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	<title>Kanada &#8211; Warm Roads</title>
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		<title>Trampen in&#8230; (19) den USA</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Jan 2017 14:30:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen in...]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Trampen in den USA war eine der großen Enttäuschung meiner Reise. Ihr denkt an Kerouac, wie er von Denver nach San Francisco trampte....</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Trampen in den USA war eine der großen Enttäuschung meiner Reise. Ihr denkt an Kerouac, wie er von Denver nach San Francisco trampte. Wollt zum Ursprung der Hippiekultur. Erwartet die USA als DAS Land zum Trampen. Aber meine Erwartungen haben sich nicht erfüllt. Ich war mehrere Monate in den USA unterwegs. Am Anfang hat es mir dort überhaupt nicht gefallen, aber mit der Zeit habe ich mich dann doch angefreundet, mit dieser sonderbaren, amerikanischen Kultur. In Bezug auf das Trampen fällt meine Wertung zu den USA jedoch eindeutig aus: Es ist eines der anstrengendsten Länder, in denen ich bisher getrampt bin. Keine Empfehlung von mir. Trampen in den USA ist Scheiße. Es macht das Land jedoch nicht weniger interessant. Ganz im Gegenteil.<span id="more-2224"></span></p>
<h2>Statistik</h2>
<p><strong>Zurückgelegte Distanz: </strong><strong>11010</strong><strong> Kilometer</strong></p>
<p align="justify"><strong>Anzahl der Lifts: </strong><strong>129</strong></p>
<p align="justify"><strong>Durchschnittliche Wartezeit: </strong><strong>40</strong><strong> Minuten </strong><strong>20</strong><strong> Sekunden</strong></p>
<p align="justify"><strong>Standzeit Gesamt: </strong><strong>69</strong><strong> Stunden </strong><strong>55</strong><strong> Minuten </strong></p>
<p>Log gibt’s <a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Log-USA.ods">hier.</a></p>
<h2>Meine Route</h2>
<p>Ich betrat die Vereinigten Staaten von Amerika das erste mal durch Texas. Einige Wochen blieb ich in Austin/TX. Von dort flog mich mein mittlerweile <a href="https://warmroads.de/de/tribute-to-patrick-faltermann/">verunglückter Freund Patrick</a> nach New Mexico. Ich bin über Denver nach Salt Lake City getrampt und weiter durch Kalifornien bis hoch nach Seattle. Auf dieser Strecke bin ich auch das erste mal mit <a href="https://warmroads.de/de/trainhopping-wahre-liebe/">Trainhopping</a> in Berührung gekommen.</p>
<p>Später bin ich kreuz und quer durch Washington und Oregon getrampt, bevor es dann über <a href="https://warmroads.de/de/langstreckentrampen-von-new-york-nach-alaska/">Kanada nach New York</a> ging. Ich habe einen Monat in New York gelebt und bin dann <a href="https://warmroads.de/de/ich-bin-von-deutschland-nach-alaska-getrampt-das-ende/">8000km an die Nordspitze von Alaska getrampt</a>. Auf dem Rückweg habe ich noch einen kleinen Abstecher nach San Francisco gemacht, um anschließend wieder zurück nach Kanada zu trampen.</p>
<h2>Menschen</h2>
<p>Ich kann zwar nicht sagen, dass ich nach 6 Monaten in Nordamerika die Menschen wirklich verstanden habe. Die USA sind so groß und divers. Es ist schwer allgemeingültige Aussagen zu machen. Die Bundesstaaten können sich untereinander sehr unterscheiden. Küste und Inland, West und Ost, überall sind die Menschen etwas anders. Aber alle sind Amerikaner und daher Teil dieser verrückten Gesellschaft. Ich versuche hiervon einen Eindruck zu geben.</p>
<figure id="attachment_2221" aria-describedby="caption-attachment-2221" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria.jpg" rel="lightbox[2224]"><img class="size-full wp-image-2221" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria.jpg" alt="Trampen in Amerika" width="780" height="441" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria-300x170.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria-768x434.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria-150x85.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria-400x226.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-Ameria-200x113.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2221" class="wp-caption-text">Trampen in Amerika</figcaption></figure>
<p>Generell musste ich erstmal feststellen, dass ich meinen größten Kulturschock in den USA hatte. Normalerweise würde man denken, dass die Menschen in den USA uns Europäern ähnlicher seien, als die Südamerikaner. Mitnichten. Zumindest in meinen Augen. Die USA sind zwar genauso Turbo-Kapitalistisch wie Deutschland, allerdings ist das Leben hier weitaus brutaler und ungesicherter als in Europa. Das fängt bei der Krankenversicherung an und hört beim Leben auf Pump mit kurzfristigen Paychecks und unterbezahlten Jobs (von denen man natürlich mehrere haben muss) auf. Da mutet unser System schon fast wie ideologisch einwandfreier Sozialismus an. In den USA herrscht ein abartiger Leistungsdruck, den wir so in Europa nicht haben.</p>
<p>Prinzipiell fiel es mir sehr schwer mit Menschen in Nordamerika zu connecten, wenn es um mehr, als die normale Oberflächlichkeit ging. Jeder hier ist bei der ersten Begegnung unglaublich nett. Wenn man aber persönlicher wird, kommt man allerdings schnell an eine Grenze. Die Menschen sind sehr protektionistisch bei persönlichen Themen. Am Anfang hab ich diese ganze Pseudohöflichkeit sehr kritisch gesehen. Nach einer Zeit gewöhnt man sich jedoch irgendwie daran. Als ich zurück nach Deutschland kam, hat es mir sogar ein bißchen gefehlt, dass die Menschen so freundlich-oberflächlich sind. Ich habe viel Zeit in Kalifornien verbracht und musste eine Sache lernen dort: Es kommt nicht so sehr darauf an, was man sagt, sondern, wie man es sagt. Wir Deutschen leben verglichen dazu in einer sehr direkten Gesellschaft. Eine Freundin meinte zu mir: „In Deutschland kann man sich nicht verstecken.“ Und wenn man monatelang in dieser oberflächlich, schönen Welt verbracht hat, kann das auch etwas anstrengend sein.</p>
<p>Ein großes Thema in den USA ist Angst. Angst das etwas passieren könnte. Angst vor dem mordenden Tramper. Angst vor Terror. Angst vor Krankheit. Angst vor dem Leben. Die USA sind in meinen Augen neurotische und paranoider als der Großteil der restlichen Welt. Die Leute mögen es stabil und es soll möglichst alles so bleiben. Brasilien war ähnlich neurotisch und ich schiebe das auf die starke Stellung der Religion innerhalb der Gesellschaft.</p>
<p>Vorallem beim Trampen wird diese Angst deutlich, wenn man versucht nach Lifts zu fragen. In den USA wird das überhaupt nicht gerne gesehen. Wenn man sich Menschen an Tankstellen nähert, nehmen diese oft eine ablehnende Haltung ein. Viele wollen in Ruhe gelassen werden, sehen dich als Abschaum und schauen komisch. Das fühlte sich manchmal an, wie eine Art Spiessrutenlauf. So etwas hab ich in keinem anderen Land erlebt. Kanada ist hierzu übrigens das absolute Gegenteil. Wenn man dort an Tankstellen trampt, dann kommen die Menschen unaufgefordert zu euch, fragen was ihr macht und fangen ein Gespräch an.</p>
<p>Beim Trampen spielt in den USA aber noch eine zweite Komponente eine Rolle. In den USA leben sehr viele Menschen auf der Straße und unter diesen gibt es viele, die ernsthafte psychische Probleme haben und eigentlich auf Hilfe angewiesen sind. Hier gibt es allerdings kein Gesundheitssystem ist, was sich um diese Menschen kümmert und somit sind die Leute auf sich allein gestellt. Und für alle die kein Auto haben und kein Geld verdienen, bleibt aus Ermangelung an öffentlichen Verkehrsmitteln nur das Trampen als Fortbewegungsart.</p>
<p>Ihr müsst diesen kulturellen Unterschied verstehen. Während ihr in Europa mit euren Hippie- und Studentenfreunden zu eurem eigenen Vergnügen rum reist, finden euch die meisten Menschen cool und als Tramper hat man ein relativ positives Ansehen. Die amerikanischen Straßen (sowohl beim Trampen, als auch beim Reisen) sind von einer Mischung aus Hobos, Obdachlosen, Hippies, Studenten, Drogenabhängigen, Leuten die vor der Polizei auf der Flucht sind, Menschen die psychisch krank sind und Leuten die wirklich der Gesellschaft entsagt haben und als Outlaw Leben, bevölkert. Die Charaktere in den USA sind in meinen Augen radikaler, extremer und auch anstrengender als alles, was euch in anderen Teilen der Welt auf Reisen begegnet. Im Guten wie im Schlechten. Durch die USA trampen ist anders, als in Europa seinen Daumen rauszuhalten. Ich finde das prinzipiell hochspannend.</p>
<p>Was ich allerdings zum Kotzen finde, und das ist nur ein Resultat der oben genannten Mischung, ist, dass man in den USA als Tramper immer wie ein drogensüchtiger Schwerverbrecher behandelt wird. Und hier auch wieder der Hauptunterschied zu Europa. In Europa (und den meisten Ländern auf der Welt) seid ihr cool, weil ihr trampt, In den USA seid ihr Abschaum, weil ihr trampt. Daran kann ich mich nicht gewöhnen und das ist für mich einer der größten Minuspunkte für dieses Land. Trampen macht so einfach keinen Spaß.</p>
<p>Hinzu kommt noch ein statistischer Fakt. Es dauert relativ lange, bis jemand für euch anhält. Mit über 40 Minuten durchschnittlicher Standzeit werden die USA nur von Kolumbien als schlechtestes Land zum Trampen übertroffen. Bei fast 130 Lifts ist das ein selten schlechter Wert. Vom Hippeitraum durch die USA zu trampen, ist nicht mehr viel übrig geblieben. Die Realität wird hier von harten Zahlen geschrieben und leidvoller Wartezeit mit Menschen, die euer Tramperleben überaus kritisch betrachten.</p>
<p>Zum Abschluß aber noch etwas positives. Die Menschen hier sind sehr hilfsbereit. Das hat wiederum mit den vielen Obdachlosen zu tun. Ständig wurde mir Essen und Trinken angeboten. Auch Geld. Die Amis geben gerne und sehen es als ihre Verantwortung anderen zu helfen. Das gehört gewissermaßen zur kulturellen Eigenheit.</p>
<p>In den USA wollen die Menschen helfen, Spenden, Essen verteilen. Sie sehen es als ungewollte Einmischung des Staates an, wenn dieser das übernehmen würde. Der Staat soll sich möglichst raushalten. Übrigens eine typisch republikanische Position. In Europa ist es genau andersrum. Im ehrenamtlichen Bereich habe ich Diskussionen mitbekommen, die so argumentierten: „Wenn der Staat das Ehrenamt fördert, dann nur, weil er seine eigene Pflicht an die Bürger abgeben will. Der soll mal lieber seinen Verpflichtungen nachkommen!“ Das sind zwei völligst konträre Grundhaltungen zur Rolle des Staates gegenüber der Gesellschaft. Und diese Grundhaltungen prägen die Menschen. Gut für euch, weil in den USA Wohltätigkeit als Bürgerpflicht angesehen wird. Das wird euch keine Lifts bringen, aber vielleicht kriegt ihr Essen und Trinken geschenkt. Nehmt es an, für die Menschen ist es wichtig euch einen Gefallen tun zu können.</p>
<h2>Straßen in den USA</h2>
<figure id="attachment_2219" aria-describedby="caption-attachment-2219" style="width: 521px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-den-Redwoods.jpg" rel="lightbox[2224]"><img class="size-full wp-image-2219" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-den-Redwoods.jpg" alt="Trampen in den Redwoods" width="521" height="780" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-den-Redwoods.jpg 521w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-den-Redwoods-200x299.jpg 200w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-den-Redwoods-150x225.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Trampen-in-den-Redwoods-400x599.jpg 400w" sizes="(max-width: 521px) 100vw, 521px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2219" class="wp-caption-text">Trampen in den Redwoods</figcaption></figure>
<p>Der amerikanische Highway ist für mich das schönste Straßennetzwerk der Welt. Das ist durchaus ein dicker Pluspunkt für das Trampen in den USA. Auch wenn er nur bedingt hilft. Als ich nach Texas kam und das erste mal am Trampen war, dachte ich nur: „Ja, genauso perfekt und formvollendet habe ich mir das vorgestellt.“ Es gibt diese schönen Fernsehaufnahmen aus dem Nachkriegsamerika, mit den blassen Farben der 50er. Zeit des Öllbooms, Zeit des Aufbruchs und die Zeit, wo diese grandiose Infrastruktur erschaffen wurde. Lange geradlinige Interstates, blumenförmige Autobahnkreuze, wenig Verkehr und irgendwie hängt mir dazu noch der Hoover-Damm und Kennedy im Kopf. Keine Ahnung wieso. Aber mit diesen Bildern bin ich in die USA gekommen. Und die Straßen waren genau so, wie ich so erwartet hatte. Der Rest eher nicht.</p>
<p>Meine Begeisterung liegt sicherlich auch an dem Fakt, dass die amerikanischen Interstates größer, breiter und länger sind, als alle andere Straßen, auf denen ich bisher rund um die Welt unterwegs gewesen bin. Der Kontinent ist sehr groß, es gibt sehr viel Platz und das spürt man auch in der großspurigen Lebensweise der Amerikaner. Alles ist größer. Straßen, Autos und Egos. Ich denke es ist das perfekte Land für einen Road-Trip, wenn man selber fahren möchte. Ich bin im Anschluss nach Japan gereist, was so ziemlich das Gegenstück zu den USA darstellt. Kaum Platz, alles ist klein, detailliert und eng gehalten. Japanische Autos kamen mir vor wie Spielzeug, als ich aus den USA dort angekommen war. Manchmal konnte ich mein Lachen nicht verkneifen, als mir diese Zwergenmobile in den Straßen entgegenfuhren.</p>
