus dem Stau heraus abfangen. Noch besser ist es, wenn sich der Verkehr auf die Auffahrt zurückstaut.</p>
<h2>Taktik fürs Trampen in den USA</h2>
<p>In den USA hasste ich es, die Leute an den Tankstellen anzusprechen. Und viele Tankstellenbesitzer dulden es auch nicht, wenn man mit den Kunden redet. Sheriffs haben mich von Tankstellen geschmissen und habe ich auch aufgegeben, weil mir die Menschen einfach zu anstrengend waren. Dann lieber an der Straße stehen. Das war aber nicht immer so zielführend, weil viele Amis nicht sehr weit fahren. Generell hatte ich das Gefühl, die durchschnittliche Liftlänge war unterdurchschnittlich.</p>
<p>In Kanada zum Beispiel war die Distanz, welche ich in Autos zurück gelegt habe, ca. doppelt so lang, wie in den USA. Diese beiden Länder sind in ihren Dimensionen vergleichbar. Die Amis reisen nicht so viel durch ihr eigenes Land und scheinen eher Heimscheisser zu sein. Auf den großen Interstates kann man jedoch Menschen finden, die „cross country“. Nur wie man diese Lifts am besten abfängt, dass habe ich noch nicht heraus gefunden. Wenn ihr eine Idee habt, dann immer raus damit.</p>
<p>Auffahrten Trampen in den USA ist äußerst mühselig, weil die Menschen so selten anhalten. Das ist natürlich je nach Bundesstaat unterschiedlich. Aber oft ist es sowieso die einzige Möglichkeit. Vielleicht wäre ein Schild sinnvoll, um längere Lifts zu kriegen. Ich trampe ja nie mit Schild und kann nicht sagen, ob man hierdurch eine bessere Erfolgsquote hat, oder ob es durchweg scheiße ist.</p>
<p><strong>Einen Tip kann ich allerdings geben:</strong></p>
<p>Ihr solltet Kleidungstechnisch so seriös wie möglich aussehen. Leute haben eine starke Assoziation zwischen Tramper und Mensch ohne Geld, geisteskrank, krimineller, ex-Knacki, Gesocks&#8230;..etc. Ich stand da in meinem gelben Anzug und trotzdem haben die Menschen mir noch Geld und Essen gegeben, weil sie dachten, ich wäre Obdachlos. Das Klischee hat sich tief eingebrannt in die Köpfe der Menschen.</p>
<p>Niemand hatte verdacht geschöpft, dass ich vielleicht einfach nur ein „Tramper“ bin. Außerdem werdet ihr ständig von der Polizei kontrolliert und die sind wesentlich entspannter, wenn sie merken, dass ihr noch alle Sinne beisammen habt. Die geben euch manchmal auch einen Lift, um euch vom Highway runter zu kriegen. Ich hatte oft Lifts mit der Polizei. Soviele wie in keinem anderen Land. Schön hinten in der Verbrecherbox drin!</p>
<p>Prinzipiell will ich nur sagen, dass es sich lohnt, wenn ihr euch äußerlich vom Rest der Genossen auf der Straße abhebt. Auch wenn ihr innen Punk bleibt! Als ich kürzlich in Kalifornien war, bin ich mit einem grünen Militärmantel getrampt. Das sah etwas aristokratisch aus und ich habe das Gefühl, mein Tramperlebniss in den USA lief hierdurch besser.</p>
<p>Aber egal wie ihr ausseht, wenn ihr in den USA trampt: Auf jedenfall nüchtern bleiben!</p>
<h3>Besonderheiten</h3>
<p>Entgegen anderslautender Behauptungen: <strong>Trampen in den USA ist nicht verboten.</strong> Nur an manchen Orten gibt es dementsprechende Gesetze. Die Gesetzgebung wird innerhalb der Bundesstaaten geregelt. In den meisten Bundesstaaten ist Trampen erlaubt und kein Problem. Aber selbst in den Bundesstaaten, wo Trampen verboten ist, kann man trotzdem Trampen. Die Frage ist immer, ob die Gesetze auch durchgesetzt werden. Das liegt oft in der Ermessensache der Polizeibeamten. Manchmal haben die auch einfach keinen Plan, wie das mit dem Trampen geregelt ist.</p>
<p>Im schlimmsten Falle droht euch ein Bußgeld, aber ich kenne niemanden, dem so etwas widerfahren ist. Der Vollständigkeit halber: In Utah, Idaho und Nevada, sowie New Jersey und Delaware ist Trampen offiziell verboten. Allerdings hatte ich bspw. in Idaho mehrere Polizeikontrollen und auch Lifts mit der Polizei. Gab niemals ernsthafte Probleme. Einen guten Überblick findet ihr auf <a href="http://hitchwiki.org/en/File:Unitedstateslaws.jpg" rel="lightbox[2224]">dieser Karte</a>. Desweiteren sollte man einen besonderen Blick auf die spezifischen Gesetze werfen. Manchmal ist es nur verboten am Straßenrand nach Lifts zu suchen, aber man kann an Tankstellen fragen. Trampen kann vieles bedeuten. Hauptsache ihr findet den nächsten Lift. Seid kreativ. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/12.0.0-1/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Ich hab schon angedeutet, dass in den USA alles größer und protziger ist, als anderswo auf der Welt. Den Höhepunkt dieses Gigantismus könnt ihr in der nordamerikanischen Wohnmobilkultur beobachten. Wohnmobile in Amerika sind oft so groß wie ein Bus. Und weil das ja nicht genug ist, ziehen die meisten noch ihren Truck hinter dem Wohnmobil her. Hier ist sowas ein Sattelschlepper mit Anhänger. In den USA ist es der Pensionär, welcher gerade in den Urlaub fährt. Gewöhnungsbedürftig.</p>
<p>Es gibt eine Menge toller Nationalparks in den USA, die zum besuchen einladen. Neben den großen Parks (Yellowstone, Yosemite, Grand Canyon) kann ich euch auf jedenfall den <a href="https://www.nps.gov/zion/index.htm">Zion Nationalpark</a> empfehlen. Ansonsten findet ihr in Nordkalifornien die majestätischen Redwoods. Neben Cannabisbauern und Hippies finden sich einige der größten Bäume der Welt. Absoluter Tip, wenn ihr einen Roadtrip an der Westküste machen wollte.</p>
<p>New York. Diese Stadt. Man sagt: „Wer hier überlebt, der kann überall überleben.“ Da ist was wahres dran. So sehr imposant New York ist, mit all seinen Wolkenkratzern und Glamour, so sehr teuer ist es auch. Man muss in New York für alles zuviel bezahlen und dann kommen auch noch 20% Trinkgeld oben drauf. Glücklicherweise ist New York auch eine der weltweit besten Städte zum <a href="http://trashwiki.org/en/New_York_City">Dumpster Diven</a>. Dort gibt es meinen allerliebsten Dumpster Diving Spot: Sushi auf dem Timesquare. Jeden Abend. Frisch und umsonst. Alleine dafür lohnt sich ein Besuch!</p>
<p>Übrigens, ihr könnt sehr billig in die USA kommen. Per Flugzeug. Das sollte ich hier eigentlich nicht promoten, aber es ist nunmal so verdammt günstig. Und lieber wir Tramper nehmen diese Angebote als irgendeine andere Gruppe Menschen. Mit Norwegian Airlines geht’s ab 86€ von Oslo nach New York (one way). Das ist die billigste, mir bekannte Verbindung. Aber auf an die Westküste und von Zentraleuropa kann man billige Flüge finden. Mehr als 450€ solltet ihr nicht bezahlen, für Hin- und Rückflug. Bucht am besten direkt auf der Norwegian Website. Essen kann man sich einfach mit ins Flugzeug nehmen. Spart Geld!</p>
<p><a href="https://warmroads.de/de/traffic-exists-polizeikontrollen/">Polizeikontrollen</a> sind häufig und dauern unter Umständen lange. Insbesondere nahe der Grenze werdet ihr von der State sowie der Federal Police gecheckt. Nicht wundern. Wenn ihr kontrolliert werdet, kommen immer mindestens zwei Polizeiautos. Jeder amerikanische Polizist hat sein eigenes Auto. Manchmal kommt auch noch der Seargent dazu. Dann werden es drei Autos. Verhaltet euch freundlich und ruhig. Immer schön „Ja!“ sagen und den Anweisungen des Ordnungspersonales folge leisten. Ich habe sehr oft Lifts mit der Polizei bekommen, weil ich irgendwo stand, wo ich nicht stehen sollte. Nutzt die Polizei zu eurem Vorteil, um in bessere Positionen zu kommen. Sogenannte „courtesy rides“ are the way to go beim Trampen in den USA!</p>
<h3>Impressionen</h3>

<a href='https://warmroads.de/campen-in-den-usa/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Campen-in-den-USA-e1485701954672-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Campen in den USA" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Campen-in-den-USA-e1485701954672-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Campen-in-den-USA-e1485701954672-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Campen-in-den-USA-e1485701954672-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Campen-in-den-USA-e1485701954672-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Campen-in-den-USA-e1485701954672-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/auf-der-strasse-schlafen-usa/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Auf-der-Straße-schlafen-USA-e1485701969494-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Auf der Straße schlafen USA" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Auf-der-Straße-schlafen-USA-e1485701969494-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Auf-der-Straße-schlafen-USA-e1485701969494-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Auf-der-Straße-schlafen-USA-e1485701969494-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Auf-der-Straße-schlafen-USA-e1485701969494-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Auf-der-Straße-schlafen-USA-e1485701969494-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
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		<title>Persönliche Bestzeit &#8211; Wie man seine Geschwindigkeit beim Trampen kalkuliert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Jul 2016 10:59:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Argentinien]]></category>
		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Tramp-Technik]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin einige Langstrecken (4000-12.000 km) in verschiedenen Ländern auf unserem Planeten getrampt. Gerade habe ich eine Stunde damit verbracht, meine Logbücher zu analysieren....</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin einige Langstrecken (4000-12.000 km) in verschiedenen Ländern auf unserem Planeten getrampt. Gerade habe ich eine Stunde damit verbracht, meine Logbücher zu analysieren. Weils so schön ist. Hier die Ergebnisse: Auf meinen Routen durch Asien und Amerika hab ich stets versucht, meinen Langstreckenrekord aus Argentinien (2532km in 38h 49m; <strong>Ø65km/h</strong> von Buenos Aires nach Rio Gallegos) zu übertreffen. Am schnellsten war ich in Kazachstan von Almaty nach Aqtöbe (2221 km in 32 h 28m; <strong>Ø68km/h</strong>). Und auch in China hatte ich einen sehr guten Run von <a href="https://goo.gl/maps/i1L2H8Aw2dP2">Dali nach Harbin</a> (4589 km in 82h 38m; <strong>Ø55 km/h</strong>).</p>
<p>Wie schnell ihr trampt, hängt vorallem mit eurer Technik zusammen. Tagsüber wird die Geschwindigkeit eines nicht-fortgeschrittenen und eines fortgeschrittenen Trampers mehr oder weniger gleich sein. Man kann sich mit dem richtigen Equipment und Technik jedoch auch ohne Probleme Nachts bewegen. Da gibt es zwar weniger Verkehr, aber dafür fahren die Lifts weiter. Fortgeschrittene Tramper nutzen die Nacht für ihre Bewegung.<span id="more-2027"></span></p>
<p>Auf meiner <a href="https://warmroads.de/de/langstreckentrampen-von-new-york-nach-alaska/">„Royal Stage“</a> von New York nach Alaska habe ich eine sehr gute Zeit erreicht, als ich Kanada durchquert habe. Ich hatte einen run von <a href="https://goo.gl/maps/NGsxLSb5JPU2">Thousand Islands USA/Kanada Grenze nach Otter Falls/Haines Junction Yukon Territorium</a> 6071 km in 107 Stunden und 8 Minuten (<strong>Ø56 km/h</strong>). Ich behaupte das ist schneller, als selber zu fahren. Und aufgrund der angemessenen Länge dieser Tour, möchte ich es meine persönliche Bestzeit nennen.</p>
<p>In der russischen Tramplehre kalkuliert man die durchschnittliche Geschwindigkeit im <strong>Sommer</strong> mit ungefähr <strong>50 km/h</strong>. Für den <strong>Winter</strong> sind ca. <strong>40 km/h</strong> veranschlagt. Und das gilt für die meisten entwickelten Länder wie Iran, USA, Kanada, China, Rußland, Deutschland, Argentinien. Die Kalkulation muss entsprechend angepasst werden, wenn es bergiges Gelände mit vielen Serpentinen zu überwinden gilt. Prinzipiell sagt man: Je höher die Straße liegt, desto langsamer ist die Kalkulation. In <strong>technisch, schwierigeren Regionen</strong> kann die durchschnittliche Wegstrecke schonmal auf <strong>200-300 km am Tag</strong> runter gehen. Ich persönlich hab das erfahren, als ich das <a href="https://warmroads.de/de/wenig-verkehr-auf-dieser-strasse-aber-ist-bestimmt-schoen-da/">bolivianische Hochland</a> durchquert habe.</p>
<p>Je länger die Tour geht, desto schwerer ist es natürlich, die Geschwindigkeit hoch zu halten. Wäre ich auf meiner Kanada Route durchschnittlich 3 km/h langsamer gewesen, dann hätte ich am Ende 321km weniger Distanz zurückgelegt. 3 km/h klingt wenig, macht aber einen großen Unterschied.</p>
<p>Als ich angefangen habe zu trampen, haben wir immer Pi-mal-Daumen <strong>das Doppelte der normalen Fahrtzeit</strong> kalkuliert. Für Anfänger ist das eine sichere Orientierungshilfe, die ihr leicht erfüllen könnt. Wenn ihr an diesem Maßstab scheitert, dann macht ihr etwas falsch. Mit den oben genannten Routen in Süd-, Nord-Amerika, sowie Asien, kann man jedoch gut sehen, dass die Richtwerte unserer russischen Freunde durchaus realistisch sind. Besonders auf langen Strecken.</p>
<p>Generell ist man alleine immer ein bisschen schneller als zu zweit. Mit drei Personen wird das Trampen jedoch signifikant langsamer werden. Ländergrenzen sind immer anders, jedoch kann man durchschnittlich mit 1 Stunde Verzögerung rechnen, wenn ihr ein neues Territorium betretet. Große Städte sind ebenfalls ein Problem, besonders wenn es keine Umgehungsstraße gibt. Zwei Stunden sollten zusätzlich zur normalen Fahrtzeit eingeplant werden, wenn ihr euch durch ein Moloch wie La Paz oder Panama City kämpfen müsst. Mit oder ohne öffentliche Transportmittel. Durchquerung von Städten ist eine der schwersten Disziplinen beim Langstreckentrampen und ein Anfänger kann hier durchaus auch mehr Zeit verlieren.</p>
