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	<title>Venezuela &#8211; Warm Roads</title>
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		<title>Trampen in Südamerika &#8211; Statistisches Zwischenfazit meiner Tramptour in Südamerika</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2015 19:52:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Argentinien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Geeks gonna geek. Da ich nun meine ganzen Tramptouren so sauber geloggt habe, seitdem ich in Südamerika angekommen bin. Zum Abschluß dieses wunderbaren Kontinentes...</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de/trampen-in-suedamerika-statistisches-zwischenfazit-meiner-tramptour-in-suedamerika/">Trampen in Südamerika &#8211; Statistisches Zwischenfazit meiner Tramptour in Südamerika</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de">Warm Roads</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Geeks gonna geek. Da ich nun meine ganzen Tramptouren so <a href="https://warmroads.de/de/logbuch-und-dokumentation/">sauber geloggt</a> habe, seitdem ich in Südamerika angekommen bin. Zum Abschluß dieses wunderbaren Kontinentes folgt an dieser Stelle ein kleines Zwischenfazit.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Allgemein</h2>
<p style="text-align: justify;">Seit dem 20. Oktober 2014 bin ich mehr als <strong>36968,2 km</strong> getrampt. Ich hatte mehr als <strong>405 Lifts</strong>, mußte durchschnittlich <strong>23 Minuten und 34 Sekunden</strong> warten und hab insgesamt <strong>182 Stunden und 39 Minuten</strong> (entspricht ca. 7,5 Tagen) an der Straße gestanden und auf Autos gewartet. Ich möchte keine Minute davon missen.<span id="more-796"></span></p>
<figure id="attachment_800" aria-describedby="caption-attachment-800" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Team-Traktor-Vorwärts.jpg" rel="lightbox[796]"><img class="size-full wp-image-800" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Team-Traktor-Vorwärts.jpg" alt="Team Traktor Vorwärts" width="780" height="439" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Team-Traktor-Vorwärts.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Team-Traktor-Vorwärts-300x169.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Team-Traktor-Vorwärts-150x84.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Team-Traktor-Vorwärts-400x225.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Team-Traktor-Vorwärts-200x113.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-800" class="wp-caption-text">Team Traktor Vorwärts. DTSG Legends.</figcaption></figure>
<h2 style="text-align: justify;">Spitzenreiter</h2>
<p style="text-align: justify;">Ist&#8230;<a href="https://warmroads.de/de/trampen-teneriffa/">Teneriffa</a>. <strong>21 Lifts</strong> hab ich auf dieser wunderbaren Insel zusammen mit Hanna gefangen. Durchschnittlich haben wir <strong>8 Minuten und 12 Sekunden</strong> gewartet. Ich Glaube Lanzarote war noch besser, allerdings liegt das in der Zeit vor meinen Aufzeichnungen.<br />
Für Südamerika weißt Ecuador die besten Werte auf. <strong>14 Minuten und 30 Sekunden</strong> hab ich hier durchschnittlich auf einen Lift gewartet. Allerdings bin ich nur knapp <strong>1000 Kilometer</strong> durch das Land getrampt, mit <strong>21 Lifts</strong> ist es mäßig repräsentativ.</p>
<figure id="attachment_799" aria-describedby="caption-attachment-799" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Pick-Up-trampen.jpg" rel="lightbox[796]"><img class="size-full wp-image-799" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Pick-Up-trampen.jpg" alt="Pick-Up trampen" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Pick-Up-trampen.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Pick-Up-trampen-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Pick-Up-trampen-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Pick-Up-trampen-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Pick-Up-trampen-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-799" class="wp-caption-text">Pick-Up trampen in Uruguay. Best of it all.</figcaption></figure>
<h2 style="text-align: justify;">Die positive Überraschung</h2>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://warmroads.de/de/trampen-in-7-brasilien/">Brasilien</a> war gefühlt so schlecht wie Spanien und Italien zusammen. Die Zahlen sagen allerdings etwas anderes. Mit <strong>15 Minuten und 15 Sekunden</strong> ist die durchschnittliche Standzeit nur knapp hinter der von Ecuador. <strong>44 Lifts</strong> und <strong>6550km</strong> Distanz sprechen allerdings für eine deutliche größere Repräsentanz als in Ecuador. So kann man sich irren. Ich weiß selber nicht so genau, wie ich auf diese guten Werte kommen konnte.<a href="https://warmroads.de/de/brasilien-aus-dem-logbuch-1/"> Gefühlt bin ich für jeden Lift mindestens eine Stunde gelaufen in Brasilien</a>.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Getäuscht</h2>
<p style="text-align: justify;">Hingegen total überschätzt habe ich Argentinien. Gefühlt war es das beste Land. Das lag aber wohl an dem kostenlosen WiFi in den Tankstellen und der überaus komfortablen Gesamtmischung aus guten Straßen, nettem Essen, langen Wegen und Internet. Die Zahlen sind allerdings ernüchternd:<br />
<strong>34 Minuten und 50 Sekunden</strong> ist die durchschnittliche Standzeit und somit die zweitschlechteste meiner gesamten Reise. Allerdings bin ich in Argentinien auch sehr viel Nachts unterwegs gewesen, was den Wert etwas gedrückt haben wird. Mit <strong>8045 km</strong> Distanz ist Argentinien bisher das Land, in welchem ich die meisten Kilometer zurückgelegt habe. Auch <strong>84 Lifts</strong> sind ein großer Teil meiner bisherigen Trampmasse.</p>