<p>Was mir ein bißchen beim Trampen in den USA fehlt, sind Raststätten. Es gibt an fast jeder Ausfahrt eine Tankstelle mit diversen Fast Food Restaurants. Aber keine Raststätten, die nur Highway-Verkehr haben. Das war für mich ein eindeutiger Nachteil. Es gibt zu viele Tankstellen und somit ist es schwer, die gut frequentierten zu finden. Manchmal hatte man Glück, manchmal Pech. Wenigstens in New York State habe ich Raststätten auf den Toll-Straßen gefunden. Die waren ganz großartig. Zwischen New York und Montreal. Ich denke dieser Autobahnabschnitt ist privatisiert und hat daher diese riesigen Raststätten. Aber als Infrastruktur zum Trampen taugen die Interstates sowieso nur mittelmäßig. Insbesondere wenn man lange Strecken durch die USA trampen will.</p>
<p>Neben den Interstates gibt es noch Highways, die so etwas wie die deutsche Bundesstraße darstellen. Ich kann die Highways nicht wirklich empfehlen. Verkehr zu schnell und oftmals hatte ich Probleme mit der Polizei. Insbesondere in Idaho wurde ich regelmäßig vom Highway gejagt und musste mit Einfahrten oder Tankstellen vorlieb nehmen. Wenn man Cross country geht und im Norden reist, dann würde ich immer Kanada bevorzugen.</p>
<p>Städte in den USA sind noch so ein Fall für sich. Es fahren prinzipiell viel zu viele Autos. Fast alle sind mit nur einer Person besetzt, was auch zu der Einführung einer Carsharing-Line geführt hat. Dort dürfen nur Autos mit mindestens 2-3 Menschen (abhängig je nach Bundesstaat) fahren. Bis zu 500$ Strafe werden fällig, wenn man die Spur nutzt und alleine im Auto ist. Es gibt sehr viele Staus. Dies wird allerdings zu einem Vorteil für uns Tramper. Zur Rush Hour kann man sehr gut aus Städten heraus trampen! Wenn ihr euch direkt auf die Interstate begebt, könnt ihr relativ schnell einen Lift aus dem Stau heraus abfangen. Noch besser ist es, wenn sich der Verkehr auf die Auffahrt zurückstaut.</p>
<h2>Taktik fürs Trampen in den USA</h2>
<p>In den USA hasste ich es, die Leute an den Tankstellen anzusprechen. Und viele Tankstellenbesitzer dulden es auch nicht, wenn man mit den Kunden redet. Sheriffs haben mich von Tankstellen geschmissen und habe ich auch aufgegeben, weil mir die Menschen einfach zu anstrengend waren. Dann lieber an der Straße stehen. Das war aber nicht immer so zielführend, weil viele Amis nicht sehr weit fahren. Generell hatte ich das Gefühl, die durchschnittliche Liftlänge war unterdurchschnittlich.</p>
<p>In Kanada zum Beispiel war die Distanz, welche ich in Autos zurück gelegt habe, ca. doppelt so lang, wie in den USA. Diese beiden Länder sind in ihren Dimensionen vergleichbar. Die Amis reisen nicht so viel durch ihr eigenes Land und scheinen eher Heimscheisser zu sein. Auf den großen Interstates kann man jedoch Menschen finden, die „cross country“. Nur wie man diese Lifts am besten abfängt, dass habe ich noch nicht heraus gefunden. Wenn ihr eine Idee habt, dann immer raus damit.</p>
<p>Auffahrten Trampen in den USA ist äußerst mühselig, weil die Menschen so selten anhalten. Das ist natürlich je nach Bundesstaat unterschiedlich. Aber oft ist es sowieso die einzige Möglichkeit. Vielleicht wäre ein Schild sinnvoll, um längere Lifts zu kriegen. Ich trampe ja nie mit Schild und kann nicht sagen, ob man hierdurch eine bessere Erfolgsquote hat, oder ob es durchweg scheiße ist.</p>
<p><strong>Einen Tip kann ich allerdings geben:</strong></p>
<p>Ihr solltet Kleidungstechnisch so seriös wie möglich aussehen. Leute haben eine starke Assoziation zwischen Tramper und Mensch ohne Geld, geisteskrank, krimineller, ex-Knacki, Gesocks&#8230;..etc. Ich stand da in meinem gelben Anzug und trotzdem haben die Menschen mir noch Geld und Essen gegeben, weil sie dachten, ich wäre Obdachlos. Das Klischee hat sich tief eingebrannt in die Köpfe der Menschen.</p>
<p>Niemand hatte verdacht geschöpft, dass ich vielleicht einfach nur ein „Tramper“ bin. Außerdem werdet ihr ständig von der Polizei kontrolliert und die sind wesentlich entspannter, wenn sie merken, dass ihr noch alle Sinne beisammen habt. Die geben euch manchmal auch einen Lift, um euch vom Highway runter zu kriegen. Ich hatte oft Lifts mit der Polizei. Soviele wie in keinem anderen Land. Schön hinten in der Verbrecherbox drin!</p>
<p>Prinzipiell will ich nur sagen, dass es sich lohnt, wenn ihr euch äußerlich vom Rest der Genossen auf der Straße abhebt. Auch wenn ihr innen Punk bleibt! Als ich kürzlich in Kalifornien war, bin ich mit einem grünen Militärmantel getrampt. Das sah etwas aristokratisch aus und ich habe das Gefühl, mein Tramperlebniss in den USA lief hierdurch besser.</p>
<p>Aber egal wie ihr ausseht, wenn ihr in den USA trampt: Auf jedenfall nüchtern bleiben!</p>
<h3>Besonderheiten</h3>
<p>Entgegen anderslautender Behauptungen: <strong>Trampen in den USA ist nicht verboten.</strong> Nur an manchen Orten gibt es dementsprechende Gesetze. Die Gesetzgebung wird innerhalb der Bundesstaaten geregelt. In den meisten Bundesstaaten ist Trampen erlaubt und kein Problem. Aber selbst in den Bundesstaaten, wo Trampen verboten ist, kann man trotzdem Trampen. Die Frage ist immer, ob die Gesetze auch durchgesetzt werden. Das liegt oft in der Ermessensache der Polizeibeamten. Manchmal haben die auch einfach keinen Plan, wie das mit dem Trampen geregelt ist.</p>
<p>Im schlimmsten Falle droht euch ein Bußgeld, aber ich kenne niemanden, dem so etwas widerfahren ist. Der Vollständigkeit halber: In Utah, Idaho und Nevada, sowie New Jersey und Delaware ist Trampen offiziell verboten. Allerdings hatte ich bspw. in Idaho mehrere Polizeikontrollen und auch Lifts mit der Polizei. Gab niemals ernsthafte Probleme. Einen guten Überblick findet ihr auf <a href="http://hitchwiki.org/en/File:Unitedstateslaws.jpg" rel="lightbox[2224]">dieser Karte</a>. Desweiteren sollte man einen besonderen Blick auf die spezifischen Gesetze werfen. Manchmal ist es nur verboten am Straßenrand nach Lifts zu suchen, aber man kann an Tankstellen fragen. Trampen kann vieles bedeuten. Hauptsache ihr findet den nächsten Lift. Seid kreativ. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/12.0.0-1/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Ich hab schon angedeutet, dass in den USA alles größer und protziger ist, als anderswo auf der Welt. Den Höhepunkt dieses Gigantismus könnt ihr in der nordamerikanischen Wohnmobilkultur beobachten. Wohnmobile in Amerika sind oft so groß wie ein Bus. Und weil das ja nicht genug ist, ziehen die meisten noch ihren Truck hinter dem Wohnmobil her. Hier ist sowas ein Sattelschlepper mit Anhänger. In den USA ist es der Pensionär, welcher gerade in den Urlaub fährt. Gewöhnungsbedürftig.</p>
<p>Es gibt eine Menge toller Nationalparks in den USA, die zum besuchen einladen. Neben den großen Parks (Yellowstone, Yosemite, Grand Canyon) kann ich euch auf jedenfall den <a href="https://www.nps.gov/zion/index.htm">Zion Nationalpark</a> empfehlen. Ansonsten findet ihr in Nordkalifornien die majestätischen Redwoods. Neben Cannabisbauern und Hippies finden sich einige der größten Bäume der Welt. Absoluter Tip, wenn ihr einen Roadtrip an der Westküste machen wollte.</p>
<p>New York. Diese Stadt. Man sagt: „Wer hier überlebt, der kann überall überleben.“ Da ist was wahres dran. So sehr imposant New York ist, mit all seinen Wolkenkratzern und Glamour, so sehr teuer ist es auch. Man muss in New York für alles zuviel bezahlen und dann kommen auch noch 20% Trinkgeld oben drauf. Glücklicherweise ist New York auch eine der weltweit besten Städte zum <a href="http://trashwiki.org/en/New_York_City">Dumpster Diven</a>. Dort gibt es meinen allerliebsten Dumpster Diving Spot: Sushi auf dem Timesquare. Jeden Abend. Frisch und umsonst. Alleine dafür lohnt sich ein Besuch!</p>
<p>Übrigens, ihr könnt sehr billig in die USA kommen. Per Flugzeug. Das sollte ich hier eigentlich nicht promoten, aber es ist nunmal so verdammt günstig. Und lieber wir Tramper nehmen diese Angebote als irgendeine andere Gruppe Menschen. Mit Norwegian Airlines geht’s ab 86€ von Oslo nach New York (one way). Das ist die billigste, mir bekannte Verbindung. Aber auf an die Westküste und von Zentraleuropa kann man billige Flüge finden. Mehr als 450€ solltet ihr nicht bezahlen, für Hin- und Rückflug. Bucht am besten direkt auf der Norwegian Website. Essen kann man sich einfach mit ins Flugzeug nehmen. Spart Geld!</p>
<p><a href="https://warmroads.de/de/traffic-exists-polizeikontrollen/">Polizeikontrollen</a> sind häufig und dauern unter Umständen lange. Insbesondere nahe der Grenze werdet ihr von der State sowie der Federal Police gecheckt. Nicht wundern. Wenn ihr kontrolliert werdet, kommen immer mindestens zwei Polizeiautos. Jeder amerikanische Polizist hat sein eigenes Auto. Manchmal kommt auch noch der Seargent dazu. Dann werden es drei Autos. Verhaltet euch freundlich und ruhig. Immer schön „Ja!“ sagen und den Anweisungen des Ordnungspersonales folge leisten. Ich habe sehr oft Lifts mit der Polizei bekommen, weil ich irgendwo stand, wo ich nicht stehen sollte. Nutzt die Polizei zu eurem Vorteil, um in bessere Positionen zu kommen. Sogenannte „courtesy rides“ are the way to go beim Trampen in den USA!</p>
<h3>Impressionen</h3>

<a href='https://warmroads.de/campen-in-den-usa/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Campen-in-den-USA-e1485701954672-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Campen in den USA" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Campen-in-den-USA-e1485701954672-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Campen-in-den-USA-e1485701954672-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Campen-in-den-USA-e1485701954672-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Campen-in-den-USA-e1485701954672-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Campen-in-den-USA-e1485701954672-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/auf-der-strasse-schlafen-usa/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Auf-der-Straße-schlafen-USA-e1485701969494-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Auf der Straße schlafen USA" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Auf-der-Straße-schlafen-USA-e1485701969494-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Auf-der-Straße-schlafen-USA-e1485701969494-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Auf-der-Straße-schlafen-USA-e1485701969494-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Auf-der-Straße-schlafen-USA-e1485701969494-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2017/01/Auf-der-Straße-schlafen-USA-e1485701969494-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
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		<title>Persönliche Bestzeit &#8211; Wie man seine Geschwindigkeit beim Trampen kalkuliert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Jul 2016 10:59:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Argentinien]]></category>
		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Tramp-Technik]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin einige Langstrecken (4000-12.000 km) in verschiedenen Ländern auf unserem Planeten getrampt. Gerade habe ich eine Stunde damit verbracht, meine Logbücher zu analysieren....</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin einige Langstrecken (4000-12.000 km) in verschiedenen Ländern auf unserem Planeten getrampt. Gerade habe ich eine Stunde damit verbracht, meine Logbücher zu analysieren. Weils so schön ist. Hier die Ergebnisse: Auf meinen Routen durch Asien und Amerika hab ich stets versucht, meinen Langstreckenrekord aus Argentinien (2532km in 38h 49m; <strong>Ø65km/h</strong> von Buenos Aires nach Rio Gallegos) zu übertreffen. Am schnellsten war ich in Kazachstan von Almaty nach Aqtöbe (2221 km in 32 h 28m; <strong>Ø68km/h</strong>). Und auch in China hatte ich einen sehr guten Run von <a href="https://goo.gl/maps/i1L2H8Aw2dP2">Dali nach Harbin</a> (4589 km in 82h 38m; <strong>Ø55 km/h</strong>).</p>
<p>Wie schnell ihr trampt, hängt vorallem mit eurer Technik zusammen. Tagsüber wird die Geschwindigkeit eines nicht-fortgeschrittenen und eines fortgeschrittenen Trampers mehr oder weniger gleich sein. Man kann sich mit dem richtigen Equipment und Technik jedoch auch ohne Probleme Nachts bewegen. Da gibt es zwar weniger Verkehr, aber dafür fahren die Lifts weiter. Fortgeschrittene Tramper nutzen die Nacht für ihre Bewegung.<span id="more-2027"></span></p>
<p>Auf meiner <a href="https://warmroads.de/de/langstreckentrampen-von-new-york-nach-alaska/">„Royal Stage“</a> von New York nach Alaska habe ich eine sehr gute Zeit erreicht, als ich Kanada durchquert habe. Ich hatte einen run von <a href="https://goo.gl/maps/NGsxLSb5JPU2">Thousand Islands USA/Kanada Grenze nach Otter Falls/Haines Junction Yukon Territorium</a> 6071 km in 107 Stunden und 8 Minuten (<strong>Ø56 km/h</strong>). Ich behaupte das ist schneller, als selber zu fahren. Und aufgrund der angemessenen Länge dieser Tour, möchte ich es meine persönliche Bestzeit nennen.</p>
