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	<title>Karibik &#8211; Warm Roads</title>
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		<title>Woanders is auch scheiße, aber Panama riecht von oben bis unten nach Bananen &#8211; ein spontanes Résumé</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2015 11:46:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Karibik]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumbien]]></category>
		<category><![CDATA[Panama]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir schreiben den 17. Juli 2015. Es ist 4:55 Uhr morgens. Ich bin gerade aufgewacht. Draußen stürmt es. Starker Regen fällt, sodass ich das...</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de/woanders-is-auch-scheisse-aber-panama-riecht-von-oben-bis-unten-nach-bananen-ein-spontanes-resume/">Woanders is auch scheiße, aber Panama riecht von oben bis unten nach Bananen &#8211; ein spontanes Résumé</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de">Warm Roads</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wir schreiben den 17. Juli 2015. Es ist 4:55 Uhr morgens. Ich bin gerade aufgewacht. Draußen stürmt es. Starker Regen fällt, sodass ich das kleine Fenster über meinem Bett schließen musste. Selbst als es nur einen Spalt breit offen war, tropfte unablässig Wasser auf mein Bett. Kurz hatte ich überlegt nochmal ein bißchen weiter zu schlafen, aber es sind noch 3,5 Stunden, bis mein Boot losfährt und da ich keinen Wecker habe, bleibe ich lieber wach. Mein Boot, dass mein letzter Lift auf dem südamerikanischen Kontinent sein wird.<span id="more-894"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Ich bin in Turbo, einer dreckigen Hafenstadt in Nordkolumbien. Letzter Punkt, bevor es in die entlegenen Dörfer nahe der Grenzregion geht. Letzter Hafen mit Straßenanbindung, danach folgt nur noch Jungle und kleine Dörfer im Nirgendwo. Gestern habe ich mich von meinem Fahrrad getrennt, mit welchem ich von Bogota knapp 800km hierher gefahren bin. Ich konnte es zum Einkaufspreis verkaufen, nach langem suchen. Allerdings hab ich für die ganzen Modifikationen kein Geld bekommen. Letztendlich war ich aber zufrieden mit dem Deal. Und ein Kolumbianer konnte sich glücklich schätzen. Außerdem hatte ich eine komplette Fahrraduniform von Kolbmbien, von den Socken bis zum Kopftuch. Das habe ich gegen einen Lift in dem besagten Boot eingetauscht. Erfolgreicher Handelstag.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Boot ist eine sogenannte Lancha. Kleine Schnellboote mit Outborder-Motoren, wie ich sie schon von <a href="https://warmroads.de/de/durch-die-hintertuer-nach-venezuela/">Trinidad nach Venezuela</a> hatte. Es wird mich nach Carpurgana bringen, der vorletzten Ortschaft entlang der Küste Richtung Panama. Dort gibt es keine Autos, weil keine Straßen, dafür aber KAribikfeeling und Strände. Nach Monaten des Trampens durch Südamerika, freue ich mich sogar ein wenig darauf. Von da kann man ca. 2 Stunden über kleine Pfade durch den Dschungel laufen, um zu &#8222;Grenze&#8220; zu kommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Grenze zwischen Kolumbien und Panama ist etwas sonderbar, wie mir ein Franzose gestern versucht hat zu erklären. Keine Kommunikation. Keine gemeinsame Grenze. Es ist, so sagte er, wie die Grenze zwischen Brasilien und Marokko. Sie existiert quasi nicht. Ich für meinen Fall muss mir meinen Ausreisestempel in Carpurgana holen und kann dann nach 2 Stunden Fußmarsch panamanisches Staatsgebiet in Armila betreten. Dort ist aber nur ein kleiner (hübscher) Strand. Bis zur Immigration von Panama werden es nochmal 3-4 Stunden Fußmarsch sein (ich sehe gerade, google gibt diese Distanz auf 2km Luftlinie an. Das wird anscheinend ein anspruchsvoller Fußmarsch).</p>
<p style="text-align: justify;">In dieser Grauzone darf ich mich insgesamt 72 Stunden aufhalten, bevor ich in Panama &#8222;einchecken&#8220; muss. Vielleicht laufe ich, vielleicht frag ich die allgegenwärtigen Militärs, ob sie mir den Lift nach Puerto Obladia geben. Das ist die letzte Ortschaft auf meinem kleinen Küstenstreifen. Von da kann man mit Kleinflugzeugen nach Panama City fliegen (Komftortlösung), mit Lanchas weiter an der Küsten entlang fahren oder in Hardcore-Manier in den tiefen Dschungel gehen. Es wird kompliziert, aber ich habe mir sagen lassen, dass ich auf panamischer Seite mit den Cargo Booten mitfahren darf und es nicht so viele Probleme mit Kontrollen gibt, wie in Kolumbien.</p>
