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	<title>Peru &#8211; Warm Roads</title>
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		<title>Trampen in&#8230; (12) Peru</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Jan 2016 07:07:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Peru]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen in...]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Prolog Peru alles in allem etwas wilder, chaotischer und hat insgesamt mehr Profil als Bolivien. Aber genauso günstig. Nicht das Beste aber wohl interessanteste Land,...</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de/trampen-in-12-peru/">Trampen in&#8230; (12) Peru</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de">Warm Roads</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 style="text-align: justify;">Prolog</h2>
<p style="text-align: justify;">Peru alles in allem etwas wilder, chaotischer und hat insgesamt mehr Profil als Bolivien. Aber genauso günstig. Nicht das Beste aber wohl interessanteste Land, was ich auf meiner Südamerika Tour durchquert habe. Es gibt verschiedene Gründe, weshalb ich gerne noch einmal wiederkommen möchte. Die Straßen sind es jedoch nicht und das Trampen funktionierte zwar, jedoch war es mit einigen <a href="https://warmroads.de/de/tag-der-blockade-trampen-im-kollektiven-widerstand-von-peru/">Komplikationen</a> verbunden.<span id="more-1273"></span></p>
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<h2 style="text-align: justify;">Statistik</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Zurückgelegte Distanz: </strong><strong>2754</strong><strong> Kilometer</strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify"><strong>Anzahl der Lifts: </strong><strong>47</strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify"><strong>Durchschnittliche Wartezeit: </strong><strong>24</strong><strong> Minuten </strong><strong>44</strong><strong> Sekunden</strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify"><strong>Standzeit Gesamt: </strong><strong>19</strong><strong> Stunden </strong><strong>23</strong><strong> Minuten</strong></p>
<p style="text-align: justify;" align="justify">Log wie immer <a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Log-Peru.ods">hier.</a></p>
<h2 style="text-align: justify;">Meine Route</h2>
<p style="text-align: justify;">Zuerst trampte ich in mehreren Tagen über gesperrte Straßen von Copacabana nahe <a href="https://www.google.com/maps/dir/Cusco,+Peru/Municipio+Copacabana,+Bolivien/@-14.9263922,-70.5240436,9z/data=!4m8!4m7!1m2!1m1!1s0x916dd5d826598431:0x2aa996cc2318315d!1m2!1m1!1s0x915dcd7e020a5f2f:0x5ff56029fdb79a4a!3e0">Lago Titicaca nach Cusco</a> und von da aus dann direkt nach Norden, durch das chaotische Lima <a href="https://www.google.com/maps/dir/Cusco,+Peru/Huaquillas,+Provinz+El+Oro,+Ecuador/@-8.6048206,-76.3030536,7z/data=!4m8!4m7!1m2!1m1!1s0x916dd5d826598431:0x2aa996cc2318315d!1m2!1m1!1s0x90339bb1c72e8bd5:0xe5cddac1d5ed359e!3e0">an die ecuadorianische Grenze</a>. Viel Transit.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Menschen</h2>
<p style="text-align: justify;">Peruaner sind prinzipiell sehr stolz. Anders als in Bolivien, wo ich eine allgemeine Bescheidenheit wahrgenommen habe. Das kulturelle Erbe macht sich bemerkbar, die Menschen gehen erhobenen Hauptes und sehen manchmal etwas gefährlich aus. Aber auch hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich hinter jeder noch so sonderbaren Fassade ein netter Mensch finden lässt, wenn man ihm mit einem Lächeln und einer freundlichen Art begegnet. Peruaner sind etwas direkter als ihre Nachbarn, jedoch nicht so pissig wie die Argentinier. Ich mochte das.</p>
<p style="text-align: justify;">Was ich ansonsten in Peru wahrgenommen habe ist: Rock. Classic Rock und psychedelic Rock, all die alten längst vergessenen Songs dudeln dort hoch und runter im Radio und werden von Cover Bands in den Bars gespielt. Ich glaube das hat sich letztendlich auch in meinem Kopf eingenistet, dass die Peruaner eigentlich die Rocker von Südamerika sind und ein reichhaltiges kulturelles Erbe vertreten.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Straßen</h2>
<p style="text-align: justify;">Tja Straßen. Nach Lima zieht sich eine Autobahn hoch, die ungefähr hinter Ica beginnt und Teil der Panamericana ist. Im Prinzip ist das eine gute Route durch flaches Land und kann schnell passiert werden, allerdings wissen die Peruaner absolut nicht, wie eine solche Autobahn zu befahren ist. Generell herrscht in Peru großes Verkehrschaos, was sich auf der Autobahn zusätzlich vergrößert und seinen orgastischen Höhepunkt in Lima findet.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben dieser Autobahn gibt es noch das Inland. Dort ist die Straße prinzipiell ganz gut, allerdings sind die Serpentinen in den zerklüfteten Berglandschaften östlich von Nasca allgegenwärtig und eine längere Fahrt kann durchaus anstrengend werden. Vielleicht sogar noch anstrengender als über die Staubpisten von Peru, weil die Geschwindigkeit höher ist und ihr so mehr Gravitation ausgesetzt seid, als bei langsamerer Geschwindigkeit.</p>
<p style="text-align: justify;">Haltemöglichkeiten lassen sich prinzipiell recht gut finden, die großen Straßen sind allerdings manchmal etwas eng. Gibt allerdings schlimmere Länder und ich will mich da garnicht beschweren. Hier und da tauchen Kreisverkehre auf, die natürlich eine gute Wahl zur Positionierung darstellen. Städte sind meist klein und gut zu passieren. An der Küste sollt man allerdings aufpassen, da dort einige Klopper warten, wie Nasca oder die Ausgeburt des Anarchismus: Lima.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt in ganz Peru Tollstationen die zum Trampen bestens geeignet sind. Auf der großen Autobahn gibt es außerdem gut geeignete Rasthöfe. Insgesamt sind diese beiden Optionen sehr erstrebenswert zur Positionierung in Peru.</p>
<p style="text-align: justify;">Insgesamt ist die Fortbewegung auf den Straßen Perus unglaublich langsam. Entweder die unwegsamen Gelände bremsen die Fahrt ungemein aus oder die unfähigen Verkehrsteilnehmer. Oder beides.</p>
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<h2 style="text-align: justify;">Taktik</h2>
<p style="text-align: justify;">Laufen wirkte auch hier. Allerdings waren die Peruaner manchmal etwas schwieriger zum Anhalten zu bewegen. Aber ich kam auch aus Bolivien und war gewöhnt, dass einfach alles stoppt, was gerade vorbeikommt.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Trampen klappt insgesamt sehr gut, jedoch hat die ganze Sache einen großen Haken. In Peru erwarten die Leute, dass ihr bezahlt. Und das ist eine weit verbreitete Trampkultur, insbesondere im Süden des Landes, zwischen Lago Tititcaca und Nasca. Es ist total unterschiedlich zu Bolivien, weil in Peru sehr viele Menschen, insbesondere ältere Frauen und Männer, trampen und die Spritbeteiligung weit verbreitet ist. In keinem anderen Land habe ich das bisher so stark wahrgenommen, wie in Peru.</p>
<p style="text-align: justify;">Das macht euer Leben natürlich um einiges schwerer. Ich empfehle schon vor dem Einstieg klar zu machen, dass ihr nicht bezahlen wollt und das ihr trampt. Oft werdet ihr trotzdem mitgenommen. Es sollte jedoch hinzugefügt werden, dass die Peruaner keineswegs offensiv Geld verlangen, sondern eher freundlich darauf hinweisen, dass sie ja Benzin bezahlen müssen. Manchmal wollte ich etwas geben und sie haben abgewunken, weil ich ein Gringo bin. Das war aber eher die Ausnahme. Besser klare Kommunikation und alles im vorhinein festsetzen, damit keine unangenehmen Überraschungen folgen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Fotos</h2>

<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-12-peru/peruanische-frau/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Peruanische-Frau-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Frau in Peru mit dem tollen traditionellen Gewand. Hut tut gut!" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Peruanische-Frau-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Peruanische-Frau-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Peruanische-Frau-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Peruanische-Frau-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Peruanische-Frau-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-12-peru/polizei-peru/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Polizei-Peru-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Friendly police." srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Polizei-Peru-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Polizei-Peru-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Polizei-Peru-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Polizei-Peru-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Polizei-Peru-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-12-peru/pick-up-peru/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Pick-Up-Peru-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Pick Up in Peru" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Pick-Up-Peru-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Pick-Up-Peru-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Pick-Up-Peru-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Pick-Up-Peru-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Pick-Up-Peru-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-12-peru/landschaft-peru/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-Peru-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="South of Cusco" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-Peru-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-Peru-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-Peru-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-Peru-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-Peru-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-12-peru/cusco/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Cusco-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Wunderschönes Cusco." srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Cusco-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Cusco-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Cusco-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Cusco-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Cusco-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-12-peru/fleischmarkt-peru/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Fleischmarkt-Peru-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Fleischmarkt in Peru. Neues Gebiß gefällig?" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Fleischmarkt-Peru-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Fleischmarkt-Peru-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Fleischmarkt-Peru-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Fleischmarkt-Peru-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Fleischmarkt-Peru-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-12-peru/landschaft-2/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Truck Peru" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-12-peru/landschaft-in-peru/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-in-Peru-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Landschaft in Peru" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-in-Peru-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-in-Peru-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-in-Peru-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-in-Peru-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Landschaft-in-Peru-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-12-peru/wueste-peru/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wüste-Peru-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="La Lineas de Nasca. Wüste in Peru." srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wüste-Peru-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wüste-Peru-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wüste-Peru-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wüste-Peru-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/01/Wüste-Peru-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>

<h2 style="text-align: justify;">Besonderheiten</h2>
<p style="text-align: justify;">Lima ist wohl das größte Molloch, was ich je durchquert habe und das ist garnicht mal so negativ gemeint. Die Stadt hatte einen sonderbaren Charme und der Verkehr war so chaotisch, dass ich mich irgendwie in dieses absolut abgefahrene Chaos verliebt habe.</p>
<p style="text-align: justify;">Cusco ist wohl die Touristenhauptstadt von Südamerika, da von dort alle Touren zum berühmten Machu Picchu starten und sich hier eine sonderbare Mischung aus Backpackern, Familien und Wochenendurlaubern versammelt. Die Stadt an sich ist wunderschön, lebt gut vom Tourismus und hat eine nette Kneipenkultur, sowie einige Discos mit suspektem Lokalvolk und Drogenangeboten an jeder Ecke.</p>
<p style="text-align: justify;">In Peru ist der berühmte psychoaktive San Pedro Kaktus legal zu kaufen auf dem Markt und in den Bergen kann man auch Rituale mit örtlichen Schamanen mitmachen. Ich war zwar auf keinem, aber im Prinzip geht es darum, um ein Feuer zu sitzen und psychedelische Drogen zu nehmen. Klingt eigentlich ganz nett und mit dem örtlichen Gesetz kommt man auch nicht in Konflikt.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Sache noch zum Schluß, die ich beim Durchsehen der Bilder festgestellt habe. Peru kriegt einen Bonuspunkt für allgemeine Schönheit. Ob die Wüste im Westen, die tollen Berge im Osten, landschaftlich wunderbar. Und Cusco ist wahrscheinlich die ansehnlichste Stadt, die ich in Südamerika besucht habe. Tolle alte Architektur. Hübsch gemachtes Kopfsteinpflaster. Peru ist schön!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ohne Schlaf und ohne Geld trampen &#8211; Ecuador</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2015 03:27:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ecuador]]></category>
		<category><![CDATA[Peru]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der peruanische Norden wirkte irgendwie gefährlich. Weiß auch nicht wieso. Die Leute waren sehr besorgt. Ich kam halb Zwölf in Tumbe an und wollte...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der peruanische Norden wirkte irgendwie gefährlich. Weiß auch nicht wieso. Die Leute waren sehr besorgt. Ich kam halb Zwölf in Tumbe an und wollte ans Ortsende laufen und dort trampen. Weit sollte es sein. Nagut. Ich hatte schon zwei Nächte ohne Schlaf hinter mir. Die dritte Nacht machte mir zu schaffen. Vernunft und Prinzip führten wieder mal eine wilde Diskussion. Sollte ich vielleicht einfach ein Taxi ans Ortsende nehmen&#8230;..Innerorts ist ja okay. Nagut. Allerdings lehnte der erste Taxifahrer ab, weil es ihm am Ortsende zu gefährlich war. TukTuk wollte viel Geld, dafür war ich zu geizig. Bis zur Grenze waren es aber nur noch wenige Kilometer. Ich gönnte mir letztendlich für 1,30€ ein Sammeltaxi. Das erschien mir effizienter als wegen ein paar Kilometern wieder zwei Stunden zu verlieren und in der sonderbaren Grenzgegend rumzulaufen. War mir heute nicht so danach. Normalerweise geb ich auf Gefahrenbekundungen nicht allzu viel, aber da ich schon fast 72 Stunden wach war, wollte ich in diesem Zustand keine kritischen Situationen erleben. Ich hatte also etwas Schiss.<span id="more-880"></span></p>