<p>Je erfahrener die Tramper sind, desto kleiner wird der Unterschied in der Bewegungsgeschwindigkeit zueinander sein. Und zwar unabhängig von Geschlecht und Alter. Wer behauptet, dass es mit einer Frau schneller geht, nur weil sie eine Frau ist, der hat vielleicht zu wenig Erfahrung, selber Autos zum Anhalten zu bewegen. Und wenn eine meiner Trampkolleginnen schneller als ich unterwegs ist, dann hat das weniger mit ihrem Geschlecht zu tun, sondern damit, dass sie die bessere Technik hat.</p>
<p>Generell will ich mit diesem Artikel nur zeigen, dass Trampen planbar ist und die Geschwindigkeit davon abhängt, wie gut euer Trampskill ist. Dazu gehört eure Körpersprache, Kleidung, euer Auftreten, Gestik und Mimik, wie gut kommuniziert ihr mit den Autos und wie charmant könnt ihr die Fahrer zum anhalten bewegen. Außerdem ist die Positionierung überaus wichtig und dass ihr taktische Fehler vermeidet, wie z.B. dem Fahrer überlassen, wo er euch rauslässt oder Lifts nehmen, die euch keinen Vorteil bringen. Das alles sind Parameter, die eure Geschwindigkeit mitbestimmen und diese sind weitaus wichtiger, als Glück. Wer behauptet, dass Trampen nur vom Glück abhängt, der weiß wahrscheinlich nicht, wie man richtig trampt.</p>
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		<title>Traffic Exists. Hitchhiking Possible; (12) Das Beste aus: Polizeikontrollen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Mar 2016 10:50:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Mexico]]></category>
		<category><![CDATA[Panama]]></category>
		<category><![CDATA[Traffic Exists - Hitchhiking Possible]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Panama Polizist schaut durch das Fenster. Zum Fahrer: „Er ist nicht angeschnallt!“ Fahrer: „Ähm&#8230;ja. Also&#8230;ich hab halt keinen Sicherheitsgurt auf dieser Seite.“ Polizist: „Das...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 align="justify">Panama</h2>
<p align="justify">Polizist schaut durch das Fenster. Zum Fahrer: „Er ist nicht angeschnallt!“</p>
<p align="justify">Fahrer: „Ähm&#8230;ja. Also&#8230;ich hab halt keinen Sicherheitsgurt auf dieser Seite.“</p>
<p align="justify">Polizist: „Das ist verboten. Ihr könnt so nicht weiterfahren.“</p>
<p align="justify">Fahrer: „Okay. Was können wir denn da jetzt machen?“</p>
<p align="justify">Polizist: „Wie siehts denn aus mit einem Kaffee?“</p>
<p align="justify">Fahrer: „Kaffee? Einen Dollar für Kaffe?“</p>
<p align="justify">Polizist: „Genau!“<span id="more-1665"></span></p>
<h2 align="justify">Kanada</h2>
<p align="justify">In British Colombia ist trampen verboten. War gerade über die Grenze gekommen, mitten auf der „Autobahn“ und am trampen, als ein Streifenwagen anhielt.</p>
<p align="justify">„Hey, wo machst du denn hin?“ „Vancouver.“ „Was, die ganze Strecke? Also&#8230;.da vorne ist ne Bus Station. Ich kann dir einen Lift geben, wenn du willst.“ „Nene, passt schon. Ich bin doch am Trampen. Und es ist ja nicht so weit. Brauche eigentlich nur einen Lift, dann bin ich da.“ „Ja, das stimmt.“ „Ich wollte nur etwas weiter laufen und vielleicht die Auffahrt da vorne nehmen.“ „Du kannst auch einfach unter die Brücke da laufen, da ist ein bißchen mehr Platz zum anhalten. Kriegst du bestimmt schnell einen Lift.“ „Cool!“ „Die Jungs von der Autobahnpolizei machen dir dort eventuell das Leben zur Hölle, wenn sie dich finden. Mir ist das egal, ich gehöre ja nicht zur Autobahnpolizei, wie du sehen kannst.“</p>
<h2 align="justify">Nord-Californien</h2>
<p align="justify">Zwei Polizeiautos halten vor mir.</p>
<p align="justify">Cop 1: „Was machst du denn hier?“</p>
<p align="justify">Ich: „Trampen!“</p>
<p align="justify">C1: „Du kannst das hier nicht machen!“, ich geb ihm währenddessen schon meinen Reisepass, „Aha, wo geht’s denn hin?“</p>
<p align="justify">Ich: „Seattle.“</p>
<p align="justify">C1: „Ins Gefängnis?“ Mein Anzug&#8230;mein Anzug&#8230;.</p>
<p align="justify">Er überprüft meine Identität. Der andere Polizist, ein Jüngerer, kommt auf mich zu und unterhält sich mit mir.</p>
<p align="justify">C2: „Keine Sorge. Keine Sorge. Du steckst nicht in Schwierigkeiten.“ Als ob ich besorgt wäre. Haha. Ich erzähle ihm meine Geschichte. Der andere Polizist kommt zurück.</p>
<p align="justify">C2: „Hey Frank, der Kerl trampt um die ganze Welt!“</p>
<p align="justify">C1: „Echt?“</p>
<p align="justify">C2: „Boah, ich würde ihm echt gerne einen Lift nach Winters geben, aber ich glaube das würde nicht helfen.“</p>
<p align="justify">Ein drittes Polizeiauto erreicht den Tatort. Das war etwas ungewöhnlich, selbst für die USA. Sie haben den Sergeant gerufen. Nun standen alle drei um mich herum.</p>
<p align="justify">Sergeant: „Wo kommst du her?“</p>
<p align="justify">I: „Bitte?“, er gibt mir einen Klapps auf die Schulter.</p>
<p align="justify">S: „Wo du herkommst?“</p>
<p align="justify">I:“ Oh, Deutschland.“</p>
<p align="justify">S: „Nein nein, wo in Deutschland?“</p>
<p align="justify">I: „Frankfurt!“</p>
<p align="justify">S: „Oh, ich hab zwei Jahre in Frankfurt gewohnt. Und Frank, du hast doch auch in Deutschland gewohnt, oder?“</p>
<p align="justify">C1: „Richtig!“</p>
<p align="justify">Es folgt eine kurze Unterhaltung darüber, wie toll Deutschland doch ist, das sie gerne in Sachsenhausen trinken waren und um ihre Army-Zeit. Dann drehen sich alle drei unerwartet um und gehen zu ihren Autos. Während sie gehen meint der Sergeant nochmal zu mir: „Du kannst hier nicht trampen! Also&#8230;..trampe weg von hier! Ich will nicht später von dir in der Zeitung lesen!“ Jawohl!</p>
<h2 align="justify">Spezial: Der Mexikaner</h2>
<p align="justify">„Die haben mich schon 13 mal abgeschoben!“ „Echt?“ „Ja, aber ich bin immer wieder gekommen! Die fliegen mich nach Mexico, dann geh ich eine Nacht tanzen, mach Party in Tijuana und wenn ich genug getrunken habe, geh ich wieder zurück.“ „Also du kannst ohne Probleme die Grenze passieren?“ „Früher war es leichter, aber ich hab das schon so oft gemacht, kein Problem. Wenn sie mich erwischen und zurückschicken, dann komm ich einfach am nächsten Tag wieder.“ „Hast du Freunde, die dich dann von der Grenze abholen?“ „Nene, meine Familie schickt mir ein bisschen Geld und ich nehm mir einfach ein Taxi oder fahre mit dem Greyhound Bus. Ich weiß auch nicht, wieso die mich immer wieder zurückschicken. Ist doch reinste Geldverschwendung für die!“</p>
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		<title>Traffic Exists. Hitchhiking Possible; (11) Auffahrt blockiert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Mar 2016 06:01:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Traffic Exists - Hitchhiking Possible]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Liegt da was auf der Auffahrt? Es war bereits Dunkel. Nein es ist ein Mensch. Ein kleines schwarzes Häufchen Elend saß dort rum. Da...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Liegt da was auf der Auffahrt? Es war bereits Dunkel. Nein es ist ein Mensch. Ein kleines schwarzes Häufchen Elend saß dort rum. Da saß tatsächlich ein Typ, sein Kopf vergraben in den Knien. Er wimmerte, als ich gerade ankam. „Hey man, alles okay?“ „Buaaahbuaaah, nein!“, er weinte los. „Was ist denn?“ „Sie wollen mich töten. Bring dich lieber in Sicherheit!“ Psychose, Drogen, Shizo, keine Ahnung was mit ihm los war. „Brauchst du Hilfe?“ „Nein!“ „Soll ich dich alleine lassen?“ „Ja, lass mich alleine!“ „Okay mann&#8230;&#8230;ähm&#8230;.aber nur zu deiner Info, ich will hier nachher lostrampen.“<span id="more-1610"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Scheiße. Auffahrt blockiert. Armer Typ, aber ich kann ihm leider nicht helfen. Besonders, wenn er keine Hilfe will. Ich ging zur Tankstelle und suchte Autos. Irgendwann kam ein zweiter Verrückter an die Auffahrt und die beiden kamen „ins Gespräch“. Das sah dann so aus, dass der Wimmerer mitten auf der Straße stand und den Verrücjten anschrie: „Lass mich in Ruhe! Geh weg, fass mich nicht an!“. Dann sah er mich auf der anderen Straßenseite, wie ich die Szene beobachtete: „Hey, du kannst jetzt rüberkommen und mich vor dem hier retten.“ Wenn irgendwo Stress ist, dann kommt bei mir immer der Mediator hoch. Ich setzte mich also in Bewegung, um mal zu schauen, was die Beiden da treiben. Sie standen sich nun ganz nah gegenüber. Es war kurz davor zu knallen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich war schon auf halbem Weg über die Straße und als ich mir dachte, dass ich das eigentlich nicht zu meinem Problem machen will. Und drehte dann ab. Die Beiden haben sich zusammengerauft. Bildeten ein Team. Der eine kauerte auf seinem Rucksack und der andere hatte nun ein Schild, was er aggressiv den vorbeifahrenden Autos auf die Windschutzscheibe klatschte. Weirdos beim Trampen. Auffahrt blockiert. Keine Chance da wegzukommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Hab dann an der Tankstelle meinen nächsten Lift gefunden. Erschien mir in der Situation besser. Nicht falsch verstehen, ich hab nichts gegen verrückte Menschen und bin auch immer bereit zu helfen, wenn sie Hilfe wollen. Aber zum Trampen ist solche Gesellschaft leider suboptimal.</p>
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		<title>Escaping Dead Horse Alaska</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jan 2016 20:51:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Über die Menschheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich stieg aus meinem LKW. Es war 10 Uhr morgens. Noch keine Sonne aufgegangen, weil zu dieser Jahreszeit in Dead Horse keine Sonne aufgeht....</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich stieg aus meinem LKW. Es war 10 Uhr morgens. Noch keine Sonne aufgegangen, weil zu dieser Jahreszeit in Dead Horse keine Sonne aufgeht. Vier Stunden Dämmerung. Mehr gibts nicht. Es war stockdunkel. Dieser „Ort“ am Ende der Welt ist eigentlich nur eine Ansammlung von Werkstätten, Containern und lose zusammen gestückelten Raffinerien. Ölindustrie. Ortskern: Fehlanzeige. Bei -35° wollte ich aber auch keinen Spaziergang machen und ging ins nahe gelegene Hotel. Es hieß Black Gold und den Namen solltet ihr euch merken!<span id="more-1327"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Ich war also am Ende meiner Expedition. Ich bin in das Hotel um Zuflucht vor der Kälte zu finden. Es bestand aus Containern. Drinnen hat man sich ein bißchen wie in Raumschiff Enterprise gefühlt. Der nette Mann an der Rezeption erlaubte mir im Fernsehraum zu warten, wenn ich möchte. Wifi im ganzen Hotel. Es gab auch Frühstück. Für 10$. Mein Gewinnerfrühstück. Ich konnte nicht nein sagen. Brav bezahlte ich und bewegte in den Speisesaal. Der nette Mann an der Rezeption wurde sogleich noch netter und sagte, dass ich mir auch gerne ein Lunchpaket einpacken kann und auch ein fertig geschmiertes Sandwich aus dem Kühlschrank nehmen kann. Das war schon super! Genauso wie die Erdbeeren mit Schlagsahne.</p>
<figure id="attachment_1328" aria-describedby="caption-attachment-1328" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Frühstück-Black-Gold.jpg"  rel="lightbox[1327] attachment wp-att-1328"><img class="size-full wp-image-1328" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Frühstück-Black-Gold.jpg" alt="Frühstück Black Gold" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Frühstück-Black-Gold.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Frühstück-Black-Gold-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Frühstück-Black-Gold-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Frühstück-Black-Gold-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Frühstück-Black-Gold-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Frühstück-Black-Gold-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1328" class="wp-caption-text">Frühstück im Black Gold. Alles was das Herz begehrt.</figcaption></figure>
<h2 style="text-align: justify;">Wintertrampen in Alaska</h2>
<p style="text-align: justify;">Nachdem ich dann meinen Reise-Beende-Post geschrieben und veröffentlicht habe, bin ich wieder auf die Straße und hab versucht einen LKW nach Fairbanks zu kriegen. Autos fahren den knapp 666 km langen <a href="http://travel.nationalgeographic.com/travel/road-trips/dalton-highway-alaska-road-trip/">Dalton Highway</a> eigentlich nicht. Häuser oder Ortschaften gibt’s da auch nicht. Nur einen Truckstop auf halbem Weg. Alles was in die Richtung gefahren ist, würde gezwungenermaßen in Fairbanks ankommen. Ziemlich einfach eigentlich. Pro Stunde fuhren 0-2 LKW´s vorbei und leider hielt keiner an. Zweimal war ich draußen für 40-60 Minuten bei -35°. Dann immer wieder rein ins Hotel zum Aufwärmen.</p>
