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	<title>Costa Rica &#8211; Warm Roads</title>
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		<title>Trampen in&#8230; (15) Zentralamerika</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Mar 2016 02:34:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Costa Rica]]></category>
		<category><![CDATA[El Salvador]]></category>
		<category><![CDATA[Guatemala]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit Zentralamerika sollen an dieser Stelle alle Länder zwischen Mexico und Kolumbien gemeint sein. Im speziellen: Panama, Costa Rica, El Salvador, Nicaragua, Honduras und...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Mit Zentralamerika sollen an dieser Stelle alle Länder zwischen Mexico und Kolumbien gemeint sein. Im speziellen: Panama, Costa Rica, El Salvador, Nicaragua, Honduras und Guatemala. Ich habe mich entschlossen einen komprimierten Artikel zu schreiben, da aufgrund der Größe und meiner Aufenthaltsdauer eine separate Abarbeitung keinen Sinn ergeben hätte. Ganz allgemein ist Zentralamerika eine sehr spannende Gegend und zum Trampen zu empfehlen.<span id="more-1670"></span></p>
<h2 class="western" align="justify">Statistik</h2>
<p align="justify"><strong>Zurückgelegte Distanz: </strong><strong>2435 km</strong></p>
<p align="justify"><strong>Anzahl der Lifts: </strong><strong>63</strong></p>
<p align="justify"><strong>Durchschnittliche Wartezeit: </strong><strong>15</strong><strong> Minuten </strong><strong>46</strong><strong> Sekunden</strong></p>
<p align="justify"><strong>Standzeit Gesamt: </strong><strong>16</strong><strong> Stunden </strong><strong>34</strong><strong> Minuten </strong></p>
<p align="justify">Den Log gibt’s <a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Log-Centralamerica.ods">hier</a>.</p>
<h2 class="western" align="justify">Meine Route</h2>
<p align="justify">Panama Südspitze nach Texas, entlang der Panamericana&#8230;.meistens.</p>
<h2 class="western" align="justify">Menschen</h2>
<p align="justify">Ich wurde von Südamerika überrascht. Alle sagten, es sei so gefährlich. Am Ende war es ganz wundervoll. Gleiches gilt für Zentralamerika. Panama und Costa Rica sind so etwas wie (ehemalige) amerikanische Enklaven, die mittlerweile von pensionierten Amis bevölkert werden. Ich empfand das Trampen dort, als sehr mühselig. Insbesondere in Costa Rica. Was kann schlimmer sein als Trampen in den USA? Richtig, Trampen in dem Land, wo die ganzen Rentner aus den USA hinziehen. Zum Glück kam ich dann irgendwann nach Nicaragua, wo ich es wieder angenehmer wurde. Sehr armes Land, aber gute Tramperfahrung.</p>
<p align="justify">Honduras war gut zum Trampen, das Land selbst scheint jedoch zerfressen von Drogenhandel und Korruption(Link Artikel Grenze). Ich würde es mal neutral als „wild“ beschreiben. Hab mich dort allerdings nicht sicher gefühlt, was höchst ungewöhnlich war. Ansonsten aber billig. Ich denke die Menschen sind einerseits ziemliche Blutsauger und auf Touris aus, scheren sich um nichts, haben aber auch eine wunderbar freundliche Art an sich. Ich war nur zur Durchreise und hatte einen sehr intensiven Eindruck. Sowohl positiv als auch negativ.</p>
<p align="justify">In El Salvador gibt es den Dollar, der Lebensstandart insgesamt höher, die Leute sehr nett. War ein bißchen mein Geheimtip. Das Land hatte ich vorher nicht auf dem Schirm und wenn mich jemand fragt, wohin man denn mal fahren sollte in Zentralamerika, dann werde ich auf jedenfall El Salvador empfehlen.</p>
<p align="justify">Tja und dann Guatemala. Meine Liebe. Die Leute super herzlich, das Land sehr billig, viel zu sehen und dann noch eine spitzen Tramperfahrung. Definitiv in der Gesamtbetrachtung das Top-Tramperland auf der Nordhälfte des amerikanischen Kontinentes. Viele Pick-Ups, viele schnelle Lifts. Tolle Straßen, nette Landschaft. Hier komm ich mal wieder hin! Zentralamerika hat ne super Durchschnittswartezeit im Vergleich zu den anderen Ländern, die ich durchquert habe. Das lag vorallem an Guatelama!</p>
<h2 class="western" align="justify">Straßen</h2>