<h3 style="text-align: justify;">Technische Fehler und Nachtlifts</h3>
<p style="text-align: justify;">Das Taxi sollte dann auch in die eigentliche Grenzstadt fahren. Als die Kreuzung nach Fronteira kam, wollte ich aussteigen und laufen. Die ließen mich aber nicht. Es sei ja so gefährlich und in der Stadt ist auch ne Grenze. Mas facil, viel einfacher. Jaja. Letztendlich landete ich an einer Brücke, Stadtmitte, mit einem schlafenden Beamten, konnte unbehelligt nach Ecuador laufen, aber kriegte dort keinen verfickten Stempel in meinen Passport. Den gabs nur an der anderen Grenze. Klassischer Fehler. Bei sowas dreh ich immer durch.</p>
<p style="text-align: justify;">Meine Karte hatte ich liegenlassen, als wir das letzte mal Fisch gegessen haben. Da stand ich nun mitten drin. Wieder alles verkackt. Es gab also nur die Option nochmal ebend ein Taxi (innerorts) zu nehmen. Ich war zu gemütlich. Handelte noch einen billigen Preis aus, da ich noch 3 Dollar für Essen behalten wollte. Und Freitag Nacht 00:55 Uhr war ich endlich auf ecuadorianischem Boden. Die Nacht lag vor mir. Nicht mehr weit nach Quito und dann nur noch 1100km nach Bogota. Klingt nicht so, war aber irgendwie motivierend für mich.</p>
<p style="text-align: justify;">Der erste Lift in Ecuador war mit der Polizei. Die Streife nahm mich zur nächsten Kontrolle mit. Dort hielten drei Lastwagen, ich fragte wohin, die meinten Mitnehmen läuft nicht, ich solle aber doch mal den Reisebus da drüben fragen. Das würde sicher gehen, wenn ich kein Geld hätte. Das machte ich. Ich ließ meinen ganzen Charme spielen und erwischte Fahrer und Fahrkartenfrau zusammen im Cockpit (sitzend). Sie willigten ein. Ich verstand zwar nicht wohin es ging, aber bekam einen Platz, Straße Richtung Bogota, geht klar. Busticket kostete eigentlich 8 Dollar. Fahrt dauerte vier Stunden. Auch in Nacht drei hatte ich meinen Nachtlift erwischt. Diese vier Stunden schlief ich in einem Bussitz und ihr glaubt nicht, wie komfortabel das war. Kurz nach Abfahrt Augen zu und im Morgengrauen aufgewacht.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Wieso verkack ich meine Route ständig?</h3>
<p style="text-align: justify;">Da fiel ich nun völligst zerstört aus dem Bus, mit drei Dollar in der Tasche und ohne Karte. Es war schon hell, perfekt zum weitertrampen. Erstmal checken wo wir sind. Und die erste Karte zeigte mir&#8230;..Guayaquil, Westküste Ecuador. What the&#8230;!?! Falsche Richtung. 600Km nach Quito. I fucked it up again&#8230;.vom Weg abgekommen. Okay, keine Zeit verlieren, ich muss Boden gut machen. Letztendlich fand ich aber heraus, dass der Fehler nicht ganz so schlimm war, weil ich so nicht den direkten Weg durch die Berge nahm, sondern über die flache Ebene nach Quito fahren konnte. Vielleicht sogar schnellerer Weg.</p>
<p style="text-align: justify;">Ecuador war wie ein südamerikanischer Außenposten der USA, ganz anders zu den Ländern zuvor. Überall amerikanische Autos, Dollar als Währung und gut ausgebaute Highways, die über klassische Auffahrten zu betrampen sind. Einige schnelle Lifts, ein bißchen Laufen und irgendwann gegen acht Uhr morgens stand ich am Ende irgendeiner Stadt mit schöner Trampstelle.</p>
<figure id="attachment_882" aria-describedby="caption-attachment-882" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Stree-Food-Ecuador.jpg" rel="lightbox[880]"><img class="size-full wp-image-882" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Stree-Food-Ecuador.jpg" alt="Kleines leckeres Street Food Frühstück in Ecuador." width="780" height="439" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Stree-Food-Ecuador.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Stree-Food-Ecuador-300x169.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Stree-Food-Ecuador-150x84.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Stree-Food-Ecuador-400x225.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Stree-Food-Ecuador-200x113.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-882" class="wp-caption-text">Kleines leckeres Street Food Frühstück in Ecuador.</figcaption></figure>
<h3 style="text-align: justify;">&#8222;Willst du wirklich hier essen und nicht lieber da drüben?&#8220;</h3>
<p style="text-align: justify;">Kurze Pause, da gab es Street Food. Musste ich ausprobieren. 1,50 Dollar für eine Schüssel voll Reis mit einer Art Curry/Gulasch und Kräutern. Erschien mir im Preis-Energie Verhältnis als sehr lohnenswert. Die Leute waren etwas skeptisch, ob ich denn wirklich hier Essen wollte? Sie deuteten auf ein Restaurant am anderen Ende der Straße. Ich lehnte dankend ab. Natürlich will ich hier Essen! Hier in eurem reudigen Kapuff für 1,50€. Und es war wirklich etwas reudig. Reudiger als ich es erwartet hatte.</p>
<p style="text-align: justify;">Der gealterte Küchenchef schnappte sich ein Schälchen, welches mit anderen Schälchen in einem Wasserbad stand und noch alte Essenreste von dem Nutzer davor beinhaltete. Kurz abgespühlt mit Wasser, richtig sauber war es nicht, aber der Reis sollte das überdecken. Mit den Kräutern sah es auch echt gut aus, roch fantastisch. Die Soße konnte was. Ich fotographierte, da ich seit einiger Zeit Straßenfood dokumentiere und lies mich zum Essen nieder. Irgendwas war komisch an diesem Gericht, irgendeine Zutat war recht zäh. Dachte erst, es wäre fettiges Fleisch, aber irgendwann fand ich heraus, das alle Fleischstücke ziemlich zäh waren und nach Gummisohle geschmeckt haben. Das war wirklich sonderbar. Da war einfach kein geniessbares Stück dabei. Gegessen hab ich trotzdem alles. Habs ja schließlich bezahlt und brauchte die Energie zum trampen. Prinzipiell mach ich mir unterwegs auch um nichts anderes Gedanken, als meine Tour optimal und Effizient zu trampen. Objectives eben.</p>
<p style="text-align: justify;">Einige kurze Lifts weitergetrampt, einmal nen schönen Pick-Up mit Ladefläche erwischt, der mir im sonst heißen Dschungelklima etwas Erfrischung versprach. Irgendwann hatte ich einen Fahrer der unbedingt wissen wollte, wieso ich diese Reise mache. Ich erklärte ihm, dass ich einmal um die Welt trampen will. Ja, aber warum? Weil ich einmal um die Welt trampen will. Ja, aber warum diese Reise? Weil ich&#8230;.  Hoffnungslos. Er wird es nicht verstehen. Nicht das letzte mal, dass ich diese Konversation haben werde. Ich weiß auch nicht, was daran nicht nachvollziehbar sei.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Der Mutti-Lift</h3>
<p style="text-align: justify;">Ortsende von St. Dominguez, ich trampe. Jeep mit zwei Frauen fährt vorbei, sie schauen mich an. Zwei Minuten später kehren sie um und laden mich ein. Manche Leute brauchen etwas länger um sich zu Entscheiden. Speziell mit meinen weiblichen Mitnehmerinnen passiert sowas schon ab und zu mal. Sie waren sehr herzlich, ich verstand zwar nur eine der Beiden, aber wir hatten eine gute Konversation in Spanisch.</p>
<p style="text-align: justify;">Ob ich denn schon was gegessen hatte? Es war Mittag. Seit dem Ekelfood am Morgen hatte ich nichts mehr gehabt und auch nur noch 1,50$ in der Tasche. Irgendwie gefiel es mir, nach drei schlaflosen Nächten und dieser ätzend langsamen und langen Route dann noch den Schwierigkeitsgrad mit absoluter Armut zu erhöhen. Obwohl ich das sonst nicht so mag. Die beiden zögerten nicht lang und am nächtsen KFC bogen wir ab und es gab erstmal ein schönes Chicken Menü. Da sag ich natürlich nicht nein.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich war so hungrig und den viel zu großen Softdrink konnte ich garnicht schnell genug leeren. Die Nachtische (Butterkeks, yummi) hab ich von allen drei Menüs bekommen. Die beiden wollten ihre Kekse nicht. Essen schmeckt sowieso viel besser, wenn man hungrig ist und nicht weiß, wann es das Nächste gibt. Wir fuhren nach Quito, ich versuchte wieder etwas zu schlafen, aber meine Fahrerin raste dermaßen aggressiv die Serpentinen zur Stadt hoch, dass ich nur schwerlich zur Ruhe kam. Auf meiner verlorenen Karte war Quito nur ein langer gelber Fleck. Ich hatte schon Angst für der Durchfahrt, war aber froh noch vor Dunkelheit anzukommen. Städte nehmen immer soviel Zeit in Anspruch. Die Beiden haben meinen Plan verstanden und ließen mich an der Autobahn im nördlichen Teil raus. Super für mich. Letztendlich aber auch halb so wild, weil die Autobahn oberhalb der Stadt verlief und super zu betrampen war.</p>
<figure id="attachment_884" aria-describedby="caption-attachment-884" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Quito-Ausblick.jpg" rel="lightbox[880]"><img class="size-full wp-image-884" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Quito-Ausblick.jpg" alt="Quito Ausblick" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Quito-Ausblick.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Quito-Ausblick-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Quito-Ausblick-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Quito-Ausblick-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Quito-Ausblick-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-884" class="wp-caption-text">Quito</figcaption></figure>
<h3 style="text-align: justify;">Wasser?</h3>
<p style="text-align: justify;">Es war Nachmittag. Ich fragte in einer Tankstelle, ob die mir meine Wasserflasche auffüllen könnten. Wasser, ja haben wir hier im Kühlschrank. Ne Kollega, hab kein Geld. Er verwies mich auf den Wasserhahn am Klo. Das Wasser war so verchlort, dass es sogar milchig wurde. Also kein Wasser. Es gab noch ein zweites Klo außen, da war aber dasselbe Problem. Ich fragte zwischendurch Autos an der Tankstelle um irgendwie aus der Urbanzone rauszukommen. Der Restaurantchef hatte anscheinend gesehen, dass ich kein Wasser bekommen habe und Pfiff plötzlich nach mir, wie nach einem Hund. Ich drehte mich um und fragte was los sei. Ich sollte kommen. Danach gab es eine Flasche mit kühlem Sprudel für mich. Direkt aus dem Cola Automaten gezapft. Leckaschmatzifakus! Ich lief sodann auf der Stadtautobahn Richtung nächste Ampel, um mir etwas anzuhalten.</p>
<p style="text-align: justify;">Taxi, mal wieder. Diesmal lange Diskussion. Keine Kohle. Wie keine Kohle? Ja, ich hab keine Kohle, kannst mich mitnehmen oder stehenlassen. Keine Kohle? Ne, Nada amigo. No tengo. Er ließ mich einsteigen. Dieses Gespräch führte sich die gesamte Fahrt fort. Er Begriff es einfach nicht. Er bot mir die Fahrt für ein paar Dollar an. Ich hatte noch 1,50$, die ich aber auf keinen Fall irgendeinem Taxi Missverständnis in den Rachen werfen würde. Meine Kommunikation war schließlich klar, entweder du nimmst mich mit, oder nicht. Aber ich hab kein Geld. Der Fahrer wurde etwas sauer, weil er es absolut nicht verstehen wollte. Ich solle ihm doch etwas Geld geben. Ja, hab aber keins. Hab Zigaretten. Ne, er raucht nicht. Nagut. Am Ende hat er trotzdem eine Kippe genommen und ich konnte ohne Zwischenfälle aussteigen. Standort kurz vor dem Flughafen an einer Tollstation.</p>
<p style="text-align: justify;">Da war dieser Opa mit seinem rostigen Chevrolet. Ich hatte ihn schon an der Tanke vor der Toll-Station gesehen. Ich rannte, um ihn vor dem Bezahlen abzupassen. Etwas überrascht war ich von mir selbst, aber die Tramperinstinkte gingen mal wieder mit mir durch. Ich schrie regelrecht in sein offenes Fenster „Permissio, fahren sie in die und die Richtung?“. Er zeigte mir an, ich solle einsteigen. Der Opa war mega putzig. Sprach mich immer mit „Señor&#8220; an. Das hat mir gut gefallen. Er hat ständig herzlich gelacht, als ich ihm von meiner Reise erzählt hatte. Wohlfühllifts. Lies mich auch an einer super Position raus.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Grenzerfahrung</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Position war ein schöner Kreisel, der an meiner Ausfahrt allerdings von einigen Menschen besetzt war, die dort alles anhielte, was vorbeikam. Busse, Autos, Taxis. Und da waren recht viele Leute. Große Konkurrenz also. Ich ging einfach 50m weiter nach hinten, zog meine Reflektoren an, ergänzte noch eine warme Schicht unter meinen Anzug und trampte von da weiter. Mittlerweile setzten erste Verschleißerscheinungen ein. Die vierte Nacht auf der Straße brach an und mein Körper gab mir langsam zu erkennen, dass er ziemlich am Ende war.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich fing an zu frieren, hatte leichte Kopfschmerzen. Bald bekam ich meinen Lift. Es war ein guter Lift, 200km weiter nördlich, in Schlagdistanz zur Grenze. Im Auto machte sich allerdings ein fiebriges Gefühl in mir breit. Mir war plötzlich total heiß und ich fühlte mich sehr schwach. Durch das rumgekurve wurde es nicht besser. Wasser trinken. Dunkelheit. Da war es also. Mein Limit. Hatte mich schon gefragt, wie lange ich durchalten kann. Aber ich bin auch mit einem Kater gestartet. War vielleicht nicht der beste Anfang. Und der vorherige Tag im heißen ecuadorianischem Dschungel setzte mir noch etwas zu.</p>
<p style="text-align: justify;">Mein Lift war vielleicht der erste Mensch, den ich wirklich 100% in Spanisch verstand. Er fuhr schnell, hatte ein sehr gutes Auto und wir sammelten noch seine Frau in der Stadt ein, bevor er mich dankenswerterweise am Ortsende an einer großen Tankstelle raus lies. Nach dem Aussteigen musste ich mich erstmal kurz sammeln. Es war 20:15 Uhr. Mir ging es immernoch recht schlecht, aber die Zeit drängte, da ich ja noch zur Grenze gelangen wollte und dann einen Nachtlift ins Landesinnere von Kolumbien anpeilte. An der Tankstelle fragte ich einige Autos. Wenn sie mich auf den Bus verwiesen, erklärte ich, dass ich kein Geld habe, was den Tatsachen entsprach. Seit den KFC Frauen am Nachmittag hatte ich nichts mehr gegessen. Ein junges Pärchen drückte mir ein paar Groschen in die Hand, die allerdings noch nichtmal für den Bus reichten. Danke.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Zur Grenze fahren</h3>