<p>In der russischen Tramplehre kalkuliert man die durchschnittliche Geschwindigkeit im <strong>Sommer</strong> mit ungefähr <strong>50 km/h</strong>. Für den <strong>Winter</strong> sind ca. <strong>40 km/h</strong> veranschlagt. Und das gilt für die meisten entwickelten Länder wie Iran, USA, Kanada, China, Rußland, Deutschland, Argentinien. Die Kalkulation muss entsprechend angepasst werden, wenn es bergiges Gelände mit vielen Serpentinen zu überwinden gilt. Prinzipiell sagt man: Je höher die Straße liegt, desto langsamer ist die Kalkulation. In <strong>technisch, schwierigeren Regionen</strong> kann die durchschnittliche Wegstrecke schonmal auf <strong>200-300 km am Tag</strong> runter gehen. Ich persönlich hab das erfahren, als ich das <a href="https://warmroads.de/de/wenig-verkehr-auf-dieser-strasse-aber-ist-bestimmt-schoen-da/">bolivianische Hochland</a> durchquert habe.</p>
<p>Je länger die Tour geht, desto schwerer ist es natürlich, die Geschwindigkeit hoch zu halten. Wäre ich auf meiner Kanada Route durchschnittlich 3 km/h langsamer gewesen, dann hätte ich am Ende 321km weniger Distanz zurückgelegt. 3 km/h klingt wenig, macht aber einen großen Unterschied.</p>
<p>Als ich angefangen habe zu trampen, haben wir immer Pi-mal-Daumen <strong>das Doppelte der normalen Fahrtzeit</strong> kalkuliert. Für Anfänger ist das eine sichere Orientierungshilfe, die ihr leicht erfüllen könnt. Wenn ihr an diesem Maßstab scheitert, dann macht ihr etwas falsch. Mit den oben genannten Routen in Süd-, Nord-Amerika, sowie Asien, kann man jedoch gut sehen, dass die Richtwerte unserer russischen Freunde durchaus realistisch sind. Besonders auf langen Strecken.</p>
<p>Generell ist man alleine immer ein bisschen schneller als zu zweit. Mit drei Personen wird das Trampen jedoch signifikant langsamer werden. Ländergrenzen sind immer anders, jedoch kann man durchschnittlich mit 1 Stunde Verzögerung rechnen, wenn ihr ein neues Territorium betretet. Große Städte sind ebenfalls ein Problem, besonders wenn es keine Umgehungsstraße gibt. Zwei Stunden sollten zusätzlich zur normalen Fahrtzeit eingeplant werden, wenn ihr euch durch ein Moloch wie La Paz oder Panama City kämpfen müsst. Mit oder ohne öffentliche Transportmittel. Durchquerung von Städten ist eine der schwersten Disziplinen beim Langstreckentrampen und ein Anfänger kann hier durchaus auch mehr Zeit verlieren.</p>
<p>Je erfahrener die Tramper sind, desto kleiner wird der Unterschied in der Bewegungsgeschwindigkeit zueinander sein. Und zwar unabhängig von Geschlecht und Alter. Wer behauptet, dass es mit einer Frau schneller geht, nur weil sie eine Frau ist, der hat vielleicht zu wenig Erfahrung, selber Autos zum Anhalten zu bewegen. Und wenn eine meiner Trampkolleginnen schneller als ich unterwegs ist, dann hat das weniger mit ihrem Geschlecht zu tun, sondern damit, dass sie die bessere Technik hat.</p>
<p>Generell will ich mit diesem Artikel nur zeigen, dass Trampen planbar ist und die Geschwindigkeit davon abhängt, wie gut euer Trampskill ist. Dazu gehört eure Körpersprache, Kleidung, euer Auftreten, Gestik und Mimik, wie gut kommuniziert ihr mit den Autos und wie charmant könnt ihr die Fahrer zum anhalten bewegen. Außerdem ist die Positionierung überaus wichtig und dass ihr taktische Fehler vermeidet, wie z.B. dem Fahrer überlassen, wo er euch rauslässt oder Lifts nehmen, die euch keinen Vorteil bringen. Das alles sind Parameter, die eure Geschwindigkeit mitbestimmen und diese sind weitaus wichtiger, als Glück. Wer behauptet, dass Trampen nur vom Glück abhängt, der weiß wahrscheinlich nicht, wie man richtig trampt.</p>
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		<title>Traffic Exists. Hitchhiking Possible; (12) Das Beste aus: Polizeikontrollen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Mar 2016 10:50:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Mexico]]></category>
		<category><![CDATA[Panama]]></category>
		<category><![CDATA[Traffic Exists - Hitchhiking Possible]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Panama Polizist schaut durch das Fenster. Zum Fahrer: „Er ist nicht angeschnallt!“ Fahrer: „Ähm&#8230;ja. Also&#8230;ich hab halt keinen Sicherheitsgurt auf dieser Seite.“ Polizist: „Das...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 align="justify">Panama</h2>
<p align="justify">Polizist schaut durch das Fenster. Zum Fahrer: „Er ist nicht angeschnallt!“</p>
<p align="justify">Fahrer: „Ähm&#8230;ja. Also&#8230;ich hab halt keinen Sicherheitsgurt auf dieser Seite.“</p>
<p align="justify">Polizist: „Das ist verboten. Ihr könnt so nicht weiterfahren.“</p>
<p align="justify">Fahrer: „Okay. Was können wir denn da jetzt machen?“</p>
<p align="justify">Polizist: „Wie siehts denn aus mit einem Kaffee?“</p>
<p align="justify">Fahrer: „Kaffee? Einen Dollar für Kaffe?“</p>
<p align="justify">Polizist: „Genau!“<span id="more-1665"></span></p>
<h2 align="justify">Kanada</h2>
<p align="justify">In British Colombia ist trampen verboten. War gerade über die Grenze gekommen, mitten auf der „Autobahn“ und am trampen, als ein Streifenwagen anhielt.</p>
<p align="justify">„Hey, wo machst du denn hin?“ „Vancouver.“ „Was, die ganze Strecke? Also&#8230;.da vorne ist ne Bus Station. Ich kann dir einen Lift geben, wenn du willst.“ „Nene, passt schon. Ich bin doch am Trampen. Und es ist ja nicht so weit. Brauche eigentlich nur einen Lift, dann bin ich da.“ „Ja, das stimmt.“ „Ich wollte nur etwas weiter laufen und vielleicht die Auffahrt da vorne nehmen.“ „Du kannst auch einfach unter die Brücke da laufen, da ist ein bißchen mehr Platz zum anhalten. Kriegst du bestimmt schnell einen Lift.“ „Cool!“ „Die Jungs von der Autobahnpolizei machen dir dort eventuell das Leben zur Hölle, wenn sie dich finden. Mir ist das egal, ich gehöre ja nicht zur Autobahnpolizei, wie du sehen kannst.“</p>
<h2 align="justify">Nord-Californien</h2>
<p align="justify">Zwei Polizeiautos halten vor mir.</p>
<p align="justify">Cop 1: „Was machst du denn hier?“</p>
<p align="justify">Ich: „Trampen!“</p>
<p align="justify">C1: „Du kannst das hier nicht machen!“, ich geb ihm währenddessen schon meinen Reisepass, „Aha, wo geht’s denn hin?“</p>
<p align="justify">Ich: „Seattle.“</p>
<p align="justify">C1: „Ins Gefängnis?“ Mein Anzug&#8230;mein Anzug&#8230;.</p>
<p align="justify">Er überprüft meine Identität. Der andere Polizist, ein Jüngerer, kommt auf mich zu und unterhält sich mit mir.</p>
<p align="justify">C2: „Keine Sorge. Keine Sorge. Du steckst nicht in Schwierigkeiten.“ Als ob ich besorgt wäre. Haha. Ich erzähle ihm meine Geschichte. Der andere Polizist kommt zurück.</p>
<p align="justify">C2: „Hey Frank, der Kerl trampt um die ganze Welt!“</p>
<p align="justify">C1: „Echt?“</p>
<p align="justify">C2: „Boah, ich würde ihm echt gerne einen Lift nach Winters geben, aber ich glaube das würde nicht helfen.“</p>
<p align="justify">Ein drittes Polizeiauto erreicht den Tatort. Das war etwas ungewöhnlich, selbst für die USA. Sie haben den Sergeant gerufen. Nun standen alle drei um mich herum.</p>
<p align="justify">Sergeant: „Wo kommst du her?“</p>
<p align="justify">I: „Bitte?“, er gibt mir einen Klapps auf die Schulter.</p>
<p align="justify">S: „Wo du herkommst?“</p>
<p align="justify">I:“ Oh, Deutschland.“</p>
<p align="justify">S: „Nein nein, wo in Deutschland?“</p>
<p align="justify">I: „Frankfurt!“</p>
<p align="justify">S: „Oh, ich hab zwei Jahre in Frankfurt gewohnt. Und Frank, du hast doch auch in Deutschland gewohnt, oder?“</p>
<p align="justify">C1: „Richtig!“</p>
<p align="justify">Es folgt eine kurze Unterhaltung darüber, wie toll Deutschland doch ist, das sie gerne in Sachsenhausen trinken waren und um ihre Army-Zeit. Dann drehen sich alle drei unerwartet um und gehen zu ihren Autos. Während sie gehen meint der Sergeant nochmal zu mir: „Du kannst hier nicht trampen! Also&#8230;..trampe weg von hier! Ich will nicht später von dir in der Zeitung lesen!“ Jawohl!</p>
<h2 align="justify">Spezial: Der Mexikaner</h2>
<p align="justify">„Die haben mich schon 13 mal abgeschoben!“ „Echt?“ „Ja, aber ich bin immer wieder gekommen! Die fliegen mich nach Mexico, dann geh ich eine Nacht tanzen, mach Party in Tijuana und wenn ich genug getrunken habe, geh ich wieder zurück.“ „Also du kannst ohne Probleme die Grenze passieren?“ „Früher war es leichter, aber ich hab das schon so oft gemacht, kein Problem. Wenn sie mich erwischen und zurückschicken, dann komm ich einfach am nächsten Tag wieder.“ „Hast du Freunde, die dich dann von der Grenze abholen?“ „Nene, meine Familie schickt mir ein bisschen Geld und ich nehm mir einfach ein Taxi oder fahre mit dem Greyhound Bus. Ich weiß auch nicht, wieso die mich immer wieder zurückschicken. Ist doch reinste Geldverschwendung für die!“</p>
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		<title>Wie ein Gott in Frankreich &#8211; Leben am Flughafen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Feb 2016 02:28:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Über die Menschheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für Menschen, die sich normalerweise zufrieden stellen lassen, wenn sie unter Brücken oder an windgeschützten Orten schlafen können, ist ein Flughafen, wie der lang...</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de/wie-ein-gott-in-frankreich-leben-am-flughafen/">Wie ein Gott in Frankreich &#8211; Leben am Flughafen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de">Warm Roads</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Für Menschen, die sich normalerweise zufrieden stellen lassen, wenn sie unter Brücken oder an windgeschützten Orten schlafen können, ist ein Flughafen, wie der lang ersehnte Luxusurlaub. Deswegen bin ich auch zwei Tage vor meinem Flug schon am Vancouver Flughafen angekommen. Hatte gehört, dort gibt es Teppich auf dem Fußboden und da konnte ich natürlich nicht nein sagen.<span id="more-1598"></span></p>
<p style="text-align: justify;">17.02.2016, 17:43 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Angekommen im Hotel. Nun gilt es erstmal Schuhe ausziehen, es sich gemütlich machen und die Beine hoch legen. Die freundliche Dame am Empfang hat mich darauf hingewiesen, dass der US-Departure Bereich um 20:30 Uhr schließt und sich danach in einen Relaxing-Wellness-Bereich verwandeln wird. Da dies ein Selbstversorgerhotel ist, habe ich mir mein Abendessen im China Supermarkt gekauft. Reis mit Schweinefleisch süß-sauer. Etwas viel, davon werde ich in der Nacht noch essen können. Dazu eine schöne San Pellegrino Blutorange Limo. All inclusive. Mein Zimmernachbar ist auch schon da, schläft aber gerade, daher hab ich mich noch nicht vorgestellt.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Sleeping-friend.jpg"  rel="lightbox[1598] attachment wp-att-1601"><img class="aligncenter size-full wp-image-1601" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Sleeping-friend.jpg" alt="Sleeping friend" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Sleeping-friend.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Sleeping-friend-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Sleeping-friend-768x513.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Sleeping-friend-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Sleeping-friend-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Sleeping-friend-200x134.jpg 200w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Sleeping-friend-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">16:37 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Da ich so viele Tüten mit Essen dabei habe, ist das herumlaufen etwas mühseelig. Nun hab ich mir diesen schönen Trolli gegönnt und gleich mal eine Runde durch mein neues zu Hause gedreht.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Wagen.jpg"  rel="lightbox[1598] attachment wp-att-1599"><img class="aligncenter size-full wp-image-1599" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Wagen.jpg" alt="Wagen" width="521" height="780" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Wagen.jpg 521w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Wagen-200x299.jpg 200w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Wagen-150x225.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Wagen-400x599.jpg 400w" sizes="(max-width: 521px) 100vw, 521px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">17:11 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Die Empfangsdame ist herzallerliebst. Habe sie gerade nach Duschen gefragt und ihr mitgeteilt, dass ich die nächsten zwei Tage hier am Flughafen bleibe. Daraufhin war sie voll dabei, meinte ich solle doch da hinten hin gehen, weil ich dort meine Ruhe in der Nacht hätte. Und immer schön alle Wertsachen bei mir haben! Ob mich die Security belästigen würde? Aber nein! Die sind doch Leute gewohnt, die hier schlafen. Mal sehen ob sie es immernoch so gewohnt sind, wenn ich meinen Schlafsack und meine Isomatte ausgebreitet habe.</p>