<figure id="attachment_803" aria-describedby="caption-attachment-803" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Uruguay.jpg" rel="lightbox[796]"><img class="size-full wp-image-803" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Uruguay.jpg" alt="Warten in Uruguay" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Uruguay.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Uruguay-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Uruguay-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Uruguay-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Uruguay-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-803" class="wp-caption-text">Warten in Uruguay</figcaption></figure>
<h2 style="text-align: justify;">Der Tiefpunkt</h2>
<p style="text-align: justify;">Definitiv Kolumbien. Nicht nur statistisch, sondern auch gefühlt. Nichts gegen Kolumbien, es ist ein wunderbares Land mit wunderbaren Menschen, allerdings ist die Fortbewegung mehr als anstrengend. <strong>48 Minuten</strong> durchschnittliche Standzeit, bis mich ein Auto mitgenommen hat. Schlechter geht es wirklich nicht. Zwar hatte ich nur in Venezuela weniger Lifts und <strong>943 km</strong> ist die kürzeste Distanz, welche ich in einem südamerikainschen Land zurück gelegt habe, aber mein Gefühl sagt mir, dass dies auch bei mehr Lifts und Distanz nicht besser geworden wäre. Die möglichen Gründe werde ich nochmal in meinem „Trampen in&#8230;- Kolumbien“ Artikel diskutieren.</p>
<figure id="attachment_802" aria-describedby="caption-attachment-802" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Argentinien.jpg" rel="lightbox[796]"><img class="size-full wp-image-802" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Argentinien.jpg" alt="Warten in Argentinien" width="780" height="439" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Argentinien.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Argentinien-300x169.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Argentinien-150x84.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Argentinien-400x225.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Argentinien-200x113.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-802" class="wp-caption-text">Warten in Argentinien</figcaption></figure>
<h2 style="text-align: justify;">Mein Geheimtip</h2>
<p style="text-align: justify;">Mein Geheimtip zum trampen in Südamerika ist&#8230;..nicht Chile&#8230;sondern <a href="https://warmroads.de/de/trampen-in-8-uruguay/">Uruguay</a>. Mit <strong>88 Lifts</strong> die meisten Autos getrampt und mit <strong>2689 km</strong> ordnet sich Uruguay im Mittelfeld der Distanzen ein. Die durchschnittliche Standzeit von <strong>19 Minuten und 42 Sekunden</strong> sind ordentlich. Wenn man nun noch bedenkt, dass diese Zahl größtenteils in einem Zweierteam (Mann/Mann) zustande kam, dann ist das schon mehr als ordentlich! Wahrscheinlich auch, weil ich mit Ralf unterwegs gewesen bin. Uruguay war auch das Land indem ich meinen <a href="https://warmroads.de/de/uruguay-durchgetrampt/">ersten Güterzug</a> getrampt habe und neben Syrien das Land wo ich definitiv die meisten Lifts mit meinen geliebten Pick-Ups hatte. Leider wird das in Zukunft ja nicht mehr so leicht möglich sein durch das neue Ladefläche-Mitnehmen-Verbot der Regierung. Hoffen wir mal die Uruguayaner neben dieses Gesetz mit ihrer gewohnten Gleichgültigkeit hin und halten trotzdem an.</p>
<figure id="attachment_804" aria-describedby="caption-attachment-804" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Zug-trampen.jpg" rel="lightbox[796]"><img class="size-full wp-image-804" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Zug-trampen.jpg" alt="Unseren ersten Zug trampen in Uruguay" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Zug-trampen.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Zug-trampen-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Zug-trampen-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Zug-trampen-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Zug-trampen-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-804" class="wp-caption-text">Unseren ersten Zug trampen in Uruguay</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Hier die vollständige Tabelle mit allen Werten:</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><b>Land</b></td>
<td><b>Durchschnittliche Wartezeit (sek)</b></td>
<td><b>Zurückgelegte Distanz (km)</b></td>
<td><b>Wartezeit total (min)</b></td>
<td><b>Anzahl der Lifts</b></td>
<td><b>Gewichtung der Liftzeiten</b></td>
</tr>
<tr>
<td>Bis Venezuela</td>
<td></td>
<td>10398</td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>Teneriffa</td>
<td>493</td>
<td>360</td>
<td>216</td>
<td>19</td>
<td>9367</td>
</tr>
<tr>
<td>St. Martin</td>
<td>612</td>
<td>43,2</td>
<td>143</td>
<td>14</td>
<td>8568</td>
</tr>
<tr>
<td>Venezuela</td>
<td>1868</td>
<td>1089</td>
<td>218</td>
<td>7</td>
<td>13076</td>
</tr>
<tr>
<td>Brasilien</td>
<td>916</td>
<td>6550</td>
<td>2112</td>
<td>44</td>
<td>40304</td>
</tr>
<tr>
<td>Uruguay</td>
<td>1182</td>
<td>2689</td>
<td>1734</td>
<td>88</td>
<td>104016</td>
</tr>
<tr>
<td>Argentinien</td>
<td>2090</td>
<td>8045</td>
<td>2833</td>
<td>84</td>
<td>175560</td>
</tr>
<tr>
<td>Bolivien</td>
<td>1484</td>
<td>1329</td>
<td>1163</td>
<td>47</td>
<td>69748</td>
</tr>
<tr>
<td>Chile</td>
<td>896</td>
<td>1804</td>
<td>254</td>
<td>17</td>
<td>15232</td>
</tr>
<tr>
<td>Peru</td>
<td>1484</td>
<td>2754</td>
<td>1163</td>
<td>47</td>
<td>69748</td>
</tr>
<tr>
<td>Ecuador</td>
<td>871</td>
<td>964</td>
<td>306</td>
<td>21</td>
<td>18291</td>
</tr>
<tr>
<td>Kolumbien</td>
<td>2883</td>
<td>943</td>
<td>817</td>
<td>17</td>
<td>48960</td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>Total</td>
<td>1414</td>
<td>36968,2</td>
<td>10959</td>
<td>405</td>
<td>572870</td>