<p align="justify">Panama hat eine lange Autobahn, die nach Norden etwas löchriger wird. Mit Costa Rica wohl qualitativ die besten Straßen. Nicaragua ist etwas abgefuckt. Honduras ebenfalls. El Salvador und Guatemala liegen irgendwo dazwischen. Es gibt einige schöne Ecken zu passieren. In Costa Rica an der Küste fährt man schnurgerade durch den Dschungel und endlose Palmenplantagen umringen euch. Eine ökologische Katastrophe, aber interessant anzuschauen. In Guatemala gibt es einige Vulkane am Wegesrand und das etwas gemäßigtere Klima ist sehr angenehm. Zumindest, wenn man gerade aus Panama kommt. Im Süden Panamas ist derbster Dschungel. Obacht. Die Luftfeuchtigkeit kann hier schnell mal die Straßen spiegelglatt werden lassen, ohne dass man dies erwarten wurde. Ich war in Panama selbst <a href="https://warmroads.de/de/traffic-exists-hitchhiking-possilbe-8-der-unfall/">in einen Unfall</a> verwickelt.</p>
<p align="justify">Wenn ihr die Transamericana langfahrt, dann nehmt am Besten den kurzen Weg durch Honduras auf der süd-westlichen Route. Schaut euch auch die unzähligen Grenzübergänge an. Landet ihr an dem Falschen, kann das schnell mal einen Tag kosten, weil kein Verkehr ist. Andersrum wird auch ein Schuh drauß, es gibt gewisse Übergänge, die wohl (insbesondere bei Nacht) nicht besonders sicher sind. Nicaraugua und Honduras gelten allgemein hin als die Problemfälle. Aber macht euch ein eigenes Bild und lasst euch hier nicht zu sehr von mir beeinflussen.</p>
<h2 class="western" align="justify">Taktik</h2>
<p align="justify">Panama durchziehen. Ist nicht perfekt, aber geht. Panama City hat eine Art Hochbahn, die kann man zum Durchqueren benutzen. Hat nur eine Linie und bringt euch ans andere Ende der Stadt. Costa Rica würde ich mich tendenziell an der Küste entlang hangeln und weniger die Transamericana durchs Inland nehmen. Mehr Surfer und mehr Chancen einen relaxten Lift abzufangen. Nicaraugua einfach treiben lassen. Wird schon! Honduras nicht bei Nacht trampen, außer ihr steht auf besondere Abenteuer und wollt euch eures Besitzes etwas erleichtern. El Salvador (City) ist eine wunderbarer Ort zum <a href="https://warmroads.de/de/technische-anleitung-zum-trampen-durch-grosse-staedte/">Stadttrampen</a>. Keine Angst vor der Durchquerung haben. Als ich da war, strahlte die Sonne. Vielleicht hat das meine Meinung etwas positiv beeinflusst. Guatemala gibt es nicht viel zu sagen. Genießt die Pick-Ups, genießt das Trampen hier, genießt die Menschen. Guatemala City kann etwas anstrengend sein, aber sollte gehen.</p>
<h2 class="western" align="justify">Impressionen</h2>

<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-zentralamerika/unfall-jungle/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Unfall-Jungle-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Unfall-Jungle-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Unfall-Jungle-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Unfall-Jungle-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Unfall-Jungle-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Unfall-Jungle-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-zentralamerika/jungle-panama/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Jungle-Panama-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Jungle-Panama-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Jungle-Panama-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Jungle-Panama-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Jungle-Panama-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Jungle-Panama-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-zentralamerika/schoenes-zentralamerika/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/schönes-Zentralamerika-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/schönes-Zentralamerika-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/schönes-Zentralamerika-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/schönes-Zentralamerika-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/schönes-Zentralamerika-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/schönes-Zentralamerika-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