<p style="text-align: justify;">Duschen leider nur für VIP oder im Hotel. Hotel will 18 Dollar dafür. Fuck that, dachte ich. Aber die Empfangsdame meinte, dass man dafür drei Stunden dort bleibe kann. Vielleicht geh ich also morgen Abend mal ins (nicht kostenfreie) hoteleigene Bad am Abend und bleibe dort für ein paar Stunden.</p>
<p style="text-align: justify;">17:21 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Ja geil, hier in der letzten Ecke gibt es sogar ne Steckdose. Ein weiteres Versorgungs-Problem gelöst.</p>
<p style="text-align: justify;">19:55 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Gerade kam einer der Flughafenangestellten, hat eine kleine Serviette auf den Boden gelegt und dann nach Mekka gebetet. Gute Stelle hier. Schön ruhig und abseits.</p>
<p style="text-align: justify;">20:57 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Nun logger im Jogger.</p>
<p style="text-align: justify;">21:42 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Mein persönliches Ruheempfinden ist gestört. Hier ist so ein Typ mit Teppichpolierer unterwegs. Das ist ansich nicht so schlimm. Aber sein Vorarbeiter steht permanent neben ihm und quatscht ihn voll. Macht der Typ auch was anderes, als hier laut durch die Halle zu brüllen, wie man diesen verf&#8230; Teppich zu reinigen hat?</p>
<p style="text-align: justify;">22:05 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Frag mich wirklich, was der für einen Job hat. Steht da 50m entfernt mit verschränkten Armen und macht schon die ganze Zeit nichts, außer neunmalkluge Ratschläge zu geben.</p>
<p style="text-align: justify;">22:48 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Schlafenszeit. Bettchen ist gemacht. Etwas frisch hier, aber ich hab zum Glück zwei Schlafsäcke dabei. Der Sommerschlafsack tut es auf jedenfall.</p>
<p style="text-align: justify;">18.2.2016, 02:44</p>
<p style="text-align: justify;">Anscheinend sind weitere Personen diese Nacht in unserem Mehrbettzimmer eingetroffen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Sleeping-friends.jpg"  rel="lightbox[1598] attachment wp-att-1600"><img class="aligncenter size-full wp-image-1600" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Sleeping-friends.jpg" alt="Sleeping friends" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Sleeping-friends.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Sleeping-friends-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Sleeping-friends-768x513.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Sleeping-friends-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Sleeping-friends-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Sleeping-friends-200x134.jpg 200w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Sleeping-friends-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">11:26 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Frühstück. Käsestangen mit Paprika und Avocado. Dazu irgendein Billigkäse. Ich sitze im Flughafengebäude an einem Brunnen. Draußen regnet es. Auf einmal sind zwei fette Spatzen aufgetaucht. Die wollten meine Krümel essen. Hab den kleinen Kerlchen einen Haufen Krümel auf den Boden verstreut. Aber da waren sie schon verschwunden.</p>
<p style="text-align: justify;">12:41 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Der Reinigungsdienst war schneller, aber nun sind die kleinen dummen Spatzen wieder da. Und schauen dumm aus der Wäsche. Keine Krümel mehr da.</p>
<p style="text-align: justify;">13:45 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Ehrlich gesagt nicht viel los hier. Aber gut zum Artikel schreiben. Ich mach mal Mittagsschlaf.</p>
<p style="text-align: justify;">16:04 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Vanille Pudding. Hab leider keinen Löffel und muss mit den Händen essen.</p>
<p style="text-align: justify;">16:51 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Airport-Work-Out.jpg"  rel="lightbox[1598] attachment wp-att-1604"><img class="aligncenter size-full wp-image-1604" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Airport-Work-Out.jpg" alt="Airport Work Out" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Airport-Work-Out.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Airport-Work-Out-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Airport-Work-Out-768x513.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Airport-Work-Out-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Airport-Work-Out-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Airport-Work-Out-200x134.jpg 200w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Airport-Work-Out-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Das Flughafen-Boot-Camp ging hinter mir los. Ich hab dann mal eingepackt und bin weiter gebummelt. Gerade auch entdeckt, dass der Flughafen eine zweite Etage hat, die mir bisher vollständig verborgen geblieben ist. Gleich mal auf Erkundungstour gehen. Da unten scheint es viel Teppich zu geben.</p>
<p style="text-align: justify;">17:20 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich gibt es hier auch ein Tim Hortons. Leider ohne heiße Schokolade. Was ein Saftladen. Dafür hab ich aber schon Geld getauscht. Hatte noch kolumbianische Pesos und ein paar Dollar. Gebührenfrei gegen die ersten japanischen Yen gewechselt. Schöne Scheine.</p>
<p style="text-align: justify;">17:51 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Ein älterer Herr macht hier Tai-Chi vor mir. Scheint eine richtige Work-Out Welle hier auszubrechen. Ich werde mir gleich mal ein Gefäß suchen und dann auf gute indische Art duschen gehen. Gibt ein Waschbecken und einen Abfluss im Klo. Scheiß auf die 18$. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/12.0.0-1/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p style="text-align: justify;">20:20 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Dusche.jpg"  rel="lightbox[1598] attachment wp-att-1602"><img class="aligncenter size-full wp-image-1602" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Dusche.jpg" alt="Dusche" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Dusche.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Dusche-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Dusche-768x513.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Dusche-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Dusche-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Dusche-200x134.jpg 200w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Dusche-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Die Idee mit dem Duschen. Fing alles ganz normal an. Wasser war kalt und die ersten beiden Becher etwas unangenehm, aber sowas war ich aus Südamerika ja schon gewohnt. Zu meiner Freude wurde das Wasser dann schön warm, nachdem es eine Zeit lang gelaufen ist. Ich habe außerdem den Bewegungssensor mit Papier manipuliert. Das Wasser wechselte dann allerdings von warm auf heiß. So heiß, dass es etwas weh tat, als ich versuchte die Seife damit abzuwaschen. Außerdem konnte ich den Wasserhahn nicht mehr kontrollieren, da sich der Bewegungssensor irgendwie umgekehrt hatte und das Wasser nur noch stoppte, wenn ich meine Hand „davor“ hielt. Ich hab versucht das Wasser kurz stehenzulassen. Dauerte zu lange. Dann hab ich es von einem Becher in den Nächsten geschüttet, wie ein marokkanischer Teehändler. Das war auch nicht das wahre. Am Ende war meine warme Dusche dann etwas schmerzhaft. „18$, 18$“, hab ich mir immer wieder beim abspülen gedacht.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber schön. Hab geduscht. Bald ist wieder Bettzeit.</p>
<p style="text-align: justify;">21:00 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Vorher aber erstmal Abendessen. Hab noch Wurst, ne halbe Avocado vom Frühstück, Vanillie Pudding, Pitas, Naans, Hummus, Gurke, Schokoriegel und natürlich Don Pellegrino Limo mit Blutorange Geschmack. Noch drei Dosen, die muss ich bis zum einchecken morgen früh um 6:30 Uhr noch vernichten, weil die nicht mit in den Flieger dürfen.</p>
<p style="text-align: justify;">21:03 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Vier Dosen&#8230;&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">22:22 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Fressparty beendet. Zum Abschluss noch einen Pudding mit den Fingern.</p>
<p style="text-align: justify;">19.2.2016, 00:10</p>
<p style="text-align: justify;">Zeit zum schlafen. Aber vorher&#8230;.noch ne San Pellegrino Blutorange.</p>
<p style="text-align: justify;">08:48 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Bin durch den Check-In. Hab immernoch soviel Essen, dass mir der Arm weh tut, beim Tragen. Aber sind noch 20 Stunden Aufenthalt in China dazwischen. Ich bin vorbereitet, für die nächste Woche.</p>
<p style="text-align: justify;">09:46 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Während ich hier essen vernichte und auf das Boarding warte, ist mir aufgefallen, dass meine Dosen sich durch den Security Check geschmuggelt haben. Diese kleinen Frechdachse. Darauf gibt es erstmal eine Gewinner-Blutorange!</p>
<p style="text-align: justify;">10:32 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Im Flieger. Irgendwer hat hier widerliche Blähungen. Junge, reisse dich!</p>
<p style="text-align: justify;">10:42 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Ich versteh hier übrigens nichts. Aber es gibt einen schönen Bildschirm und meine Fernbedienung ist gleichzeitig ein Controller. Warum ist darauf eigentlich noch niemand vorher gekommen. Zocken im Flugzeug. Könnte ein riesen Spaß sein. Nun würde ich gerne Super Smash Brothers oder Mario Kart gegen die Anderen spielen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Controller-Airplane.jpg"  rel="lightbox[1598] attachment wp-att-1603"><img class="aligncenter size-full wp-image-1603" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Controller-Airplane.jpg" alt="Controller Airplane" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Controller-Airplane.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Controller-Airplane-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Controller-Airplane-768x513.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Controller-Airplane-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Controller-Airplane-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Controller-Airplane-200x134.jpg 200w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/02/Controller-Airplane-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">20:41 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">„Airplane Relaxation Exercises“ zum lockern der Muskeln auf dem Bildschirm. Und alle machen mit. Geil!</p>
<p style="text-align: justify;">21:37 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Umsteigen. Auschecken. Die Chinesen waren besser als die Kanadier und haben meine Schere, sowie das Feuerzeug aus meinem Handgepäck entfernt. Ich hätte das ganze verf&#8230; Flugzeug entführen können&#8230;..</p>
<p style="text-align: justify;">22:10 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Übrigens, du merkst, dass du ein Langstreckentramper bist, wenn du einen 9 Stunden Flug auf einer Arschbacke absitzt und dich danach freust, dass es so schnell ging.</p>
<p style="text-align: justify;">20:20 Uhr, glaube der 20.02.2016</p>
<p style="text-align: justify;">Mitten in China. Internet funktioniert gerade irgendwie so&#8230;halb. Facebook geht nicht, Google auch nicht. Das wird eine trostlose Nacht. Einziger Lichtblick, mein uruguayanischer Stecker funktioniert hier.</p>
<p style="text-align: justify;">21:49 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Relax-Area mit Liegestühlen und Dusche. Naja, so schlecht isses dann doch nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">21.02.2016, 05:58 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Schwere Not. Als ich in den Flieger eingestiegen bin, gab es nochmal drei Mahlzeiten, bis wir in Zentralchina gelandet sind. Heute morgen, auf dem Weg zur Toilette, hat es mich fast zerissen. Brauner Sturm nicht nur in Clausnitz, sondern auch in Chengdu. Sichuan Airlines wird zur kulinarischen Herausforderung. Ich glaube auf meinem Anschlußflug verzichte ich auf das Essen.</p>
<p style="text-align: justify;">08:47 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Die letzte Dose San Pellegrino. Genau das, was mein Bauch jetzt brauch.</p>
<p style="text-align: justify;">10:37 Uhr</p>
<p style="text-align: justify;">Am Check-In haben manche schon süße bunte Patches auf ihren Jacken oder Socken. Man sieht sofort, dass wir nach Japan fliegen. Niedlich.</p>
<p style="text-align: justify;">Dann gings zum Check-Out aus meinem Flughafen Hotel. Gegessen wurde nichts mehr, in Japan erwartete mich die volle Breitseite der sozialen Netzwerke und nun bin ich hier&#8230;.in Asien.</p>