</tr>
<tr>
<td>In Zeit</td>
<td>23 Minuten 34 Sekunden</td>
<td></td>
<td>182 Stunden 39 Minuten</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Diese Tabelle. Geil oder?</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Trampen in&#8230; (6) Venezuela</title>
		<link>https://warmroads.de/de/trampen-in-6-venezuela/</link>
					<comments>https://warmroads.de/de/trampen-in-6-venezuela/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2015 02:30:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trampen in...]]></category>
		<category><![CDATA[Venezuela]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Prolog Ich kann ehrlich gesagt nicht allzu viel sagen über trampen in Venezuela, da ich auf meiner Durchquerung nur 6 Lifts hatte. Um die...</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de/trampen-in-6-venezuela/">Trampen in&#8230; (6) Venezuela</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de">Warm Roads</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3 style="text-align: justify;">Prolog</h3>
<p style="text-align: justify;">Ich kann ehrlich gesagt nicht allzu viel sagen über trampen in Venezuela, da ich auf meiner Durchquerung nur 6 Lifts hatte. Um die Trampen in&#8230; &#8211; Reihe zu komplettieren, will ich aber trotzdem meine Eindrücke hier schildern.<span id="more-537"></span></p>
<h3 style="text-align: justify;">Statistiken</h3>
<p style="text-align: justify;">Den Log findet ihr <a title="Venezuela" href="http://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Log-Venezuela.ods" target="_blank">hier</a>. Seid eingeladen zum downloaden und rumspielen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Zurückgelegte Distanz: 1089 Kilometer</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Anzahl der Lifts: 7<br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Durchschnittliche Wartezeit: 31 Minuten 8 Sekunden</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Standzeit Gesamt: 3 Stunden 38 Minuten</strong></p>
<h3 style="text-align: justify;">Meine Route</h3>
<p style="text-align: justify;">Ich bin einmal vom äußersten Nord-Osten in Guiria bis ganz in den Süden nach St. Elena <a title="Route Venezuela" href="http://goo.gl/maps/TpGed">bis zur Grenze nach Brasilien</a> getrampt. Dabei hatte ich einen Langstreckenlift über 9,5 Stunden in einem Ford Pickup und außerdem eine Busfahrt, die allerdings von dem örtlichen Armeeposten verordnet war und daher gewissermaßen unter „trampen“ zu kategorisieren ist.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Menschen</h3>
<p style="text-align: justify;">Obwohl mich alle Welt über mehrere Wochen vor Venezuela gewarnt hat, habe ich dort wundervolle Menschen kennenlernen dürfen und äußerst positive Erfahrungen gemacht. Die Leute sind sehr nett und aufgeschlossen, fast schon familiär. Daneben allerdings auch sehr auf meine Sicherheit bedacht gewesen. Nicht nur die Leute außerhalb, auch die Menschen innerhalb Venezuelas halten ihr Land für gefährlich. Ich möchte dies gar nicht relativieren, weil es bestimmt gefährliche Ecken gibt. Ebenso existieren mit Sicherheit einige Räuber und Banditen in Venezuela. Ich hab allerdings keine getroffen und die wenigen anderen Ausländer mit denen ich gesprochen habe, hatten auch keine negativen Erfahrungen gemacht. Die Menschen mit denen ich zu tun hatte, waren alle überaus freundlich und wundervoll.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Straßen</h3>
<p style="text-align: justify;">So etwas wie eine Autobahn habe ich nicht gesehen. Da meine Route durch den dünn besiedelten Osten führte, kann ich dazu jedoch wenig sagen. Rund um Caracas sind die Straßen sicherlich anders. Die Fortbewegung erfolgt allgemein auf Landstraßen im deutschen Sinne. Die Beschilderung ist spärlich. Die wichtigen Kreuzungen sind ausgeschildert. Ansonsten heißt es „immer geradeaus“ solange nichts anderes zu erkennen ist. Die Straßenverhälntisse sind mittelmäßig, aber brauchbar. Manchmal gibt es Schlaglöcher, aber ansonsten ganz normale Straßen. Zur Geschwindigkeitskontrolle gibt es fast überall in- und außerhalb von Ortschaften „Huppel“ (Bremsschwelle), vor denen man stark abbremsen muss. Werden sie übersehen, kann das sehr schmerzhaft für die Stoßdämpfer werden. Außerdem sind speziell im Osten einige Armee-Kontrollen zu passieren.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Taktik</h3>
<p style="text-align: justify;">Mein Eindruck war, trampen in Venezuela ist nicht so einfach wie im <a title="Hitchwiki Venezuela" href="http://hitchwiki.org/en/Venezuela">Hitchwiki</a> beschrieben. Ich hatte sehr lange Wartezeiten, die sich jedoch mit noch längeren Lifts ausgezahlt haben. Was mir sinnvoll erscheint ist eine Positionierung direkt hinter den Bodenwellen, da die Autos dort stark abbremsen müssen. Nachttrampen ist fast unmöglich, da die Menschen so um meine Sicherheit besorgt waren. Mein längster Lift hat mich daher auch nach Einbruch der Dunkelheit bei einem Armeeposten abgeliefert. Dort musste ich dann warten, bis die Soldaten einen Bus zu meinem Zielort angehalten haben und mich dort platzierten. Da ich nur schlecht Spanisch kann, war es schwer die Situation zu erklären und einfach weiterzutrampen. Da ich keine Lust auf Probleme hatte, bin ich sitzengeblieben und hab geschaut was passiert (hab ja nichts verstanden). Ich denke aber es wäre durchaus möglich gewesen, hinter dem Kontrollposten einen Lift in der Nacht zu kriegen.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Fotos</h3>