<p style="text-align: justify;">Beim Dritten mal erhielt ich einen warmen Empfang von der Hotelchefin und dem netten Rezeptionisten, als ich zurück ins Warme kam. „Oh, du schon wieder. Ich fühl mich schon, als würdest du hier wohnen“, meinte sie. „Brauchst du einen Job?“, schob der nette Rezeptionist hinterher und lachte fröhlich. Ich lachte mit. Als ich dann wieder draußen wartete, kam einer von der Küchecrew heraus gelaufen. Er hatte mich wohl beobachtet. Es war bereits 5 Uhr abends. Wir unterhielten uns kurz. Ich war gerade wieder raus, keine 30 Minuten am Warten und hatte noch keinen einzigen LKW gesehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Er fragte mich, ob ich hungrig sei. Ich solle doch lieber reinkommen und er würde mir etwas zu essen geben, wenn ich will. Da hatte ich natürlich nichts dagegen und ein warmes Essen war eine gute Idee. Alle waren so verdammt nett da. Es gab ein Gemüse, lecker Reis mit Kram und Hühnchenbein. Dazu fette Ledercouch und Football. Mir wurde indessen schon klar, dass es wohl nicht so leicht wird, aus diesem gottverlassenen Ort wieder heraus zu kommen.</p>
<figure id="attachment_1330" aria-describedby="caption-attachment-1330" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Truck-frozen.jpg"  rel="lightbox[1327] attachment wp-att-1330"><img class="size-full wp-image-1330" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Truck-frozen.jpg" alt="Ice covered truck. Harsh climate in Dead Horse." width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Truck-frozen.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Truck-frozen-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Truck-frozen-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Truck-frozen-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Truck-frozen-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Truck-frozen-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1330" class="wp-caption-text">Ice covered truck. Harsh climate in Dead Horse.</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Nächster Versuch. Da stand ein LKW. Ich fragte, ob er nach Süden fährt. Ja. Gegen 9 Uhr und er kann mich dann mitnehmen. Wir vereinbarten uns als Treffpunkt das Hotel. Super. Alles geritzt. Dachte ich. Irgendwann kam ich wieder raus zum Trampen und der Truck war auch verschwunden. Es war mitlerweile 8 Uhr. Er war wohl schon abgefahren, ohne mich. Etwas frustriert lief ich wieder ins Hotel.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Essensaal fragte ich voller Verzweifelung den Erstbesten, der mir begegnete. Leider kein Trucker, nur einer von den unzähligen Ingeneuren, die in Dead Horse für die Ölindustrie arbeiten. Aber da saß auf einmal mein Trucker an einem der Tische und unterhielt sich mit der Hotelchefin. Ich hatte ihn erst garnicht erkannt. Er meinte, dass er nicht mehr nach Süden fahren würde, weil sie einen Job auf einem Ölfeld bekommen hatten und nun länger bleiben. Das war dann wohl die letzte Hoffnung für diesen Tag.</p>
<p style="text-align: justify;">So stand ich dann am Tisch und wir schnackten über meine Reise und wie ich am Besten wegkomme. Ich weiß nicht mehr, wie es dazu kam, aber die Chefin fragte dann, was ich gedenke in der Nacht zu tun. Ich meinte, ich würde irgendwo rumlungern, wo es warm wäre. Bin ich ja gewohnt und ist kein Problem für mich. Danach folgte eine Pause. Sie schaute mich an. „Willst du ein Zimmer?“ Ich war völligst überrascht. Ich meinte, dass ich kein Zimmer brauche, aber wenn sie es mir anbietet&#8230;&#8230; Der nette Rezeptionist wurde herbei gerufen und angewiesen mir ein Zimmer zu geben. Mir wurde mehrmals befehligt, mich auszuruhen und lange zu schlafen! Am nächsten Morgen würde mich ein Hotelmitarbeiter noch zum nahe gelegenen Terminal fahren, wo die meisten Trucker ihre Ladung löschen. Wunderbare Fügung! Lieben Dank an das Black Gold!</p>
<h2 style="text-align: justify;">Mit einem Flugzeug trampen</h2>
<p style="text-align: justify;">Nächste Morgen, ich wurde geweckt durch ein Klopfen und der Anmerkung, dass noch eine halbe Stunde Frühstückbuffet sei und ich das vielleicht nutzen wollte. Dann fuhren sie mich zum Terminal. Ich hatte die Idee ein Flugzeug zu trampen. Ich wusste zwei Flüge würden Dead Horse verlassen an diesem Tag. Die erste Fluggesellschaft, Ravn, konnte mir nicht helfen, weil der Manager nicht da war. Erfolgswahrscheinlichkeit laut eigener Aussage gering. Die Zweite war Alaskan Airlines und konnte mir auch nicht helfen, weil der Manager nicht da war. Erfolgswahrscheinlichkeit nach eigener Aussage unmöglich.</p>
<p style="text-align: justify;">Also wieder auf die Straße. Heute war es kälter. Mein Bart gefror schon wieder. Ebenso mein Schal, den ich mir über meine Nase gelegt hatte, damit der Wind nicht so weh tat. Anschließend froren Schal und Bart aneinander fest. Kein einfacher Tag. Ins Hotel wollte ich zum Aufwärmen nach all der Freundlichkeit nicht wieder zurückgehen. Die waren einfach zu nett und ich wollte das nicht weiter ausnutzen. Also trampte ich zurück Richtung Flughafen, weil da noch ein anderes Hotel war.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Auto wurde ich von einer älteren Frau kräftig zusammengefaltet. Dass das ja garnicht geht! Ich kann hier bei den Temperaturen nicht trampen. Und überhaupt. Was der Scheiß soll? Dass ich gefälligst einen Flieger nehmen und bloß nicht nochmal sowas Dummes machen sollte. Aber ich hatte ja kaum eine andere Wahl. Es war kurz vor eins. Ich wusste, dass gegen zwei ein Flugzeug nach Fairbanks abgeht, mit Ravn. Ich unternahm einen neuen Anlauf zum Terminal. Der Manager war da. Ne, er kann mich auf keinenfall für umsonst ins Flugzeug lassen. Auch wenn sie noch freie Sitzplätze hätten. Aber ich hatte noch einen Trumpf in der Hinterhand!</p>
<p style="text-align: justify;">Rückblick: Es war schon 2,5 Monate her, dass ich durch die USA getrampt bin und mich ein Mensch mitnahm, der Pilot bei Ravn war. Er meinte, dass er mir einen Leg Pass besorgen kann, womit ich ein One-Way Ticket kriegen würde. Für 30$ Verwaltungsgebühr. Eigentlich wollte ich das nicht wahrnehmen, weil das ja nicht als getrampt gilt. Selbst wenn es nur 30$ anstatt 400$ wären. Das wäre gege die Regeln! Aber meine Expedition war beendet. Hallo Stefan, du hast deine Expedition am Tag zuvor beendet. Musste ich mir erstmal bewusst machen. Fliegen unter besonderen Umständen also erlaubt. Normalerweise wäre es keine Frage für mich gewesen, dass ich da raus trampe, egal wie lange das dauert und wie sehr die Kälte schmerzt. Aber so dachte ich mir: „Ahjo.“</p>
<h2 style="text-align: justify;">Raus aus Dead Horse! Egal wie.</h2>
<p style="text-align: justify;">Problem war nur, dass ich lediglich eine Telefonnummer und Vornamen von meinem Piloten hatte und dieser das Ticket im Internet lösen muss. Ich hoffte, dass ich ihn erreichen würde und wir genug Zeit hätten das zu erledigen. Während der Manager das Telefon holte, fing ich an mit einem anderen Menschen der Airline zu quatschen. Er die ganze Zeit hinter dem Tresen, während ich meine Geschichte erzählt habe. Er fragte, wer denn dieser Pilot sei. Ich fand die Nummer und zeigte sie ihm. Dann meinte er: „Ich kann dir auch einen „Leg Pass“ geben, wenn du willst.“ Er war ebenfalls Pilot. Das war natürlich viel einfacher und würde mich definitiv in diesen Flieger bringen. Wir quatschten das kurz mit dem Manager ab und er buchte das Ticket für mich. Ich gab ihm all mein Geld: 22$. Ist schon okay, meinte er.</p>
<p style="text-align: justify;">Als es zum Einchecken ging, war ich etwas spät. Der Manager stand an der Tür und kontrollierte die Tickets von allen Personen. Ich war Letzter. Er begrüßte mich mit den Worten: „Schön dass es geklappt hat und du hier weg kommst. Hättest du keinen Leg Pass von einem der Piloten bekommen, hätte ich dir einen von mir gegeben! Wir helfen gerne, weil hier feststecken ist kein Spaß!“ Wow! Damit hätte ich absolut nicht gerechnet. Und so flog ich dann nach Fairbanks und saß in dem ersten „bezahlten“ Flug meiner gesamten Reise. Für 22$.</p>
<figure id="attachment_1331" aria-describedby="caption-attachment-1331" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Prudhoe-Bay.jpg"  rel="lightbox[1327] attachment wp-att-1331"><img class="size-full wp-image-1331" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Prudhoe-Bay.jpg" alt="Prudhoe Bay von oben." width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Prudhoe-Bay.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Prudhoe-Bay-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Prudhoe-Bay-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Prudhoe-Bay-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Prudhoe-Bay-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Prudhoe-Bay-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1331" class="wp-caption-text">Prudhoe Bay von oben.</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">All den tollen Menschen in Dead Horse sei gedankt. Weiß gar nicht, womit ich diese Freundlichkeit verdient habe. Das Dorf ansich war absolut menschenfeindlich und einer der ersten Orte dieser Reise, die ich als wirklich gefährlich wahrgenommen habe. Sehr raue Natur da oben. Genau danach hab ich aber lange gesucht. Und ich bin dankbar einen so angenehmen Aufenthalt gehabt zu haben. Im Prinzip geht es hier aber noch um etwas Anderes: Dass man dem Unbekannten vertrauen sollte, wenn man mal nicht weiter weiß und sich alles schon ergibt.</p>
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		<title>Ich bin von Deutschland nach Alaska getrampt. Das Ende.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Jan 2016 19:05:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin da. Heute um 06:48 Uhr morgens bin ich in Prudhoe Bay, Alaska angekommen. Hinter mir liegt eine 8354 km Langstrecke von New...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich bin da. Heute um 06:48 Uhr morgens bin ich in Prudhoe Bay, Alaska angekommen. Hinter mir liegt eine 8354 km Langstrecke von New York. Für die Route hab ich 9 Tage, 18 Stunden und 18 Minuten gebraucht. Alles lief wie geplant. Ich bin am Ende der Straße. Mal wieder. Sieht so aus, als ob ich nun offiziell von Deutschland nach Alaska getrampt bin. Dafür habe ich 15 Monate gebraucht. 64270,23 km liegen hinter mir. Eine große Tour. Teil meiner eigentlichen Expedition: Einmal um die Welt trampen. Diese Expedition ist nun am Ende. Ich bin am Ende. Das ganze Projekt ist gescheitert.</p>
<p style="text-align: justify;">Vor einem Monat habe ich erfahren, dass ich kein Rußland Visum außerhalb Deutschlands beantragen kann, was meinen ganzen Plan, die Bering Straße zu überqueren, zerworfen hat. Ich hätte meinen Pass für viel Geld nach Deutschland schicken können, um trotzdem das Visum zu erhalten, aber das war es mir nicht wert. Der B-Plan, mit Segelbooten den Pazifik zu überqueren, hätte mindestens 6 weitere Monate in Anspruch genommen. Nur um nach Australien zu gelangen, von wo aus ich mich nach Asien hätte vorarbeiten müssen. Keine Option für mich. Ich will nicht noch ein weiteres Jahr auf der Straße bleiben. Ich bin müde. Erschöpft.</p>
<p style="text-align: justify;">Es war mein Traum diese Weltumtrampung zu meistern. Diesen Traum hab ich gelebt. Und diesen Traum lasse ich nun ziehen. Ich werde es nicht schaffen. Ich werde einen Flieger über den Pazifik nehmen und damit die einzige Regel verletzen: Not to use public transport. Manche wissen, dass ich diese Regel schon vorher verletzt hatte. Aber das waren weniger als 1% meiner Gesamtroute und daher kann daher vernachlässigt werden. Über den Pazifik fliegen ist allerdings inakzeptabel. Egal wie man es wendet.</p>
<p style="text-align: justify;">Manche sagen, alles sei möglich und ich würde bestimmt noch eine Möglichkeit finden. Ich hab einen bestimmten Punkt auf meiner Reise überwunden und musste feststellen, dass dies alles nicht mehr so wichtig für mich ist. Es tut weh loszulassen. Diesen Schritt zu gehen. Ich habe dieser Expedition mehr als ein Jahr meines Lebens gewidmet. Eine lange Zeit. Ich schäme mich das aufzugeben. Schäme mich, weil ich meine eigenen Erwartungen nicht erfüllt habe. So fühl ich mich damit. Ich will ehrlich mit mir sein. Ich scheitere. Expedition fehlgeschlagen. Das ist okay.</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich bedeutet das Ende meiner Expedition nicht das Ende meiner Reise. Einzig der Zweck verschiebt sich. Ich will nun mehr entspannen, Menschen sehen die ich lieb gewonnen habe und mir auch mal Sachen angucken (vielleicht). Trampen ist nicht mehr das Wichtigste. Es geht nun mehr um mich und eine gute Zeit zu haben. Ich werde im Mai nach Hong-Kong fliegen, vorher noch einen Stop in Japan machen und anschließend über Mongolien, Kazazchtan, Zentral Asien, Iran und alles weitere dazwischen meinen Weg nach Hause bestreiten. Natürlich trampe ich die ganze Route. Keine Frage. Ich will unbedingt noch den berühmten Pamyr Highway abtrampen und werde im Spätsommer wieder in Deutschland ankommen. Natürlich geht auch der Blog hier weiter. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/12.0.0-1/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p style="text-align: justify;">Es war einsam auf der Straße. Ich hab es geliebt. Ich habe darunter gelitten. Was ich wiederum geliebt habe. Diese Expedition war definitiv die spannendste und abenteuerlichste Zeit meines ganzen Lebens und ich bin unglaublich dankbar, dass dies ein Teil von mir geworden ist. Reisen ist ein Privileg und ich bin mir bewusst, dass diese Erfahrung etwas sehr besonderes ist. Allerdings auch etwas, für das ich hart gearbeitet habe. Sehr hart. Ich bin erschöpft. Ich fühle, dass es Zeit für Veränderung ist. Ich brauche Schlaf.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich will wieder ein zu Hause haben. Ich will wieder in mein geliebtes Leipzig. Ich will meine Familie und Freunde sehen. Ich möchte ein geregeltes Leben haben. Ich will auf dem Hitchgathering abhängen und Bekannte aus ganz Europa besuchen. Ich kann es kaum abwarten das nächste Sporttramperrennen mit meinen Jungs zu haben. Und ich möchte ein paar kleinere Abenteuer vorbereiten, die nichts mit Trampen zu tun haben. Hab schon ein paar Ideen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/12.0.0-1/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Ich hab so viele Ideen, die ich nicht anfangen kann, weil ich auf der Straße bin. Es war niemals mein Plan Vollzeitreisender zu sein. Zeit fest zu machen. Bald.</p>