<p style="text-align: justify;">Ansonsten liegt dort noch das <a href="http://some-choice.com/en/darien-gap/">Darien Gap</a>. Und je näher ich ihm komme, desto  mehr fasziniert es mich. Das berühmte Darien Gap. Die fehlende Verbindung zwischen Nord- und Südamerika. Der einzige Punkt ohne Straße, sei es nun aus politischen, geographischen oder sonstigen Gründen. Es ist einer der dichtesten Dschungel auf der Erde, vollgestopft mit Schlangen, Pumas und allerlei kleiner giftiger Freunde.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Dschungel gibt es mehrere Dörfer, es existiert ein dichtes Netz von Wegen, was aber wohl nur von den lokalen Ureinwohnern verstanden wird. Auf diesen Wegen kreuzt allerleit Verkehr, wie ich gelesen habe. Neben den Leuten die dort Leben findet sich das Militär, die Guerilla, illegale Einwanderer die Richtung Norden laufen und natürlich die Drogen-Kuriere. Letztere sind wohl das wirtschaftliche Standbein der Region. Besonders Menschen aus Panama laufen die Route von Norden und machen gutes Geld. Aber auch die Ureinwohner sollen wohl ihr Wissen über das Terrain nutzen und sich als Postbooten anbieten. Prinzipiell geht es aber wohl um Business. Das deckt sich auch mit der Erzählung von einer Gruppe Afrikaner die sich von einem Guide nach Norden haben Schmuggeln lassen. Der Guide und seine Komplizen haben den illegalen Einwanderern alles abgenommen, was sie hatten, sie aber trotzdem (mit Nichts) auf die panamische Seite gebracht.</p>
<p style="text-align: justify;">Was für den Ruf des Darien Gaps wohl ziemlich schlecht war, könnten die zahllosen Entführungen durch die FARC vor 10-20 Jahren gewesen sein. Die FARC, die Rebellengruppe im kolumbianischen Norden, welche sich mehr oder weniger auf Entführungen spezialisiert hatte. Das ist aber Schnee von gestern. Heute passiert sowas nicht mehr und die wenigen Konflikte hier werden meist zwischen Beteiligten ausgetragen. Aktuell werden eher <a href="http://latinamericacurrentevents.com/putumayo-colombia-farc-attacking-tankers-on-border-with-ecuador-spilling-thousands-of-gallons-of-oil/31701/">Tanker</a> versenkt oder Ölpipelines attackiert. Die FARC versucht Infrastruktur kaputt zu machen und die Umwelt zu verseuchen. Auch nett.</p>
<p style="text-align: justify;">Hinter mir liegen 6 Monate Südamerika. In den letzten sechs Monaten habe ich</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>den gesamten Kontinent zweimal auf der Vertikalachse durchtrampt</li>
<li>die Anfänge des venezuelanischen Untergangs miterlebt (Wechselkurs von ehemals super billigen 1:75 auf 1:150 und mitlerweile auf 1:420. In einem halben Jahr wird das Land bankrott sein. Amerikanischer Handelskrieg erfolgreich abgeschlossen.)</li>
<li>bin meine längste Distanz getrampt, mit über 8000km durch Brasilien Richtung Uruguay (in 12 Tagen, Bämeräng!)</li>
<li>war zwei Monate in Uruguay bei meinem Freund Ralf. Dort war ich auf einer Hochzeit, wir haben einen Güterzug getrampt und Grillabende gemacht, die mir anschließende Alptraumnächte beschert hatten, weil es ausschließlich Fleisch gab</li>
<li>habe das sündige Leben von Buenos Aires in vollen Zügen (was für eine Stadt)</li>
<li>bin ans Ende der Welt gefahren (Ushuaia)</li>
<li>einmal fast in Bolivien ausgeraubt worden</li>
<li>in Medellin beklaut worden (aber hey, ich lag schlafend und betrunken irgendwo in der Stadt und war auf dem Heimweg &#8222;hängengeblieben&#8220; [hab nur ne Runde im Straßengraben &#8222;geNilst&#8220; HAHA] Kann dem Langfinger das nicht verübeln. )</li>
<li>bin 800km mit dem Fahrrad durch Kolumbien gefahren</li>
<li>hab die atemberaubenden Salzwüsten in Bolivien erkundet</li>
<li>habe das noch wunderbare bolivianische Hinterland durchtrampt und hier meine liebsten Orte und Menschen gefunden (<a href="https://warmroads.de/de/whisky-claro-wie-ich-eine-der-gefaehrlichsten-strassen-der-welt-ueberlebte/">insbesondere Aris, der betrunkene Polizist mit seinem Motorrad</a>)</li>
<li>eine Menge Straßenfood gegessen</li>
<li>ein aufblasbares Kofpkissen gefunden</li>
<li>bin auf einen 40m hohen Antennenmast geklettert</li>
<li>habe Freundschaft mit einer Gruppe <a href="https://warmroads.de/de/hools-fussball-und-blut-sonntags-in-buenos-aires/">Hooligans in Buenos Aires</a> geschlossen</li>
<li>hab mich im Glücksrausch über die argentinischen Autobahnen tragen lassen</li>
<li>wurde von alten, schwulen Männern angegraben (business as usual)</li>
<li>habe meinen ersten Bagger und Krankenwagen getrampt</li>
<li>das Erste mal gekokst (hey, kriegt man hier überall unter die Nase gerieben, ist aber nicht so spannend)</li>
<li><a href="https://warmroads.de/de/so-voll-mit-leben-wie-ein-kaese-an-einem-heissen-tag-trampen-durch-lima/">Lima zur Rush-Hour</a> durchfahren&#8230;.und überlebt</li>
<li>habe Machu Pichu erfolgreich &#8222;nicht besucht&#8220; und einen <a href="https://warmroads.de/de/wie-ich-meinen-ersten-gueterzug-in-peru-trampte-nicht/">Güterzug in Peru unerfolgreich nicht getrampt</a></li>