<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-6-venezuela/pick-up-dach/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Pick-Up-Dach-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Pick-Up-Dach-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Pick-Up-Dach-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Pick-Up-Dach-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Pick-Up-Dach-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Pick-Up-Dach-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-6-venezuela/fluss/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Fluß-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Fluß" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Fluß-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Fluß-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Fluß-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Fluß-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Fluß-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-6-venezuela/autofaehre/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Autofähre-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Autofähre in Venezuela." srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Autofähre-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Autofähre-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Autofähre-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Autofähre-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Autofähre-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-6-venezuela/nachtbus/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Nachtbus-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Nachtbus" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Nachtbus-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Nachtbus-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Nachtbus-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Nachtbus-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Nachtbus-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
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<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-6-venezuela/schlange-tanke/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Schlange-Tanke-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Benzin Schlange" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Schlange-Tanke-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Schlange-Tanke-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Schlange-Tanke-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Schlange-Tanke-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Schlange-Tanke-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>

<h3 style="text-align: justify;">Besonderheiten</h3>
<p style="text-align: justify;">Venezuela ist wild und die Menschen herzlich. Ich habe mich in das Land verliebt. In Carupano tobte die Atlantikbrandung, der anonsten schöne Strand war voll mit Autoreifen und Wrackteilen. Nicht zum baden geeignet. Generell ist alles etwas zerfallen, was ich persönlich sehr charmant finde. Leider war ich nur auf der Durchreise, aber ich komme bestimmt nochmal wieder.</p>
<p style="text-align: justify;">Durch Öl- und Währungskrise ist der Wechselkurs auf dem Schwarzmarkt exorbitant hoch. Amerikanische Dollar sind sehr gefragt und sollten unbedingt eingeführt werden. Der offizielle Wechselkurs liegt bei ca. 1:6. Meine Informationen waren, dass der Schwarzmarkt 1:75 tauscht. Vor Ort habe ich dann 1:135 getauscht und später erfahren, dass 1:180 sicherlich auch möglich gewesen wären. Das ist sehr viel Geld in Venezuela, eine normale Mahlzeit kostet ca. 200 bolivianische Dollar. Das Reisen ist sehr billig dort.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Land ist nicht nur reich and wundervollen Menschen, sondern auch an wundervoller Natur. Wer es gerne touristisch mag, der kann in Venezuela die höchsten Wasserfälle der Welt besuchen. Die <a title="Angel Falls" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Salto_%C3%81ngel">„Angel Falls“</a> sind ca. 1000m hoch und das Wasser stürzt von einem Hochplateau hinunter in den Dschungel. Der Besuch kostet für eine 3-Tages-Tour ca. 200 Dollar. Die Wasserfälle sind mitten im Dschungel und meist per Kleinflugzeug zu erreichen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich persönlich mochte die Route zwischen <a title="Route Carupano" href="http://goo.gl/maps/wZPce">Carupano und Maturin</a> sehr gerne. Die Straße schlengelt sich elegant durch den Dschungel und die umliegende Landschaft ist eine Augenweide.</p>
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		<title>In 42 Stunden durch Venezuela</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Feb 2015 12:36:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trampen]]></category>
		<category><![CDATA[Venezuela]]></category>
		<category><![CDATA[Bus trampen]]></category>
		<category><![CDATA[Knalln]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Road Trip]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war also endlich in Venezuela angelangt. Alle Papier waren abgestempelt. Das Wasser hinter mir gelassen und endlich nur noch 8000km solide Straßen (mit einer Ausnahme) zwischen mir und meinem ersten Ziel Uruguay. Ich sollte Venezuela recht schnell hinter mir lassen. Vielleicht etwas zu schnell. Ich wusste, jetzt geht es los und meine erste Aufgabe würde darin bestehen eine Karte zu bekommen. Karte, Wasser und etwas Klopapier, mehr brauch man eigentlich nicht. Der Rest findet sich auf dem Weg. Hauptsache Meter machen und endlich wieder auf der Straße sein.</p>
<p>Ich trat aus dem zwielichten Immigration-Office und wie es der Zufall wollte, hielt ein weißer Chevrolet vor der Tür und zwei Männer, die mir auf dem Boot schon aufgefallen sind, stiegen aus, um sich ihre Pässe abzuholen. Mein erster Lift fand mich! Wir fuhren los. Der Beifahrer war Kroate und der Fahrer Venezuelaner. Er fuhr schneller als alle anderen, mir war das nur recht. Ich wusste nicht wohin es ging, da ich noch keine Karte hatte, aber sie versicherten mir, es sei auf dem Weg. Außerdem lief wunderbare Latinomusik und ich konnte meine ersten Kilometer Südamerika mit erstaunen und entzücken geniessen.<span id="more-425"></span></p>