-zentralamerika/costa-rica-bananas/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Costa-Rica-Bananas-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Costa-Rica-Bananas-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Costa-Rica-Bananas-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Costa-Rica-Bananas-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Costa-Rica-Bananas-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Costa-Rica-Bananas-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-zentralamerika/natural-fence/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/natural-fence-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/natural-fence-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/natural-fence-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/natural-fence-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/natural-fence-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/natural-fence-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
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<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-zentralamerika/hitchhike-leichenwagen/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/hitchhike-leichenwagen-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/hitchhike-leichenwagen-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/hitchhike-leichenwagen-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/hitchhike-leichenwagen-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/hitchhike-leichenwagen-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/hitchhike-leichenwagen-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-zentralamerika/guatemela-vulkanausbruch/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Guatemela-Vulkanausbruch-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Guatemela-Vulkanausbruch-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Guatemela-Vulkanausbruch-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Guatemela-Vulkanausbruch-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Guatemela-Vulkanausbruch-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Guatemela-Vulkanausbruch-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://warmroads.de/de/trampen-in-15-zentralamerika/volcano-guatemala/'><img width="150" height="150" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Volcano-Guatemala-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Volcano-Guatemala-150x150.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Volcano-Guatemala-57x57.jpg 57w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Volcano-Guatemala-72x72.jpg 72w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Volcano-Guatemala-114x114.jpg 114w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2016/03/Volcano-Guatemala-144x144.jpg 144w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>

<h2 class="western" align="justify">Besonderheiten</h2>
<p align="justify">Habe diesmal nichts Besonderes zu berichten.</p>
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		<title>Das Dixie-Klo und der langsamste Lift meines Lebens &#8211; Trampen in Zentralamerika</title>
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		<dc:creator><![CDATA[korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2015 18:10:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Costa Rica]]></category>
		<category><![CDATA[Panama]]></category>
		<category><![CDATA[Trampen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Endlich hatte ich meinen Fuß auf den nördlichen Teil des Amerikanischen Festlandes gesetzt. Bevor ich mich auf den Fußmarsch entlang der 40km Dschungelstrasse machte,...