<p style="text-align: justify;">I still have miles to go before I sleep. And miles to go before I sleep.</p>
<p style="text-align: justify;">Warm roads<span id="more-1289"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Hier noch ein paar Eindrücke von meinem zurückliegenden Trip. Von New York nach Alaska – Prudhoe Bay (leider hab ich kein Foto von Prudhoe Bay, weil es hier dunkel ist).</p>
<h2 style="text-align: justify;">Wilde Tiere</h2>
<p>Hier ist Mister Moose. Oder Vielleicht Mrs. Moose? Trotteliges Vieh.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-parent.jpg"  rel="lightbox[1289] attachment wp-att-1302"><img class="size-full wp-image-1302 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-parent.jpg" alt="Moose parent" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-parent.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-parent-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-parent-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-parent-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-parent-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-parent-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a>Mein Fahrer posiert mit einem Stachelschwein, dass wir auf dem Weg gefunden hatten. Ich sollte zwei Tage in Beaver Creek feststecken, 30 km von der Alaska Grenze entfernt. DJ hat mir später noch seine Couch angeboten und ich hatte in dieser Nacht den ersten richtigen Schlaf seit ich in Kanada war.<br />
<a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-porkupie-e1452451167564.jpg"  rel="lightbox[1289] attachment wp-att-1297"><img class="size-full wp-image-1297 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-porkupie-e1452451167564.jpg" alt="Wild porkupie" width="585" height="780" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-porkupie-e1452451167564.jpg 585w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-porkupie-e1452451167564-225x300.jpg 225w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-porkupie-e1452451167564-150x200.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-porkupie-e1452451167564-400x533.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-porkupie-e1452451167564-200x267.jpg 200w" sizes="(max-width: 585px) 100vw, 585px" /></a></p>
<p>War wohl am Salz lecken<br />
<a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-praying.jpg"  rel="lightbox[1289] attachment wp-att-1303"><img class="size-full wp-image-1303 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-praying.jpg" alt="Moose praying" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-praying.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-praying-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-praying-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-praying-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-praying-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-praying-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a>Definitiv ein Highlight war diese wilde Büffelherde am Straßenrand. Dachte diese Tiere seien ausgerottet. Sahen ganz gesund und fidel aus.</p>
<p><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-Bufallos.jpg"  rel="lightbox[1289] attachment wp-att-1305"><img class="size-full wp-image-1305 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-Bufallos.jpg" alt="Wild Bufallos" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-Bufallos.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-Bufallos-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-Bufallos-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-Bufallos-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-Bufallos-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-Bufallos-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a></p>
<h2>Straßen</h2>
<p>Tramperhölle in Wawa. Alle meinten immer, ich solle da bloß nicht stoppen. Es war Morgengrauen. -15° mit Wind -25°. Bitterlich kalt. Habe 2 Stunden auf den nächsten Lift gewartet.</p>
<p><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wawa.jpg"  rel="lightbox[1289] attachment wp-att-1299"><img class="size-full wp-image-1299 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wawa.jpg" alt="Wawa" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wawa.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wawa-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wawa-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wawa-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wawa-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wawa-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a></p>
<p>Hier waren wir schon auf dem Alaskan Highway. Mehr Piste als Straße. <a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Ice-Road.jpg"  rel="lightbox[1289] attachment wp-att-1301"><img class="size-full wp-image-1301 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Ice-Road.jpg" alt="Ice Road" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Ice-Road.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Ice-Road-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Ice-Road-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Ice-Road-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Ice-Road-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Ice-Road-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a> <a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Canada-road.jpg"  rel="lightbox[1289] attachment wp-att-1306"><img class="size-full wp-image-1306 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Canada-road.jpg" alt="Canada road" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Canada-road.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Canada-road-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Canada-road-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Canada-road-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Canada-road-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Canada-road-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Abschnitt zwischen White Horse und der Grenze zu Alaska hat mir auf jedenfall den Stecker gezogen. Hinter Hayes Junction fingen die Berge an. Und der Yukon zeigte seine ganze Pracht. Ich hab nie zuvor so viel &#8222;Weite&#8220; gefühlt, wie hier. Ich bin auf vielen Straßen gefahren, aber hier fühlte ich mich so klein. Für die Natur hat man hier nur Respekt übrig. <a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon-2.jpg"  rel="lightbox[1289] attachment wp-att-1307"><img class="size-full wp-image-1307 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon-2.jpg" alt="Road Yukon 2" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon-2.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon-2-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon-2-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon-2-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon-2-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon-2-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a> <a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon.jpg"  rel="lightbox[1289] attachment wp-att-1308"><img class="size-full wp-image-1308 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon.jpg" alt="Road Yukon" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a></p>
<p>Indischer Trucker mit historischer Holzeisenbahnbrücke im Hintergrund. Netter Kerl!<br />
<a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Indian-Trucker.jpg"  rel="lightbox[1289] attachment wp-att-1300"><img class="size-full wp-image-1300 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Indian-Trucker.jpg" alt="Indian Trucker" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Indian-Trucker.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Indian-Trucker-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Indian-Trucker-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Indian-Trucker-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Indian-Trucker-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Indian-Trucker-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a></p>
<p>Zwischenstop an Hot Springs, leider kein Handtuch dabei.<br />
<a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Hot-Springs-Yukon.jpg"  rel="lightbox[1289] attachment wp-att-1304"><img class="size-full wp-image-1304 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Hot-Springs-Yukon.jpg" alt="Hot Springs Yukon" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Hot-Springs-Yukon.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Hot-Springs-Yukon-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Hot-Springs-Yukon-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Hot-Springs-Yukon-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Hot-Springs-Yukon-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Hot-Springs-Yukon-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a></p>
<h2>Prudhoe Bay</h2>
<p>Hier im Norden werden die Autos entweder die ganze Zeit laufen gelassen, oder sie hängen am Strom, damit man sie bei den extremen Temperaturen noch starten kann.<br />
<a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Auto-Prudhoe-Bay.jpg"  rel="lightbox[1289] attachment wp-att-1317"><img class="size-full wp-image-1317 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Auto-Prudhoe-Bay.jpg" alt="Auto Prudhoe Bay" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Auto-Prudhoe-Bay.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Auto-Prudhoe-Bay-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Auto-Prudhoe-Bay-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Auto-Prudhoe-Bay-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Auto-Prudhoe-Bay-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Auto-Prudhoe-Bay-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><br />
Hauptstraße raus aus Dead Horse. Mit Wind waren wir heute bei -36°. Frisch.<br />
<a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Dead-Horse.jpg"  rel="lightbox[1289] attachment wp-att-1318"><img class="size-large wp-image-1318 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Dead-Horse.jpg" alt="Road Dead Horse" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Dead-Horse.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Dead-Horse-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Dead-Horse-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Dead-Horse-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Dead-Horse-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Dead-Horse-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><br />
Prudhoe Bay ist flach und lebensfeindlich. Außer Ölindustrie gibt es hier nicht viel. Noch nichtmal Sonne im Moment.<br />
<a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Dead-Horse-Snow.jpg"  rel="lightbox[1289] attachment wp-att-1319"><img class="size-large wp-image-1319 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Dead-Horse-Snow.jpg" alt="Dead Horse Snow" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Dead-Horse-Snow.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Dead-Horse-Snow-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Dead-Horse-Snow-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Dead-Horse-Snow-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Dead-Horse-Snow-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Dead-Horse-Snow-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a></p>
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		<title>Langstreckentrampen &#8211; Von New York nach Alaska!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Dec 2015 21:29:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Tramp-Technik]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist Zeit für die Königsetappe. Morgen breche ich zu einer 8000 km Langstrecke auf, die mich von New York nach Prudhoe Bay führen...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es ist Zeit für die Königsetappe. Morgen breche ich zu einer 8000 km Langstrecke auf, die mich von New York nach Prudhoe Bay führen wird. Es ist der wahrscheinlich nördlichste Punkt, den man auf dem amerikanischen Kontinent per Straße erreichen kann. Damit beende ich eine vollständige Durchquerung der amerikanischen Kontinente von Süd nach Nord. Von Ushuaia nach Prudhoe Bay.</p>