<p>Die Fahrt dauerte mehrere Stunden und als wir in Carupano ankamen, war es bereits dunkel. Zu meinem verwundern lag die Stadt direkt am Meer, direkt im Piraten- und Drogenschmuggelgebiet. Der Strand war voll mit Reifen und Wrackteilen. Ein morbider Charme hing an diesem Ort. Zerfallen und etwas abgefuckt, aber freundlich. Ich mochte es. In einem Internetcafe druckte ich mir als allererstes meine Route nach Brasilien aus. Dann endlich, Nachttrampen. Darauf hatte ich so lange gewartet.</p>
<h2>Venezuelanische Nächte sind lang</h2>
<p>Aber&#8230;.die Freude währte nicht lange, da ich schon auf dem Weg zu meiner Straße von Venezuelanern abgefangen wurde, die mich ungläubig anstarrten, mich in ihr illegales Strandhaus verschleppten, wo die ganze Familie mich ungläubig anstarrte und mich letztendlich in der örtlichen Busstation absetzte, nahe des Internetcafes. Ich solle nicht trampen nachts, das wäre gefährlich, Favela, Pistolen und so weiter. Kopfschütteln. Ich war etwas angenervt, weil ich so viel Weg umsonst gelaufen bin und ging wieder los. Es war noch nicht spät und relativ viel Verkehr auf den Straßen.</p>
<p>Nachdem ich dem Internetcafe einen weiteren Besuch abstattete, um meinem Ärger über die venezuelanische Besorgtheit Luft zu machen, stapfte ich trotzig in die Nacht auf dem Weg zu meiner Straße. Ich bin ca. eine Stunde gelaufen, traf ein paar russische Kapitäne, die mich noch ein Stück mitnahmen und stand dann endlich an der Ruta 10 die runter zur brasilianischen Grenze führt. All the way this street.</p>
<p>Das dritte Auto hielt an. Geländewagen mit drei Menschen. Wir fuhren ins nächste Dorf, wieder wurde ich verschleppt zu einer anderen Familie, weil der Vater Deutsch sprechen würde. Es stellte sich heraus, dass er ein ehemaliger Touristenguide war, der etwas deutsch und perfekt englisch konnte. Wunderbar. Ich bekam meine Karte, erklärte meinen Weg und sie offerierten mir einen Schlafplatz bei einem der Geländewagenmenschen. Es kostete mich etwas Überwindung diesen anzunehmen. Ich wollte ja schließlich weitertrampen. Aber da noch soviel Weg vor mir lag, wollte ich es eher ruhig angehen und stimmte zu. Es sollte eine von drei Nächten sein, die ich nicht auf der Straße verbringen würde für die nächsten zwei Wochen.</p>
<p>Letztendlich war es dann ein sehr schöner Abend, mit etwas Brandy, gebrochenem Spanisch und jeder Menge Spaß. Ich schlief vor dem Haus auf meiner Isomatte und zum Sonnenaufgang sollten mich meine Gastgeber 40km weiter zur nächsten Kreuzung bringen.</p>
<figure id="attachment_429" aria-describedby="caption-attachment-429" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010551.jpg" rel="lightbox[425]"><img class="size-medium wp-image-429" src="http://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010551-300x225.jpg" alt="venezuelanische Freunde" width="300" height="225" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010551-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010551.jpg 1024w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010551-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010551-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010551-800x600.jpg 800w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010551-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-429" class="wp-caption-text">Meine ertsen Bekanntschaften in Venezuela</figcaption></figure>
<figure id="attachment_430" aria-describedby="caption-attachment-430" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010563.jpg" rel="lightbox[425]"><img class="size-medium wp-image-430" src="http://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010563-300x169.jpg" alt="Auto mit Gesich" width="300" height="169" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010563-300x169.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010563.jpg 1024w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010563-150x84.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010563-400x225.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010563-800x450.jpg 800w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010563-200x113.jpg 200w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-430" class="wp-caption-text">Ein Auto mit Gesicht</figcaption></figure>
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<p>Am morgen wieder auf der Straße, endlich sollte es losgehen. Trampen in Venezuela war nicht so einfach wie gedacht. Zumindest stand ich nach meinem ersten Lift eine ganze Zeit an einer großen Kreuzung. Genug Zeit um mich mit etwas Essen aus den nahe gelegenen Straßenküchen zu versorgen und mir den Trubel und die Menschen anzusehen. Irgendwann fing ich dann an zu laufen, wie immer. Auf der Suche nach etwas Schatten.</p>
<h2>Der Langstreckenlift</h2>
<p>Nach einiger Zeit fuhr ein Kleinlastwagen mit offener Ladefläche an mir vorbei und hielt ca. 100m hinter mir. Ich hab es erst nicht gemerkt und ich sah schon winkende Hände am Horizont. Ich stieg auf, es war keinerlei Begrenzung zwischen der Ladefläche und der Straße, es stand bereits ein anderer Mensch hinten am Fahrerhaus, ich gesellte mich zu ihm, hielt mich am Dachgepäckträger fest und wir brausten los. Fast zwei Stunden stand ich auf der Ladefläche, versuchte mit meinem neuen Buddy in schlechtem Englisch und starkem Fahrtwind zu kommunizieren. Plötzlich entdeckte ich&#8230;..Berge, Wälder und tropische Vegetation. Die Landschaft war wunderschön, erinnerte mich an Asien/Myanmar. Die Fahrt fing an mich zu begeistern.</p>