</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de/das-dixie-klo-und-der-langsamste-lift-meines-lebens-trampen-in-zentralamerika/">Das Dixie-Klo und der langsamste Lift meines Lebens &#8211; Trampen in Zentralamerika</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://warmroads.de/de">Warm Roads</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Endlich hatte ich meinen Fuß auf den nördlichen Teil des Amerikanischen Festlandes gesetzt. Bevor ich mich auf den Fußmarsch entlang der 40km Dschungelstrasse machte, musste ich mich aber noch mit den blutsaugenden Kuna auseinandersetzen. Nachdem wir vom Boot runter sind, stand sofort die Lancha bereit. Zu meiner Überraschung bin nicht nur ich, sondern auch der Kapitän und andere Crewmitglieder zum Landgang aufgebrochen. Keine Chance diese Lancha nicht zu nehmen. Ich hatte gehofft die wäre umsonst, hat mich dann aber doch 5$ gekostet. Mein Kapitän hat nur 2$ bezahlt. Ich hab erst Aufstand gemacht. Wieso denn fünf? Da meinten die knallhart: Für Ausländer sei es teurer. Nagut.<span id="more-1078"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Dann folgte mein 40km Fußmarsch über die einzige Strasse. Es war immernoch ziemlich heiß und abartig schwül, wie an der <a href="https://warmroads.de/de/ab-ins-darien-gap-jungle-fever/">Grenze zuvor</a>. Nach zwei Kilometern laufen habe ich ein Auto gefunden. Ich hätte diese 40km auf keinenfall durchgehalten bei dem Wetter. Und auch die Straße war ziemlich hart durch das hügelige Dschungelterrain gepflügt. Mit viele Kurven und noch mehr Steigungen, die ich so vorher noch nicht gesehen habe. Anscheinend gibt es diese Straße erst seit 5 Jahre. Fahrtzeit vorher war 10 Stunden. Naja, gelaufen ist das in 8 Stunden. Diese Angabe halte ich mal für ein Gerücht. <a href="https://warmroads.de/de/traffic-exists-hitchhiking-possilbe-8-der-unfall/">Nachdem ich und mein Fahrer dann den Unfall gebaut haben</a> und von meinem Kapitän dankenswerterweise herausgezogen wurden, stand ich an einer schon geteerten Straße Richtung Panama City.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Ein Hoch auf unsern Busfahrer!</h2>
<p style="text-align: justify;">Als ich dort wartete, sammelte sich eine Gruppe Schüler an der Bushalte. Völligst fasziniert von mir. Haben eine Delegation entsandt, um mich ein paar Sachen zu fragen. Irgendwann kam dann der „Schulbus from Hell“ angefahren. Den dröhnenden Bass hörte man schon von weitem. Der Bus war bunt besprüht wie üblich in Panama. Zwei Auspuffe waren senkrecht am Heck angebracht und ragten über das Dach hinaus. Als er über den Hügel kam, blinkte einfach alles an der Frontseite. Einige Fenster waren offen. Der Beat schallte über die Straße. Hörte sich an, als wenn Busta Rhymes persönlich diesen Bus gefahren wäre.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich musste unfreiwillig mit dem Kopf nicken und ein wenig auf der Straße tanzen. Die Kinder waren auch sehr erfreut und sind so vergnügt in den Bus gestiegen, wie eine Horde Lemminge, die gerade eine Gaskammer entdeckt haben. Keine Ahnung was dann passiert ist. Der Bus bog ab, fuhr 150m, dann sind alle Kinder wieder ausgestiegen und zur Bushaltestelle zurück gelaufen. Naja, war wohl nicht die richtige Richtung, aber die Musik hat gefetzt.</p>
<p style="text-align: justify;">Meinen letzten Dollar habe ich dann für 30 Minuten Internet ausgegeben und bin nach Panama City getrampt. Trampen durch Städte ist ja immer sone Sache. Hier hab ich erst einen Autobus abgefangen. Der Rattenfänger (die Menschen die andere Menschen dazu bewegen in den Bus zu steigen) gab sich als Mr. „Panama Kanal“ aus. Danke fürs mitnehmen „Panama Kanal“. Eine Frau half mir mit ihrer Karte in die Metro zu kommen und ich fuhr bis zur Endstation. Navigation war einfach, weil Panama City nur eine Metro Linie hat. Ein paar Lifts und ich stand hinter der Stadt. Das war nicht so schwer.</p>
<figure id="attachment_1079" aria-describedby="caption-attachment-1079" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/09/Dschungel-Strasse.jpg" rel="lightbox[1078]"><img class="size-full wp-image-1079" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/09/Dschungel-Strasse.jpg" alt="Geschlängelte Strasse und Unfall im Dschungel." width="780" height="521" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/09/Dschungel-Strasse.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/09/Dschungel-Strasse-300x200.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/09/Dschungel-Strasse-150x100.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/09/Dschungel-Strasse-400x267.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/09/Dschungel-Strasse-200x134.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1079" class="wp-caption-text">Geschlängelte Strasse und Unfall im Dschungel. Da wurden wir gerade rausgezogen.</figcaption></figure>