<li>bin in meine nächste Lebenskrise verfallen, als ich festgestellt habe, dass die Weltbevölkerung sich seit 1950 verdreifacht hat (!)</li>
<li>konnte mehrere Gegenstände billig einkaufen und erfolgreich unter Wert wieder verkaufen (wer brauch schon Sprache zum Handeln?)</li>
<li>hab &#8222;Mas o Menos&#8220;-Spanisch gelernt</li>
<li>hab einen langen Bart bekommen</li>
<li>und eine Geschichte Erschaffen, die ebenfalls schon einen recht langen Bart hat</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Danke Südamerika, hat Spaß gemacht! Ich muss auch mal packen, mein Boot fährt bald. Das Fenster ist auch wieder offen. Der Regen hat aufgehört und ein wunderbarer Tag beginnt.</p>
<p style="text-align: justify;">Zentralamerika ick komme dir! Hurz!</p>
<pre style="text-align: justify;">Der halbe Titel wurde geklaut bei einer anderen Bloggerin Namens Nina,
die einen ganz <a href="http://www.smaracuja.de/woanders-is-auch-scheisse/">wunderbaren Artikel über Reisen und Glück</a> geschrieben hat.
Hab ihn zufällig gefunden. Lesenswert. Danke für den Titel und Sorry! 
fürs kopieren. Aber in Asien gilt dies ja als Respektsbekundung.</pre>
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		<title>Trampen in&#8230; (5) Sint Maarten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2015 13:18:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Karibik]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen in...]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Prolog St. Maarten ist eine sonderbare Insel. Das einzige zweigeteilte Eiland der Welt. Die eine Seite französisch, die andere unabhängig und ehemals holländisch. Das...</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de/trampen-in-5-sint-maarten/">Trampen in&#8230; (5) Sint Maarten</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de">Warm Roads</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3 style="text-align: justify;">Prolog</h3>
<p style="text-align: justify;">St. Maarten ist eine sonderbare Insel. Das einzige zweigeteilte Eiland der Welt. Die eine Seite französisch, die andere unabhängig und ehemals holländisch. Das bedeutet: In einem Radius von 10 km zwei verschiedene Währungen, verschiedene Steckdosen, verschiedene Handynetze und eine Grenze zwischen Karibik und Europa. Sonderbar. Ansonsten schlägt zur Saison die Stunde der Superyachten in Simpson Bay. Wer schon immer mal die Spielzeuge von Bill Gates, Abramovic und Steve Jobs sehen wollte, kann in der Vorweihnachtszeit am Strand liegen und diese schwimmenden Städte begutachten.<span id="more-479"></span></p>
<h3 style="text-align: justify;">Statistiken</h3>
<p style="text-align: justify;">Den Log findet ihr <a title="Log Sint Maarten" href="http://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Log-St.-Maarten.ods" target="_blank">hier</a>. Seid eingeladen zum downloaden und rumspielen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Zurückgelegte Distanz: 43,2 Kilometer</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Anzahl der Lifts: 14</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Durchschnittliche Wartezeit: 10 Minuten 12 Sekunden</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Standzeit Gesamt: 2 Stunden 23 Minuten</strong></p>
<h3 style="text-align: justify;">Route</h3>
<p style="text-align: justify;">In St. Maarten habe ich wieder eine <a title="Sint Maarten Umrundung" href="http://goo.gl/maps/UQYn8" target="_blank">komplette Umrundung</a> gemacht. Von Cole Bay in Richtung Oyster Pond, über die Küstenstraße bis in den Norden zur wunderschönen Marina Ans-Marcel und dann wieder über Gran-Case Richtung Süden bis nach Simpson Bay.</p>
<p style="text-align: justify;">Ansonsten bin ich jeden Tag 1-2 mal um die Lagune in Simpson Bay getrampt.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Menschen</h3>
<p style="text-align: justify;">So richtig Karibik ist in St. Maarten nicht. Viele Amis, Holländer, Franzosen und sonstige Lebenskünstler und Ex-Drogendealer versammeln sich auf der Insel. Daneben gibt es natürlich auch Einheimische. Generell hatte ich allerdings das Gefühl, die meisten Menschen ignorieren mich am Straßenrand. Dies ist mir hier besonders aufgefallen, wobei das natürlich alles relativ zu betrachten ist. Vielleicht noch interessant zu erwähnen, dass ich im französischen Norden zwei mal andere Tramper an der Straße gesehen habe. Scheint also verbreitet zu sein auf der Insel. Generell war das liften aber schon etwas schwieriger und die Leute haben erst nach einiger Zeit angehalten. Kein Vergleich zu den Kanaren.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Straßen</h3>