<p style="text-align: justify;">Irgendwann ein Pick-Up mit einem Haufen Menschen. Wo sie hinfahren, ach in meine Richtung, habt ihr noch was frei? Sie warteten anscheinend auf eine weitere Person und wenn die nicht kommen sollte, könnte ich mitfahren. Die Person letztendlich doch, aber mitgenommen haben sie mich trotzdem. Keine Ahnung wieso. Wir zwängten uns mit vier Menschen auf die Rückbank und los ging die Fahrt. Angenehmer Nebeneffekt: Die schienen mir keinerlei Beachtung zu schenken, was mir in meiner aktuellen Schwächephase auch sehr recht war. Ich konnte etwas entspannen, während alle Anderen angeregt diskutierten, lachten und offensichtlich eine Menge Spaß hatten. Es war ja auch Freitag Abend und sie fuhren wohl auf irgendeine Party.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich landete in irgendeinem kleinen Dorf 80km vor der Grenze. Kurz nach der Position gefragt und dann wieder an die Straße gestellt. Es war ein bißchen Verkehr, aber nicht viel. Ist auch nicht anders zu erwarten. Richtung Grenze dünnt es sich immer etwas aus. 17 Minuten sollte ich warten, bis mich ein Vater mit seinem rostigen Auto, einer überaus hübschen Tochter, sowie Sohn, welcher unmotiviert auf der Rückbank schlief, mitnahm. Der Lift war harte Arbeit. Erst angehalten, dann schon wieder beschleunigt. Ich musste in das Fenster hineinrufen, um die finale Aufmerksamkeit zu erlangen und das Gespräch eröffnen zu können. Der Vater war anfangs recht skeptisch und irritiert, wie so viele Menschen. Letztendlich haben sie mich allerdings bis zum Grenzposten gebracht. Es war 23:55 Uhr und ich verließ Ecuador. Willkommen in Kolumbien.</p>
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		<title>So voll mit Leben, wie ein Käse an einem heißen Tag &#8211; Trampen durch Lima</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jul 2015 14:57:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Peru]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Peru hat mich erstmal positiv überrascht. Rund um Lima gibt es eine wunderbar dreispurige Autobahn. Gut ausgebaut, toller Zustand. Das einzige Problem: Den Peruanern...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Peru hat mich erstmal positiv überrascht. Rund um Lima gibt es eine wunderbar dreispurige Autobahn. Gut ausgebaut, toller Zustand. Das einzige Problem: Den Peruanern hat nie jemand erklärt, wie man so eine Autobahn nutzt. Resultat: Alle fahren links. Das wiederum hat zur Folge, dass die Leute von allen Seiten überholen und ein dezentes Chaos entsteht. Für langsame Autos hat das Linksfahren gewisse Vorteile, die mir erst später bewusst wurden. Man wird nur noch von einer Seite überholt. Und die Kriechfahrzeuge bremsen dort nicht aus. Kann jetzt verstehen, wieso alle auf dieser Spur sein wollen. Menschliches Verhalten macht ja grundsätzlich immer Sinn.<span id="more-877"></span></p>
<h3 style="text-align: justify;">Planlose Gauchos reiten ins Chaos</h3>
<p style="text-align: justify;">Mit meinem beiden Argentiniern, die mir freundlicherweise einen Lift ans andere Ende von Lima offerierten fuhren wir also los. In einer alten Rostlaube um Lima zu durchqueren&#8230;zur Rush Hour. Wir fuhren direkt in die Hölle. Was auf der Autobahn dezent chaotisch wirkte, eskalierte in der Stadt exponentiell und mündete in der absoluten Anarchie. Habe ja schon viel Stadtverkehr erlebt, aber das war wirklich ein anderes Level gewesen. Jede Ampelkreuzung überquerten wir grundsätzlich hupend und rücksichtslos, immer in der Hoffnung nicht in den nächsten Zusammenstoß verwickelt zu sein. LKW´s versuchten uns auf der sowieso schon viel zu engen Straße abzudrängen. „Puta Puta“, schrien meine Mitfahrer in regelmäßigen Abständen aus dem Fenster.</p>
<p style="text-align: justify;">Die großen Kreuzungen wurden von Verkehrspolizisten auf Podesten dirigiert. Die (meist weiblichen) Verkehrspolizistinnen standen mit Mundschutz und LED-Leuchtstäben auf ihren unwirklich scheinenden Emporen und winkten abwechselnd den teilweise fünfspurigen Verkehr durch. Untermalt wurde dieser Tanz von den aggressiven Lauten einer Trillerpfeife, mit der die Verkehrsmassen zusätzlich gebändigt wurden. Die Gesten waren klar und bestimmend. Dieser Anblick hat mich wohl am meisten beeindruckt in dieser sowieso schon absurden Stadt. Ampeln schienen hier nicht mehr als Dekoration. Totales Chaos, aber irgendwie funktionierte das. Und es faszinierte mich. Während wir an den Ampeln standen, konnten wir von fliegenden Straßenhändlern alles kaufen, was man in der Rush Hour benötigte. Essen, Trinken, Süßigkeiten&#8230;nur leider keine Waffen. Was mir sonst noch auffiel: Lima roch recht stark. Mal nach Scheiße, mal nach Essen, aber es roch, immer. So stell ich mir ein <a href="http://www.thediscworld.de/index.php/Ankh-Morpork">Ankh Morpork</a> der Gegenwart vor.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich fragte mich irgendwann, was wir hier eigentlich machen? Luiz, mein vorheriger Lift, meinte doch die Autobahn zog sich durch die ganze Stadt und&#8230;..ahja&#8230;okay&#8230;.natürlich hatten wir uns verfahren und hingen mitten drin im Molloch. Jede Ampel wurde genutzt um die Autos neben uns nach dem Weg zu fragen, was eine Art running Gag zwischen uns wurde. „Preguntar Taxi?“ wurde vor jeder Ampel rethorisch in die Runde gefragt. Klar, frag mal! Was auch ziemlich lustig war, dass die Beiden nach dem Weg fragten, eine Antwort bekamen und sich anschließend anschauten: „Hast du ihn verstanden?“ „Ne, du?“. Arme Argentinos. Keiner versteht ihren Dialekt und sie verstehen auch niemanden. So wird das schwierig hier.</p>
<p style="text-align: justify;">Unser Grundproblem war allerdings, dass die Beiden nach der falschen Richtung fragten und wir letztendlich in einem Vorort von Lima, der wahrscheinlich so groß wie Berlin ist, landeten und das überhaupt nicht auf unserer Strecke lag. Also wieder zurück, nochmal komplett durch Lima durch. Ich übernahm die Orientierung und bemerkte, dass in meiner Straßenkarte ja auch eine Lima Karte enthalten ist. 2,5 Stunden später waren wir wieder auf der richtigen Straße. Der Panamericana nach Norden. Lima Rush Hour überlebt. Schön wars. Auf seine eigene Art und Weise.</p>
<p style="text-align: justify;">23:52 Uhr stand ich an der nächsten Peaje und fing einen LKW ab. 30 km zur nächsten Peaje? Claro. Bewegung ist Bewegung. Ich schlief irgendwann unfreiwillig ein, wachte eine Stunde später auf, als wir am Ziel waren. Ich vermute es waren mehr als 30 km, aber das war mir nur recht. Aus dem LKW gefallen, neu positioniert. Es war nach 1 Uhr Nachts. Planmäßig musste ich nun meinen Nachtlift Richtung Norden kriegen. Aber der Rückblick war etwas ernüchternd. Ich war zwar hinter Lima, aber bis auf 30 Minuten Wartezeit hatte ich die letzten 24 Stunden DURCHGEHEND in Autos gesessen und mich fortbewegt. Tag und Nacht. Trotzdem gerade mal 800-1000km zurückgelegt. Trampen lief optimal, nach Plan. Aber ging anscheinend nicht schneller. Naja, gerade bei längeren Touren ist am Ende der Gesamtlauf entscheidend und nicht einzelne Abschnitte. Ihr wisst ja, Krieg gewonnen und Schlacht verloren und so&#8230;. Und dann kam Lucho.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Nachtgestalten und anderes Getier</h3>
<p style="text-align: justify;">Lucho, der eigentlich Luiz hieß, fuhr Nachts an der Toll-Station an mir vorbei, erblickte mich und machte erstmal eine etwas unverständliche Geste. Er war anscheinend überrascht und verwundert, was ich denn hier machte. Aber er hielt an, wirkte erstaunt und interessiert, kurzes Gespräch wo er hinfährt, er sagt 500km nördlich, hat aber keinen Platz. Ich nochmal ungläubig „500km?“, eine riesige Distanz für die langsamen Straßen und die Gegend. Er willigte schließlich ein. Mein Nachtlift war da, Yay! Auto kurz aufgeräumt und Platz für mich gemacht. Ich sollte die nächsten 10 Stunden mit ihm im Auto verbringen und das sind genau die Nachtfahrten, die ich Suche und total geniesse.</p>
<p style="text-align: justify;">Lucho war verrückt. Und erinnerte mich an Vitali, einen Rumänen der mich mal von Kopenhagen nach Hamburg mitgenommen hatte, auch Nachts (ja vielleicht schreib ich noch ein Feature über Vitali). Sein Auto war zugerümpelt mit Umzugskram, auf dem Beifahrersitz alles voll mit Hemden. Er selbst schaut mich mit einer Mischung aus Begeisterung und Wahnsinn an, hatte ein weißes Handtuch um den Hals hängen, wie ein Boxer in seiner Ringpause. Er arbeitete für ein chinesisches Unternehmen, war Ingeneur und zuständig für Bohrungen. Ich hab sein Spanisch nur mäßig verstanden, aber neben dem Lucho war ein überaus scharfsinniger und intelligenter Mensch. Hielt mir zum Beispiel einen langen Vorträge über die verschiedenen Sprachfamilien im Spanischen und wie diese sich kulturell entwickelt hatten und zeigte mir unglaublich viel verschiedene Musik. Jede Kleinigkeit weckte sein Interesse. Das war auch etwas beängstigend, weil er so freakig war und geistig hellwach zugleich. Seine Fragen waren präzise und er lies nicht nach, ehe man nicht ebenso präzise antwortete.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir fuhren Nachts durch die trockene Küstenregion und am Straßenrand waren überall kleine Lehmhäuser mit Laternen im Eingangsbereich. Illegale Tankstellen, wie Lucho mir erklärte. Aber das sei ein Geheimnis. Die Laterne war ein Zeichen, dass es hier Sprit gab. Es wurde eine lange Nacht. Irgendwann schlief ich ein. Das ist dieser Schlaf, der dich von jetzt auf gleich übermannt und ins Reich der Bewusstlosigkeit führt. Der Kopf klappt nach vorne und man fängt an sich selber vollzusabbern. Das ist übrigens der einzige Schlaf, den ich auf so einer großen Tour kriege. Irgendwann gegen Morgengrauen wieder halbwegs bei Bewusstsein und Lucho fragte, ob ich hungrig sei? Wir steuern ein kleines Restaurant an der Straße an und es gibt erstmal leckeren Fisch mit Reis. Lucho lud mich ein und erzählte mir gleichzeitig, dass er diese Nacht schon zwei mal am Steuer eingeschlafen war. Ich beschloss ab jetzt wach zu bleiben.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Wo man vom Wolf spricht, da der Wolf ist</h3>
<p style="text-align: justify;">Ich beobachtete mit großem Interesse, wie sich Luchos Mischung aus Wahnsinn und Scharfsinn zeigte, wenn er mit seinen Mitmenschen umging. In dem kleinen Restaurant wollte er etwas zu trinken für uns ordern. Sie hatten aber nicht, was er wollte und brauchten außerdem etwas länger mit dem Service. Lucho trietzte unablässig. Ruft die Bedienung herbei, meint mit einem widerwärtigem Grinsen:„Ihr wollt doch, dass ich wiederkomme, oder?“ Er hatte eine scheußliche Art an sich, aber irgendwie auch total faszinierend. Nächste Station: Tankstelle. Die Tankstellenfrau hat kein Wechselgeld und benötigte Zeit dieses aufzutreiben. Wieder gleiches Spiel. Er schreit sie höflich an, was das denn für ein scheiß Service wäre und wieso kein Wasser auf den Toiletten wäre. Dann erzählt er mir, dass die gute Frau 200$ im Monat verdient. Er hat sie anscheinend nach ihrem Verdienst gefragt. Danach war er etwas milder. Schließlich gab es noch einen Wasserhahn am Gebäude, der funktionierte. Wir wuschen uns unsere Hände und Gesichter. Morgentoilette. Vom Dach schrie irgendein Bauarbeiter etwas, hab es nicht verstanden. Aber Lucho provozierte alles und jeden um ihn herum und rief nur irgendwas mit „für deine Mutter“ zurück. Ein krankes Lachen folgte und wir fuhren weiter.</p>
<p style="text-align: justify;">Einmal mehr eine Polizeikontrolle passieren. Nachdem Lucho das Letzte mal einen Beamten geschmiert hatte, meinte er hinterher nur süffisant: „Oh, die Reise wird ja immer teurer für mich.“ und er lachte hysterisch. Diesmal gab es Probleme mit den Papieren vom Auto. Und wenn es Probleme gibt, nachdem das Geld übergeben worden ist, dann ist das meist kein gutes Zeichen. Lange Diskussion mit dem Polizisten. Lucho wollte sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen, musste letztendlich aber doch aussteigen und mit zum Polizeijeep kommen. Was dann passiert ist, weiß ich nicht. Aber es wurde wahrscheinlich teuer für ihn. Eine Unterhaltsame Nachtfahrt fand ihr Ende am nächsten Tag gegen 12:39 Uhr. Angekommen in Chicuaya, Nord-Peru. Wiedermal etwas langsamer als erwartet, aber einen großen Sprung gemacht.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Kleinlaster hielt acht Minuten später an. Nahm mich zwei Stunden weiter nördlich mit, auf einer Straße die 200km ohne Kurve, Dörfer und nur mit einer Kreuzung auf halben Wege durch die Wüste führte. Einfach nur stur geradeaus durch das nichts. An der besagten Kreuzung ließ er mich raus. Ein kleines Restaurant war da, wo ich mich mit Wasser, Zigaretten und Snacks eindecken konnte. Mit an der Kreuzung saßen Frauen die Plastikkisten mit Essen dabei hatten und von Reisebussen aufgesammelt wurden. Die verkauften ihren Kram anscheinend an die Busreisenden. Um mich herum war nur Sand und Müll. Einmal stieg eine Frau aus einem Bus aus, setzte sich auf ihre Plastikbox und leerte erstmal ihre Taschen von allem Müll, der sich darin angesammelt hatte. Ein Haufen Plastiktüten bewegten sich tanzend über die Straße, wurden vom Wind in die Wüste getragen und blieben letztendlich und einem für die nächsten 500 Jahre an einem Wüstenstrauch hängen. Ein etwas frustrierender Anblick.</p>
<figure id="attachment_878" aria-describedby="caption-attachment-878" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/P1120796.jpg" rel="lightbox[877]"><img class="size-full wp-image-878" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/P1120796.jpg" alt="Dies ist der Ort, an welchem skrupellose Verkäuferinnen ihr dreckiges Geschäft betreiben und Plastikmüll unrecycled in die freie Natur loslassen, mit ungeahnten Folgen für Flora und Fauna." width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/P1120796.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/P1120796-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/P1120796-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/P1120796-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/P1120796-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-878" class="wp-caption-text">Dies ist der Ort, an welchem skrupellose Verkäuferinnen ihr dreckiges Geschäft betreiben und Plastikmüll unrecycled in die freie Natur loslassen, mit ungeahnten Folgen für Flora und Fauna.</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Ich hatte erst einen Toyota, trampte dann mit einem Taxi aus der nahe gelegenen Stadt Puna nach Sullana, überredete ein <a href="http://www.theadventurists.com/mototaxi-junket">Mototaxi</a> mich ans Stadtende zu fahren und tauschte Gefallen gegen eine Zigarette. Inzwischen war ich von der Wüste in den tiefsten Dschungel gelangt. Die Luft war schwül, Autos hielten schwer an, ich schwitzte wie seit <a href="https://warmroads.de/de/brasilien-aus-dem-logbuch-1/">Brasilien</a> nicht mehr und lief wieder viel. Gegen sechs Uhr Abends erwischte ich dann meinen geplanten Abendlift, bis nach Tumbe, dem letzten Ort in Peru, ein paar Kilometer entfernt von der ecuadorianischen Grenze. Wieder lief alles nach Plan. Wir sollten 5,5 Stunden unterwegs sein. Kleinlaster. Zwischendurch gab es nochmal Abendessen. Wieder Fisch, dazu kühles Wasser und mein Fahrer war so freundlich mich einzuladen. Hatte sowieso nur noch knapp 8€ einstecken und reiste eigentlich seit mehr als 24 Stunden ohne Geld auszugeben. Auf Richtung Grenze, Ecuador ich komme.</p>
<pre style="text-align: justify;">Ich möchte in der Fußnote um Entschuldigung bitten, für die literarische 
Verballhorung des Anarchiebegriffes. Anarchie hat natürlich nicht direkt etwas
mit Chaos zu tun, sondern beschreibt lediglich die Abwesenheit von Herrschaft.