<p style="text-align: justify;">Dies wird die bisher längste Strecke sein, die ich an einem Stück trampe. Mein persönliches Filetstück der bisherigen Reise. Ich will einfach nur on the road sein. Die Show genießen. Autofahren. Auf Straßen dahinrollen. Nicht ablenken lassen. Because this is what I love to do!<span id="more-1264"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Ich kalkuliere ca. 10 Tage Reisezeit für diese Passage. Dies beinhaltet auch zwei Nächte Pausenzeit. Durch die extremen klimatischen Bedingungen, werde ich die Strecke nicht voll durchziehen. Ich will mich so schnell wie möglich und so langsam als nötig fortbewegen. Mein 4200 km Testlauf von Calgary nach New York habe ich in soliden 3,5 Tagen bewältigt. Ginge also auch schneller. Aber muss ja nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Der folgende Artikel geht darum, wie man einen Langstreckentrip plant und welche Spezifikas mich auf der New York – Alaska Route erwarten. Gehen wir gemeinsam durch die Route und ich teile meine Gedanken mit euch.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Strategie entwerfen</h2>
<p style="text-align: justify;">Das Erste was ihr tun solltet vor einer so langen Tour? Macht einen Plan. Das mag selbstverständlich klingen. Ist es auch. Aber ich will diesen Aspekt trotzdem nochmal betonen! Wir müssen uns bewusst sein, dass die Streckenanalyse der Anfang von allem ist. Wir gehen nicht unvorbereitet auf eine solche Tour. Wir sind ja schließlich keine Hippies (sorry, den konnt ich mir nicht verkneifen).</p>
<p style="text-align: justify;">Also hinsetzen, Route anschauen und planen. Dafür benötigt ihr eine gute Karte. Das ist euer wichtigstes Instrument. Erarbeitet euch eine Idee, wo auf eurer Route die wichtigsten Checkpunkte sind und wo mögliche Probleme auftreten könnten. Gameplan nenne ich das auch.</p>
<p style="text-align: justify;">Als ich von Stockholm nach Leipzig getrampt bin, wusste ich genau: Wenn ich nachts Kopenhagen hinter mir lassen kann, habe ich eine super Position um einen Lift nach Deutschland abzufangen. Ich war ca. 02:00 Uhr an der ersten Raststätte hinter Kopenhagen und hab meinen Nachtlift nach Hamburg bekommen. Läuft. Als ich Lima vor mir hatte, wusste ich genau, dass ich auf keinen fall in diesem Moloch landen möchte, weil es mich sonst mehrere Stunden kosten würde, aus der Stadt wieder heraus zu kommen. Also bin ich vor der Stadtgrenze raus und habe gezielt ein Auto bis zur anderen Seite gesucht. Und gefunden. Hätte nichts anderes genommen in dem Moment. Planvolles Trampen funktioniert. Dazu brauchts aber einen Plan.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch während des Trips denke ich permanent über die verschiedenen Optionen nach und ändere ggf. meine Bewegungsstrategie, wenn sich neue Informationen auftun. Das ist übrigens auch ein Grund, weshalb eine Karte so wertvoll ist. Man braucht nicht unbedingt eine Karte zum trampen. Aber für eine gute Entscheidungsfindung schon.</p>
<p style="text-align: justify;">Außerdem müssen wir auf einer solchen Langstreckentour die gesamte Tour im Auge behalten. Manchmal läuft es gut, manchmal läuft es schlecht. Wichtig ist: Nicht den Schlendrian Einzug halten lassen, weil dann bleibt man erst recht stecken und kann nochmal einen extra Tag einkalkulieren. Bei Touren über mehrere Tage braucht ihr einen langen Atem. Wenn es schlecht läuft, weiter versuchen. Wenn es gut läuft, nicht mit der Euphorie davon schwimmen und konzentriert bleiben. Gerade beim <a href="https://warmroads.de/de/zur-technik-des-nachttrampens/">Nachttrampen</a> sind Glück und Elend manchmal nahe beieinander.</p>
<figure id="attachment_1266" aria-describedby="caption-attachment-1266" style="width: 780px" class="wp-caption alignright"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/P1140581.jpg"  rel="lightbox[1264] attachment wp-att-1266"><img class="size-full wp-image-1266" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/P1140581.jpg" alt="Nachttrampen ist ein entscheidender Teil der Bewegungsstrategie. Hier in British Colombia." width="780" height="439" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/P1140581.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/P1140581-300x169.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/P1140581-768x432.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/P1140581-150x84.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/P1140581-400x225.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/P1140581-200x113.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1266" class="wp-caption-text">Nachttrampen ist ein entscheidender Teil der Bewegungsstrategie. Hier in British Colombia.</figcaption></figure>
<h2 style="text-align: justify;">Route und Städte</h2>
<p style="text-align: justify;">Ich kenne die Hälfte der Strecke bereits von meinem Testlauf und habe eine komplette Liste aller 24/7 Tankstellen zwischen Montreal und Calgary. Ich weiß, dass der Transcanadian Highway gut funktioniert und werde nicht die alternative Route durch die USA nehmen, selbst wenn sie mehrere hundert Kilometer kürzer sein mag. Ich schaue lieber nach Langstreckenlifts in Canada. Ich kann hier auf meine gute Erfahrung aus den Testlauf bauen.</p>
<p style="text-align: justify;">Was mich weiter nordwärts und in Alaska erwartet, ist etwas, dass ich nur aus Gesprächen mit Locals und anderen Trampern, sowie aus meinen eigenen Recherchen zusammenbauen kann. Definitiv weniger Verkehr. Der letzte Teil zwischen Fairbanks und Prudhoe Bay wird größtenteils von LKW´s befahren sein. Ich bin mir dessen bewusst. Aber eine gute Nachricht zum Trampen in Alaska: Es gibt ein Gesetz, dass es verbietet jemanden am Straßenrand stehen zu lassen, insofern diese Person in Gefahr sein könnte. Also viele Menschen werden höchstwahrscheinlich anhalten. Wenn Verkehr ist. Und außerdem wird mich niemand in einer gefährlichen Situation aussetzen. Irgendwo im Nirgendwo. Ich vertraue meinen Fahrern.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://warmroads.de/de/technische-anleitung-zum-trampen-durch-grosse-staedte/">Städte durchqueren</a> ist generell immer ein potenzielles Problem. Ich hab einige vor mir in Canada. Allen voran Winnipeg hat sich auf dem Hinweg schon als ungünstig zum Trampen herausgestellt. Aber auch Regina, Saskatoon und natürlich Edmonton liegen auf meiner Route. Guter Rat ist einfach: Nicht in der Nacht ankommen, weil man dann wahrscheinlich mehrere Stunden Zeit verliert. Und wenn das passiert, dann muss ich auf jeden fall an einer 24/7 Tankstelle landen, um eine Chance zu haben schnell das nächste Auto zu finden. Allerdings ist nicht jede Tankstelle für jede Richtung geeignet. Ich muss meine Lifts gut auswählen.</p>
<p style="text-align: justify;">Berufsverkehr gilt es ebenfalls zu vermeiden. Ich persönlich halte den Pendlerverkehr am Morgen für eine der schlechtesten Zeiten zum Trampen, weil viele Autos vorbeifahren, aber die wenigsten gewillt sind jemanden mitzunehmen. Wie auch immer, für die Städte gilt: Am besten am Tag ankommen, um genug Zeit zum durchqueren zu haben oder einen Lift zu haben, der mich direkt bis zum anderen Ende mit nimmt.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Klima</h2>
<p style="text-align: justify;">Es ist völlig klar, dass Trampen nach Alaska im Januar das Erleben von brutal kalten Temperaturen beinhaltet. Ich rechne mit Kälte bis -35° und einem erbarmungslosen Wind in der kanadischen Prärie, der als eigentliche Gefahrenquelle anzusehen ist. Die kältesten Abschnitte meiner Route werden mich in der Prärie und dem letzten Part nördlich von Fairbanks erwarten. Außerdem kann ich nicht sagen, ob ich in einen Blizzard reinfahre oder das Wetter noch andere kleine Überraschungen bereit hält. Schließlich hab ich ne Menge Land zu durchqueren. Wie auch immer, es wird verdammt kalt. Dieses Klima ist kein Wochenendausflug und lässt auch keine Fehler zu. Ich bin mit dessen vollstens bewusst und habe dementsprechende Vorkehrungen getroffen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich werde jeden Tag das Wetter im Umkreis von 1000 km abrufen und mich natürlich auch mit meinen Fahrern unterhalten, ob Mutter Natur irgendwo um uns herum gerade durchdreht. Ich muss außerdem wissen, ob bestimmte Straßen ggf. gesperrt sind, insbesondere, wenn ich durch die Rockies fahre. Das sieht aber recht flach aus im Norden. Vielleicht werde ich gezwungenermaßen eine Pause von 1-2 Tagen einlegen müssen. Ich hoffe nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Die richtige Ausrüstung ist natürlich ein zentraler Aspekt. Ich arbeite hier mit Schichten. Ich habe eine windfeste Winterjacke, die alleine etwas frisch ist, jedoch von meinem Kollegen noch ein sehr warmes Daunen-Inlet bekommen, dass ich drunter ziehen werde. Daneben natürlich lange Unterwäsche, Longsleeve, zwei Paar Socken (dünn und dick), speziell isolierte Ski-Hosen, -100° Winterstiefel und einen Trapper Hut.</p>
<figure id="attachment_1265" aria-describedby="caption-attachment-1265" style="width: 780px" class="wp-caption alignright"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/DSCN5715.jpg"  rel="lightbox[1264] attachment wp-att-1265"><img class="size-full wp-image-1265" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/DSCN5715.jpg" alt="Aus dem Archiv. Mehrtägige Tour auf Schneemobilen durch Spitzbergen mit meinem guten Freund Dr. Stefan Müller. War ne geile Tour durch ziemlich wilde Winterlandschaften." width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/DSCN5715.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/DSCN5715-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/DSCN5715-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/DSCN5715-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/DSCN5715-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/DSCN5715-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1265" class="wp-caption-text">Aus dem Archiv. Mehrtägige Tour auf Schneemobilen durch Spitzbergen mit meinem guten Freund Dr. Stefan Müller. War ne geile Tour durch ziemlich wilde Winterlandschaften.</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">In Kanada leg ich mir noch ein paar qualitativ hochwertige Fäustlinge zu. Darunter zieh ich dünne Fingerhandschuhe. Das ist wichtig, weil man mit Fäustlingen nichts machen kann. Habe ja keine Finger. Manchmal muss man aber etwas anfassen draußen und da ist es gut eine zweite Schichte zu haben, sonst kann man sich schnell mal verbrennen am blanken Metall. Daher besser vorbereitet sein. Baumwolle gilt es generell zu vermeiden im Winter, weil die nur schwer trocknet, wenn sie mal nass ist und das ziemlich ungemütlich werden kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein andere Punkt der speziell auf dieser Langstreckentour von belang ist: Die Kälte macht prinzipiell müde. Sie zieht einem quasi die Energie aus den Knochen. Ich kann bis ca. -20° draußen campen mit meiner Ausrüstung, aber ich möchte das vermeiden. Ich weiß von meinem Testlauf bereits, dass die Kälte eine zusätzliche Herausforderung wird und den Schwierigkeitsgrad erhört. In Kolumbien oder Mexico konnte ich mich einfach an den Straßenrand in die Sonne legen. Das wird hier nicht mehr möglich sein. Ich muss meinen Energielevel aber im Auge behalten, damit mir auf der langen Tour nicht die Luft ausgeht. Immer das gesamte Projekt im Auge behalten!</p>
<p style="text-align: justify;">Im Allgemeinen kann man auch noch anfügen, dass die Kälte ansich nicht das Problem ist, sondern eher das Warten in der Kälte so anstrengend ist, weil man auskühlt. Aber Wenns gar nicht geht, dann hilft ein bißchen Gymnastik. Oder wie meine russischen Freunde zu sagen pflegen: Gegen Kälte hilft Bewegung. Gegen Müdigkeit hilft schlafen. Logisch.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Tageslicht</h2>
<p style="text-align: justify;">Was ebenfalls in Betracht gezogen werden muss, insbesondere im Winter: Die Tage sind bedeutend kürzer. Wenn ich aufbreche, werden in Edmonton ca. 7,5 Stunden zwischen Sonnenauf- und untergang sein. In Fairbanks erwarten mich weniger als 4 Stunden Tageslicht und in Prudhoe Bay scheint gar keine Sonne aufzugehen in dieser Jahreszeit. Ich weiß nicht, wieviel Arbeit die Dämmerung leisten wird, aber ich erwarte lieber nicht zuviel, damit ich nicht enttäuscht werde. Wieso das wichtig ist?</p>
<p style="text-align: justify;">Ihr denkt nun vielleicht, dass Tageslicht wichtig für das Trampen ist, aber ich sehe das nicht als ein Problem. Während meines Testlaufes habe ich ca. 60% der Strecke in der Nacht zurückgelegt. Und ich hatte ein paar wirklich gute Nachtlifts durch Kanada! Manche 700-900km lang. Bewegung in der Nacht ist wichtig und sie funktioniert. Kein Grund zur Sorge.</p>
<p style="text-align: justify;">Was mich allerdings mehr um treibt ist die Tatsache, dass Nachts die Temperaturen extrem abfallen und dies zu einem wirklichen Problem werden kann, insbesondere, wenn man irgendwo ungeschützt in der Wildnis steht. Das ist kein Spaß und nichts was ich riskieren kann. Normalerweise juckt mich das nicht, wo ich bin und zu welcher Tageszeit. Manchmal positioniere ich mich sogar extra an den wirklich dunklen Orten, wenn ich mir dadurch einen schnelleren Lift verspreche. Aber in Alaska wird viel weniger Verkehr sein und das ist keine adäquate Herangehensweise.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Strategie</h2>
<p style="text-align: justify;">Ihr habt nun alle meine Gedanken zur Route. Wie gehen wir diese Mission also am besten an? Es ist recht einfach. In den letzten 14 Monaten bin ich meist klassisch getrampt, was heißt: Daumen raus und an der Straße stehen. In Deutschland und Europa hab ich meistens an Tankstellen gefragt, weil das so einfach ging und ich mich fast so schnell fortbewegen konnte, wie wenn ich selber gefahren wäre. Und zu dieser Variante werde ich nun zurückkehren.</p>