<p style="text-align: justify;">Es führte eine Hauptstraße um die Insel, welche zur Rush Hour von einem allumfassenden, zähfließenden Verkehr heimgesucht wird. Generell lassen es die Leute in der Karibik entspannt angehen beim Autofahren. Man kann schonmal 5 Minuten stehen, nur weil drei Autos weiter vorne jemand mitten auf der Straße anhält und mit seinem Nachbarn redet.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf dieser Insel gibt es definitiv zuviele Autos und zu wenig Straßen. Die Straße ansich ist in relativ gutem Zustand, aber es finden sich hier und da große Schlaglöcher.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Taktik</h3>
<p style="text-align: justify;">Ich habe keinen wirklich guten Weg gefunden, die Aufmerksamkeit der Menschen auf mich zu ziehen und schnellere Lifts zu bekommen. Die Hauptstraße in Simpson Bay dauert manchmal etwas länger, aber es hat sich immer ein lift gefunden.</p>
<p style="text-align: justify;">Was ansonsten auch sehr gut funktioniert in St. Maarten ist Dinghys trampen, also kleine Motorboote. Entweder an den Dingy-Docks der Bars warten bis jemand ablegt, oder direkt an die Brücke stellen, wo alle Schiffe durchkommen. Wenn man gesehen wird, halten die meisten an und nehmen einen mit. Funktioniert auch, wenn man auf einem geankerten Boot in der Lagune steht. Was sich sicherlich lohnen würde, ist der Versuch Segelboote an der Brücke zu trampen. Da die Brücke zu festen Zeiten öffnet, hat man immer den gesamten Verkehrsstrom zum liften. Mit einem Schild sollte das nach wenigen Tagen zum Erfolg führen. Hab es leider nicht ausprobiert. Wenn du das hier liest und es probierst, lass mich wissen wie es gewesen ist.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Fotos</h3>
<p>Auf vielfachen Wunsch geb ich euch ein paar schöne Fotos und nicht nur Straßenbilder. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/12.0.0-1/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>

<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-5-sint-maarten/wettervorhersage/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Wettervorhersage-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Wettervorhersage Karibik" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Wettervorhersage-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Wettervorhersage-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Wettervorhersage-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Wettervorhersage-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Wettervorhersage-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-5-sint-maarten/kostenloser-zeltplatz/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/kostenloser-Zeltplatz-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="kostenlos Zelten" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/kostenloser-Zeltplatz-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/kostenloser-Zeltplatz-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/kostenloser-Zeltplatz-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/kostenloser-Zeltplatz-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/kostenloser-Zeltplatz-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-5-sint-maarten/oyster-point-marina/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Oyster-Point-Marina-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Oyster Pond" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Oyster-Point-Marina-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Oyster-Point-Marina-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Oyster-Point-Marina-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Oyster-Point-Marina-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Oyster-Point-Marina-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-5-sint-maarten/trampen-karibik/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Trampen-Karibik-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Karibik Trampen." srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Trampen-Karibik-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Trampen-Karibik-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Trampen-Karibik-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Trampen-Karibik-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Trampen-Karibik-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-5-sint-maarten/st-maartin/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/St.-Maartin-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Sint Maarten von oben." srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/St.-Maartin-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/St.-Maartin-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/St.-Maartin-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/St.-Maartin-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/St.-Maartin-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-5-sint-maarten/beachlife/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Beachlife-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Chilling with friends." srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Beachlife-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Beachlife-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Beachlife-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Beachlife-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/03/Beachlife-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>