Die Erschaffung solcher Zusammenhänge ist irreführend und wird dem Gesamtkonzept nicht gerecht.
Ich mag Anarchie und ein besseres Wort war mir nicht geläufig. Und der passendere 
Begriff der Anomie hätte nicht denselben Effekt gehabt, da nicht so populär. So
Verhuren wir uns eben alle ein bißchen für die Aufmerksamkeit der Masse.</pre>
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		<title>Was riecht hier so nach Schaf? &#8211; Trampen nach Bogota (1)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2015 18:54:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Peru]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es war also so weit. Meine letzte 4000km Passage in Südamerika sollte beginnen. Von Cusco/Peru nach Bogota/Kolumbien. Ich hatte mich vorher um Couchsurfer in...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es war also so weit. Meine letzte 4000km Passage in Südamerika sollte beginnen. Von Cusco/Peru nach Bogota/Kolumbien. Ich hatte mich vorher um Couchsurfer in Bogota gekümmert. Ganz neue Erfahrung für mich in, dass Menschen antworten und mich sogar hosten können. Ich sollte erstmal bei einer Chinesin unterkommen und sie schrieb mir, dass sie recht coole Veranstaltungen für das kommende Wochenende anstehen hat. Bogota&#8230;Party&#8230;das wollte ich nicht verpassen.<span id="more-847"></span></p>
<h3>Trampen muss gut geplant sein</h3>
<figure id="attachment_853" aria-describedby="caption-attachment-853" style="width: 780px" class="wp-caption alignright"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Street-Food-Peru.jpg" rel="lightbox[847]"><img class="size-full wp-image-853" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Street-Food-Peru.jpg" alt="Käse-Ei Sandwich. Street Food in Peru" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Street-Food-Peru.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Street-Food-Peru-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Street-Food-Peru-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Street-Food-Peru-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Street-Food-Peru-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-853" class="wp-caption-text">Käse-Ei Sandwich. Street Food in Peru</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Ich startete Dienstag, gemütlich gegen Mittag. 4000 km sollten doch bis Freitag drin sein mit einem guten Run. Oder wenigstens bis Samstag. Der Routenplan war durchkalkuliert, ich hab mir eine gute Karte gekauft, noch ein Käse-Spiegelei Sandwich auf dem örtlichen Markt mitgenommen und bin aufgebrochen zu meiner letzten Mittelstrecke in Südamerika. Mit einem meiner unzähligen Taxilifts ging es ans Stadtende. Netter Kerl, sprach etwas Englisch und wir haben uns gut verstanden. Seit Bolivien mache ich keinen Unterschied mehr und trampe einfach alles was sich anbietet. Mein nächster Lift war in einem LKW mit einem Fahrer Namens William. Er erklärte mir, dass es in der Nacht verboten sei Tramper mitzunehmen. Wußte ich nicht.</p>
<figure id="attachment_849" aria-describedby="caption-attachment-849" style="width: 780px" class="wp-caption alignright"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Street-Food-Mais-Peru.jpg" rel="lightbox[847]"><img class="size-full wp-image-849" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Street-Food-Mais-Peru.jpg" alt="Choclo Street Food mit Käse" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Street-Food-Mais-Peru.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Street-Food-Mais-Peru-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Street-Food-Mais-Peru-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Street-Food-Mais-Peru-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Street-Food-Mais-Peru-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-849" class="wp-caption-text">Choclo Street Food mit Käse</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Wir sammelten eine andere Tramperin auf. Die kleine war zarte 15 Jahre und saß am Straßenrand, während sie unmotiviert mit ihrer Hand winkte. Wir brachten sie zu ihrer Mutter, die <a href="http://www.starchefs.com/cook/savory/product/peruvian-choclo">Choclo</a> am Straßenrand verkaufte. Eine Art gekochter Maiskolben, nur mit größeren Körnern. William kaufte zwei Choclo´s mit einem Stück Käse und wir fuhren weiter. Die Straße war langsam, schlängelte sich um die Berge. Ich kannte das ja schon. Meine Karte gab mir zu erkennen, dass dies auch die nächsten 600km so bleiben sollte. Und die Nacht lag vor mir.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Nachttrampen in Peru</h3>
<p style="text-align: justify;">Gegen Dämmerung landete ich an einer Tanke und machte eine kurze Pause. Wasservorräte auffüllen, Tortilla essen. Da war diese Gruppe älterer Menschen mit einem Pick-Up. Wo sie denn hinfahren? Nasca? Oh kann ich mit? Nasca war 600km entfernt und bedeutete Zugang zur großen Autobahn Richtung Lima. Der perfekte Nachtlift. Leider waren sie etwas skeptisch. Lange diskutiert. Auf der Ladefläche waren Hühner und ich konnte nicht drauf, weil 200m weiter Polizeikontrolle war und da hätte es Probleme gegeben. Naja, dann eben nicht. Die Nacht ist noch jung, also lief ich an der Polizei vorbei in die Dunkelheit und begann mein Nachttrampen.</p>
<p style="text-align: justify;">Während ich wartete hielt ein voll bepacktes Auto an der Gegenseite, blieb stehen, Licht aus, warten. Die hatten wohl keinen Bock auf Kontrolle. Als ein Taxi anhielt, kam der Fahrer des wartenden Autos zu uns kam, um sich über die Kontrolle zu informieren. Wieviele Autos, welche Dokumente werden verlangt, etc&#8230; Letztendlich lud er seine Reisegemeinschaft aus und fuhr zurück. Mein Lift? Fehlanzeige. Er wollte Geld, ebenso wie das Taxi zuvor. Einen Lift machte ich trotzdem noch klar. Mit einem Truck. Es war 22:00 Uhr. Wenig Verkehr. Ich hatte es den ganzen Tag schon im Urin, dass dies eine harte Nacht werden würde. Das ist immer so, wenn man den Tag zu gemütlich angeht.</p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem ich etwas am Ortsende gewartet habe, lief ich in die Dunkelheit. Es war heller Vollmond und die Straße schlängelte sich entlang eines Flusses durch ein Tal. Eigentlich ganz schön hier für einen Nachtspaziergang. Ab und zu kamen LKW´s und Autos, aber keiner hielt an. Nach etwa 1,5 Stunden stand ich wieder mal für 30 Sekunden, um den nächsten LKW zu trampen. Helle Kleidung, Reflektoren, alles dran. Er kommt auf mich zu und fängt auf einmal an zu hupen, als wenn es kein Morgen mehr gebe. Diese Art von LKW-Hupen, welches dir mit beiden Beinen ins Trommelfell springt. Ich war erstmal erschrocken. Dann wütend. Aber: Das hupen hat nicht nur mich erschrocken, sondern auch ein paar Hunde, die in einem Haus 100m weiter wohnten.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Nächtliche Treibjagd</h3>
<p style="text-align: justify;">Hunde, ja. Die nerven bisweilen, sind aber nie wirklich gefährlich. Diesmal war es aber etwas anders. Hinter dem Zaun sind die regelrecht durchgedreht und erst recht, als sie mich vorbeilaufen sehen haben. Ich bin unbeeindruckt weitergelaufen. Mach ich immer so. Der Besitzer dachte sich aber anscheinend nach 2 Minuten: „Lass ich sie mal gucken was los ist.“ und ließ sie laufen. Ich war schon ein gutes Stück weiter, als ich die Straße heraufblickte und diese Hunde auf mich zulaufen sehen habe. Boah, verzieht euch. Zum Glück gibt es mit Hunden ein Gesetz, die laufen solange auf euch zu, bis du sie anschaust. Sobald sie Augenkontakt bemerken, werden sie etwas langsamer oder bleiben stehen. Schisser. Trotzdem waren meine Nerven etwas strapaziert. 500m weiter dasselbe Spiel. Diesmal war es aber nur ein Hund, der war jedoch groß. Wirklich groß. Wollte sein Revier verteidigen. Fair enough. Ich hatte aber langsam die Schnauze voll vom weiterlaufen. Zum Glück kam eine Peaje, mitten im nirgendwo. Hell erleuchtet! Sehr Geil!</p>
<figure id="attachment_854" aria-describedby="caption-attachment-854" style="width: 780px" class="wp-caption alignright"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Nachttrampen-Peru.jpg" rel="lightbox[847]"><img class="size-full wp-image-854" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Nachttrampen-Peru.jpg" alt="Nachttrampen in Peru. Eine Peaje im Nirgendwo" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Nachttrampen-Peru.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Nachttrampen-Peru-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Nachttrampen-Peru-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Nachttrampen-Peru-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Nachttrampen-Peru-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-854" class="wp-caption-text">Nachttrampen in Peru. Eine Peaje im Nirgendwo</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Der Wachmann an der Peaje begutachtete mich erstmal kritisch, fragte mich aus, wollte meinen Reisepass sehen. Alles erklärt, am Ende sogar mein Logbuch gezeigt und er war amüsiert. Verkehr wenig. Ich wurde langsam müde. Hatte die Nacht vorher ein getrunken und das machte sich jetzt bemerkbar. Da war dieser Bürostuhl des Wachmanns. Irgendwann hab ich mich in diesen einfach hineingesetzt, vorher noch seine Taschenlampe auf den Boden gelegt und ein wenig die Augen geschlossen. Vielleicht war es diese Dreistigkeit, aber der Wachmann gab mir gegen 01:30 Uhr zu erkennen, dass ich noch eine Stunde hier bleiben könne, aber dann weiterlaufen müsste. Die Damen aus dem Bezahlhäuschen wollten das nicht und es sowieso nicht erlaubt sei, dass Personen an der Peaje sind. Aha. Jaja, schon klar. Ich reg mich über sowas ja garnicht mehr auf. Kenne solche Sinnlosregeln ja aus Deutschland. Gut, dann noch eine Stunde mehr. Versuch ich nochmal 20 Minuten Power-Nap zu kriegen.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Mit Koka übers Hochplateau</h3>
<p style="text-align: justify;">Ich bin wieder eingenickt. Irgendwann aufgewacht, erste Wahrnehmung ein LKW in meine Richtung. Tramperreflex, sofort aufstehen, zum Fenster laufen, fragen ob die einen Platz für mich haben. Ich hab da garnicht nachgedacht, zum Glück sprach mein Unterbewusstsein in der richtigen Sprache. Und sie hatten einen Platz für mich! Nachtlift nach Nasca! Es war von Anfang an mein Plan und alles hat sich mal wieder bestätigt.</p>
<p style="text-align: justify;">Die beiden Jungs fuhren in einem Kleinlaster und der Beifahrer war so etwas wie der Ansager bei einer Rally. Vor jeder Kurve kam von seiner Seite ein „Curva.“, um den Fahrer Wach zu halten. Die Backen hatten die beiden voller Koka und zwischendurch haben die sich noch irgendein Zeug in die Nase geschmiert. Irgendwann gegen 5 Uhr morgens, wir waren mittlerweile auf dem Hochplateau, hielten wir an, jeder hat ein Deckchen bekommen und es gab eine Stunde Schlaf im Autositz.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Nachtfahrt war überaus schön. Der Mond erleuchtete die bergige Umgebung. Irgendwann zogen Dicke Nebelfelder auf und hüllten das gesammte Plateau in einen weißen Schleier, der nur von einzelnen Bergspitzen durchbrochen wurde. Hinter jedem Hügel erwartete uns ein neues Panorama, bevor wir in die weißen Wolkenfelder eintauchten, um das nächste Tal zu durchqueren. Wir fuhren recht schnell, bewegten uns aber trotzdem langsam. Irgendwann morgens gegen 7:30 hielten wir an, um zu Frühstücken. 150Km vor Nasca. Das war also mein Nachtlift, da sitze ich 7 Stunden in dem Auto und trotzdem sind wir noch 3 Stunden von Nasca entfernt. Weitere Ernüchterung folgte an der nächste Baustelle. Alles stand still&#8230;wann&#8230;.wann sollte es weitergehen? In zwei Stunden, hab ich das richtig gehört? Willkommen in Südamerika. Nagut. Relax Stefan. Party am Freitag ist abgehakt, aber vielleicht am Samstag&#8230;..aber erstmal warten hier in der Morgensonne.</p>
<figure id="attachment_850" aria-describedby="caption-attachment-850" style="width: 780px" class="wp-caption alignright"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Highlands-Peru.jpg" rel="lightbox[847]"><img class="size-full wp-image-850" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Highlands-Peru.jpg" alt="Peruanisches Hochland" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Highlands-Peru.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Highlands-Peru-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Highlands-Peru-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Highlands-Peru-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/Highlands-Peru-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-850" class="wp-caption-text">Peruanisches Hochland</figcaption></figure>
<h3 style="text-align: justify;">Luiz der Bombero</h3>
<p style="text-align: justify;">In der Warteschlange macht ich mir gleich den nächsten Lift klar. Ein schneller komfortabler Nissan Pick-Up mit einem Feuerwehrmann aus Lima. Luiz war sein Name. Luiz war ein feiner Kerl, fuhr wie ein junger Gott und hatte noch zwei peruanische Bauern hinten drin, die wir noch innerhalb der Baustelle abluden. Der Verkehr startet etwas früher als angekündigt und wir machten uns auf den Weg in die Küstenregion. Weg von diesen elendig, langsamen Bergstraßen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir luden einen anderen Bauern auf dem Weg ein. Er hatte einige Plastikeimer dabei, gestikulierte wild schimpfend, als wir anhielten. Macht für mich alles keinen Sinn, aber er stand wohl schon eine Weile. Als er Einstieg erfüllte sich das Auto sofort mit einem Geruch von sauren Gurken. Zwischendurch kam eine Wolke aus Joghurt dazu. Aber es war nicht wirklich Joghurt. Eher wie ein Schaf, was in ein Joghurt Fass gefallen ist, einen Tag in der prallen Sonne steht und sich anschließend auf dein Gesicht setzt. Ergänzt wurde dies durch dezente Schmatzgeräusche und gelegentliches Rülpsen. Währenddessen rasten wir über kurvige Bergstraßen zum Meer hinunter, überholten LKW´s und lieferten uns kleine Scharmützel mit anderen Pick-Ups. Zwischendurch immer wieder dieser Joghurtgeruch mit Schmatzen untermalt. Mir wurde etwas flau im Magen.</p>