<p><a title="Pick-Ups" href="http://warmroads.de/uruguay-durchgetrampt/" target="_blank">Pick-Ups gehören generell zu meinen Lieblingsfahrzeugen</a>. Auf den Ladeflächen ist man unter freiem Himmel und kann die umliegende Landschaft im 360° Panorama betrachten, wenn gewollt und möglich (je nach Fahrstil hat das Festhalten manchmal Priorität). Ich war sehr glücklich mit meinem Lift und verliebte mich in den venezuelanischen Norden. Es existieren diese Momente der absoluten Glückseeligkeit während des Trampens. Dies war einer davon.</p>
<figure id="attachment_431" aria-describedby="caption-attachment-431" style="width: 633px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010572.jpg" rel="lightbox[425]"><img class="size-full wp-image-431" src="http://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010572.jpg" alt="Ein Pick Up" width="633" height="349" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010572.jpg 633w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010572-300x165.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010572-150x83.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010572-400x221.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010572-200x110.jpg 200w" sizes="(max-width: 633px) 100vw, 633px" /></a><figcaption id="caption-attachment-431" class="wp-caption-text">Langstreckenlift, während einer Polizeikontrolle.</figcaption></figure>
<p>Im Auto selbst saßen zwei Frauen, der Fahrer und ein Kleinkind, welches das Kind meines Ladeflächen-Buddys war, wie ich später herausfinden sollte. Die Kleinfamilie wurde auch alsbald in irgendeiner Stadt abgeliefert, wir luden einige Gepäckstücke im Haus aus, machten noch ein Foto mit dem Mann in dem komischen gelben Anzug und fuhren davon. Wohin eigentlich? Südlich von Ciudad Bolivia wird die Reise hingehen, also halbe Strecke bis zur Grenze. Wow, Langstreckenlift, insgesamt sollte ich 9,5 Stunden in diesem Lift verbringen.</p>
<h2>Militärische Tramphilfen</h2>
<p>Wir landeten gegen Abend in <a title="Upata" href="http://goo.gl/maps/lrsMg" target="_blank">Upata</a> und ich war wiederrum begierig darauf, endlich die erste Nacht in Venezuela trampen zu können. Mein Lift lud mich aufgrund von Sicherheitsbedenken direkt an einem Armeekontrollpunkt ab. Am Tisch saßen drei Männer in Uniform und sie erzählte ihnen meine Geschichte. Mir wurde ein Stuhl gebracht, ich solle mich hinsetzen. Mir war nicht klar was vor sich ging, also nahm ich erstmal Platz und beobachtete was passieren würde. Ständig kamen Kleinlastwagen mit Papieren zum abstempeln. Mal legte jemand ein Bündel Geld auf den Tisch und verschwand oder ein anderer legte zwei geköpfte Hühner neben den Tisch und fuhr durch die Kontrolle.</p>
<p>Nach einer Stunde und sehr viel Verkehr war meine Geduld am Ende und ich versuchte den ranghöchsten der Wachleute zu erklären, dass ich nun lieber ins Dunkel hinter dem Kontrollposten möchte, um dort weiterzutrampen, bevor der üppige Verkehr abnimmt. Er verstand es nicht und deutete mir an, dass ich da warten sollte und ein Bus kommen wurde. Ein Bus, mein größter Alptraum. Ich möchte keinen Bus nehmen, ich bin am trampen. Ich war etwas frustriert und überlegte, wie sich eine bezahlte Busfahrt in meine Trampstatistik einbauen liese. Danach ging ich erstmal ein Bier trinken, zwei und aß etwas in einer nahe gelegenen Kneipe.</p>
<p>Nach ca. zwei Stunden kam der Moment der Wahrheit. Ein Bus hielt an ins 550km entfernte Santa Elena, den letzten Ort vor der Grenze. Ich wurde zwangsverfrachtet in den Bus und der Bus wurde gezwungen mich mitzunehmen. Win-Win-Situation&#8230;nicht ganz. Trampen im Sozialismus halt. Mir war erst nicht klar, ob ich bezahlen müsste oder nicht. Aber ich sollte den Lift umsonst bekommen und mein Gemüt beruhigte sich etwas. Das ist dann technisch gesehen getrampt.</p>
<p>Mein schlechtes Gewissen in einem Bus umsonst mitzufahren, legte sich auch kurz nachdem ich im Inneren angekommen war und noch nichtmal einen Sitzplatz auf dem Fußboden zu ergattern war. Also stehen. Die Reiseleiterin war auch sichtlich angenervt von meiner Präsenz. Ich versuchte die ganze Situation entspannt zu betrachten. Das war nicht sehr einfach. Hinter den Fahrern war eine Box in der Busmitte platziert, die alle Mitfahrenden mit viel zu lauter Latinomusik terrorisierte und zusätzlich bei jedem Basston in blauem Licht erstrahlte. Ich hatte mir irgendwann einen Platz auf dem Boden organisieren können und saß direkt vor der Box. Es war schrecklich.</p>
<p>Die Busfahrt war ungemütlich und grausam. Aber wir waren die ganze Nacht unterwegs und ich sollte am nächsten morgen die Grenzstadt erreichen. Wir erreichten das Busterminal, ich befand mich mitten im Amazonasgebiet, verließ meine Reisegesellschaft und wunderte mich&#8230;.wo waren die Bäume? Venezuelas Süden besitzt offensichtlich keine Vegetation mehr. Keine Bäume, keine Büsche, es ist mir immernoch unerklärlich, was dort passiert ist.</p>
<h2>Grenztragödien</h2>
<p>Nach 1,5 Stunden laufen am Morgen in der freundlichen Äquatorsonne fand ich endlich meinen letzten Lift am Ortsausgang Santa Elena in Richtung Grenze. Die Grenze sollte mich nochmal fünf Stunden kosten. Es stand dort ein kleiner Container herum, der für die Immigration aufgestellt wurde. Viel zu klein und viel zu viele Menschen. Die Schlange war ca. 50m lang. Nach fünf Stunden sollte ich erfahren, dass dies die Schlange für die Einreisenden ist und Ausreisende an der anderen Tür stehen sollten. Gut organisiert alles.</p>
<figure id="attachment_432" aria-describedby="caption-attachment-432" style="width: 780px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010629.jpg" rel="lightbox[425]"><img class="size-large wp-image-432" src="http://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010629-1024x576.jpg" alt="Grenze bei Venezuela." width="780" height="439" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010629.jpg 1024w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010629-300x169.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010629-150x84.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010629-400x225.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010629-800x450.jpg 800w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/02/P1010629-200x113.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-432" class="wp-caption-text">Schlange an der Grenze. Rechts der Container.</figcaption></figure>