<h3 style="text-align: justify;">Besonderheiten</h3>
<p style="text-align: justify;">Die höchste Erhebung ist der Pique Paradise mit etwas mehr als 400m. Das ist nicht besonders viel. Allerdings ist es dort oben angenehm kühl, es gibt zwei Aussichtspunkte und keine Moskitos. Fällt dann unter die Kategorie: Kann man mal machen.</p>
<p style="text-align: justify;">St. Maarten ist steuerfreie Zone, d.h. Alkohol, Zigaretten und Elektronik sind besonders billig. Die Seglerbars haben gewöhnlich eine Happy Hour und verkaufen in dieser Zeit das kleine Bier für umgerechnet 80 Cent.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf der Hauptstraße von Simpson Bay ist es relativ teuer, wie generell in der Karibik. Es gibt allerdings einen kleinen Wohnwagen, der sich <a title="Hilmas castle" href="https://www.facebook.com/pages/Hilmas-Windsor-Castle/187965061361082" target="_blank">„Hilmas Windsor Castle“</a> nennt und ganz vorzügliche „Patties“ für 1,50$ verkauft. Das sind kleine frittierte Teigtaschen, die mit Tunfisch, Hackfleisch, Käse etc. gefüllt werden. Hilma freut sich über Besuch und ist immer für einen Plausch zu haben. Ein billigeres Frühstück findet man außerdem nirgends auf der Insel und ebensowenig eine so nette Wirtin.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de/trampen-in-5-sint-maarten/">Trampen in&#8230; (5) Sint Maarten</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de">Warm Roads</a>.</p>
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		<title>Von Stahlbooten und Trinitad</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Jan 2015 01:28:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Karibik]]></category>
		<category><![CDATA[Reisegeschichten]]></category>
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		<category><![CDATA[Endlich Festland]]></category>
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		<category><![CDATA[Road Trip]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir segelten nach Trinitad. Sieben Menschen auf einem 53ft Boot klingt erstmal anstrengend. Ist es aber ganz und garnicht. Mein letzter Bootlift war ein...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir segelten nach Trinitad. Sieben Menschen auf einem 53ft Boot klingt erstmal anstrengend. Ist es aber ganz und garnicht. Mein letzter Bootlift war ein 1991 gefertigtes Stahlboot mit zwei Masten, hergestellt in Bremen zu Zeiten der deutschen Wirtschaftskrise. Damals gab es anscheinend keine Aufträge, also haben die Werften einfach ihr vorhandenes Material verbaut. Es ist schon die zweite Schwedentruppe in meinem Alter, die ich mit einem solchen Boot kennengelernt habe. Das Prinzip ist immer gleich, Zweimaster, 1991, gebaut in Deutschland, Stahlboot, viele junge Leute drauf und eine Menge Spaß beim segeln. Und besonders ein Fakt, es wird von Hand gesteuert. <span id="more-167"></span></p>
<p>Dazu muss ich vielleicht erwähnen, dass fast alle Boote heutzutage eine Menge Elektronik besitzen und eben auch mit einem Autopiloten ausgestattet sind, der die komplette Überfahrt regelt. Per Hand steuern bedeutet, dass 24/7 immer jemand am Ruder stehen muss und bei jedem Wetter das Boot geführt wird. Ich persönlich empfinde das Steuern als sehr angenehm, es macht Spaß und hier kommt dann auch das richtige Segelfeeling auf. Leider ist das alles andere als üblich heutzutage. Daher war ich froh, dass ich diese Erfahrung mit der Schwedentruppe machen konnte.</p>
<p>Es ging eigentlich noch darüber hinaus, weil auch die Segel und eigentlich ALLES an Board ohne elektrische Unterstützung und anderer Errungenschaften der modernen Technik geregelt worden ist. Alles per Hand. Die Crew war ein eingespieltes Team, ich konnte mich da nur bedingt einbringen, aber was hier passiert ist, traf exakt meine Vorstellung von segeln. Gerne wieder.</p>
<p>Ansonsten war auch das Leben an Board sehr entspannt. Es gab frisch gebackenes Brot, Schokoladenkuchen, eine sehr junge Staffordshire Terrier Dame, einen angenehmen Kapitän und Zigaretten.</p>
<h3>Endlich auf Festland, oder doch nicht?</h3>