<figure id="attachment_852" aria-describedby="caption-attachment-852" style="width: 780px" class="wp-caption alignright"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/La-Lineas-de-Nasca.jpg" rel="lightbox[847]"><img class="size-full wp-image-852" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/La-Lineas-de-Nasca.jpg" alt="La Lineas de Nasca" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/La-Lineas-de-Nasca.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/La-Lineas-de-Nasca-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/La-Lineas-de-Nasca-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/La-Lineas-de-Nasca-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/07/La-Lineas-de-Nasca-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-852" class="wp-caption-text">La Lineas de Nasca</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Der Ausstieg unseres Opas sorgte umgehend für eine Verbesserung des Klimas. Während aus dem Radio &#8222;November Rain&#8220; von <a href="https://www.youtube.com/watch?v=8SbUC-UaAxE">Guns´n Roses</a> zu hören war, bewegten wir uns endlich auf einer ebenen Autobahn. Luiz war so nett sogar noch kurz bei den berühmten <a href="http://blog.mpt-reisen.de/die-nazca-linien-in-peru-mythos-in-der-pampa/">La Lineas de Nasca</a> anzuhalten und mir die Aussichtsplattform zu zeigen. Jahrtausende alte Steinformationen in der Wüste, wollte ich eigentlich besuchen, aber um die wirklich zu begreifen, muss man einen Flug buchen und drüber fliegen. 18:19 Uhr sollten wir in Lima sein. Gute Zeit, so kurz vor der Nacht. Mein Plan war: Irgendwie durch Lima durchkommen und mich dann Nachts mit dem abgehenden Stadtverkehr nach Norden spülen zu lassen. Tankstelle ausgestiegen. Zweites Auto gefragt, war ein argentinisches Pärchen: Fahrt ihr nach Norden durch Lima? Ja. Oh, habt ihr Platz? Ja. Echt, kann ich mitfahren? Ja, klar. BÄM! Nächster Lift und genau den den ich gebraucht habe! Alles lief nach Plan. Fast&#8230;..</p>
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		<item>
		<title>Trampen in Südamerika &#8211; Statistisches Zwischenfazit meiner Tramptour in Südamerika</title>
		<link>https://warmroads.de/de/trampen-in-suedamerika-statistisches-zwischenfazit-meiner-tramptour-in-suedamerika/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2015 19:52:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Argentinien]]></category>
		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Chile]]></category>
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		<category><![CDATA[Tramp-Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Über Trampen]]></category>
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		<category><![CDATA[Venezuela]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Geeks gonna geek. Da ich nun meine ganzen Tramptouren so sauber geloggt habe, seitdem ich in Südamerika angekommen bin. Zum Abschluß dieses wunderbaren Kontinentes...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Geeks gonna geek. Da ich nun meine ganzen Tramptouren so <a href="https://warmroads.de/de/logbuch-und-dokumentation/">sauber geloggt</a> habe, seitdem ich in Südamerika angekommen bin. Zum Abschluß dieses wunderbaren Kontinentes folgt an dieser Stelle ein kleines Zwischenfazit.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Allgemein</h2>
<p style="text-align: justify;">Seit dem 20. Oktober 2014 bin ich mehr als <strong>36968,2 km</strong> getrampt. Ich hatte mehr als <strong>405 Lifts</strong>, mußte durchschnittlich <strong>23 Minuten und 34 Sekunden</strong> warten und hab insgesamt <strong>182 Stunden und 39 Minuten</strong> (entspricht ca. 7,5 Tagen) an der Straße gestanden und auf Autos gewartet. Ich möchte keine Minute davon missen.<span id="more-796"></span></p>
<figure id="attachment_800" aria-describedby="caption-attachment-800" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Team-Traktor-Vorwärts.jpg" rel="lightbox[796]"><img class="size-full wp-image-800" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Team-Traktor-Vorwärts.jpg" alt="Team Traktor Vorwärts" width="780" height="439" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Team-Traktor-Vorwärts.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Team-Traktor-Vorwärts-300x169.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Team-Traktor-Vorwärts-150x84.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Team-Traktor-Vorwärts-400x225.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Team-Traktor-Vorwärts-200x113.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-800" class="wp-caption-text">Team Traktor Vorwärts. DTSG Legends.</figcaption></figure>
<h2 style="text-align: justify;">Spitzenreiter</h2>
<p style="text-align: justify;">Ist&#8230;<a href="https://warmroads.de/de/trampen-teneriffa/">Teneriffa</a>. <strong>21 Lifts</strong> hab ich auf dieser wunderbaren Insel zusammen mit Hanna gefangen. Durchschnittlich haben wir <strong>8 Minuten und 12 Sekunden</strong> gewartet. Ich Glaube Lanzarote war noch besser, allerdings liegt das in der Zeit vor meinen Aufzeichnungen.<br />
Für Südamerika weißt Ecuador die besten Werte auf. <strong>14 Minuten und 30 Sekunden</strong> hab ich hier durchschnittlich auf einen Lift gewartet. Allerdings bin ich nur knapp <strong>1000 Kilometer</strong> durch das Land getrampt, mit <strong>21 Lifts</strong> ist es mäßig repräsentativ.</p>
<figure id="attachment_799" aria-describedby="caption-attachment-799" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Pick-Up-trampen.jpg" rel="lightbox[796]"><img class="size-full wp-image-799" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Pick-Up-trampen.jpg" alt="Pick-Up trampen" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Pick-Up-trampen.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Pick-Up-trampen-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Pick-Up-trampen-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Pick-Up-trampen-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Pick-Up-trampen-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-799" class="wp-caption-text">Pick-Up trampen in Uruguay. Best of it all.</figcaption></figure>
<h2 style="text-align: justify;">Die positive Überraschung</h2>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://warmroads.de/de/trampen-in-7-brasilien/">Brasilien</a> war gefühlt so schlecht wie Spanien und Italien zusammen. Die Zahlen sagen allerdings etwas anderes. Mit <strong>15 Minuten und 15 Sekunden</strong> ist die durchschnittliche Standzeit nur knapp hinter der von Ecuador. <strong>44 Lifts</strong> und <strong>6550km</strong> Distanz sprechen allerdings für eine deutliche größere Repräsentanz als in Ecuador. So kann man sich irren. Ich weiß selber nicht so genau, wie ich auf diese guten Werte kommen konnte.<a href="https://warmroads.de/de/brasilien-aus-dem-logbuch-1/"> Gefühlt bin ich für jeden Lift mindestens eine Stunde gelaufen in Brasilien</a>.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Getäuscht</h2>
<p style="text-align: justify;">Hingegen total überschätzt habe ich Argentinien. Gefühlt war es das beste Land. Das lag aber wohl an dem kostenlosen WiFi in den Tankstellen und der überaus komfortablen Gesamtmischung aus guten Straßen, nettem Essen, langen Wegen und Internet. Die Zahlen sind allerdings ernüchternd:<br />
<strong>34 Minuten und 50 Sekunden</strong> ist die durchschnittliche Standzeit und somit die zweitschlechteste meiner gesamten Reise. Allerdings bin ich in Argentinien auch sehr viel Nachts unterwegs gewesen, was den Wert etwas gedrückt haben wird. Mit <strong>8045 km</strong> Distanz ist Argentinien bisher das Land, in welchem ich die meisten Kilometer zurückgelegt habe. Auch <strong>84 Lifts</strong> sind ein großer Teil meiner bisherigen Trampmasse.</p>
<figure id="attachment_803" aria-describedby="caption-attachment-803" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Uruguay.jpg" rel="lightbox[796]"><img class="size-full wp-image-803" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Uruguay.jpg" alt="Warten in Uruguay" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Uruguay.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Uruguay-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Uruguay-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Uruguay-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Uruguay-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-803" class="wp-caption-text">Warten in Uruguay</figcaption></figure>
<h2 style="text-align: justify;">Der Tiefpunkt</h2>
<p style="text-align: justify;">Definitiv Kolumbien. Nicht nur statistisch, sondern auch gefühlt. Nichts gegen Kolumbien, es ist ein wunderbares Land mit wunderbaren Menschen, allerdings ist die Fortbewegung mehr als anstrengend. <strong>48 Minuten</strong> durchschnittliche Standzeit, bis mich ein Auto mitgenommen hat. Schlechter geht es wirklich nicht. Zwar hatte ich nur in Venezuela weniger Lifts und <strong>943 km</strong> ist die kürzeste Distanz, welche ich in einem südamerikainschen Land zurück gelegt habe, aber mein Gefühl sagt mir, dass dies auch bei mehr Lifts und Distanz nicht besser geworden wäre. Die möglichen Gründe werde ich nochmal in meinem „Trampen in&#8230;- Kolumbien“ Artikel diskutieren.</p>
<figure id="attachment_802" aria-describedby="caption-attachment-802" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Argentinien.jpg" rel="lightbox[796]"><img class="size-full wp-image-802" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Argentinien.jpg" alt="Warten in Argentinien" width="780" height="439" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Argentinien.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Argentinien-300x169.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Argentinien-150x84.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Argentinien-400x225.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Warten-in-Argentinien-200x113.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-802" class="wp-caption-text">Warten in Argentinien</figcaption></figure>
<h2 style="text-align: justify;">Mein Geheimtip</h2>
<p style="text-align: justify;">Mein Geheimtip zum trampen in Südamerika ist&#8230;..nicht Chile&#8230;sondern <a href="https://warmroads.de/de/trampen-in-8-uruguay/">Uruguay</a>. Mit <strong>88 Lifts</strong> die meisten Autos getrampt und mit <strong>2689 km</strong> ordnet sich Uruguay im Mittelfeld der Distanzen ein. Die durchschnittliche Standzeit von <strong>19 Minuten und 42 Sekunden</strong> sind ordentlich. Wenn man nun noch bedenkt, dass diese Zahl größtenteils in einem Zweierteam (Mann/Mann) zustande kam, dann ist das schon mehr als ordentlich! Wahrscheinlich auch, weil ich mit Ralf unterwegs gewesen bin. Uruguay war auch das Land indem ich meinen <a href="https://warmroads.de/de/uruguay-durchgetrampt/">ersten Güterzug</a> getrampt habe und neben Syrien das Land wo ich definitiv die meisten Lifts mit meinen geliebten Pick-Ups hatte. Leider wird das in Zukunft ja nicht mehr so leicht möglich sein durch das neue Ladefläche-Mitnehmen-Verbot der Regierung. Hoffen wir mal die Uruguayaner neben dieses Gesetz mit ihrer gewohnten Gleichgültigkeit hin und halten trotzdem an.</p>
<figure id="attachment_804" aria-describedby="caption-attachment-804" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Zug-trampen.jpg" rel="lightbox[796]"><img class="size-full wp-image-804" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Zug-trampen.jpg" alt="Unseren ersten Zug trampen in Uruguay" width="780" height="585" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Zug-trampen.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Zug-trampen-300x225.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Zug-trampen-150x113.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Zug-trampen-400x300.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Zug-trampen-200x150.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-804" class="wp-caption-text">Unseren ersten Zug trampen in Uruguay</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Hier die vollständige Tabelle mit allen Werten:</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><b>Land</b></td>
<td><b>Durchschnittliche Wartezeit (sek)</b></td>
<td><b>Zurückgelegte Distanz (km)</b></td>
<td><b>Wartezeit total (min)</b></td>
<td><b>Anzahl der Lifts</b></td>
<td><b>Gewichtung der Liftzeiten</b></td>
</tr>
<tr>
<td>Bis Venezuela</td>
<td></td>
<td>10398</td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>Teneriffa</td>
<td>493</td>
<td>360</td>
<td>216</td>
<td>19</td>
<td>9367</td>
</tr>
<tr>
<td>St. Martin</td>
<td>612</td>
<td>43,2</td>
<td>143</td>
<td>14</td>
<td>8568</td>
</tr>
<tr>
<td>Venezuela</td>
<td>1868</td>
<td>1089</td>
<td>218</td>
<td>7</td>
<td>13076</td>
</tr>
<tr>
<td>Brasilien</td>
<td>916</td>
<td>6550</td>
<td>2112</td>
<td>44</td>
<td>40304</td>