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		<title>Ich bin von Deutschland nach Alaska getrampt. Das Ende.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Jan 2016 19:05:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin da. Heute um 06:48 Uhr morgens bin ich in Prudhoe Bay, Alaska angekommen. Hinter mir liegt eine 8354 km Langstrecke von New...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich bin da. Heute um 06:48 Uhr morgens bin ich in Prudhoe Bay, Alaska angekommen. Hinter mir liegt eine 8354 km Langstrecke von New York. Für die Route hab ich 9 Tage, 18 Stunden und 18 Minuten gebraucht. Alles lief wie geplant. Ich bin am Ende der Straße. Mal wieder. Sieht so aus, als ob ich nun offiziell von Deutschland nach Alaska getrampt bin. Dafür habe ich 15 Monate gebraucht. 64270,23 km liegen hinter mir. Eine große Tour. Teil meiner eigentlichen Expedition: Einmal um die Welt trampen. Diese Expedition ist nun am Ende. Ich bin am Ende. Das ganze Projekt ist gescheitert.</p>
<p style="text-align: justify;">Vor einem Monat habe ich erfahren, dass ich kein Rußland Visum außerhalb Deutschlands beantragen kann, was meinen ganzen Plan, die Bering Straße zu überqueren, zerworfen hat. Ich hätte meinen Pass für viel Geld nach Deutschland schicken können, um trotzdem das Visum zu erhalten, aber das war es mir nicht wert. Der B-Plan, mit Segelbooten den Pazifik zu überqueren, hätte mindestens 6 weitere Monate in Anspruch genommen. Nur um nach Australien zu gelangen, von wo aus ich mich nach Asien hätte vorarbeiten müssen. Keine Option für mich. Ich will nicht noch ein weiteres Jahr auf der Straße bleiben. Ich bin müde. Erschöpft.</p>
<p style="text-align: justify;">Es war mein Traum diese Weltumtrampung zu meistern. Diesen Traum hab ich gelebt. Und diesen Traum lasse ich nun ziehen. Ich werde es nicht schaffen. Ich werde einen Flieger über den Pazifik nehmen und damit die einzige Regel verletzen: Not to use public transport. Manche wissen, dass ich diese Regel schon vorher verletzt hatte. Aber das waren weniger als 1% meiner Gesamtroute und daher kann daher vernachlässigt werden. Über den Pazifik fliegen ist allerdings inakzeptabel. Egal wie man es wendet.</p>
<p style="text-align: justify;">Manche sagen, alles sei möglich und ich würde bestimmt noch eine Möglichkeit finden. Ich hab einen bestimmten Punkt auf meiner Reise überwunden und musste feststellen, dass dies alles nicht mehr so wichtig für mich ist. Es tut weh loszulassen. Diesen Schritt zu gehen. Ich habe dieser Expedition mehr als ein Jahr meines Lebens gewidmet. Eine lange Zeit. Ich schäme mich das aufzugeben. Schäme mich, weil ich meine eigenen Erwartungen nicht erfüllt habe. So fühl ich mich damit. Ich will ehrlich mit mir sein. Ich scheitere. Expedition fehlgeschlagen. Das ist okay.</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich bedeutet das Ende meiner Expedition nicht das Ende meiner Reise. Einzig der Zweck verschiebt sich. Ich will nun mehr entspannen, Menschen sehen die ich lieb gewonnen habe und mir auch mal Sachen angucken (vielleicht). Trampen ist nicht mehr das Wichtigste. Es geht nun mehr um mich und eine gute Zeit zu haben. Ich werde im Mai nach Hong-Kong fliegen, vorher noch einen Stop in Japan machen und anschließend über Mongolien, Kazazchtan, Zentral Asien, Iran und alles weitere dazwischen meinen Weg nach Hause bestreiten. Natürlich trampe ich die ganze Route. Keine Frage. Ich will unbedingt noch den berühmten Pamyr Highway abtrampen und werde im Spätsommer wieder in Deutschland ankommen. Natürlich geht auch der Blog hier weiter. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/12.0.0-1/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p style="text-align: justify;">Es war einsam auf der Straße. Ich hab es geliebt. Ich habe darunter gelitten. Was ich wiederum geliebt habe. Diese Expedition war definitiv die spannendste und abenteuerlichste Zeit meines ganzen Lebens und ich bin unglaublich dankbar, dass dies ein Teil von mir geworden ist. Reisen ist ein Privileg und ich bin mir bewusst, dass diese Erfahrung etwas sehr besonderes ist. Allerdings auch etwas, für das ich hart gearbeitet habe. Sehr hart. Ich bin erschöpft. Ich fühle, dass es Zeit für Veränderung ist. Ich brauche Schlaf.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich will wieder ein zu Hause haben. Ich will wieder in mein geliebtes Leipzig. Ich will meine Familie und Freunde sehen. Ich möchte ein geregeltes Leben haben. Ich will auf dem Hitchgathering abhängen und Bekannte aus ganz Europa besuchen. Ich kann es kaum abwarten das nächste Sporttramperrennen mit meinen Jungs zu haben. Und ich möchte ein paar kleinere Abenteuer vorbereiten, die nichts mit Trampen zu tun haben. Hab schon ein paar Ideen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/12.0.0-1/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Ich hab so viele Ideen, die ich nicht anfangen kann, weil ich auf der Straße bin. Es war niemals mein Plan Vollzeitreisender zu sein. Zeit fest zu machen. Bald.</p>
<p style="text-align: justify;">I still have miles to go before I sleep. And miles to go before I sleep.</p>
<p style="text-align: justify;">Warm roads<span id="more-1289"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Hier noch ein paar Eindrücke von meinem zurückliegenden Trip. Von New York nach Alaska – Prudhoe Bay (leider hab ich kein Foto von Prudhoe Bay, weil es hier dunkel ist).</p>
<h2 style="text-align: justify;">Wilde Tiere</h2>
<p>Hier ist Mister Moose. Oder Vielleicht Mrs. Moose? Trotteliges Vieh.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-parent.jpg"  rel="lightbox[1289] attachment wp-att-1302"><img class="size-full wp-image-1302 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-parent.jpg" alt="Moose parent" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-parent.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-parent-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-parent-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-parent-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-parent-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-parent-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a>Mein Fahrer posiert mit einem Stachelschwein, dass wir auf dem Weg gefunden hatten. Ich sollte zwei Tage in Beaver Creek feststecken, 30 km von der Alaska Grenze entfernt. DJ hat mir später noch seine Couch angeboten und ich hatte in dieser Nacht den ersten richtigen Schlaf seit ich in Kanada war.<br />
<a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-porkupie-e1452451167564.jpg"  rel="lightbox[1289] attachment wp-att-1297"><img class="size-full wp-image-1297 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-porkupie-e1452451167564.jpg" alt="Wild porkupie" width="585" height="780" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-porkupie-e1452451167564.jpg 585w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-porkupie-e1452451167564-225x300.jpg 225w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-porkupie-e1452451167564-150x200.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-porkupie-e1452451167564-400x533.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-porkupie-e1452451167564-200x267.jpg 200w" sizes="(max-width: 585px) 100vw, 585px" /></a></p>
<p>War wohl am Salz lecken<br />
<a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-praying.jpg"  rel="lightbox[1289] attachment wp-att-1303"><img class="size-full wp-image-1303 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-praying.jpg" alt="Moose praying" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-praying.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-praying-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-praying-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-praying-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-praying-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Moose-praying-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a>Definitiv ein Highlight war diese wilde Büffelherde am Straßenrand. Dachte diese Tiere seien ausgerottet. Sahen ganz gesund und fidel aus.</p>
<p><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-Bufallos.jpg"  rel="lightbox[1289] attachment wp-att-1305"><img class="size-full wp-image-1305 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-Bufallos.jpg" alt="Wild Bufallos" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-Bufallos.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-Bufallos-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-Bufallos-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-Bufallos-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-Bufallos-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wild-Bufallos-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a></p>
<h2>Straßen</h2>
<p>Tramperhölle in Wawa. Alle meinten immer, ich solle da bloß nicht stoppen. Es war Morgengrauen. -15° mit Wind -25°. Bitterlich kalt. Habe 2 Stunden auf den nächsten Lift gewartet.</p>
<p><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wawa.jpg"  rel="lightbox[1289] attachment wp-att-1299"><img class="size-full wp-image-1299 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wawa.jpg" alt="Wawa" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wawa.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wawa-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wawa-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wawa-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wawa-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wawa-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a></p>
<p>Hier waren wir schon auf dem Alaskan Highway. Mehr Piste als Straße. <a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Ice-Road.jpg"  rel="lightbox[1289] attachment wp-att-1301"><img class="size-full wp-image-1301 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Ice-Road.jpg" alt="Ice Road" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Ice-Road.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Ice-Road-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Ice-Road-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Ice-Road-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Ice-Road-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Ice-Road-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a> <a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Canada-road.jpg"  rel="lightbox[1289] attachment wp-att-1306"><img class="size-full wp-image-1306 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Canada-road.jpg" alt="Canada road" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Canada-road.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Canada-road-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Canada-road-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Canada-road-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Canada-road-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Canada-road-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Abschnitt zwischen White Horse und der Grenze zu Alaska hat mir auf jedenfall den Stecker gezogen. Hinter Hayes Junction fingen die Berge an. Und der Yukon zeigte seine ganze Pracht. Ich hab nie zuvor so viel &#8222;Weite&#8220; gefühlt, wie hier. Ich bin auf vielen Straßen gefahren, aber hier fühlte ich mich so klein. Für die Natur hat man hier nur Respekt übrig. <a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon-2.jpg"  rel="lightbox[1289] attachment wp-att-1307"><img class="size-full wp-image-1307 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon-2.jpg" alt="Road Yukon 2" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon-2.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon-2-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon-2-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon-2-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon-2-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon-2-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a> <a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon.jpg"  rel="lightbox[1289] attachment wp-att-1308"><img class="size-full wp-image-1308 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon.jpg" alt="Road Yukon" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Yukon-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a></p>
<p>Indischer Trucker mit historischer Holzeisenbahnbrücke im Hintergrund. Netter Kerl!<br />
<a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Indian-Trucker.jpg"  rel="lightbox[1289] attachment wp-att-1300"><img class="size-full wp-image-1300 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Indian-Trucker.jpg" alt="Indian Trucker" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Indian-Trucker.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Indian-Trucker-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Indian-Trucker-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Indian-Trucker-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Indian-Trucker-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Indian-Trucker-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a></p>