<p>Nun sitze ich in Trinitad und muss 70km Luftlinie zum nächsten Hafen in Venezuela überbrücken. Auch das ist wieder alles andere als einfach. Es existiert keine Fähre mehr. In Venezuela ist es außerdem sehr gefährlich. Alle Leute warnen mich, alle Leute meinen ich werde wohl sicher sterben und niemand will dahin. Wahrscheinlich war auch niemand von all diesen Menschen jemals in Venezuela. Ein Freund von mir, welcher diesselbe Route wie ich gemacht hat, meinte auf jedenfall es sei nicht so schlimm. Das Problem an dieser Massenhysterie ist eher, dass es für mich sehr schwer ist, in dieses Land zu kommen. Unglaublich schwer. Die einzige Fähre hat den Betrieb vor einem Jahr eingestellt. Ätzend. Aber wird schon.</p>
<p>Morgen früh um 10 Uhr soll hier ein kleines Boot in das Fischerdorf einlaufen, was Venezuelaner bringt. Keine Ahnung was die hier machen, aber das Boot fährt auf jedenfall auch wieder zurück und ich sehe es als meine einzige Chance endlich aufs Festland zu kommen.</p>
<p>Danach sieht meine Zukunft endlich wieder rosig aus. Es warten 8000km Straße, eine Schiffahrt auf dem Amazonas, ca. 2 andere Flüße die per Fähre überbrückt werden müssen, aber ansonsten eine „direkte“ Straßenverbindung bis runter nach Uruguay. Endlich nicht mehr auf Inseln vergammeln. Endlich wieder trampen. Ich kann es garnicht abwarten, habe heute schon meinen liebsten Tramperanzug gewaschen, damit ich dann übermorgen wieder rausgeputzt und munter an der Straße stehen kann. Schon über zwei Monate her, als ich das letzte mal auf Festland getrampt bin. Wird Zeit das zu ändern. Die Route ist auch mega spannend und ich hoffe in 12-14 Tagen nach meiner Überfahrt in Uruguay anzukommen. Und dann kann ich mich endlich auf meine Reise vorbereiten.</p>
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		<title>Aus meinem Leben auf der Straße</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Jan 2015 01:36:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Karibik]]></category>
		<category><![CDATA[Über die Menschheit]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Boottransfer]]></category>
		<category><![CDATA[easy Trampen]]></category>
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		<category><![CDATA[Vagabund]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Reisen ist kein Urlaub. Reisen ist manchmal harte Arbeit. Ein neuer Ort erfordert immer wieder neue Orientierung, wo kann ich schlafen, wo krieg ich...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Reisen ist kein Urlaub. Reisen ist manchmal harte Arbeit. Ein neuer Ort erfordert immer wieder neue Orientierung, wo kann ich schlafen, wo krieg ich was zu essen her, wo bekomme ich die Infos für meinen nächsten Schritt. Die letzten Tage waren diesbezüglich fantastisch für mich und ich dachte mir, es mag lohnenswert sein, dies einmal zu dokumentieren. Das richtet sich auch eher an die Menschen, die sich nicht so richtig vorstellen können, wie mein Leben gerade aussieht und wie ich so durch die Welt ziehe. <span id="more-151"></span></p>
<h3>Am Anfang war der Frust</h3>
<p>Nach Weihnachten saß ich in St. Maarten, relativ konsterniert, weil sich keine Möglichkeit für den nächsten Lift angeboten hat und ich auf dieser Insel sowieso schon solange stecken geblieben bin. In einem Internetforum hab ich dann über einen Boottransfer nach Süden einen Kontakt mit Mat aus England bekommen. Er meinte sie brauchen dringend jemanden in 48h um eine delivery crew zu ersetzen. Sie würden mir auch den Flug nach Antigua bezahlen. Ich rief also eine englische Nummer an und sprach mit Mat, buchte 10 Minuten später meinen Flug und flog zwei Tage später von St. Maarten nach Antigua.</p>
<p>Neuer Ort, neues Glück. Ich bin daraufhin einmal über die Insel nach Süden getrampt um zu dem abgesprochenen Hafen zu kommen. Der Flug kam um 9 Uhr morgens an, das Boot sollte gegen Mittag da sein. Letztendlich kam das Boot am nächsten Morgen um 8 Uhr an. Ich hab also die Nacht über in meinem Zelt geschlafen, was ich im Garten eines Hotels aufgeschlagen hatte. Es waren gerade keine Gäste da. Mein Zelt brauch immer zwei Punkte zum „aufspannen“. Ein Baum und eine Gartenliege reichten für die Konstruktion.</p>
<p>Das Boot kam an und ich ging an Board. Wir hatten einen relativ harten Turn Richtung Süden. Wenig Schlaf, nie mehr als 2-3 Stunden am Stück für die nächsten 48 Stunden. Sylvester hab ich nur über das VHF Radio mitbekommen, als irgendjemand „Happy New Year all“ über den Hauptkanal gebrüllt hat. Ansonsten lag ich im Bett und hab versucht zwischen meiner Nachwache zu schlafen. Am nächsten Tag waren wir in St. Vincent.</p>
<h3>Dann wirst du plötzlich eingeladen</h3>