</tr>
<tr>
<td>Uruguay</td>
<td>1182</td>
<td>2689</td>
<td>1734</td>
<td>88</td>
<td>104016</td>
</tr>
<tr>
<td>Argentinien</td>
<td>2090</td>
<td>8045</td>
<td>2833</td>
<td>84</td>
<td>175560</td>
</tr>
<tr>
<td>Bolivien</td>
<td>1484</td>
<td>1329</td>
<td>1163</td>
<td>47</td>
<td>69748</td>
</tr>
<tr>
<td>Chile</td>
<td>896</td>
<td>1804</td>
<td>254</td>
<td>17</td>
<td>15232</td>
</tr>
<tr>
<td>Peru</td>
<td>1484</td>
<td>2754</td>
<td>1163</td>
<td>47</td>
<td>69748</td>
</tr>
<tr>
<td>Ecuador</td>
<td>871</td>
<td>964</td>
<td>306</td>
<td>21</td>
<td>18291</td>
</tr>
<tr>
<td>Kolumbien</td>
<td>2883</td>
<td>943</td>
<td>817</td>
<td>17</td>
<td>48960</td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>Total</td>
<td>1414</td>
<td>36968,2</td>
<td>10959</td>
<td>405</td>
<td>572870</td>
</tr>
<tr>
<td>In Zeit</td>
<td>23 Minuten 34 Sekunden</td>
<td></td>
<td>182 Stunden 39 Minuten</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Diese Tabelle. Geil oder?</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Tag der Blockade. Trampen im kollektiven Widerstand von Peru.</title>
		<link>https://warmroads.de/de/tag-der-blockade-trampen-im-kollektiven-widerstand-von-peru/</link>
					<comments>https://warmroads.de/de/tag-der-blockade-trampen-im-kollektiven-widerstand-von-peru/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2015 17:30:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Peru]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Tag fing recht vielversprechend an. Die Herbergsmutti in meinem 2,20€ Alojamento hielt mir einen Vortrag, wie schlecht die Menschen sind, insbesondere in Peru...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der Tag fing recht vielversprechend an. Die Herbergsmutti in meinem 2,20€ Alojamento hielt mir einen Vortrag, wie schlecht die Menschen sind, insbesondere in Peru und Bolivien. Irgendwann konnte ich nicht mehr folgen. Sie ließ sich erschöpft vom Abkanzeln der umliegenden Welt auf die Bank sinken und verabschiedete mich mit einem sehr knappen „Ciao.“ In einen wunderbar, sonnigen Morgen. Bis zur Grenze war es nicht weit. Das erste Auto hielt an und ich war auch schon da. Danke Bolivien. Was für ein netter Abschied.<span id="more-717"></span></p>
<figure id="attachment_725" aria-describedby="caption-attachment-725" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120684.jpg" rel="lightbox[717]"><img class="size-large wp-image-725" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120684-1024x683.jpg" alt="Hühnerherz streetfood" width="780" height="520" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120684.jpg 1024w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120684-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120684-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120684-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120684-800x534.jpg 800w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120684-200x133.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-725" class="wp-caption-text">Hatte am Tag vorher hier an diesem leckeren Stand gegessen. Später fand ich heraus, dass es Hühnerherz war. Garnicht mal übel.</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Passkontrolle, neues Visa, 13 Minuten später war ich in Peru. Nicht viel los, laufe ich eben. Wie immer. Eine Gruppe Taxifahrer fragt, wo ich hin will. „Puno.“ „Nicht möglich, heute kein Verkehr.“ „Wieso?“ „Straße gesperrt, soziale Konflikte.“ „Aha. Okay danke für die Info.“ Straße gesperrt, dachte ich. Ha! Wär ja gelacht, wenn mich das aufhalten würde. Muss ich eben zur Straßensperre kommen, drüberlaufen und auf der anderen Seite weitertrampen. Ich hatte nur ca. 150km vor mir. Kann ja nicht so schwer sein. Das erste Taxi kam und gab mir einen Lift in die nächste Stadt. Und auf meinem Fußmarsch aus der Stadt heraus, nahm mich ein netter Peruaner mit seinem China Auto mit.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Auto bekam ich dann auch mit, was eigentlich los war. Die Regierung will ein Teil des Landes um den Titticaca-See privatisieren. Es geht um Rohstoffe. Und da die Menschen das nicht möchten, haben sie beschlossen einmal 24 Stunden die komplette Straße von Bolivien nach Lima zu sperren. Das an diesem Tag einer der größten Konflikte der letzten Jahre seinen landesweiten Höhepunkt erreichte, konnte ich natürlich nicht ahnen. War mir auch egal. Die ersten Anzeichen, Steine und Glasscherben auf den Straßen, zeigten sich direkt nach verlassen des Ortes. Als Warnung an alle, die an diesem Tag von A nach B fahren.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir überholten einen Bus. Ich hatte noch Strategien mit meinem Fahrer besprochen, da meinte er ganz aufgeregt: „Hier hier, der fährt nach Puno. Fahr doch mit dem Bus. Ist viel einfacher.“ „Ja sorry, hab aber kein Geld.“ Ich hatte mehr oder weniger bewusst kein Geld in Peru abgehoben und wollte den Tag einmal ohne etwas in der Tasche beginnen. Mein Fahrer war in einer solch freudigen Erregung, dass er mir 10 Sol (ca. 2,50€) in die Hand drückte und freudestrahlend den ankommenden Bus ausbremste, damit ich einsteigen kann. Er schien so glücklich. Ich konnte ihm diese Geste nicht ausschlagen und nahm es bereitwillig an. Nun mit einer neuen Reisegesellschaft. Technisch gesehen ist es ja getrampt.</p>
<h3 style="text-align: justify;">In Peru wird heute blockiert und zerstört</h3>
<p style="text-align: justify;">Der Bus sollte nicht nach Puno fahren. Soviel war schonmal klar. Lediglich 40km weiter. Dort gab es wohl Transport nach Puno. Wir umkurvten ein paar weitere Steinbarrikaden und hielten auf ein Dorf zu, wo unser Weg ein jehes Ende fand. Vor uns eine Stacheldrahtbarrikade. Und im Hintergrund eine übertrieben enthusiastische Dorfgemeinschaft, die gerade eine Straßenlaterne (Typ Zement) mit Stricken und vereinten Kräften zu Fall brachte. Die wollten unbedingt auch die Straße blockieren. Alles sah etwas martialisch aus. Im ersten Moment dachte ich, dass ein Lynchmob gerade einen Privatisierungssympathisanten in Stücke reißt. Während ich noch das Spektakel betrachtete, machten sich zwei engagierte Frauen aus unserem Bus umgehend daran, den Stacheldraht zu demontieren. Mit Erfolg. Schnell alle wieder rein und weiterfahren. Allerdings schafften wir es nicht weit, weil die Dorfgemeinschaft (größtenteil alte Männer und Frauen) mitlerweile die Betonsäule auf die Straße gezerrt hatte und unserem Fluchtversuch gar nicht positiv gegenüberstand. Endstation. Kurze Disksussion, kein Durchkommen, Rückwärtsgang. Müssen wir einen Umweg über die Berge fahren.</p>
<figure id="attachment_726" aria-describedby="caption-attachment-726" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120695.jpg" rel="lightbox[717]"><img class="size-large wp-image-726" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120695-1024x683.jpg" alt="Erfolgreiche Pfählung. Die Dorfgemeinschaft steht vor ihrem Werk." width="780" height="520" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120695.jpg 1024w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120695-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120695-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120695-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120695-800x534.jpg 800w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120695-200x133.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-726" class="wp-caption-text">Erfolgreiche Pfählung. Die Dorfgemeinschaft steht vor ihrem Werk.</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Es ging über kleine Straßen weiter. Im Bus herrschte währenddessen große Empörung. „Die haben dazu keine Genehmigung!“ Die Wörter Fotos und Denunzieren fielen. Die Streikenden hatten auf jedenfall meine Sympathie. Schließlich machen sie es für einen guten Zweck. Kämpften für ihre Rechte. Das finde ich gut. Auch wenn sie etwas über das Ziel hinausschießen. Aber wo gehobelt wird&#8230; Während die Diskussion im Bus noch in vollem Gang war, hingen wir schon wieder fest. Diesmal mitten in einem kleinen Dorf. Vor uns ein Schutthaufen und 150m weiter einer aufgerissenen Straße. Nächste Blockade. Hätte eine Baustelle sein können. Wieder Diskussion. Am Ende leitete uns ein Bauer über noch viel schlechtere Straßen und offensichtliche Felder um die Barrikade herum. Wir mussten am letzten Abschnitt alle aussteigen, um einen Graben mit Steinen zuzuschütten, damit der Bus passieren konnte. Der Bauer hat anschließend noch von jedem Insassen 1 Sol erhalten, für sein großzügiges Geleit.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach Schotterwegen waren wir wieder auf der Straße angelangt. Bis ins nächste Dorf. Dort hat die Dorfgemeinschaft selbstverständlich ebenfalls kollektiven Widerstand ausgerufen. Polizei war schon Vor-Ort am diskutieren. Wieder gleiches Spiel. Umweg fahren. Neuen Weg suchen. Mittlerweile in einer Kolonne aus vier Fahrzeugen, inklusive einem Krankenwagen. Irgendwie haben wir es geschafft durchzukommen. Musste zwischendurch den Krankenwagen mit vereinten Kräften aus einem Acker schieben und danach wieder Löcher mit Steinen auffüllen, damit der Weg passierbar war. Steine waren sowieso überall an diesem Tag. Wie auch Glasscherben. Aber die waren nicht so gut zum Gräben füllen.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Peru trampen heißt vorallem, bezahlen.</h3>
<p style="text-align: justify;">Irgendwann waren wir in der ominösen Stadt angelangt. Ich gab mein geschenktes Geld abgegeben und beschloß erstmal zur Bank zu gehen um mir etwas zu essen zu kaufen. Das war nach dem ganzen Trubel bitter nötig. Es war herrlich sonnig und ich freute mich schon auf die nächsten 70km nach Puno. Aus der Stadt mit einem Taxi geliftet. Und anschließend mit zwei alten Peruanerinnen in traditionellem Dress und einem noch älteren Mann mitgefahren. Irgendwie wusste ich schon, dass die bestimmt Geld wollen. Nach dem Aussteigen hielt der alte Mann seine Hand auf und ich gab ihm mein letztes Kleingeld. Fürs Trampen bezahlen ist normal in Peru. Nun hatte ich aber kein Kleingeld mehr. Puh, wäre das auch geschafft. So leicht sollte es aber nicht werden an diesem Tag.</p>
<p style="text-align: justify;">Eines dieser Mototaxis (mit drei Rädern und kleiner Kabine, Typ Alberto-Pizza-Mobil) sammelte gerade eine alte Frau auf und ich wurde von ihr freundlichst aufgefordert, einzusteigen. Es ging in die nächste Stadt. Ich wollte aber nicht mit. Eigentlich ein guter Lift und ich hatte auch mehrmals betont, dass ich kein Geld hatte. Die alte Dame hatte den Unterton eines Oberbefehlshabers, so dass ich nicht „nicht-einsteigen“ konnte. Nachdem wir angekommen sind, meinte sie auch nur kurz und knapp: „So jetzt bezahlen!“ Widerstand zwecklos. War eh schon zuviel Widerstand an diesem Tag. Aber ich hatte doch kein&#8230;ah doch, hier noch ein paar bolivianische Münzen. Und auch der Fahrer war zufrieden. Ich muss dazu sagen, dass ich nicht einsteige, wenn klar ist, dass ich bezahlen muss. Aber hier steig ich ein, in dem Glauben, die nehmen mich schon mit und am Ende will ich natürlich nicht der Assi sein. Mir dämmerte, welch schwieriges Pflaster in Peru herrschte. Speziell heute.</p>
<figure id="attachment_727" aria-describedby="caption-attachment-727" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120703.jpg" rel="lightbox[717]"><img class="size-large wp-image-727" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120703-1024x683.jpg" alt="Jemand sollte hier mal die Straßen säubern." width="780" height="520" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120703.jpg 1024w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120703-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120703-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120703-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120703-800x534.jpg 800w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120703-200x133.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-727" class="wp-caption-text">Jemand sollte hier mal die Straßen säubern.</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Wieder Stadt. Durchlaufen. Mit einem Motorrad mitgefahren. Extra gefragt wo er hinfährt. Er fährt ungefragt weiter. Nochmal gefragt wo er hin will. Er fährt mich mitten in die Pampa zur nächsten Straßensperre. Beim Absteigen fragt er nach Geld. Schon wieder. Verdammt. Aber ich hatte doch keins (nur noch große Scheine)&#8230;ah doch&#8230;hier noch eine Münze. Ich gab ihm 5 Sol, 10 mal soviel wie er wollte und wovon er sich ein Mittagessen kaufen kann. Für das Geld hätte ich normalerweise wohl ein Taxi bis nach Puno bekommen und er machte ein gutes Geschäft für 5 min. Mottoradfahren. Ich realisierte meine großzügige Gabe, klopfte ihm verständnisvoll auf die Schulter und lief los Richtung Straßensperre.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich hatte keine Münzen mehr und wollte auch niemandem mehr Geld geben. Soviel stand fest. An der Straßensperre Leute nett gegrüßt. Gesagt wo ich hinlaufe. Essen angeboten bekommen (dachte erst die wollen Essen von mir) und weiter gelaufen. Das erste Motorrad hält wieder an. Wir diskutieren. Ich erkläre ihm, dass ich kein Geld habe, er meint er braucht Gasolina. 5km weiter? 1km weiter, auch okay für mich. Am Ende lässt er mich einfach stehen. Come on&#8230;.1km ins nächste Dorf? Kein Geld mehr heute ihr Pisser! Wobei die meisten Peruaner noch nichtmal wirklich Geld fordern, sondern eher bemitleidenswert auf ihren Tank zeigen und den Hundeblick aufsetzen. Schwer zu widerstehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Noch zwei Motorräder. Einer hats verstanden. Der zweite nicht. „Sorry Kollege, hab wirklich kein Geld für dich.“ Münzen waren alle und ich muss meinen Prinzipien treu bleiben. War dann auch okay. Ich laufe ja auch gerne. Wieder Straßensperre, Leute nett gegrüßt. „Wieso ist hier heute nur so wenig Verkehr? Nene, weiß schon. Späßchen. Viel Glück noch!“ Und dann kam mein Lieblingslift des Tages. Wieder ein Motorradfahrer. Er fuhr recht weit. Nahm mich mit, meinte nur „Spring auf!“, als ich ihm die Geld Geschichte erklärt habe. Kurz vor seiner Heimatstadt haben wir noch seinen Sohn getroffen (die Kids haben auch Straßensperren gemacht, um sich ein bißchen was zu verdienen) und sind dann weitergefahren.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Erhitzte Gemüter</h3>