<p>Zwischenstop an Hot Springs, leider kein Handtuch dabei.<br />
<a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Hot-Springs-Yukon.jpg"  rel="lightbox[1289] attachment wp-att-1304"><img class="size-full wp-image-1304 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Hot-Springs-Yukon.jpg" alt="Hot Springs Yukon" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Hot-Springs-Yukon.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Hot-Springs-Yukon-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Hot-Springs-Yukon-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Hot-Springs-Yukon-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Hot-Springs-Yukon-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Hot-Springs-Yukon-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a></p>
<h2>Prudhoe Bay</h2>
<p>Hier im Norden werden die Autos entweder die ganze Zeit laufen gelassen, oder sie hängen am Strom, damit man sie bei den extremen Temperaturen noch starten kann.<br />
<a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Auto-Prudhoe-Bay.jpg"  rel="lightbox[1289] attachment wp-att-1317"><img class="size-full wp-image-1317 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Auto-Prudhoe-Bay.jpg" alt="Auto Prudhoe Bay" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Auto-Prudhoe-Bay.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Auto-Prudhoe-Bay-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Auto-Prudhoe-Bay-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Auto-Prudhoe-Bay-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Auto-Prudhoe-Bay-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Auto-Prudhoe-Bay-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><br />
Hauptstraße raus aus Dead Horse. Mit Wind waren wir heute bei -36°. Frisch.<br />
<a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Dead-Horse.jpg"  rel="lightbox[1289] attachment wp-att-1318"><img class="size-large wp-image-1318 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Dead-Horse.jpg" alt="Road Dead Horse" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Dead-Horse.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Dead-Horse-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Dead-Horse-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Dead-Horse-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Dead-Horse-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Road-Dead-Horse-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><br />
Prudhoe Bay ist flach und lebensfeindlich. Außer Ölindustrie gibt es hier nicht viel. Noch nichtmal Sonne im Moment.<br />
<a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Dead-Horse-Snow.jpg"  rel="lightbox[1289] attachment wp-att-1319"><img class="size-large wp-image-1319 aligncenter" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Dead-Horse-Snow.jpg" alt="Dead Horse Snow" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Dead-Horse-Snow.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Dead-Horse-Snow-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Dead-Horse-Snow-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Dead-Horse-Snow-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Dead-Horse-Snow-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Dead-Horse-Snow-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a></p>
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		<title>Langstreckentrampen &#8211; Von New York nach Alaska!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Dec 2015 21:29:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Tramp-Technik]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist Zeit für die Königsetappe. Morgen breche ich zu einer 8000 km Langstrecke auf, die mich von New York nach Prudhoe Bay führen...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es ist Zeit für die Königsetappe. Morgen breche ich zu einer 8000 km Langstrecke auf, die mich von New York nach Prudhoe Bay führen wird. Es ist der wahrscheinlich nördlichste Punkt, den man auf dem amerikanischen Kontinent per Straße erreichen kann. Damit beende ich eine vollständige Durchquerung der amerikanischen Kontinente von Süd nach Nord. Von Ushuaia nach Prudhoe Bay.</p>
<p style="text-align: justify;">Dies wird die bisher längste Strecke sein, die ich an einem Stück trampe. Mein persönliches Filetstück der bisherigen Reise. Ich will einfach nur on the road sein. Die Show genießen. Autofahren. Auf Straßen dahinrollen. Nicht ablenken lassen. Because this is what I love to do!<span id="more-1264"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Ich kalkuliere ca. 10 Tage Reisezeit für diese Passage. Dies beinhaltet auch zwei Nächte Pausenzeit. Durch die extremen klimatischen Bedingungen, werde ich die Strecke nicht voll durchziehen. Ich will mich so schnell wie möglich und so langsam als nötig fortbewegen. Mein 4200 km Testlauf von Calgary nach New York habe ich in soliden 3,5 Tagen bewältigt. Ginge also auch schneller. Aber muss ja nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Der folgende Artikel geht darum, wie man einen Langstreckentrip plant und welche Spezifikas mich auf der New York – Alaska Route erwarten. Gehen wir gemeinsam durch die Route und ich teile meine Gedanken mit euch.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Strategie entwerfen</h2>
<p style="text-align: justify;">Das Erste was ihr tun solltet vor einer so langen Tour? Macht einen Plan. Das mag selbstverständlich klingen. Ist es auch. Aber ich will diesen Aspekt trotzdem nochmal betonen! Wir müssen uns bewusst sein, dass die Streckenanalyse der Anfang von allem ist. Wir gehen nicht unvorbereitet auf eine solche Tour. Wir sind ja schließlich keine Hippies (sorry, den konnt ich mir nicht verkneifen).</p>
<p style="text-align: justify;">Also hinsetzen, Route anschauen und planen. Dafür benötigt ihr eine gute Karte. Das ist euer wichtigstes Instrument. Erarbeitet euch eine Idee, wo auf eurer Route die wichtigsten Checkpunkte sind und wo mögliche Probleme auftreten könnten. Gameplan nenne ich das auch.</p>
<p style="text-align: justify;">Als ich von Stockholm nach Leipzig getrampt bin, wusste ich genau: Wenn ich nachts Kopenhagen hinter mir lassen kann, habe ich eine super Position um einen Lift nach Deutschland abzufangen. Ich war ca. 02:00 Uhr an der ersten Raststätte hinter Kopenhagen und hab meinen Nachtlift nach Hamburg bekommen. Läuft. Als ich Lima vor mir hatte, wusste ich genau, dass ich auf keinen fall in diesem Moloch landen möchte, weil es mich sonst mehrere Stunden kosten würde, aus der Stadt wieder heraus zu kommen. Also bin ich vor der Stadtgrenze raus und habe gezielt ein Auto bis zur anderen Seite gesucht. Und gefunden. Hätte nichts anderes genommen in dem Moment. Planvolles Trampen funktioniert. Dazu brauchts aber einen Plan.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch während des Trips denke ich permanent über die verschiedenen Optionen nach und ändere ggf. meine Bewegungsstrategie, wenn sich neue Informationen auftun. Das ist übrigens auch ein Grund, weshalb eine Karte so wertvoll ist. Man braucht nicht unbedingt eine Karte zum trampen. Aber für eine gute Entscheidungsfindung schon.</p>
<p style="text-align: justify;">Außerdem müssen wir auf einer solchen Langstreckentour die gesamte Tour im Auge behalten. Manchmal läuft es gut, manchmal läuft es schlecht. Wichtig ist: Nicht den Schlendrian Einzug halten lassen, weil dann bleibt man erst recht stecken und kann nochmal einen extra Tag einkalkulieren. Bei Touren über mehrere Tage braucht ihr einen langen Atem. Wenn es schlecht läuft, weiter versuchen. Wenn es gut läuft, nicht mit der Euphorie davon schwimmen und konzentriert bleiben. Gerade beim <a href="https://warmroads.de/de/zur-technik-des-nachttrampens/">Nachttrampen</a> sind Glück und Elend manchmal nahe beieinander.</p>
<figure id="attachment_1266" aria-describedby="caption-attachment-1266" style="width: 780px" class="wp-caption alignright"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/P1140581.jpg"  rel="lightbox[1264] attachment wp-att-1266"><img class="size-full wp-image-1266" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/P1140581.jpg" alt="Nachttrampen ist ein entscheidender Teil der Bewegungsstrategie. Hier in British Colombia." width="780" height="439" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/P1140581.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/P1140581-300x169.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/P1140581-768x432.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/P1140581-150x84.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/P1140581-400x225.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/P1140581-200x113.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1266" class="wp-caption-text">Nachttrampen ist ein entscheidender Teil der Bewegungsstrategie. Hier in British Colombia.</figcaption></figure>
<h2 style="text-align: justify;">Route und Städte</h2>
<p style="text-align: justify;">Ich kenne die Hälfte der Strecke bereits von meinem Testlauf und habe eine komplette Liste aller 24/7 Tankstellen zwischen Montreal und Calgary. Ich weiß, dass der Transcanadian Highway gut funktioniert und werde nicht die alternative Route durch die USA nehmen, selbst wenn sie mehrere hundert Kilometer kürzer sein mag. Ich schaue lieber nach Langstreckenlifts in Canada. Ich kann hier auf meine gute Erfahrung aus den Testlauf bauen.</p>
<p style="text-align: justify;">Was mich weiter nordwärts und in Alaska erwartet, ist etwas, dass ich nur aus Gesprächen mit Locals und anderen Trampern, sowie aus meinen eigenen Recherchen zusammenbauen kann. Definitiv weniger Verkehr. Der letzte Teil zwischen Fairbanks und Prudhoe Bay wird größtenteils von LKW´s befahren sein. Ich bin mir dessen bewusst. Aber eine gute Nachricht zum Trampen in Alaska: Es gibt ein Gesetz, dass es verbietet jemanden am Straßenrand stehen zu lassen, insofern diese Person in Gefahr sein könnte. Also viele Menschen werden höchstwahrscheinlich anhalten. Wenn Verkehr ist. Und außerdem wird mich niemand in einer gefährlichen Situation aussetzen. Irgendwo im Nirgendwo. Ich vertraue meinen Fahrern.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://warmroads.de/de/technische-anleitung-zum-trampen-durch-grosse-staedte/">Städte durchqueren</a> ist generell immer ein potenzielles Problem. Ich hab einige vor mir in Canada. Allen voran Winnipeg hat sich auf dem Hinweg schon als ungünstig zum Trampen herausgestellt. Aber auch Regina, Saskatoon und natürlich Edmonton liegen auf meiner Route. Guter Rat ist einfach: Nicht in der Nacht ankommen, weil man dann wahrscheinlich mehrere Stunden Zeit verliert. Und wenn das passiert, dann muss ich auf jeden fall an einer 24/7 Tankstelle landen, um eine Chance zu haben schnell das nächste Auto zu finden. Allerdings ist nicht jede Tankstelle für jede Richtung geeignet. Ich muss meine Lifts gut auswählen.</p>
<p style="text-align: justify;">Berufsverkehr gilt es ebenfalls zu vermeiden. Ich persönlich halte den Pendlerverkehr am Morgen für eine der schlechtesten Zeiten zum Trampen, weil viele Autos vorbeifahren, aber die wenigsten gewillt sind jemanden mitzunehmen. Wie auch immer, für die Städte gilt: Am besten am Tag ankommen, um genug Zeit zum durchqueren zu haben oder einen Lift zu haben, der mich direkt bis zum anderen Ende mit nimmt.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Klima</h2>
<p style="text-align: justify;">Es ist völlig klar, dass Trampen nach Alaska im Januar das Erleben von brutal kalten Temperaturen beinhaltet. Ich rechne mit Kälte bis -35° und einem erbarmungslosen Wind in der kanadischen Prärie, der als eigentliche Gefahrenquelle anzusehen ist. Die kältesten Abschnitte meiner Route werden mich in der Prärie und dem letzten Part nördlich von Fairbanks erwarten. Außerdem kann ich nicht sagen, ob ich in einen Blizzard reinfahre oder das Wetter noch andere kleine Überraschungen bereit hält. Schließlich hab ich ne Menge Land zu durchqueren. Wie auch immer, es wird verdammt kalt. Dieses Klima ist kein Wochenendausflug und lässt auch keine Fehler zu. Ich bin mit dessen vollstens bewusst und habe dementsprechende Vorkehrungen getroffen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich werde jeden Tag das Wetter im Umkreis von 1000 km abrufen und mich natürlich auch mit meinen Fahrern unterhalten, ob Mutter Natur irgendwo um uns herum gerade durchdreht. Ich muss außerdem wissen, ob bestimmte Straßen ggf. gesperrt sind, insbesondere, wenn ich durch die Rockies fahre. Das sieht aber recht flach aus im Norden. Vielleicht werde ich gezwungenermaßen eine Pause von 1-2 Tagen einlegen müssen. Ich hoffe nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Die richtige Ausrüstung ist natürlich ein zentraler Aspekt. Ich arbeite hier mit Schichten. Ich habe eine windfeste Winterjacke, die alleine etwas frisch ist, jedoch von meinem Kollegen noch ein sehr warmes Daunen-Inlet bekommen, dass ich drunter ziehen werde. Daneben natürlich lange Unterwäsche, Longsleeve, zwei Paar Socken (dünn und dick), speziell isolierte Ski-Hosen, -100° Winterstiefel und einen Trapper Hut.</p>