<p>Wenn man vom Boot geht, fängt die Orientierung wieder an. Für mich war klar, dass ich eine Insel weiter südlich wollte. Nach Bequia, es fährt eine rostige Fähre für etwas weniger als 10€. Wir gingen also von Board und wurde von John empfangen, der eine Boot-Charter-Firma hat und unser Transfer-Boot noch am gleichen Tag an Chartergäste vermieten wollte. Er war sehr glücklich über unsere pünktliche Ankunft. Wir durften eine Dusche an der Marina nehmen und danach fuhren wir an den Flughafen für den ganzen Immigration Kram. Glücklicherweise war John dabei, der kennt die Leute vor Ort und wir hatten keine Probleme uns vom Boot schreiben zu lassen. Normalerweise ist es in der Karibik schwierig Inseln zu betreten, ohne die Ausreise nachweisen zu können. Nicht mit John.</p>
<p>Danach fuhren wir in ein Hotel/Restaurant am Strand (traumhaft) und John meinte er hat einen Deckel für uns, wo wir kostenlos Essen und trinken konnten, als Geste der Dankbarkeit für den Boottransport. Es war 2 Uhr Mittags. Ich schlug mir also den Magen voll mit Conch (Koncha in Deutsch). Conch ist sone Art Muschelfleisch, sau teuer, aber so ziemlich das leckerste Fleisch, was ich bisher in meinem Leben gegessen habe. Es schmeckt ein bißchen wie Rind und hat noch einen nachgeschmack, der an überbackenen Käse erinnert. Das alles umsonst, dazu noch etwas Rumpunsch und ich war schon gut angetrunken, als mich um fünf das bestellte Taxi abholte und zur Fähre transferierte. Alles auf kosten der Cruiser Company natürlich.</p>
<h3>Du merkst wie klein die Welt doch ist</h3>
<p>Auf der Fähre wurde es schon dunkel, ich hab mir dort zwei Bier genehmigt und ich betrat Bequia am Abend ohne irgendeinen Plan, etwas betrunken aber zuversichtlich. Ich bin dann zuerst in die Strandbars und habe nach Seglern ausschau gehalten, weil ich ja den nächsten Lift brauchte. Die ersten Leute die ich angequatscht habe, waren drei Schweden, mit denen ich ein Bier trinken gegangen bin. Nach 5 Minuten ist mir aufgefallen, dass ich die Leute kenne. Die sind von einem Boot Namens <a title="fairy wind" href="https://www.facebook.com/sailingFairwinds?ref=ts&amp;fref=ts" target="_blank">Fairy Winds!</a> Ich bin ihnen auf Facebook gefolgt, weil ich schon in Spanien auf dieses Boot wollte. Die Welt ist klein.</p>
<p>Nach ein paar Bier wusste ich, dass die nach Trinitad fahren, also genau meine Richtung. Ich fragte ob ich mit kann. Frederik, der Kapitän, war sich nicht sicher und wollte das erst mit der Crew absprechen. Mein Arbeitstag war zuende und ich machte mich auf den Weg, einen Schlafplatz zu finden. Ich hab seit fast 3 Monaten genau eine Nacht in einem Hotel oder dergleichen verbracht und auch gestern sollte ich wieder ein glückliches Händchen haben.</p>
<h3>Und du findest dich im Paradies wieder</h3>
<p>Hier direkt am paradisisch, blauen Sandstrand liegt ein verlassener Hotelkomplex, mit kleinen Holzhütten und einem wunderbaren Palmengarten. Dort wollte ich irgendwo mein Zelt aufschlagen, allerdings hingen da Leute rum und hörten Musik, die Security. Ich bin dann zu den Jungs, wir haben gequatscht, sie heißen Sebastian und Sharkman aka Mama. Nach 10 Minuten waren wir dicke miteinander, Sebastian drehte einen Joint von der neuesten Ernte aus St. Vincent und natürlich war es kein Problem für sie, wenn ich mein Zelt irgendwo auf dem ca. drei Hektar großen Gelände aufschlage. Wunderbare Palmen, guter Untergrund direkt an der Lagune mit dem strahlend blauen Wasser und das alles umsonst. Ich hatte eine sehr erholsame Nacht.</p>
<p>Heute morgen bin ich dann aufgestanden, hab eine Spaziergang am Strand gemacht und dort einen Belgier getroffen, der mir schon in Teneriffa über den Weg gelaufen ist und auch mit einem Boot über den Atlantik getrampt ist. Fühlte sich an wie zu Hause und ein guter Ort ein neues Boot zu finden. Danach hab ich mir ein paar Früchte gekauft und etwas zu trinken: Billiges Frühstück. Anschließend bin durch die Bars gezogen um meine Elektronik aufzuladen und etwas Internet zu haben. Vor einer halben Stunde habe ich die Schweden wieder getroffen und die erklärte mir, sie würden mich mitnehmen. Wir legen also morgen ab Richtung Trinidad, machen eventuell noch einen Stop in den Union Island zum tauchen und ich werde in vier Tagen meinen Fuß in Port of Spain setzen und endlich Land betreten.</p>
<p>Das waren also meine letzten vier Tage. Vom ernüchterneden Happy Hour Bier in St. Maarten bis zum letzten Lift vor dem südamerikanischen Festland. Alles ging ganz schnell. Ich hab einen überaus komfortablen Schlafplatz und die Reise hat mir alles gegeben, was ich brauchte. Läuft nicht immer so, aber eine überaus freudige Aneinanderreihung von Zufällen.</p>
<p>Tja und so sieht mein Leben im Moment aus. In drei bis vier Tagen werde ich dann in Trinitad sein und die Orientierung geht von neuem los. Wie das eben so ist, beim Reisen.</p>