<p style="text-align: justify;">Wir hielten auf seinen Ort zu und am Ortseingang war die bisher größte Ansammlung von Protestierenen. Ca. 50 Leute. 2/3 davon saß im Feld rum, der Rest stand an der Straßensperre. Die sind natürlich sofort steil gegangen, als sie mich auf dem Motorrad sitzen sehen haben. „Amerikanski, Amerikanski!“ „No, Alleman“. Ein paar Hände geschüttelt wie ein junger Präsident. Guter Beginn. Dann eskalierte die Situation langsam. Nicht für mich, sondern für meinen Fahrer. Die dachten er wäre ein Taxi und würde aus ihrem Protest Profit schlagen. Wollten ihn nicht durchlassen, obwohl uns vorher mindestens drei andere Motorräder entgegenkamen. Ich hab mir das eine Minute mit angesehen und dann bin ich abgestiegen und hab mitgemischt.</p>
<p style="text-align: justify;">Ging garnicht. Das war wohl der netteste Lift, den ich an dem Tag hatte und der musste sich dann von 3-4 aufgebrachten Alltags-Hitlern irgendeinen Scheiß anhören. Hab versucht zu erklären, was los war. Auf mich hat aber irgendwie niemand gehört. Ich Glaube aber, die haben verstanden, dass er mich Gratis mitgenommen hat. Am Motorrad rumgezerrt. Kleine Handgreiflichkeiten. Ich stand bei meinem Fahrer und da die alle mindestens zwei Köpfe kleiner waren, war das auch ganz gut so. Wollte meinem Fahrer beistehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Hintergrund eine gehässige Frau, die sich schon seit Anfang nicht eingekriegen wollte. Schimpfte wie Giovanni Trappatoni. Zwischenzeitlich sind auch die Leute vom Feld zu uns gestossen und ein Haufen Feldfrauen hat angefangen mit der gehässigen Kleinen rum zu diskutieren. Die Situation wurde unübersichtlich. Ich hab Aussenstehenden erklären, dass er kein Taxi ist und Unterstützung zu generieren. Irgendwann meinten sie, dass ich ja ruhig durch kann, aber das Motorrad nicht. Mir tat es so Leid für meinen Fahrer, deswegen bin ich einfach mal stehengeblieben. Und dann explodierte die Situation.</p>
<p style="text-align: justify;">Die gehässige Kleine hatte auf einmal einen exorbitant großen Felsbrocken in der Hand und hat damit, keine Ahnung warum, einen der Älteren bedroht, der unbeteiligt an ihrer Seite stand. Am Ende hat sie den Stein auf ihn geworfen. Sie nahm anschließend den nächsten Stein. Einer der Alltags-Hitler ging endlich blockwartsmäßig dazwischen. Die beiden fangen trotzdem an sich zu kloppen. Und die Feldgemeinschaft war nun vollends mitten drin. Schreien, Applaus, Sprechchöre, Geräuschkulisse wie in einem Hinterhofboxkampf. Alle schauen zu. Hat mich etwas an die <a href="https://warmroads.de/de/in-42-stunden-durch-venezuela/">venezuelanische Grenze</a> erinnert. Mir wurde das dann zu blöd. Mein Fahrer setzte gerade seinen Helm auf, ich bedanke und entschuldigte mich nochmal bei ihm. So dass es alle mitbekommen. Ja, sollten sie alle mitbekommen, dass er keiner dieser Blutsauger war. Dann drehte ich der ganzen Szene den Rücken zu.</p>
<p style="text-align: justify;">Etwas angepisst lief ich weiter Richtung Puno. Meine Solidarität hatte einen Knick bekommen bei soviel sinnloser Willkür. Ist ja irgendwo auch nicht okay, dann sollen die lieber weiter Straßenlaternen nieder reissen, anstatt falsche Exempel zu statuieren. Aber schon 150m weiter, war das vorbei. Nächste Sperre. Da waren ca. 15 Leute die sich gerade aufgestellt hatten&#8230;.zum Völkerball spielen. Die haben irgendwie soviel Freude ausgestrahlt, dass ich mich auch gleich wieder besser gefühlt hab. Weiter so.</p>
<figure id="attachment_728" aria-describedby="caption-attachment-728" style="width: 683px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120706.jpg" rel="lightbox[717]"><img class="size-large wp-image-728" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120706-683x1024.jpg" alt="Abriss. Straßenblockade in Peru" width="683" height="1024" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120706.jpg 683w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120706-200x300.jpg 200w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120706-150x225.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/P1120706-400x600.jpg 400w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></a><figcaption id="caption-attachment-728" class="wp-caption-text">Abriss. Straßenblockade in Peru</figcaption></figure>
<h3 style="text-align: justify;">Trampen ohne Geld, Muchachos!</h3>
<p style="text-align: justify;">Nach einem weiteren Motorrad stand ich 27km vor Puno. Erreichbar bis zur Dunkelheit, wenn ich laufe. Allerdings bin ich schon 4-5 Stunden zu Fuß unterwegs gewesen und war etwas müde. Und dann der Arschlochlift. Ein Taxi hält. „Wo geht’s hin?“ „Puno. Komm komm.“ „Moment. Ich hab kein Geld!“ „Wie kein Geld?“ „Ja kein Geld. Kann ich trotzdem mit?“ Er klopfte auf seinen Sitz, wie wenn er einem Hund &#8222;Platz machen&#8220; signalisieren möchte. Wir fuhren los, sehr langsam. Er war noch nicht so überzeugt von meiner „kein Geld“ Story. „10 Sol nach Puno.“ „Ne Kollege, kein Geld. Ich laufe und trampe.“ Trampen versteht hier natürlich keiner so wirklich. Er wusste nicht, was er mit mir anfangen sollte. Widerwillig fährt er weiter mit mir rum. Wir laden drei Männer ein. „Puno?“ „Ja Puno. 3 Sol.“ Verdammter Betrüger, mir wollte er die Fahrt für 10 Sol andrehen. Die Männer kannten mich anscheinend von irgendeiner Straßensperre. Meinten auch, dass ich mit Motorrad kam und gelaufen bin. Waren dieser Tage anscheinend nicht zuviele Gringos unterwegs. Ich hatte mir schon einen Ruf in Peru erarbeitet.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Fahrer war definitiv kein netter Mensch, um es mal gelinde auszudrücken. „Willst du laufen, willst du laufen?“, fragte er mich. Anscheinend wollte er mich testen. Das Ding ist aber leider, dass ich wirklich kein Problem mit Laufen habe. Wenn er keinen Bock hat mich mitzunehmen, kann ich gerne aussteigen. Ich will ja niemanden zwingen. Da ich zunehmend angenervt war und dann auch ein weiterer Bezahlgast parat stand, hab ich, nicht ohne Erleichterung, das Auto verlassen und meinen Weg zu Fuß weiter fortgesetzt. Müde war ich. Jeder Schritt fing an zu Schmerzen. Aber Genugtuung, wenigstens nicht in diesem Tourifalle-Taxi rumzugurken. Nur noch ca. 20km. Ich konnte Puno schon sehen, das war etwas entmutigend. Ein Auto vorbeigefahren, ein Taxi wollte mich nicht mitnehmen. Das war alles, was innerhalb der nächsten 45 Minuten an mir vorbei fuhr. Und hier waren ja noch nichtmal Straßensperren&#8230;.?!? Solche Momente sind die Gedulsproben meiner Reise. Letztendlich haben mich dann aber zwei nette Peruaner in einem weiteren China-Auto mitgenommen und meinen Glauben an die Menschheit wiederhergestellt. Puno, da war ich also. Morgen früh dann noch 80km nach Norden zu meinem Ort für die Operation <a href="https://warmroads.de/de/wie-ich-meinen-ersten-gueterzug-in-peru-trampte-nicht/">Cargo-Train-Hopping</a>.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Zum Ende&#8230;</h3>
<p style="text-align: justify;">Achso und was hier fehlt. Death Road. War ein Tagstrip. Dachte erst da ist kein Verkehr. Highlights waren ein Jeep, bei dem ich auf dem Dach mitgefahren bin. Auf der Death Road selbst habe ich mir ein Taxi nach La Paz angelacht (getrampt!). Sind nur eine Stunde auf der eigentlichen Death Road gefahren, danach auf geteerter Straße. War etwas enttäuschend. Die Straße selbst ist ein bißchen schöner, älter und athmosphärischer, als die Yungas Straßen, auf denen ich vorher unterwegs war. Prinzipiell aber ähnlich. 200-300m tiefe Abhänge, ständig Todesgefahr und wunderschön. Aber ich bin zwei Tage durch den kompletten Yungas geknallt und da war der Abschnitt nur die Pseudo-Kirsche auf der Schwarzwälder. Danach drei Stunden La Paz in einer epischen „Ich-esse-alles-Street-Food-an-dem-ich-vorbeikomme-weil-ich-noch-so-viele-Bolivianos-habe“-Wanderung durchquert, einen LKW geliftet, dem schon wieder Reifen geplatzt ist und letztendlich mit einem Ehepaar in Copacabana gelandet, wo es ein 2,20€ Alementejo gab, mit der netten, alten Dame, die die Welt so schrecklich gefährlich fand und mich in den wunderbaren Tag entlassen hat.</p>
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		<title>Wie ich meinen ersten Güterzug in Peru trampte (nicht)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2015 20:27:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Peru]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach dem katastrophalen aber höchst unterhaltsamen Blockadetag in Peru machte ich mich auf nach Juliaca um dort einen Güterzug zu hoppen. Hatte das noch...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;" align="left">Nach dem katastrophalen aber höchst unterhaltsamen Blockadetag in Peru machte ich mich auf nach Juliaca um dort einen Güterzug zu hoppen. Hatte das noch nie zuvor gemacht, aber einen Kontakt zu einem Amerikaner gefunden, der genau die Strecke schon gemacht hat. Ich war äußerst angefixt, seit über einer Woche konnte ich an nichts anderes mehr denken, als auf diesen vorbeifahrenden Güterzug aufzuspringen. Dies war endlich mein Tag! Los geht’s.<span id="more-735"></span></p>
<h3 style="text-align: justify;" align="left">Schon wieder blockieren, Jungs? Muß dat sein?</h3>
<p style="text-align: justify;" align="left">80km nach Juliaca. Nicht weit. Sollte ein Kinderspiel werden. Ich deckte mich in einer Bäckerei mit allen möglichen süßen Sachen ein und durchquerte Puno. Aber wieso waren hier schon wieder so auffallend wenige Autos? Und da stehe schon wieder Leute. „He, ist das ne Blockade?“ „Ja, bis heute Nacht um 12.“ „Oh shit, immernoch?“. Ich dachte die hätten nur am Tag vorher blockiert. Na super. Aber war ja nicht weit und anscheinend fuhren auch Busse, also muss ja Verkehr sein.</p>
<p style="text-align: justify;" align="left">Morgenspaziergang durch Puno. Erstes Auto, ein Pick-Up voller Gringos, hält sofort an. Vier Amis die nach Cusco fahren. Das liegt nochmal 300km hinter meinem eigentlichen Ziel. Gelungener Tramptag! Ich saß hinten auf der Ladefläche und genoss die Landschaft. In Juliaca haben wir an einem Rondell angehalten und die Jungs haben sich erstmal eine Runde Eis gegönnt. Es klopft an der Scheibe, ob ich denn auch Eis wollte&#8230;klar! Wir haben dann noch eine peruanische Oma eingeladen und sind in das nächste Dorf gefahren um dort Mittag zu essen. Mega peinlich: Beim Aussteigen Gruppenfoto mit der Oma. Der war das sichtlich unangenehm. Mir auch.</p>
<figure id="attachment_740" aria-describedby="caption-attachment-740" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Eis-auf-dem-Pick-Up.jpg" rel="lightbox[735]"><img class="wp-image-740 size-full" title="Eis auf dem Pick-Up" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Eis-auf-dem-Pick-Up.jpg" alt="Eis auf dem Pick-Up" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Eis-auf-dem-Pick-Up.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Eis-auf-dem-Pick-Up-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Eis-auf-dem-Pick-Up-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Eis-auf-dem-Pick-Up-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Eis-auf-dem-Pick-Up-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-740" class="wp-caption-text">Eis auf dem Pick-Up.</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;" align="left">Ansonsten keine Blockaden bis Juliaca. In Juliaca vereinzelt kleine Feuerchen, eine Demonstration, gesperrte Hauptstrasse und ansonsten recht viel Polizei. Meine Informationen zu dem Güterzug bezogen sich auf einen Ort 80km nördlich von Juliaca in Richtung Cusco. Kann ich eigentlich auch dahinfahren, dachte ich mir. Juliaca war eine dreckige Großstadt, die im Blockadechaos versank und mit der ganzen Polizei und dem überwachten Bahnhof, hatte ich mehr Chancen in Ayaviri.</p>
<p style="text-align: justify;" align="left">Als wir da ankamen konnte ich mich fast nicht mehr halten vor Adrenalin. Aber noch mindestens acht Stunden Zeit. Also erstmal Internetcafe, Mittagessen und Streckenobservation. Wo sind gute Punkte zum Aufspringen, wo hängen Leute ab, wo kann ich mich ggf. verstecken. Den ganzen Ort durchquert und Informationen gesammelt. Alles fotographiert. Habe mir noch eine Daunenjacke (ohne Ärmel) gekauft, da es in der Nacht -5° werden sollte, mit Fahrtwind ziemlich kalt und ich wollte wenigstens noch irgendwas Warmes haben, neben meinem normalen Equipment. Es war gegen vier Uhr, der Zug war angekündigt zwischen acht und halb elf.</p>
<h3 style="text-align: justify;" align="left">Warten auf den Zug</h3>