<p style="text-align: justify;">Grundsätzlich werde ich mich an den 24/7 Tankstellen entlang hangeln und die ankommenden Autos anpeilen. Wer in Europa trampt, der wird wissen wovon ich rede. Man bewegt sich von Kontrollpunkt zu Kontrollpunkt (hier die 24/7 Tankstellen). Es geht hier einerseits darum eine sichere Position zu haben (Kälte), aber auch mehr Kontrolle über meine Lifts zu erhalten. An der Straße kann man manchmal nicht schnell genug Informationen austauschen, fährt dann einfach mit und merkt am Ende, dass dieser Lift euch an eine ungünstige Position bringt. Solche Fehler will ich in jedem fall vermeiden.</p>
<p style="text-align: justify;">Außerdem mag ich einfach die Kanadier. Im Gegensatz zu den Amis macht es wirklich Spaß mit Ihnen zu reden, man kriegt immer eine nette Unterhaltung hin und die sind viel freundlicher und nicht so ängstlich wie ihre Nachbarn. Außerdem kann ich so die Nummernschilder im Auge behalten und Langstreckenpendler rausfischen, die in Kanada auf jeden fall herumfahren. Ich hoffe auf Weihnachts- und Neujahrheimkerer. Sagen wir mal von New York nach&#8230;..Alaska? <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/12.0.0-1/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p style="text-align: justify;">Ich werde keine Trucker ansprechen, bevor ich nach Alaska reinkomme. Die Erfolgswahrscheinlichkeit ist einfach zu klein. Erst wenn ich in wirklich abgelegenen Regionen bin, werde ich diese Zielgruppe einbinden. Vielleicht werde ich während des Tageslichts auch die Chance wahrnehmen direkt am Highway zu trampen und den ganzen Verkehr mitzunehmen, aber das werde ich spontan entscheiden. Mein genereller Ansatz ist jedoch mich zwischen den Raststätten zu bewegen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich hab nicht vor hier einen weiteren Roadtrip Bericht zu schreiben. Wer will kann mir allerdings auf Facebook folgen. Dort werde ich meine Position und regelmäßige Statusupdates mitteilen. In diesem Sinne einen guten Rutsch an euch und (hoffentlich) warmroads für mich! <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/12.0.0-1/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
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		<title>Trainhopping &#8211; Die Jungs aus der Gondola</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Dec 2015 20:14:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trainhopping]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mein Tag war recht ereignisreich. Um 5:12 Uhr morgens von der Polizeisirene geweckt. Das Meditationszentrum wird evakuiert wegen Waldbrand. Wir waren vorbereitet. Ich hatte...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Mein Tag war recht ereignisreich. Um 5:12 Uhr morgens von der Polizeisirene geweckt. Das Meditationszentrum wird evakuiert wegen Waldbrand. Wir waren vorbereitet. Ich hatte einen Lift mit Rusty in seinem Asche bedeckten Toyota. Rusty hatte ich beim Meditieren kennengelernt. Er sah aus wie der Junge Mark Twain und reiste mit seinem Auto seit einigen Monaten durch die Staaten. Rfoad trip. Er nahm mich 400km nach Norden mit. Lag auf seinem Weg. Er musste zu einer Gerichtsverhandlung in Idaho wegen Cannabisbesitzes.<span id="more-1248"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Wir gingen noch zusammen Pizza Essen und schauten uns ein Football Game der Dallas Cowboys an, bevor er mich zu den Gleisen fuhr, wo ich einen Zug hoppen wollte. Es war bereits 22:00 Uhr Sonntag Abend. Ich hatte keine großen Erwartungen, da Sonntags kaum Züge fahren und stellte mich auf eine lange, kalte Nacht ein. Der Yard war bekannt für seinen Bull und daher zog ich es vor mich Nachts zu Bewegen. Ich machte es mir auf einem der abgestellten Wagons gemütlich und rauchte eine Zigarette.</p>
<p style="text-align: justify;">Zu meiner Verwunderung kam nach ca. 30 Minuten ein Zug. Völligst überrascht packte ich rasch meine Sachen. Das Adrenalin stieg. Dies sollte das Erste mal sein, dass ich alleine und ohne Hilfe ein Car finde. Der Zug war lang und hatte fast ausschließlich Pig Trailers. Schlecht zum aufspringen, aber ich hatte es sowieso auf die End-Unit abgesehen. Die Lok am Ende des Zuges. Bevor ich meine Trainhopping Karriere vorzeitig beende, wollte ich auf jedenfall nochmal in einer Unit mitfahren. Ich lief also Richtung Ende. Das hat ca. 5 Minuten gedauert. War ein langer Zug. Und zu meiner Überraschung gab es keine End-Unit. Mist, also schnell zurück und was anderes finden.</p>
<p style="text-align: justify;">Während ich noch suchte, rollte ein zweiter Zug ein. Auch in meine Richtung. Das war alles sehr aufregend. Erst dachte ich, da kommt ein Auto. Dann sah ich den Zug. Ich musste mich gut verstecken, als dieser vorbei fuhr. Der Zug hielt an, aber weit weg von mir. Er hatte wohl Priorität. Mit einem langen Crew Change konnte ich ihn vielleicht noch erreichen. Also lief ich zurück. Wieder 5 Minuten. Es gab ein paar offene Box Cars. Ich wollte schon immer mal in einem Box Car fahren, aber die waren am falschen Zug dran. Also weiterlaufen. Ich wollte den Priority Train kriegen!</p>
<p style="text-align: justify;">Irgendwann erreichte ich endlich den anderen Zug und konnte mich zwischen den Wagons verstecken. Gute Deckung. Niemand wird mich hier sehen. Die meisten Wagons waren nicht zum mitfahren geeignet. Es war schwer etwas zu finden. Plötzlich hörte ich knirschenden Schotter. Bahnarbeiter! Die inspizieren anscheinend den Zug. Ich blieb wie angewurzelt stehen. Mir ging ordentlich die Muffe. Wenn die mich finden, dann krieg ich ein Problem. Ich musste eins mit der Dunkelheit werden. Ganz ruhig stand ich zwischen den Wagons und versuchte nicht zu atmen. Ich hörte weiteres Knirschen. Stimmen. Irgendwer unterhielt sich hier. Aber das kam nicht von den Gleisen&#8230;&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Vor mir war eine Gondola. Wunderschöner Wagon. Die Stimmen mussten da herauskommen. Kann sich nur um andere Trainhopper handeln! Ich kletterte vorsichtig über den Rand und schaute ins Innere. Da waren ein paar Jungs drin! Drei Hobos, die aussahen, als kommen sie gerade von einer Steam-Punk-Convention. Dazwischen ein 50 Pfund schwerer „Welpe“, von der Größe eines Jungkalbs. Die waren natürlich sichtlich geschockt, als plötzlich jemand über den Rand des Wagons schaute. Ich blieb ganz ruhig. „Ey Jungs, habt ihr Platz für mich?“. Allgegenwärtige Erleichterung. Sofort kam einer der Drei angelaufen, um mit meinen Gepäck zu helfen. Als ich in der Gondola war, kam das erste Kommando von seinem Kollegen „Down!“. Sofort runter. Afety first.</p>
<figure id="attachment_1249" aria-describedby="caption-attachment-1249" style="width: 521px" class="wp-caption alignright"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Heavy-load.jpg"  rel="lightbox[1248] attachment wp-att-1249"><img class="size-full wp-image-1249" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Heavy-load.jpg" alt="Heavy load in der Gondola." width="521" height="780" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Heavy-load.jpg 521w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Heavy-load-200x299.jpg 200w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Heavy-load-150x225.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Heavy-load-400x599.jpg 400w" sizes="(max-width: 521px) 100vw, 521px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1249" class="wp-caption-text">Heavy load in der Gondola.</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Wir quatschten etwas. Die Drei hingen seit einer Woche in dem Ort fest und haben auf einen Zug gewartet. Keine Ahnung wie da eine Woche kein Zug durchkommen sollte (UP läuft täglich durch dieses Kaff, aber irgendwie haben die es nicht geschafft dort rauszukommen. Ich gab ihnen Zigaretten und sie teilten ihr Bier mit mir. Es gab was zu Kiffen und die Fahrt versprach lustig (und kalt) zu werden. Gondolas sind generell die besten Wagons für eine gepflegte Party auf dem Zug.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich kann mich an keinen Namen mehr erinnern. Aber ich weiß, dass mindestens einer der Jungs schon im Knast saß wegen Trainhopping und ein ernstes Problem bekommen sollte, wenn er nochmal gefasst werden sollte. Zum Glück hatten sie ein Handy und wir konnten die Wagons um uns herum checken. Leider kamen nur sinnlose Richtungen heraus. Nagut. Geht ja nur nach Norden von hier. Hoffen wir einfach mal, dass alles gut geht. Wir platzierten uns auf der Ladung der Gondola. Es waren Betonplatten. Sitzt niemals zwischen Ladung und Wand! Wenn die Ladung rutscht, dann seid ihr Brei.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Zug startete. Diese Nacht war wohl die brutalste Anfahrt, welche ich bisher erleben sollte. Man konnte die krachenden Kupplungen vom vorderen Ende des Zuges hören, noch ehe wir uns in irgendeiner Weise bewegten. klack, Klack, KLack, KLAck, KLACk, KLACK. Dieses markerschütternde Geräusch, dass immer näher kam, bis es letztendlich unsere Gondola losriss. Es knallte, wie bei einer Explosion. Ruckartig setzten wir uns in. Eine krasse Erfahrung. Züge sind brutal.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Nacht versprach wieder einen schönen Sternenhimmel. Ich machte mir nicht die Mühe über den Rand des Wagons zu schauen. Meine Begeisterung für Landschaft war an diesem Abend nicht sehr groß. Lieber die Fahrt einigermaßen gut hinter mich bringen. Schlafsack und Isomatte rausgeholt. Aus meinem Pappkarton eine wärmende Schale für meine Füße gebaut. Und dann nur noch dick einpacken gegen den kalten, stetigen Fahrtwind. Die Gondola wurde mitunter in heftige Schwingungen versetzt. Hin und Her, Vor und Zurück, so grobschlächtig wie ein Oger, der gerade ein Baby in den Schlaf wiegen möchte. Die Fahrt war nicht wirklich entspannend.</p>
<p style="text-align: justify;">Irgendwann kam einer der Jungs an meine Schulter. Ob ich noch eine Zigarette hätte? Er hat auch was zum tauschen. „Klar!“, meinte ich. Ich gab ihm die Zigarette und er gab mir etwas flaches, plattes in die Hand. „Was ist das?“ „Acoin.“ Ich verstand nichts. „Is this LSD? Drugs?“, ich dachte er steckt mir jetzt einen Trip zu. Keine Ahnung wieso. Vielleicht war hier auch der Wunsch Vater des Gedanken. „No, a coin!“ „What is this?“ „It is an old Gipsy currency, not used so much anymore.“ Es war eine Art Münze. Alte Hobo-Währung. Das fand ich ziemlich stylisch. Hab mich sehr darüber gefreut. Subkultur live. Ich mag die Hobos und ihre alternative Gesellschaft.</p>
<figure id="attachment_1252" aria-describedby="caption-attachment-1252" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/A-coin.jpg"  rel="lightbox[1248] attachment wp-att-1252"><img class="size-full wp-image-1252" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/A-coin.jpg" alt="A coin" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/A-coin.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/A-coin-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/A-coin-768x513.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/A-coin-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/A-coin-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/A-coin-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1252" class="wp-caption-text">A coin</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Irgendwann gegen Morgengrauen, ich hatte anscheinend tatsächlich irgendwie geschlafen in diesem eiskalten-Wind-Gewackel, tippte es auf meine Schulter. „Dude, we are at our destination. We packed our stuff already. Next stop will be Portland. Just stay on the train.“ Die Drei waren ready to go. Ich gab noch ne Runde Zigaretten, fragte ob ich ein Foto machen dürfte. Der Zug hielt etwas ruppig an. Der Stress begann. Schnell alle runter! Die Air-Break zischte. Es war noch Druck auf den Schläuchen! Ein sicheres Zeichen, dass wir gleich weiter rollen.</p>
<p style="text-align: justify;">Der arme Hund, er saß schon die ganze Fahrt so verunsichert herum, fing an zu heulen. „Quiet!“, es gab einen Klapps vom Besitzer. Der Hund wurde auf den Rand des Wagons gewuchtet und sprang die 4 Meter nach unten. Im selben Moment startete der Zug wieder durch. Es gab eine kräftigen Ruck in der Gondola. Der letzte meiner Hobo-Freunde saß noch auf der Kante und musste sich festhalten, um nicht runterzufallen. Jungs jungs, was macht ihr hier nur? Gefährliche Aktion. Dann waren sie weg. Ich kramte mein Pack zusammen und suchte Deckung. Wir rollten in den Yard und blieben erstmal stehen. Crew Change. Ich spähte vorsichtig über die Kante, um mein Umfeld zu observieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Zwei Stunden wartete ich, bis mir klar wurde, dass wir doch nicht auf den Hauptgleisen, sondern mitten im Yard standen. Mein Zug sollte wohl nicht so schnell weiterziehen. Scheiße. Es war helllichter Tag und ich musste irgendwie hier runter. Bis zur nahe gelegenen Straße waren es ca. 150m und dazwischen standen vier Züge. Einer davon gerade eingerollt. Der würde gleich weiterfahren. Alles war voll mit Bahnarbeitern, die mit ihren Kränen und Autos herumfuhren. Und der Yard-Bull natürlich.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich kletterte aus meinem Wagon. Das sollte ein Spießrutenlauf werden. Sprint zum ersten Zug. Über den Wagon klettern. Ausschau halten nach Bewegung in Yard. Auf den nächsten Zug drauf. Da kam ein Auto. Scheiße. Hoffentlich haben die mich nicht gesehen. Schnell an die Seite des Wagons, um Schutz vor dem Auto zu suchen. Es fuhr vorbei. Irgendwann war ich auf dem vorletzten Zug. Nur noch der Zug auf den Hauptgleisen vor mir. Eigentlich klettert man nicht über Züge, sondern läuft drum herum. Und schon gar nicht klettert man über Züge, die jeden Moment weiterfahren. Aber ich war hier mitten im Yard, stand zwischen zwei Wagons ohne große Deckung und MUSSTE hier einfach so schnell wie möglich raus. Der Zug bewegte sich nicht. Ich wartete 2-3 Minuten. Beobachtete den Stahlriesen. Dann entschied ich mich für einen Go.</p>