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		<title>Yachttransfer auf die Grenadinen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Dec 2014 03:02:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Karibik]]></category>
		<category><![CDATA[Segeln]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Boottransfer]]></category>
		<category><![CDATA[Schwedenboot]]></category>
		<category><![CDATA[Transamazonica]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fast 3 Wochen hing ich in St. Maarten fest. Aber der nächste Lift ist da! Ich wurde als Crew für einen Yachttransfer von Antigua...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Fast 3 Wochen hing ich in St. Maarten fest. Aber der nächste Lift ist da! Ich wurde als Crew für einen Yachttransfer von Antigua auf die Grenadinen engagiert. Ich bin mir noch nicht sicher, ob das alles klar geht, aber das werde ich morgen sehen. Das Boot kommt aus Europa, die Crew geht von Board und die Skipperin braucht jemanden für die letzte Passage. Da komme ich ins Spiel. Ein bißchen ominös ist die Geschichte bisher noch, da ich nur mit einem Engländer telefoniert hatte, der meinte sie bezahlen mir die 250 Dollar für den Flug und er würde mir die Infos per Mail senden. Infos hab ich noch keine bekommen, Flug ist aber schon bezahlt von mir. Ich denke das geht aber alles klar. Und ich habe meinen ersten Job als Crew, auch wenn ich kein Geld verdiene. <span id="more-146"></span></p>
<p>Update: Ja, nun ist es offiziell. Habe alle nötigen Papiere per Mail bekommen. „This is to certify that Mr Stephan Korn is engaged by Direct Yacht Services Ltd to assist in the delivery of the above vessel. He operates as a commercial yacht crew in the delivery of motor and power vessels by sea worldwide.“ Klingt erstmal ganz gut.</p>
<p>Ich wollte eigentlich nicht fliegen auf meiner Reise, daher sehe ich das nun als &#8222;Transfer&#8220; meinerselbst durch einen Dritten, damit ich diesen Lift kriegen kann.</p>
<p>Es gibt sicherlich schlimmere Orte auf der Welt um stecken zu bleiben, als in der sonnigen Karibik. Von meinen beiden französischen Mitreisenden habe ich mich an dem dritten Tag mehr oder weniger verabschiedet. Sie sind in den französischen Norden der Insel gezogen, haben sich vorher einen Flug gekauft und ich blieb in Simpson Bay. Nach wenigen Tagen hatte ich en Boot auf dem ich leben konnte. Ziemlich versifft, vollgestopft mit Moskitos, aber ich hatte da eine Couch im Salon und das Boot lag 20 Meter entfernt von meiner Lieblingsbar. Die folgenden sieben Tage sind etwas ausgeartet. Ich hab eh das Gefühl hier wird zu jeder Tageszeit getrunken. Da hab ich mich gut eingelebt.</p>
<h3>Auf dem Boot leben und arbeiten</h3>
<p>Die letzten sieben Tage habe ich mit Schleifen von Holz verbracht auf einem 72ft Steel Schooner, der während des Hurricans an den Strand gespühlt wurde. Der Kapitän ist Schwede und so alt wie ich. Ansonsten waren wir eine kleine Community von jungen Leuten, die das Boot wieder auf Vordermann zu bringen versuchten. Es ist ein sehr schönes Boot, dass allerdings in miserablem Zustand ist und gegen März hoffentlich wieder segelfertig ist, um dann nach Australien zu fahren.</p>

<a href='https://warmroads.de/de/p1010274/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2014/12/P1010274-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Abgeschliffene Holzteile auf dem Boot" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2014/12/P1010274-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2014/12/P1010274-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2014/12/P1010274-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2014/12/P1010274-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2014/12/P1010274-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
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<p>Ich werde nun meinen Weg fortsetzen, Sylvester auf den Grenadinen verbringen und dann gegen Ende der ersten Januarwochenende hoffentlich Festland betreten. Endlich wieder richtig trampen! Venezuela und der Amazonas ruft. Stops sind keine wirklich eingeplant, die 4000-5000km nach Uruguay werde ich direkt durchballern. Da die Straßenverhältnisse schwierig sind, schätze ich 10-14 Tage unterwegs zu sein. In <a title="Manaus" href="http://goo.gl/maps/jsBeL" target="_blank">Manaus</a> muss ich sogar eine Fähre über den Amazonas nach <a title="Santarem" href="http://goo.gl/maps/uAzrf" target="_blank">Santarem</a> nehmen, da dort sonst keine andere Verbindung besteht.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de/yachttransfer-auf-die-grenadinen/">Yachttransfer auf die Grenadinen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de">Warm Roads</a>.</p>
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