<p style="text-align: justify;" align="left">19:55 Uhr. Fünf Minuten vor der Zeit ist des Soldaten Pünktlichkeit. Ich hatte Wasservorrat angelegt, paar Kekse, eine Schachtel Zigaretten und drei Päckchen Streichhölzer in der Tasche. Jetzt muss nur noch der Zug kommen. Am Bahnhof war niemand anwesend, ich setzte mich auf meinen Rucksack und rauchte eine Zigarette. Vorher hatte ich noch mein gesamtes Equipment umgepackt. Den Laptop mitten in den Rucksack, nicht wie sonst oben drauf. Sollte für alle Eventualitäten vorbereitet sein. Dunkle Klamotten angezogen. Alles was warm war hatte ich an, oder griffbereit gepackt. Jetzt warten.</p>
<p style="text-align: justify;" align="left">Mit jedem LKW oder Auto was in der Ferne gehupt hat, bin ich aufgeschreckt. War das der Zug? Ich war so auf 180°. Später am Abend wurde es sehr kalt und ich fror erbärmlich, hatte ernsthafte Bedenken bekommen, ob das bei den Temperaturen auf einem fahrenden Zug eine gute Idee ist, insbesondere weil in Peru keine Box-Cars sind und die fahrt unter offenem Himmel geschieht. Ich lernte Schattenboxen zur Erwärmung. Aber was auch half war: Hupen. Immer wenn ich fror und sich ein vermeintlich ankommender Zug ankündigte, war mein Körper sofort in Alarmbereitschaft, Adrenalinstoß und ich fror nicht mehr. Interessante Erfahrung.</p>
<h3 style="text-align: justify;" align="left">Krumme Dinger Nachts am Bahnhof</h3>
<p style="text-align: justify;" align="left">20:30 Uhr. Am ansonsten menschenleeren Bahnhof ist Bewegung. Drei Menschen überqueren die Gleise, ca. 100 Meter rechts von mir. Sie bleiben stehen. Sehen mich. Flüstern. Sie drehen um und gehen einen anderen Weg. Was war da los? Auf jedenfall nicht mein Business, wenn die da was krummes drehen wollen. Ich hab meinen Rucksack genommen und bin weggegangen. Als ich weg war, haben die drei sich wieder ihrem ursprünglichen Objekt der Begierde zugewandt. Was auch immer das war. Sehr mysteriös.</p>
<p style="text-align: justify;" align="left">Ich drehte eine Runde. Prinzip beim Aufsprung auf den Zug, dass du von niemandem gesehen wirst. Das ich mir dazu gerade die Plattform am Bahnhof des Ortes ausgesucht hatte, mag nicht besonders klug erscheinen, aber sollte passen. Als ich von meiner Runde zurückkam stand ein Mann auf den Gleisen. Ohne Regung. Ich bin mitten auf der Straße stehengeblieben. Ohne Regung. Nagut, wenn er für die Jungs scoutet, während die ihr Ding drehen, muss ich eben warten. Geraucht, ihn angeschaut. Keine Kommunikation. Gewartet.</p>
<p style="text-align: justify;" align="left">Irgendwann lief dann eine Dame an mir vorbei. Ein Liebespaar, dass über den Bahnhof schlendern wollte. Also kein Schmiere stehen für die Sabotage. Ich sollte an dem Abend noch mindestens drei Liebespaare durch meine Anwesenheit abschrecken. Immer das gleiche Spiel, ein verstohlener Blick um die Ecke „oh, da ist ja jemand“ und auf einmal drehen sie um und gehen weg. Aber das war meine Nacht. Ich wollte einen Güterzug hoppen. Kein Platz für Liebe.</p>
<figure id="attachment_741" aria-describedby="caption-attachment-741" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Bahnhof-in-Ayaviri.jpg" rel="lightbox[735]"><img class="wp-image-741 size-full" title="Bahnhof in Ayaviri bei Tag" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Bahnhof-in-Ayaviri.jpg" alt="Bahnhof in Ayaviri" width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Bahnhof-in-Ayaviri.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Bahnhof-in-Ayaviri-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Bahnhof-in-Ayaviri-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Bahnhof-in-Ayaviri-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Bahnhof-in-Ayaviri-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-741" class="wp-caption-text">Bahnhof in Ayaviri bei Tag.</figcaption></figure>
<h3 style="text-align: justify;" align="left">Alles voller Ordnungskräfte</h3>
<p style="text-align: justify;" align="left">21:30 Uhr. Immernoch kam kein Zug. Dafür aber neue Freunde. Zwei Menschen in gelben Jacken kamen langsam auf mich zu. Sie kamen aus der Dunkelheit. Plötzlich eine Trillerpfeife. Ich bleibe unbeeindruckt stehen. Polizei. Super, kann ich genau jetzt gebrauchen, wo ich doch illegal auf einen fahrenden Güterzug aufspringen will. Sie kommen auf meine Höhe und machen keine Anstalten mit mir zu reden. „Buenos noches.“, sage ich. &#8222;Hallo, was machst du denn hier?&#8220; Ah scheiße&#8230;brauch ne Ausrede&#8230;..naja&#8230;&#8230;ich will den Zug sehen !! (stimmte ja auch) und äh&#8230;..treffe mich dann noch mit einer Freundin. Das zog schon irgendwie, ich strahlte ja auch die absolute Ruhe aus. So kleine Zwischenfälle sollten mich nicht an meinem Hauptprojekt hindern. Wieso ich denn im Dunkeln stehe? Ich solle doch lieber ins Licht gehen, weil hier schlechte Menschen rumlaufen. Ob mir irgendwas aufgefallen wäre? Ah ja, da ware drei Menschen, haben irgendwas gemacht ja. Ja schlechte Menschen&#8230;.Deliquenten, stell dich mal lieber ins Licht.</p>
<p style="text-align: justify;" align="left">Dann verschwanden sie. Irgendwas unverständliches von 20 Minuten geredet. Wusste aber nicht, ob die in 20 Minuten wiederkommen würden. Was mach ich, wenn der Zug kommt und die gerade da sind&#8230;..trotzdem aufspringen? Ich überlegte den Ort zu wechseln, aber wartete erstmal was passiert. Als die beiden auch in den nächsten 90 Minuten nicht mehr aufkreuzten, wähnte ich mich sicher.</p>
<p style="text-align: justify;" align="left">23:20 Uhr, bitterlich kalt, ich war in der dritten Runde Schattenboxen. Sowohl ich als auch Gegner noch frisch. Müdigkeit machte sich ab und an bemerkbar und es gab Sekunden, an denen ich ein Schwindelgefühl feststellte. Es fröstelte. Wie sollte das nur auf dem Zug werden? Im Hintergrund hörte ich immer wieder Trillerpfeifen, die mal näher und mal weiter weg zu hören waren. Offensichtlich waren mehrere Streifen unterwegs.</p>
<h3 style="text-align: justify;" align="left">Herzlich willkommen Mr. und Mrs. Kegel!</h3>
<p style="text-align: justify;" align="left">23:35 Uhr, ich höre jemanden die Straße herunterkommen. Es trillert. Ich befinde mich gerade im hellen und schaffe es nicht mehr rechtzeitig in meinen Schatten. Ich werde gesichtet. Diesmal nicht die beiden gelben Jacken, sondern zwei Poncho tragende Menschen mit Basecaps. Sie sahen aus wie zwei Kegel. Die Beiden bleiben stehen, Starren, keine Regung, kein Wort. Ich laufe langsam im Kreis, versuche mich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Was wenn jetzt der Zug kommt? Ich konnte an nichts anderes denken. Dann ein weiterer Pfiff. Darauf folgt wieder regungsloses Starren. Und plötzlich stürmen drei Hunde auf mich zu! Zwei waren feige Pisser, einer aber ziemlich aggressiv, lief um mich herum, Zähne fletschend, bellen. &#8222;Ja ruhig, is ja gut mein kleiner, was ist denn los?&#8220; Die beiden Kegel bleiben regungslos stehen und starren.</p>
<p style="text-align: justify;" align="left">Die Hunde waren wahrscheinlich Straßenhunde, die einfach mit auf Streife laufen. Mittelgroße Hunde, sahen aus wie kleine plüschige Bettvorleger. Eher was zum knuddeln als Polizeihunde. Aber nervig. Ich lief weiter im Kreis. Die beiden Kegel setzten sich auf eine nahe gelegene Bank und beobachteten mich. Alle fünf Minuten mal ein Pfiff mit der Trillerpfeife. Leichtes Flüstern, ansonsten keine Regung. Zwei regungslose Kegel mit drei Plüschhunden und ein Gringo der mit einer Zigarette in der Hand, der stoisch im Kreis läuft. Nächtliche Bahnhofsszenen in Peru. Hätte davon gerne ein Video gehabt.</p>
<p style="text-align: justify;" align="left">Irgendwann hatten auch die beiden Kegel genug von meiner Kreisbewegung und machten sich mit ihren drei nervigen Töhlen auf den Weg zu neuen Abenteuern. Ich fror mitlerweile bitterlich. 23:50 Uhr, der Zug lag fast zwei Stunden hinter der offiziellen und mehr als eine Stunde hinter der inoffiziellen Ankunftszeit (ca. 22:45 Uhr hatte mein Amifreund den Zug geentert). Zeit zum aufgeben&#8230;ein hupen&#8230;Adrenalin&#8230;..Zug&#8230;.ne, doch kein Zug. Eine letzte Zigarette und dann ab in die Stadt. Was eine Enttäuschung. Ich fand ein 2,20€ Hotel und zog die Decke über den Kopf, weil ich so durch gefroren war. Vielleicht eine glückliche Fügung, dass der Zug nicht kam. Temperaturtechnisch wäre das Hardcore geworden. Aber das hole ich auf jedenfall in den USA nach!</p>
<h3 style="text-align: justify;" align="left">Nach der Niederlage ist vor der Niederlage</h3>
<figure id="attachment_742" aria-describedby="caption-attachment-742" style="width: 521px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Gekaufte-Jacke.jpg" rel="lightbox[735]"><img class="size-full wp-image-742" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Gekaufte-Jacke.jpg" alt="Daunenjacke in Peru" width="521" height="780" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Gekaufte-Jacke.jpg 521w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Gekaufte-Jacke-200x299.jpg 200w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Gekaufte-Jacke-150x225.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/06/Gekaufte-Jacke-400x599.jpg 400w" sizes="(max-width: 521px) 100vw, 521px" /></a><figcaption id="caption-attachment-742" class="wp-caption-text">Corpus delicti. Meine Daunenjacke. Wurde am nächsten Tag direkt wieder verlustbringend verkauft.</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;" align="left">Am nächsten morgen gepackt&#8230;.und da war diese Daunenjacke. Ansich ne schöne Jacke, hatte ich für 30 Sol (ca. 7€) gekauft, allerdings bringt die meine Packtechnik durcheinander. Feststellung: Ich kann mit neuem Equipment nicht umgehen, da meine bestehende Ordnung dadurch verändert wird, selbst wenn es ein nützlicher Gegenstand ist. Gleiches gilt im Gegenzug, wenn ich Gegenstände verlieren sollte, oder Sachen kaputt gehen. An meiner Stomaticum Zahnpasta drücke ich nun schon seit über einem Monat die letzten Reste raus. Diese kleine, effiziente Zahnpasta gibt es hier nicht zu kaufen und ich sträube mich eine andere zu nutzen. Aber auch die wird irgendwann vollends leer sein und ich muss mich dem stellen. Auf jedenfall hänge ich an meinem kleinen zu Hause mit all seinen Einzelteilen. Ähnlich wie <a href="http://warmroads.de/segeltagebuch-transatlantik/">Kapitän Chris</a> immer auf Erhalt bedacht.</p>
<p style="text-align: justify;" align="left">Aber da war erstmal diese Daunenjacke. 30 Sol&#8230;..zu geizig um darauf zu scheißen. Also zurück zum Markt gelaufen und die Jacke wieder verkauft. Nach einigen Gesprächen zwei Kunden gefunden. Peruaner. 20 Sol&#8230;.guter Preis&#8230;ja guter Preis, pflichteten mir auch die beiden Damen an den Ständen bei. Deal. Beim trampen das erste Auto gestoppt. Leider falsche Richtung gefahren. 150 Meter später steht der gleiche Kerl an der Tankstelle. Fängt an mit mir zu reden und ähnlich wie mein Lift am Blockadetag, zückt er mit offensichtlichen Vorfreude und Nächstenliebe 10 Sol und hält sie mir hin. &#8222;Nene, brauch ich nicht.&#8220; &#8222;Doch doch, kauf dir essen davon.&#8220; &#8222;Ne brauch ich nicht&#8230;.nagut, danke!&#8220; Alle zufrieden und ich hatte meinen Jackenverlust kompensiert.</p>
<h3 style="text-align: justify;" align="left">Von der Menschheit betreten</h3>
<p style="text-align: justify;" align="left">Auf dem Weg aus Ayaviri an diesem Morgen hatte ich noch eine ziemlich verstörende Entdeckung gemacht. Ich überquerte den Fluß. Da schwamm irgendwas, sah im ersten Moment aus wie ein Bieber. Ich blieb stehen und erkannte, dass es ein Hund war. Ein toter Hund. Ansich nichts besonderes. Bei näherer Betrachtung sah ich allerdings einen Strick um seinen Hals und an dem Strick hing ein Stein. Der Hund bewegte sich im Strom des Flusses nach links und rechts und währenddessen gingen mir einige Dinge durch den Kopf. Das ganze machte mich ziemlich traurig. Wieso machen Menschen sowas? Auf der anderen Seite ist es leider Realität, dass nicht jedem Mensch Leben und Lebewesen etwas bedeuten und sich dann solche abartigen Sachen zeigen. Auf meinem Weg nach Cusco beobachtete ich außerdem zweimal am Straßenrand, wie Leute ihre Tiere (Schafe, Lamas) getreten und geschlagen haben, weil diese sich nicht bewegen wollten.</p>
<p style="text-align: justify;" align="left">Insgesamt ein etwas aufwühlender Tag. Eine Kanadierin im Hostel eröffnete mir später die etwas ertragbarere Version, dass der Hund nicht von irgendwelchen Assis zum Samstagabendspaß umgebracht wurde, sondern vielleicht gefährlich war und deswegen irgendwer das gemacht hat. Keiner weiß es. Das Bild bleibt trotzdem vorhanden, von dem Hund, dem Strick und den Bewegungen im Wasser. Ich hab auch ein Fotos gemacht, aber das erspare ich euch.</p>
<h3 style="text-align: justify;" align="left">Zum Abschluß</h3>
<p style="text-align: justify;" align="left">Tramptag nach Cusco verlief entspannt, ohne größere Ereignisse. Eigentlich wollte ich klettern in Huaraz, aber durch die gescheiterte Operation „Güterzug hoppen“ fühle ich eine innere Unruhe. Ich brauche mal Abwechslung. Ich werde wohl die 4000km Mittelstrecke nach Bogota/Kolumbien ohne Pause trampen und mir da dann ein Fahrrad zulegen um Kolumbien zu durchqueren. Plan: Ich such mir irgendeine rostige Möhre für 20€, kauf mir ein paar Radtaschen und knall dann die 800km zur Küste hoch. Ich sehe schon die Fahrradreisenden mit ihren 3000€ Hightech-Rädern grüßend an mir vorbeiradeln. Auch daher hab ich Bock den Weg auf einem richtigen Schrottrad zu fahren. In your face! Aber wenn ich müde werde, kann ich immernoch mit Fahrrad trampen. Bin ja schließlich Tramper und kein Radfahrer.</p>
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