<p style="text-align: justify;">Rennen zum Zug. Kurz lauschen. Keine Air-Break zu hören. Raufklettern. So schnell wie möglich an die andere Seite kommen. Hoffentlich rollt der jetzt nicht los! Absprung. Nur noch die Straße vor mir. Erstmal ins erste Gebüsch geworfen und verschnauft. Was ein aufregender Morgen. Ich hätte nicht mit so einer Yard-Flucht gerechnet. Normalerweise springt man ab, bevor man in den Yards endet.. Zum Glück hat mich niemand gesehen. Jeder kleine Konflikt mit dem Gesetz hätte mir meinen Visa-Antrag versauen können. Ich beschloss ab hier zu trampen und (vorerst) keine weiteren Züge zu hoppen. Genug erlebt. Genug gelernt.</p>
<figure id="attachment_1250" aria-describedby="caption-attachment-1250" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Ma-Boyz.jpg"  rel="lightbox[1248] attachment wp-att-1250"><img class="size-full wp-image-1250" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Ma-Boyz.jpg" alt="Ma Boyz" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Ma-Boyz.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Ma-Boyz-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Ma-Boyz-768x513.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Ma-Boyz-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Ma-Boyz-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Ma-Boyz-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1250" class="wp-caption-text">Ma Boyz</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Trainhopping werde ich vermissen. Ich hab mich niemals mehr in Amerika gefühlt, als in der Zeit auf den Zügen. Es ist überhaupt nicht mit Trampen vergleichbar. Eine ganz andere Technik. Ein ganz anderes Gefühl. Ganz andere Welt. Die bisher aufregendste Zeit meiner Reise. Ich komme wieder! Nächstes mal besser vorbereitet. Mit technischen Equipment und dem aktuellsten Crew Change Guide. Besserem Schlafsack. Bereit für die schönsten Routen von Nordamerika. Bereit die Show um mich herum zu geniessen, während ich auf Stahlriesen durch Amerika surfe! In diesem Sinne: Highball!</p>
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		<title>Trainhopping &#8211; The Catwalk</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Dec 2015 14:31:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trainhopping]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachts in Trainyards rumstreunen, bedeutet: Be a ninja. Bewege dich leise. Bleib in der Dunkelheit. Kleide dich schwarz. Lass dich verdammt nochmal nicht sehen....</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nachts in Trainyards rumstreunen, bedeutet: Be a ninja. Bewege dich leise. Bleib in der Dunkelheit. Kleide dich schwarz. Lass dich verdammt nochmal nicht sehen. Wir beide waren nun auf einer Mission. Zwei Assasinen, die sich an ihr nächstes Opfer heran schlichen. Es war bereits Dämmerung. Ich wartete nahe de Gleisen mit unseren Rucksäcken. Roy kam gerade von einer Erkundungstour zurück. Unser hop-out lag mitten in den Yards. Ein freistehender Palettenhaufen, der in der Mitte einer Freifläche war, die ungefähe 7-8 Fußballfelder groß war. Irgendwie mussten wir dahin gelangen. Es war der beste Ort um auf den Zug zu warten. Ich wusste nun auch, wieso man von einem „Catwalk“ in diesem Yard sprach.<span id="more-1214"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Roy hatte alles die CrewChange-Informationen überprüft. Es sollte da ein Loch in der Mauer geben, durch das man auf das Bahnhofsgelände gelangen konnte. Das Loch gab es nicht. Wir mussten einen anderen Weg finden. Es gab wohl zwei Zäune über die klettern konnten. „Die sind da ziemlich tief“, meinte Roy.Über Zäune klettern hat sowieso mehr Stil als durch Löcher zu kriechen. „Mehr Stil“ hatte auch eine Gruppe Punks, die wir später beobachteten, wie sie mit ihren Hunden einfach stur über die Gleise rannten. Mitten durch die Flutlichter des Bahnhofs. Funktionierte anscheinend auch.</p>
<p style="text-align: justify;">Während wir uns über den weiteren Plan unterhielten, sah ich ein Auto patroullieren. „Down!“, baffte ich Roy an. Wir tauchten soforts ab ins hohe Gras. Die Security war unterwegs. Stay low und lass dich nicht sehen. Das Auto hielt 70m neben uns an, drehte langsam ab und fuhr in die andere Richtung weiter. „Good call.“, meinte Roy anerkennend. Es war Zeit zum Hop-Out vorzudringen. Das wurde hier langsam zu heiß. Wir schlichen uns über ein paar tote Gleise zum ersten Zaun, der war von anderen Trainhoppern schon „bearbeitet“ und angenehm zu überwinden. Wieder Gleise Rennen, wieder Zaun, ein Zug ertönt. Da fährt gerade was los in unsere Richtung. Scheiß Timing, schnell jetzt! Wir sprangen eine Geröllabhang herunter und hatten den riesigen Yard vor uns. Zwischen uns und den Gleisen war nichts, was Deckung versprach. Ca. 700m lange, flache, unbebaute Wiese, bestrahlt von großen Flutlichtstrahlern. In der Mitte dieser Wiese stand ein ungenutzter Turm mit Palettenstapel. Das war der Hop-Out.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Catwalk.jpg" rel="lightbox[1214]"><img class="size-full wp-image-1216 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Catwalk.jpg" alt="Catwalk" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Catwalk.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Catwalk-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Catwalk-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Catwalk-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Catwalk-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Zu meiner Überraschung ging das vertrocknete Gras der Wiese bis zu meinem Bauchnabel und bot exzellente Deckung. Wir arbeiteten uns gebückt zum Turm vor und erreichten ihn sicher. Ich hatte schon von anderen Trainhoppern von dem Spot gehört, aber nie gedacht, was für ein paradisischer Ort das sein sollte. Neben dem Turm war ein großer Stapel Paletten, der im Inneren schon auseinander gepflückt wurde, sodass sich ein kleines Haus mit Liegefläche für 4-6 Personen ergab, wenn man in den Stapel hinein ging.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Gras selbst war ebenfalls eine platt gedrückt Fläche. Ihr kennt das sicher, wie man als Kinder in die Kornfelder marschiert und sich dort sein eigenes Bett auf Kosten des Bauers Ernte gemacht hat. So ungefähr war das auch an diesem Hop-Out. Perfekte Deckung, kein (normaler) Mensch kam je zu diesem Palettenstapel und wir hatten optimale Sicht auf die Gleise und jeden ankommenden Zug. Durch das hohe Gras konnte man sich gut an die Wagons heranschleichen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir warteten auf unseren Zug, legten ein wenig hin. Die Sterne leuchteten über uns. Es war noch kein Mond aufgegangen. Ich rauchte eine Zigarette und Roy schlief ein. Es wurde frisch, aber meine gefundene Lederjacke bot mir mütterliche Wärme. Es war eine wunderschöne Nacht an einem atemberaubenden Ort. Auch ich schlief irgendwann ein. „Stefan!“, riss mich Roy aus meinen Träumen. Ein Zug lief ein. Der kurze IM*, den ich schon die Nacht vorher gesehen hatte. Definitiv ein Hot-Shot, aber den wollte ich eigentlich nicht hoppen. Roy meinte aber: „Das geht schon.“ Schnell wurden die Sachen zusammengepackt und wir waren wieder im Ninja mode. „Keep yourself low!“, meinte ich noch zu Roy.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir checkten ein paar Wagons, fanden zwei die wir besteigen konnten. Leider nicht gemeinsam. Es war nicht viel Platz. Ich quetschte mich unter eine Trittbank. Nun war warten angesagt. Der Zug rollte los. Nach 50m blieb er wieder stehen. Weiter warten. Irgendwann hörte ich die Airbreak. Sollte bald wieder losgehen. Auf einmal kam Roy angerannt: „Stefan, i think we shouldn´t do this! I checked the number and those containers are getting grounded in 5 hours!“ Was? Keine Zeit zu reden, gib mir ne klare Ansage. Der Zug kann jede Sekunde losrollen! Roy hatte Tracey angerufen, die freundliche Computerstimme, die zu jedem Wagon und Container das zugehörige Ziel kennt. Auch ein nettes Gimmick für professionelle Trainhopper.</p>
<p style="text-align: justify;">Als wir zurück zum Hop-Out liefen hing Roy immernoch in der Leitung und checkte einen anderen Wagon über Tracey. „This one is going to Southern California! Let´s go back!“ Also wieder zurück auf den Wagon. Ich wurde nervös. Wieder verstecken, wieder warten. Und es passierte erstmal nichts. Nach ca. 60 Minuten fuhren mehrere Autos entlang des Zuges. Die Bahnarbeiter entkoppelten die End-Unit. Höchst ungewöhnlich. Was war hier los? Ich beobachtete das geschehen und blieb an meinem Platz. Normalerweise sollte der Crew-Change von solchen IM´s nie länger als 30 Minuten dauern. Wenn überhaupt. Und nun wurde noch die End-Unit abgekoppelt. Irgendwas stimme nicht. Mir blieb nichts anderes übrig als unten zu bleiben, nicht gesehen zu werden. Falls etwas ist, würde mir Roy schon Bescheid sagen. Wir sollten insgesamt mehr als 3 Stunden auf diesem Zug warten, bis er endlich los rollte.</p>
<p style="text-align: justify;">Was ich erst am nächsten Tag erfahren sollte. Roy wurde nervös. Sehr nervös. Er hatte seinen Wagon verlassen und ist zum Kopf des Zuges gelaufen, um die Front-Units zu checken. Als er fast da war, hörte er die Air-Break. Ein sicheres Zeichen, dass der Zug gleich losfährt, was aber etwas suboptimal ist, wenn dein Rucksack am anderen Ende des Zuges liegt. Er sprintete zurück so schnell es ging. Züge sind lang, manchmal weit mehr als 1 km. Irgendwann auf seinem Run tauchte der Bull auch noch hinter ihm auf und fuhr mit seinem Auto den Zug ab. Roy musste sich verstecken. Mega Aktion, nur um die Units zu checken, weil er Tracey nicht vertraut hat. Er hat es aber noch rechtzeitig geschafft. Und gegen 4:30 in der früh fuhren wir endlich los.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Unsere Route führte direkt durch die Salzwüste bei Salt Lake City. An der Stadtgrenze roch es noch derbst nach fauligen Eiern, aber bald schossen wir hinein in die absolute Dunkelheit und mitten durch den Salzsee. Die Strecke war einmalig. Nur mit dem Güterzug zu fahren. Keine Straße, kein Personenzug, nur ein Gleis, dass mitten über einen Damm führte, der das Meer zweiteilt. Links und Rechts von uns nur Wasser oder ausgetrocknete Salzfläche. Über uns ein enormer Sternenhimmel der durch die Hochebene besonders hell leuchtete und der Mond ging auf. Es war zwei Tage vor Neumond. Der Mond hatte die Form einer Sichel. Man konnte jedoch den Umriss des gesamten Trabanten erkennen. Der Mond erhob sich hinter den Rockies und versüßte mir meine sowieso schon atemberaubende Rundumsicht auf meinem „double stack“. Insgesamt war die Szenerie schon wieder absolut traumhaft. Zugromatnik at its best.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich hatte den ganzen Abend nichts gegessen, weil ich auf diesen Moment gewartet hab. Nun konnte ich endlich meine Provianttüte öffnen. Es gab eine Dose Thunfisch, trockenes Brot, einen Apfel und Chocolate-Cheescake Cookies. Dazu Zigaretten und Wasser. Warmer Wind wehte mir um den Kopf. Wir überholten einen wartenden Zug. Ha! Wir sind der Priority Train ihr Muschis! Ich streifte meine Lederjacke über, legte mich in meinen Schlafsack und schlief ein.</p>
<figure id="attachment_1218" aria-describedby="caption-attachment-1218" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/On-the-train.jpg" rel="lightbox[1214]"><img class="size-full wp-image-1218" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/On-the-train.jpg" alt="On the train." width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/On-the-train.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/On-the-train-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/On-the-train-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/On-the-train-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/On-the-train-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1218" class="wp-caption-text">On the train.</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Der Zug schüttelt einen ordentlich durch und es wurde recht kalt. Meine Jacke tat guten Dienst, was man von meinem Schlafsack nicht gerade behaupten konnte. Sonnenaufgang. Wir rollten schon die ganze Nacht. Die ersten warmen Strahlen erreichten mich und ich versuchte meine vereisten Füße zu reanimieren. Irgendwann war der zweite Crew Change. Gegen Vormittag. Und dann rollten wir durch die Wüste. Der „double stack“ hatte zwar gute Sicht, aber dafür keinen Sonnenschutz. Und so saß ich in der prallen Sonne und konnte nichts tun. Den ganzen Tag. Meine Gallone Wasser wurde warm, das war etwas ecklig. Aber auch meine Dose Ravioli wurde warm. Was wiederum Vorteile hatte.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Dose Fisch, zwei Birnen und ein paar Cookies später, rollten wir nach sagenhaften 16 Stunden in unseren Zielort herein. Normalerweise sollte der Ritt bis zu 36 Stunden dauern, aber wir hatten wirklich einen sehr schnellen IM erwischt. Letzte Prüfung, vom zug runter kommen. Ich wurde mehrfach gewarnt vor unserem Zielort. Viele zwielichtige Gestalten, die dort rumlaufen und die Bulls sollen besonders scharf sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Dazu kam dann noch Officer Watson, der lokale Sheriff, immer den Block Griffbereit um dir für eine sinnlose Lapaille ein Ticket auszustellen. Für mich war die ganze Trainhopping Geschichte sowieso schon ein Spiel mit dem Feuer. Ich brauchte ein neues US Visa und wenn ich irgendwo auch nur ein Ordnungsgeld aufgedrückt bekomme, dann war es das mit meiner Alaska Expedition. Aber für die Trainhopping Erfahrung ist es mir das absolut wert. No guts, no glory.</p>