<h2 style="text-align: justify;">Der langsamste Lift meines Lebens</h2>
<p style="text-align: justify;">Es war bereits Dämmerung. Ich rauchte gerade eine Zigarette, als dieser kleine Toyota Transporter losfuhr. Ich musste etwas rennen, um ihn noch zu erreichen. Wo hin geht’s? 400Km Richtung Grenze? Prima. Und ich kann mitfahren? Was ein schöner Nachtlift. Henry, der Fahrer, meinte aber, er müsse langsam fahren, weil es ein Problem mit den Reifen gäbe. Mit langsam habe ich kein Problem. Ich habe noch nie einen Lift abgelehnt, weil er zu langsam ist. Und so fuhren wir los. Mit 40 km/h. 40&#8230;..das war wirklich langsam. Henry konnte nicht schneller und die ganze Skurrilität der Geschichte wurde noch gesteigert, als er meinte, dass er ins 2500km entfernte El Salvador fährt und wir in fünf Tage dort ankommen. 2500Km mit 40km/h. Muß man sich erstmal durch den Kopf gehen lassen. El Salvador lag genau auf meiner Route. Ich dachte mir nur, da hab ich einen sicheren Lift. Zentralamerika in eine Lift durchquert, entspannt und easy. Hörte sich gut an für mich.</p>
<p style="text-align: justify;">Bald kamen wir in eine Polizeikontrolle. Ich hatte keinen Gurt an, weil der kaputt war. Der Polizist, er ah aus wie Kojak persönlich, beugte sich freundlich ins Fenster. Wieso ich denn keinen Gurt hätte? Und das sei verboten.“ Bißchen Palaver folgte. Irgendwann fragende Gesichter. Was machen wir denn jetzt? „Wie wärs denn mit einem Kaffe?“ meinte der Polizist. „Kaffee“, fragte Henry ungläubig, „für einen Dollar?“ „Ja, für einen Dollar.“ Und so bezahlten wir einen Dollar und fuhren davon. Bestechung in Panama scheint ein lustiges Geschäft zu sein. Henry erzählte mir später noch, dass er bei einer anderen Kontrolle eine Packung Bonbons im Tausch gegen Weiterfahrt vereinbarte.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach einem kleinen Nickerchen war morgens um fünf Weiterfahren angesagt. Wir hatten einen langen Weg vor uns. Meine innere Unruhe entschied, dass ich doch keinen Bock hatte 5 Tage mit Henry zu fahren und 40 km/h sowieso viel zu langsam wären. An der Grenze zu Costa Rica ergriff ich die Chance und trampte ohne ihn weiter. 2-3 Lifts später stand ich irgendwo an der Küste. Bin mit einem pensionierten Amerikaner gefahren, der nun in Costa Rica wohnt und gerade vom surfen kam. Ansonsten war es schwierig. Ein erster Stinkefinger, seit gefühlt Spanien, kam mir auch unter die Nase. Gezeigt von irgendeinem alten Sack. Ich dachte mir, schlimmer als Amerika kann nur ein Land voll mit amerikanischen Rentnern sein. Zumindest zum Trampen. Irgendwann kam Henry dann wieder mit seinen kaputten Reifen angehüpft. Sein kleiner Toyota LKW eierte mit seinen 40km/h auf mich zu und sammelte mich ein, wie das Safety Car in der Formel eins.</p>
<figure id="attachment_1081" aria-describedby="caption-attachment-1081" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/09/Palmöl-Plantagen.jpg" rel="lightbox[1078]"><img class="size-full wp-image-1081" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/09/Palmöl-Plantagen.jpg" alt="Palmöl Plantagen in Costa Rica." width="780" height="439" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/09/Palmöl-Plantagen.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/09/Palmöl-Plantagen-300x169.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/09/Palmöl-Plantagen-150x84.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/09/Palmöl-Plantagen-400x225.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/09/Palmöl-Plantagen-200x113.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1081" class="wp-caption-text">Palmöl Plantagen in Costa Rica.</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Wir sollten noch bis spät in die Nacht fahren. Insbesondere die letzten 60km (2 Stunden) waren ziemlich nervenaufreibend. Es war Freitag Abend, die Leute anscheinend nicht sehr begeistert, dass wir da auf der Hauptstraße vor ihnen her krochen. Und Henry schaffte es manchmal nicht, die Spur zu wechseln. Alle überholten uns rechts, viel Geschrei, viel Geschimpfe und Henry fuhr streckenweise mit 30-35km/h um die Autos hinter und „vorbeizulassen“. Als wenn die nicht von alleine überholen könnten. Er war ein netter Kerl, fuhr aber wie ein kleines Mädchen und ich musste raus aus diesem Auto. Das machte mich Wahnsinnig. Ich wollte die Nacht nutzen, um zur Grenze mit Nicaragua zu kommen. Und hier tat sich wieder eine Episode „Die Reise gibt dir, was du brauchst“ auf&#8230;..</p>