<figure id="attachment_1265" aria-describedby="caption-attachment-1265" style="width: 780px" class="wp-caption alignright"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/DSCN5715.jpg"  rel="lightbox[1264] attachment wp-att-1265"><img class="size-full wp-image-1265" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/DSCN5715.jpg" alt="Aus dem Archiv. Mehrtägige Tour auf Schneemobilen durch Spitzbergen mit meinem guten Freund Dr. Stefan Müller. War ne geile Tour durch ziemlich wilde Winterlandschaften." width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/DSCN5715.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/DSCN5715-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/DSCN5715-768x576.jpg 768w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/DSCN5715-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/DSCN5715-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/12/DSCN5715-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1265" class="wp-caption-text">Aus dem Archiv. Mehrtägige Tour auf Schneemobilen durch Spitzbergen mit meinem guten Freund Dr. Stefan Müller. War ne geile Tour durch ziemlich wilde Winterlandschaften.</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">In Kanada leg ich mir noch ein paar qualitativ hochwertige Fäustlinge zu. Darunter zieh ich dünne Fingerhandschuhe. Das ist wichtig, weil man mit Fäustlingen nichts machen kann. Habe ja keine Finger. Manchmal muss man aber etwas anfassen draußen und da ist es gut eine zweite Schichte zu haben, sonst kann man sich schnell mal verbrennen am blanken Metall. Daher besser vorbereitet sein. Baumwolle gilt es generell zu vermeiden im Winter, weil die nur schwer trocknet, wenn sie mal nass ist und das ziemlich ungemütlich werden kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein andere Punkt der speziell auf dieser Langstreckentour von belang ist: Die Kälte macht prinzipiell müde. Sie zieht einem quasi die Energie aus den Knochen. Ich kann bis ca. -20° draußen campen mit meiner Ausrüstung, aber ich möchte das vermeiden. Ich weiß von meinem Testlauf bereits, dass die Kälte eine zusätzliche Herausforderung wird und den Schwierigkeitsgrad erhört. In Kolumbien oder Mexico konnte ich mich einfach an den Straßenrand in die Sonne legen. Das wird hier nicht mehr möglich sein. Ich muss meinen Energielevel aber im Auge behalten, damit mir auf der langen Tour nicht die Luft ausgeht. Immer das gesamte Projekt im Auge behalten!</p>
<p style="text-align: justify;">Im Allgemeinen kann man auch noch anfügen, dass die Kälte ansich nicht das Problem ist, sondern eher das Warten in der Kälte so anstrengend ist, weil man auskühlt. Aber Wenns gar nicht geht, dann hilft ein bißchen Gymnastik. Oder wie meine russischen Freunde zu sagen pflegen: Gegen Kälte hilft Bewegung. Gegen Müdigkeit hilft schlafen. Logisch.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Tageslicht</h2>
<p style="text-align: justify;">Was ebenfalls in Betracht gezogen werden muss, insbesondere im Winter: Die Tage sind bedeutend kürzer. Wenn ich aufbreche, werden in Edmonton ca. 7,5 Stunden zwischen Sonnenauf- und untergang sein. In Fairbanks erwarten mich weniger als 4 Stunden Tageslicht und in Prudhoe Bay scheint gar keine Sonne aufzugehen in dieser Jahreszeit. Ich weiß nicht, wieviel Arbeit die Dämmerung leisten wird, aber ich erwarte lieber nicht zuviel, damit ich nicht enttäuscht werde. Wieso das wichtig ist?</p>
<p style="text-align: justify;">Ihr denkt nun vielleicht, dass Tageslicht wichtig für das Trampen ist, aber ich sehe das nicht als ein Problem. Während meines Testlaufes habe ich ca. 60% der Strecke in der Nacht zurückgelegt. Und ich hatte ein paar wirklich gute Nachtlifts durch Kanada! Manche 700-900km lang. Bewegung in der Nacht ist wichtig und sie funktioniert. Kein Grund zur Sorge.</p>
<p style="text-align: justify;">Was mich allerdings mehr um treibt ist die Tatsache, dass Nachts die Temperaturen extrem abfallen und dies zu einem wirklichen Problem werden kann, insbesondere, wenn man irgendwo ungeschützt in der Wildnis steht. Das ist kein Spaß und nichts was ich riskieren kann. Normalerweise juckt mich das nicht, wo ich bin und zu welcher Tageszeit. Manchmal positioniere ich mich sogar extra an den wirklich dunklen Orten, wenn ich mir dadurch einen schnelleren Lift verspreche. Aber in Alaska wird viel weniger Verkehr sein und das ist keine adäquate Herangehensweise.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Strategie</h2>
<p style="text-align: justify;">Ihr habt nun alle meine Gedanken zur Route. Wie gehen wir diese Mission also am besten an? Es ist recht einfach. In den letzten 14 Monaten bin ich meist klassisch getrampt, was heißt: Daumen raus und an der Straße stehen. In Deutschland und Europa hab ich meistens an Tankstellen gefragt, weil das so einfach ging und ich mich fast so schnell fortbewegen konnte, wie wenn ich selber gefahren wäre. Und zu dieser Variante werde ich nun zurückkehren.</p>
<p style="text-align: justify;">Grundsätzlich werde ich mich an den 24/7 Tankstellen entlang hangeln und die ankommenden Autos anpeilen. Wer in Europa trampt, der wird wissen wovon ich rede. Man bewegt sich von Kontrollpunkt zu Kontrollpunkt (hier die 24/7 Tankstellen). Es geht hier einerseits darum eine sichere Position zu haben (Kälte), aber auch mehr Kontrolle über meine Lifts zu erhalten. An der Straße kann man manchmal nicht schnell genug Informationen austauschen, fährt dann einfach mit und merkt am Ende, dass dieser Lift euch an eine ungünstige Position bringt. Solche Fehler will ich in jedem fall vermeiden.</p>
<p style="text-align: justify;">Außerdem mag ich einfach die Kanadier. Im Gegensatz zu den Amis macht es wirklich Spaß mit Ihnen zu reden, man kriegt immer eine nette Unterhaltung hin und die sind viel freundlicher und nicht so ängstlich wie ihre Nachbarn. Außerdem kann ich so die Nummernschilder im Auge behalten und Langstreckenpendler rausfischen, die in Kanada auf jeden fall herumfahren. Ich hoffe auf Weihnachts- und Neujahrheimkerer. Sagen wir mal von New York nach&#8230;..Alaska? <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/12.0.0-1/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p style="text-align: justify;">Ich werde keine Trucker ansprechen, bevor ich nach Alaska reinkomme. Die Erfolgswahrscheinlichkeit ist einfach zu klein. Erst wenn ich in wirklich abgelegenen Regionen bin, werde ich diese Zielgruppe einbinden. Vielleicht werde ich während des Tageslichts auch die Chance wahrnehmen direkt am Highway zu trampen und den ganzen Verkehr mitzunehmen, aber das werde ich spontan entscheiden. Mein genereller Ansatz ist jedoch mich zwischen den Raststätten zu bewegen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich hab nicht vor hier einen weiteren Roadtrip Bericht zu schreiben. Wer will kann mir allerdings auf Facebook folgen. Dort werde ich meine Position und regelmäßige Statusupdates mitteilen. In diesem Sinne einen guten Rutsch an euch und (hoffentlich) warmroads für mich! <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/12.0.0-1/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
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		<title>Traffic Exists. Hitchhiking Possible; (10) Wintertrampen Testlauf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Nov 2015 15:39:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Traffic Exists - Hitchhiking Possible]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Morgen früh werde ich zu einer 4000 km langen Tramptour nach New York aufbrechen. Hier in der kanadischen Prärie hat sich eine Hitzewelle angekündigt,...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Morgen früh werde ich zu einer 4000 km langen Tramptour nach New York aufbrechen. Hier in der kanadischen Prärie hat sich eine Hitzewelle angekündigt, die Temperaturen bis 0° verspricht für die nächsten drei Tage. Dieses milde Wetter will ich gerne nutzen, bevor es zur Wochenmitte wieder auf -15° runter geht.<span id="more-1194"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Die Tour ist ein Testlauf für meine große Wintertour im Januar, die mich hoch nach Alaska führen wird. Auf dem Weg nach New York werde ich mir einerseits die Strecke anschauen und andererseits Strategien für das Wintertrampen ausprobieren. Dazu gibt es dann im Januar noch einen gesonderten Artikel, indem ich meine Vorgehensweise beschreibe werde. Außerdem möchte ich schonmal schauen, bis zu welchen Temperaturen ich draußen schlafen kann. -15° sollten auf jedenfall drin sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Mein Equipment ist noch nicht vollständig. Ich hab mich erstmal für 25€ im Second Hand Laden mit Jacke, Schal, Mütze und ein paar Schneehosen eingedeckt. Das Zeug ist aber sicher nur bedingt tauglich für extremeres Wetter.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber zwei wichtige Utensilien habe ich bereits beisammen. Der lang ersehnte Vorov Winterschlafsack, handgemacht aus Rußland, für den ich fast umgekommen wäre. Ich konnte ihn bisher noch nicht wirklich nutzen. Ich hab bisher bloß bis 2° &#8211; -2° draußen übernachtet. Unmöglich den Schlafsack bei diesen Temperaturen zu schließen. War einfach zu warm.</p>
<figure id="attachment_1197" aria-describedby="caption-attachment-1197" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/11/Vorov-Sleeping-Bag.jpg" rel="lightbox[1194]"><img class="size-full wp-image-1197" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/11/Vorov-Sleeping-Bag.jpg" alt="My handcrafted winter sleeping bag." width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/11/Vorov-Sleeping-Bag.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/11/Vorov-Sleeping-Bag-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/11/Vorov-Sleeping-Bag-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/11/Vorov-Sleeping-Bag-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/11/Vorov-Sleeping-Bag-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1197" class="wp-caption-text">My handcrafted winter sleeping bag.</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Daneben hab ich für 35€ ein paar Baffin Arbeitsstiefel gefunden. Gute kanadische Qualität, mit Stahlkappen und ausgelegt für Temperaturen bis -100°. Sind ungefähr so groß wie mein Backpack. Echte Moon-Boots! Gefallen mir ganz gut. Könnten mal sauber gemacht werden. Aber Hauptsache warm. Hab das Gefühl an den Babys werde ich noch meine Freude haben. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/12.0.0-1/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<figure id="attachment_1195" aria-describedby="caption-attachment-1195" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/11/Moon-Boots.jpg" rel="lightbox[1194]"><img class="size-full wp-image-1195" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/11/Moon-Boots.jpg" alt="Moon Boots. Winter where are you?" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/11/Moon-Boots.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/11/Moon-Boots-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/11/Moon-Boots-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/11/Moon-Boots-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/11/Moon-Boots-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1195" class="wp-caption-text">Moon Boots. Winter where are you?</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Fäustlinge vermisse ich noch ganz dringendst, aber da hab ich bis Januar Zeit. Ansonsten wäre noch ein gemütliches Paar Eisbärfellhosen zu empfehlen. So wie auf <a href="https://c1.staticflickr.com/5/4038/4458970282_1bf8937867.jpg" rel="lightbox[1194]">diesem Bild</a>. Arctic Hipster Style.</p>
<p style="text-align: justify;">Warm Roads</p>
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		<title>Traffic Exists. Hitchhiking Possible; (9) Der Epileptiker</title>