<figure id="attachment_1217" aria-describedby="caption-attachment-1217" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Happy-Hopping.jpg" rel="lightbox[1214]"><img class="size-full wp-image-1217" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Happy-Hopping.jpg" alt="Happy Hopping!" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Happy-Hopping.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Happy-Hopping-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Happy-Hopping-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Happy-Hopping-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Happy-Hopping-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1217" class="wp-caption-text">Happy Hopping!</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Wir rollten auf unseren Zielort. 50Km vorher, mitten im Nirgendwo ein Bahnübergang. Ich sitze nichts ahnend in meinem Wagon und schaue in die Landschaft. Auf einmal steht da ein Opa mit einer dicken Kamera. Er erblickt mich, das konnte ich an seinem Zucken erkennen. Und er schießt ein schönes Foto von mir. Ihr könnt euch vorstellen, wie mir die Muffe für die letzten paar Km ging. Ob der jetzt die Polizei ruft? Ob die uns direkt am Bahnhof abfangen? Anspannung. Der Zug rollte in die Yards. Die Bremsen brachten dieses riesige Stahlmonster zum stehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Es dauerte keine 15 Sekunden. Ich war bereit, hatte alles gepackt. Roy sprang von seinem Wagon und auch ich tat dies. „Nichts wie raus hier.“ Zwei schwarz gekleidete Trainkids. Völligst verdreckt sprinteten wir im Dämmerlicht über die Gleise. Straße erreicht. Sicherheit. Keiner hat uns gesehen. Mission abgeschlossen. Erstmal was kühles trinken gehen. Roy war die letzten vier Stunden ohne Wasser gewesen. Und ohne Schatten. Wir waren beide ziemlich fertig, aber sehr glücklich. 16 Stunden auf einem Güterzug. Das ist wie 16 Stunden in der Babywiege auf einer Waschmaschine abgestellt werden, während ein Erdbeben 7ten Grades unter deinem Haus wütet. Also mega, geile Erfahrung!</p>
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		<title>Trainhopping &#8211; Catchin out tonite!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Nov 2015 22:37:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trainhopping]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Operation Nachtzug. Catching out to California. Diesmal war ich besser ausgerüstet. Neben der Schachtel Zigaretten und einer Gallone Wasser hatte ich drei Deluxe-Bagel, einen...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Operation Nachtzug. Catching out to California. Diesmal war ich besser ausgerüstet. Neben der Schachtel Zigaretten und einer Gallone Wasser hatte ich drei Deluxe-Bagel, einen Apfel und zwei Bananen dabei. Außerdem ein großes Stück Pappkarton („5000 miles paper“) und den Crew Change Guide. Mein zweiter Trainhop sollte anstehen. Ich folgte der Beschreibung im Guide, schlich mich auf das Union Pacific Gelände und fand mich alsbald im Hobo-Jungle wieder. Ein Gebüsch nahe den Tracks und Müll.<span id="more-1205"></span> Wie ich später herausfinden sollte, lebten in dem Gebüsch mindestens zwei Menschen in Zelten. Alles war verseucht mit Mücken, selbst im trockenen Utah. Ich machte es mir zwischen dem Müll gemütlich und wartete auf meinen Zug. Fühlte mich sicher in meinem Versteck.</p>
<figure id="attachment_1207" aria-describedby="caption-attachment-1207" style="width: 521px" class="wp-caption alignright"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Hop-out.jpg" rel="lightbox[1205]"><img class="size-full wp-image-1207" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Hop-out.jpg" alt="Hop out spot. Be safe hide well." width="521" height="780" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Hop-out.jpg 521w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Hop-out-200x299.jpg 200w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Hop-out-150x225.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/Hop-out-400x599.jpg 400w" sizes="(max-width: 521px) 100vw, 521px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1207" class="wp-caption-text">Hop out spot. Be safe hide well.</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Als ich da so im Busch liege, fährt dieser orangefarbene Pick-Up zweimal an mir vorbei. Beim Dritten mal zieht er vor meinem Gebüsch links rüber und ein Mann steigt aus. Starrt mich an. Nicht sicher ob er mich wirklich gesehen hat. Aber er starrte sehr lange in meine Richtung. Das war er also, der Bull (Railway Police, keine richtigen Polizisten, eher Sicherheitskräfte). Schon viel habe ich über den Bull gehört, über seine Faulheit, seine fehlende Bildung, seinen Übereifer, wenn er mal einen Trainhopper findet und wie man ihn am Besten vermeidet. In diesem Fall blieb ich wie festgefroren liegen. Auch er schien sich nicht zu bewegen. Minuten vergingen. Irgendwann steigt er wieder in sein Auto und fährt davon.</p>
<p style="text-align: justify;">Scheiße, der Bull hat mich entdeckt. Vielleicht&#8230;aber niemand kann mich belangen, weil ich im Gebüsch rumliege. Es wird ungleich schwieriger auf einen Zug zu kommen, wenn Leute im Yard bescheid wissen. Ich zog mich tiefer in den Müll zurück, fand eine kleine Wiese. Machte es mir dort abermals gemütlich und tötete Mücken, die mich unablässig belagerten. Stundenlang. Warten auf den Zug. Ich fand lustige Hobo-Grafittis um mich herum: „Ain´t no wrong train.“ oder „And you think you gonna catch out tonite?“. Ja das denke ich. Ich war also am richtigen Platz.</p>
<p style="text-align: justify;">Es dauerte einige Zeit, da kam der erste Zug, aber der Bull war zur gleichen Zeit auf der Piste, fuhr mit seinem orangefarbenen Pick-Up auf und ab. Der Zug hielt auch nicht an. Keine Chance den Zug „on the run“ (wenn man auf einen sich bewegenden Zug aufspringt) zu catchen. Ich breitete also meinen wunderbaren Pappkarton aus und versuchten neben den Mückenschwärmen ein bißchen zu schlafen. Außerdem war ich ziemlich begeistert von dem Pappkarton. Er hielt wirklich warm von unten, war super praktisch, umsonst und ich hatte schon Gedankenspiele, meine Isomatte gegen guten Pappkarton einzutauschen. Den Pappkarton kann man dreckig machen und irgendwie hat das Stil. Landstreicher-Style.</p>
<figure id="attachment_1208" aria-describedby="caption-attachment-1208" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/My-Hobo-Camp.jpg" rel="lightbox[1205]"><img class="size-full wp-image-1208" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/My-Hobo-Camp.jpg" alt="Sleeping on the street." width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/My-Hobo-Camp.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/My-Hobo-Camp-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/My-Hobo-Camp-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/My-Hobo-Camp-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/My-Hobo-Camp-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1208" class="wp-caption-text">Sleeping on the street.</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Die Nacht brach an. Ich traute mich irgendwann aus dem Gebüsch heraus und schlich am Yard entlang. Völligst schwarz gekleidet, noch angeschlagen von einer 40 km Wanderung zwei Tage zuvor humpelte ich umher und versuchte den Crew Change Punkt zu finden. Wo hält der Zug? Ich war erfolglos und legte mich anschließend wahllos in irgendeinen Gebüschabhang. Hatte ja meinen Pappkarton, der machte mir überall ein neues zu Hause. Es kann so einfach sein, das Leben. Die Nacht war trotzdem schrecklich. Es kamen ca. vier verschiedene Züge. Einmal Junk (regionaler Low-Prior Zug), ein kurzer IM (<a href="https://hoboshoestring.wordpress.com/2010/07/21/rail-cars-that-hoboes-ride/">Intermodal Trains mit double stack wagons</a>) und zwei normale Peddlars. Nichts hielt an. Nichts zum aufspringen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Warme Träume</h2>
<p style="text-align: justify;">Es war wieder saukalt, mein Schlafsack versuchte mich im Rahmen seiner Möglichkeiten zu wärmen. Ich hatte mehrere Träume in dieser Nacht. Alle liefen nach demselben Konzept ab. Ich durchlebte irgendein Szenario und weil mir so kalt und ich so müde war, versuchte ich einen warmen Schlafplatz zu finden. Und ich fand eine gemütliche Couch, oder warme Abstellkammerräume und dergleichen. Mindestens drei dieser Träume später ging die Sonne langsam auf. Kein Trän diese Nacht. Was eine Enttäuschung. Und pünktlich um neun Uhr morgens fuhr der Bull wieder mit seinem orangenen Pick-Up hin und her. Ich wollte gerade aus meinem Gebüsch raus, da sah ich ihn wieder angefahren kommen. Alarm! Schnell wieder in Deckung.</p>
<p style="text-align: justify;">An Aufgeben war nicht zu denken. Aber ein neuer Plan wurde erforderlich. Ich musste irgendwie einen Zug abfangen. Also erstmal zu WalMart Vorräte neu aufstocken. Außerdem hatte ich mir noch Oropax gekauft. Meine Ausrüstung optimierte sich immer weiter. Im Internet hab ich dann herausgefunden, dass ich an der falschen Stelle gewartet hatte und der eigentliche Crew Change weiter südlich im Yard war. Generell galt hier: „Catwalk.“ Wie wörtlich das gemeint war, sollte ich später selbst herausfinden. Der Hop-Out war  anscheinend ziemlich freiliegend. Ziemlich schwierige Mission, die da vor mir lag. Besser nur bei Nacht nutzen. Also wieder warten. Ich wanderte Richtung Yards, suchte mir ein schattiges Plätzchen, faltete meinen Pappkarton aus und machte erstmal ein Nickerchen.</p>
<p style="text-align: justify;">Dieses sinnlose warten. Herrlich. Hätte ich beim Trampen nie, da bin ich immer bereit und konzentriert. Ich lag vor diesem Haus, irgendein Mann sagte ich solle aufpassen, weil ich in den Knast komme, wenn die Polizei mich hier schlafen sieht. Amerika und Obdachlos. Ich lag vor dem einzigen Haus in dieser Straße nahe den Yards. Leute hielten wahllos an und luden Müll ab. Bildschirme, Pappkartons. Erst als ein paar Atzen erschienen und diese Kartons durchwühlten und alles von Wert mitnahmen, erkannte ich, dass hier eine Kleiderspende war. Richtig gut vorbereitet für eine kalte Nacht auf dem Zug war ich nicht. Ich fand eine nette Lederjacke für mich.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Crazy people</h2>
<p style="text-align: justify;">Irgendwann kam ein Mexikaner angetrudelt, geschätzt Mitte vierzig, mit einem kleinen Rucksack und einem Schlafsack in der Hand. Fragte mich, wie man am besten nach Chicago kommt. Er wollte auch einen Zug abfangen in der Nacht, ist aber seit 10 Jahren nicht mehr gehoppt. Hat mir eine Cola gekauft und ein paar Socken geschenkt. Im Gegenzug hab ich ihm ein Feuerzeug gegeben. Man hilft sich auf der Straße. Sharing is caring!</p>
<p style="text-align: justify;">Und wo ich den ganzen Tag geschlafen und gesessen hatte, entwickelte sich nun eine kleine Gemeinschaft. Ein anderer Kerl, braun gebrannt, alles voller Tattoos, mit einem Kopftuch und einer Art Gepäck (eine Tabletverpackung und eine Wasserflasche zusammen gebunden zu einem Bündel) erreichte unsere kleine Gruppe. Er brabbelte sofort los, als ob wir uns schon jahrelang kennen würden. „Ich war nun zwei Jahre nicht in der Stadt, bin gerade wiedergekommen und die Cops sind schon wieder hinter mir her.“ Die COOOPS!! Drei Autos anscheinend, den ganzen Tag folgen sie ihm schon. Nur jetzt nicht. Waren anscheinend wohl gerade Kaffee trinken. Klarer Fall von Paranoia oder doch Polizeistaat? Ich gab ihm ein paar Zigaretten.</p>
<p style="text-align: justify;">In den nahe gelegenen Yards sah ich einen schwarz gekleideten Menschen mit Rucksack. Durch den Verbrecherlook war er eindeutig als Trainhopper zu identifizieren. Kurzer Schnack. „Are ou catching out?“, fragte er mich. „Yes, where are you going?“ „California.“. Meine Richtung. Sein Name war Roy. Wir taten uns zusammen. Roy war bestens vorbereitet. Einer seiner Kumpels kannte wohl den Autor vom Crew Change Guide persönlich, was ziemlich mächtig ist und weshalb er auch die allerneueste Version hatte. 2015. Die heilige Schriftrolle. Wir machten es uns nahe der Eingangszone zu den Yards gemütlich und warteten auf die Dunkelheit. Eine in jeglicher Hinsicht großartige Nacht sollte anstehen&#8230;&#8230;</p>
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