<h2 style="text-align: justify;">Bedürfnisbefriedigung auf der Straße</h2>
<p style="text-align: justify;">In den zwei Tagen mit Henry hatte ich nicht viel gegessen. Kein Geld. Kaum getrunken.Mein Zustand war desolat, aber ich war mal wieder zu faul um anzuhalten und mich zu organisieren. Da war Verkehr und ich musste voran kommen und Zigaretten hatte ich noch, gegen den Hunger und für die Nerven. Habe einen LKW gefragt, die waren aber voll. Als ich so wartete, kam einer der 3 Jungs von diesem LKW zu mir und hat mir umgerechnet 3 Dollar in die Hand gedrückt. Ich war hocherfreut, weil ich mir davon Wasser kaufen konnte. Letztendlich sollte mir das Geld an der Grenze den Arsch retten, weil ich da eine der berühmten Ausreisebearbeitungsgebühren zahlen musste und natürlich keinen Cent bei mir hatte. Nach einer Minute kam mein Kollege nochmal an und drückte mir eine ganze Packung Schokokekse in die Hand. Wow. Essen.</p>
<p style="text-align: justify;">Dann gings weiter. Ich trampte an einer Baustellen einfahrt unter einem sehr hellen Licht (war schon Nacht). Ein Chauffeur mit seiner Limousine hielt an und nahm mich in die nächste Stadt mit. Als ich die Tür schon fast zugeschmissen hatte, fragte er beim Aussteigen noch, ob ich Wasser wolle? Klaro. Genau was ich gebrauchen kann. Er gab mir 3 Flaschen Wasser. Taschengeld, Essen und Wasser. So stand ich dann am Ortsende und war eigentlich zufrieden. Eigentlich. Denn dann kam die Krönung.</p>
<figure id="attachment_1082" aria-describedby="caption-attachment-1082" style="width: 780px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/09/Dixie-Klo-bei-Nacht.jpg" rel="lightbox[1078]"><img class="size-full wp-image-1082" src="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/09/Dixie-Klo-bei-Nacht.jpg" alt="Das Dixie-Klo eurer Träume." width="780" height="439" srcset="https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/09/Dixie-Klo-bei-Nacht.jpg 780w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/09/Dixie-Klo-bei-Nacht-300x169.jpg 300w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/09/Dixie-Klo-bei-Nacht-150x84.jpg 150w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/09/Dixie-Klo-bei-Nacht-400x225.jpg 400w, https://warmroads.de/wp-content/uploads/2015/09/Dixie-Klo-bei-Nacht-200x113.jpg 200w" sizes="(max-width: 780px) 100vw, 780px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1082" class="wp-caption-text">Das Dixie-Klo eurer Träume.</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Es wehte ein starker Wind, die Straße war abermals hell erleuchtet von Strahlern einer Baustelle. Und da stand dann die Erfüllung meines letzten Wunsches. Ein Dixie-Klo. Die Tür stand weit offen und bewegte sich im Wind, wie als würde das Klo zu mir sprechen: „Komm her und scheiß mich zu. Ich bin nur für dich da.“ Es war die Offenbarung. Adams Apfel. Verführerisch. Durch den starken Wind im Inneren gut belüftet. Das Paradies hatte sich mir eröffnet.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Nacht lief auch super und ich sollte an der Grenze ankommen und sogar Zeit haben ein Nickerchen zu machen, da sie erst zwei Stunden später öffnen sollte. So richtig erfreut war ich jedoch nicht, als ich an der Immigration ankam und da schon mindestens 100 Menschen dort standen, saßen, schliefen und auf die morgendliche Öffnung der Grenze warteten. Aus zwei Stunden warten, wurden letztendlich drei Stunden schlafen, ehe ich mich zur Grenzüberquerung machte.</p>
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