		<link>https://warmroads.de/de/traffic-exists-hitchhiking-possible-9-der-epileptiker-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2015 19:48:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Traffic Exists - Hitchhiking Possible]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich will ganz vorne beginnen. Ein Inder hat mich mitgenommen. Mein erster Lift an diesem Tag. Es war ein kalter Morgen und im Auto...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich will ganz vorne beginnen. Ein Inder hat mich mitgenommen. Mein erster Lift an diesem Tag. Es war ein kalter Morgen und im Auto lief die Heizung auf maximaler Stufe. Angenehme 45 Grad im Innenraum und auch meine Brille konnte nicht verhindern, dass der warme Luftstrom langsam und unablässig meine Augenflüssigkeit vernichtete.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich hatte schnell bemerkt, dass mein Fahrer immer wieder über den Seitenstreifen fährt. Ich dachte erst, er kann nicht fahren, schob es dann jedoch auf kulturelle Gründe. Ein Inder mag es vielleicht nicht so genau nehmen mit diesen Linien auf der Straße. Mein Fahrer trug einen Kapuzen-Pulli und zusammen mit seinem stachligen und durchaus imponierenden Bart, wirkte er leicht bedrohlich. Während der ganzen Fahrt sagte er kein Wort. Nach 50 km meinte er schlicht: „I have not english.“. Dann schwiegen wir weiter.<span id="more-1175"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Die 600 km von Armstrong nach Seattle trampte ich schon zum 4ten mal und kannte dementsprechend jeden Ort und jede Ausfahrt auswendig. Mein Inder ließ mich in Kamloops an der Autobahnkreuzung raus. Ich kannte Kamloops und das war sicherlich der Ort, an dem ich am wenigsten stehen wollte. Autobahnkreuz, viel und schneller Verkehr. Solche Positionen sind immer eine Herausforderung. Ich fand eine Stelle mit guter Haltefläche, es war sehr viel los und die Autos rasten über den Autobahnzubringer an mir vorbei. Alles ein bißchen hoffnungslos. Nach 20 Minuten hielt Ryan an.</p>
<p style="text-align: justify;">„Get in!“, raunzte er mich unfreunlich an, als ich die Tür öffnete. Wohin er fährt? Merrit. Nagut. Ich setzte mich auf den Beifahrersitz und bemerkte als Erstes, dass ich mich nicht zurücklehnen konnte, weil ein Röhrenfernseher über die abmontierte Kopfstütze in mein Kreuz ragte. „I was hitchhiking by myself, thats why i picked you up“, sprach Ryan, mehr schimpfend als erzählend.</p>
<p style="text-align: justify;">Ryan trug eine Neongelbe Arbeitsjacke. Sein Bus war voll mit Müll und war er ziemlich schlecht gelaunt. Irgendwas mit Alberta und Kollegen, die ihm den Sprit geklaut haben. Und natürlich die Polizei, die hinter ihm her war. Er fing an zu schreien, tobte regelrecht an seinem Lenkrad. Seine Augen waren blutunterlaufen und ein rauer Stoppelbart belegte sein grimmiges Gesicht. Ich wusste sofort, dass ich mit einem Psychopathen fuhr.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe keine Angst vor solchen Leuten, noch bin ich kontaktscheu in solchen Situationen. In Autos muss man sich mit jeder Art Mensch auseinandersetzen. Ich trampe nun seit 8 Jahren und nie wollte mir ein Fahrer Gewalt antun. Er hatte eine scheiß Zeit hinter sich. Ich versuchte also mit ihm zu reden, ihn zu beruhigen. Ich erwarte nie, dass mir mein Fahrer etwas antun würde, auch wenn er offensichtlich total durchgeknallt ist. Und bisher war ich mit meinem Bauchgefühl auch immer richtig gelegen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir fuhren ins Niemandland von Kanada, nächste Stadt 80 km entfernt. Merrit. Dazwischen nichts. Sein Seitenspiegel klappte sich immer wieder ein. Ich musste ihn mit der Hand halten, damit er sieht, was neben der Straße los war. Wir fuhren ganz rechts. Er sah ständig Polizeiautos ankommen, die dann doch keine waren. Paranoia.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir rollten über den Highway und sprachen nicht. Ein LKW überholte uns links. Kurz nachdem der LKW passierte, schwenkte Ryan langsam auf die linke Spur aus, als ob er überholen wollte. Aber vor uns war gar kein Auto! Ich wurde hellwach, schaute ihn fragend an. Ryan hatte die Augen weit aufgerissen, der Mund war leicht geöffnet und er hielt das Lenkrad so verkrampft, als ob ihm gerade jemand ein Messer in den Rücken gestochen hätte. Ist er jetzt völlig durchgeknallt? Ich brauchte wenige Millisekunden, um zu begreifen. Er hatte einen epileptischen Anfall.</p>
<p style="text-align: justify;">Irgendwie zogen wir auf die linke Fahrbahn und er drehte das Steuer ganz leicht, sodass wir wieder nach rechts drifteten, zielstrebig auf den Abhang zu. Ich ergriff sofort das Lenkrad, versuchte den Wagen wieder auf die Straße zu lenken, aber seine Arme waren verkrampft, das Lenkrad bewegte sich nur um Millimeter. Ich konnte nicht viel ausrichten, versuchte verzweifelt den Wagen wieder in die Spur zu lenken. Kann sein, dass ich mir hier das Leben gerettet habe.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir kamen von der Straße ab. Ich sah uns in den Graben gleiten. Wir hielten direkt auf den Anfang einer steilen, aufwärts verlaufenden Böschung zu. Und dann der Aufprall. Ich kann mich noch an jede Sekunde erinnern. Ich hatte keinen Gurt, weil das alte Auto keinen Gurt auf dem Beifahrersitz hatte. Von Airbags ganz zu schweigen. Wir prallten in den Abhang, ein markerschütternder Schlag kam von der Front des Autos. Man hörte Töpfe und anderen Nippes umherfallen. Ich bin sofort abgehoben und mit meinem Kopf nach vorne in die Scheibe geschleudert worden. Dann warf es mich gegen meine eigene Tür. Der Wagen prallte wohl gegen die Böschung bevor er letztendlich nach links auf die Seite umkippte. Glas splitterte. Alles flog hin und her. Dann war Stille.</p>
<figure id="attachment_1171" aria-describedby="caption-attachment-1171" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/10/Accident-dodge.jpg" rel="lightbox[1175]"><img class="size-full wp-image-1171" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/10/Accident-dodge.jpg" alt="Das Auto. Ein alter Dodge Van von der Böschung auf die linke Seite geschleudert." width="780" height="439" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/10/Accident-dodge.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/10/Accident-dodge-300x169.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/10/Accident-dodge-150x84.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/10/Accident-dodge-400x225.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/10/Accident-dodge-200x113.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1171" class="wp-caption-text">Das Auto. Ein alter Dodge Van von der Böschung auf die linke Seite geschleudert.</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Ich konnte mich noch bewegen, war total unter Schock und panisch. Ich schrie vor mich hin: „Holy shit, holy shit!“ Der erste Gedanke: „Raus hier, raus hier, raus hier.“ Wo ist die Tür? Über meinem Kopf. Ich versuchte die Tür aufzumachen. Ging nicht. Ich versuchte die Windschutzscheibe rauszutreten. Raus raus raus. Gott, da bewegte sich auch nichts. In all meiner Verzweiflung nochmal versucht die Tür zu öffnen. Wie sollte ich hier sonst rauskommen? „Are you alright?“, rief ich reflexartig zu Ryan ohne mir bewusst zu sein, was ich hier eigentlich mache. Er war irgendwo unter mir, auf ihm lag ein Kühlschrank und auf diesem war ich. Das Fenster! Ich konnte das Fenster hoch kurbeln. Es öffnete sich und ich stieg auf, wie aus einem U-Boot. Umschauen. Ein Mann kam bereits von der anderen Straßenseite angelaufen. Ein anderer hatte schon das Telefon in der Hand. Ich spürte etwas Warmes an meinem Gesicht herunterlaufen und beobachtete, wie Blut auf meine neuen Handschuhe tropfte. Das alles nahm ich war, aber verarbeitete es gar nicht. Wichtig in diesem Moment war nur die Erkenntnis: Da sind Menschen. Die holen Hilfe.</p>
<p style="text-align: justify;">Ryan! Sofort änderte sich meine Aufmerksamkeit. „Buddy, are you allright?“ Ich hörte ein Stöhnen unter dem Kühlschrank hervor kommen. „Buddy, don´t worry, we get you out here.“ Ich glitt ins Auto, nur den Gedanken, diesen Kühlschrank irgendwie von Ryan herunter zu kriegen. Es war ein völligst hilfloser Versuch, diesen aus dem Fenster zu hieven. Das Fenster war natürlich viel zu klein und mein Unterfangen zum scheitern verurteilt. Draußen hatten sich nun mehr Menschen versammelt. Die Tür wurde aufgebrochen, wir holten den Kühlschrank raus. Irgendwer sagte im Befehlston zu mir: „You look like you should sit down here! Now!“</p>
<p style="text-align: justify;">Mittlerweile waren 8-10 Personen vor Ort. Alles Ersthelfer. Eine Sanitäterin, Ein Auto mit zwei Krankenschwestern hielt an. Sie boten mir Hilfe an, legten eine Decke um mich. Es tut eigentlich nichts zur Sache, aber mir kommen die Tränen, während ich dies hier schreibe. Ich bin diesen Menschen so dankbar. Die Kanadier waren der Wahnsinn. Ich stand unter Schock in dieser Situation, zitterte am ganzen Körper. Konnte keine Emotionen heraus bringen. Ich bin traumatisiert.</p>
<figure id="attachment_1169" aria-describedby="caption-attachment-1169" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/10/Humans.jpg" rel="lightbox[1175]"><img class="size-full wp-image-1169" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/10/Humans.jpg" alt="Menschen" width="780" height="439" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/10/Humans.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/10/Humans-300x169.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/10/Humans-150x84.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/10/Humans-400x225.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/10/Humans-200x113.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1169" class="wp-caption-text">Humans.</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Irgendwann fand ich mich dann in der Ambulanz wieder. Jemand wischte mir die Scherben aus dem Gesicht und den Augen. Ob sie mich ins Krankenhaus bringen? Ja. Wohin? Nach Kamloops zurück. Ryan wurde währenddessen rein geschoben. Er konnte sich an nichts erinnern, meinte er hätte keinen Tramper mitgenommen. Nach einigen Minuten bemerkte er, dass ich hinter ihm saß. Er brauchte drei Versuche um sich umdrehen zu können. Er sah mich. und riss die Augen weit auf: „Ah, youuu dude!“, nun wurde ihm alles klar! „I am so sorry man. Sorry for that! Sorry that this happened to you!“ „Ah, no worries man, shit happens.“ Wer konnte da sauer sein?</p>
<p style="text-align: justify;">Ich wusste ja, er war viel schlimmer dran, als ich mit meinen leichten Blessuren. Er wollte nach Merrit und dort seinen Van für den Winter abstellen und reparieren. Sein ganzer Besitz lag nun im Graben, sein Auto war hinüber und die Polizei, vor der er gerade noch weggelaufen ist, war nun an seiner Seite. Er würde wohl ins Gefängnis kommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich suchte meine Mütze und meine Brille, von welcher ich nur die Hälfte wiederfand. Wirklich Kamloops ins Krankenhaus? Ich musste doch in die andere Richtung. Der Polizist meinte, er könne mir einen Lift nach Merrit geben. Ich fühlte mich, den Umständen entsprechend, gut und es machte keinen Sinn zurück zu fahren, um dann ein paar Stunden im Krankenhaus zu verbringen und dann wieder auf die Straße nach Seattle. Ich wollte nur noch ankommen. Erst recht nach dieser Sache! Es waren noch 400km vor mir.</p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem ich irgendeine Erklärung unterschieben habe und die Ambulanz noch nichtmal meine Krankenversicherung wissen wollte (danke Kanada!), durfte ich gehen, aber sollte sofort ein Krankenhaus aufsuchen, falls ich mich schwindelig oder anderweitig schlecht fühlen würde.</p>
<p style="text-align: justify;">Brad, der Polizist, gab mir einen Lift, in einem Bundesstaat, wo trampen illegal ist. Er war selber Tramper. Ist vor 2 Jahren von Kanada nach Mexico und zurück getrampt. In 10 Tagen. Respekt. Reiste ähnlich wie ich, immer auf der Straße, viel campieren. Wir verstanden uns prächtig. In Merrit hielten wir kurz am Burgerrestaurant und ich konnte mir noch das restliche Blut aus dem Gesicht waschen, um, so gepflegt wie möglich, trampen zu können. Brad kaufte mir noch einen Kaffee und einen Muffin, bevor er mich an der Auffahrt absetzte, von wo aus es dann nach Seattle weiterging.</p>
<p style="text-align: justify;">An der Grenze, wo ich von der Immigration Police die letzten Male konsequent auseinandergenommen wurde, war diesmal eine etwas ältere Frau, die das Interview führte. Wo ich hin will? Seattle. Warum? Muss da einen Schlafsack abholen und morgen dann nach Calgary. &#8222;Aha&#8220;, machte sie immer. Ich konnte nicht erkennen, ob das Zustimmung oder Misstrauen war. Ich kannte das Prozedere und fing einfach an zu erzählen, was ich immer erzähle: Dass ich um die Welt trampe und nach Alaska will&#8230;.im Dezember. Wieso Dezember? Muss. Keine Straßen da im Sommer. Brauche Wintertrails und will nach Rußland übersetzen. &#8222;Aha&#8220;. Ich erzählte ihr, dass ich letzte Woche schon mal die 1200 km von Kanada nach Seattle getrampt bin, um dieses scheiß Paket abzuholen, was dann nicht da war. Der ganze Blues. Sie fragte nicht danach, aber ich erzählte ihr auch, dass ich heute morgen einen Unfall hatte und zeigte gleichzeitig auf mein verbeultes Gesicht.</p>
<p style="text-align: justify;">„Stefan Stefan&#8230;.“, meinte sie, als ich fertig mit erzählen war. Sie schüttelte mit dem Kopf und presste die Lippen leicht zusammen. Wir schauten uns lange und ernst an, bis sie schließlich langsam aber herzlich sagte: „Your poor Mum!“. Ich nickte zustimmend. „But, you gotta do, what you gotta do.“, erwiderte ich. „You gotta do, what you gotta do.“, wiederholte sie verständnisvoll, gab mir meinen Reisepass und wünschte mir einen sichere Weiterreise.</p>
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