<p>Die Wartezeit war trotzdem überaus amüsant, weil sich in der Schlange eine kurzweilige Gemeinschaft konstituierte, die von allerlei Skandalen erschüttert wurde. Einmal ist die Ordnung der Schlange auseinander geraten. Die Leute standen nicht mehr an ihren alten Positionen, es wurde diskutiert, geschimpft, geflucht und ich stand immer im Mittelpunkt, weil der Deutsche in seinem gelben Anzug so eine gute Orientierung abgab. Leute beschwerten sich, weil ich jetzt vor Ihnen stand, andere wurden angewiesen hinter mich zu treten. Es existierte quasi die Schlange vor und die Schlange hinter mir.</p>
<p>Daneben versuchten regelmäßig hilflose, alte oder resolute Damen mit schauspielerischer Glanzleistung direkt am Container Stempel zu bekommen. Einmal beobachtete ich eine Frau die ihr Kleinkind instrumentalisierte und so versuchte als nächstes dranzukommen. Der Mob tobte! Alle schauten zu, schimpften und schrieen abermals und es brach johlender Applaus aus, als sie von der zuständigen Grenzbeamtin weggeschickt wurde. Immer was los an der venezuelanischen Grenze.</p>
<p>Irgendwann hatte ich auch endlich alle nötigen Papiere und trottete nach Brasilien. Mit mir ein Pole der auf dem Fahrrad seit einigen Jahren um die Welt zog und drei brasilianische Backpacker, die sich gerade die berühmten <a title="angel falls" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Salto_%C3%81ngel">Angel Falls</a> in Venezuela angeschaut hatten.</p>
<h2>Next stage Brazil</h2>
<p>Insgesamt 42 Stunden für 1080km durch Venezuela. Ich war ganz zufrieden. Es ist nicht viel passiert und ich konnte die Passage schnell bewältigen. Brasilien lag vor mir und ich ging motiviert an die Restlichen 7000km. Nachdem ich mich mit Wasser, Schokomilch und ein paar Panadas eingedeckt hatte&#8230;..</p>
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		<title>Durch die Hintertür nach Venezuela</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2015 19:52:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reisegeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Segeln]]></category>
		<category><![CDATA[Venezuela]]></category>
		<category><![CDATA[Boottransfer]]></category>
		<category><![CDATA[Endlich Festland]]></category>
		<category><![CDATA[Raod Trip]]></category>
		<category><![CDATA[Tramper mitnehmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>11 Uhr. Ablegezeit. Nachdem uns ein Inder, so höflich und nachdrücklich wie es ein Inder eben macht, erklärte, dass wir an der Marina nicht...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>11 Uhr. Ablegezeit. Nachdem uns ein Inder, so höflich und nachdrücklich wie es ein Inder eben macht, erklärte, dass wir an der Marina nicht willkommen sind, trottete unsere Gruppe ins nahe gelegene Fischerdorf. Außer mir waren fast nur Venezuelaner dabei, die alle etwas priviligiert Aussahen. Jetset eben.</p>
<figure id="attachment_254" aria-describedby="caption-attachment-254" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010539.jpg" rel="lightbox[252]"><img class="wp-image-254 size-medium" src="http://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010539-300x225.jpg" alt="Unser Kahn für die Überfahrt" width="300" height="225" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010539-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010539.jpg 1024w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010539-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010539-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010539-800x600.jpg 800w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010539-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-254" class="wp-caption-text">Unser Kahn für die Überfahrt</figcaption></figure>
<p>Als unser Boot am Fischerdorf anlegen wollte, kam ein halbnackter Rastaman mit einer Machete in der Hand angesprungen, fluchte und schrie und deute mit seiner charmanten Art an, dass auch hier kein Platz für uns sein wird. Ich kam mir vor wie in einer Gruppe Flüchtlinge, überall nur Hass und dann dieses Boot.</p>
<p><span id="more-252"></span></p>
<p>Ich mag es garnicht Boot nennen, weil dafür war es eigentlich zu klein, zu löchrig, aber immerhin hatte es drei Außenborder für den Antrieb. Es waren zwei Boote insgesamt, eines mit und eines ohne Regenschutz (wobei dieser aus auf Holzbalken genagelter Plastikfolie bestand). Ich war etwas erstaunt, wieso wir insgesamt sechs Außenborder hatten für die 70km Überfahrt und gab mich mit der Theorie zufrieden, dass unsere Bootsführer wohl extra Motoren mitführten, falls einer auf dem Weg kaputt geht. Schließlich fuhren wir direkt über den Kanal zwischen Trinidad und Venezuela und die See konnte ungemütlich werden.</p>
<figure id="attachment_253" aria-describedby="caption-attachment-253" style="width: 150px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010536.jpg" rel="lightbox[252]"><img class="wp-image-253 size-thumbnail" src="http://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010536-150x150.jpg" alt="Auf dem Boot mit den Anderen" width="150" height="150" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010536-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010536-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010536-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010536-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010536-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a><figcaption id="caption-attachment-253" class="wp-caption-text">Auf dem Boot mit dem Jetset</figcaption></figure>
<p>Meine Theorie war allerdings falsch. Die drei Maschinen waren notwendig um richtig schnell nach Venezuela rüberzuknallen. Wir fuhren also mit allen drei gleichzeitig, was einen Höllenlärm verursachte. Die Fahrt war trotzdem wunderschön. Ich hab mich in die Küste Venezuelas etwas verliebt. Der Dschungel ragte majestätisch über den Klippen hervor, außer ein paar kleinen Fischerdörfern und zwei Industrieanlagen gab es nichts, außer wilden Stränden, Palmen und eben Dschungel.</p>
<p>Zu meiner weiteren Begeisterung trug auch bei, dass wir unterwegs einen Tramper aufsammelten. Ein Fischerjunge, der an der Küste mit seinem T-Shirt winkte. Das Boot drehte ab und wir luden in auf. Meine Passion war endgültig geweckt. Venezuela, Festland, endlich wieder trampen, was laut <a title="Hitchwiki" href="http://hitchwiki.org/en/Venezuela">Hitchwiki</a> richtig gut funktionieren sollte. Und vorallem Pick-Up Trucks. Wie habe ich mich darauf gefeut.</p>
<p>Ein solcher Truck sollte uns auch gleich vom Pier zur Immigration chauffieren. Die Ladefläche war vom Rost zerfressen. Ich konnte die Straße durch den Radkasten sehen und auch sonst bogen sich die Schweller zum zerbersten nahe, als wir Platz nahmen. So schnell es das Material zu ließ trotteten wir durch die Stadt zu unserem Zielort. Mit ca. 20km/h.</p>
<figure id="attachment_258" aria-describedby="caption-attachment-258" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010543.jpg" rel="lightbox[252]"><img class="size-medium wp-image-258" src="http://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010543-300x225.jpg" alt="Tragfläche nicht mehr in bestem Zustand" width="300" height="225" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010543-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010543.jpg 1024w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010543-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010543-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010543-800x600.jpg 800w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010543-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-258" class="wp-caption-text">Tragfläche nicht mehr in bestem Zustand</figcaption></figure>
<h3>Wo bitte gehts zur Immigration?</h3>
<p>Was nun folgte war die wohl komischste Einreise, die ich je erlebt habe. Wir kamen zu einem kleinen Haus, dort drin saß ein Mann mit seiner Familie, er hatte eine unappetitliche Enzündung am Bein und badete seine Füße in einer Wanne. Meine Gefolgschaft nahm wie selbstverständlich Platz. Wir warteten anscheinend auf die Dame mit den Stempeln.</p>
<p>Zwischenzeitlich war Zeit zum Geld wechseln gekommen. Ich hatte mir extra Dollar mitgenommen, da der offizielle Wechselkurs 1$ = 11 bolivian Dollars war, der Schwarzmarkt aber 1:75 tauschte, laut Internet. Dank der Wirtschafts- und Ölkrise lag der aktuelle Wechselkurs für mich aber bei 1:135 und ich habe gehört an manchen Orten wurde sogar 1:180 getauscht. Ein Mann mit Hut und Mofa erwartete meine 30$ und fuhr damit davon. Alle hatten mich vorher gewarnt wie korrupt und gefährlich Venezuela war und ich drückte ihm das Geld in die Hand und er verschwand.</p>
<p>Nach einiger Zeit kam er wieder mit 2700 bolivian Dollars, was einem abgemachten Wechsel von 20$ entsprach. Ich hatte ihm aber 30$ gegeben. Er meinte 10$ seien Trinidad Währung gewesen und damit war ich dann mein Geld los. Ich machte keinen Aufstand, dachte das gehört dazu und der Wechselkurs war immer noch gut genug. Ich war immer noch reich.</p>
<figure id="attachment_255" aria-describedby="caption-attachment-255" style="width: 300px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010548.jpg" rel="lightbox[252]"><img class="wp-image-255 size-medium" src="http://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010548-300x225.jpg" alt="Immigration Office in Venezuela" width="300" height="225" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010548-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010548.jpg 1024w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010548-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010548-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010548-800x600.jpg 800w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/01/P1010548-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-255" class="wp-caption-text">Immigration Office in Venezuela</figcaption></figure>
<h3>Vorurteile in meinem Kopf</h3>
<p>Die Pässe kamen an und waren zu meiner Verwunderung schon gestempelt. Keine Ahnung was da passiert ist, ich habe keinen offiziellen zu Gesicht bekommen. Ich kam mir etwas illegal vor in diesem Moment, aber der Stempel schien in Ordnung zu sein, also machte ich mir darüber keine weiteren Gedanken. Beim Grenzübertritt nach Brasilien sollte all dies kein Problem darstellen. Nachdem ich endlich im Auto saß und über alles nachdachte, wurde mir auch klar, dass ich keinen 10$ Schein besessen hatte und der Wechsler mich nicht übers Ohr gehauen hatte.</p>
<p>Es waren nur die Vorurteile über Venezuela, die mich zu dieser Annahme verleitet hatten. Ich schämte mich, weil ich behauptet hatte, er hätte mir zu wenig gegeben. Eigentlich hat er nur sein Geschäft gemacht und das hat er ordentlich getan. Das kommt davon, wenn einem alle Welt sechs Wochen lang einredet, wie gefährlich und korrupt Venezuela ist. Ich werde erschossen, ausgeraubt, betrogen und würde ja sowieso total verrückt sein, in dieses Land einzureisen. Letztendlich sollte alles ganz anders kommen. Venezuela ist ein wundervolles Land. Das sollte ich aber erst nach meinem ersten Lift erfahren&#8230;..</p>
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